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17 Stunden her
Golf Rules

Der Bunker - lt. den Definitionen eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde. Weiter steht da u.a., dass nicht zum Bunker gehören: [...] Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen).

Da stellt sich die Frage, ob dieser Ball im Bunker liegt oder nicht?

Die geplante Grenze des Bunker erstreckt sich links des Balles, dort wo die Grassode normalerweise fortlaufen würde. Durch die Platzpflegearbeiten wurde diese Kante jedoch entfernt und Sand wurde bei der Bunkerpflege in den angrenzenden Bereich gezogen.

In diesem Fall hat die Spielleitung im Vorfeld die Möglichkeit diesen Bereich bestmöglich in Zusammenarbeit mit dem Greenkeeping zu reparieren oder eine der vorgeschlagenen Musterplatzregeln C-1 "Klarstellen von Bunkerkanten" in Kraft zu setzen und für eine entsprechende Kennzeichnung zu sorgen:
- Die Bunkerkante links von [Lochnummer einfügen] wird durch die Außenkante der [Farbe einfügen] Pfähle definiert. Die Pfähle sind bewegliche Hemmnisse und befinden sich im Bunker.
- Die Bunkerkante rechts von [Lochnummer einfügen] wird durch die in den Sand gesprühte [Farbe einfügen] Linie definiert.
- Alle geharkten Sandbereiche werden als Teil eines Bunkers angesehen.

Letztendlich sollte der Spieler in der Lage sein, eindeutig die Balllage im / außerhalb des Bunkers festzustellen, um sein Spiel regelkonform fortzusetzen. Im Zweifel könnte ggf. auch ein "Regelball" nach R20.1c(3) " Spielen zweier Bälle bei Zweifeln, wie vorzugehen ist" gespielt werden, um den Sachverhalt nachträglich zu klären. (tk)
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Der Bunker - lt. den Definitionen eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde. Weiter steht da u.a., dass nicht zum Bunker gehören: [...] Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen). 

Da stellt sich die Frage, ob dieser Ball im Bunker liegt oder nicht?

Die geplante Grenze des Bunker erstreckt sich links des Balles, dort wo die Grassode normalerweise fortlaufen würde. Durch die Platzpflegearbeiten wurde diese Kante jedoch entfernt und Sand wurde bei der Bunkerpflege in den angrenzenden Bereich gezogen. 

In diesem Fall hat die Spielleitung im Vorfeld die Möglichkeit diesen Bereich bestmöglich in Zusammenarbeit mit dem Greenkeeping zu reparieren oder eine der vorgeschlagenen Musterplatzregeln C-1 Klarstellen von Bunkerkanten in Kraft zu setzen und für eine entsprechende Kennzeichnung zu sorgen: 
-  Die Bunkerkante links von [Lochnummer einfügen] wird durch die Außenkante der [Farbe einfügen] Pfähle definiert. Die Pfähle sind bewegliche Hemmnisse und befinden sich im Bunker.
- Die Bunkerkante rechts von [Lochnummer einfügen] wird durch die in den Sand gesprühte [Farbe einfügen] Linie definiert.
- Alle geharkten Sandbereiche werden als Teil eines Bunkers angesehen.

Letztendlich sollte der Spieler in der Lage sein, eindeutig die Balllage im / außerhalb des Bunkers festzustellen, um sein Spiel regelkonform fortzusetzen. Im Zweifel könnte ggf. auch ein Regelball nach R20.1c(3)  Spielen zweier Bälle bei Zweifeln, wie vorzugehen ist gespielt werden, um den Sachverhalt nachträglich zu klären. (tk)

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Spontane Antwort: Ball liegt NICHT im Bunker..... Aber warum beantwortet ihr Eure Frage eigentlich am Ende nicht klar mit "ja" oder "nein" - für Denk- und Lesefaule wie mich? 🤔😜

2 Tage her
Golf Rules

Ben hatte eine Frage an uns:

"Ich habe immer gedacht, e-Carts seien bei vgw Turnieren immer nur mit Attest gestattet. Nicht-repräsentative Umfrage unter Bekannten ergibt dasselbe. Nachdem es nun bei einem Turnier Unstimmigkeiten gab und auch unsere Wettspielordnung nicht eindeutig ist, habe ich mal recherchiert und gefunden, dass tatsächlich in vielen Clubs e-Carts grundsätzlich erlaubt und nur bei CM und Verbandswettspielen verboten ist. Würde mich interessieren was ihr davon haltet, wie die tatsächliche 'Gesetzgebung' ist und was andere darüber denken."

Also: Carts als Ausrüstung sind erst einmal grundsätzlich gestattet, sollte die Nutzung unerwünscht sein, kann sie durch die Ausschreibung oder eine Platzregel eingeschränkt werden. Im Spielalltag sind sie in Turnieren ein wenig verpönt, birgt die Nutzung doch einen erheblichen Vorteil, was die Kondition angeht. Ich persönlich, Torben, fahre gerne E-Cart, mag sie aber im handicaprelevanten Spiel nicht wirklich, weil mir die Verbindung zum Platz fehlt. Für die schnelle Runde mit Freunden sind Carts Klasse, im Turnier habe ich aber ganz andere Routinen, die mir dann fehlen. Wie sieht das bei Euch aus? Lieber mit, lieber ohne und warum?
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Ben hatte eine Frage an uns:

Ich habe immer gedacht, e-Carts seien bei vgw Turnieren immer nur mit Attest gestattet. Nicht-repräsentative Umfrage unter Bekannten ergibt dasselbe. Nachdem es nun bei einem Turnier Unstimmigkeiten gab und auch unsere Wettspielordnung nicht eindeutig ist, habe ich mal recherchiert und gefunden, dass tatsächlich in vielen Clubs e-Carts grundsätzlich erlaubt und nur bei CM und Verbandswettspielen verboten ist. Würde mich interessieren was ihr davon haltet, wie die tatsächliche Gesetzgebung ist und was andere darüber denken.

Also: Carts als Ausrüstung sind erst einmal grundsätzlich gestattet, sollte die Nutzung unerwünscht sein, kann sie durch die Ausschreibung oder eine Platzregel eingeschränkt werden. Im Spielalltag sind sie in Turnieren ein wenig verpönt, birgt die Nutzung doch einen erheblichen Vorteil, was die Kondition angeht. Ich persönlich, Torben, fahre gerne E-Cart, mag sie aber im handicaprelevanten Spiel nicht wirklich, weil mir die Verbindung zum Platz fehlt. Für die schnelle Runde mit Freunden sind Carts Klasse, im Turnier habe ich aber ganz andere Routinen, die mir dann fehlen. Wie sieht das bei Euch aus? Lieber mit, lieber ohne und warum?

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Ich laufe lieber, schließlich ist Golf ja auch ein Sport. Was ich allerdings sehr schätze, gerade wenn es hügelig wird, ist ein E-Trolley. Ich musste die Woche doch sehr schmunzeln, als wir Alcanada gespielt haben und ein Herr aus dem Flight hinter uns am ersten Abschlag fragte, ob wir den Platz schon einmal gespielt hätten, was wir bejahten. Er wunderte sich, warum wir dann laufen würden. 😂

Wenn Carts erlaubt sind, so muss jedem Spieler der das möchte, eines zur Verfügung gestellt werden. Daran scheitert es in vielen Clubs, denn meistens sind dort „nur“ 10 Carts vorhanden und daher muss man sie „verbieten“ .

Ohne.

Ich persönlich laufe lieber, da ich dann das Gefühl habe besser im Spiel zu sein. Im Urlaub gerne auch mit Card. Bei Turnieren stört es mich nicht wenn andere fahren. So hat man den Vorteil das man bei unübersichtlichen Bahnen den Cardfahrer schon mal vorschickt und nicht extra lange Wege läuft, die dann auch Zeit rauben.

Cart bei vgw Turnieren nur für SpielerInnen, wo es med. notwendig ist. Alles andere entspricht aufgrund des fairplays nicht dem Spiel - ist meine Meinung. Ich gehe lieber zu Fuß, da ich mich auf dem Weg zum Ball schon auf den nächsten Schlag vorbereiten. Mit dem Cart bin ich fast zu schnell. Aber auf einer flotten Runde mit Freunden, warum nicht😉

Habe nichts dagegen, das Golfer, die nicht mehr so gut zu Fuß sind... warum auch immer, ein Cart benutzen. Bei uns ist dies auch erlaubt. Es hilft ja auch niemandem, wenn da jemand aufgrund irgendwelcher Gebrechen über den Platz schleicht. Ich habe letztens im Club mit zwei Senioren gespielt, die gefahren sind. Durch künstliche Hüften ud sonstige Wehwehchen sind sie im Lauftempo eingeschränkt, spielen aber beide recht passables Golf. So waren wir eigentlich immer gleich schnell auf dem Platz unterwegs. Von meiner Seite aus => Daumen hoch.

Ich laufe immer. Das einzige mal wo ich gefahren bin, war als ich einen Gutschein gewonnen habe.

Wer nicht wirklich auf ein Cart angewiesen ist, sollte die Bahnen laufen

No Carts 💪🏻😎😎

Im Urlaub mit Cart (ist schließlich Urlaub), auf Bergziegenplätzen bitte auch; auf halbwegs bis ganz flachen Plätzen und/oder auf meinem Heimatplatz ohne.

Genau!👍 Die Verbindung zum Platz fehlt! Wenn ich laufe ,gucke ich schon Richtung Ziel ,weiss was ich für ein Schläger ich wahrscheinlich brauche und mache mir Gedanken beim laufen ,was für Hindernisse mich beim nächsten Schlag erwarten…und ich genieße beim laufen die Natur und den Platz.🌳☀️ ABER…im Urlaub fahre ich auch gern mal😁

Vor ca. 5 Jahren sind einmal 1.500 amerikanische College Golfspieler*innen mit minimum Hcp + 5 getestet worden, auf welche Weise im Durchschnitt die beste Runde gespielt werden kann. Hier das Ergebnis: Tragen + 5 Schläge, Ziehen + 3 Schläge, Schieben + 2 Schläge, Elektrotrolley 0 Schläge, Cart + 3 Schläge. Tragen + 5 Schläge? Weil selbst Tragen zuviel Kraft braucht! Warum Cart + 3 Schläge? Weil der Körper, sobald er sich setzt, auf Stand by schaltet, und quasi jedesmal wieder auf Betrieb schalten muss. Darum lassen die Profis ihre Bags tragen, gehen aber die Runde zu Fuß! Bag tragen sieht zwar sportlich aus, ist aber nicht klug!🤔⛳️

Immer mit, aufgrund eines gesundheitlichen Problems. Im Turnier will ich keine Extrawurst oder blöd angeguckt werden, ggf. auch mich rechtfertigen. Darauf hab ich keine Lust. Deshalb spiel ich keine Turniere. Kann ich aber auch gut drauf verzichten.

So lange ich es körperlich kann: laufen mit Schiebetrolley. Irgendwann in der Zukunft dann ggf ein E-Trolley. Cart nur auf Plätzen die ich nicht laufend bewältigen kann.

Eigentlich von meiner körperlichen angeschlagenheit wäre mir immer ein cart am liebsten. Aber im Turnier Modus zu fuss ist eine ganze andere Vorbereitung zum Ball möglich und mir auch lieber

Ohne. Bei uns gibt's nur 5 gg Attest. Eine Mischung aus Fahrern und Fußgängern ist ätzend für alle. In Andalusien geht oft nur "mit", aber da spiel ich auch kein Turnier.

Mir geht es genau wie Dir, mir fehlt mit Cart auch die Verbindung zum Platz. Doch bei einigen Kursen mit sehr langen Wegen oder super hügelig macht der Platz einfach mehr Spaß mit Cart, da ich konditionell mich sonst gar nicht auf den Platz konzentrieren kann, weil ich zu sehr mit mir beschäftigt bin.

Auf Fairways die etwas weicher vom Untergrund sind, hinterlassen Carts Spuren und wenn deshalb die Carts nur auf Wegen gefahren und abgestellt werden können, ist mir das hin- und herlaufen inkl. des Aussuchens und Mitnehmens von Alternativschlägern zu umständlich. Im übrigen genieße ich eher das Gehen über den Platz und die immer wieder neuen Eindrücke.

Ich fahre mit Cart!

Ein Cart zu benutzen ist jedem selbst nach der Befindlichkeit zu überlassen. Ich persönlich mag lieber Cart fahren. Zum einen spart es Kraft und ich zuckel nicht 4,5 Stunden über den Platz, sondern nur 3,5h. Aber einen gemischten Flight finde ich nicht gut. Gerne nutze ich auch die neuen Scooter, sind leider um die Region Hamburg nur selten vertreten. Die Anzeige in den Carts mit Navi und die aufbereitete Bahn mit Entfernungen und Hindernissen ist ebenfalls ein Schmankerl. Außerdem habe ich schon 2 Rettungsfahrten mit dem Cart durch geführt, wo Senioren sich bei 18 Loch übernommen und einen Schwächeanfall erlitten haben.

Ohne zu laufen habe ich nicht das Gefühl, Sport getrieben zu haben. Es fühlt sich dann eher wie eine Runde am Simulator an. Kann natürlich auch lustig sein, ist aber einfach was anderes. Aber jeder der fahren möchte, sollte es auch tun dürfen. Der Gerechtigkeit halber müssen bei Turnieren auch so viele Cards zur Verfügung stehen, dass jeder eines bekommen kann. Müsste man vermutlich bei der Anmeldung schon „vorbestellen“ damit die Spielleitung dann entsprechend reagieren kann, sollten nicht ausreichend Cards verfügbar sein.

No Carts

Interessante statements, aber ging es nicht um die Frage "Cart im Turnier", ja oder nein ?

Beim unseren BW-Bank Rheingolf Cup-Turnieren lassen wir die Nutzung von Carts zu, auch wenn es nicht genug Carts für alle gibt. Es hat noch NIE Stress deswegen gegeben. Unsere Turniere sind Events für Freizeit-Golfer und die sollen in ihrer Freizeit SPASS haben. Das gilt auch für ältere Spieler*Innen, die keinen Attest bekämen, aber es sehr schätzen fahren zu können. Wem das dann insgesamt nicht sporltich genug ist, der kann ja für sich eine andere Entscheidung treffen. Vor mir aus auch auf einem hügeliegen Platz tragen - jeder wie er möchte. Wir haben schon genug "geregeltes Leben". Insgesamt kann ich jedem Golfclub nur empfehlen die Buggy-Flotte auszubauen. www.rheingolf-cup.net

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3 Tage her
Golf Rules

Und auch Reinhard hat eine Frage an uns gerichtet "Ich hätte folgende Frage: Beim Turniergolf gibt es eine ausgeloste Starterliste für Bahn 1. Der Startmann hatte sich vorzeitig verabschiedet. Einer der Flightpartner fragt: wer schlägt als erster ab? Antwort: der, der fragt. In der Stresssituation wurde die Bahn dann zum Streichergebnis. Letztlich hatte der Flightpartner die Bahn komplett als Regelball wiederholt, weil er meinte, die Bahn 1 muss nach Starterliste abgeschlagen werden. Frage: wie ist das zu werten? Gibt es hierfür klare Regeln?"

Angenommen es handelt sich um ein Zählspielwettbewerb ist diese Frage eigentlich einfach zu beantworten. Um Zeit zu sparen werden Spieler sogar durch die Golfregeln ermutigt auf sichere und verantwortungsvolle Weise „Ready Golf“ zu spielen (siehe Regel 6.4b(2)). Sprich - die Spielfolge muss nicht unbedingt eingehalten werden.

Zur "regulären Spielfolge" im Zählspiel gilt ansonsten:
- Zu Beginn des ersten Lochs: Am ersten Abschlag wird die Ehre durch die von der Spielleitung erstellte Startliste festgelegt oder, wenn es keine Startliste gibt, durch Absprache oder nach einem Zufallsverfahren (wie das Werfen einer Münze).
- Zu Beginn aller anderen Löcher : Der Spieler der Gruppe mit dem niedrigsten Brutto-Ergebnis an einem Loch hat die Ehre am nächsten Abschlag; der Spieler mit dem zweitniedrigsten Brutto-Ergebnis sollte als nächster spielen, usw.. Haben zwei oder mehr Spieler das gleiche Ergebnis an einem Loch, sollten sie in derselben Reihenfolge spielen, wie am vorherigen Abschlag. Die Ehre richtet sich auch in einem Netto-Turnier nach dem Brutto-Ergebnis.
- Nachdem alle Spieler ein Loch begonnen haben: Der vom Loch am weitesten entfernte Ball sollte zuerst gespielt werden. Sind zwei oder mehr Bälle gleich weit vom Loch entfernt oder ist ihre jeweilige Entfernung zum Loch unbekannt, sollte durch Absprache oder ein
Zufallsverfahren festgelegt werden, welcher Ball zuerst gespielt wird.

Es ist straflos, wenn ein Spieler außerhalb der Reihe spielt, außer zwei oder mehr Spieler vereinbaren, außerhalb der Reihe zu spielen, um einem von ihnen einen Vorteil zu verschaffen. In diesem Fall zieht sich jeder dieser Spieler die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu. (tk)
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Und auch Reinhard hat eine Frage an uns gerichtet Ich hätte folgende Frage: Beim Turniergolf gibt es eine ausgeloste Starterliste für Bahn 1. Der Startmann hatte sich vorzeitig verabschiedet.  Einer der Flightpartner fragt: wer schlägt als erster ab? Antwort: der, der fragt. In der Stresssituation wurde die Bahn dann zum Streichergebnis. Letztlich hatte der Flightpartner die Bahn komplett als Regelball wiederholt, weil er meinte, die Bahn 1 muss nach Starterliste abgeschlagen werden. Frage: wie ist das zu werten? Gibt es hierfür klare Regeln?

Angenommen es handelt sich um ein Zählspielwettbewerb ist diese Frage eigentlich einfach zu beantworten. Um Zeit zu sparen werden Spieler sogar durch die Golfregeln ermutigt auf sichere und verantwortungsvolle Weise „Ready Golf“ zu spielen (siehe Regel 6.4b(2)). Sprich - die Spielfolge muss nicht unbedingt eingehalten werden.

Zur regulären Spielfolge im Zählspiel gilt ansonsten: 
- Zu Beginn des ersten Lochs: Am ersten Abschlag wird die Ehre durch die von der Spielleitung erstellte Startliste festgelegt oder, wenn es keine Startliste gibt, durch Absprache oder nach einem Zufallsverfahren (wie das Werfen einer Münze).   
- Zu Beginn aller anderen Löcher : Der Spieler der Gruppe mit dem niedrigsten Brutto-Ergebnis an einem Loch hat die Ehre am nächsten Abschlag; der Spieler mit dem zweitniedrigsten Brutto-Ergebnis sollte als nächster spielen, usw.. Haben zwei oder mehr Spieler das gleiche Ergebnis an einem Loch, sollten sie in derselben Reihenfolge spielen, wie am vorherigen Abschlag. Die Ehre richtet sich auch in einem Netto-Turnier nach dem Brutto-Ergebnis.
- Nachdem alle Spieler ein Loch begonnen haben: Der vom Loch am weitesten entfernte Ball sollte zuerst gespielt werden. Sind zwei oder mehr Bälle gleich weit vom Loch entfernt oder ist ihre jeweilige Entfernung zum Loch unbekannt, sollte durch Absprache oder ein 
Zufallsverfahren festgelegt werden, welcher Ball zuerst gespielt wird. 

Es ist straflos, wenn ein Spieler außerhalb der Reihe spielt, außer zwei oder mehr Spieler vereinbaren, außerhalb der Reihe zu spielen, um einem von ihnen einen Vorteil zu verschaffen. In diesem Fall zieht sich jeder dieser Spieler die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu. (tk)

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Sehr gut erklärt!👏👏👏

Interessant 😄 Es ist also nicht zwingend der Fall, dass Spieler*innen mit dem niedrigsten HC am ersten Abschlag die Ehre haben, sollte es keine Startliste geben!

Ich finde es etwas befremdlich, dass ein Spieler nervös ist nur weil er abschlagen muss. Das kommt ja nicht so überraschend und es ist doch völlig egal ob ich als erster oder letzter abschlage. Dass isch das dann als Grund nenne um schlecht zu spielen…. Naja. Und ready Golf gibt es seit 2019

Kann jeder für sich entscheiden, ready golf zu spielen, oder ist die Ehre einzuhalten, solange nicht explizit ready golf im Flight vereinbart wird?

Der Spieler hat tatsächlich die gesamte Bahn noch einmal gespielt weil er sie erst gestrichen hat um dann beim zweiten Mal eventuell ein besseres Ergebnis zu erzielen? Obwohl auf der ganzen Welt „Ready Golf“ propagiert wird? Es wird immer bunter…

... und wie hat denn die Spielleitung am Ende über seinen "Regelball" entschieden?

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4 Tage her
Golf Rules

Manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu...

Regeltechnisch sind Ameisenhaufen sind lose hinderliche Naturstoffe und dürfen nach Regel 15.1 entfernt werden. Sie sind keineTierlöcher, von denen straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.

Es kann aber Fälle geben, in denen Ameisenhaufen nur schwer oder gar nicht zu entfernen sind (zum Beispiel wenn sie hart oder groß sind oder eine konische Form haben). In diesen Fällen darf die Spielleitung eine Platzregel in Kraft setzen, die dem Spieler ermöglicht, solche Ameisenhaufen als Boden in Ausbesserung zu behandeln.

Soviel zur "Theorie" - Waldameisen sind in Deutschland und vielen anderen Ländern eine besonders geschützte Tierart. Demnach dürfen sie nach § 42 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht der Natur entnommen oder gar getötet werden. Jeder Eingriff in die Neststruktur ist strengstens untersagt.

Aus diesem Grund sollte einen Spielleitung einen Ameisenhaufen "weiträumig" als Boden in Ausbesserung und zusätzliche Spielverbotszone definieren und nicht auf Musterplatzregel F-11 zurückgreifen. (tk)
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Interessante Lage. Bewegliches Hemmnis?

Pech für die Ameisen

Christian Martin Manni Wühr

5 Tage her
Golf Rules

Und noch eine Frage von Christian gleich hinterher: "2 Spieler A u B gehen über den Platz und unterhalten sich und vor lauter Reden bemerken sie nicht dass sie schon in der Nähe ihrer Bälle sind. (kein suchen) Spieler A stößt versehentlich gegen einen Ball und bewegt ihn. Ist es korrekt dass Spieler A einen strafschlag bekommt wenn dies sein eigener Ball war (9.4b, keine der Ausnahmen trifft zu) aber kein strafschlag anfällt wenn es der Ball von Spieler B war (9.6, ball durch äußeren Einfluss bewegt)? In beiden Fällen wäre der Ball zurückzulegen…"

Ja, so ist es - sofern es sich um eine Zählspielrunde handelt. Das unabsichtliche Bewegen eines fremden Balls (durch einen äußeren Einfluss) ist straflos und der Ball ist zurückzulegen (Regel 9.6). Das Bewegen des eigenen Balls hingegen führt zu einem Strafschlag (und der Ball muss ebenfalls zurückgelegt) werden, es sein denn, dass der Spieler den Ball aufnehmen oder bewegen darf, der Ball versehentlich bei der Suche bewegt wird, der Ball versehentlich auf dem Grünbewegt wird oder dieser bei der Anwendung einer Regel außerhalb des Grüns bewegt wird (Regel 9.4b).

Im Lochspiel ist auch das Aufnehmen, Bewegen oder das absichtliches Berühren des Balls vom Gegner mit einem Strafschlag zu versehen, sofern dieses nicht nach den in Regel 9.5 beschriebenen Ausnahmen passiert. (tk)
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Und noch eine Frage von Christian gleich hinterher: 2 Spieler A u B gehen über den Platz und unterhalten sich und vor lauter Reden bemerken sie nicht dass sie schon in der Nähe ihrer Bälle sind. (kein suchen) Spieler A stößt versehentlich gegen einen Ball und bewegt ihn. Ist es korrekt dass Spieler A einen strafschlag bekommt wenn dies sein eigener Ball war (9.4b, keine der Ausnahmen trifft zu) aber kein strafschlag anfällt wenn es der Ball von Spieler B war (9.6, ball durch äußeren Einfluss bewegt)? In beiden Fällen wäre der Ball zurückzulegen…

Ja, so ist es - sofern es sich um eine Zählspielrunde handelt. Das unabsichtliche Bewegen eines fremden Balls (durch einen äußeren Einfluss) ist straflos und der Ball ist zurückzulegen (Regel 9.6). Das Bewegen des eigenen Balls hingegen führt zu einem Strafschlag (und der Ball muss ebenfalls zurückgelegt) werden, es sein denn, dass der Spieler den Ball aufnehmen oder bewegen darf, der Ball versehentlich bei der Suche bewegt wird, der Ball versehentlich auf dem Grünbewegt wird oder dieser bei der Anwendung einer Regel außerhalb des Grüns bewegt wird (Regel 9.4b).

Im Lochspiel ist auch das Aufnehmen, Bewegen oder das absichtliches Berühren des Balls vom Gegner mit einem Strafschlag zu versehen, sofern dieses nicht nach den in Regel 9.5 beschriebenen Ausnahmen passiert. (tk)

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Eine ergänzende Frage. Wie ist bei versehentlichem Bewegen des eigenen Balles, zB bei einem Probeschwung? Mir kommt vor, da gab es einmal einen Vorfall auf der PGA mit DJ.

Dieter Gradl

6 Tage her
Golf Rules

Richard aus Luxemburg fragte: "Hallo, Wie ist diese Spielsituation zu betrachten, wenn der Ball sich bewegen würde beim entfernen des Gegenstandes? Darf man den Ball vorher markieren?"

Ein Spieler darf einen losen hinderlichen Naturstoff überall auf dem Platz oder außerhalb des Platzes straflos entfernen und er darf dies auf jede Weise tun (zum Beispiel mit der Hand, dem Fuß, einem Schläger oder anderer Ausrüstung) - allerdings darf sich dabei der Ball nicht bewegen..

Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2. Lag der bewegte Ball außerhalb des Grüns (siehe Regel 13.1d) oder des Abschlags (siehe Regel 6.2b(6)), als er bewegt wurde, zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu, außer es gilt Regel 7.4 (Ball straflos während der Suche bewegt) oder eine andere Ausnahme zu Regel 9.4b.

Insofern darf der Ball natürlich vorher markiert werden, da dieser dann beim Bewegen an die exakte vorherige Stelle zurückgelegt werden kann. Den Strafschlag kann man damit allerdings nicht umgehen, sofern sich der Ball beim Entfernen des Steins bewegen würde... (tk)
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Richard aus Luxemburg fragte: Hallo, Wie ist diese Spielsituation zu betrachten, wenn der Ball sich bewegen würde beim entfernen des Gegenstandes? Darf man den Ball vorher markieren?

Ein Spieler darf einen losen hinderlichen Naturstoff überall auf dem Platz oder außerhalb des Platzes straflos entfernen und er darf dies auf jede Weise tun (zum Beispiel mit der Hand, dem Fuß, einem Schläger oder anderer Ausrüstung) - allerdings darf sich dabei der Ball nicht bewegen..

Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2. Lag der bewegte Ball außerhalb des Grüns (siehe Regel 13.1d) oder des Abschlags (siehe Regel 6.2b(6)), als er bewegt wurde, zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu, außer es gilt Regel 7.4 (Ball straflos während der Suche bewegt) oder eine andere Ausnahme zu Regel 9.4b. 

Insofern darf der Ball natürlich vorher markiert werden, da dieser dann beim Bewegen an die exakte vorherige Stelle zurückgelegt werden kann. Den Strafschlag kann man damit allerdings nicht umgehen, sofern sich der Ball beim Entfernen des Steins bewegen würde... (tk)

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Anmerkung: Ich habe den Text nach einem Hinweis von Hans noch einmal etwas konkretisiert, da es wohl nicht ganz eindeutig geschrieben war. --> Entfernen des losen hinderlichen Naturstoff ist möglich - der Ball darf sich dabei allerdings nicht bewegen. Falls doch, dann bedeutet dieses dann einen Strafschlag und der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden...

Ich muss ihn markieren, darf ihn aber nicht aufnehmen. Sollte beim entfernen der Ball sich bewegen bekomme ich einen Strafschlag, kann den Ball allerdings an die richtige Stelle zurück legen, weil sonst würde ich vom falschen Platz spielen, was eine Grundstrafe zur Folge hätte.

Anders ausgedrückt, ich darf NICHT: den Ball markieren, aufnehmen, losen hinderlichen Naturstoff entfernen und dann den Ball wieder zurücklegen um einer eventuellen Strafe zu entgehen.😉

Über die Strafe beim Bewegen des Balles haben wir bereits ausführlich diskutiert. Dieses Beispiel ist erneut der Beweis, wie sinnvoll es ist, den Spieler mit einem Schlag zu bestrafen, wenn sich der Ball beim Entfernen des Steins bewegt. Ja, es geht wie immer um Leben und Tod!

Es gibt keine Verpflichtung den Ball vor dem Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe zu markieren. Es gilt wie von tk oben geschrieben die Regel 14.2 wenn man die ursprüngliche Stelle schätzt und den Ball dorthin zurücklegt, spielt man nicht vom falschen Ort🏌

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7 Tage her
Golf Rules

Mal zwischendurch was aktuelles von der PGA Tour:

Ein ruhender Ball ist erst im Aus, wenn er vollständig außerhalb der Ausgrenze des Platzes liegt. Ein Ball liegt auf dem Platz, wenn er mindestens zum Teil
• darin liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) innerhalb der Ausgrenze berührt oder
• sich oberhalb der Ausgrenze oder eines anderen Teils des Platzes befindet. Ein Spieler darf im Aus stehen, um einen Ball auf dem Platz zu spielen.
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Meine Güte, was hampeln die da so lange rum? Aus und fertig…

7 Tage her
Golf Rules

Ergänzend zu den beiden Beiträgen Abschlag gibt es weitere Punkte, die auf diesem besonderen Teil des Platzes gelten:

Der Ball darf aufgeteet oder vom Boden gespielt werden
Der Ball muss gespielt werden, entweder von einem Tee in oder auf dem Boden oder vom Boden. Nach dieser Regel schließt „Boden“ Sand oder anderes natürliches Material mit ein, das angehäuft wurde, um entweder das Tee oder den Ball aufzusetzen.

Bestimmte Bedingungen auf dem Abschlag dürfen verbessert werden
Der Spieler darf, bevor er einen Schlag ausführt, Folgendes unternehmen, um die Bedingungen zu verbessern, die den Schlag beeinflussen (siehe Regel 8.1b (8)):
- Die Bodenoberfläche des Abschlags verändern (zum Beispiel, indem er eine Kerbe mit einem Schläger oder Fuß macht),
- Rasen, Gräser und andere natürliche Gegenstände, die innerhalb des Abschlags befestigt sind oder wachsen, bewegen, biegen oder brechen,
- Sand und Boden auf dem Abschlag entfernen oder niederdrücken und
- Tau, Reif oder Wasser innerhalb des Abschlags beseitigen.
Aber: Der Spieler zieht sich die Grundstrafe zu, wenn er unter Verstoß gegen Regel 8.1a andere Handlungen vornimmt, um die Bedingungen für den Schlag zu verbessern.

Einschränkung des Bewegens von Abschlagmarkierungen, wenn vom Abschlag gespielt wird
Die Stelle der Abschlagmarkierungen wird von der Spielleitung bestimmt, um jeden Abschlag zu definieren und sollte für alle Spieler, die von diesem Abschlag spielen werden, an derselben Stelle bleiben. Der Spieler zieht sich die Grundstrafe nach Regel 8.1a(1) zu, wenn er vor dem Spielen vom Abschlag durch das Bewegen einer dieser Abschlagmarkierungen die Bedingungen für seinen Schlag verbessert. In allen anderen Fällen werden Abschlagmarkierungen als bewegliche Hemmnisse behandelt, die nach Regel 15.2 entfernt werden dürfen.

Letztes (und insbesondere die korrekte Ausrichtung (s. einen der letzten beiden Beiträge)) ist u.a. der Grund, warum ein Mitglied der Spielleitung in dem Beispiel sehr akribisch die Abschlagpositionen setzt, um den Spielern einen optimalen Start an jedem Loch zu ermöglichen... (tk)
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Ergänzend zu den beiden Beiträgen Abschlag gibt es weitere Punkte, die auf diesem besonderen Teil des Platzes gelten:

Der Ball darf aufgeteet oder vom Boden gespielt werden
Der Ball muss gespielt werden, entweder von einem Tee in oder auf dem Boden oder vom Boden. Nach dieser Regel schließt „Boden“ Sand oder anderes natürliches Material mit ein, das angehäuft wurde, um entweder das Tee oder den Ball aufzusetzen. 

Bestimmte Bedingungen auf dem Abschlag dürfen verbessert werden
Der Spieler darf, bevor er einen Schlag ausführt, Folgendes unternehmen, um die Bedingungen zu verbessern, die den Schlag beeinflussen (siehe Regel 8.1b (8)):
- Die Bodenoberfläche des Abschlags verändern (zum Beispiel, indem er eine Kerbe mit einem Schläger oder Fuß macht), 
- Rasen, Gräser und andere natürliche Gegenstände, die innerhalb des Abschlags befestigt sind oder wachsen, bewegen, biegen oder brechen, 
- Sand und Boden auf dem Abschlag entfernen oder niederdrücken und
- Tau, Reif oder Wasser innerhalb des Abschlags beseitigen. 
Aber: Der Spieler zieht sich die Grundstrafe zu, wenn er unter Verstoß gegen Regel 8.1a andere Handlungen vornimmt, um die Bedingungen für den Schlag zu verbessern. 

Einschränkung des Bewegens von Abschlagmarkierungen, wenn vom Abschlag gespielt wird
Die Stelle der Abschlagmarkierungen wird von der Spielleitung bestimmt, um jeden Abschlag zu definieren und sollte für alle Spieler, die von diesem Abschlag spielen werden, an derselben Stelle bleiben. Der Spieler zieht sich die Grundstrafe nach Regel 8.1a(1) zu, wenn er vor dem Spielen vom Abschlag durch das Bewegen einer dieser Abschlagmarkierungen die Bedingungen für seinen Schlag verbessert. In allen anderen Fällen werden Abschlagmarkierungen als bewegliche Hemmnisse behandelt, die nach Regel 15.2 entfernt werden dürfen.

Letztes (und insbesondere die korrekte Ausrichtung (s. einen der letzten beiden Beiträge)) ist u.a. der Grund, warum ein Mitglied der Spielleitung in dem Beispiel sehr akribisch die Abschlagpositionen setzt, um den Spielern einen optimalen Start an jedem Loch zu ermöglichen... (tk)
1 Woche her
Golf Rules

Regel 6.1b besagt, dass der Ball von innerhalb des Abschlags gespielt werden muss. Regel 6.2b definiert, was mit "innerhalb" genau gemeint ist.

Der Abschlag ist ein Rechteck mit zwei Schlägerlängen Tiefe, bei dem die Vordergrenze definiert ist durch die Linie zwischen den vordersten Punkten von zwei durch die Spielleitung gesetzten Abschlagmarkierungen und die Seitengrenzen definiert sind durch die Verlängerung der Linien von den äußersten Punkten der Abschlagmarkierungen nach hinten.

Ein Ball liegt innerhalb des Abschlags, wenn irgendein Teil von ihm den Abschlag berührt oder sich oberhalb eines Teils des Abschlags befindet. Der Spieler darf außerhalb des Abschlags stehen, um einen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen. (tk)
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Regel 6.1b besagt, dass der Ball von innerhalb des Abschlags gespielt werden muss. Regel 6.2b definiert, was mit innerhalb genau gemeint ist. 

Der Abschlag ist ein Rechteck mit zwei Schlägerlängen Tiefe, bei dem die Vordergrenze definiert ist durch die Linie zwischen den vordersten Punkten von zwei durch die Spielleitung gesetzten Abschlagmarkierungen und die Seitengrenzen definiert sind durch die Verlängerung der Linien von den äußersten Punkten der Abschlagmarkierungen nach hinten. 

Ein Ball liegt innerhalb des Abschlags, wenn irgendein Teil von ihm den Abschlag berührt oder sich oberhalb eines Teils des Abschlags befindet. Der Spieler darf außerhalb des Abschlags stehen, um einen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen. (tk)

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Wobei noch zu bemerken wäre, dass es kein Anrecht auf einen Abschlagbereich von 2 Schlägerlängen gibt. Wenn der Abschlag so weit hinten gesteckt ist, dass der Bereich kleiner ist, muss das vom Spieler hingenommen werden. Diese Diskussion hatten wir einmal im Club, und das Turnier wurde fälschlicherweise annulliert.

1 Woche her
Golf Rules

Eine besondere Beachtung bei der Platzvorbereitung gilt spätestens am Spieltag der richtigen Positionierung und Ausrichtung der Abschläge. Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass insbesondere die Bauwerke bei Dogleg-Spielbahnen nicht immer in Spielrichtung angelegt / gemäht sind, sondern diese in eine unpassende Richtung zeigen.

Deswegen besteht eine der Aufgaben an einem Wettspieltag in DGV- oder Verbandswettspielen die Abschläge zu setzen und diese Besonderheit durch eine richtige Positionierung auszugleichen. Hierbei muss auch der Spielstärke der Teilnehmer Rechnung getragen werden, da in diesen Wettspielen häufig sehr lange Schlaglängen zu berücksichtigen sind.

Aber auch im normalen "Clubgolf" kann die Ausrichtung einen erhebliche Auswirkung auf das Spieltempo haben, da sich viele Golfer an den Abschlagmarkierungen ausrichten. Sind diese nicht Mitte Fairway in Richtung der Landezone ausgerichtet, so erhöht dieses die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ball rechts oder links des Weges landet und dieser dann gesucht werden muss.

Deswegen die Empfehlung an die Spielleitungen diesen Punkt auch einmal auf die Agenda bei der Wettspielvorbereitung zu nehmen. Spieler und Spielerinnen werden sich dann hoffentlich mit schnelleren Rundenzeiten "bedanken".

Wie ist das denn bei Euch in den Clubs? Habt Ihr schon einmal darauf geachtet? (tk)
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Eine besondere Beachtung bei der Platzvorbereitung gilt spätestens am Spieltag der richtigen Positionierung und Ausrichtung der Abschläge. Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass insbesondere die Bauwerke bei Dogleg-Spielbahnen nicht immer in Spielrichtung angelegt / gemäht sind, sondern diese in eine unpassende Richtung zeigen.

Deswegen besteht eine der Aufgaben an einem Wettspieltag in DGV- oder Verbandswettspielen die Abschläge zu setzen und diese Besonderheit durch eine richtige Positionierung auszugleichen. Hierbei muss auch der Spielstärke der Teilnehmer Rechnung getragen werden, da in diesen Wettspielen häufig sehr lange Schlaglängen zu berücksichtigen sind. 

Aber auch im normalen Clubgolf kann die Ausrichtung einen erhebliche Auswirkung auf das Spieltempo haben, da sich viele Golfer an den Abschlagmarkierungen ausrichten. Sind diese nicht Mitte  Fairway in Richtung der Landezone ausgerichtet, so erhöht dieses die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ball rechts oder links des Weges landet und dieser dann gesucht werden muss.  

Deswegen die Empfehlung an die Spielleitungen diesen Punkt auch einmal auf die Agenda bei der Wettspielvorbereitung zu nehmen. Spieler und Spielerinnen werden sich dann hoffentlich mit schnelleren Rundenzeiten bedanken.

Wie ist das denn bei Euch in den Clubs? Habt Ihr schon einmal darauf geachtet? (tk)

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Oder sowas hier... (Spielrichtung:nach links!)

Mir fällt es immer positiv auf, wenn darauf geachtet wird. Ist leider eher die Ausnahme als die Regel.

Ich finde die Diskussion der Ausrichtung der Abschlagkennzeichnung für entbehrlich, da es sich am Abschlag um eine „Teebox“ handelt (und nicht um eine Linie), in der man sich mit dem Tee frei bewegen kann. Niemandem wird vorgeschrieben, dass er 3mm hinter der vorderen Teeboxlinie „aufteet“. Und selbst wenn - die Linie darf übertreten werden… Man „teet“ rechts auf um ein Rechtes Hindernis der Spielbahn auszublenden und umgekehrt. Dabei spielt die vordere Linie der Teebox keine Rolle, nur dass sie nicht übersehen wird. Nichtsdestotrotz finde ich es gut, dass das Thema hier angerissen wurde!

Absicht.... Herausforderung an die golferische Intelligenz 🤣

Den kompletten 1. Absatz verstehe ich nicht. Anlage/Mähen der Bauwerke??? Stehe ich irgendwo auf der Leitung?

Uwe Buss

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1 Woche her
Golf Rules

Regel 8 bestimmt einen wesentlichen Grundsatz des Spiels: „Spielen Sie den Platz, wie Sie ihn vorfinden“. Ist der Ball des Spielers zur Ruhe gekommen, muss der Spieler normalerweise die Bedingungen, die seinen Schlag beeinflussen, hinnehmen und darf diese nicht vor dem Spielen des Balls verbessern.

In Regel 8.1a sind unerlaubte Handlungen genannt, die in dem Beispiel zutreffen - der Spieler darf keine der folgenden Handlungen vornehmen, sofern diese die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verbessern:

(1) Bewegen, Biegen oder Brechen eines wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstands oder unbeweglichen Hemmnisses, Bestandteils des Platzes, einer Ausmarkierung oder einer Abschlagmarkierung für den Abschlag, wenn ein Ball von diesem Abschlag gespielt wird.
(2) Bewegen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses an eine bestimmte Stelle (zum Beispiel, um einen Stand zu bauen oder die Spiellinie zu verbessern).
(3) Verändern der Bodenoberfläche, einschließlich durch Zurücklegen von Divots in ein Divotloch, Entfernen oder Niederdrücken von Divots, die bereits zurückgelegt wurden oder anderer bereits verlegter Rasensoden oder indem Löcher, Vertiefungen oder Bodenunebenheiten geschaffen oder beseitigt werden.
(4) Entfernen oder Niederdrücken von Sand oder losem Erdreich.
(5) Entfernen von Tau, Reif oder Wasser.

Der Ball ist zu Spielen, wie er liegt - die Beseitigung der Pilze vor dem Schlag würde zu einer Grundstrafe führen. (tk)
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Regel 8 bestimmt einen wesentlichen Grundsatz des Spiels: „Spielen Sie den Platz, wie Sie ihn vorfinden“. Ist der Ball des Spielers zur Ruhe gekommen, muss der Spieler normalerweise die Bedingungen, die seinen Schlag beeinflussen, hinnehmen und darf diese nicht vor dem Spielen des Balls verbessern. 

In Regel 8.1a sind unerlaubte Handlungen genannt, die in dem Beispiel zutreffen - der Spieler darf keine der folgenden Handlungen vornehmen, sofern diese die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verbessern:

(1) Bewegen, Biegen oder Brechen eines wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstands oder unbeweglichen Hemmnisses, Bestandteils des Platzes, einer Ausmarkierung oder einer Abschlagmarkierung für den Abschlag, wenn ein Ball von diesem Abschlag gespielt wird. 
(2) Bewegen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses an eine bestimmte Stelle (zum Beispiel, um einen Stand zu bauen oder die Spiellinie zu verbessern).
(3) Verändern der Bodenoberfläche, einschließlich durch Zurücklegen von Divots in ein Divotloch, Entfernen oder Niederdrücken von Divots, die bereits zurückgelegt wurden oder anderer bereits verlegter Rasensoden oder indem Löcher, Vertiefungen oder Bodenunebenheiten geschaffen oder beseitigt werden. 
(4) Entfernen oder Niederdrücken von Sand oder losem Erdreich. 
(5) Entfernen von Tau, Reif oder Wasser.

Der Ball ist zu Spielen, wie er liegt - die Beseitigung der Pilze vor dem Schlag würde zu einer Grundstrafe führen. (tk)

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„Biegen“ eines wachsenden Gegenstands“ - wäre dann das übliche Biegen eines Astes mit dem eigenen Körper um den Stand unter/in einem Baum/Strauch einnehmen zu können schon strafbar? Dadurch wird ja häufig auch der Schwungweg etwas freigemacht.

2 Wochen her
Golf Rules

Aufgrund der zahlreichen Nachfragen heute noch einmal ein Beitrag "zum Beginn der Runde". Eigentlich ist es relativ klar geregelt - der Spieler muss zu seiner Startzeit (und nicht vorher) beginnen.

Dies bedeutet, dass der Spieler zu der von der Spielleitung bestimmten Startzeit und am von ihr festgelegten Ort spielbereit sein muss. Eine von der Spielleitung bestimmte Startzeit wird als die exakte Zeit behandelt (zum Beispiel: 9 Uhr bedeutet 9:00:00 Uhr und nicht eine Zeit bis 9:01 Uhr).

Verzögert sich die Startzeit aus einem Grund (zum Beispiel wegen des Wetters, langsamen Spiels anderer Spielergruppen oder wegen der Notwendigkeit einer Regelentscheidung eines Referees), liegt kein Verstoß gegen diese Regel vor, wenn der Spieler anwesend und spielbereit ist, sobald die Gruppe des Spielers starten kann.

Strafe für Verstoß gegen Regel 5.3a: Disqualifikation, außer in den drei folgenden Fällen:
- Ausnahme 1 – Der Spieler trifft spielbereit am Ort seines Starts, nicht mehr als fünf Minuten nach seiner Startzeit, ein: Die Grundstrafe wird an seinem ersten Loch angerechnet.
- Ausnahme 2 – Der Spieler schlägt nicht mehr als fünf Minuten zu früh ab: Die Grundstrafe wird an seinem ersten Loch angerechnet.
- Ausnahme 3 – Die Spielleitung stellt außergewöhnliche Umstände fest, die den Spieler davon abgehalten haben, rechtzeitig abzuspielen: Es liegt kein Verstoß gegen diese Regel vor und ist straflos

Bezüglich der nicht als außergewöhnlich angesehen Umständen werden dann noch folgende Beispiele angeführt:
- Der Spieler verirrt sich oder hat auf dem Weg zum Golfplatz eine Panne.
- Durch dichten Verkehr oder einen Unfall dauert die Fahrt zum Golfplatz länger als erwartet.

Insofern plant entsprechend Zeit vor dem Start ein, so dass ihr zur festgelegten Abschlagzeit loslegen könnt... (tk)
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Aufgrund der zahlreichen Nachfragen heute noch einmal ein Beitrag zum Beginn der Runde. Eigentlich ist es relativ klar geregelt - der Spieler muss zu seiner Startzeit (und nicht vorher) beginnen.

Dies bedeutet, dass der Spieler zu der von der Spielleitung bestimmten Startzeit und am von ihr festgelegten Ort spielbereit sein muss. Eine von der Spielleitung bestimmte Startzeit wird als die exakte Zeit behandelt (zum Beispiel: 9 Uhr bedeutet 9:00:00 Uhr und nicht eine Zeit bis 9:01 Uhr).

Verzögert sich die Startzeit aus einem Grund (zum Beispiel wegen des Wetters, langsamen Spiels anderer Spielergruppen oder wegen der Notwendigkeit einer Regelentscheidung eines Referees), liegt kein Verstoß gegen diese Regel vor, wenn der Spieler anwesend und spielbereit ist, sobald die Gruppe des Spielers starten kann.

Strafe für Verstoß gegen Regel 5.3a: Disqualifikation, außer in den drei folgenden Fällen:
- Ausnahme 1 – Der Spieler trifft spielbereit am Ort seines Starts, nicht mehr als fünf Minuten nach seiner Startzeit, ein: Die Grundstrafe wird an seinem ersten Loch angerechnet.
- Ausnahme 2 – Der Spieler schlägt nicht mehr als fünf Minuten zu  früh ab: Die Grundstrafe wird an seinem ersten Loch angerechnet. 
- Ausnahme 3 – Die Spielleitung stellt außergewöhnliche Umstände fest, die den Spieler davon abgehalten haben, rechtzeitig abzuspielen: Es liegt kein Verstoß gegen diese Regel vor und ist straflos 

Bezüglich der nicht als außergewöhnlich angesehen Umständen werden dann noch folgende Beispiele angeführt:
- Der Spieler verirrt sich oder hat auf dem Weg zum Golfplatz eine Panne.
- Durch dichten Verkehr oder einen Unfall dauert die Fahrt zum Golfplatz länger als erwartet.

Insofern plant entsprechend Zeit vor dem Start ein, so dass ihr zur festgelegten Abschlagzeit loslegen könnt... (tk)

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Der Spieler verirrt sich Das bin dann ich 🤪

Hatten wir am Wochenende - wo 2 Spieler bei unserem RyderCup zu spät kamen und dadurch Matchverlust hinnehmen mussten 😉🤭

Aber mal ehrlich… wer von euch hat im Turnier nicht mal um 1 Minute nach oder davor abgeschlagen ? 😁😇

2 Wochen her
Golf Rules

Gestern hatten wir einen Beitrag über die Spielunterbrechung - auch die Wiederaufnahme der Runde ist in Regel 5.7c "Pflichten der Spieler bei Wiederaufnahme des Spiels" klar geregelt.

Zunächst einmal muss ein Spieler das Spiel an der Stelle wieder aufnehmen, an der er das Spiel an einem Loch unterbrochen hat oder, bei einer Spielunterbrechung zwischen zwei Löchern, auf dem nächsten Abschlag, auch wenn das Spiel an einem späteren Tag wieder aufgenommen wird.

Des Weiteren muss der Spieler spielbereit an dem oben beschriebenen Ort sein:
- Zu der von der Spielleitung zur Wiederaufnahme des Spiels festgesetzten Zeit und
- der Spieler muss das Spiel zu dieser Zeit (nicht vorher) fortsetzen.

In DGV-/Verbandswettspielen wird das Wiederaufnehmen des Spiels mit zwei kurzen Tönen einer Sirene signalisiert. (tk)
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Gestern hatten wir einen Beitrag über die Spielunterbrechung - auch die Wiederaufnahme der Runde ist in Regel 5.7c Pflichten der Spieler bei Wiederaufnahme des Spiels klar geregelt.

Zunächst einmal muss ein Spieler das Spiel an der Stelle wieder aufnehmen, an der er das Spiel an einem Loch unterbrochen hat oder, bei einer Spielunterbrechung zwischen zwei Löchern,  auf dem nächsten Abschlag, auch wenn das Spiel an einem späteren Tag wieder aufgenommen wird.

Des Weiteren muss der Spieler spielbereit an dem oben beschriebenen Ort sein:
- Zu der von der Spielleitung zur Wiederaufnahme des Spiels festgesetzten Zeit und
- der Spieler muss das Spiel zu dieser Zeit (nicht vorher) fortsetzen.

In DGV-/Verbandswettspielen wird das Wiederaufnehmen des Spiels mit zwei kurzen Tönen einer Sirene signalisiert. (tk)

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Thomas, ist das ein Foto vom Sonntag??

Was passiert mit dem nicht zünde gespielten Loch? Wird es aus der Wertung heraus genommen?

2 Wochen her
Golf Rules

Die Spielunterbrechung bei Gewitter hatten wir in verschiedenen Beiträgen ja auch schon einmal. In der Regel warnt die Spielleitung vorher die mit einem langen Signalton und zwingt nach R5.7 zur SOFORTIGEN Spielunterbrechung. Alle Spieler müssen dann das Spiel sofort unterbrechen und dürfen keinen weiteren Schlag ausführen, bevor die Spielleitung die Fortsetzung des Spiels anordnet.

Aus Gründen des Schutzes aller Spieler wird dann allerdings leider manchmal vergessen /übersehen, dass die Nutzung der Übungseinrichtungen in dieser Zeit auch untersagt ist. In den Turnierbedingungen vieler Landesverbände und des DGV ist deswegen folgender Passus enthalten: "Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, sind im Interesse der Sicherheit der Spieler alle Übungsflächen gesperrt, bis sie von der Spielleitung wieder zum Üben freigegeben sind. Spieler, die gegen diese Regelung verstoßen, können vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen werden."

Anmerkung: Unabhängig von der Aussetzung des Spiels bei Gewitter kann jeder Spieler bei Blitzgefahr natürlich das Spiel auch eigenverantwortlich unterbrechen (Regel 5.7a). (tk)
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Die Spielunterbrechung bei Gewitter hatten wir in verschiedenen Beiträgen ja auch schon einmal. In der Regel warnt die Spielleitung vorher die mit einem langen Signalton und zwingt nach R5.7 zur SOFORTIGEN Spielunterbrechung. Alle Spieler müssen dann das Spiel sofort unterbrechen und dürfen keinen weiteren Schlag ausführen, bevor die Spielleitung die Fortsetzung des Spiels anordnet.

Aus Gründen des Schutzes aller Spieler wird dann allerdings leider manchmal vergessen /übersehen, dass die Nutzung der Übungseinrichtungen in dieser Zeit auch untersagt ist. In den Turnierbedingungen vieler Landesverbände und des DGV ist deswegen folgender Passus enthalten: Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, sind im Interesse der Sicherheit der Spieler alle Übungsflächen gesperrt, bis sie von der Spielleitung wieder zum Üben freigegeben sind. Spieler, die gegen diese Regelung verstoßen, können vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen werden.

Anmerkung: Unabhängig von der Aussetzung des Spiels bei Gewitter kann jeder Spieler bei Blitzgefahr natürlich das Spiel auch eigenverantwortlich unterbrechen (Regel 5.7a). (tk)

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Es sollte dann auch niemand zu früh wieder anfangen...

Golf Club Paderborner Land e.V.: die Driving Range kommt mir bekannt vor

2 Wochen her
Golf Rules

Eine Frage erreichte uns über Golfstun.de, bei denen wir auch Regelfragen beantworten:

"Ausschreibung; Benutzung nur mit Ärtzlichen Zertifikat. Frage; Bag des Mitspielers (klasischen Vierer) darf mit dem Cart transportiert werden oder nicht?"

Wie so oft kommt es darauf an: Die Golfregeln schränken die Nutzung von Carts nicht ein, sie sind grundsätzlich zulässige Ausrüstung.

Aber: Wenn die Ausschreibung die Nutzung verbietet, darf die Tasche auch nur mit ärztlichem Attest transportiert werden, verbietet sie das Mitfahren, kann die Tasche aufgeladen werden.

Hier hilft also vorab ein klärendes Gespräch mit der Spielleitung oder ein genauer Blick in den Wortlaut der Ausschreibung, auch, weil bei einem Vierer die Partner als Partei für die Fehler des jeweils anderen einzustehen haben (R22.2 "Jede Handlung oder jeder Regelverstoß eines Partners oder seines Caddies trifft die Partei.").
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Eine Frage erreichte uns über Golfstun.de, bei denen wir auch Regelfragen beantworten:

Ausschreibung; Benutzung nur mit Ärtzlichen Zertifikat. Frage; Bag des Mitspielers (klasischen Vierer) darf mit dem Cart transportiert werden oder nicht?

Wie so oft kommt es darauf an: Die Golfregeln schränken die Nutzung von Carts nicht ein, sie sind grundsätzlich zulässige Ausrüstung. 

Aber: Wenn die Ausschreibung die Nutzung verbietet, darf die Tasche auch nur mit ärztlichem Attest transportiert werden, verbietet sie das Mitfahren, kann die Tasche aufgeladen werden.

Hier hilft also vorab ein klärendes Gespräch mit der Spielleitung oder ein genauer Blick in den Wortlaut der Ausschreibung, auch, weil bei einem Vierer die Partner als Partei für die Fehler des jeweils anderen einzustehen haben (R22.2 Jede Handlung oder jeder Regelverstoß eines Partners oder seines Caddies trifft die Partei.).

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Danke für diesen Beitrag. Leider ein weit verbreitetes falsches gerücht, dass die golfregeln angeblich die cart benützung verbieten würden. Darüber hinaus kenne ich fast keine ausschreibung wo dies explizit verboten wird, ausgenommen verbandsturniere. Trotzdem sind sekretariat, marschall und oft auch spielleitung, die golfer sowieso alle, fast immer der meinung, die cart benützung wäre selbst im monatsbecher turnier nicht erlaubt. Vollkommen falsch! Dann müssen die ihre eigenen ausschreibungen einmal genauer ansehen bevor die das behaupten. In den golfregeln ist es nämlich erlaubt.

Und der Rest wird dann durch Bekannte im Club geregelt. Selbst erlebt. Mit Herzfehler musste man das Bag bei 38° schieben, während jüngere Leute noch ihre Kühlbox mit Bier transportieren konnten.

2 Wochen her
Golf Rules

Als zusätzliche Erleichterungsoption kann die Spielleitung auch Dropzonen einrichten. Dropzonen sollten immer dort in Betracht gezogen werden, wenn Spieler bei der Verwendung der "normalen" Erleichterungsmöglichkeiten nach einer Regel ein praktisches Problem haben, zum Beispiel:
- Regel 13.1f - Falsches Grün.
- Regel 16.1 - Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse).
- Regel 16.2 - Gefahr durch Tiere.
- Regel 17 - Penalty Area
- Regel 19 - Ball unspielbar

Die Spielleitung sollte versuchen, eine Dropzone so anzulegen, dass die architektonische Herausforderung des Lochs erhalten bleibt. Sie ist normalerweise nicht näher zum Loch als die Stelle, an der der Spieler den Ball bei Anwendung einer der anderen Erleichterungsmöglichkeiten nach der jeweiligen Regel droppen würde. Wird zum Beispiel die Dropzone für eine Penalty Area oder Spielverbotszone eingerichtet, sollte sie an einer Stelle liegen, an der die Penalty Area / Spielverbotszone das Spiel noch beeinflusst und nicht auf der zum Grün hin gelegenen Seite der Penalty Area.

Dropzonen können auf vielfältige Weise gekennzeichnet werden (zum Beispiel durch gesprühte Linien auf dem Boden, Markierungen wie Abschlagmarkierungen, oder ein Pfahl oder ein Schild) und dürfen jede Form haben, zum Beispiel ein Kreis oder ein Rechteck. Die Größe einer Dropzone darf davon abhängen, wie oft sie Verwendung findet und wo sie liegt, sollte aber normalerweise eine Größe im Radius einer Schlägerlänge oder kleiner haben. Wird sie mit Farbe markiert, sollte ein Schild oder eine Kennzeichnung auf dem Boden den Spielern anzeigen, dass es sich um eine Dropzone handelt.

Ist zu erwarten, dass eine Dropzone häufig verwendet wird, darf die Spielleitung die Kennzeichnung der Dropzone über eine Definition des Bereichs in den Platzregeln festlegen. Zum Beispiel kann die Dropzone als innerhalb einer Schlägerlänge von einem Gegenstand (Schild oder Pfahl) befindlich definiert werden. Dies ermöglicht es, diesen Gegenstand zu versetzen, um sicherzustellen, dass die Dropzone in einem guten Zustand bleibt. (tk)
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Als zusätzliche Erleichterungsoption kann die Spielleitung  auch Dropzonen einrichten. Dropzonen sollten immer dort in Betracht gezogen werden, wenn Spieler bei der Verwendung der normalen Erleichterungsmöglichkeiten nach einer Regel ein praktisches Problem haben, zum Beispiel:
- Regel 13.1f - Falsches Grün.
- Regel 16.1 - Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse).
- Regel 16.2 - Gefahr durch Tiere.
- Regel 17 - Penalty Area
- Regel 19 - Ball unspielbar

Die Spielleitung sollte versuchen, eine Dropzone so anzulegen, dass die architektonische Herausforderung des Lochs erhalten bleibt. Sie ist normalerweise nicht näher zum Loch als die  Stelle, an der der Spieler den Ball bei Anwendung einer der anderen Erleichterungsmöglichkeiten nach der jeweiligen Regel droppen würde. Wird zum Beispiel die Dropzone für eine  Penalty Area oder Spielverbotszone eingerichtet, sollte sie an einer Stelle liegen, an der die Penalty Area / Spielverbotszone das Spiel noch beeinflusst und nicht auf der zum Grün hin gelegenen Seite der Penalty Area.

Dropzonen können auf vielfältige Weise gekennzeichnet werden (zum Beispiel durch gesprühte Linien auf dem Boden, Markierungen wie Abschlagmarkierungen, oder ein Pfahl oder ein Schild) und dürfen jede Form haben, zum Beispiel ein Kreis oder ein Rechteck. Die Größe einer Dropzone darf davon abhängen, wie oft sie Verwendung findet und wo sie liegt, sollte aber normalerweise eine Größe im Radius einer Schlägerlänge oder kleiner haben. Wird sie mit Farbe markiert, sollte ein Schild oder eine Kennzeichnung auf dem Boden den Spielern anzeigen, dass es sich um eine Dropzone handelt.

Ist zu erwarten, dass eine Dropzone häufig verwendet wird, darf die Spielleitung die Kennzeichnung der Dropzone über eine Definition des Bereichs in den Platzregeln festlegen. Zum Beispiel kann die Dropzone als innerhalb einer Schlägerlänge von einem Gegenstand (Schild oder Pfahl) befindlich definiert werden. Dies ermöglicht es, diesen Gegenstand zu versetzen, um sicherzustellen, dass die Dropzone in einem guten Zustand bleibt. (tk)

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Schönes Foto von unserer Wiese 😄

Na klar! Du kannst sogar Deine Mitspieler nach Regeln fragen. Regelauskunft ist KEINE Belehrung.

Allgemeine Frage.... allgemeine Frage. Darf ich auf einer Turnier oder Mannschaftsrunde das regelbuch verwenden wenn ich mir nicht sicher bin ????? . Danke

2 Wochen her
Golf Rules

Angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, gilt laut der Definition als Boden in Ausbesserung. Auf dem Platz zum Abtransport angehäuftes natürliches Material ist auch loser hinderlicher Naturstoff.

Nach R15.1 darf ein Spieler einen losen hinderlichen Naturstoff überall auf dem Platz oder außerhalb des Platzes straflos entfernen. Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden und der Spieler zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu, wenn der Ball außerhalb des Grüns lag.

Insofern ist ggf. zu klären, ob der erste Sachverhalt bzgl. der ungewöhnlichen Platzverhältnisse zutrifft. Dann kann der Spieler nämlich am nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung nach R16.1b straflose Erleichterung im Erleichterungsbereich nicht näher zum Loch in Anspruch nehmen, und "umgeht" damit quasi das Risiko, dass sich der Ball beim Entfernen der Äste bewegen könnte. (tk)
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Angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, gilt laut der Definition als Boden in Ausbesserung. Auf dem Platz zum Abtransport angehäuftes natürliches Material ist auch loser hinderlicher Naturstoff.

Nach R15.1 darf  ein Spieler einen losen hinderlichen Naturstoff überall auf dem Platz oder außerhalb des Platzes straflos entfernen. Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden und der Spieler zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu, wenn der Ball außerhalb des Grüns lag.

Insofern ist ggf. zu klären, ob der erste Sachverhalt bzgl. der ungewöhnlichen Platzverhältnisse zutrifft. Dann kann der Spieler nämlich am nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung nach R16.1b straflose Erleichterung im Erleichterungsbereich nicht näher zum Loch in Anspruch nehmen, und umgeht damit quasi das Risiko, dass sich der Ball beim Entfernen der Äste bewegen könnte. (tk)

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Auf Nachfrage beim Greenkeeping sind die Äste übrigens vor dem Wettspieö beseitigt worden. Danke... 😉

2 Wochen her
Golf Rules

Marc fragte: "Im Turnier spielen zwei von drei Spielern den Ball so aufs Grün, dass der näher am Loch liegende Spieler sich die Linie des anderen angucken kann. Dies tut er auch, indem er beim Putt des anderen außerhalb des Grüns in Ballverlängerung sich hinhockt und den Putt anschaut. Ist das prinzipiell verboten, erlaubt oder nicht geregelt?"

Dieser Fall wird von den Regeln nicht abgedeckt - ist insofern weder verboten noch explizit erlaubt. Einschränkungen gibt es lediglich für den Caddie (R10.2) oder einem Partner (R22.2 + R23.4) die Spiellinie anzugeben bzw. auch beim Schlag hinter dem Spieler zu stehen.

Es ist eher eine Frage der Etiquette, wenn man seinen Mitspieler bittet beim eigenen Schlag nicht auf der Spiellinie zu stehen. Verweigert der Mitspieler dieses, dann könnte dieses ein Verstoß gegen die "Rücksicht auf andere" sein und könnte über die Verhaltensrichtlinie nach R1.2 bestraft werden. Insofern das Thema am Besten direkt ansprechen, um unnötigen Ärger zu vermeiden... (tk)
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Marc fragte: Im Turnier spielen zwei von drei Spielern den Ball so aufs Grün, dass der näher am Loch liegende Spieler sich die Linie des anderen angucken kann. Dies tut er auch, indem er beim Putt des anderen außerhalb des Grüns in Ballverlängerung sich hinhockt und den Putt anschaut. Ist das prinzipiell verboten, erlaubt oder nicht geregelt?

Dieser Fall wird von den Regeln nicht abgedeckt - ist insofern weder verboten noch explizit erlaubt. Einschränkungen gibt es lediglich für den Caddie (R10.2) oder einem Partner (R22.2 + R23.4) die Spiellinie anzugeben bzw. auch beim Schlag hinter dem Spieler zu stehen.

Es ist eher eine Frage der Etiquette, wenn man seinen Mitspieler bittet beim eigenen Schlag nicht auf der Spiellinie zu stehen. Verweigert der Mitspieler dieses, dann könnte dieses ein Verstoß gegen die Rücksicht auf andere sein und könnte über die Verhaltensrichtlinie nach R1.2 bestraft werden. Insofern das Thema am Besten direkt ansprechen, um unnötigen Ärger zu vermeiden... (tk)

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Verhaltensrichtlinie R1.2..gut zu wissen, ich finde dieses Verhalten einiger Mitspieler absolut störend. Genauso wenn ein Spieler sich auf der anderen Seite des Grüns so präsentiert, das man ihn beim Putten sehen MUSS. Ich habe das in einem Turnier einer Mitspielerin mehr als 5x sagen müssen, sie hat es nicht geblickt.

3 Wochen her
Golf Rules

In einem Wettspiel wird immer eine "Runde" gespielt, welche aus 18 oder weniger Löchern besteht und die in der von der Spielleitung festgelegten Reihenfolge gespielt werden müssen. Insofern ist ein beliebiger Wechsel zwischen Löchern nicht zulässig.

Aber was passiert, wenn aus versehen auf einem unbekannten Platz der Abschlag vertauscht wird und eine andere Bahn gespielt wird?

Das hängt ganz davon ab - und zwar, wie die Spieler mit dem Vorfall umgehen. Letztendlich spielen die Spieler zunächst einmal vom falschen Ort (R14.7). Der Spieler muss den Fehler, vom falschen Ort gespielt zu haben, berichtigen, in dem er das Loch mit einem Ball zu Ende spielt, der regelgerecht vom richtigen Ort gespielt wurde. Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag spielt, um ein anderes Loch zu beginnen oder am letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist der Spieler disqualifiziert.

Insofern muss der Spieler sich die Grundstrafe für den Verstoß gegen Regel 14.7a anrechnen und das Spiel am "richtigen" Loch fortsetzen - und zwar bevor der Abschlag am nächsten Loch erfolgt. Zudem muss der Spieler die Tatsachen der Spielleitung mitteilen, bevor er seine Scorekarte einreicht. Teilt der Spieler die Tatsachen der Spielleitung nicht mit, ist er ebenfalls disqualifiziert. (tk)
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In einem Wettspiel wird immer eine Runde gespielt, welche aus 18 oder weniger Löchern besteht und die in der von der Spielleitung festgelegten Reihenfolge gespielt werden müssen. Insofern ist ein beliebiger Wechsel zwischen Löchern nicht zulässig. 

Aber was passiert, wenn aus versehen auf einem unbekannten Platz der Abschlag vertauscht wird und eine andere Bahn gespielt wird?

Das hängt ganz davon ab - und zwar, wie die Spieler mit dem Vorfall umgehen. Letztendlich spielen die Spieler zunächst einmal vom falschen Ort (R14.7). Der Spieler muss den Fehler, vom falschen Ort gespielt zu haben, berichtigen, in dem er das Loch mit einem Ball zu Ende spielt, der regelgerecht vom richtigen Ort gespielt wurde. Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag spielt, um ein anderes Loch zu beginnen oder am letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist der Spieler disqualifiziert.

Insofern muss der Spieler sich die Grundstrafe für den Verstoß gegen Regel 14.7a anrechnen und das Spiel am richtigen Loch fortsetzen - und zwar bevor der Abschlag am nächsten Loch erfolgt. Zudem muss der Spieler die Tatsachen der Spielleitung mitteilen, bevor er seine Scorekarte einreicht. Teilt der Spieler die Tatsachen der Spielleitung nicht mit, ist er ebenfalls disqualifiziert. (tk)

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Bei unserem letzten Auswärtsspiel auf einem unbekannten Platz, spielte einer unserer Flights die Bahnen in folgender Reihenfolge: 1 bis 8, dann 11, 9, 10 und dann 12 bis 18. Alles straffrei?

3 Wochen her
Golf Rules

Da uns diese Frage in den letzten Tagen mehrmals zugesandt wurde hier noch einmal ein Beitrag zu dem Thema "Ball neu eingesetzt und ursprünglichen Ball dann gefunden". In dem Beispiel fragte uns Hans: "folgende Situation; nach etwa 1-2 Minuten Suchzeit vor einer Grenze zu einer Penalty Area sind alle Gruppenmitglieder einig und so gut wie sicher, der gesuchte Ball ist in der Penalty Area verschwunden! Der betroffene Spieler dropt am vermuteten Kreuzungspunkt einen neuen Ball. Unmittelbar danach wird der ursprüngliche Ball noch innerhalb der Suchzeit in der Nähe gefunden. Jetzt herrscht Uneinigkeit, mit welchem von beiden Bällen der Spieler weiterspielen darf bzw. muss?"

Da der Spieler nach R17 einen neuen Ball ins Spiel bringt, war es bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball nur in der Penalty Area verloren sein konnte. Sobald der Spieler einen anderen Ball ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe Regel 6.3b). (tk)
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Da uns diese Frage in den letzten Tagen mehrmals zugesandt wurde hier noch einmal ein Beitrag zu dem  Thema Ball neu eingesetzt und ursprünglichen Ball dann gefunden. In dem Beispiel fragte uns Hans: folgende Situation; nach etwa 1-2 Minuten Suchzeit vor einer Grenze zu einer Penalty Area sind alle Gruppenmitglieder einig und so gut wie sicher, der gesuchte Ball ist in der Penalty Area verschwunden! Der betroffene Spieler dropt am vermuteten Kreuzungspunkt einen neuen Ball. Unmittelbar danach wird der ursprüngliche Ball noch innerhalb der Suchzeit in der Nähe gefunden. Jetzt herrscht Uneinigkeit, mit welchem von beiden Bällen der Spieler weiterspielen darf bzw. muss?

Da der Spieler nach R17 einen neuen Ball ins Spiel bringt, war es bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball nur in der Penalty Area verloren sein konnte. Sobald der Spieler einen anderen Ball ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe Regel 6.3b). (tk)

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vielleicht noch zur Ergänzung - für dieses Beispiel wann ein neuer Ball ins Spiel gebracht wurde - Wenn der Spieler einen anderen Ball mit der Absicht, diesen Ball ins Spiel zu bringen, auf den Platz zurücklegt, droppt oder hinlegt. Er muss diesen noch nicht gespielt haben !!!

Eine Ausnahme wäre, falls der in der Penalty Area vermutete Ball später am Grün im Loch gefunden wird. Dann ist IMHO durch den Drop kein neuer Ball ins Spiel gebracht worden und der ursprüngliche Ball gilt als eingelocht.

Neuer Ball auf dem Grün, schon ist der alte vergessen! War das nicht immer so, ich habe nicht's anderes gelernt 🤔😣😄

Die Wortwahl mag zwar vom Regelbuch in Ordnung sein…hoff ich …aber wenn ich lese“um Erleichterung in Anspruch zu nehmen🙈“besser wär wohl“ mit Strafschlag weiter spielen“ das würde wohl Irritationen vorbeugen😁

Ich habe ein kleines Problem mit der Antwort: "nach etwa 1-2 Minuten Suchzeit vor einer Grenze zu einer Penalty Area" Wo bitteschön sind denn da eindeutige Anzeichen (95% Sicherheit), dass nach der Suchzeit sich auf R17 "geeinigt" werden kann??? Für mich ist bereits die Tatsache, das überhaupt gesucht wurde, ein Zeichen dafür, das der Ball auch außerhalb verloren sein kann! Somit geht nur "Finden" innerhalb von 3 Minuten oder zurück zum ursprünglichen Ort! Die einzige Möglichkeit sehe ich nach R17 zu verfahren, wenn der Ball in der PA gefunden und identifiziert wird. Ansonsten bitte nach R18.1 verfahren und zurück zum ursprünglichen Ort.

Wenn am Abschlag ein provisorischer Ball gespielt worden wäre, hätte dann der gefundene erste Ball weiter gespielt werden dürfen?

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3 Wochen her
Golf Rules

Sollte nach einem Startregen der komplette Bunker "abgesoffen" sein und straflose Erleichterung nach Regel 16.1c nicht ausreichend sein, so können zur Aufrechterhaltung eines fairen Spiels auch einzelne Bunker über die Aktivierung einer Platzregel als Gelände deklariert werden. Hiermit ist dann auch straflose Erleichterung außerhalb des Bunkers zulässig.

„Der überflutete Bunker auf Loch [Lage des Bunkers beschreiben, zum Beispiel links von Grün 5] ist Boden in Ausbesserung im Gelände. Er wird während der Runde nicht als Bunker behandelt. Liegt der Ball des Spielers darin oder berührt er diesen Boden in Ausbesserung oder der Boden in Ausbesserung behindert den Stand oder beabsichtigten Schwung des Spielers, darf der Spieler straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen. Alle anderen Bunker auf dem Platz, ob zeitweiliges Wasser enthaltend oder nicht, sind noch Bunker im Sinne der Regeln." (siehe MPR F-16)

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese Platzregel nur von Fall zu Fall verwendet werden sollte und die Spielleitung nicht berechtigt ist eine Platzregel aufzustellen, die grundsätzlich alle überfluteten Bunker als Boden in Ausbesserung ansieht. (tk)
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Sollte nach einem Startregen der komplette Bunker abgesoffen sein und straflose Erleichterung nach Regel 16.1c nicht ausreichend sein, so können zur Aufrechterhaltung eines fairen Spiels auch einzelne Bunker über die Aktivierung einer Platzregel als Gelände deklariert werden. Hiermit ist dann auch straflose Erleichterung außerhalb des Bunkers zulässig.

„Der überflutete Bunker auf Loch [Lage des Bunkers beschreiben, zum Beispiel links von Grün 5] ist Boden in Ausbesserung im Gelände. Er wird während der Runde nicht als Bunker behandelt. Liegt der Ball des Spielers darin oder berührt er diesen Boden in Ausbesserung oder der Boden in Ausbesserung behindert den Stand oder beabsichtigten Schwung des Spielers, darf der Spieler straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen. Alle anderen Bunker auf dem Platz, ob zeitweiliges Wasser enthaltend oder nicht, sind noch Bunker im Sinne der Regeln. (siehe MPR F-16)

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese Platzregel nur von Fall zu Fall verwendet werden sollte und die Spielleitung nicht berechtigt ist eine Platzregel aufzustellen, die grundsätzlich alle überfluteten Bunker als Boden in Ausbesserung ansieht. (tk)

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Aus dem Leben: Ich kenne einen Platz am Niederrhein, bei dem zahlreiche Bunker so oft und so lange überflutet sind, dass man hier eher rote und gelbe Pfähle erwartet. Platzregeln werden schlecht oder gar nicht angepasst bzw. kommuniziert. Hier ergeben Ballangeln endlich wieder einen Sinn 😉 Detlef P. hätte hier zwar kein Spielverbots-Zonen-Problem, aber viele andere 🙂

3 Wochen her
Golf Rules

Mehr als ärgerlich ist es, wenn in der Nacht ein Unwetter mit Starkregen wütete und die Bunkerkanten alle ausgeschwemmt wurden. Wenn dann trotz intensiver Arbeiten der Greenkeeper der Zustand nicht zeitig vor dem Wettspiel wiederhergestellt werden kann, so sollte die Spielleitung in diesem Fall eine Platzregel in Kraft setzen, welche diese Bereiche als ungewöhnliche Platzverhältnisse / Boden in Ausbesserung definieren.

Hierdurch ist der Spieler befähigt nach R16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker" straflose Erleichterung wegen der Beeinträchtigung im Stand, der Balllage oder des beabsichtigten Schwung zu nehmen. (tk)
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Mehr als ärgerlich ist es, wenn in der Nacht ein Unwetter mit Starkregen wütete und die Bunkerkanten alle ausgeschwemmt wurden. Wenn dann trotz intensiver Arbeiten der Greenkeeper der Zustand nicht zeitig vor dem Wettspiel wiederhergestellt werden kann, so sollte die Spielleitung in diesem Fall eine Platzregel in Kraft setzen, welche diese Bereiche als ungewöhnliche Platzverhältnisse / Boden in Ausbesserung definieren.

Hierdurch ist der Spieler befähigt nach R16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker straflose Erleichterung wegen der Beeinträchtigung im Stand, der Balllage oder des beabsichtigten Schwung zu nehmen. (tk)
3 Wochen her
Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag zur Spielverbotszone heute eine dazu passende Interpretation "Spielverbotszone/1", die sich mit dem Status der über die Grenze herausragenden Pflanzen befasst:

Spielverbotszone/1 "Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen"
Der Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen, hängt von der Art der Spielverbotszone ab. Dies ist wichtig, da die Pflanzen Teil der Spielverbotszone sein können und der Spieler dann Erleichterung in Anspruch nehmen muss.

Beispiel: Ist eine Spielverbotszone als Penalty Area gekennzeichnet (deren Grenze sich oberhalb und unterhalb des Bodens fortsetzt) ist jeglicher Teil einer Pflanze, die über die Grenze der Spielverbotszone herausragt, kein Teil der Spielverbotszone. Ist die Spielverbotszone jedoch als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet (was den gesamten Boden innerhalb der gekennzeichneten Flächen einschließt und alles, was darin wächst und sich über den Boden und außerhalb der Grenzen erstreckt) ist alles, was über die Grenze der Spielverbotszone ragt, Teil dieser Spielverbotszone. (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag zur Spielverbotszone heute eine dazu passende Interpretation Spielverbotszone/1, die sich mit dem Status der über die Grenze herausragenden Pflanzen befasst:

Spielverbotszone/1 Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen
Der Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen, hängt von der Art der Spielverbotszone ab. Dies ist wichtig, da die Pflanzen Teil der Spielverbotszone sein können und der Spieler dann Erleichterung in Anspruch nehmen muss.

Beispiel: Ist eine Spielverbotszone als Penalty Area gekennzeichnet (deren Grenze sich oberhalb und unterhalb des Bodens fortsetzt) ist jeglicher Teil einer Pflanze, die über die Grenze der Spielverbotszone herausragt, kein Teil der Spielverbotszone. Ist die Spielverbotszone jedoch als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet (was den gesamten Boden innerhalb der gekennzeichneten Flächen einschließt und alles, was darin wächst und sich über den Boden und außerhalb der Grenzen erstreckt) ist alles, was über die Grenze der Spielverbotszone ragt, Teil dieser Spielverbotszone. (tk)

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Was wären danach dann Biotope? Im Prinzip ja Penalty Areas, aber es geht ja um schützenswerte Pflanzen?

3 Wochen her
Golf Rules

Neues Quartal - aber regeltechnisch nichts Neues... ... MehrWeniger

Neues Quartal - aber regeltechnisch nichts Neues...
3 Wochen her
Golf Rules

Blumenwiesen sind eigentlich dafür gedacht, dass aus diesen nicht gespielt werden darf. In manchen Fällen möchte der Club sogar, dass diese auch von den Spielern nicht betreten werden dürfen. In diesem Fall kann die Spielleitung einen solchen Bereich zu einer Spielverbotszone erklären (ggf. mit zusätzlichem Betretungsverbot).

Eine Spielverbotszone muss entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert sein. Die Spielleitung darf Spielverbotszonen aus beliebigem Grund einrichten, zum Beispiel
- zum Schutz der Tierwelt, von Tierbehausungen und von Biotopen,
- zur Vermeidung von Schäden an jungen Bäumen, Blumenbeeten, Sodengärten, frisch verlegten Soden oder anderen Anpflanzungen,
- zum Schutz der Spieler vor Gefahren und
- zur Erhaltung von Orten mit historischer oder kultureller Bedeutung

Die Spielleitung sollte die Grenze einer Spielverbotszone mit einer Linie oder Pfählen kennzeichnen und die Linie oder die Pfähle (oder die Köpfe dieser Pfähle) anders als die üblichen ungewöhnlichen Platzverhältnisse oder Penalty Areas kennzeichnen. (tk)
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Blumenwiesen sind eigentlich dafür gedacht, dass aus diesen nicht gespielt werden darf. In manchen Fällen möchte der Club sogar, dass diese auch von den Spielern nicht betreten werden dürfen. In diesem Fall kann die Spielleitung einen solchen Bereich zu einer Spielverbotszone erklären (ggf. mit zusätzlichem Betretungsverbot).

Eine Spielverbotszone muss entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert sein. Die Spielleitung darf Spielverbotszonen aus beliebigem Grund einrichten, zum Beispiel
- zum Schutz der Tierwelt, von Tierbehausungen und von Biotopen,
- zur Vermeidung von Schäden an jungen Bäumen, Blumenbeeten, Sodengärten, frisch verlegten Soden oder anderen Anpflanzungen, 
- zum Schutz der Spieler vor Gefahren und
- zur Erhaltung von Orten mit historischer oder kultureller Bedeutung

Die Spielleitung sollte die Grenze einer Spielverbotszone mit einer Linie oder Pfählen kennzeichnen und die Linie oder die Pfähle (oder die Köpfe dieser Pfähle) anders als die üblichen ungewöhnlichen Platzverhältnisse oder Penalty Areas kennzeichnen. (tk)

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Bei uns kam die Frage auf, ob man einen Ball der nur wenige Zentimeter in der Spielverbotszone liegt aufnehmen darf. Natürlich nicht spielen und nicht betreten. Nur aufnehmen um den Ball später wieder nutzen zu können. Im Regelwerk finde ich dazu nichts. Was meint ihr?

3 Wochen her
Golf Rules

"Aus" ist der Bereich außerhalb der durch die Spielleitung definierten Platzgrenzen. Alle Bereiche innerhalb dieser Grenzen sind kein Aus. Die Ausgrenze des Platzes erstreckt sich vom Boden sowohl nach oben als auch nach unten.

Noch etwas zur Kennzeichnung:
- Ausmarkierungen: Wird Aus durch Pfähle oder einen Zaun bestimmt, ist die Ausgrenze durch die auf Bodenebene verlaufende Linie entlang der platzseitigen Punkte der Pfähle oder Zaunpfähle definiert (ohne schräg laufende Stützpfosten), und die Pfähle oder Zaunpfähle befinden sich im Aus. Wird Aus durch andere Gegenstände, zum Beispiel eine Mauer, bestimmt oder möchte die Spielleitung einen Auszaun anders behandeln, sollte die Spielleitung die Ausgrenze festlegen.
- Linien: Wird Aus durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet, ist die Platzseite der Linie die Ausgrenze und die Linie selbst liegt im Aus. Wird eine Linie auf dem Boden zur Kennzeichnung der Ausgrenze verwendet, können Pfähle benutzt werden, um die Grenze anzuzeigen, aber sie haben keine andere Bedeutung.

Insofern beachte - eine Linie kann durch die Spielleitung auch abweichend von der direkten Verbindung zwischen zwei Pfählen gezogen worden sein... (tk)
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Aus ist der Bereich außerhalb der durch die Spielleitung definierten Platzgrenzen. Alle Bereiche innerhalb dieser Grenzen sind kein Aus. Die Ausgrenze des Platzes erstreckt sich vom Boden sowohl nach oben als auch nach unten.

Noch etwas zur Kennzeichnung:
- Ausmarkierungen: Wird Aus durch Pfähle oder einen Zaun bestimmt, ist die Ausgrenze durch die auf Bodenebene verlaufende Linie entlang der platzseitigen Punkte der Pfähle oder Zaunpfähle definiert (ohne schräg laufende Stützpfosten), und die Pfähle oder Zaunpfähle befinden sich im Aus. Wird Aus durch andere Gegenstände, zum Beispiel eine Mauer, bestimmt oder möchte die Spielleitung einen Auszaun anders behandeln, sollte die Spielleitung die Ausgrenze festlegen.
- Linien: Wird Aus durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet, ist die Platzseite der Linie die Ausgrenze und die Linie selbst liegt im Aus. Wird eine Linie auf dem Boden zur Kennzeichnung der Ausgrenze verwendet, können Pfähle benutzt werden, um die Grenze anzuzeigen, aber sie haben keine andere Bedeutung.

Insofern beachte - eine Linie kann durch die Spielleitung auch abweichend von der direkten Verbindung zwischen zwei Pfählen gezogen worden sein... (tk)
4 Wochen her
Golf Rules

Noch ein Beitrag zu Erfahrungen aus einem DGL-Spieltag - dieses Mal mit Betreuung durch einem Referee. Der Ball des Spielers kommt rechts des Grüns in einem Streifen aus höherem Gras und Büschen zur Ruhe. Der Ball liegt einem Tierloch - gleichzeitig behindert ein Zaun den Rückschwung des Spielers, wenn er den Ball spielen würde. Der Spieler bittet den Referee um Hilfe und hat in diesem Fall die Wahl, von welchem der beiden Beeinträchtigungen er Erleichterung in Anspruch nehmen möchte.

Der Spieler entscheidet sich Erleichterung von den ungewöhnlichen Platzverhältnissen nach R16.1b zu nehmen, ermittelt den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung. Dieser befindet sich auf dem angrenzenden Abschlag direkt hinter dem Zaun. Der Ball wird gedroppt und ist im Spiel.

Aber - jetzt stört für das weitere Spiel der Zaun, da dieser den beabsichtigten Schwung des Spielers behindert. Insofern erbittet der Spieler nochmals Erleichterung von dem Hemmnis "Zaun" nach R16.1b und bestimmt den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung vom Zaun. Er misst eine Schlägerlänge ab, droppt den Ball und spielt diesen mit einem Lob-Shot über den Zaun in Richtung Grün.

Alles regelkonform - in solchen Situationen ist jedoch zu beachten, dass der Spieler nicht in einem einzigen Verfahren gleichzeitig Erleichterung von beiden Umständen in Anspruch nehmen darf, indem er einen Ball in einem einzigen Erleichterungsbereich droppt, der durch einen kombinierten nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung von beiden Umständen bestimmt wird. (tk)
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Noch ein Beitrag zu Erfahrungen aus einem DGL-Spieltag - dieses Mal mit Betreuung durch einem Referee. Der Ball des Spielers kommt rechts des Grüns in einem Streifen aus höherem Gras und Büschen zur Ruhe. Der Ball liegt einem Tierloch - gleichzeitig behindert ein Zaun den Rückschwung des Spielers, wenn er den Ball spielen würde. Der Spieler bittet den Referee um Hilfe und hat in diesem Fall die Wahl, von welchem der beiden Beeinträchtigungen er Erleichterung in Anspruch nehmen möchte.

Der Spieler entscheidet sich Erleichterung von den ungewöhnlichen Platzverhältnissen nach R16.1b zu nehmen, ermittelt den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung. Dieser befindet sich auf dem angrenzenden Abschlag direkt hinter dem Zaun. Der Ball wird gedroppt und ist im Spiel. 

Aber - jetzt stört für das weitere Spiel der Zaun, da dieser den beabsichtigten Schwung des Spielers behindert. Insofern erbittet der Spieler nochmals Erleichterung von dem Hemmnis Zaun nach R16.1b und bestimmt den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung vom Zaun. Er misst eine Schlägerlänge ab, droppt den Ball und spielt diesen mit einem Lob-Shot über den Zaun in Richtung Grün. 

Alles regelkonform - in solchen Situationen ist jedoch zu beachten, dass der Spieler nicht in einem einzigen Verfahren gleichzeitig Erleichterung von beiden Umständen in Anspruch nehmen darf, indem er einen Ball in einem einzigen Erleichterungsbereich droppt, der durch einen kombinierten nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung von beiden Umständen bestimmt wird. (tk)Image attachmentImage attachment
4 Wochen her
Golf Rules

Tobi fragte: "Ich habe mal eine Frage finde aber keine Antwort darauf. Heute gab es beim DGL Spieltag eine interessante Regelfrage, die ich in 17 Jahren Golf so noch nicht erlebt habe und die, meiner Meinung nach, falsch entschieden wurde.
Folgende Situationen: Ein Spieler steht auf dem Tee. Er spricht den Ball an, mit der Absicht nach ihm zu schlagen. Er holt aus als er in etwa auf dem höchsten Punkt war, fällt der Ball vom Tee und der Spieler macht quasi einen Luftschlag, weil der Ball eben nicht mehr da war, wo er sein sollte. Der Spieler bestätigte die Absicht nach dem Ball zu schlagen. Dann nahm er den Ball und hat ihn erneut auf das Tee gelegt und geschlagen. Die Spielleitung hat entschieden das es alles straflos sei.
Mich würde euere Meinung dazu mal interessieren. Für mich war es ein Luftschlag und ein Strafschlag, weil er den Ball wieder aufgeteet hat."

Zunächst einmal ist lt. Definition der "Schlag" die Vorwärtsbewegung des Schlägers um den Ball zu schlagen. Zudem bestätigt der Spieler nach dem Ball geschlagen zu haben.

Der nächste Blick gilt Regel 6.2b(5): Fällt ein Ball vom Tee oder wird er durch den Spieler vom Tee gestoßen, bevor der Spieler nach ihm geschlagen hat, darf der Ball straflos innerhalb des Abschlags erneut aufgeteet werden. Aber - wenn der Spieler nach dem Ball schlägt, während er fällt oder nachdem er herabgefallen ist, ist dies straflos; der Schlag zählt und der Ball ist im Spiel.

Liegt des Spielers Ball im Spiel nach einem Schlag innerhalb des Abschlags (zum Beispiel ein aufgeteeter Ball nach einem Schlag, der den Ball verfehlt hat), so darf der Spieler den Ball straflos aufnehmen oder bewegen (siehe Regel 9.4b, Ausnahme 1) und diesen oder einen anderen Ball innerhalb des Abschlags von einem Tee oder dem Boden spielen oder den Ball spielen wie er liegt (s. R6.2b(6)).

Insofern spielt der Spieler anschließend seinen zweiten Schlag mit dem Ball vom Tee, sofern sich dieser nach dem Luftschlag innerhalb des Abschlags befand... (tk)
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Tobi fragte: Ich habe mal eine Frage finde aber keine Antwort darauf. Heute gab es beim DGL Spieltag eine interessante Regelfrage, die ich in 17 Jahren Golf so noch nicht erlebt habe und die, meiner Meinung nach, falsch entschieden wurde. 
Folgende Situationen: Ein Spieler steht auf dem Tee. Er spricht den Ball an, mit der Absicht nach ihm zu schlagen. Er holt aus als er in etwa auf dem höchsten Punkt war, fällt der Ball vom Tee und der Spieler macht quasi einen Luftschlag, weil der Ball eben nicht mehr da war, wo er sein sollte. Der Spieler bestätigte die Absicht nach dem Ball zu schlagen. Dann nahm er den Ball und hat ihn erneut auf das Tee gelegt und geschlagen. Die Spielleitung hat entschieden das es alles straflos sei. 
Mich würde euere Meinung dazu mal interessieren. Für mich war es ein Luftschlag und ein Strafschlag, weil er den Ball wieder aufgeteet hat.

Zunächst einmal ist lt. Definition der Schlag die Vorwärtsbewegung des Schlägers um den Ball zu schlagen. Zudem bestätigt der Spieler nach dem Ball geschlagen zu haben.

Der nächste Blick gilt Regel 6.2b(5): Fällt ein Ball vom Tee oder wird er durch den Spieler vom Tee gestoßen, bevor der Spieler nach ihm geschlagen hat, darf der Ball straflos innerhalb des Abschlags erneut aufgeteet werden. Aber - wenn der Spieler nach dem Ball schlägt, während er fällt oder nachdem er herabgefallen ist, ist dies straflos; der Schlag zählt und der Ball ist im Spiel. 

Liegt des Spielers Ball im Spiel nach einem Schlag innerhalb des Abschlags (zum Beispiel ein aufgeteeter Ball nach einem Schlag, der den Ball verfehlt hat), so darf der Spieler den Ball straflos aufnehmen oder bewegen (siehe Regel 9.4b, Ausnahme 1) und diesen oder einen anderen Ball innerhalb des Abschlags von einem Tee oder dem Boden spielen oder den Ball spielen wie er liegt (s. R6.2b(6)).

Insofern spielt der Spieler anschließend seinen zweiten Schlag mit dem Ball vom Tee, sofern sich dieser nach dem Luftschlag innerhalb des Abschlags befand... (tk)

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Ich schätze eure tägliche kleine Regelkunde sehr, zum auffrischen, bestätigen und neues entdecken. Mir fehlt nur gegen Ende immer ein kleiner, anschließend zusammenfassender Satz, nachdem ihr vorher klar die Regel definiert habt. So ungefähr: Der Luftschlag zählt, der zweite Schlag durfte aber straflos aufgeteet werden.

Sehr schwer zu entscheiden ohne Kamera. Wer sich schon mal mit Reaktionszeiten befasst hat, wird verstehen, dass obwohl der Ball im Rückschwung runter fällt, keine Chance für einen Abbruch des Schwunges möglich ist. Am höchsten Punkt wäre für mich noch im Rückschwung.

Könnte die Entscheidung der Spielleitung beeinflusst worden sein, dass der Ball bereits vom Tee gefallen ist bevor der Spieler zum Abschwung angesetzt hat??????

Der ball war aufgeteet, der spieler hat seinen schwung mit der absicht den bella zu treffen gemacht und den ball nicht getroffen. Somit war es ein schlag. Zudem ist er ja fürs auteen selbst verantwortlich. Also für mich nichts straffreies dabei. Ich hätte aber noch eine andere Frage. Ich habe dazu im Regelbuch nichts gefunden. Steht irgend wo was vom abstand zum ball beim Probeschwung? Ein Mitspieler beim Turnier, der sonst auch als Schiedsrichter aktiv ist, wollte mir sagen, ich mache den Probeschwung (10 cm vor dem Ball) zu nahe am ball. Dies sei nicht erlaubt, ich müsse mindestens einen halben meter weg stehen. Gibt es dazu eine Regel?

4 Wochen her
Golf Rules

Die Problematik, ob eine Brücke / Übergang in oder außerhalb der Penalty Area liegt, hatten wir ja auch schon in einigen Beiträgen thematisiert. Hier ist die Spielleitung gefordert mit einer klaren Kennzeichnung den Spielern die Rückmeldung zu geben, ob sich ein in Ruhe gekommener Ball auf einer Brücke / Übergang innerhalb oder außerhalb der Penalty Area befindet.

Im Fall einer grasbewachsenen Fläche, von der einfach weitergespielt werden kann, stellt dieses kein Problem dar. Aber wenn es sich um einen "Übergang" mit einer künstlichen Oberfläche handelt, dann wäre die straflose Erleichterung von einem unbeweglichen Hemmnis nach R16 nur dann zulässig, wenn sich der Ball außerhalb der Penalty Area befindet.

Insofern ist auf dieser Golfanlage die eindeutige Kennzeichnung sehr schön gelöst worden - ggf. eine Idee auch für andere Golfplätze... (tk)
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Die Problematik, ob eine Brücke / Übergang in oder außerhalb der Penalty Area liegt, hatten wir ja auch schon in einigen Beiträgen thematisiert. Hier ist die Spielleitung gefordert mit einer klaren Kennzeichnung den Spielern die Rückmeldung zu geben, ob sich ein in Ruhe gekommener Ball auf einer Brücke / Übergang innerhalb oder außerhalb der Penalty Area befindet.

Im Fall einer grasbewachsenen Fläche, von der einfach weitergespielt werden kann, stellt dieses kein Problem dar. Aber wenn es sich um einen Übergang mit einer künstlichen Oberfläche handelt, dann wäre die straflose Erleichterung von einem unbeweglichen Hemmnis nach R16 nur dann zulässig, wenn sich der Ball außerhalb der Penalty Area befindet.    

Insofern ist auf dieser Golfanlage die eindeutige Kennzeichnung sehr schön gelöst worden - ggf. eine Idee auch für andere Golfplätze... (tk)

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Ball war außerhalb aber in einem Loch (Scorekarte symbolisiert die Ballage) Straflose Erleichterung wurde in Anspruch genommen. Spielrichtung auf 3 Uhr

Play the fucking ball as you find it and stop about stakes

Mit pitching wedge aufs grün

4 Wochen her
Golf Rules

Christian fragte uns: "Ein Spieler schlägt mit nem Ball „A“ ab, und spielt diesen bis aufs Grün. Nach dem Markieren spielt er bewusst mit Ball „B“ die Putts, weil er mit dem Ball „B“ besser putzen kann.Ist da regelkonform? Wir sind uns im Club nicht einig"

Kein Problem - ein bißchen Wiederholung kann ja nicht schaden und auch wir müssen immer wieder mal ins Regelbuch schauen, weil man sich nach einiger Zeit dann doch erst noch einmal vergewissert, ob der Gedanke passend ist.

Und so hilft hier der Blick in Regel R14.2a "Ursprünglicher Ball muss verwendet werden". Denn wird ein Ball zurückgelegt, so muss der ursprüngliche Ball verwendet werden - der (ursprüngliche) Ball ist vom Tee bis ins Loch zuspielen.

Die Quergedanken kommen ggf. durch die Ausnahmen, welche die Verwendung eines anderen Ball zulassen - in diesen Fällen darf auch ein anderer Balls verwendet werden:
- der ursprüngliche Ball nur mit unangemessenem Aufwand und nicht binnen weniger Sekunden wieder zu erlangen ist, falls der Spieler nicht absichtlich verursacht hat, dass der Ball nicht wieder zu erlangen ist,
- der ursprüngliche Ball einen Sprung oder eine Kerbe hat (siehe Regel 4.2c),
- das Spiel nach einer Spielunterbrechung wieder aufgenommen wird (siehe Regel 5.7d) oder
- der ursprüngliche Ball von einem anderen Spieler als falscher Ball gespielt wurde (siehe Regel 6.3c(2)).

Hinzu kommt der Fall, dass bei der Anwendung des Erleichterungsverfahren nach R14.3 (also wenn der Ball eingebettet war, dieser sich in einer Penalty Area befindet, ...) der Spieler den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball verwenden. Dies bedeutet, der Spieler darf einen beliebigen Ball verwenden, wenn er einen Ball nach dieser Regel droppt oder hinlegt.

Insofern - nein, der Austausch auf dem Grün zum Putten ist nicht regelkonform...(tk)
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Christian fragte uns: Ein Spieler schlägt mit nem Ball „A“ ab, und spielt diesen bis aufs Grün. Nach dem Markieren spielt er bewusst mit Ball „B“ die Putts, weil er mit dem Ball „B“ besser putzen kann.Ist da regelkonform? Wir sind uns im Club nicht einig

Kein Problem - ein bißchen Wiederholung kann ja nicht schaden und auch wir müssen immer wieder mal ins Regelbuch schauen, weil man sich nach einiger Zeit dann doch erst noch einmal vergewissert, ob der Gedanke passend ist. 

Und so hilft hier der Blick in Regel R14.2a Ursprünglicher Ball muss verwendet werden. Denn wird ein Ball zurückgelegt, so muss der ursprüngliche Ball verwendet werden - der (ursprüngliche) Ball ist vom Tee bis ins Loch zuspielen.

Die Quergedanken kommen ggf. durch die Ausnahmen, welche die Verwendung eines anderen Ball zulassen - in diesen Fällen darf auch ein anderer Balls verwendet werden:
- der ursprüngliche Ball nur mit unangemessenem Aufwand und nicht binnen weniger Sekunden wieder zu erlangen ist, falls der Spieler nicht absichtlich verursacht hat,  dass der Ball nicht wieder zu erlangen ist,
- der ursprüngliche Ball einen Sprung oder eine Kerbe hat (siehe Regel 4.2c), 
- das Spiel nach einer Spielunterbrechung wieder aufgenommen wird (siehe Regel 5.7d) oder
- der ursprüngliche Ball von einem anderen Spieler als falscher Ball gespielt wurde (siehe Regel 6.3c(2)).

Hinzu kommt der Fall, dass bei der Anwendung des Erleichterungsverfahren nach R14.3 (also wenn der Ball eingebettet war, dieser sich in einer Penalty Area befindet, ...) der Spieler den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball verwenden. Dies bedeutet, der Spieler darf einen beliebigen Ball verwenden, wenn er einen Ball nach dieser Regel droppt oder hinlegt. 

Insofern - nein, der Austausch auf dem Grün zum Putten ist nicht regelkonform...(tk)

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Aber nur dann und im geschilderten Szenario eben NICHT. Korrekt?

4 Wochen her
Golf Rules

Ein weiterer Beitrag zum Thema "Diskussion auf der Clubhaus-Terrasse" - dieses Mal von Paul: "Discussion auf der Terasse des Golfrestaurants. Wie auf der Zeichnung angeben schlägt der Spieler seinen Ball rechts vom Abschlag in den Hang, der kommt zurück und rollt in die Penalty Area. Kann der denn auf der Seite des Eintritts droppen? Ich glaube er müsste auf der der anderen Seite droppen. Danke für die Aufklärung, wie dies zu Handhaben ist."

Der Ball ist in der Penalty Area zur Ruhe gekommen, nachdem er den von Paul in der Zeichnung eingezeichneten Weg (schwarzer Strich) genommen hat. Mit Strafe kann der Spieler nach R17.1d "Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area" verfahren. Da es sich um eine "gelbe" Penalty Area handelt kann er wählen:
- Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust. Der Spieler darf den ursprünglichen oder einen anderen Ball von dort spielen, wo der vorherige Schlag gemacht wurde
- Erleichterung auf der Linie zurück. Der Spieler darf den ursprünglichen oder einen anderen Ball innerhalb eines Erleichterungsbereichs auf der Grundlage einer Bezugslinie vom Loch gerade zurück durch den geschätzten Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area gekreuzt hatte, droppen (mit den "üblichen" Einschränkungen)

Zurück zur Frage - regelkonform muss der Spieler entlang der lila gestrichelten Linie in dem Bereich des lila gestrichelten Kreises einen Ball droppen und das Spiel fortsetzen. Unter Umständen (Fahne ganz links auf dem Grün und der Ball rollt zudem etwas mehr rechts in die Penalty Area könnte das auch bedeuten, dass diese Option überhaupt nicht anwendbar ist, da die Bezugslinie sich komplett in der Penalty Area befinden würde. Dann bliebe dem Spieler nur der erneute Schlag von der letzten Stelle... (tk)
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Ein weiterer Beitrag zum Thema Diskussion auf der Clubhaus-Terrasse - dieses Mal von Paul: Discussion auf der Terasse des Golfrestaurants. Wie auf der Zeichnung angeben schlägt der Spieler seinen Ball rechts vom Abschlag in den Hang, der kommt zurück und rollt in die Penalty Area. Kann der denn auf der Seite des Eintritts droppen? Ich glaube er müsste auf der der anderen Seite droppen. Danke für die Aufklärung, wie dies zu Handhaben ist.

Der Ball ist in der Penalty Area zur Ruhe gekommen, nachdem er den von Paul in der Zeichnung eingezeichneten Weg (schwarzer Strich) genommen hat. Mit Strafe kann der Spieler nach R17.1d Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area verfahren. Da es sich um eine gelbe Penalty Area handelt kann er wählen:
- Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust. Der Spieler darf den ursprünglichen oder einen anderen Ball von dort spielen, wo der vorherige Schlag gemacht wurde
- Erleichterung auf der Linie zurück. Der Spieler darf den ursprünglichen oder einen anderen Ball innerhalb eines Erleichterungsbereichs auf der Grundlage einer Bezugslinie vom Loch gerade zurück durch den geschätzten Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area gekreuzt hatte, droppen (mit den üblichen Einschränkungen)

Zurück zur Frage - regelkonform muss der Spieler entlang der lila gestrichelten Linie in dem Bereich des lila gestrichelten Kreises einen Ball droppen und das Spiel fortsetzen. Unter Umständen (Fahne ganz links auf dem Grün und der Ball rollt zudem etwas mehr rechts in die Penalty Area könnte das auch bedeuten, dass diese Option überhaupt nicht anwendbar ist, da die Bezugslinie sich komplett in der Penalty Area befinden würde. Dann bliebe dem Spieler nur der erneute Schlag von der letzten Stelle... (tk)

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Hallo Thomas, müsstest du nicht noch ergänzen, dass der Drop auf der dem Tee zugewanderten Seite des Baches ausgeführt werden muss, da ja nach der Regelanwendung das Hindernis erneut zu überspielen ist.

4 Wochen her
Golf Rules

In diesem Golfclub steht ein alter Baum direkt hinter dem 18 Grün und bedarf einer kleinen "Unterstützung". Wie sind denn solche Stützpfählen eigentlich regeltechnisch einzuordnen?

Obwohl irgendwie zum Baum zugehörig ist ein solcher Pfahl als Hemmnis anzusehen, da es ein künstlicher Gegenstand ist. Insofern kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1 in Anspruch nehmen, wenn das Hemmnis / die ungewöhnlichen Platzverhältnissen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigen. (tk)
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In diesem Golfclub steht ein alter Baum direkt hinter dem 18 Grün und bedarf einer kleinen Unterstützung. Wie sind denn solche Stützpfählen eigentlich regeltechnisch einzuordnen?

Obwohl irgendwie zum Baum zugehörig ist ein solcher Pfahl als Hemmnis anzusehen, da es ein künstlicher Gegenstand ist. Insofern kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1 in Anspruch nehmen, wenn das Hemmnis / die ungewöhnlichen Platzverhältnissen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigen. (tk)

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Sind die Steine, welche die Pfähle stützen auch so einzuordnen?

1 Monat her
Golf Rules

Ja, auch mit einem Schläger kann man die Stelle markieren, von der man einen Ball aufnimmt, um ihn anschließend wieder an die ursprüngliche Stelle zurückzulegen. Ggf. nicht wie hier in der abgebildeten Form, aber in Regel R14.1a "Stelle des aufzunehmenden und zurückzulegenden Balls muss markiert werden" ist dieses Verfahren explizit erwähnt.

Bevor ein Ball aufgenommen wird, der nach einer Regel an seine ursprüngliche Stelle zurückzulegen ist, muss der Spieler diese Stelle markieren. Dies bedeutet,
- einen Ballmarker unmittelbar hinter oder unmittelbar neben den Ball zu legen oder
- einen Schläger unmittelbar hinter oder unmittelbar neben den Ball auf den Boden zu stellen.

Noch ein Zusatz zu der Begrifflichkeit „direkt dahinter“ und „direkt daneben“: es geht darum, dass der Spieler sicherstellen kann die Stelle, von der ein Ball aufgenommen wird, mit ausreichender Genauigkeit zu markieren, damit er den Ball auch wieder an der richtigen Stelle zurücklegen kann. Der Ball kann in jeder Position um den Ball herum markiert werden, solange die Markierung direkt neben dem Ball ist, und dies schließt ein, einen Ballmarker vor oder neben den Ball zu legen. (tk)
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Ja, auch mit einem Schläger kann man die Stelle markieren, von der man einen Ball aufnimmt, um ihn anschließend wieder an die ursprüngliche Stelle zurückzulegen. Ggf. nicht wie hier in der abgebildeten Form, aber in Regel R14.1a Stelle des aufzunehmenden und zurückzulegenden Balls muss markiert werden ist dieses Verfahren explizit erwähnt.

Bevor ein Ball aufgenommen wird, der nach einer Regel an seine ursprüngliche Stelle zurückzulegen ist, muss der Spieler diese Stelle markieren. Dies bedeutet,
- einen Ballmarker unmittelbar hinter oder unmittelbar neben den Ball zu legen oder
- einen Schläger unmittelbar hinter oder unmittelbar neben den Ball auf den Boden zu stellen.

Noch ein Zusatz zu der Begrifflichkeit „direkt dahinter“ und „direkt daneben“: es geht darum, dass der Spieler sicherstellen kann die Stelle, von der ein Ball aufgenommen wird, mit ausreichender Genauigkeit zu markieren, damit er den Ball auch wieder an der richtigen Stelle zurücklegen kann. Der Ball kann in jeder Position um den Ball herum markiert werden, solange die Markierung direkt neben dem Ball ist, und dies schließt ein, einen Ballmarker vor oder neben den Ball zu legen. (tk)
1 Monat her
Golf Rules

Kurze Frage von Manfred: "auf der Puttlinie befindet sich ein abgesacktes altes Loch: Darf ich besser legen?"

Kurze Antwort von Golf Rules: nein 😉

Etwas längere Antwort: nach R13.1c "Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind" darf ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Und hierzu zählen auch alte Lochpfropfen.

Kann ein Spieler einen Schaden am Grün nicht reparieren, weil der alte Lochpfropfen unter die Oberfläche abgesunken ist, darf der Spieler verlangen, dass die Spielleitung den Schaden repariert. Kann die Spielleitung den Schaden nicht reparieren und der Ball des Spielers liegt auf dem Grün, könnte die Spielleitung erwägen, dem Spieler Erleichterung nach Regel 16.1 zu gewähren, indem sie den beschädigten Bereich als Boden in Ausbesserung definiert. (tk)
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Kurze Frage von Manfred: auf der Puttlinie befindet sich ein abgesacktes altes Loch: Darf ich besser legen?

Kurze Antwort von Golf Rules: nein ;-)

Etwas längere Antwort: nach R13.1c Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind darf ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Und hierzu zählen auch alte Lochpfropfen.

Kann ein Spieler einen Schaden am Grün nicht reparieren, weil der alte Lochpfropfen unter die Oberfläche abgesunken ist, darf der Spieler verlangen, dass die Spielleitung den Schaden repariert. Kann die Spielleitung den Schaden nicht reparieren und der Ball des Spielers liegt auf dem Grün, könnte die Spielleitung erwägen, dem Spieler Erleichterung nach Regel 16.1 zu gewähren, indem sie den beschädigten Bereich als Boden in Ausbesserung definiert. (tk)

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Da spielst du beim Herrentag ein vgws.Turnier, und bist an Loch 7 und triffst auf diese Gegebenheit. Wie schaffst du jemand von der Spielleitung zu bekommen, ohne nicht mind. 30 Minuten zu warten?

1 Monat her
Golf Rules

Die straflose Erleichterung nach Regel 16.2 "Gefährdung durch Tiere" sieht vor, dass diese gewährt wird, wenn ein gefährliches Tier (Giftschlange, stechende Biene, Alligator, Feuerameise oder Bär) in der Nähe eines Balls den Spieler ernsthaft verletzen könnte, wenn er den Ball spielen müsste, wie er liegt. Das auch brütende oder beschützende "Eltern" durchaus zu einem gefährlichen Tier werden können, dazu hatten wir einen Beitrag vor ein paar Tagen.

Was aber ist, wenn der Ball in einer Penalty Area in dem Bereich eines gefährlichen Tieres liegt? Der Spieler hat dann zwei Optionen - er darf entweder straflose Erleichterung oder Erleichterung mit Strafschlag in Anspruch nehmen:
- Straflose Erleichterung: Spielen aus der Penalty Area. Der Spieler darf straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen, jedoch müssen der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung und der Erleichterungsbereich innerhalb der Penalty Area liegen.
- Erleichterung mit Strafschlag: Spielen von außerhalb der Penalty Area.
- - Der Spieler darf Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen.
- - Wenn eine Beeinträchtigung durch gefährliche Tiere an der Stelle besteht, von der der Ball nach Inanspruchnahme von Erleichterung mit Strafschlag außerhalb der Penalty Area gespielt würde, ist es dem Spieler gestattet, erneut Erleichterung ohne zusätzliche Strafe (also als wenn der Ball außerhalb der Penalty Area liegen würde) in Anspruch nehmen.

Nach dieser Regel bedeutet der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung den nächstgelegenen Punkt (nicht näher zum Loch), an der keine Gefährdung durch gefährliche Tiere besteht.

Folglich - liegt der Ball in einer Penalty Area und die Eltern "beschweren" sich in bedrohlicher Art und Weise, dann ist dieses erst einmal kein Freifahrtschein für einen straflosen Drop außerhalb der Penalty Area. Kann der Ball in der Penalty Area nicht gespielt werden, so fällt der nach R17 unvermeidliche Strafschlag an. Aber die Regeln unterstützen den Spieler dann insofern, dass der Erleichterungsbereich in einem "sicheren" Bereich liegen kann. (tk)
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Die straflose Erleichterung nach Regel 16.2 Gefährdung durch Tiere sieht vor, dass diese gewährt wird, wenn ein gefährliches Tier (Giftschlange, stechende Biene, Alligator, Feuerameise oder Bär) in der Nähe eines Balls den Spieler ernsthaft verletzen könnte, wenn er den Ball spielen müsste, wie er liegt. Das auch brütende oder beschützende Eltern durchaus zu einem gefährlichen Tier werden können, dazu hatten wir einen Beitrag vor ein paar Tagen.

Was aber ist, wenn der Ball in einer Penalty Area in dem Bereich eines gefährlichen Tieres liegt? Der Spieler hat dann zwei Optionen - er darf entweder straflose Erleichterung oder Erleichterung mit Strafschlag in Anspruch nehmen: 
- Straflose Erleichterung: Spielen aus der Penalty Area. Der Spieler darf straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen, jedoch müssen der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung und der Erleichterungsbereich innerhalb der Penalty Area liegen.
- Erleichterung mit Strafschlag: Spielen von außerhalb der Penalty Area.
- - Der Spieler darf Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen.
- - Wenn eine Beeinträchtigung durch gefährliche Tiere an der Stelle besteht, von der der Ball nach Inanspruchnahme von Erleichterung mit Strafschlag außerhalb der Penalty Area gespielt würde, ist es dem Spieler gestattet, erneut Erleichterung ohne zusätzliche Strafe (also als wenn der Ball außerhalb der Penalty Area liegen würde) in Anspruch nehmen.

Nach dieser Regel bedeutet der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung den nächstgelegenen Punkt (nicht näher zum Loch), an der keine Gefährdung durch gefährliche Tiere besteht.

Folglich - liegt der Ball in einer Penalty Area und die Eltern beschweren sich in bedrohlicher Art und Weise, dann ist dieses erst einmal kein Freifahrtschein für einen straflosen Drop außerhalb der Penalty Area. Kann der Ball in der Penalty Area nicht gespielt werden, so fällt der nach R17 unvermeidliche Strafschlag an. Aber die Regeln unterstützen den Spieler dann insofern, dass der Erleichterungsbereich in einem sicheren Bereich liegen kann. (tk)

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Wieder etwas gelernt.

Droppen oder legen?

1 Monat her
Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag auch hier noch etwas zur PEO. Mein (Thomas) ehemaliger Pro Felix und sein Sohn waren auch auf der Anlage in Green Eagle. Henri ist von den Spielern reichlich beschenkt worden und war sehr stolz auf seine anschließende Sammlung. Aber zurück zu den Golfregeln - fällt Euch an den Bällen etwas auf?

Jeder Ball ist durch seinen Spieler individuell markiert worden. Das im Clubgolf übliche "ich spiele einen Ball der Marke X Nummer 3 bzw. Y5 oder Z77" ist bei den professionellen und guten Amateurspielern nicht zu finden. Woran liegt das?

Regel 1.1 definiert das Golfspiel, dass DER Ball eines Spielers vom Abschlag bis ins Loch gespielt wird. Und mit "der Ball" damit ist genau der eine Ball gemeint (wenn man einmal beim Verlust oder beim Erleichterungsverfahren die Option des Ballwechsels als gesonderte Regelsituation betrachtet). Dieses setzt voraus, dass der Spieler "seinen" Ball jederzeit eindeutig identifizieren kann. Und dieses wiederum ist nur mit einer individuellen Kennzeichnung des Balls möglich. Spielt der Spieler, ohne das die Regeln dieses ermöglichen, einen anderen Ball, so ist dieses ein falscher Ball (s. Definition + R6.3c).

Und genau aus diesem Grund ist auch im Regelwerk dieser Grundsatz in R6.3a "Einlochen mit demselben Ball, der vom Abschlag gespielt wurde" noch einmal explizit erwähnt und die Empfehlung, den Ball zur Identifizierung zu kennzeichnen, zusätzlich noch in Regel R7.2 "Identifizieren des Balles" aufgenommen.

Aber warum wird das eigentlich so wenig / fast überhaupt nicht gemacht?

PS: Das Verfahren schließt übrigens auch die eindeutige Kennzeichnung eines provisorischen Balles ein (s. hierzu auch R18.3c(2))... (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag auch hier noch etwas zur PEO. Mein (Thomas) ehemaliger Pro Felix und sein Sohn waren auch auf der Anlage in Green Eagle. Henri ist von den Spielern reichlich beschenkt worden und war sehr stolz auf seine anschließende Sammlung. Aber zurück zu den Golfregeln - fällt Euch an den Bällen etwas auf?

Jeder Ball ist durch seinen Spieler individuell markiert worden. Das im Clubgolf übliche ich spiele einen Ball der Marke X Nummer 3 bzw. Y5 oder Z77 ist bei den professionellen und guten Amateurspielern nicht zu finden. Woran liegt das?

Regel 1.1 definiert das Golfspiel, dass DER Ball eines Spielers vom Abschlag bis ins Loch gespielt wird. Und mit der Ball damit ist genau der eine Ball gemeint (wenn man einmal beim Verlust oder beim Erleichterungsverfahren die Option des Ballwechsels als gesonderte Regelsituation betrachtet). Dieses setzt voraus, dass der Spieler seinen Ball jederzeit eindeutig identifizieren kann. Und dieses wiederum ist nur mit einer individuellen Kennzeichnung des Balls möglich. Spielt der Spieler, ohne das die Regeln dieses ermöglichen, einen anderen Ball, so ist dieses ein falscher Ball (s. Definition + R6.3c).

Und genau aus diesem Grund ist auch im Regelwerk dieser Grundsatz in R6.3a Einlochen mit demselben Ball, der vom Abschlag gespielt wurde noch einmal explizit erwähnt und die Empfehlung, den Ball zur Identifizierung zu kennzeichnen, zusätzlich noch in Regel R7.2 Identifizieren des Balles aufgenommen.

Aber warum wird das eigentlich so wenig / fast überhaupt nicht gemacht?

PS: Das Verfahren schließt übrigens auch die eindeutige Kennzeichnung eines provisorischen Balles ein (s. hierzu auch R18.3c(2))... (tk)

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Der Taylor Made 59 mit der Sonnenblume 🌻 ist sicher von Martin Kaymer. Seine beste Runde ever war eine 59. Gespielt im GC Am Habsberg.

Weil es die Praxis gibt, am 1.Abschlag bekanntzugeben was man spielt und ggf bei 2 gleichen nochmal zu wechseln. Somit ist zumindest innerhalb des Flights Eindeutigkeit gegeben. Eine rote Linie oder 3 Punkte sind auch nicht 100% individuell, wie man an dem Bild sieht

Haben wir nicht alle James Bond - Goldfinger gesehen? 😃

Auf meinen Bällen ist mein Name gedruckt. Mich gibt’s nur 1x 🤣👍

1 Monat her
Golf Rules

Zum Montag auf der Porsche European Open hatte Peer eine Frage:

"Hallo Torben,

ich war am vergangenen Montag in Winsen zur PEO 2021. Da ist mir ein eigenartigs Verhalten der Spieler aufgefallen. Nahezu alle Spieler haben, nachdem Sie Ihre Bälle vom Abschlag auf das Fairway gespielt haben, diesen mit einem Tee markiert aufgenommen und gereinigt. Anschliessend wurde der Ball mit größter Sorgfalt wieder hingelegt. Ich meine das ein aufnehmen und reinigen in der Situation doch nur sehr eingeschränkt erlaubt ist. In der TV Übertragung konnte man das nur 1-2 mal sehen. Aber Live war auffällig wie oft das gemacht wurde, und von fast allen Spielern. Kann da eine Platzregel dahinter stecken? Oder sind meine Regelkenntnisse nicht so fest wie gedacht.

LG
Peer"

Wahrscheinlich haben sie mit der Platzregel „Ball reinigen“ (markieren, aufheben, reinigen, zurücklegen) gespielt, für Bälle die auf Fairway oder kürzer gemähten Bereichen zur Ruhe kommen. Da es bei den Profis regelmäßig um sehr viel Preisgeld geht, nehmen sie dann naturgemäß auch jede Erleichterung in Anspruch, einen sauberen Ball allemal. Es hat Samstag und Sonntag ja ordentlich geregnet… Jörn - weißt Du mehr dazu?
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Zum Montag auf der Porsche European Open hatte Peer eine Frage:

Hallo Torben,
 
ich war am vergangenen Montag in Winsen zur PEO 2021. Da ist mir ein eigenartigs Verhalten der Spieler aufgefallen. Nahezu alle Spieler haben, nachdem Sie Ihre Bälle vom Abschlag auf das Fairway gespielt haben, diesen mit einem Tee markiert aufgenommen und gereinigt. Anschliessend wurde der Ball mit größter Sorgfalt wieder hingelegt. Ich meine das ein aufnehmen und reinigen in der Situation doch nur sehr eingeschränkt erlaubt ist. In der TV Übertragung konnte man das nur 1-2 mal sehen. Aber Live war auffällig wie oft das gemacht wurde, und von fast allen Spielern. Kann da eine Platzregel dahinter stecken? Oder sind meine Regelkenntnisse nicht so fest wie gedacht.
 
LG
Peer

Wahrscheinlich haben sie mit der Platzregel „Ball reinigen“ (markieren, aufheben, reinigen, zurücklegen) gespielt, für Bälle die auf Fairway oder kürzer gemähten Bereichen zur Ruhe kommen. Da es bei den Profis regelmäßig um sehr viel Preisgeld geht, nehmen sie dann naturgemäß auch jede Erleichterung in Anspruch, einen sauberen Ball allemal. Es hat Samstag und Sonntag ja ordentlich geregnet… Jörn - weißt Du mehr dazu?Image attachmentImage attachment

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„Ball reinigen“ ist doch das neue Besserlegen, und das quasi ganzjährig verwendbar… 😉

Es war genauso, wie die Kollegen von Golf Rules vermuten. Wegen der Regenfälle haben wir mit der Platzregel „Preferred lies“ (Besserlegen) gespielt. Die Spieler haben dabei die Möglichkeit, den Ball innerhalb einer Scorekartenlänge zu plazieren. Da wird natürlich sorgfältig nach der besten Stelle gesucht. Der Radius, in dem bessergelegt werden darf, kann variieren. In Amateur-Wettbewerben wird häufig eine Schlägerlänge verwendet.

Hallo Peer. Mich verwundert es nicht, dass dir dieses emsige Ball reinigen und sorgfältig hinlegen nicht wahnsinnig geläufig ist. [ Immerhin geht es bei PGA-Turnieren nur um Geld, bei Amateur-Turnieren jedoch um Leben und Tod. Das ist der Grund, weshalb nur in den allerseltensten Fällen bei Regen das Ballreinigen von der Turnierleitung erlaubt wird. ] (Sarkasmus Ende)

1 Monat her
Golf Rules

Beschädigungen auf dem Grün dürfen durch den Spieler ausgebessert werden - das hat sich inzwischen ja im Spielerkreis herum gesprochen. Doch ganz so "generell" geht das nicht - wie ein Blick in R13.1c "Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind" zeigt.

Gleich ob der Ball auf dem Grün oder außerhalb liegt darf der Spieler:
- Sand und lose Erde entfernen. Sand und lose Erde auf dem Grün (aber nicht an anderer Stelle auf dem Platz) dürfen straflos entfernt werden.
- Schäden ausbessern. Ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, aber nur mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und ohne das Spiel unangemessen zu verzögern.

Der Begriff „Schäden auf dem Grün“ bedeutet jeglichen Schaden, verursacht durch eine Person oder einen äußeren Einfluss, zum Beispiel
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden,
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee).

Und jetzt kommen wir zur Einschränkung, denn „Schäden auf dem Grün“ sind keine Schäden oder Umstände, die entstehen durch
- übliche Pflegearbeiten zur Erhaltung des Grüns (wie Bodenbelüftungslöcher und Rillen vom Vertikutieren),
- Beregnung oder Regen oder andere Naturkräfte,
- natürliche Oberflächenunebenheiten (zum Beispiel Unkräuter oder Kahlstellen oder kranke Bereiche oder Bereiche mit ungleichmäßigen Wachstum) oder
- natürliche Abnutzung des Lochs.

In diesem Fall wird ein Spieler den Schaden auf dem Grün sehr wahrscheinlich nicht reparieren können. Er darf verlangen, dass die Spielleitung den Schaden repariert. Kann die Spielleitung den Schaden nicht reparieren und der Ball des Spielers liegt auf dem Grün, könnte die Spielleitung erwägen, dem Spieler Erleichterung nach Regel 16.1 zu gewähren, indem sie den beschädigten Bereich als Boden in Ausbesserung definiert. Zudem könnte eine Platzregel oder die Markierung des beschädigten Bereiches für zusätzliche Sicherheit in Bezug auf den Bereich "Boden in Ausbesserung" liefern. (tk)
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Beschädigungen auf dem Grün dürfen durch den Spieler ausgebessert werden - das hat sich inzwischen ja im Spielerkreis herum gesprochen. Doch ganz so generell geht das nicht - wie ein Blick in R13.1c Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind zeigt.

Gleich ob der Ball auf dem Grün oder außerhalb liegt darf der Spieler: 
- Sand und lose Erde entfernen. Sand und lose Erde auf dem Grün (aber nicht an anderer Stelle auf dem Platz) dürfen straflos entfernt werden.
- Schäden ausbessern. Ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, aber nur mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und ohne das Spiel unangemessen zu verzögern.

Der Begriff „Schäden auf dem Grün“ bedeutet jeglichen Schaden, verursacht durch eine Person oder einen äußeren Einfluss, zum Beispiel 
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden, 
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee).

Und jetzt kommen wir zur Einschränkung, denn „Schäden auf dem Grün“ sind keine Schäden oder Umstände, die entstehen durch
- übliche Pflegearbeiten zur Erhaltung des Grüns (wie Bodenbelüftungslöcher und Rillen vom Vertikutieren),
- Beregnung oder Regen oder andere Naturkräfte,
- natürliche Oberflächenunebenheiten (zum Beispiel Unkräuter oder Kahlstellen oder kranke Bereiche oder Bereiche mit ungleichmäßigen Wachstum) oder
- natürliche Abnutzung des Lochs.

In diesem Fall wird ein Spieler den Schaden auf dem Grün sehr wahrscheinlich nicht reparieren können. Er darf verlangen, dass die Spielleitung den Schaden repariert. Kann die Spielleitung den Schaden nicht reparieren und der Ball des Spielers liegt auf dem Grün, könnte die Spielleitung erwägen, dem Spieler Erleichterung nach Regel 16.1 zu gewähren, indem sie den beschädigten Bereich als Boden in Ausbesserung definiert. Zudem könnte eine Platzregel oder die Markierung des beschädigten Bereiches für zusätzliche Sicherheit in Bezug auf den Bereich Boden in Ausbesserung liefern. (tk)

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Golf Rules wir haben derzeit Pilze auf einigen Grüns, die wie Champignons aussehen. Sie sind ja erst einmal kein loser Naturstoff, sondern angewachsen. Für eine straflose Erleichterung würde eine Platzregel benötigt, die Erleichterung gewährt, richtig?

1 Monat her
Golf Rules

Manchmal sind auch wir einigermaßen Regelkundige mit unserem "Latein" am Ende - so gesehen bei einem Ausflug in einen wunderschönen Golfclub. Der silberne Pfosten ist im Boden verankert und dient einer frei schwingenden roten Stange als Halterung. Eine ergänzende / erklärende Platzregel war auf der Webseite nicht zu finden.

Unabhängig von dem prinzipiell sehr positiven und kreativen Gedanken, den Greenkeeper beim Schneiden der Sichtlinien für die Grenzen der Penalty Area die Arbeit zu erleichtern, indem er mit dem Mäher einfach unter den roten Stangen mähen kann, ohne diese zuvor zu entfernen und im Anschluss wieder zu stecken, stellt sich die Frage nach der Regelkonformität dieses Konstrukts. Letztendlich stellt sich dem Spieler je nach Balllage die Frage: wo genau verläuft die Grenze der Penalty Area? Was ist, wenn der Ball unter der roten Stange zur Ruhe kommt, was wenn dazwischen?

Ein Blick in die Definition "Penalty Area" verdeutlicht das eigentliche Problem: Wenn die Penalty Area durch Pfähle (lt. Wikipedia ein senkrecht in der Erde fixiertes Bauteil) gekennzeichnet ist, wird die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert und die Pfähle befinden sich innerhalb der Penalty Area.

Da aber die rote Stange nicht bis auf die Bodenhöhe kommt - ist dann die Grenze am Boden des silbernen Pfosten? Wer weiß? Vorstellbar wäre auch, dass an der roten Stange quasi ein Lot zu fällen ist, um die äußere Grenze der Penalty Area zu bestimmen. Aber ohne eine entsprechende Platzregel sind beides erst einmal nur Vermutungen.

Insofern noch einmal eine Frage bzw. einen Apell an Euch - kennt Ihr Eure eigenen Platzregeln? Bzw. erkundigt Euch unbedingt nach den Platzregeln insbesondere auf einem fremden Platz vor einem Wettspiel. Mich "Unwissenden" wäre bei einer Balllage zwischen dem Pfosten / Pfahl / Stange nur die Möglichkeit geblieben einen "Regelball" zu spielen und den Sachverhalt dann im Anschluss mit der Spielleitung zu klären... (tk)

Ergänzung: Nach Rückfrage habe ich vom Club folgende ergänzende Information bekommen. Der Umgang ist wie folgt angedacht: "Es zählen die roten Pfosten in lotrechter Verlängerung bis auf den Boden. Ein Ball liegt in einer Penaltyarea, wenn mit Blick vom äußeren Rand eines roten Pfostens zum nächsten roten Pfosten der Ball auch nur teilweise verdeckt ist."
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Manchmal sind auch wir einigermaßen Regelkundige mit unserem Latein am Ende - so gesehen bei einem Ausflug in einen wunderschönen Golfclub. Der silberne Pfosten ist im Boden verankert und dient einer frei schwingenden roten Stange als Halterung. Eine ergänzende / erklärende Platzregel war auf der Webseite nicht zu finden.

Unabhängig von dem prinzipiell sehr positiven und kreativen Gedanken, den Greenkeeper beim Schneiden der Sichtlinien für die Grenzen der Penalty Area die Arbeit zu erleichtern, indem er mit dem Mäher einfach unter den roten Stangen mähen kann, ohne diese zuvor zu entfernen und im Anschluss wieder zu stecken, stellt sich die Frage nach der Regelkonformität dieses Konstrukts. Letztendlich stellt sich dem Spieler je nach Balllage die Frage: wo genau verläuft die Grenze der Penalty Area? Was ist, wenn der Ball unter der roten Stange zur Ruhe kommt, was wenn dazwischen?

Ein Blick in die Definition Penalty Area verdeutlicht das eigentliche Problem: Wenn die Penalty Area durch Pfähle (lt. Wikipedia ein senkrecht in der Erde fixiertes Bauteil) gekennzeichnet ist, wird die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert und die Pfähle befinden sich innerhalb der Penalty Area.

Da aber die rote Stange nicht bis auf die Bodenhöhe kommt - ist dann die Grenze am Boden des silbernen Pfosten? Wer weiß? Vorstellbar wäre auch, dass an der roten Stange quasi ein Lot zu fällen ist, um die äußere Grenze der Penalty Area zu bestimmen. Aber ohne eine entsprechende Platzregel sind beides erst einmal nur Vermutungen.

Insofern noch einmal eine Frage bzw. einen Apell an Euch - kennt Ihr Eure eigenen Platzregeln? Bzw. erkundigt Euch unbedingt nach den Platzregeln insbesondere auf einem fremden Platz vor einem Wettspiel. Mich Unwissenden wäre bei einer Balllage zwischen dem Pfosten / Pfahl / Stange nur die Möglichkeit geblieben einen Regelball zu spielen und den Sachverhalt dann im Anschluss mit der Spielleitung zu klären... (tk) 

Ergänzung: Nach Rückfrage habe ich vom Club folgende ergänzende Information bekommen. Der Umgang ist wie folgt angedacht: Es zählen die roten Pfosten in lotrechter Verlängerung bis auf den Boden. Ein Ball liegt in einer Penaltyarea, wenn mit Blick vom äußeren Rand eines roten Pfostens zum nächsten roten Pfosten der Ball auch nur teilweise verdeckt ist.

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Wir haben diese „hängenden Pfosten“ auch an einigen Bahnen. In den Platzregeln gibt es dazu keine nähere Information. Lediglich das alle Pfosten (außer weiße) bewegliche Hemmnisse sind. Ich spiele wenn nötig einen Regelball und lasse dann entscheiden. Kommt darauf an wer Spielleitung macht was als „ist doch völlig klar“ letztlich dann entschieden wird🤨

Dietmar Brunhofer Mike Pichler Die Idee ist sehr gut, was das Mähen anbelangt und mit entsprechender Regel (könnte auch generell verankert werden) sehr gut zu hamdeln!

Und was bedeutet das jetzt für den Ball, der unter dem roten Pflock zu liegen kommt? Darf ich den in der Penalty Ära droppen?

Was ist das denn😱?! Das ist ja wie früher beim Bolzen mit Stöcken als Pfosten und ner gedachten Querlatte. Auf solchen Plätzen wird vorgabewirksam gespielt? Ist da tatsächlich gar niemand im Club der sich über Regeln Gedanken macht bzw. in Golf mehr sehen als betreutes Wandern? Was sagt der DGV zu Clubs die solche Konstruktionen nichtmal in ihren Platzregeln berücksichtigen? Wo ist das? Nicht dass ich da aus Versehen mal Greenfee für betreutes Wandern bezahle…

Tobias Kalscheuer Marcus Sauerteig wo mag das wohl sein ?

Stefan Caspers Philip Valder Sven Mi Philipp Reinhardt

Gut gedacht, ist meistens nicht gut gemacht. Wie kann ich einen Ball spielen, wenn mich das Gestänge da behindert? Ist ja faktisch in der Penalty Area. Was ein Gemurkse, das bekommt man mit Platzregeln kaum wieder aufgeräumt. Da wird schön die Mehraufwendungen der Greenkeeper auf die Spieler ausgelagert. Unfassbar

Es wäre noch besser zu händeln, wenn am grauen Pflock ein Drehgelenk angebracht wäre, daß der rote somit zur Seite geschwenkt werden könnte und ein in Pflocknähe liegender Ball frei spielbar wird.

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1 Monat her
Golf Rules

Passend zur aktuell laufenden U.S. Open in Torrey Pines werden von der USGA immer für jeden Tag die dann gültigen Lochpositionen veröffentlicht. Doch was hat es damit auf sich - was verbirgt sich hinter dem Muster und den Zahlen?

Generell ist dort ein Abbild des Grünkomplexes inkl. der angrenzenden Bunker schematisch dargestellt. Das darüber gelegten Koordinatenmuster definiert jeweils 5 Yards Abschnitte. Die beiden Punkte (Referenzpunkt) vor und hinter dem Grün trennen das Grün in der Mitte in einen rechten und linken Bereich und definieren die auch ausgewiesen "Green Depth". Dabei ist zu beachten, das hierfür die virtuelle Spiellinie des jeweils gedachten Annäherungsschlag als Basis zu Grunde gelegt wird. Dabei ist auch gut erkennen, dass der vorderste Punkt an der vorderen Kante (ebenso hinten) des gesamten Grüns liegt - also nicht unbedingt immer direkt an der Vorderkante in der Mitte des Grüns (siehe zum Beispiel am Grün 3).

Wird ein Grün von verschiedenen Tee-Boxen angespielt, so ist dieses im Fall der U.S. Open noch einmal extra ausgewiesen. So wird am ersten Tag Grün 16 zum Beispiel von der linken Tee-Box gespielt - dementsprechend liegt auch der Referenzpunkt und das Koordinatensystem aus dieser Richtung.

Und letztendlich ist auf dieser Matrix dann für jeden Tag die jeweilige Lochposition eingezeichnet. Dieser Wert wird in Schritten von vorne und senkrecht dazu in Schritten zur nächstgelegenen Grünkante ausgewiesen - also am ersten Grün zum Beispiel 6 Schritte von vorne und 5 Schritte zur rechten Grünkante. (Exkurs: ohne grafische Darstellung findet man bei manchen Wettspielen stattdessen auch auf der Scorekarte aufgedruckt "6 / 5R").

Und warum das alles?

Anhand dieser Einteilung können Spieler und Caddie den Schlag ins Grün exakt planen. Neben der Länge zur Fahne (Balllage bis Grünanfang aus dem Birdiebook + Tiefe der Lochposition im Grün) können weitere entscheidende Faktoren genutzt werden. Wie nah liegt das Loch an der Grünkante, wieviel Platz hat man vor / hinter dem Loch, wieweit liegt das Loch von Bunkern entfernt , wo ist bei einem Fehlschlag der beste Landebereich - alles Informationen, die für das Spiel von guten Amateuren oder Leistungsgolfern eine entscheidende Rolle für den "richtigen" Schlag ins Grün bedeuten.

Kleiner Nachtrag: der empfohlene Mindestabstand von vier Schritten zur Grünkante wird hier übrigens auch immer eingehalten - daran könnten sich "über-engagierte" Spielleitungen übrigens auch in den Amateur-Wettspielen orientieren 😉 (tk)
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Passend zur aktuell laufenden U.S. Open in Torrey Pines werden von der USGA immer für jeden Tag die dann gültigen Lochpositionen veröffentlicht. Doch was hat es damit auf sich - was verbirgt sich hinter dem Muster und den Zahlen?

Generell ist dort ein Abbild des Grünkomplexes inkl. der angrenzenden Bunker schematisch dargestellt. Das darüber gelegten Koordinatenmuster definiert jeweils 5 Yards Abschnitte. Die beiden Punkte (Referenzpunkt) vor und hinter dem Grün trennen das Grün in der Mitte in einen rechten und linken Bereich und definieren die auch ausgewiesen Green Depth. Dabei ist zu beachten, das hierfür die virtuelle Spiellinie des jeweils gedachten Annäherungsschlag als Basis zu Grunde gelegt wird. Dabei ist auch gut erkennen, dass der vorderste Punkt an der vorderen Kante (ebenso hinten) des gesamten Grüns liegt - also nicht unbedingt immer direkt an der Vorderkante in der Mitte des Grüns (siehe zum Beispiel am Grün 3).

Wird ein Grün von verschiedenen Tee-Boxen angespielt, so ist dieses im Fall der U.S. Open noch einmal extra ausgewiesen. So wird am ersten Tag Grün 16 zum Beispiel von der linken Tee-Box gespielt - dementsprechend liegt auch der Referenzpunkt und das Koordinatensystem aus dieser Richtung.

Und letztendlich ist auf dieser Matrix dann für jeden Tag die jeweilige Lochposition eingezeichnet. Dieser Wert wird in Schritten von vorne und senkrecht dazu in Schritten zur nächstgelegenen Grünkante ausgewiesen - also am ersten Grün zum Beispiel 6 Schritte von vorne und 5 Schritte zur rechten Grünkante. (Exkurs: ohne grafische Darstellung findet man bei manchen Wettspielen stattdessen auch auf der Scorekarte aufgedruckt 6 / 5R). 

Und warum das alles?

Anhand dieser Einteilung können Spieler und Caddie den Schlag ins Grün exakt planen. Neben der Länge zur Fahne (Balllage bis Grünanfang aus dem Birdiebook + Tiefe der Lochposition im Grün) können weitere entscheidende Faktoren genutzt werden. Wie nah liegt das Loch an der Grünkante, wieviel Platz hat man vor / hinter dem Loch, wieweit liegt das Loch von Bunkern entfernt , wo ist bei einem Fehlschlag der beste Landebereich - alles Informationen, die für das Spiel von guten Amateuren oder Leistungsgolfern eine entscheidende Rolle für den richtigen Schlag ins Grün bedeuten.

Kleiner Nachtrag: der empfohlene Mindestabstand von vier Schritten zur Grünkante wird hier übrigens auch immer eingehalten - daran könnten sich über-engagierte Spielleitungen übrigens auch in den Amateur-Wettspielen orientieren 😉 (tk)

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Alex, wären doch gute Lochpositionen für den DGL Spieltag am Sonntag! 😝😳

Ich bin nachher bei den Greenkeepern und gebe Ihnen dann schon mal diesen Zettel 🤣😂

Ich würde mir wünschen das man das jeden Tag hat. Der Aufwand sollte nicht zu groß sein, nach dem neu Stechen das kurz auszumessen. Meistens bleiben sie Fahnen ja auch 2-3 Tage so.

Hab das Video auf YT gesehen wieviel Leute dafür zuständig sind! Krank

1 Monat her
Golf Rules

Gleiche Definition wie gestern - allerdings ein etwas anderer loser hinderlicher Naturstoff und die Frage, ob dieser am Ball anhaftet und damit nicht entfernt werden dürfte.

Nein, denn auch hierzu gibt es eine Interpretation: obwohl tote Insekten an einem Ball haften können, gelten lebende Insekten nie als an einem Ball haftend, gleich ob sie sich bewegen oder nicht. Deshalb sind lebende Insekten auf einem Ball lose hinderliche Naturstoffe. (tk)
... MehrWeniger

Gleiche Definition wie gestern - allerdings ein etwas anderer loser hinderlicher Naturstoff und die Frage, ob dieser am Ball anhaftet und damit nicht entfernt werden dürfte.

Nein, denn auch hierzu gibt es eine Interpretation: obwohl tote Insekten an einem Ball haften können, gelten lebende Insekten nie als an einem Ball haftend, gleich ob sie sich bewegen oder nicht. Deshalb sind lebende Insekten auf einem Ball lose hinderliche Naturstoffe. (tk)
1 Monat her
Golf Rules

Mal wieder was aus den Definitionen - die losen hinderlichen Naturstoffe. Hierzu zählen unbefestigte natürliche Gegenstände, zum Beispiel
- Steine, loses Gras, Blätter, Zweige und Stöcke,
- tote Tiere und tierische Abfälle,
- Würmer, Insekten und ähnliche Tiere, die leicht entfernt werden können und die Hügel oder Netze, die sie bauen (zum Beispiel Aufgeworfenes von Würmern und Ameisenhügel), sowie
- Klumpen aus fester Erde (einschließlich Pfropfen aus Bodenbelüftungslöchern).

Solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie befestigt sind oder wachsen, fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder am Ball anhaften.

Aber beachte - Sand und loser Boden sind keine losen hinderlichen Naturstoffe. Sand darf insofern nur auf dem Grün und nicht im Gelände entfernt werden. Hier gilt nach R.8.1a(4), dass das Entfernen oder Niederdrücken von Sand oder losem Erdreich eine unerlaubte Handlung ist. (tk)
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Mal wieder was aus den Definitionen - die losen hinderlichen Naturstoffe. Hierzu zählen unbefestigte natürliche Gegenstände, zum Beispiel 
- Steine, loses Gras, Blätter, Zweige und Stöcke, 
- tote Tiere und tierische Abfälle, 
- Würmer, Insekten und ähnliche Tiere, die leicht entfernt werden können und die Hügel oder Netze, die sie bauen (zum Beispiel Aufgeworfenes von Würmern und Ameisenhügel), sowie
- Klumpen aus fester Erde (einschließlich Pfropfen aus Bodenbelüftungslöchern).

Solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie befestigt sind oder wachsen, fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder am Ball anhaften. 

Aber beachte - Sand und loser Boden sind keine losen hinderlichen Naturstoffe. Sand darf insofern nur auf dem Grün und nicht im Gelände entfernt werden. Hier gilt nach R.8.1a(4), dass das Entfernen oder Niederdrücken von Sand oder losem Erdreich eine unerlaubte Handlung ist. (tk)
1 Monat her
Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag wird aber auch umgekehrt ein Schuh draus - insbesondere im Lochwettspiel ist dieses ein legitimes und probates Mittel ein Loch für sich zu entscheiden (s. hierzu auch die gestrigen Kommentare).

In der Interpretation I18.3c(2)/3 "Gegner oder ein anderer Spieler darf entgegen der Bitte des Spielers nach dem Ball des Spielers suchen" heißt es, dass selbst wenn der Spieler es vorzieht, mit einem provisorischen Ball das Spiel des Lochs fortzusetzen, ohne nach dem ursprünglichen Ball zu suchen, dürfen der Gegner oder ein anderer Spieler im Zählspiel nach dem ursprünglichen Ball des Spielers suchen, solange dies das Spiel nicht unangemessen verzögert. Wird der ursprüngliche Ball des Spielers gefunden, während er noch im Spiel ist, muss der Spieler den provisorischen Ball aufgeben (Regel 18.3c(3)).

Beispiel: Auf einem Par 3 – Loch landet der Abschlag des Spielers in dichtem Buschwerk.
Der Spieler spielt einen provisorischen Ball, der in der Nähe des Lochs zur Ruhe kommt. In Anbetracht dieser Situation möchte der Spieler den ursprünglichen Ball nicht finden und geht direkt zu seinem provisorischen Ball, um damit weiter zu spielen. Der Gegner des Spielers oder ein anderer Spieler im Zählspiel glaubt, es wäre von Vorteil für ihn, wenn der ursprüngliche Ball gefunden würde, daher beginnt er danach zu suchen.

Wenn er den ursprünglichen Ball findet, bevor der Spieler einen weiteren Schlag mit dem provisorischen Ball macht, muss der Spieler den provisorischen Ball aufgeben und mit dem ursprünglichen Ball weiterspielen. Macht der Spieler jedoch einen weiteren Schlag mit dem provisorischen Ball, bevor der ursprüngliche Ball gefunden wird, wird der provisorische Ball zum Ball im Spiel, da er näher zum Loch war als die Stelle, an der der ursprüngliche Ball sich mutmaßlich befand (Regel 18.3c(2)).

Ist der provisorische Ball des Spielers im Lochspiel näher zum Loch als der Ball des Gegners, darf der Gegner den Schlag für ungültig erklären und den Spieler in der richtigen Reihenfolge spielen lassen (Regel 6.4a). Den Schlag für ungültig zu erklären würde den Status des ursprünglichen Balls, der nicht mehr im Spiel ist, jedoch nicht ändern.

Klingt vielleicht hart und nach der gestrigen Diskussion ein bißchen "unfair" - ist aber durch das Regelwerk durchaus zulässig... (tk)
... MehrWeniger

Ergänzend zum gestrigen Beitrag wird aber auch umgekehrt ein Schuh draus - insbesondere im Lochwettspiel ist dieses ein legitimes und probates Mittel ein Loch für sich zu entscheiden (s. hierzu auch die gestrigen Kommentare).

In der Interpretation I18.3c(2)/3 Gegner oder ein anderer Spieler darf entgegen der Bitte des Spielers nach dem Ball des Spielers suchen heißt es, dass selbst wenn der Spieler es vorzieht, mit einem provisorischen Ball das Spiel des Lochs fortzusetzen, ohne nach dem ursprünglichen Ball zu suchen, dürfen der Gegner oder ein anderer Spieler im Zählspiel nach dem ursprünglichen Ball des Spielers suchen, solange dies das Spiel nicht unangemessen verzögert. Wird der ursprüngliche Ball des Spielers gefunden, während er noch im Spiel ist, muss der Spieler den provisorischen Ball aufgeben (Regel 18.3c(3)).

Beispiel: Auf einem Par 3 – Loch landet der Abschlag des Spielers in dichtem Buschwerk. 
Der Spieler spielt einen provisorischen Ball, der in der Nähe des Lochs zur Ruhe kommt. In Anbetracht dieser Situation möchte der Spieler den ursprünglichen Ball nicht finden und geht direkt zu seinem provisorischen Ball, um damit weiter zu spielen. Der Gegner des Spielers oder ein anderer Spieler im Zählspiel glaubt, es wäre von Vorteil für ihn, wenn der ursprüngliche Ball gefunden würde, daher beginnt er danach zu suchen.

Wenn er den ursprünglichen Ball findet, bevor der Spieler einen weiteren Schlag mit dem provisorischen Ball macht, muss der Spieler den provisorischen Ball aufgeben und mit dem ursprünglichen Ball weiterspielen. Macht der Spieler jedoch einen weiteren Schlag mit dem provisorischen Ball, bevor der ursprüngliche Ball gefunden wird, wird der provisorische Ball zum Ball im Spiel, da er näher zum Loch war als die Stelle, an der der ursprüngliche Ball sich mutmaßlich befand (Regel 18.3c(2)).

Ist der provisorische Ball des Spielers im Lochspiel näher zum Loch als der Ball des Gegners, darf der Gegner den Schlag für ungültig erklären und den Spieler in der richtigen Reihenfolge spielen lassen (Regel 6.4a). Den Schlag für ungültig zu erklären würde den Status des ursprünglichen Balls, der nicht mehr im Spiel ist, jedoch nicht ändern.

Klingt vielleicht hart und nach der gestrigen Diskussion ein bißchen unfair - ist aber durch das Regelwerk durchaus zulässig... (tk)

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1) busch 2) hole in one direkt mal ne 3 notieren auf dem weg finden die mitspieler den ball. lol

Diese Situation an Loch 2 und es werden noch lange 16 Löcher gemeinsames Golf …

Grundsätzlich darf der Spieler seinen Ball überall nach Regel 19 für unspielbar halten, außer in der PA - weiter mit Regel 17.1 Verfährt der Spieler nach Regel 19.2a muss der Ball nicht gefunden werden - weiter mit Regel 14.6. Verfährt der Spieler unter einer der Möglichkeiten der 19.2b oder 19.2c muss der Ball gefunden (und identifiziert) werden.

Ist es nicht so, dass ich als Spieler jeden von mir gespielten Ball als "unspielbar" erklären darf (außer Ball im Aus oder Penalty Area)? Also selbst einen Ball, der mitten auf dem Fairway sichtbar liegt dürfte ich doch, wenn ich denn unbedingt will, als unspielbar erklären. Oder?

1 Monat her
Golf Rules

Diese Frage hatten wir am letzten Wochenende auf der Terrasse - und es war nicht das erste Mal, dass es hierzu durchaus unterschiedliche Einschätzungen gibt. Insofern lassen wir Interpretation I18.3c(2)/2 "Spieler darf Andere bitten, nicht nach seinem ursprünglichen Ball zu suchen" sprechen:

Beabsichtigt ein Spieler nicht nach seinem ursprünglichen Ball zu suchen, weil er lieber mit dem provisorischen Ball das Spiel fortsetzen möchte, darf der Spieler Andere bitten, nicht zu suchen, aber diese sind nicht verpflichtet, der Bitte nachzukommen.

Wird ein Ball gefunden, muss der Spieler mit vertretbarem Aufwand den Ball identifizieren, vorausgesetzt, dass er nicht schon den provisorischen Ball von einer Stelle gespielt hat, die näher zum Loch ist als die geschätzte Stelle, an der sich der ursprüngliche Ball mutmaßlich befand. In diesem Fall wäre der provisorische Ball zum Ball im Spiel geworden. Wurde der provisorische Ball noch nicht zum Ball im Spiel, nachdem ein anderer Ball gefunden wurde, kann die Weigerung, mit vertretbarem Aufwand den Ball zu identifizieren, als schwerwiegender Verstoß gegen den „spirit of the game“ angesehen werden (Regel 1.2a).

Nachdem der andere Ball gefunden wurde, dann aber der provisorische Ball von einer Stelle gespielt wurde, die näher zum Loch war als die des anderen Balls, und es sich herausstellt, dass der andere Ball der ursprüngliche Ball des Spielers war, war der Schlag nach dem provisorischen Ball tatsächlich ein Schlag nach einem falschen Ball (Regel 6.3c). Der Spieler zieht sich die Grundstrafe zu und muss im Zählspiel den Fehler berichtigen, indem er mit dem ursprünglichen Ball weiter spielt. (tk)
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Diese Frage hatten wir am letzten Wochenende auf der Terrasse - und es war nicht das erste Mal, dass es hierzu durchaus unterschiedliche Einschätzungen gibt. Insofern lassen wir Interpretation I18.3c(2)/2 Spieler darf Andere bitten, nicht nach seinem ursprünglichen Ball zu suchen sprechen:

Beabsichtigt ein Spieler nicht nach seinem ursprünglichen Ball zu suchen, weil er lieber mit dem provisorischen Ball das Spiel fortsetzen möchte, darf der Spieler Andere bitten, nicht zu suchen, aber diese sind nicht verpflichtet, der Bitte nachzukommen.

Wird ein Ball gefunden, muss der Spieler mit vertretbarem Aufwand den Ball identifizieren, vorausgesetzt, dass er nicht schon den provisorischen Ball von einer Stelle gespielt hat, die näher zum Loch ist als die geschätzte Stelle, an der sich der ursprüngliche Ball mutmaßlich befand. In diesem Fall wäre der provisorische Ball zum Ball im Spiel geworden. Wurde der provisorische Ball noch nicht zum Ball im Spiel, nachdem ein anderer Ball gefunden wurde, kann die Weigerung, mit vertretbarem Aufwand den Ball zu identifizieren, als schwerwiegender Verstoß gegen den „spirit of the game“ angesehen werden (Regel 1.2a).

Nachdem der andere Ball gefunden wurde, dann aber der provisorische Ball von einer Stelle gespielt wurde, die näher zum Loch war als die des anderen Balls, und es sich herausstellt, dass der andere Ball der ursprüngliche Ball des Spielers war, war der Schlag nach dem provisorischen Ball tatsächlich ein Schlag nach einem falschen Ball (Regel 6.3c). Der Spieler zieht sich die Grundstrafe zu und muss im Zählspiel den Fehler berichtigen, indem er mit dem ursprünglichen Ball weiter spielt. (tk)

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Genau diese Diskussion hatte ich auf der Terasse meines Clubs in Amsterdam dieses Wochenende! 😂

Ich empfinde die Aufforderung „nicht zu suchen“ absolut nicht mehr „Spirit of the Game“ mM nach ist es kein Wahlrecht , zu suchen oder nicht ! Es mag „regelgerecht“ sein , sich so zu verhalten , aber ich finde es unfair

Wie sieht es aus, wenn ich den ersten Ball gleich als unspielbar erklären (bevor ich ihn suche), und gar keinen prov. Ball spiele?

Ich würde einfach keinen provisorischen Ball spielen (oder besser formuliert wortlos einen neuen Ball spielen) wenn mir vom Ort des letzten Schlages die Situation aussichtslos erscheint. Somit wäre der zweite Ball, Ball im Spiel.

1 Monat her
Golf Rules

Und eine weitere Frage erreichte uns von Tim: "Letzte Woche habe ich auf einer Privatrunde einen Drive in einen Wald geschossen. Da ich das erste Mal auf der Bahn war, sah es für mich aus, als wäre das Ball wahrscheinlich im Gelände verloren. Ich habe dann einen provisorischen Ball auf das Fairway gespielt. Auf dem Weg zum Fairway sehe ich dann erst, dass der Wald gar kein Gelände sondern eine rote Penalty-Area ist. In diesem Fall hätte ich den provisorischen Ball ja gar nicht spielen dürfen. Wie ist hier korrekt zu verfahren? Provisorischen Ball aufnehmen und dann mit einem Strafschlag am Kreuzungspunkt zur roten Penalty Area innerhalb einer Schlägerlänge droppen? Etwas unglücklich, wenn man die Penalty Area vorher nicht einsehen kann bzw. nicht kennt."

Zunächst einmal legt R18.3a fest, wann das Spielen eines provisorischen Balles erlaubt ist. Um Zeit zu sparen nämlich dann, wenn ein Ball außerhalb einer Penalty Area verloren oder Aus sein könnte. Bei der Entscheidung, ob ein Spieler einen provisorischen Ball spielen darf, wird nur die Information berücksichtigt, die dem Spieler zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung steht. Also Antwort auf Frage 1 - das Spielen eines provisorischen Balls war zulässig, da Tim ja nicht wusste, dass sich dort eine Penalty Area befindet.

Jetzt kommen wir zum Teil zwei der Frage, wie es denn dann weiter geht. Der provisorische Ball ist aufzugeben, wenn der ursprüngliche Ball in einer Penalty Area gefunden wird oder es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er in einer Penalty Area ist. Der Spieler muss den ursprünglichen Ball entweder spielen, wie er liegt oder Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen (s. R18.3c(3)). (tk)
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Und eine weitere Frage erreichte uns von Tim: Letzte Woche habe ich auf einer Privatrunde einen Drive in einen Wald geschossen. Da ich das erste Mal auf der Bahn war, sah es für mich aus, als wäre das Ball wahrscheinlich im Gelände verloren. Ich habe dann einen provisorischen Ball auf das Fairway gespielt. Auf dem Weg zum Fairway sehe ich dann erst, dass der Wald gar kein Gelände sondern eine rote Penalty-Area ist. In diesem Fall hätte ich den provisorischen Ball ja gar nicht spielen dürfen. Wie ist hier korrekt zu verfahren? Provisorischen Ball aufnehmen und dann mit einem Strafschlag am Kreuzungspunkt zur roten Penalty Area innerhalb einer Schlägerlänge droppen? Etwas unglücklich, wenn man die Penalty Area vorher nicht einsehen kann bzw. nicht kennt.

Zunächst einmal legt R18.3a fest, wann das Spielen eines provisorischen Balles erlaubt ist. Um Zeit zu sparen nämlich dann, wenn ein Ball außerhalb einer Penalty Area verloren oder Aus sein könnte. Bei der Entscheidung, ob ein Spieler einen provisorischen Ball spielen darf, wird nur die Information berücksichtigt, die dem Spieler zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung steht. Also Antwort auf Frage 1 - das Spielen eines provisorischen Balls war zulässig, da Tim ja nicht wusste, dass sich dort eine Penalty Area befindet.

Jetzt kommen wir zum Teil zwei der Frage, wie es denn dann weiter geht. Der provisorische Ball ist aufzugeben, wenn der ursprüngliche Ball in einer Penalty Area gefunden wird oder es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er in einer Penalty Area ist. Der Spieler muss den ursprünglichen Ball entweder spielen, wie er liegt oder Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen (s. R18.3c(3)). (tk)