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10 Stunden her

Golf Rules

Wie kann man eigentlich aus einem Hemmnis Boden in Ausbesserung und damit Ungewöhnliche Platzverhältnisse machen? Indem man die Bereiche, in denen die Hemmnisse liegen, mit weißer Farbe markiert und eine entsprechende Platzregel vorgibt. Aber warum? Nun da können wir leider auch nicht weiterhelfen.

Mir eilt ja auch der Ruf voraus, dass ich gerne zur Sprühdose greife und viele Bereiche bei der Vorbereitung eines Wettspiels mit Linien markiere. Gedanklich ist dieses damit verbunden dem Spieler eindeutig die Grenzen vom Aus oder Penalty Area aufzuzeigen bzw. bestimmte Bereiche des Platzes als Boden in Ausbesserung zu markieren. Aber es sogar bei mir "Grenzen".

Unser Leser Manfred mailte uns diese beiden Schnappschüsse von einem Golfausflug. Und ehrlich gesagt erschließt sich der Mehrwert dieser Markierungen nicht genau, denn egal ob Hemmnis oder Boden in Ausbesserung - straflose Erleichterung wird dem Spieler nach Regel R16.1 "Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" gewährt.

Oder habt Ihr eine Idee, welche Beweggründe die Spielleitung bei diesen Markierungen (immerhin eine 36-Loch-Anlage) gehabt haben könnte? (tk)
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Wie kann man eigentlich aus einem Hemmnis Boden in Ausbesserung und damit Ungewöhnliche Platzverhältnisse machen? Indem man die Bereiche, in denen die Hemmnisse liegen, mit weißer Farbe markiert und eine entsprechende Platzregel vorgibt. Aber warum? Nun da können wir leider auch nicht weiterhelfen.

Mir eilt ja auch der Ruf voraus, dass ich gerne zur Sprühdose greife und viele Bereiche bei der Vorbereitung eines Wettspiels mit Linien markiere. Gedanklich ist dieses damit verbunden dem Spieler eindeutig die Grenzen vom Aus oder Penalty Area aufzuzeigen bzw. bestimmte Bereiche des Platzes als Boden in Ausbesserung zu markieren. Aber es sogar bei mir Grenzen.   

Unser Leser Manfred mailte uns diese beiden Schnappschüsse von einem Golfausflug. Und ehrlich gesagt erschließt sich der Mehrwert dieser Markierungen nicht genau, denn egal ob Hemmnis oder Boden in Ausbesserung - straflose Erleichterung wird dem Spieler nach Regel R16.1 Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) gewährt.

Oder habt Ihr eine Idee, welche Beweggründe die Spielleitung bei diesen Markierungen (immerhin eine 36-Loch-Anlage) gehabt haben könnte? (tk)Image attachment

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Saisonende, da müssen die Sprühdosen aufgebraucht werden! 🤪

Vielleicht wird die Anlage für den Winter fit gemacht und es soll sichergestellt werden das keiner bei der Tiefenlockern mit den langen Dornen diese Stellen überfährt ?

Ich finde auch dass man nicht alles sprühen sollte.Wir müssen endlich wieder verstehen ,dass wir in der Natur spielen und nicht jedes Fleckchen ein Boden in Ausbesserung oder Ungewöhnlich beschaffener Boden ist.Spielen wie der Ball liegt,dort müssen wir wieder hin.

Vielerorts wurden alle Hemmnisse markiert für die Greenkeeper, damit sie beim aerifizieren nicht ihre Geräte kaputt machen.

Signal an die Greenkeeper beim Lochen da nicht drüber zu fahren damit man es vom Fahrzeug aus siejt

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1 Tag her

Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag hier ein Bild von einem Umstand, welcher mit größerer Wahrscheinlichkeit in einem Bunker anzutreffen ist. Kaninchen haben in diesem Beispiel Löcher in die Bunkerwand gegraben und der missratene Schlag rollt über das Grün und kommt direkt in der Nähe der Bunkerkante im Sand zur Ruhe. Der Spieler bat in diesem Fall um straflose Erleichterung nach R16 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse", da sich das Tierloch direkt in seiner Spiellinie befand.

Doch erinnern wir uns noch einmal an die Situationen, in denen nach dieser Regel Erleichterung zu lässig ist: der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen definitiv nicht und auch der beabsichtigte Stand ist in diesem Fall nicht beeinträchtigt.

Aber - und das war die Hand, die ich dem Spieler reichen konnte - der Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers wurde von dem losen Material, welches das Tier aus dem Loch gegraben hatte, beeinträchtigt. Und diese zählt nach der Definition "Tierloch" ebenso zu der Beeinträchtigung, wie das Loch selber.

Dabei ist zu beachten, dass diese Definition auch jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen, oder jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde, mit einschließen.

Insofern noch mal der Tipp - ab und zu einmal in die Definitionen der Golfregeln schauen kann hier und da auch helfen... (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag hier ein Bild von einem Umstand, welcher mit größerer Wahrscheinlichkeit in einem Bunker anzutreffen ist. Kaninchen haben in diesem Beispiel Löcher in die Bunkerwand gegraben und der missratene Schlag rollt über das Grün und kommt direkt in der Nähe der Bunkerkante im Sand zur Ruhe. Der Spieler bat in diesem Fall um straflose Erleichterung nach R16 Ungewöhnliche Platzverhältnisse, da sich das Tierloch direkt in seiner Spiellinie befand. 

Doch erinnern wir uns noch einmal an die Situationen, in denen nach dieser Regel Erleichterung zu lässig ist: der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen definitiv nicht und auch der beabsichtigte Stand ist in diesem Fall nicht beeinträchtigt. 

Aber - und das war die Hand, die ich dem Spieler reichen konnte - der Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers wurde von dem losen Material, welches das Tier aus dem Loch gegraben hatte, beeinträchtigt. Und diese zählt nach der Definition Tierloch ebenso zu der Beeinträchtigung, wie das Loch selber. 

Dabei ist zu beachten, dass diese Definition auch jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen, oder jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde, mit einschließen.

Insofern noch mal der Tipp - ab und zu einmal in die Definitionen der Golfregeln schauen kann hier und da auch helfen... (tk)

2 Tage her

Golf Rules

Tierlöcher im Bunker - warum nicht...

In diesem Beispiel hat ein Maulwurf seinen Auswurf im Bunker hinterlassen. Lt. Definition handelt es sich um ein "Tierloch" und damit um "Ungewöhnliche Platzverhältnisse" - der Spieler hat damit Anspruch auf das Erleichterungsverfahren nach R16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker", wenn die Balllage, der beabsichtigte Stand oder der Raum des beabsichtigten Schwungs beeinträchtigt ist.

Der Spieler hat die Optionen der Erleichterung den Ball straflos aus dem Bunker zu spielen (s. R16.1c(1)), wobei der der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen müssen, oder mit einem Strafschlag den Ball außerhalb des Bunkers "auf der Linie zurück" zu droppen (s. R16.1c(2)).

Bei dem Erleichterungsverfahren ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Spielleitung eine Platzregel erlassen darf, die Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagt, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist (Musterplatzregel F-6). (tk)
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Tierlöcher im Bunker - warum nicht...

In diesem Beispiel hat ein Maulwurf seinen Auswurf im Bunker hinterlassen. Lt. Definition handelt es sich um ein Tierloch und damit um Ungewöhnliche Platzverhältnisse - der Spieler hat damit Anspruch auf das Erleichterungsverfahren nach R16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker, wenn die Balllage, der beabsichtigte Stand oder der Raum des beabsichtigten Schwungs beeinträchtigt ist.

Der Spieler hat die Optionen der Erleichterung den Ball straflos aus dem Bunker zu spielen (s. R16.1c(1)), wobei der der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen müssen, oder mit einem Strafschlag den Ball außerhalb des Bunkers auf der Linie zurück zu droppen (s. R16.1c(2)). 

Bei dem Erleichterungsverfahren ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Spielleitung eine Platzregel erlassen darf, die Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagt, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist (Musterplatzregel F-6). (tk)

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Sind es nicht 2 Strafschläge bei außerhalb des Bunkers droppen ?🤔

3 Tage her

Golf Rules

Und in unserem Vierteiler von ungewöhnlichen "Balllagen" kommen wir dann abschließend zu dieser Lage. Unglücklicherweise kommt der Ball (leider einen Tag "zu spät") auf dem Grün auf einem Lochpfropfen zur Ruhe.

Aber kein Problem, denn lt. R13.1c "Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind" darf ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Dieses darf er aber nur mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und ohne das Spiel unangemessen zu verzögern (siehe Regel 5.6a) durchführen.

Und der Begriff „Schäden auf dem Grün“ bedeutet jeglichen Schaden, verursacht durch eine Person oder einen äußeren Einfluss, zum Beispiel
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee) und auch
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden

Insofern ist es zwar ärgerlich das "Hole-In-One" um einen Tag verpasst zu haben - eine mögliche Benachteiligung aus der Balllage kann jedoch ausgebessert werden... (tk)
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Und in unserem Vierteiler von ungewöhnlichen Balllagen kommen wir dann abschließend zu dieser Lage. Unglücklicherweise kommt der Ball (leider einen Tag zu spät) auf dem Grün auf einem Lochpfropfen zur Ruhe.

Aber kein Problem, denn lt. R13.1c Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind darf ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Dieses darf er aber nur mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und ohne das Spiel unangemessen zu verzögern (siehe Regel 5.6a) durchführen.

Und der Begriff „Schäden auf dem Grün“ bedeutet jeglichen Schaden, verursacht durch eine Person oder einen äußeren Einfluss, zum Beispiel 
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee) und auch 
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden

Insofern ist es zwar ärgerlich das Hole-In-One um einen Tag verpasst zu haben - eine mögliche Benachteiligung aus der Balllage kann jedoch ausgebessert werden... (tk)

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Das hatte ich mind. 10mal. Das der Ball auf dem Loch des Vortrages liegen blieb.

4 Tage her

Golf Rules

Ergänzend zu den beiden Beiträgen aus der Rubrik" Balllagen, die die Welt nicht braucht" hier ein weiteres unschönes Beispiel aus dem selben Wettspiel. In diesem Fall hat der Spieler seinen Ball zwar perfekt auf das Fairway platziert, der Ball kommt aber inmitten einem Divotloch zur Ruhe.

Es handelt sich in diesem Fall auch nicht um ungewöhnliche Platzverhältnisse, so dass auch eine Musterplatzregel, die dem Spieler Erleichterung von dieser Balllage gibt, unzulässig wäre.

Der Ball ist in diesem Fall zu spielen, wie dieser liegt - es gibt keine Erleichterung für die Balllage. (tk)
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Ergänzend zu den beiden Beiträgen aus der Rubrik Balllagen, die die Welt nicht braucht hier ein weiteres unschönes Beispiel aus dem selben Wettspiel. In diesem Fall hat der Spieler seinen Ball zwar perfekt auf das Fairway platziert, der Ball kommt aber inmitten einem Divotloch zur Ruhe.

Es handelt sich in diesem Fall auch nicht um ungewöhnliche Platzverhältnisse, so dass auch eine Musterplatzregel, die dem Spieler Erleichterung von dieser Balllage gibt, unzulässig wäre.

Der Ball ist in diesem Fall zu spielen, wie dieser liegt - es gibt keine Erleichterung für die Balllage. (tk)

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Wobei das noch kein Divotloch ist. Das ist ja grad mal abgeschabt. Meistens sehen die ja richtig übel aus und sind fast halb so tief wie der Ball...

Wobei: wenn der Club die Platzregel in"Besserlegen auf dem gesamten Platz " raus gibt, dann geht es doch....??oder???

Auf den Fairway sollte ein droppen mit einer Schläger länge weg von der Fahne erlaub werden.

Also so schlecht ist die Lage auch wieder nicht😅

Einer der (ehemals) wichtigsten Grundsätze im Golf ist „spiele den Ball wie er liegt“. Ein häufiger gelungener Schlag aus solchen Lagen ist eben auch einer der Unterschiede zwischen Scratch-Golfern und Hcp 54. Ps: alles wird bei Tiger und Co. abgeschaut und nachgemacht - Kleidung, Ausrüstung, Trackman, Schlag- und Puttvorbereitung - nur eben leider nicht das entfernen von Pitchmarken und Divots…

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5 Tage her

Golf Rules

Ergänzend zu dem gestrigen Beitrag ist folgende Balllage aber noch ärgerlicher, denn der Ball befindet sich im Aus.

Bzgl. der Kennzeichnung gilt: wird Aus durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet, ist die Platzseite der Linie die Ausgrenze und die Linie selbst liegt im Aus. Wird eine Linie auf dem Boden zur Kennzeichnung der Ausgrenze verwendet, können Pfähle benutzt werden, um die Grenze anzuzeigen, aber sie haben keine andere Bedeutung.

Und bzgl. der Balllage ist R18.2a(2) "Wann der Ball verloren oder Aus ist / Wann ein Ball im Aus ist" heißt es: ein ruhender Ball ist erst im Aus, wenn er
vollständig außerhalb der Ausgrenze des Platzes liegt. Ein Ball liegt auf dem Platz, wenn er mindestens zum Teil darin liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) innerhalb der Ausgrenze berührt oder sich oberhalb der Ausgrenze oder eines anderen Teils des Platzes befindet.

Der Spieler lies sich auf Nachfrage mit einem Blick ins Regelbuch und dem passenden Diagramm aus Regel 18.2 "überzeugen" und setzte das Spiel mit dem provisorischen Ball fort. Tja, manchmal sind wenige Zentimeter entscheidend... (tk)
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Ergänzend zu dem gestrigen Beitrag ist folgende Balllage aber noch ärgerlicher, denn der Ball befindet sich im Aus. 

Bzgl. der Kennzeichnung gilt: wird Aus durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet, ist die Platzseite der Linie die Ausgrenze und die Linie selbst liegt im Aus. Wird eine Linie auf dem Boden zur Kennzeichnung der Ausgrenze verwendet, können Pfähle benutzt werden, um die Grenze anzuzeigen, aber sie haben keine andere Bedeutung.

Und bzgl. der Balllage ist R18.2a(2) Wann der Ball verloren oder Aus ist / Wann ein Ball im Aus ist heißt es: ein ruhender Ball ist erst im Aus, wenn er
vollständig außerhalb der Ausgrenze des Platzes liegt. Ein Ball liegt auf dem Platz, wenn er mindestens zum Teil darin liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) innerhalb der Ausgrenze berührt oder sich oberhalb der Ausgrenze oder eines anderen Teils des Platzes befindet.

Der Spieler lies sich auf Nachfrage mit einem Blick ins Regelbuch und dem passenden Diagramm aus Regel 18.2 überzeugen und setzte das Spiel mit dem provisorischen Ball fort. Tja, manchmal sind wenige Zentimeter entscheidend... (tk)

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Frage: wäre der Ball auf dem Platz, wenn ein Ast/Grashalm ihn vom vom Platz aus berührt?

Wieso ist dieser Ball im Aus? Ich davon aus, das ich in Spielrichtung schaue. Der Ball berührt die Linie und die Linie ist noch nicht aus. Damit berührt er einen Teil des Platzes? 🤔 Oder sehe ich das falsch?

Welchen Wert haben in einem solchen Fall, in dem der Verantwortliche offensichtlich besoffen die Linie gezogen hat, noch die weißen Aus-Pfosten? Denn diese widersprechen dem Linienverlauf in mehreren Bereichen doch ganz eindeutig! "Im Zweifel für die Linie!"?

6 Tage her

Golf Rules

Manchmal hat man kein Glück und dann kommt meistens auch noch Pech dazu - exemplarisch ausgedrückt auf dem beigefügten Foto eines Balles, der in einer Spielverbotszone zur Ruhe gekommen war.

In diesem Fall war die Grenze der Penalty Area sowohl durch Pfähle und eine Linie gekennzeichnet. Dann gilt: wenn sie durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist, ist die Grenze der Penalty Area die äußere Kante der Linie und die Linie selbst befindet sich in der Penalty Area.

Und da es sich in diesem Fall um eine Spielverbotszone in der Penalty Area handeltet, musste der Spieler nach R17.1e "Bei Beeinträchtigung durch eine Spielverbotszone innerhalb einer Penalty Area muss Erleichterung in Anspruch genommen werden" handeln. Dem Spieler war es nicht gestattet, den Ball zu spielen, wie er liegt, und er musste Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen. (tk)
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Manchmal hat man kein Glück und dann kommt meistens auch noch Pech dazu - exemplarisch ausgedrückt auf dem beigefügten Foto eines Balles, der in einer Spielverbotszone zur Ruhe gekommen war.

In diesem Fall war die Grenze der Penalty Area sowohl durch Pfähle und eine Linie gekennzeichnet. Dann gilt: wenn sie durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist, ist die Grenze der Penalty Area die äußere Kante der Linie und die Linie selbst befindet sich in der Penalty Area.

Und da es sich in diesem Fall um eine Spielverbotszone in der Penalty Area handeltet, musste der Spieler nach R17.1e Bei Beeinträchtigung durch eine Spielverbotszone innerhalb einer Penalty Area muss Erleichterung in Anspruch genommen werden handeln. Dem Spieler war es nicht gestattet, den Ball zu spielen, wie er liegt, und er musste Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen. (tk)

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Da ist sie wieder, meine geliebte SpVZ🙄. So wie es dort aussieht wäre der Ball noch recht gut spielbar gewesen, muss aber mit Strafschlag aufgegeben werden. Ein Paradebeispiel für alle Platz- und Spielausschüsse, die meinen Spielverbotszonen wären eine gute und faire Lösung für ihre Probleme.

Ein bisschen Polemik am frühen Morgen: Dieser Ball wird - wenn der Pfahl wenigstens ein bewegliches Hemmnis ist - in 90% der Fälle gespielt wie er liegt. Außer bei den Pros…

Ludmila Jemelkova 👍

Auf dem Bild sieht es so aus als ob der Ball die Linie noch berührt. Also noch nicht vollständig in der Verbotszone liegt.

1 Woche her

Golf Rules

Manchmal gerät man beim Golf im wahrsten Sinne des Wortes in die Scheiße. So auch hier in der Lage unseres Bildes. Zunächst ist Tierkot - in welcher Form auch immer - etwas, vor dem sich viele Spieler ekeln - auch, weil er nach einem Schlag gern auf Kleidung und/ oder Haut des Spielers wiederzufinden ist.

Damit das nicht sein muss, gibt es die Möglichkeit eine entsprechende Platzregel zu erlassen, Musterplatzregel MPR F-12:

"F-12 Tierkot

Zweck: Der Kot eines Vogels oder eines anderen Tiers ist ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf.
Gibt es jedoch Bedenken über die Auswirkungen des Kots auf ein faires Spiel, darf die Spielleitung den Spielern die Möglichkeit einräumen, Kot als Boden in Ausbesserung zu behandeln, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.

Wird der Kot als Boden in Ausbesserung behandelt, ergibt dies nicht unbedingt vollständige Erleichterung. Liegt ein Ball auf dem Grün, darf die Spielleitung den Spielern auch erlauben, eine Grünrute/Peitsche oder ähnliches Platzpflegegerät zu verwenden, um den Kot straflos von der Spiellinie zu entfernen. Dies gilt auch, wenn dies die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verbessert.

Musterplatzregel F-12
„Nach Wahl des Spielers darf Kot von [Kot beschreiben, von dem Erleichterung zulässig ist, zum Beispiel Gänsekot, Hundekot] behandelt werden als
• ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf, oder
• Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.
[Kommt der Kot auf dem Grün vor, darf der Spieler auch eine neben dem Grün liegende Grünrute oder Peitsche verwenden, um den Kot von der Spiellinie zu entfernen. Verbessern
sich dadurch die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, fällt keine Strafe
nach Regel 8.1a an.]
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen
die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“"

Ihr seht, die Aufgaben der Spielleitung zur Platzvorbereitung sind vielfältig. Damit man nicht anschließend über die Art des Tierkots diskutieren muss, empfehlen wir, diesen Begriff weit zu fassen, wir durften schon Diskussionen darüber erleben ob es nun Enten- oder Gänsekot war, von dem der Spieler Erleichterung haben wollte...
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Manchmal gerät man beim Golf im wahrsten Sinne des Wortes in die Scheiße. So auch hier in der Lage unseres Bildes. Zunächst ist Tierkot - in welcher Form auch immer - etwas, vor dem sich viele Spieler ekeln - auch, weil er nach einem Schlag gern auf Kleidung und/ oder Haut des Spielers wiederzufinden ist.

Damit das nicht sein muss, gibt es die Möglichkeit eine entsprechende Platzregel zu erlassen, Musterplatzregel MPR F-12:

F-12 Tierkot

Zweck: Der Kot eines Vogels oder eines anderen Tiers ist ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf.
Gibt es jedoch Bedenken über die Auswirkungen des Kots auf ein faires Spiel, darf die Spielleitung den Spielern die Möglichkeit einräumen, Kot als Boden in Ausbesserung zu behandeln, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.

Wird der Kot als Boden in Ausbesserung behandelt, ergibt dies nicht unbedingt vollständige Erleichterung. Liegt ein Ball auf dem Grün, darf die Spielleitung den Spielern auch erlauben, eine Grünrute/Peitsche oder ähnliches Platzpflegegerät zu verwenden, um den Kot straflos von der Spiellinie zu entfernen. Dies gilt auch, wenn dies die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verbessert.

Musterplatzregel F-12
„Nach Wahl des Spielers darf Kot von [Kot beschreiben, von dem Erleichterung zulässig ist, zum Beispiel Gänsekot, Hundekot] behandelt werden als
• ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf, oder
• Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.
[Kommt der Kot auf dem Grün vor, darf der Spieler auch eine neben dem Grün liegende Grünrute oder Peitsche verwenden, um den Kot von der Spiellinie zu entfernen. Verbessern
sich dadurch die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, fällt keine Strafe
nach Regel 8.1a an.]
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen
die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Ihr seht, die Aufgaben der Spielleitung zur Platzvorbereitung sind vielfältig. Damit man nicht anschließend über die Art des Tierkots diskutieren muss, empfehlen wir, diesen Begriff weit zu fassen, wir durften schon Diskussionen darüber erleben ob es nun Enten- oder Gänsekot war, von dem der Spieler Erleichterung haben wollte...

1 Woche her

Golf Rules

Wir haben schon öfter gesagt, dass es Spielformen gibt, die nicht wirklich kongruent mit den Golfregeln sind, so auch die, die unseren Kollegen und Leser der ersten Stunde Tim zur Frage brachte, wann ein Schlag eigentlich beendet ist:

In einem Vierer Auswahldrive liegt Spieler A mit seinem Ball am Fairwayrand, Spieler B Mitte Fairways aber zwischen einigen Maulwurfshaufen.

Es kam dabei die Frage auf, wann ein mögliches Erleichterungsverfahren nach R16 aufgrund der Maulwurfshaufen zu durchlaufen sei, vor oder nach der Entscheidung, welcher der beiden Bälle beim Auswahldrive zu spielen ist, im Kern ging es also um die Frage, wann der Schlag abgeschlossen ist und die Vorbereitung für den nächsten Schlag beginnt. Beim Vierer mit Auswahldrive schlagen beide Spieler (A&B) ab und entscheiden dann, welcher Ball - dann wechselweise - ins Loch gespielt wird. Die Entscheidung wird aufgrund der Balllage getroffen, Maulwurfshügel beeinträchtigten hier die Lage so, dass zumindest diskutiert wurde ob die Randlage nicht doch besser ist. Die Spieler kamen dann auf die Idee, dass man das ja auch nach einem Freedrop aufgrund von R16.1b klären könne, dann ginge es ja um die konkrete Lage. Ein anderer Spieler wandte ein, dass ginge nicht.

Da die Golfregeln explizit dazu nichts sagen, versuchen wir die Lösung über eine Analogie:

Würde es sich um ein strafbewehrtes Erleichterungsverfahren - zB Ball in einer Penalty Area - handeln, wäre die Erleichterung quasi "der nächste Schlag", sprich, der Schlag ist abgeschlossen, wenn der Ball an einem Ort zur Ruhe kommt. Erleichterungsverfahren sind der nächste Schlag, auch wenn er nicht zählt und auch nicht zu einem Spielerwechsel in Partnerspielformen führt. Das kann daher im Vierer mit Auswahldrive und einer straflosen Erleichterung nicht anders sein, zumal die Diskussion um die Lage nach einem Drop aus Kniehöhe aufs Fairways - auch, wenn man den Stand per Platzregel von einer Erleichterung nach R16 ausgenommen hat - nicht zu katastrophalen Lagen führen kann. Liegt der Ball zB anschließend an einem neuen Maulwurfshaufen, hat man eine neue Spielsituation, von der es wieder Erleichterung geben kann.

Im Ergebnis aber eine schöne, wenn auch sehr akademische Frage. Habt ihr auch so eine? Her damit!
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Wir haben schon öfter gesagt, dass es Spielformen gibt, die nicht wirklich kongruent mit den Golfregeln sind, so auch die, die unseren Kollegen und Leser der ersten Stunde Tim zur Frage brachte, wann ein Schlag eigentlich beendet ist:

In einem Vierer Auswahldrive liegt Spieler A mit seinem Ball am Fairwayrand, Spieler B Mitte Fairways aber zwischen einigen Maulwurfshaufen. 

Es kam dabei die Frage auf, wann ein mögliches Erleichterungsverfahren nach R16 aufgrund der Maulwurfshaufen zu durchlaufen sei, vor oder nach der Entscheidung, welcher der beiden Bälle beim Auswahldrive zu spielen ist, im Kern ging es also um die Frage, wann der Schlag abgeschlossen ist und die Vorbereitung für den nächsten Schlag beginnt. Beim Vierer mit Auswahldrive schlagen beide Spieler (A&B) ab und entscheiden dann, welcher Ball - dann wechselweise - ins Loch gespielt wird. Die Entscheidung wird aufgrund der Balllage getroffen, Maulwurfshügel beeinträchtigten hier die Lage so, dass zumindest diskutiert wurde ob die Randlage nicht doch besser ist. Die Spieler kamen dann auf die Idee, dass man das ja auch nach einem Freedrop aufgrund von R16.1b klären könne, dann ginge es ja um die konkrete Lage. Ein anderer Spieler wandte ein, dass ginge nicht.

Da die Golfregeln explizit dazu nichts sagen, versuchen wir die Lösung über eine Analogie:

Würde es sich um ein strafbewehrtes Erleichterungsverfahren - zB Ball in einer Penalty Area - handeln, wäre die Erleichterung quasi der nächste Schlag, sprich, der Schlag ist abgeschlossen, wenn der Ball an einem Ort zur Ruhe kommt. Erleichterungsverfahren sind der nächste Schlag, auch wenn er nicht zählt und auch nicht zu einem Spielerwechsel in Partnerspielformen führt. Das kann daher im Vierer mit Auswahldrive und einer straflosen Erleichterung nicht anders sein, zumal die Diskussion um die Lage nach einem Drop aus Kniehöhe aufs Fairways - auch, wenn man den Stand per Platzregel von einer Erleichterung nach R16 ausgenommen hat -  nicht zu katastrophalen Lagen führen kann. Liegt der Ball zB anschließend an einem neuen Maulwurfshaufen, hat man eine neue Spielsituation, von der es wieder Erleichterung geben kann.

Im Ergebnis aber eine schöne, wenn auch sehr akademische Frage. Habt ihr auch so eine? Her damit!

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Ja, auch eine aktuelle zum Vierer: Liebe Experten Wir spielten an diesem WE club vierer meisterschaft. Erste runde klassischer und 2.runde vierball bestball. der partner eines teams musste vor der 2. runde wegen krankheit nach hause. Darf der eine spieler auch alleine den vierball bestball im wettbewerb der 2.runde spielen? Oder muss der andere spieler zumindest noch in der 2.runde am 1.tee dabei sein? Unsere spielleitung sagte DQ, da nur mehr 1 spieler am beginn der 2.runde anwesend gewesen wäre und es sich doch um einen team bewerb handle. Richtige entscheidung?

Ich hätte gedacht das regelt Regel 14.4 wonach der Ball im Spiel ist, nachdem er gedroppt wurde, in Verbindung mit Interpretation 14.4/2 nach der ein Droppen zu Testzwecken nicht erlaubt ist?

1 Woche her

Golf Rules

Die R&A veröffentlicht hin und wieder ja mal Rückblicke auf Regelsituationen aus den vergangenen Open. In diesem Video geht der Rückblick im wesentlichen auf Bahn 18 in Carnoustie und Bällen in der Penalty Area, einem Ball fast im Aus und einem nicht angekündigten provisorischen Ball...

youtu.be/z6EeAheutgw
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1 Woche her

Golf Rules

Über den Platz droppen geht ja nicht, oder?

Hierzu hilft uns ein Blick in die Interpretation des Tages,

Int I16.1/2

"Wenn Beeinträchtigung durch andere ungewöhnliche Platzverhältnisse vorliegen, nachdem vollständige Erleichterung von erster Beeinträchtigung genommen wurde, darf weitere Erleichterung in Anspruch genommen werden

Hat ein Spieler Beeinträchtigung durch andere ungewöhnliche Platzverhältnisse, nachdem er von ungewöhnlichen Platzverhältnissen vollständige Erleichterung in Anspruch genommen hatte, ist die zweite Situation neu und der Spieler darf erneut Erleichterung nach Regel 16.1 in Anspruch nehmen.

Beispiel: Im Gelände sind zwei Bereiche mit zeitweiligem Wasser, die eng beieinander liegen, und der Spieler hat Beeinträchtigung durch einen der Bereiche, aber nicht durch den anderen. Der Spieler nimmt Erleichterung nach Regel 16.1 in Anspruch und der Ball kommt innerhalb des Erleichterungsbereiches an einer Stelle zur Ruhe, an der es keine Beeinträchtigung durch das erste zeitweilige Wasser gibt, aber Beeinträchtigung durch das zweite.

Der Spieler darf den Ball spielen, wie er liegt oder Erleichterung vom zweiten Bereich nach Regel 16.1 in Anspruch nehmen.

Gleiches gilt, wenn Beeinträchtigung durch irgendwelche anderen ungewöhnlichen Platzverhältnisse vorliegt.

Also: Nach dem Drop haben wir eine neue Spielsituation, die neu bewertet werden kann und auch zu einem weiteren Erleichterungsverfahren führen darf.
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Über den Platz droppen geht ja nicht, oder?

Hierzu hilft uns ein Blick in die Interpretation des Tages, 

Int I16.1/2  

Wenn Beeinträchtigung durch andere ungewöhnliche Platzverhältnisse vorliegen, nachdem vollständige Erleichterung von erster Beeinträchtigung genommen wurde, darf weitere Erleichterung in Anspruch genommen werden

Hat ein Spieler Beeinträchtigung durch andere ungewöhnliche Platzverhältnisse, nachdem er von ungewöhnlichen Platzverhältnissen vollständige Erleichterung in Anspruch genommen hatte, ist die zweite Situation neu und der Spieler darf erneut Erleichterung nach Regel 16.1 in Anspruch nehmen.

Beispiel: Im Gelände sind zwei Bereiche mit zeitweiligem Wasser, die eng beieinander liegen, und der Spieler hat Beeinträchtigung durch einen der Bereiche, aber nicht durch den anderen. Der Spieler nimmt Erleichterung nach Regel 16.1 in Anspruch und der Ball kommt innerhalb des Erleichterungsbereiches an einer Stelle zur Ruhe, an der es keine Beeinträchtigung durch das erste zeitweilige Wasser gibt, aber Beeinträchtigung durch das zweite. 

Der Spieler darf den Ball spielen, wie er liegt oder Erleichterung vom zweiten Bereich nach Regel 16.1 in Anspruch nehmen.

Gleiches gilt, wenn Beeinträchtigung durch irgendwelche anderen ungewöhnlichen Platzverhältnisse vorliegt.

Also: Nach dem Drop haben wir eine neue Spielsituation, die neu bewertet werden kann und auch zu einem weiteren Erleichterungsverfahren führen darf.

1 Woche her

Golf Rules

"Nearest not nicest" - ist die Regel der Wahl bei Erleichterungsverfahren. Klargestellt wird das in Interpretation I16.1/1 –

"Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen kann zu besseren oder schlechteren Umständen führen"

Erhält ein Spieler eine bessere Lage, einen besseren Raum für seinen beabsichtigten Schwung oder seine Spiellinie, wenn er nach Regel 16.1 Erleichterung in Anspruch nimmt, ist dies Glück für den Spieler. Nichts in Regel 16.1 verlangt vom Spieler, dass identische Umstände beibehalten werden müssen, nachdem Erleichterung in Anspruch genommen wird.

Beispiel: Wird von einem Beregnungsdeckel (unbewegliches Hemmnis) im Rough Erleichterung in Anspruch genommen, kann der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung oder der Erleichterungsbereich für den Spieler auf dem Fairway sein. Führt dies dazu, dass der Spieler einen Ball auf dem Fairway droppen darf, ist dies erlaubt.

In einigen Situationen können die Umstände für den Spieler, nachdem er Erleichterung in Anspruch genommen hat, weniger vorteilhaft sein im Vergleich zu den Umständen vor der Inanspruchnahme der Erleichterung, zum Beispiel, wenn der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung oder der Erleichterungsbereich zwischen Felsen liegt.
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Nearest not nicest - ist die Regel der Wahl bei Erleichterungsverfahren. Klargestellt wird das in Interpretation I16.1/1 – 

Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen kann zu besseren oder schlechteren Umständen führen

Erhält ein Spieler eine bessere Lage, einen besseren Raum für seinen beabsichtigten Schwung oder seine Spiellinie, wenn er nach Regel 16.1 Erleichterung in Anspruch nimmt, ist dies Glück für den Spieler. Nichts in Regel 16.1 verlangt vom Spieler, dass identische Umstände beibehalten werden müssen, nachdem Erleichterung in Anspruch genommen wird.

Beispiel: Wird von einem Beregnungsdeckel (unbewegliches Hemmnis) im Rough Erleichterung in Anspruch genommen, kann der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung oder der Erleichterungsbereich für den Spieler auf dem Fairway sein. Führt dies dazu, dass der Spieler einen Ball auf dem Fairway droppen darf, ist dies erlaubt.

In einigen Situationen können die Umstände für den Spieler, nachdem er Erleichterung in Anspruch genommen hat, weniger vorteilhaft sein im Vergleich zu den Umständen vor der Inanspruchnahme der Erleichterung, zum Beispiel, wenn der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung oder der Erleichterungsbereich zwischen Felsen liegt.

2 Wochen her

Golf Rules

Der DGV hat ein sehr informatives Video zum Thema Handicap-Konvertierung veröffentlicht, was wir Euch natürlich nicht vorenthalten möchten...

youtu.be/Lu6QDhKTCZ4
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Wie bekommt man denn (Paul) 105 Scores in sein Stammblatt, von denen nur 43 vorgabewirksam sind??? Das wüsste ich jetzt mal echt gern!

Wird denn im nächsten Jahr noch unterschieden nach vorgabenwirksamen Turnieren und nicht vorgabenwirksamen? Oder fließen alle Turniere und EDS-Runden in die neue Berechnung mit ein. Reine Privatrunden sind ja nicht einbezogen, richtig?

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Ich schätze mal, da gefühlt die meisten Durchschittsgolfer ein Turnier spielen, um sich evtl. zu verbessern und das sofort ausrechnen zu können, wird die Turnierteilnahme drastisch abnehmen.

Jeder Wasserkopf braucht eine Beschäftigungstherapie, die Politik macht es ja mit ihren Entscheidungen oft genug vor. Wer wird denn da über Sinnhaftigkeit diskutieren...

Manja Hilweg Cat Lin BriFri Fri

Da die Deutschen sehr an ihr Handikap hängen und es ein Prestige Ding ist, wird es einige verärgern. Ich komme von derzeit 13,9 auf Fast 19. (Ende 2018 Knieverletzung und deshalb nicht die entsprechende Leistung)

Wird eigentlich jeder konvertiert oder erst ab einem bestimmten HCP?

Um noch einmal einen anderen Aspekt in die Diskussionen einzubringen: durch den Vorgabenausschuss besteht / bestand bis jetzt auch die Möglichkeit sein Handicap in Richtung eines realen Wertes anpassen zulassen (zB Krankheitsbedingt, persönliche Umstände, ...). Wird nur fast nie gemacht...

ohweh 🙉

Gehts raus und spielt Golf! Lasst die Programme berechnen was sie wollen, dadurch fällt kein Putt, dafür gibt es keinen Extrameter beim Drive... Ich habe zweimal mit einem ameikanischen Verwandten gespielt. Ich kenne sein Handicap nicht und er nicht meins, weil es drüben niemanden interessiert...

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2 Wochen her

Golf Rules

Immer wieder Thema sind Spielverbotszonen. Im Grundsatz ist es ja so, dass der Ball des Spielers gespielt werden muss, wie er liegt, auch zB aus einem Blumenbeet oder Biotop. Hierzu ist zunächst anzumerken, dass Biotope in den Golfregeln nicht bekannt sind, diese sind ein Begriff aus der Landschaftsschutzgesetzgebung und werden von Landschaftsschutzbehörden angeordnet. Um diese in den Golfregeln abbilden zu können wurden mit der Regeländerung 2019 Spielverbotszonen eingeführt um die vorher oft über Hausrecht geregelten Situationen auf regelfeste Füße zu stellen.

Spielverbotszonen sind nach R2.4 ein definierter Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse (siehe Regel 16.1f) oder einer Penalty Area (siehe Regel 17.1e), aus dem das Spiel nicht erlaubt ist.

Zunächst heißt das, dass das Betreten durchaus statthaft ist. Spielverbotszonen bedürfen aber auch einer entsprechenden Platzregel, die dem Spieler sagt, was es mit diesem Bereich auf sich hat. Dabei ist die Spielleitung so frei, dass sie den Spielern das Betreten der SpVZ untersagen darf („Offizielles Handbuch“, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 5H(1): (Verhaltensvorschriften dürfen Spielern das Betreten von Spielverbotszonen untersagen).

Insgesamt sollte man dem Spieler aber immer die Wahl lassen, ob er zB aus einer PA spielen möchte oder nicht, aufgezwungene Strafschläge führen schnell dazu, dass der riskantere aber auch lohnendere Weg zum Grün zugunsten der sicheren Option aufgegeben wird, was oft der Golfplatzerbauer gar nicht wollte.

Zu SpVZ als ungewöhnliche Platzverhältnisse bleibt anzumerken, dass diese nicht auf Dauer ausgelegt sein können, sonst währen sie nicht ungewöhnlich. Das kann schon aus etymologischen Gründen nur ein vorübergehender Zustand sein, auf Dauer angelegte Blumenbeete zB sollten von daher eher als PA ausgestaltet werden.
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Immer wieder Thema sind Spielverbotszonen. Im Grundsatz ist es ja so, dass der Ball des Spielers gespielt werden muss, wie er liegt, auch zB aus einem Blumenbeet oder Biotop. Hierzu ist zunächst anzumerken, dass Biotope in den Golfregeln nicht bekannt sind, diese sind ein Begriff aus der Landschaftsschutzgesetzgebung und werden von Landschaftsschutzbehörden angeordnet. Um diese in den Golfregeln abbilden zu können wurden mit der Regeländerung 2019 Spielverbotszonen eingeführt um die vorher oft über Hausrecht geregelten Situationen auf regelfeste Füße zu stellen.

Spielverbotszonen sind nach R2.4 ein definierter Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse (siehe Regel 16.1f) oder einer Penalty Area (siehe Regel 17.1e), aus dem das Spiel nicht erlaubt ist.

Zunächst heißt das, dass das Betreten durchaus statthaft ist. Spielverbotszonen bedürfen aber auch einer entsprechenden Platzregel, die dem Spieler sagt, was es mit diesem Bereich auf sich hat. Dabei ist die Spielleitung so frei, dass sie den Spielern das Betreten der SpVZ untersagen darf („Offizielles Handbuch“, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 5H(1): (Verhaltensvorschriften dürfen Spielern das Betreten von Spielverbotszonen untersagen).

Insgesamt sollte man dem Spieler aber immer die Wahl lassen, ob er zB aus einer PA spielen möchte oder nicht, aufgezwungene Strafschläge führen schnell dazu, dass der riskantere aber auch lohnendere Weg zum Grün zugunsten der sicheren Option aufgegeben wird, was oft der Golfplatzerbauer gar nicht wollte.

Zu SpVZ als ungewöhnliche Platzverhältnisse bleibt anzumerken, dass diese nicht auf Dauer ausgelegt sein können, sonst währen sie nicht ungewöhnlich. Das kann schon aus etymologischen Gründen nur ein vorübergehender Zustand sein, auf Dauer angelegte Blumenbeete zB sollten von daher eher als PA ausgestaltet werden.

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Detlef Pollmeier 😅

Ich habe den Eindruck, dass PA‘s mit Betretungsverbot inzwischen inflationär benutzt werden. Mir ist hier in der Umgebung nur ein Platz bekannt, der ein „echtes Biotop“ hat und dies auch mit Platzverweis bestraft wenn es betreten wird oder Ballangeln zum Einsatz kommen. Auf meinem Heimatplatz sind inzwischen so viele Ecken als PA mit Betretungsverbot ausgesteckt, dass es meines Erachtens nach oft das Spiel kaputt macht. Wenn gut gespielte Schläge auf Grund der Topographie des Platzes in PA‘s landen ist das auf Dauer nur noch nervig insbesondere wenn dadurch angeblich das Spiel beschleunigt werden soll. Die Diskussion über „wo muss gedroppt werden“ dauert in der Regel länger als die erlaubten drei Minuten Suchzeit. Als Beispiel: Vom Abschlag aus muss eine PA mit Betretungsverbot frontal überspielt werden, kein Problem solange der Ball mittendrin landet. Da bleibt auf Grund der Anlage der Bahn nur der erneute Schlag vom Abschlag. Überspielt man allerdings das Hindernis und der Ball rollt in die PA zurück gehen schon die Diskussionen los. Wer vom Abschlag aus den Ball links schlägt hat auf der kompletten Seite eine PA mit Betretungsverbot. Im unteren Teil müßte man den Ball dann entsprechend der Regeln droppen. Allerdings kann man vom Abschlag aus nicht sehen wo der Ball landet, da dort Bäume die Sicht versperren. Im oberen Teil dieser PA ist eine Dropzone, die (ab einem willkürlich gesetztem Schild) für verlorene Bälle gilt, die oberhalb dieses Schildes verloren gehen. Spielt man zur Abwechslung einen Ball mit Rechtskurve findet man dort ebenfalls eine PA mit Betretungsverbot. Da die Bahn für Schlag Nummer zwei um ein dogleg rechts um/oder überspielt werden muss, die Fahne aber in der Regel nicht als Bezugspunkt sichtbar ist, geht erneut die Diskussion los wo gedropt werden darf. Ich habe absolut Verständnis für PA mit Betretungsverbot wenn man aus Naturschutzgründen den Golfer von bestimmten Bereich weghalten möchte. Allerdings bekomme ich oft den Eindruck das man eher arbeitsintensive Platzecken so unbemerkt verwildern lassen kann und dies unter dem Deckmantel des Naturschutzes. Ich habe es mehrfach erlebt das diese angeblichen so schützenswerten Biotope sogar mit einem Golfcard durchfahren wurden um Bälle zu suchen. Weder diejenigen die munter durch das Biotop wandern um ihren Jahresvorrat an Bällen aufzustocken, noch die Marshalls oder Clubangestellten unternehmen dann etwas.

2 Wochen her

Golf Rules

Eine Frage wurde uns neulich bei Golfstun.de gestellt:

"Beim Abschlag ist bekannt, dass es eine lange/ große Penalty Area (rot) am Fairway entlang gibt. Bäume lassen keine Einschätzung zu, ob und ggf. wo (Kreuzungspunkt) der Ball in die Penalty Area ist. Der Ball wird nicht gefunden und es ist davon auszugehen, dass der Ball in die Penalty Area ist. Wo hat ein Spieler die Erleichterungen gem. der Penalty Area in Anspruch zunehmen, ohne einen ungerechtfertigten Vorteil zu erlangen."

Das Problem in diesem Fall ist, dass "davon ausgehen" bei einem nicht gefundenen Ball für ein Verfahren nach Regel R17 nicht ausreichend ist. Die Golfregeln verlangen hier ein "bekannt oder so gut wie sicher", was nach der Definition 95%ige Sicherheit verlangt. Andernfalls ist der Ball schlicht verloren. Im Fall, dass man den Ball in der PA hat verschwinden sehen - und die Flugbahn ließ keinen Schluss darauf zu, dass er auf der anderen Seite wieder ausgetreten ist - wäre der Kreuzungspunkt nach bestem Wissen und Gewissen zu schätzen. Im hier genannten Beispiel ist der Ball aber - mit den bekannten Folgen - als verloren anzusehen.
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Eine Frage wurde uns neulich bei Golfstun.de gestellt:

Beim Abschlag ist bekannt, dass es eine lange/ große Penalty Area (rot) am Fairway entlang gibt. Bäume lassen keine Einschätzung zu, ob und ggf. wo (Kreuzungspunkt) der Ball in die Penalty Area ist. Der Ball wird nicht gefunden und es ist davon auszugehen, dass der Ball in die Penalty Area ist. Wo hat ein Spieler die Erleichterungen gem. der Penalty Area in Anspruch zunehmen, ohne einen ungerechtfertigten Vorteil zu erlangen.

Das Problem in diesem Fall ist, dass davon ausgehen bei einem nicht gefundenen Ball für ein Verfahren nach Regel R17 nicht ausreichend ist. Die Golfregeln verlangen hier ein bekannt oder so gut wie sicher, was nach der Definition 95%ige Sicherheit verlangt. Andernfalls ist der Ball schlicht verloren. Im Fall, dass man den Ball in der PA hat verschwinden sehen - und die Flugbahn ließ keinen Schluss darauf zu, dass er auf der anderen Seite wieder ausgetreten ist - wäre der Kreuzungspunkt nach bestem Wissen und Gewissen zu schätzen. Im hier genannten Beispiel ist der Ball aber - mit den bekannten Folgen - als verloren anzusehen.

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Wäre denn ein provisorischer Ball hier zugelassen?

Ich denke schon.

2 Wochen her

Golf Rules

Rick Shiels ist in der Youtube-Golfwelt für klasse Content ebenso bekannt wie für diverse Test auch seltsamen Equipments.

So auch in diesem Video, wo er einen neuartigen Putter testet. Dazu erreichte uns die Frage: Ist es erlaubt so zu putten?

Die Antwort ist hier recht einfach, sie lautet "Nein", aus zwei Gründen.

Zum Einen ist die Bewegung, die dieser Putter in der Anleitung vorgibt ein Verstoß gegen R10.1a, da es sich bei der Bewegung nicht um einen Schlag im Sinne der Golfregeln handelt. Schlag ist hierbei die Vorwärtsbewegung des Schlägers in der Absicht den Ball zu treffen, ohne zu stoßen, zu kratzen oder zu löffeln. Stoßen ist hierbei Nach Interpretation I10.1a eine Bewegung ähnlich dem Billard, also kurzes ausholen und langes durchziehen um den Ball einen Stoß zu geben. Die Bewegung hier ist auch ein Stoßen, auch wenn es mehr nach Curling aussieht.

Zum Anderen ist die Nutzung des Putters aber auch ein Verstoß gegen die Ausrüstungsregeln und damit R4.3a, da er nicht den Ausrüstungsregeln, insbesondere aufgrund der Schaftneigung nicht R1d der Ausrüstungsrichtlinien entspricht:

"Befindet sich der Schläger in seiner normalen Ansprechstellung, muss der Schaft so ausgerichtet
sein, dass:

(...)

die Neigung des geraden Teils des Schafts von der Senkrechten (im Verhältnis zur
beabsichtigten Spiellinie) nicht mehr als 20 Grad nach vorne oder 10 Grad nach hinten
abweicht (siehe Abb. 6)."

Also, bevor ihr jetzt die Läden stürmt um diesen bahnbrechenden Putter zu kaufen - warten wir ab, was R&A sagt, wenn der Hersteller ihn denn als Muster eingeschickt hat...
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2 Wochen her

Golf Rules

Vor einiger Zeit fragte uns Christian schon:
"Habe gestern in Friedberg vorgabewirksam gespielt und das Bild im Anhang zeigt die linke Seite der Bahn 12. Natürlich soll das Rough links in Bild als Biotop gelten. Meiner Meinung nach fehlt ein Biotop-Stab direkt an der Auslinie, um die Fläche zu schließen. Auch gibt es keinen weiteren Pfosten tiefer in der Bahn rechts vom Weg. Meinen Ball habe ich "geschickt" auf den Weg zwischen Rough und Auslinie gelegt.
Wie ist denn dann die Lage zu beurteilen bzw. auf der Runde zu verfahren?"

Das wieder einmal ein schönes Bespiel, dass einen unzureichende Platzkennzeichnung bei dem ein oder anderen Spieler dazu führt, dass die geltenden Regeln nicht angewandt werden können, da der Spieler im Zweifel darüber bleibt, nach welcher Regel aufgrund der Balllage er denn nun überhaupt handeln kann.

Hier bleibt wohl nichts anderes übrig als einen "Regelball" nach R20.1c(3) "Spielen zweier Bälle bei Zweifeln, wie vorzugehen ist." zu spielen und den Sachverhalt von der Spielleitung klären zu lassen.

Auch wenn es auf dem Bild nur schwer zu erkennen ist, aber kann nur schätzen, wo den genau die Grenzen der Spielverbotszone / PA verläuft und ob ein Ball auf dem gemähten Streifen zwischen der Ausgrenze (definiert über den Zaun in der Platzregel?) und der Spielverbotszone einfach im Gelände liegt. Aber irgendjemand wird es schon wissen bzw. sich eine Entscheidung treffen... (tk)
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Vor einiger Zeit fragte uns Christian schon: 
Habe gestern in Friedberg vorgabewirksam gespielt und das Bild im Anhang zeigt die linke Seite der Bahn 12. Natürlich soll das Rough links in Bild als Biotop gelten. Meiner Meinung nach fehlt ein Biotop-Stab direkt an der Auslinie, um die Fläche zu schließen. Auch gibt es keinen weiteren Pfosten tiefer in der Bahn rechts vom Weg. Meinen Ball habe ich geschickt auf den Weg zwischen Rough und Auslinie gelegt.
Wie ist denn dann die Lage zu beurteilen bzw. auf der Runde zu verfahren?

Das wieder einmal ein schönes Bespiel, dass einen unzureichende Platzkennzeichnung bei dem ein oder anderen Spieler dazu führt, dass die geltenden Regeln nicht angewandt werden können, da der Spieler im Zweifel darüber bleibt, nach welcher Regel aufgrund der Balllage er denn nun überhaupt handeln kann. 

Hier bleibt wohl nichts anderes übrig als einen Regelball nach R20.1c(3) Spielen zweier Bälle bei Zweifeln, wie vorzugehen ist. zu spielen und den Sachverhalt von der Spielleitung klären zu lassen.

Auch wenn es auf dem Bild nur schwer zu erkennen ist, aber kann nur schätzen, wo den genau die Grenzen der Spielverbotszone / PA verläuft und ob ein Ball auf dem gemähten Streifen zwischen der Ausgrenze (definiert über den Zaun in der Platzregel?) und der Spielverbotszone einfach im Gelände liegt. Aber irgendjemand wird es schon wissen bzw. sich eine Entscheidung treffen... (tk)

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Meiner Meinung nach ist die ganze linke Seite Out .

Spielverbotszone bzw penalty area unmittelbar angrenzend an ein out zu machen, ist eigentlich regeltechnisch ein NOGO. Wenn dort der ball im hohen gras verloren wird, wird es immer diskussionen darüber geben, ob der ball im out oder in der penalty area verloren wurde, zumal ich in der spielverbotszone nicht einmal suchen gehen darf. Diese entscheidung ob out oder nicht will ich weder als spieler noch als spielleitung treffen.

Würde das bedeuteten einen Ball von der vorherigen Position spielen und einen Ball von dort von wo der Christian gespielt hat? Danach Klärung am Ende vor Abgabe der Karte? Grüße

Bleibt die Frage, ob ein einsamer (vergessener?) Pflock wirklich ein „Biotop“ kennzeichnet... Wieso also: „...soll das Rough ...als Biotop gelten...“ Schade auch, dass die Platzskizze - links im Bild - offenbar nicht zur Abklärung taugt...

2 Wochen her

Golf Rules

Ergänzend zu dem gestrigen Beitrag zum Thema Abschlag habe ich ein paar Tage später folgendes Bild angetroffen - verbunden mit der Frage eines Mitspielers, ob man denn "Anrecht" darauf hat vom Tee das Fairway / Grün zu sehen.

Zunächst einmal muss man anmerken, dass es sich um ein Par 3 handelt und der Ball mit einem Eisen über die Büsche gespielt werden kann. Aber optimal ist es natürlich nicht, wenn unmittelbar vor oder nach dem Schlag das Grün nicht eingesehen bzw. der Ballflug nicht verfolgt werden kann.

Und "Anrecht" hat der Spieler lt. Regelwerk nicht - es vereinfacht jedoch das Spiel und fordert die Spielgeschwindigkeit.

Kleiner Nachtrag: im Wettspiel wurde das Tee übrigens auf die linke Seite umgesteckt und auch der Club hat schon mitgeteilt, dass die Heckenschere bereits "warmläuft". Insofern ist eine Info an die Verantwortlichen im Club immer eine gute Idee, um solche Besonderheiten abzuändern... (tk)
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Ergänzend zu dem gestrigen Beitrag zum Thema Abschlag habe ich ein paar Tage später folgendes Bild angetroffen - verbunden mit der Frage eines Mitspielers, ob man denn Anrecht darauf hat vom Tee das Fairway / Grün zu sehen.

Zunächst einmal muss man anmerken, dass es sich um ein Par 3 handelt und der Ball mit einem Eisen über die Büsche gespielt werden kann. Aber optimal ist es natürlich nicht, wenn unmittelbar vor oder nach dem Schlag das Grün nicht eingesehen bzw. der Ballflug nicht verfolgt werden kann.

Und Anrecht hat der Spieler lt. Regelwerk nicht - es vereinfacht jedoch das Spiel und fordert die Spielgeschwindigkeit.

Kleiner Nachtrag: im Wettspiel wurde das Tee übrigens auf die linke Seite umgesteckt und auch der Club hat schon mitgeteilt, dass die Heckenschere bereits warmläuft. Insofern ist eine Info an die Verantwortlichen im Club immer eine gute Idee, um solche Besonderheiten abzuändern... (tk)

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Eine gleiche Situation am 8. Loch Jammertal. Ein Par3 wo man das Grün nicht sehen kann, weil es hinter eine Biotop ist. Und gleich rechts vom Grün ein Wanderweg! Fand ich ziemlich gefährlich.

Jammerte ist Minigolf da herrschen andere Regeln

Am Golfclub Schloss Fuschl gibt es auch ein absolut nicht einsehbares Par 3 (Loch 7?). Mit einer hohen Stange wird die korrekte Richtung angezeigt. www.golf-fuschl.at/

Ein absolut blindes Loch. Und dann muss man meistens auch noch gegen den Wind spielen. Es war für uns alle eine Herausforderung, aber der Caddie wusste die Richtung. Lahinch Signature Par 3: The Dell www.turfnet.com/blogs/entry/944-lahinch-signature-par-3-the-dell/

2 Wochen her

Golf Rules

Wenn man mit offenen Augen über den Golfplatzgeht, dann begegnen einem manchmal sehr skurrile Dinge. Und da es bei uns im Forum ja nicht nur um die Regeln an sich, sondern wir auch immer wieder einmal um das "Drumherum" berichten, hier ein Bild aus dem Urlaub.

Im offiziellen Handbuch zu den Golfregeln heißt es zu den Abschlägen:

- Die Spielleitung sollte immer versuchen, die Abschlagmarkierungen weit genug nach vorne zu setzen, so dass die Spieler die gesamten zugelassenen zwei Schlägerlängen zur Verfügung haben.
- Es gibt keine Einschränkungen zur Breite des Abschlags, aber es ist üblich, die zwei Abschlagmarkierungen 5-7 Schritte auseinander zu setzen. Stehen diese weiter entfernt, macht es dies für einen Spieler schwieriger, zu bestimmen, ob der Ball innerhalb des Abschlags aufgeteet wurde und kann auf Par 3 Löchern für einen wesentlich größeren von Divotlöchern betroffenen Bereich sorgen.

Unabhängig davon sollte der Sicherheitsaspekt immer eines der wichtigsten Kriterien für die Vorbereitung eines Wettspiels sein. Gefährdungspotentiale für andere Spieler sollten größtmöglich ausgeschlossen werden und auch an die Spieler selber ist zu denken.

Insofern sollte eine Spielleitung im Vorfeld die Abschläge nicht wie in diesem Beispiel setzen - der Ball kommt manchmal schneller zurück, als man sich das vorstellen kann... (tk)
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Wenn man mit offenen Augen über den Golfplatzgeht, dann begegnen einem manchmal sehr skurrile Dinge. Und da es bei uns im Forum ja nicht nur um die Regeln an sich, sondern wir auch immer wieder einmal um das Drumherum berichten, hier ein Bild aus dem Urlaub.

Im offiziellen Handbuch zu den Golfregeln heißt es zu den Abschlägen:

- Die Spielleitung sollte immer versuchen, die Abschlagmarkierungen weit genug nach vorne zu setzen, so dass die Spieler die gesamten zugelassenen zwei Schlägerlängen zur Verfügung haben.
- Es gibt keine Einschränkungen zur Breite des Abschlags, aber es ist üblich, die zwei Abschlagmarkierungen 5-7 Schritte auseinander zu setzen. Stehen diese weiter entfernt, macht es dies für einen Spieler schwieriger, zu bestimmen, ob der Ball innerhalb des Abschlags aufgeteet wurde und kann auf Par 3 Löchern für einen wesentlich größeren von Divotlöchern betroffenen Bereich sorgen.

Unabhängig davon sollte der Sicherheitsaspekt immer eines der wichtigsten Kriterien für die Vorbereitung eines Wettspiels sein. Gefährdungspotentiale für andere Spieler sollten größtmöglich ausgeschlossen werden und auch an die Spieler selber ist zu denken. 

Insofern sollte eine Spielleitung im Vorfeld die Abschläge nicht wie in diesem Beispiel setzen - der Ball kommt manchmal schneller zurück, als man sich das vorstellen kann... (tk)

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Die 18 bei uns in Uttlau. Ist jedesmal eine Freude bei den Clubmeisterschaften, wenn von Weiß gespielt wird

Spielrichtung ist die Abschlagtafel? 😘

Sieht so aus, als würde auf diesem Platz nur äußerst selten ein „weißer Abschlag“ benötigt 😊 Rechts weiter vorn scheinen ja der gelbe und rote Abschlag gegeben zu sein - allerdings mit anderen Abschlagsmarkierungen. So scheint es mir, dass hier etwas improvisiert worden ist, um überhaupt einen weißen Abschlag zu erhalten 😅😉

Wow, ist das selten dämlich. Gibt es eigentlich straffreie Erleichterung, wenn ein Schlag aus der vorgegebenen Teebox zu einer Gefährdung des Spielers führen würde? 😉😂

Wenn Ihr wüsstet wo ich schon überall rüberspielen musste...🙄

Besonders spannend die Frage , wer zahlt wenn das Schild ein Loch bekommt ?

Ist eigentlich die Ausrichtung der Abschlagsmarken geregelt? Wenn ich die mit einer Linie verbinde, sollte die dann Square zur normalen Spielrichtung sein? Bei uns würde man irgendwo in die Rabatten spielen, wenn man sich danach ausrichten würde.

...es gibt nichts...was es nicht gibt 🙈

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2 Wochen her

Golf Rules

Und wieder eine freundliche Zusendung - dieses Mal von Uli, dessen Ball kurz vor einer Penalty Area lag: "Hier das Bild mit der eingezeichneten Grenze der roten Penalty-Area:
- Ball liegt außerhalb
- Beim Versuch den Ball in Richtung Fahne zu spielen, würde der Schläger im Durchschwung mit dem (in der Penalty-Area stehenden) Edelstahlmast kollidieren
Nach Regel 16.1a(2) müsste straflose Erleichterung zulässig sein"

Vollkommen richtig, denn für die Anwendung der richtigen Regel ist die Balllage entscheidend. Erleichterung bei Beeinträchtigung durch
ungewöhnliche Platzverhältnisse ist nach Regel 16.1 nur zulässig, wenn sowohl die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und der Ball auf dem Platz liegt, außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17).

Zudem gibt es keine Erleichterung, wenn es eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen.

In diesem Fall darf der Spieler den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball droppen und ihn aus dem Erleichterungsbereich spielen (siehe R16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände"). (tk)
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Und wieder eine freundliche Zusendung - dieses Mal von Uli, dessen Ball kurz vor einer Penalty Area lag: Hier das Bild mit der eingezeichneten Grenze der roten Penalty-Area:
- Ball liegt außerhalb
- Beim Versuch den  Ball in Richtung Fahne zu spielen, würde der Schläger im Durchschwung mit dem (in der Penalty-Area stehenden) Edelstahlmast kollidieren
Nach Regel 16.1a(2) müsste straflose Erleichterung zulässig sein 

Vollkommen richtig, denn für die Anwendung der richtigen Regel ist die Balllage entscheidend. Erleichterung bei Beeinträchtigung durch
ungewöhnliche Platzverhältnisse ist nach Regel 16.1 nur zulässig, wenn sowohl die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und der Ball auf dem Platz liegt, außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17).

Zudem gibt es keine Erleichterung, wenn es eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen. 

In diesem Fall darf der Spieler den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball droppen und ihn aus dem Erleichterungsbereich spielen (siehe R16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände). (tk)

3 Wochen her

Golf Rules

Ihr wisst, dass man mit der Zeit andere Golfer und deren Caddies mit anderen Augen sieht und hier und da gleich immer mal die "Alarmglocken" klingeln. So geschehen bei einem Turnier, bei dem ich als Zuschauer zugegen war.

Um es gleich vorweg zu nehmen: mein (hoffentlich) freundlicher Hinweis an den Caddie führte dazu, dass R10.2(4) jetzt bekannt ist und so eine Situation anschließend vermieden wurde. Denn - man kann ja nicht alles wissen und lernt ständig hinzu 😉

Insofern - kommen wir einmal auf den Inhalt R10.2b(4) "Einschränkung für den Caddie, hinter dem Spieler zu stehen" zu sprechen. Diese besagt, dass es dem Caddie des Spielers untersagt ist, absichtlich an einer Stelle auf oder nahe einer Verlängerung der Spiellinie hinter dem Ball zu stehen. Und dieses gilt schon von dem Zeitpunkt, sobald der Spieler beginnt, seinen Stand für den Schlag einzunehmen und gilt bis zu dem Zeitpunkt, wo der Schlag beendet ist.

Sollte das zufällig einmal vorkommen, so kann man dieses aber únter Berücksichtigung der angepassten Clarification (aus 2/2019) "heilen". Nach dieser Regel ist es nämlich straflos, wenn der Spieler in dem Fall von seinem Stand zurücktritt und nicht wieder beginnt, diesen einzunehmen, bis der Caddie sich von dieser Stelle entfernt hat. (tk)
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3 Wochen her

Golf Rules

Und weil sich so viele Fragen angesammelt haben, heute noch eine Antwort an Rolf bzgl. der Nachfrage: "Ich habe heute ein offizielles Turnier gespielt und ein Mitspieler in meinem Flight hat mich immer wieder nach der Distanz zur Fahne gefragt wenn ich diese mit meinem Laser gemessen habe.
Darf er das in einem Turnier..?
In den R&A finde ich nichts klares, ausser:
Es gibt über 70 definierte Begriffe, die das Fundament bilden, auf dem die Regeln beruhen. Eine gute Kenntnis der definierten Begriffe (die hellblau und kursiv sind) ist für eine richtige Anwendung der Regeln wichtig.
Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel:
- die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers,
- die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder
- die Regeln.
Ist das so richtig..?"

Eigentlich hat Rolf seine Frage ja schon selber beantwortet. Es geht hier um die sogenannte "Beratung" (siehe Definitionen) und die beigefügten Beispiele sind öffentlich verfügbare Informationen, die ein Spieler auch bei einem Mitspieler erfragen kann und auf die dieser auch ohne Probleme eine Antwort geben darf (siehe hierzu auch R10.2a.). (tk)
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Und weil sich so viele Fragen angesammelt haben, heute noch eine Antwort an Rolf bzgl. der Nachfrage: Ich habe heute ein offizielles Turnier gespielt und ein Mitspieler in meinem Flight hat mich immer wieder nach der Distanz zur Fahne gefragt wenn ich diese mit meinem Laser gemessen habe.
Darf er das in einem Turnier..?
In den R&A finde ich nichts klares, ausser:
Es gibt über 70 definierte Begriffe, die das Fundament bilden, auf dem die Regeln beruhen. Eine gute Kenntnis der definierten Begriffe (die hellblau und kursiv sind) ist für eine richtige Anwendung der Regeln wichtig.
Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel:
- die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers,
- die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder
- die Regeln.
Ist das so richtig..?

Eigentlich hat Rolf seine Frage ja schon selber beantwortet. Es geht hier um die sogenannte Beratung (siehe Definitionen) und die beigefügten Beispiele sind öffentlich verfügbare Informationen, die ein Spieler auch bei einem Mitspieler erfragen kann und auf die dieser auch ohne Probleme eine Antwort geben darf (siehe hierzu auch R10.2a.). (tk)

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Rolf wollte selber messen und damit das Spiel verzögern .. 🤔😳😎

3 Wochen her

Golf Rules

Gemäß dem Motto "Augen auf bei der Platzvorbereitung" meldet sich Kai mit einem Bild und der dazugehörigen Frage:

"ich habe jetzt auch mal wieder eine, aus meiner Sicht, interessante Fragestellung gehabt.

Können aufgehäufte Steine ähnlich wie aufgeschichtetes Holz, Baumstümpfe bzw. Baumhäxel etc. behandlt werden?

Ein Ball landet, wie auf dem Foto zu sehen, auf einem zusammengeschichteten Steinhaufen am Rand eines Baumes im Gelände. Ein Entfernen dieser Steine war ohne das sich der Ball bewegt nicht gegeben.

Nun war die Frage, handelt es sich dabei um einen für den Abtransport vorbereiteten Haufen von Naturstoff (wie Holz), also Boden in Ausbesserung, und darf der Spieler somit straflose Erleichterung in Anspruch nehmen?

Die Entscheidung ob es vernüftig wäre den Ball zu spielen, war natürlich auch noch zu betrachten. Die Spielrichtung war wie eingezeichnet. Der Spieler hat aber glaubhaft versichert, dass er den Ball in der Lage "normalerweise" gespielt hätte.

Da es mir als Spielleitung nicht bekannt war, dass das GreenKeeping solche Steinhaufen gesammelt hat, es keine Linien oder Pfosten gab, es keine Platzregel dafür gibt/gab habe ich entscheiden, dass es kein Boden in Ausbesserung ist, und es keine straflose Erleichterung gibt.

Eure Meinung dazu?"

Um es vorweg zu nehmen - ich hätte auch so entschieden. Kai hat genau richtig überlegt, denn zunächst einmal ist nach er Definition "Boden in Ausbesserung" angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist.

Boden in Ausbesserung ist einer des vier Umstände für ungewöhnlich beschaffenen Boden, nachdem der Spieler nach R16.1 straflose Erleichterung in Anspruch nehmen könnte.

Aber eben nicht - und das hat Kai auch in seiner Fragestellung auch dargelegt, wenn es wegen etwas anderem als den ungewöhnlichen Platzverhältnissen eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen, wie er liegt, (zum Beispiel, wenn der Spieler in zeitweiligem Wasser oder auf einem unbeweglichen Hemmnis steht, aber nicht in der Lage ist, aufgrund der Balllage in einem Busch, einen Schlag durchzuführen) oder die Beeinträchtigung ausschließlich deshalb gegeben ist, weil ein Spieler einen unter den Umständen eindeutig unvernünftigen Schläger, Stand oder eine unter den Umständen eindeutig unvernünftige Spielrichtung wählt. (tk)
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Gemäß dem Motto Augen auf bei der Platzvorbereitung meldet sich Kai mit einem Bild und der dazugehörigen Frage:

ich habe jetzt auch mal wieder eine, aus meiner Sicht, interessante Fragestellung gehabt. 

Können aufgehäufte Steine ähnlich wie aufgeschichtetes Holz, Baumstümpfe bzw. Baumhäxel etc. behandlt werden? 

Ein Ball landet, wie auf dem Foto zu sehen, auf einem zusammengeschichteten Steinhaufen am Rand eines Baumes im Gelände. Ein Entfernen dieser Steine war ohne das sich der Ball bewegt nicht gegeben. 

Nun war die Frage, handelt es sich dabei um einen für den Abtransport vorbereiteten Haufen von Naturstoff (wie Holz), also Boden in Ausbesserung, und darf der Spieler somit straflose Erleichterung in Anspruch nehmen? 

Die Entscheidung ob es vernüftig wäre den Ball zu spielen, war natürlich auch noch zu betrachten. Die Spielrichtung war wie eingezeichnet. Der Spieler hat aber glaubhaft versichert, dass er den Ball in der Lage normalerweise gespielt hätte. 

Da es mir als Spielleitung nicht bekannt war, dass das GreenKeeping solche Steinhaufen gesammelt hat, es keine Linien oder Pfosten gab, es keine Platzregel dafür gibt/gab habe ich entscheiden, dass es kein Boden in Ausbesserung ist, und es keine straflose Erleichterung gibt. 

Eure Meinung dazu?

Um es vorweg zu nehmen - ich hätte auch so entschieden. Kai hat genau richtig überlegt, denn zunächst einmal ist nach er Definition Boden in Ausbesserung angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist. 

Boden in Ausbesserung ist einer des vier Umstände für ungewöhnlich beschaffenen Boden, nachdem der Spieler nach R16.1 straflose Erleichterung in Anspruch nehmen könnte. 

Aber eben nicht - und das hat Kai auch in seiner Fragestellung auch dargelegt, wenn es wegen etwas anderem als den ungewöhnlichen Platzverhältnissen eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen, wie er liegt, (zum Beispiel, wenn der Spieler in zeitweiligem Wasser oder auf einem unbeweglichen Hemmnis steht, aber nicht in der Lage ist, aufgrund der Balllage in einem Busch, einen Schlag  durchzuführen) oder die Beeinträchtigung ausschließlich deshalb gegeben ist, weil ein Spieler einen unter den Umständen eindeutig unvernünftigen Schläger, Stand oder eine unter den Umständen eindeutig unvernünftige Spielrichtung wählt. (tk)

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Also ich denke der Ball wäre sehr wohl in eine Vernünftige Richtung spielbar gewesen, zB Richtung Fahne. Man kann natürlich nicht erkennen wie weit diese da entfernt gewesen ist und wie der weg dahin so beschaffen ist. Egal ob zum Abtransport dahingesammelt oder nicht, wie wäre da die richtige Entscheidung?

Danke für den täglichen Fall. Es macht Spaß, das täglch zu lesen. In dem Fall wurde mM nach aber die Frage nicht beantwortet : es fragte ja, ob eine solche Steinansammlung als zum Abtransport gelten könne...denn diesen Ball hätte man ja zB auch vernünftig und auch möglich sowohl nach vorne wie auch zur Seite gut spielen können, wenn die Steine da nicht gelegt hätten.

3 Wochen her

Golf Rules

"Wenn im Bunker soviel Wasser drin ist, dass der Bunker voll ist. Wo droppe ich denn da den Ball?" - kurze Frage von Tim.

Zeitweiliges Wasser / ungewöhnliche Platzverhältnisse im Bunker ist ein Grund, um nach R16.1c(1) "Erleichterung für einen Ball im Bunker / Aus dem Bunker spielen" straflose Erleichterung anwenden zu können. Allerdings muss der der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen. Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet

Mal davon abgesehen, dass dieser Bunker ggf. noch die Möglichkeit bietet, einen nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Bunker zu finden könnte der Ball alternativ auch mit Strafe außerhalb des Bunkers „auf der Linie zurück“ gespielt werden (s. R16.1c(2)).

Auf Nachfrage erweiterte Tim den Sachverhalt: "Zusätzlich war es so, dass die Brühe, die in diesem Bunker stand den Ball 'verschlungen' hat. Ich wusste, dass er da drin ist, hab diesen aber nicht mehr gefunden. Wäre das dann ein Strafschlag und mit einem neuen Ball das Spiel fortsetzen, an dem Punkt wo der alte verlorene Ball gespielt wurde, als er in den Bunker gespielt wurde?"

Spielen von der ursprünglichen Stelle unter Hinzurechnen eines Strafschlages geht natürlich immer. Ist es aber bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball in den ungewöhnlichen Platzverhältnissen verschwunden ist, dann kann R16.1e "Erleichterung für einen Ball, der nicht gefunden wird, aber in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen liegt" angewandt werden: der Spieler darf Erleichterung nach den Regeln 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, indem er die Stelle, an der der Ball zuletzt die Grenze der ungewöhnlichen Platzverhältnisse auf dem Platz gekreuzt hat, schätzt, um von dort aus den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung zu bestimmen.

Aber: Ist es nicht bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen liegt und der Ball verloren ist, muss der Spieler Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust nach Regel 18.2 in Anspruch nehmen. (tk)
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Wenn im Bunker soviel Wasser drin ist, dass der Bunker voll ist. Wo droppe ich denn da den Ball? - kurze Frage von Tim.

Zeitweiliges Wasser / ungewöhnliche Platzverhältnisse im Bunker ist ein Grund, um nach R16.1c(1) Erleichterung für einen Ball im Bunker / Aus dem Bunker spielen straflose Erleichterung anwenden zu können. Allerdings muss der der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen. Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet

Mal davon abgesehen, dass dieser Bunker ggf. noch die Möglichkeit bietet, einen nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Bunker zu finden könnte der Ball alternativ auch mit Strafe außerhalb des Bunkers „auf der Linie zurück“ gespielt werden (s. R16.1c(2)).

Auf Nachfrage erweiterte Tim den Sachverhalt: Zusätzlich war es so, dass die Brühe, die in diesem Bunker stand den Ball verschlungen hat. Ich wusste, dass er da drin ist, hab diesen aber nicht mehr gefunden. Wäre das dann ein Strafschlag und mit einem neuen Ball das Spiel fortsetzen,  an dem Punkt wo der alte verlorene Ball gespielt wurde, als er in den Bunker gespielt wurde?

Spielen von der ursprünglichen Stelle unter Hinzurechnen eines Strafschlages geht natürlich immer. Ist es aber bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball in den ungewöhnlichen Platzverhältnissen verschwunden ist, dann kann R16.1e Erleichterung für einen Ball, der nicht gefunden wird, aber in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen liegt angewandt werden: der Spieler darf Erleichterung nach den Regeln 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, indem er die Stelle, an der der Ball zuletzt die Grenze der ungewöhnlichen Platzverhältnisse auf dem Platz gekreuzt hat, schätzt, um von dort aus den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung zu bestimmen.

Aber: Ist es nicht bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen liegt und der Ball verloren ist, muss der Spieler Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust nach Regel 18.2 in Anspruch nehmen. (tk)

3 Wochen her

Golf Rules

"Du hast ja ein Rad ab" - ärgerlich nur, wenn das mitten auf der Runde mit dem Trolley passiert. Was aber genau bedeutet das für einen Spieler und dessen Caddie?

Die Aufgaben eines Caddies sind in den Definitionen ja eindeutig beschrieben. Ein Caddie ist jemand, der einen Spieler während der Runde wie folgt unterstützt:
-Tragen, Befördern oder Handhaben von Schlägern: Eine Person, die während des Spiels die Schläger eines Spielers trägt, befördert (zum Beispiel mit einem Cart oder Trolley) oder handhabt, ist der Caddie des Spielers, auch wenn er nicht vom Spieler als Caddie benannt wird, außer er tut dies nur, um Schläger, Tasche oder Trolley des Spielers aus dem Weg zu räumen oder um aus Höflichkeit zu helfen (zum Beispiel einen vom Spieler liegen gelassenen Schläger zu holen).
- Beratung erteilen: Der Caddie eines Spielers ist die einzige Person (mit Ausnahme des Partners oder dessen Caddie), den ein Spieler um Rat fragen darf.

Da ja ein Spieler nur einen Caddie haben darf stellte sich die Frage, was ist denn mit der Tasche und dem Trolley? Letzteren stehen lassen und dann später holen?

Nein, denn in R10.3a "Caddie darf Spieler während der Runde unterstützen / Spieler darf zeitgleich nur einen Caddie haben" heißt es auch, dass gleich ob ein Spieler einen Caddie hat oder nicht, eine andere Person kein Caddie ist, die mit dem Spieler mitläuft oder mitfährt oder andere Gegenstände für den Spieler trägt (wie Regenanzug, Schirm oder Speisen und Getränke), es sei denn, sie wurde vom Spieler als solcher bezeichnet oder sie trägt, transportiert oder handhabt die Schläger des Spielers.

Demzufolge gilt als Caddie die Person, welche die Tasche mit Schlägern trägt und es kann einen zusätzlichen freundlichen Helfer geben, der den defekten Trolley zum Clubhaus befördert. (tk)
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Du hast ja ein Rad ab - ärgerlich nur, wenn das mitten auf der Runde mit dem Trolley passiert. Was aber genau bedeutet das für einen Spieler und dessen Caddie?

Die Aufgaben eines Caddies sind in den Definitionen ja eindeutig beschrieben. Ein Caddie ist jemand, der einen Spieler während der Runde wie folgt unterstützt:
-Tragen, Befördern oder Handhaben von Schlägern: Eine Person, die während des Spiels die Schläger eines Spielers trägt, befördert (zum Beispiel mit einem Cart oder Trolley) oder handhabt, ist der Caddie des Spielers, auch wenn er nicht vom Spieler als Caddie benannt wird, außer er tut dies nur, um Schläger, Tasche oder Trolley des Spielers aus dem Weg zu räumen oder um aus Höflichkeit zu helfen (zum Beispiel einen vom Spieler liegen gelassenen Schläger zu holen).
- Beratung erteilen: Der Caddie eines Spielers ist die einzige Person (mit Ausnahme des Partners oder dessen Caddie), den ein Spieler um Rat fragen darf. 

Da ja ein Spieler nur einen Caddie haben darf stellte sich die Frage, was ist denn mit der Tasche und dem Trolley? Letzteren stehen lassen und dann später holen?

Nein, denn in R10.3a Caddie darf Spieler während der Runde unterstützen / Spieler darf zeitgleich nur einen Caddie haben heißt es auch, dass gleich ob ein Spieler einen Caddie hat oder nicht, eine andere Person kein Caddie ist, die mit dem Spieler mitläuft oder mitfährt oder andere Gegenstände für den Spieler trägt (wie Regenanzug, Schirm oder Speisen und Getränke), es sei denn, sie wurde vom Spieler als solcher bezeichnet oder sie trägt, transportiert oder handhabt die Schläger des Spielers.

Demzufolge gilt als Caddie die Person, welche die Tasche mit Schlägern trägt und es kann einen zusätzlichen freundlichen Helfer geben, der den defekten Trolley zum Clubhaus befördert. (tk)

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Na gottseidank muss ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen 😀

3 Wochen her

Golf Rules

Auch im Oktober 2020 bleibt alles beim "Alten"... ... MehrWeniger

Auch im Oktober 2020 bleibt alles beim Alten...

3 Wochen her

Golf Rules

Folgendes Foto übersandte uns Peter mit folgenden abschließenden Worten: "...das Kuriose an der Sache ist, wenn der Wind von der anderen Seite weht, ist die 'Beule' auf der Außenseite. Wäre vielleicht sinnvoll, wenn man die Ausgrenze anders definiert...z.B. die Pfoten, die das Netz tragen 🤷‍♂️ Schönes Wochenende"

Damit hat Peter vollkommen Recht, denn insbesondere die Ausgrenzen sollten eindeutig sein und auch für alle Spieler eines Teilnehmerfeldes gleich sein. Ein ruhender Ball ist nämlich erst dann im Aus, wenn er vollständig außerhalb der Ausgrenze des Platzes liegt. Bewegt sich diese Grenze aber je nach Windrichtung / -stärke, dann ist eine Gleichbehandlung eher zufällig als gewollt. Weiter heißt es in der Definition "Aus", dass Ausmarkierungen als unbeweglich behandelt werden, auch wenn ein Teil des Gegenstands so gebaut wurde, dass es beweglich ist. Um ein einheitliches Verfahren sicherzustellen, gilt dies für alle Ausmarkierungen.

Insofern bietet es sich in diesem Fall an, Auspfosten platzseitig in ausreichendem Abstand vor dem Netz zu installieren, welche dann eindeutig die Grenze bilden.

BTW - vom Netz kann dann nach aktuell vorliegender Platzregel (das Netz selber ist die Ausgrenze) noch nicht einmal Erleichterung in Anspruch genommen werden. Der Spieler muss den Ball spielen, wie er liegt, oder nach Regel 19 vorgehen (Ball unspielbar). (tk)
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Folgendes Foto übersandte uns Peter mit folgenden abschließenden Worten: ...das Kuriose an der Sache ist,  wenn der Wind von der anderen Seite weht, ist die Beule auf der Außenseite. Wäre vielleicht sinnvoll,  wenn man die Ausgrenze anders definiert...z.B. die Pfoten,  die das Netz tragen 🤷‍♂️ Schönes Wochenende

Damit hat Peter vollkommen Recht, denn insbesondere die Ausgrenzen sollten eindeutig sein und auch für alle Spieler eines Teilnehmerfeldes gleich sein. Ein ruhender Ball ist nämlich erst dann im Aus, wenn er vollständig außerhalb der Ausgrenze des Platzes liegt. Bewegt sich diese Grenze aber je nach Windrichtung / -stärke, dann ist eine Gleichbehandlung eher zufällig als gewollt. Weiter heißt es in der Definition Aus, dass Ausmarkierungen als unbeweglich behandelt werden, auch wenn ein Teil des Gegenstands so gebaut wurde, dass es beweglich ist. Um ein einheitliches Verfahren sicherzustellen, gilt dies für alle Ausmarkierungen.

Insofern bietet es sich in diesem Fall an, Auspfosten platzseitig in ausreichendem Abstand vor dem Netz zu installieren, welche dann eindeutig die Grenze bilden.

BTW - vom Netz kann dann nach aktuell vorliegender Platzregel (das Netz selber ist die Ausgrenze) noch nicht einmal Erleichterung in Anspruch genommen werden. Der Spieler muss den Ball spielen, wie er liegt, oder nach Regel 19 vorgehen (Ball unspielbar). (tk)

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Ich hoffe, es wird bald geregelt, werde dann berichten 👍

Bahn 6 im GC Münsterland!?

Sehr gut erklärt und wie immer sehr verständlich. Mit Pfosten ,egal welcher Farbe sollte nicht gespart werden. Diskussionen kann man damit sehr viele verhindern.

3 Wochen her

Golf Rules

Holger fragte:

"Hallo,
Frage zur Erleichterung von einem Cart path. Ball liegt ganz rechts auf einem Weg. Direkt rechts neben dem Weg ist eine brusthohe dichte Hecke. Grün ist links diagonal ca. 30m vom Ball. Spieler will Erleichterung von Weg nehmen, und schrag rechts von der Hecke (nächstes Tee) droppen. Das wäre nach Augenschein auch der nächstgelegene Punkt, links vom Weg ist weiter entfernt.
Frage ist nun: Müsste der Spieler nicht in der Hecke droppen, was ja nicht geht, da er weder einen Stand nehmen kann, noch schwingen könnte... Aber technisch gesehen, wäre es vollständige Erleichterung vom Weg...
Hecke ist kein Hindernis.

Leider kein Bild von Situation, war bei Tee 3 GC Starnberg

LG Holger Erntl"

Der nächstgelegen Punkt der vollständigen Erleichterung ist der Punkt, an dem von dem Umstand von dem man Erleichterung in Anspruch nimmt, keine Beeinträchtigung mehr besteht. Das kann auch in einer Hecke sein. Von dem Punkt aus hat der Spieler dann seine Schlägerlänge (Erleichterungsbereich) zum droppen. Hier gilt schlicht: Nearest not nicest. Von der neuen Lage ist dann ggf. ein neues Erleichterungsverfahren möglich, zB weil der Ball dann unspielbar ist. Hier bietet sich aber regelmäßig an, sich erst Gedanken um die Dropmöglichkeiten zu machen, denn manchmal ist das Spielen vom Cartweg eine bessere Alternative als zB aus einer Hecke.
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Holger fragte:

Hallo, 
Frage zur Erleichterung von einem Cart path. Ball liegt ganz rechts auf einem Weg. Direkt rechts neben dem Weg ist eine brusthohe dichte Hecke. Grün ist links diagonal ca. 30m vom Ball. Spieler will Erleichterung von Weg nehmen, und schrag rechts von der Hecke (nächstes Tee) droppen. Das wäre nach Augenschein auch der nächstgelegene Punkt, links vom Weg ist weiter entfernt. 
Frage ist nun: Müsste der Spieler nicht in der Hecke droppen, was ja nicht geht, da er weder einen Stand nehmen kann, noch schwingen könnte... Aber technisch gesehen, wäre es vollständige Erleichterung vom Weg... 
Hecke ist kein Hindernis.

Leider kein Bild von Situation, war bei Tee 3 GC Starnberg 

LG Holger Erntl

Der nächstgelegen Punkt der vollständigen Erleichterung ist der Punkt, an dem von dem Umstand von dem man Erleichterung in Anspruch nimmt, keine Beeinträchtigung mehr besteht. Das kann auch in einer Hecke sein. Von dem Punkt aus hat der Spieler dann seine Schlägerlänge (Erleichterungsbereich) zum droppen. Hier gilt schlicht: Nearest not nicest. Von der neuen Lage ist dann ggf. ein neues Erleichterungsverfahren möglich, zB weil der Ball dann unspielbar ist. Hier bietet sich aber regelmäßig an, sich erst Gedanken um die Dropmöglichkeiten zu machen, denn manchmal ist das Spielen vom Cartweg eine bessere Alternative als zB aus einer Hecke.

4 Wochen her

Golf Rules

Kommen wir heute nach langer Zeit mal wieder zu einer "Interpretation des Tages" nachdem ich dieses Bild im Urlaub vorgefunden habe:

Interpretation I8.1a/6 "Stand bauen durch Veränderung der Bodenoberfläche ist nicht erlaubt"

Ein Spieler darf zum Einnehmen eines Stands seine Füße fest aufsetzen, aber er verstößt gegen Regel 8.1a, wenn er an der Stelle den Boden verändert, wo der Stand eingenommen werden soll, wenn die Veränderung des Bodens den Raum des beabsichtigten Stands verbessert.

Beispiele für die Veränderung des Bodens, die wahrscheinlich die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen, schließen ein:
- Sand vom Hang eines Bunkers heruntertreten, um eine ebene Standposition zu schaffen.
- Übermäßiges „Eingraben“ der Füße in weichen Boden zur Erlangung eines festeren Untergrunds für den Stand.

Ein Spieler verstößt gegen Regel 8.1a, sobald er durch Veränderung der
Bodenverhältnisse zum Herstellen eines Stands die Bedingungen verbessert hat und kann eine Strafe nicht durch den Versuch vermeiden, die Bodenverhältnisse in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Die Einschränkung zum Verändern des Bodens (Regel 8.1a(3)) betrifft nicht das Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen oder beweglichen Hemmnissen aus dem Bereich des beabsichtigten Stands, zum Beispiel das Entfernen einer großen Anzahl von Kiefernnadeln oder Blättern von der Stelle, an der ein Spieler zum Spielen des Balls stehen wird.

Zulässig bleiben das feste Aufsetzen der Füße, wenn der Stand eingenommen wird. Dies gilt auch, wenn die Füße in angemessenem Ausmaß in Sand oder losem Boden eingegraben werden. Und natürlich auch das redliche beziehen der Standposition, um durch angemessenes Vorgehen zum Ball zu gelangen und den Stand einzunehmen. Aber: Bei diesem Vorgehen hat der Spieler keinen Anspruch auf einen üblichen Stand oder Schwung und muss der Spieler möglichst schonend handeln, um sich in der besonderen Situation regelgerecht zu verhalten. (tk)
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Kommen wir heute nach langer Zeit mal wieder zu einer Interpretation des Tages nachdem ich dieses Bild im Urlaub vorgefunden habe:

Interpretation I8.1a/6 Stand bauen durch Veränderung der Bodenoberfläche ist nicht erlaubt

Ein Spieler darf zum Einnehmen eines Stands seine Füße fest aufsetzen, aber er verstößt gegen Regel 8.1a, wenn er an der Stelle den Boden verändert, wo der Stand eingenommen werden soll, wenn die Veränderung des Bodens den Raum des beabsichtigten Stands verbessert.

Beispiele für die Veränderung des Bodens, die wahrscheinlich die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen, schließen ein:
- Sand vom Hang eines Bunkers heruntertreten, um eine ebene Standposition zu schaffen.
- Übermäßiges „Eingraben“ der Füße in weichen Boden zur Erlangung eines festeren Untergrunds für den Stand. 

Ein Spieler verstößt gegen Regel 8.1a, sobald er durch Veränderung der
Bodenverhältnisse zum Herstellen eines Stands die Bedingungen verbessert hat und kann eine Strafe nicht durch den Versuch vermeiden, die Bodenverhältnisse in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Die Einschränkung zum Verändern des Bodens (Regel 8.1a(3)) betrifft nicht das Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen oder beweglichen Hemmnissen aus dem Bereich des beabsichtigten Stands, zum Beispiel das Entfernen einer großen Anzahl von Kiefernnadeln oder Blättern von der Stelle, an der ein Spieler zum Spielen des Balls stehen wird.

Zulässig bleiben das feste Aufsetzen der Füße, wenn der Stand eingenommen wird. Dies gilt auch, wenn die Füße in angemessenem Ausmaß in Sand oder losem Boden eingegraben werden. Und natürlich auch das redliche beziehen der Standposition, um durch angemessenes Vorgehen zum Ball zu gelangen und den Stand einzunehmen. Aber: Bei diesem Vorgehen hat der Spieler keinen Anspruch auf einen üblichen Stand oder Schwung und muss der Spieler möglichst schonend handeln, um sich in der besonderen Situation regelgerecht zu verhalten. (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Nein, solche Tees sind nicht zulässig 😉

Die Kurzform findet man in der Definitionen der Golfregeln: ein Tee ist ein Gegenstand, der verwendet wird, um einen Ball für den Abschlag über den Boden zu heben. Es darf nicht länger als 101,6 Millimeter (4 Inches) sein und muss den Ausrüstungsregeln entsprechen.

Und in den Ausrüstungsregeln heißt es weiter: [...] es darf nicht
- so entworfen oder hergestellt werden, dass es die Spiellinie anzeigen könnte,
- die Bewegung des Balls unangemessen beeinflussen können, oder
- den Spieler anderweitig beim Schlag oder in seinem Spiel unterstützen können.

Anmerkung: Als Ausnahme für schwierige Platzverhältnisse dürfen zusammengebundene oder an einem Anker befestigte Tees während der
Runde verwendet werden, vorausgesetzt, der Spieler richtet die Tees nicht so aus, dass sie eine Spiellinie anzeigen könnten oder den Spieler anderweitig beim Schlag unterstützen. (tk)
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Nein, solche Tees sind nicht zulässig ;-)

Die Kurzform findet man in der Definitionen der Golfregeln: ein Tee ist ein Gegenstand, der verwendet wird, um einen Ball für den Abschlag über den Boden zu heben. Es darf nicht länger als 101,6 Millimeter (4 Inches) sein und muss den Ausrüstungsregeln entsprechen.

Und in den Ausrüstungsregeln heißt es weiter: [...] es darf nicht
- so entworfen oder hergestellt werden, dass es die Spiellinie anzeigen könnte,
- die Bewegung des Balls unangemessen beeinflussen können, oder
- den Spieler anderweitig beim Schlag oder in seinem Spiel unterstützen können.

Anmerkung: Als Ausnahme für schwierige Platzverhältnisse dürfen zusammengebundene oder an einem Anker befestigte Tees während der 
Runde verwendet werden, vorausgesetzt, der Spieler richtet die Tees nicht so aus, dass sie eine Spiellinie anzeigen könnten oder den Spieler anderweitig beim Schlag unterstützen. (tk)

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Das geht auch nicht? 😁😉🏌🏽‍♂️

Torsten Bittermann deine Frage bzgl Tee helper ist damit geklärt 🙂

Aber bitte nicht zu tief abschlagen👏 👏👏🤣

4 Wochen her

Golf Rules

Frage 2 von Stefan dann am heutigen Tag: "Mein Ball fliegt toll über eine gelbe Penalty Area aufs Grün, hat aber so viel Backspin, dass er vom Grün wieder zurück in die auch auf ihrer Rückseite gelb gepflockte Area rollt und im Wasser verschwindet. Wo darf ich droppen? Auf der Grünseite der Area oder auf der anderen?"

Hier kommen wir wieder einmal zurück auf die "Basics" der Golfregeln - das Erleichterungsverfahren (mit Strafschlag) für einen Ball in einer Penalty Area (s. R17.1d). Neben der Option "Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust", also das Spielen eines neuen Balls von der letzten Stelle kann auch "Erleichterung auf der Linie zurück" angewandt werden.

Hierfür muss der Ball in einem Erleichterungsbereichs auf einer Bezugslinie vom Loch gerade zurück durch den geschätzten Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area gekreuzt hatte, gedroppt werden. Da dieser Punkt nicht in der Penalty Area selber liegen darf, heißt das für den Spieler zwangsläufig, dass die Linie auf der Fairwayseite rückwärtig beginnt / liegt und somit das Hindernis noch einmal überspielt werden muss. Hierzu ist im Regelbuch und in der App auch eine schöne Illustration, die den Sachverhalt noch einmal verdeutlicht. (tk)
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Frage 2 von Stefan dann am heutigen Tag: Mein Ball fliegt toll über eine gelbe Penalty Area aufs Grün, hat aber so viel Backspin, dass er vom Grün wieder zurück in die auch auf ihrer Rückseite gelb gepflockte Area rollt und im Wasser verschwindet. Wo darf ich droppen? Auf der Grünseite der Area oder auf der anderen?

Hier kommen wir wieder einmal zurück auf die Basics der Golfregeln - das Erleichterungsverfahren (mit Strafschlag) für einen Ball in einer Penalty Area (s. R17.1d). Neben der Option Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust, also das Spielen eines neuen Balls von der letzten Stelle kann auch Erleichterung auf der Linie zurück angewandt werden.

Hierfür muss der Ball in einem Erleichterungsbereichs auf einer Bezugslinie vom Loch gerade zurück durch den geschätzten Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area gekreuzt hatte, gedroppt werden. Da dieser Punkt nicht in der Penalty Area selber liegen darf, heißt das für den Spieler zwangsläufig, dass die Linie auf der Fairwayseite rückwärtig beginnt / liegt und somit das Hindernis noch einmal überspielt werden muss. Hierzu ist im Regelbuch und in der App auch eine schöne Illustration, die den Sachverhalt noch einmal verdeutlicht. (tk)

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Loch 18 in Uttlau 🤔

Um es aber klarzustellen: Bei einer rot markierten Penalty Area dürfte Erleichterung in Anspruch genommen werden innerhalb von zwei Schlägerlängen zum letzten Punkt, an dem der Ball die Grenze zur Area passiert hat. Also auf der Grünseite des Wasserhindernisses, und da man nicht näher zum Loch droppen darf, seitlich versetzt. Faustregel: Bei gelb muss man noch mal übers Wasser spielen, bei rot darf man auch jenseits des Wassers weiterspielen (muss es aber nicht). Richtig?

Schönes Bild, Uttlau Loch 18.

Wie schon gesagt, Basic Wissen. Das sollte jeder der Golf spielt ja wohl wissen, oder?

4 Wochen her

Golf Rules

Infos zum World Handicap System 2021

Es gibt eine kurze Präsentation / Zusammenfassung des WHS vom DGV, welches u.a. auf der unten aufgeführten Seite nachgelesen werden kann. Diese kurze Präsentation bietet einen ersten Überblick und grundlegende Basis-Informationen zum neuen World Handicap System. Das vollständige System soll ab Herbst 2020 detailliert erklärt werden.

Interessanter Zusatz:
Der Deutsche Golf Verband beabsichtigt am 21./22. November 2020 die Umstellung des Handicapsystem zu realisieren. Dadurch erfolgt die Konvertierung der Handicaps zum World Handicap Index, auf Grundlage der Durchschnittswertmethode.

www.gvnb.de/news/artikel-lesen/article/world-handicap-system-2021.html
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Danke, damit sind für mich die wichtigsten Fragen beantwortet, z.B. wieviel Jahre bei den 20 Turnieren zurück geschaut wird. Wobei ich mir dann mal mein Stammblatt angeschaut habe, und ich die 20 überraschenderweise in den vier Jahren locker gespielt habe, gefühlt waren das viel weniger. Habe es dann mal grob überschlagen, dürfte deutlich für mich nach oben gehen. Was aber der Spielstärke auch angemessen ist 😃

Ich finde es echt beschissen, dass es weiterhin in Deutschland das EDS System geben wird (so wie ich es aus den bisherigen Unterlagen herausgelesen habe). Bedeutet, dass man weiterhin in den meisten Clubs nur gegen eine zusätzliche Gebühr eine vorgabenwirksame Runde spielen kann. Warum? In den USA ist das viel schöner geregelt. Z. B. über GHIN. Ich spiele meine Runde und registriere diese einfach online. Schwupps wird diese in meine Durchschnittsberechnung aufgenommen. Ganz ohne nochmal mehr zahlen zu müssen. Schließlich zahle ich ja schon im Club eine extra Gebühr für die DGV Verwaltung. Ansonsten finde ich die neue Methode des Handicap Index super. Eine sinnvolle Veränderung auf die ich mich freue.

4 Wochen her

Golf Rules

Aus Franken erreichen uns zwei Fragen von Stefan, auf die wir auch gerne eingehen möchten:

"Frage 1: Darf ich den am Grün markierten Ball drehen, ohne ihn anzuheben? Ich finde in den regeln nur, dass ich ihn zurücklegen muss, nicht aber, dass ich ihn dann noch bewegen dürfte. Da bei uns im Club die Meinungen auseinandergehen, wollte ich da mal die Auskunft der Freaks"

Da brauchen die Meinungen nicht auseinander zu gehen - der Sachverhalt ist im Regelwerk eigentlich klar definiert.

Regel R9.4b "Strafe für Aufnehmen oder absichtliches Berühren des Balls oder für das Verursachen, dass er sich bewegt" ist hier die relevante Stelle. Denn wenn ein Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder absichtlich berührt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, zieht er sich einen Strafschlag zu. In der Interpretation I9.4b/1 "Ball absichtlich berührt, aber nicht bewegt, führt zu einer Strafe für den Spieler" ist dieses Beispiel sogar noch einmal explizit erwähnt: Ein Spieler zieht sich einen Strafschlag zu, wenn er ohne zuerst die Stelle des Balls zu markieren, diesen auf dem Grün zum Ausrichten dreht, auch wenn der Ball auf derselben Stelle verbleibt. Hätte der Spieler den Ball vor dem Berühren oder Drehen markiert, würde keine Strafe anfallen.

Zusatz: Auch beim Identifizieren heißt In Regel R7.3 "Ball zum Identifizieren aufnehmen" heißt es hierzu, dass der Spieler den Ball aufnehmen darf, um ihn zu identifizieren (einschließlich durch Drehen), er aber die Stelle des Balls zuerst markieren muss. (tk)
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Aus Franken erreichen uns zwei Fragen von Stefan, auf die wir auch gerne eingehen möchten:

Frage 1: Darf ich den am Grün markierten Ball drehen, ohne ihn anzuheben? Ich finde in den regeln nur, dass ich ihn zurücklegen muss, nicht aber, dass ich ihn dann noch bewegen dürfte. Da bei uns im Club die Meinungen auseinandergehen, wollte ich da mal die Auskunft der Freaks

Da brauchen die Meinungen nicht auseinander zu gehen - der Sachverhalt ist im Regelwerk eigentlich klar definiert. 

Regel R9.4b Strafe für Aufnehmen oder absichtliches Berühren des Balls oder für das Verursachen, dass er sich bewegt ist hier die relevante Stelle. Denn wenn ein Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder absichtlich berührt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, zieht er sich einen Strafschlag zu. In der Interpretation I9.4b/1 Ball absichtlich berührt, aber nicht bewegt, führt zu einer Strafe für den Spieler ist dieses Beispiel sogar noch einmal explizit erwähnt: Ein Spieler zieht sich einen Strafschlag zu, wenn er ohne zuerst die Stelle des Balls zu markieren, diesen auf dem Grün zum Ausrichten dreht, auch wenn der Ball auf derselben Stelle verbleibt. Hätte der Spieler den Ball vor dem Berühren oder Drehen markiert, würde keine Strafe anfallen.

Zusatz: Auch beim Identifizieren heißt In Regel R7.3 Ball zum Identifizieren aufnehmen heißt es hierzu, dass der Spieler den Ball aufnehmen darf, um ihn zu identifizieren (einschließlich durch Drehen), er aber die Stelle des Balls zuerst markieren muss. (tk)

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Guten Morgen! Habe ich was überlesen? Da steht doch „ darf ich den am Grün MARKIERTEN Ball“... einen markierten Ball darf ich doch immer bewegen und drehen, oder? Also am Grün. Lg

Das geht doch Hand in Hand mit den Situationen in denen Bälle an die markierte stellt p zurückgelegt werden (in dem Fall ausschließlich AUF dem Grün) OHNE dass die Markierung aufgehoben wird um dann noch genau ausgerichtet zu werden. Der Ball ist doch erst dann wieder „im Spiel/unantastbar“ nachdem die Markierung entfernt wurde, oder? Das führt mich gleich zu einer ergänzenden Frage. Manchmal sieht man, dass die Markierung platziert, der Ball aufgehoben wird und dann „klopfen“ manche die Markierung mit dem Ball „fest“. Das die Markierung doch den Ball ersetzt, wird sie dann regeltechnisch wie der Ball behandelt? (Und falls ja, was ist dann wenn ein Ball eines Mitspielers über meine Markierung rollt?) Fragen über fragen... Grüße und weiter so, Thomatchi

Ich sehe immer häufiger, dass Golfer die Marke so nah wie möglich an den Ball - quasi an die Stelle wo der Ball liegt- legen wollen und beim hinlegen der Marke den Ball bewegen. Frage: wie viele Strafschläge gibt es dafür? Zumal der Ball danach sicher um einige Millimeter näher zum Loch liegt. Darauf aufmerksam machen ist übrigens „Erbsenzählerei“…

4 Wochen her

Golf Rules

Fred fragt: "Hallo, Ich bin Rechtshänder und spreche den Ball um mir Vorteil sprich Freedrop als Linkshänder an. Frage:muss ich nun den Schlag als Linkshänder ausführen oder darf ich nach dem dropen wieder rechts schlagen. Danke. Ist ein großes Thema beim Golfstammtisch"

Dann wollen wir dem Stammtisch einmal helfen, auch wenn die Frage nicht ganz genau beantwortet werden kann. Den Ball als Linkshänder anzusprechen, um sich einen Vorteil zu verschaffen, bedingt nicht automatisch, dass man dadurch berechtigt ist, straflose Erleichterung nach r16 zu erhalten. In R16.1a(3) ist explizit beschrieben, dass ein Spieler keinen eindeutig unvernünftigen Schlag nutzen darf, um Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen in Anspruch nehmen zu können. Ist der Schlag eines Spielers unter den gegebenen Umständen eindeutig
unvernünftig, ist Erleichterung nach Regel 16.1 nicht zulässig und er muss den Ball entweder spielen, wie er liegt, oder Erleichterung für einen unspielbaren Ball in Anspruch nehmen.

Ist der Ball jedoch regelkonform ins Spiel gebracht worden, so ist eine neue Spielsituation entstanden und der Spieler kann Schläger, Schwungrichtung, ... frei wählen... (tk)
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Fred fragt: Hallo, Ich bin Rechtshänder und spreche den Ball um mir Vorteil sprich Freedrop als Linkshänder an. Frage:muss ich nun den Schlag als Linkshänder ausführen oder darf ich nach dem dropen wieder rechts schlagen. Danke. Ist ein großes Thema beim Golfstammtisch

Dann wollen wir dem Stammtisch einmal helfen, auch wenn die Frage nicht ganz genau beantwortet werden kann. Den Ball als Linkshänder anzusprechen, um sich einen Vorteil zu verschaffen, bedingt nicht automatisch, dass man dadurch berechtigt ist, straflose Erleichterung nach r16 zu erhalten. In R16.1a(3) ist explizit beschrieben, dass ein Spieler keinen eindeutig unvernünftigen Schlag nutzen darf, um Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen in Anspruch nehmen zu können. Ist der Schlag eines Spielers unter den gegebenen Umständen eindeutig 
unvernünftig, ist Erleichterung nach Regel 16.1 nicht zulässig und er muss den Ball entweder spielen, wie er liegt, oder Erleichterung für einen unspielbaren Ball in Anspruch nehmen.

Ist der Ball jedoch regelkonform ins Spiel gebracht worden, so ist eine neue Spielsituation entstanden und der Spieler kann Schläger, Schwungrichtung, ... frei wählen... (tk)

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Wer solche Fragen stellt sollte sich lieber einen anderen Sport suchen.

Für mich ist es Beschiss an der Runde und an dir selbst 🤷‍♂️ wenn du ihn als Rechtshänder spielen kannst, warum musst du dir dann einen Vorteil holen, als würdest du ein Linkshänder sein? Das macht doch auch der Linkshänder nicht andersherum, oder? Wenn du ihn als Rechtshänder spielen kannst, so würde ich es sehen als "spielen wie er liegt". Dann sind deine Mitspieler vielleicht auch mal nicht so streng mit dir, falls du mal wo anders aus versehen einen Fehler machen solltest 😘

1 Monat her

Golf Rules

Peter wollte von uns wissen:

"Moin zusammen, ich habe mal wieder eine Frage: ich habe neulich in einem Video eine Tipp zum Putttraining gesehen. Bei kurzen Putts schwingt man den Putter so durch, dass man mit der Schlagfläche den Stock berührt. Ziel, den Putter gerade Richtung Loch zu schwingen. Das funktioniert bei mir auch richtig gut, nur ist das im Turnier erlaubt 🤔 ...ich kann da nichts zu finden 🤷🏻‍♂️ Gruß Peter Günster"

Über Sinn und Unsinn des Tipps kann man sich sicher streiten, muss man aber nicht. Hier soll jeder seinen Weg - auch mit Hilfe des Golfpros - finden. Im Selbsttest dieses Tipps habe ich, Torben, die Bälle konsequent rechts am Loch vorbeigeschoben.

Regeltechnisch kommt hier R10.1a ins Spiel, das heißt, wenn der Schlag - das hatten wir vor ein paar Tagen so ähnlich - ehrlich ausgeführt wird, nicht geschoben, gelöffelt oder gekratzt wird, ist es mangels Verbot erlaubt, den Flaggenstock treffen zu wollen. Man könnte noch darüber nachdenken, ob R4.3a verbietet, die Ausrüstung so zu "missbrauchen", da es ja Absicht des Spielers ist, den Stock treffen zu wollen, aber damit ist im Grunde etwas anderes gemeint (zB den Trolley oder Schläger als Ausrichtungshilfe, eine Wasserflasche als Wasserwaage um Breaks zu sehen oder ähnliches).

Zusammenfassend ist also festzustellen - erlaubt ist es, ob sinnvoll muss jeder für sich beantworten.

Habt Ihr Regelfragen? Her damit!
... MehrWeniger

1 Monat her

Golf Rules

Es ist uns auf Golf-Rules immer ein Anliegen die Golfregeln für uns normale Amateure verständlich zu machen und darüber zu berichten. Hin und wieder gibt es aber auch bei den "großen Jungs und Mädels" auf den Touren dieser Welt kuriose Fälle, bei denen sich einmal ein näherer Blick ins Regelbuch lohnt.

Dementsprechend wurden wir auf einen Facebook-Post von Bernd Ritthammer nach den Open de Portugal aufmerksam:

"Wir hatten ja so einige Wetterkapriolen:
Donnerstag: Runde 1 (70)
Freitag: für mich komplett ausgefallen wegen Sturm
Samstag: Runde 2 (74) und 9 Loch Runde 3
Sonntag: 9 Loch Runde 3 (68) und Runde 4 (73)

Jetzt fragt sich der scharfe Beobachter vielleicht „hä??? Der hat doch ne 70 in Runde 3 gespielt?“
Jein!
Ich hab eine 68 gespielt, aber im Nachhinein habe ich 2 Strafschläge erhalten...
Grund:
Wiederanpfiff von Runde 3 am Sonntag Morgen war 8:15 für Alle. Da ich zufällig genau an Tee 1 war (auf Tee 10 am Vorabend gestartet) und die Gruppe vor uns auch noch dort war wusste ich, dass ich ca 10 mins mehr Zeit hatte als die Spieler auf den anderen Löchern. Somit hab ich mein Warmup etwas nach hinten geschoben.
Nach dem Signal zum restart um 8:15 habe ich noch 2 Drives auf der Range geschlagen und bin dann langsam zum Tee marschiert.
Im Nachhinein hat sich das als „Üben während der Runde“ herausgestellt und ich habe die 2 Schläge bekommen.
Fun Fact: Putten wäre straffrei gewesen!

Mental hat mich das dann doch für Runde 4 etwas runtergezogen und somit stand da am Ende Platz 61...
Passiert mir sicherlich nicht nochmal"

Die Nachfrage bei Bernd Ritthammer (Danke für die schnelle Rückmeldung aus Irland) hat ergeben, dass er dachte, solange er „ready for my turn“ ist, er machen kann was er will (offizieller Restart war für 8:15 Uhr angesetzt und Bernd rechnete mit einer Verzögerung und seinem Schlag um 8:31 Uhr). Aber ab dem Wiederanpfiff um 8:15 Uhr waren alle Spieler dann wieder im Turnier - die Runde galt als fortgesetzt. Es wurde gewertet, als wäre Bernd nach 9 Loch mal schnell für eine Minute auf die Range marschiert, um an seinem Schwung zu feilen.

Versuchen wir einmal eine Aufarbeitung aus der Ferne:

Nach Regel R5.5b "Einschränkung von Übungsschlägen zwischen zwei Löchern" darf ein Spieler zwischen zwei Löchern keinen Übungsschlag ausführen. Aber es gibt eine Ausnahme, denn der Spieler darf Putten oder Chippen üben auf oder nahe dem Grün des zuletzt gespielten Lochs, jedem Übungsgrün (siehe Regel 13.1e) und dem Abschlag des nächsten Lochs. (Anmerkung: diese Option kann durch eine Platzregel auch eingeschränkt werden (siehe Musterplatzregel I-2))

Auch während der Spielunterbrechung darf nicht geübt werden. Regel R5.5c "Üben während der Spielunterbrechung oder anderer Spielaussetzung" bestätigt dieses. Wenn das Spiel unterbrochen oder anderweitig nach Regel 5.7a ausgesetzt ist, darf ein Spieler keinen Übungsschlag spielen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: er darf üben wie nach Regel 5.5b erlaubt, überall außerhalb des Platzes und überall auf dem Platz, wo es die Spielleitung erlaubt. Da in diesem Fall das Üben auf dem Übungsbereich zugelassen war konnte Bernd die Range nutzen und an seinen Drives feilen.

Und jetzt kommen wir zur Wiederaufnahme des Spiels. In R5.7c(2) "Pflichten der Spieler bei Wiederaufnahme des Spiels / Wann das Spiel wieder aufgenommen werden muss." heißt es, dass der Spieler spielbereit an dem in (1) beschriebenen Ort sein muss. Und zwar zu der von der Spielleitung zur Wiederaufnahme des Spiels festgesetzten Zeit und der Spieler muss das Spiel zu dieser Zeit (nicht vorher) fortsetzen.

Wenn aus einem Grund das Spiel nur verspätet wiederaufgenommen werden kann (etwa weil die Spieler der Vordergruppe zunächst spielen müssen, um außer Reichweite zu sein), liegt kein Verstoß gegen diese Regel vor, wenn der Spieler zu dem Zeitpunkt anwesend und spielbereit ist, an dem die Spielergruppe des Spielers das Spiel wiederaufnehmen kann.

Soweit so gut - eine Besonderheit, die uns normalen "Clubgolfern" höchstwahrscheinlich nie passieren wird aber in diesem Fall mit einem ziemlich "schmerzlichen" Ausgang für Bernd Ritthammer. Und Danke, dass Du uns das mitgeteilt hast... (tk)
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Es ist uns auf Golf-Rules immer ein Anliegen die Golfregeln für uns normale Amateure verständlich zu machen und darüber zu berichten. Hin und wieder gibt es aber auch bei den großen Jungs und Mädels auf den Touren dieser Welt kuriose Fälle, bei denen sich einmal ein näherer Blick ins Regelbuch lohnt.

Dementsprechend wurden wir auf einen Facebook-Post von Bernd Ritthammer nach den Open de Portugal aufmerksam:

Wir hatten ja so einige Wetterkapriolen:
Donnerstag: Runde 1 (70)
Freitag: für mich komplett ausgefallen wegen Sturm
Samstag: Runde 2 (74) und 9 Loch Runde 3
Sonntag: 9 Loch Runde 3 (68) und Runde 4 (73)

Jetzt fragt sich der scharfe Beobachter vielleicht „hä??? Der hat doch ne 70 in Runde 3 gespielt?“
Jein!
Ich hab eine 68 gespielt, aber im Nachhinein habe ich 2 Strafschläge erhalten...
Grund:
Wiederanpfiff von Runde 3 am Sonntag Morgen war 8:15 für Alle. Da ich zufällig genau an Tee 1 war (auf Tee 10 am Vorabend gestartet) und die Gruppe vor uns auch noch dort war wusste ich, dass ich ca 10 mins mehr Zeit hatte als die Spieler auf den anderen Löchern. Somit hab ich mein Warmup etwas nach hinten geschoben.
Nach dem Signal zum restart um 8:15 habe ich noch 2 Drives auf der Range geschlagen und bin dann langsam zum Tee marschiert.
Im Nachhinein hat sich das als „Üben während der Runde“ herausgestellt und ich habe die 2 Schläge bekommen.
Fun Fact: Putten wäre straffrei gewesen!

Mental hat mich das dann doch für Runde 4 etwas runtergezogen und somit stand da am Ende Platz 61...
Passiert mir sicherlich nicht nochmal

Die Nachfrage bei Bernd Ritthammer (Danke für die schnelle Rückmeldung aus Irland) hat ergeben, dass er dachte, solange er „ready for my turn“ ist, er machen kann was er will (offizieller Restart war für 8:15 Uhr angesetzt und Bernd rechnete mit einer Verzögerung und seinem Schlag um 8:31 Uhr). Aber ab dem Wiederanpfiff um 8:15 Uhr waren alle Spieler dann wieder im Turnier - die Runde galt als fortgesetzt. Es wurde gewertet, als wäre Bernd nach 9 Loch mal schnell für eine Minute auf die Range marschiert, um an seinem Schwung zu feilen.

Versuchen wir einmal eine Aufarbeitung aus der Ferne:

Nach Regel R5.5b Einschränkung von Übungsschlägen zwischen zwei Löchern darf ein Spieler zwischen zwei Löchern keinen Übungsschlag ausführen. Aber es gibt eine Ausnahme, denn der Spieler darf Putten oder Chippen üben auf oder nahe dem Grün des zuletzt gespielten Lochs, jedem Übungsgrün (siehe Regel 13.1e) und dem Abschlag des nächsten Lochs. (Anmerkung: diese Option kann durch eine Platzregel auch eingeschränkt werden (siehe Musterplatzregel I-2))

Auch während der Spielunterbrechung darf nicht geübt werden. Regel R5.5c Üben während der Spielunterbrechung oder anderer Spielaussetzung bestätigt dieses. Wenn das Spiel unterbrochen oder anderweitig nach Regel 5.7a ausgesetzt ist, darf ein Spieler keinen Übungsschlag spielen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: er darf üben wie nach Regel 5.5b erlaubt, überall außerhalb des Platzes und überall auf dem Platz, wo es die Spielleitung erlaubt. Da in diesem Fall das Üben auf dem Übungsbereich zugelassen war konnte Bernd die Range nutzen und an seinen Drives feilen.

Und jetzt kommen wir zur Wiederaufnahme des Spiels. In R5.7c(2) Pflichten der Spieler bei Wiederaufnahme des Spiels / Wann das Spiel wieder aufgenommen werden muss. heißt es, dass der Spieler spielbereit an dem in (1) beschriebenen Ort sein muss. Und zwar zu der von der Spielleitung zur Wiederaufnahme des Spiels festgesetzten Zeit und der Spieler muss das Spiel zu dieser Zeit (nicht vorher) fortsetzen.

Wenn aus einem Grund das Spiel nur verspätet wiederaufgenommen werden kann (etwa weil die Spieler der Vordergruppe zunächst spielen müssen, um außer Reichweite zu sein), liegt kein Verstoß gegen diese Regel vor, wenn der Spieler zu dem Zeitpunkt anwesend und spielbereit ist, an dem die Spielergruppe des Spielers das Spiel wiederaufnehmen kann. 

Soweit so gut - eine Besonderheit, die uns normalen Clubgolfern höchstwahrscheinlich nie passieren wird aber in diesem Fall mit einem ziemlich schmerzlichen Ausgang für Bernd Ritthammer. Und Danke, dass Du uns das mitgeteilt hast... (tk)

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Kann er ja froh sein, das er nicht noch einen halben Eimer geschlagen hat 😜

Das mit dem üben: nachputten am zuletzt fertig gespielten loch ist ein immer wieder diskutiertes regelwerk aber es gibt 100 meinungen unter den golfern. Nach R&A Regeln ist es erlaubt. Aber ist es nicht in den hardcards unserer golfverbände untersagt? Ausschreibungen ansehen! Bei 9-loch plätzen kommt noch die besonderheit dazu, dass ich, wenn ich loch 6 beende, dann nachputte, eigentlich für loch 15 vorübe wenn es ein 18 loch turnier ist. Legal?

1 Monat her

Golf Rules

Ist dieser Ball eingelocht - diese Frage macht immer wieder mal die Runde in den sozialen Medien.

Die Antwort darauf ist gar nicht so schwer, schaut man in die Definition "eingelocht":

"Ein Ball ist eingelocht, wenn er nach einem Schlag im Loch zur Ruhe gekommen ist und sich vollständig unterhalb der Grünoberfläche befindet.

Beziehen sich die Regeln auf „eingelocht“ oder „einlochen“, bedeutet dies, dass der Ball des Spielers eingelocht ist.

Für den speziellen Fall, dass ein Ball am Flaggenstock ruht, der im Loch steht, siehe Regel 13.2c (Ball gilt als eingelocht, wenn er sich teilweise unterhalb der Grünoberfläche befindet). Der ganze Ball muss sich unterhalb der Bodenoberfläche befinden, um als eingelocht zu gelten, wenn er in der Wand des Lochs eingebettet ist

Ist ein Ball in der Wand des Lochs eingebettet und der Ball nicht vollständig unter der Oberfläche des Grüns, ist der Ball nicht eingelocht. Dies gilt auch, wenn der Ball den Flaggenstock berührt."

Also: Dieser Ball IST nicht eingelocht, GILT aber als eingelocht.
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Ist dieser Ball eingelocht - diese Frage macht immer wieder mal die Runde in den sozialen Medien.

Die Antwort darauf ist gar nicht so schwer, schaut man in die Definition eingelocht:

Ein Ball ist eingelocht, wenn er nach einem Schlag im Loch zur Ruhe gekommen ist und sich vollständig unterhalb der Grünoberfläche befindet.

Beziehen sich die Regeln auf „eingelocht“ oder „einlochen“, bedeutet dies, dass der Ball des Spielers eingelocht ist.

Für den speziellen Fall, dass ein Ball am Flaggenstock ruht, der im Loch steht, siehe Regel 13.2c (Ball gilt als eingelocht, wenn er sich teilweise unterhalb der Grünoberfläche befindet). Der ganze Ball muss sich unterhalb der Bodenoberfläche befinden, um als eingelocht zu gelten, wenn er in der Wand des Lochs eingebettet ist

Ist ein Ball in der Wand des Lochs eingebettet und der Ball nicht vollständig unter der Oberfläche des Grüns, ist der Ball nicht eingelocht. Dies gilt auch, wenn der Ball den Flaggenstock berührt.

Also: Dieser Ball IST nicht eingelocht, GILT aber als eingelocht.

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Also: Dieser Ball IST nicht eingelocht, GILT aber als eingelocht.....diese Erklärung gebe mal einem Mitspieler beim Herrennachmittag 🙈 ungläubige Blicke sind dir garantiert 🤣

Spätestens seit Corona kann man das eh vergessen. Da isser eingelocht, wenn er auf dem Schaumstoff liegt. 🤟

Oha. Das verstehe ich nicht. Der Ball auf dem Bild gilt also als eingelocht? Ohne Corona würde ich den Stock zur Seite drücken um den Ball ganz zu versenken. Wenn ich ihn ohne Corona (die guten alten Zeiten) so wie er da jetzt liegt wegnehmen würde wäre er aus meiner Sicht NICHT eingelocht. Da er eben nicht gänzlich unter der Grünoberfläche ist. Zu Corona Zeiten geht natürlich alles...

1 Monat her

Golf Rules

Joachim fragte uns:

"Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zum nächstgelegenen Punkt der Erleichterung in folgendem Fall:

In der ca. einen Meter hohen Bunkerkante (aus Erde) eines Grünbunkers befindet sich in Spielrichtung zum Grün ein ca. 1,5 m tiefes, waagerecht verlaufendes Tierloch. In diesem Loch kommt der Ball unterhalb des Vorgrüns zur Ruhe. Wo ist hier der nächstgelegene Punkt der Erleichterung und wo finde ich dies in den Regeln?

Ich freue mich auf Eure Antwort und großes Lob für die tolle App.

Beste Grüße

Joachim"

Genau diese Frage wird in der Interpretation 16.1b/1 behandelt:

"16.1b/1 – Erleichterungsverfahren, wenn Ball unter der Erde in ungewöhnlichen Platzverhältnissen liegt
Landet ein Ball in ungewöhnlichen Platzverhältnissen und kommt unter der Erde zur Ruhe (und Regel 16.1a(3) ist nicht anwendbar), hängt das anwendbare Erleichterungsverfahren davon ab, ob der Ball im Gelände ist (Regel 16.1b), in einem Bunker (Regel 16.1c), in einer Penalty Area (Regel 17.1c) oder im Aus (Regel 18.2b).

Beispiele, ob und wie Erleichterung in Anspruch genommen werden darf, sind wie folgt:

• Ein Ball landet in einem Tierloch durch einen Eingang, der in einem Bunker am Grün ist, und kommt unterhalb des Grüns zur Ruhe. Da der Ball weder im Bunker, noch auf dem Grün liegt, wird Erleichterung nach Regel 16.1b für einen Ball im Gelände in Anspruch genommen. Die Stelle, an der der Ball im Tierloch liegt, wird benutzt, um den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung zu bestimmen und der Erleichterungsbereich muss im Gelände sein. (...)"

Es gilt die Stelle, an der der Ball im Tierloch liegt, um den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung zu bestimmen. Der Erleichterungsbereich muss allerdings im GELÄNDE liegen, sprich zB auf dem Vorgrün und nicht im Bunker oder auf dem Grün.
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Joachim fragte uns:

Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zum nächstgelegenen Punkt der Erleichterung in folgendem Fall:

In der ca. einen Meter hohen Bunkerkante (aus Erde) eines Grünbunkers befindet sich in Spielrichtung zum Grün ein ca. 1,5 m tiefes, waagerecht verlaufendes Tierloch. In diesem Loch kommt der Ball unterhalb des Vorgrüns zur Ruhe. Wo ist hier der nächstgelegene Punkt der Erleichterung und wo finde ich dies in den Regeln?

Ich freue mich auf Eure Antwort und großes Lob für die tolle App.

Beste Grüße 

Joachim

Genau diese Frage wird in der Interpretation 16.1b/1 behandelt:

16.1b/1 – Erleichterungsverfahren, wenn Ball unter der Erde in ungewöhnlichen Platzverhältnissen liegt
Landet ein Ball in ungewöhnlichen Platzverhältnissen und kommt unter der Erde zur Ruhe (und Regel 16.1a(3) ist nicht anwendbar), hängt das anwendbare Erleichterungsverfahren davon ab, ob der Ball im Gelände ist (Regel 16.1b), in einem Bunker (Regel 16.1c), in einer Penalty Area (Regel 17.1c) oder im Aus (Regel 18.2b).

Beispiele, ob und wie Erleichterung in Anspruch genommen werden darf, sind wie folgt:

• Ein Ball landet in einem Tierloch durch einen Eingang, der in einem Bunker am Grün ist, und kommt unterhalb des Grüns zur Ruhe. Da der Ball weder im Bunker, noch auf dem Grün liegt, wird Erleichterung nach Regel 16.1b für einen Ball im Gelände in Anspruch genommen. Die Stelle, an der der Ball im Tierloch liegt, wird benutzt, um den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung zu bestimmen und der Erleichterungsbereich muss im Gelände sein. (...)
 
Es gilt die Stelle, an der der Ball im Tierloch liegt, um den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung zu bestimmen. Der Erleichterungsbereich muss allerdings im GELÄNDE liegen, sprich zB auf dem Vorgrün und nicht im Bunker oder auf dem Grün.

1 Monat her

Golf Rules

Stellvertretend für alle Greenkeeper, die auch uns als Referees das Leben erleichtern - Danke!

#thankagreenkeeperday
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1 Monat her

Golf Rules

#darferdas? Ist es erlaubt so zu putten wie Gregor hier?

Dafür müssen wir uns R10.1a anschauen. Nach der Definition "Schlag" wäre Gregors Move ein Schlag, denn er bewegt den Schläger vorwärts um den Ball zu treffen. R10.1a verlnagt aber von uns ehrlich nach dem Ball zu schlagen und insbesondere nicht zu schieben, kratzen oder löffeln. Schieben oder Stoßen liegt vor, wenn kein erkennbarer Rückschwung festzustellen ist, wie hier, denn Gregor holt zwar mit dem Fuß aus, gleichwohl bleibt der Schläger dabei auf dem Boden stehen und wird dann durch den Ball gedrückt.

Fazit: Sieht zwar ganz cool aus, ist aber ein Verstoß gegen R10.1a, da nicht redlich nach dem Ball geschlagen wird.
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Aber nur so mache ich keine Dreiputts! 😁🙈

Hm, da ohne Rückschwung kein Golfschlag einer ist, hat sich das für mich schon deshalb erledigt.

Definitiv verboten. Es ist sozusagen eine (Schiebe-Bewegung) ohne Aushol Bewegung. Deshalb ist das kein Golf-Schlag. Darf er nicht. Zum Spaß natürlich schon aber nicht bei einer EDS Runde oder einem vorgabewirksamen Turnier .⛳🏌️‍♂️

klar darf der das... der spielt doch nur rum.

1 Monat her

Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag möchten ich noch eine Erfahrung aus meinem Urlaub ergänzen. Ein Mitspieler richtete sich vor dem Schlag nämlich immer aus, indem er seinen Schläger direkt hinter dem Ball positionierte.

Soweit so gut - in der Interpretation I10.2b(3)/1 "Hinstellen des Schlägerkopfs auf den Boden hinter dem Ball, um den Spieler bei der Einnahme des Stands zu unterstützen, ist zulässig" heißt es hierzu, dass Regel 10.2b(3) einem Spieler nicht erlaubt, einen Gegenstand (zum Beispiel einen Ausrichtungsstab oder einen Schläger) hinzulegen, um den Spieler bei der Einnahme des Stands zu unterstützen. Dieses Verbot hindert den Spieler jedoch nicht daran, seinen Schlägerkopf hinter den Ball zu setzen, zum Beispiel, indem ein Spieler hinter dem Ball steht und den Schlägerkopf rechtwinklig zur Spiellinie hinstellt, und dann hinter dem Ball herumgeht, um seinen Stand einzunehmen.

Was allerdings nicht geht - und diese bejahte meine "Urlaubsbekanntschaft" - den Schläger so in den Boden zu drücken, dass dieser eine Druckstelle in dem Gras verursacht, anhand sich der Spieler dann ausrichtet. Nach R8.1b(4) ist das leichte Aufsetzen des Schlägers direkt vor oder hinter dem Ball zwar zulässig - der Spieler ist aber nicht berechtigt den Schläger auf den Boden zu drücken.

Unser Urlaubsmitspieler war sehr erfreut über meinen Hinweis nach der Runde und zugleich auch verwundert, dass ihn darauf noch niemand in seinem Club oder bei externen Wettspielen angesprochen hat, da dieses ein fester Bestandteil seiner Schlagroutine ist.

Nun denn, jetzt weiß er es - und ihr mit diesem Beitrag auch... (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag möchten ich noch eine Erfahrung aus meinem Urlaub ergänzen. Ein Mitspieler richtete sich vor dem Schlag nämlich immer aus, indem er seinen Schläger direkt hinter dem Ball positionierte.

Soweit so gut - in der Interpretation I10.2b(3)/1 Hinstellen des Schlägerkopfs auf den Boden hinter dem Ball, um den Spieler bei der Einnahme des Stands zu unterstützen, ist zulässig heißt es hierzu, dass Regel 10.2b(3) einem Spieler nicht erlaubt, einen Gegenstand (zum Beispiel einen Ausrichtungsstab oder einen Schläger) hinzulegen, um den Spieler bei der Einnahme des Stands zu unterstützen. Dieses Verbot hindert den Spieler jedoch nicht daran, seinen Schlägerkopf hinter den Ball zu setzen, zum Beispiel, indem ein Spieler hinter dem Ball steht und den Schlägerkopf rechtwinklig zur Spiellinie hinstellt, und dann hinter dem Ball herumgeht, um seinen Stand einzunehmen. 

Was allerdings nicht geht - und diese bejahte meine Urlaubsbekanntschaft - den Schläger so in den Boden zu drücken, dass dieser eine Druckstelle in dem Gras verursacht, anhand sich der Spieler dann ausrichtet. Nach R8.1b(4) ist das leichte Aufsetzen des Schlägers direkt vor oder hinter dem Ball zwar zulässig - der Spieler ist aber nicht berechtigt den Schläger auf den Boden zu drücken.

Unser Urlaubsmitspieler war sehr erfreut über meinen Hinweis nach der Runde und zugleich auch verwundert, dass ihn darauf noch niemand in seinem Club oder bei externen Wettspielen angesprochen hat, da dieses ein fester Bestandteil seiner Schlagroutine ist. 

Nun denn, jetzt weiß er es - und ihr mit diesem Beitrag auch... (tk)

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Absichtlich auch noch eine Druckstelle ins Grün machen? Na, da weiß man auch, wie gut derjenige Pitchmarken ausbessert...

Letztes Jahr mit jemandem privat gespielt, der im Bunker den Sand hinter seinem Ball mit dem Fuß in Spielrichtung platt getreten habe. Als ich ihm sagte, dass er das in einem Turnier besser nicht mache, sagte er mir, dass ihm das in seiner regelmäßigen Golfgruppe noch nie jemand gesagt habe.

Ich hab schon dem ein oder anderen bei dieser Routine zugesehen meistens hats nur gar nicht geholfen. Die Bälle lagen trotzdem irgendwo und nicht da wo Sie sollten. Zudem war das Spektakel meist sehr langwierig und ich dachte man hat jetzt ein Zeitlimit pro Schlag 😅

Ludmila Jemelkova 👍👍👍

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1 Monat her

Golf Rules

Eine Frage erreichte uns über golfstun.de:

"Hi
Ich muss diesen alten Post noch einmal aufgreifen. Es gibt immer wieder Spieler, die ihren Putter so hinter dem Ball positionieren, dass die vermeintliche Puttlinie damit „getroffen“ wird. In 10.2b (2) heißt es „The player or caddie must not set an object down on or off the putting green to show the line of play. This is not allowed even if that object is removed before the stroke is made.” Stellt sich die Frage wie hier zu entscheiden ist."

Hiermit ist nicht der Putter als Schläger sondern ein Gegenstand gemeint, den der Spieler als Halte- und Zielpunkt nutzt, wie zB eine Wasserflasche, seine Tasche, oder, oder, oder.

Das ausgerichtete platzieren des Putters, selbst wenn dieser von alleine steht, ist nach wie vor regelkonform.
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Eine Frage erreichte uns über golfstun.de:

Hi
Ich muss diesen alten Post noch einmal aufgreifen. Es gibt immer wieder Spieler, die ihren Putter so hinter dem Ball positionieren, dass die vermeintliche Puttlinie damit „getroffen“ wird. In 10.2b (2) heißt es „The player or caddie must not set an object down on or off the putting green to show the line of play. This is not allowed even if that object is removed before the stroke is made.” Stellt sich die Frage wie hier zu entscheiden ist.

Hiermit ist nicht der Putter als Schläger sondern ein Gegenstand gemeint, den der Spieler als Halte- und Zielpunkt nutzt, wie zB eine Wasserflasche, seine Tasche, oder, oder, oder.

Das ausgerichtete platzieren des Putters, selbst wenn dieser von alleine steht, ist nach wie vor regelkonform.

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Moin, eine ergänzende Frage habe ich dazu noch: Es gibt ja Ballmarker mit Ziellinie, bei denen damit geworben wird, den Ball an dieser Marker-Ziellinie ausrichten zu können. Sind solche Ballmarker regelkonform?

Ich hoffe immer noch das diese Mutter auf die rote Liste kommen. Die tragen deutlich zur Verlängerung der Spielzeit bei. Ausrichten, nach hinten gehen, gucken, Ausrichtung korrigieren, Ausrichtung prüfen, Mit Glück spielen oder noch einmal ausrichten.... 😵

1 Monat her

Golf Rules

Kurze Frage von Rita: "Ein Mitspieler wird von mir auf dem Grün berechtigt, meinen Ball zu markieren. Darf nur er den Ball zurücklegen oder auch ich?"

Kurze Antwort aus dem Regelbuch mit einem Zitat aus R14.2b "Wer den Ball zurücklegen muss und wie er zurückgelegt werden muss":

Nach den Regeln darf der Ball des Spielers nur zurückgelegt werden durch den Spieler oder jede Person, die den Ball aufgenommen hat oder verursachte, dass er sich bewegte (auch wenn diese Person nach den Regeln nicht dazu berechtigt war).

Wenn der Spieler einen Ball spielt, der von einer unberechtigten Person zurückgelegt wurde, zieht der Spieler sich einen Strafschlag zu. (tk)
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Kurze Frage von Rita: Ein Mitspieler wird von mir auf dem Grün berechtigt, meinen Ball zu markieren. Darf nur er den Ball zurücklegen oder auch ich?

Kurze Antwort aus dem Regelbuch mit einem Zitat aus R14.2b Wer den Ball zurücklegen muss und wie er zurückgelegt werden muss: 

Nach den Regeln darf der Ball des Spielers nur zurückgelegt werden durch den Spieler oder jede Person, die den Ball aufgenommen hat oder verursachte, dass er sich bewegte (auch wenn diese Person nach den Regeln nicht dazu berechtigt war).

Wenn der Spieler einen Ball spielt, der von einer unberechtigten Person zurückgelegt wurde, zieht der Spieler sich einen Strafschlag zu. (tk)

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Heißt im Umkehrschluß: legt der Mitspieler den Ball zurück, markiere ich ihn anschließend, nehme ihn kurz auf und lege ihn selber wieder ihn um straffrei weiterspielen zu dürfen?

1 Monat her

Golf Rules

Und dann haben wir noch eine Frage von Oliver bekommen: "Hallo, wir haben bei uns auf dem Platz mehrere Wasserabläufe, welche bis zu ca 5 cm tief in das Fairway eingelassen sind. Würde - wenn wie auf dem Bild zu sehen - die Spielerin Stand in der Absenkung einnehmen muß, Regel 16 greifen und die Absenkung als Zugehörig zum Kanaldeckel angesehen werden können oder müsste hier der Ball gespielt werden wie er liegt - trotz deutlicher Behinderung in Stand?"

Das ist dann Pech, denn lt. Regelwerk kann der Spieler nur Erleichterung von dem unbeweglichen Hemmnis nach R16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" erlangen, welches in diesem Fall der künstliche Gegenstand (also Wasserablauf) ist. Da der Spieler in seinem Stand nicht beeinträchtigt ist kann diese Regel also nicht greifen.

Ergänzend zu erwähnen ist auch, dass es häufig auch durch die Spielleitung erlassene Platzregeln gibt, die Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagen, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist.

Natürlich hätte die Spielleitung in dem bebilderten Beispiel auch die Möglichkeit (z.B. wenn der Bereich um die Wasserabläufe nach den Arbeiten noch nicht richtig eingewachsen ist) eine temporäre Platzregel zu erlassen, die diesen Bereich (z.B. eine Schlägerlänge um den Deckel herum) als Boden in Ausbesserung definiert, so dass R16.1b Anwendung finden könnte. (tk)
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Und dann haben wir noch eine Frage von Oliver bekommen:  Hallo, wir haben bei uns auf dem Platz mehrere Wasserabläufe, welche bis zu ca 5 cm tief in das Fairway eingelassen sind. Würde - wenn wie auf dem Bild zu sehen - die Spielerin Stand in der Absenkung einnehmen muß, Regel 16 greifen und die Absenkung als Zugehörig zum Kanaldeckel angesehen werden können oder müsste hier der Ball gespielt werden wie er liegt - trotz deutlicher Behinderung in Stand?

Das ist dann Pech, denn lt. Regelwerk kann der Spieler nur Erleichterung von dem unbeweglichen Hemmnis nach R16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände erlangen, welches in diesem Fall der künstliche Gegenstand (also Wasserablauf) ist. Da der Spieler in seinem Stand nicht beeinträchtigt ist kann diese Regel also nicht greifen.

Ergänzend zu erwähnen ist auch, dass es häufig auch durch die Spielleitung erlassene Platzregeln gibt, die Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagen, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist.

Natürlich hätte die Spielleitung in dem bebilderten Beispiel auch die Möglichkeit (z.B. wenn der Bereich um die Wasserabläufe nach den Arbeiten noch nicht richtig eingewachsen ist) eine temporäre Platzregel zu erlassen, die diesen Bereich (z.B. eine Schlägerlänge um den Deckel herum) als Boden in Ausbesserung definiert, so dass R16.1b Anwendung finden könnte. (tk)

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So wie das auf dem Foto aussieht, ist das außerdem nicht auf dem Fairway, sondern irgendwo im Gelände, nahe des Golfplatzes 😉

Großes Kompliment an den Platzdesigner ...

Claudia Ruebenich

1 Monat her

Golf Rules

Nach einem Schlag in eine Penalty Area hat der Spieler nach R17 "Penalty Area" hat der Spieler folgende Optionen sein Spiel fortzusetzen:

- R17.1b Der Spieler darf den Ball in der Penalty Area spielen, wie er liegt
- R17.1d (1) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- R17.1d (2) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung auf der Linie zurück
- R17.1d (3) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas)

Insbesondere der letzte Punkt führt ab und zu immer wieder einmal zu Diskussionen. Normalerweise ist die Bestimmung des Bezugspunktes (der geschätzte Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat) und des Erleichterungsbereiches (zwei
Schlägerlängen, aber mit Einschränkungen: darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt, darf in jedem Bereich des Platzes liegen außer in derselben Penalty Area) ohne große Überlegungen möglich.

Manchmal kann es aber dazu kommen, dass der Erleichterungsbereich durch die o.g. Einschränkungen kleiner ist, als der Halbkreis mit dem Radius der vollen zwei Schlägerlängen. Aber selbst ein paar Zentimeter Erleichterungsbereich würden ausreichen, um den Ball regelkonform droppen zu können.

Ganz schwierig könnte es werden, wenn ein Grün (wie mit einem Zirkel vermessen) kreisrund ist und die Penalty Area direkt daran angrenzt. Hier könnte die Spielleitung im Vorfeld unterstützen und durch ein gezacktes Setzen der Hindernisgrenze oder durch die zusätzliche Etablierung einer Dropzone das Verfahren erleichtern.

Im Extremfall könnte es aber ggf. auch sein, dass eines der o.g. Verfahren aufgrund der gegebenen Umstände nicht angewandt werden kann. Ein Anrecht auf alle möglichen Erleichterungsoptionen hat der Spieler auf jeden Fall nicht... (tk)
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Nach einem Schlag in eine Penalty Area hat der Spieler nach R17 Penalty Area hat der Spieler folgende Optionen sein Spiel fortzusetzen:

- R17.1b Der Spieler darf den Ball in der Penalty Area spielen, wie er liegt 
- R17.1d (1) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- R17.1d (2) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung auf der Linie zurück
- R17.1d (3) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas)

Insbesondere der letzte Punkt führt ab und zu immer wieder einmal zu Diskussionen. Normalerweise ist die Bestimmung des Bezugspunktes (der geschätzte Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat) und des Erleichterungsbereiches (zwei
Schlägerlängen, aber mit Einschränkungen: darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt, darf in jedem Bereich des Platzes liegen außer in derselben Penalty Area) ohne große Überlegungen möglich. 

Manchmal kann es aber dazu kommen, dass der Erleichterungsbereich durch die o.g. Einschränkungen kleiner ist, als der Halbkreis mit dem Radius der vollen zwei Schlägerlängen. Aber selbst ein paar Zentimeter Erleichterungsbereich würden ausreichen, um den Ball regelkonform droppen zu können.

Ganz schwierig könnte es werden, wenn ein Grün (wie mit einem Zirkel vermessen) kreisrund ist und die Penalty Area direkt daran angrenzt. Hier könnte die Spielleitung im Vorfeld unterstützen und durch ein gezacktes Setzen der Hindernisgrenze oder durch die zusätzliche Etablierung einer Dropzone das Verfahren erleichtern.

Im Extremfall könnte es aber ggf. auch sein, dass eines der o.g. Verfahren aufgrund der gegebenen Umstände nicht angewandt werden kann. Ein Anrecht auf alle möglichen Erleichterungsoptionen hat der Spieler auf jeden Fall nicht... (tk)

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Das mit den Zacken hat aber auch nicht nur Vorteile. Wäre gestern beinahe vom Keiler gefallen....

1 Monat her

Golf Rules

Jürgen fragte: "Frage an die Experten bin mir sicher dass sie mir helfen könnt. Finde leider in der einschlägigen Literatur darüber nichts.?. Ball landet mitten im Bunker in einem Loch deutlich gegraben entweder von einem Hund oder einem sonstigen Tieren. Spielen wir liegt? Danke im Voraus schon für eure Hilfe".

Da es hier um eine Kombination /Abfolge der Golfregeln geht, möchten wir einmal den Lösungsweg aufzeigen:

1) Definition "Tierloch": Jedes Loch, das von einem Tier gegraben wurde, außer das Loch wurde von Tieren gegraben, die auch als lose hinderliche Naturstoffe gelten (zum Beispiel Würmer oder Insekten). Dabei ist zu beachten, dass eine Einzelne Fußspur oder Hufabdruck ist kein Tierloch ist.

2) Definition "Ungewöhnliche Platzverhältnisse": Jeder der vier definierten Umstände Tierloch, Boden in Ausbesserung, unbewegliches Hemmnis oder zeitweiliges Wasser sind ungewöhnliche Platzverhältnisse.

3) Regel 16.1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" und hier insbesondere Regel 16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker": straflose Erleichterung / Ball aus dem Bunker spielen (s. R16.1c(1)) oder Erleichterung mit Strafe / Spielen außerhalb des Bunkers (Erleichterung „auf der Linie zurück“) (s. R16.1c(2)).

Gewusst wie - dann ist es eigentlich ganz einfach... (tk)
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Jürgen fragte: Frage an die Experten bin mir sicher dass sie mir helfen könnt. Finde leider in der einschlägigen Literatur darüber nichts.?. Ball landet mitten im Bunker in einem Loch deutlich gegraben entweder von einem Hund oder einem sonstigen Tieren. Spielen wir liegt? Danke im Voraus schon für eure Hilfe.

Da es hier um eine Kombination /Abfolge der Golfregeln geht, möchten wir einmal den Lösungsweg aufzeigen:

1) Definition Tierloch: Jedes Loch, das von einem Tier gegraben wurde, außer das Loch wurde von Tieren gegraben, die auch als lose hinderliche Naturstoffe gelten (zum Beispiel Würmer oder Insekten). Dabei ist zu beachten, dass eine Einzelne Fußspur oder Hufabdruck ist kein Tierloch ist.

2) Definition Ungewöhnliche Platzverhältnisse: Jeder der vier definierten Umstände Tierloch, Boden in Ausbesserung, unbewegliches Hemmnis oder zeitweiliges Wasser sind ungewöhnliche Platzverhältnisse.

3) Regel 16.1 Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) und hier insbesondere Regel 16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker: straflose Erleichterung / Ball aus dem Bunker spielen (s. R16.1c(1)) oder Erleichterung mit Strafe / Spielen außerhalb des Bunkers (Erleichterung „auf der Linie zurück“) (s. R16.1c(2)).

Gewusst wie - dann ist es eigentlich ganz einfach... (tk)

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Da zeigt sich der wahre Sportsmann: einfach aufs Grün wäre ja auch langweilig gewesen! 😜😂😁

Ist das die 18 in Hardenberg ?

1 Monat her

Golf Rules

Und manchmal muss / kann man als Spielleitung im Rahmen des Regelwerkes auch kreativ sein - so wie in dem heutigen Beispiel.

Bei einem Referee-Einsatz wurde beim morgentlichen Setup festgestellt, dass eine zuvor festgelegte Lochposition (lag schon in weiser Voraussicht auf einem höhergelegenen Plateau) sehr wahrscheinlich schnell "gewässert" werden würde. Als sofortige Maßnahme wurde mit Hilfe des Greenkeepers eine geeignetere Lochposition gesucht, ein neues Loch vor dem Start des Wettspiels gestochen und die Spieler über einen Aushang beim Start und auf dem Tee informiert.

Schnell zeigte sich, dass trotz dem Einsatz von Flitschen, mit denen das Wasser regelmäßig von Grün geschoben wurde, sich an bestimmten Stellen am Rande des Grüns Wasser ansammelte. Das Erleichterungsverfahren nach R16.1d "Erleichterung für einen Ball auf dem Grün" sieht dann vor, dass der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen darf, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt. Der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung muss entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen. Gibt es keinen solchen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, darf der Spieler trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle größtmöglicher Erleichterung als Bezugspunkt verwendet, die entweder auf dem Grün oder im Gelände liegt.

Musterplatzregel E-1 sieht vor, dass eine Dropzone in Betracht gezogen werden kann, wenn es für Spieler ein Problem darstellt, die normalen Erleichterungsmöglichkeiten nach einer Regel in Anspruch zu nehmen. Insofern haben wir den Spielern eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, einen auf dem Grün zur Ruhe gekommenen Ball zu Putten, indem wir "Dropzonen" in ungefähr gleicher Entfernung zum Loch eingerichtet haben. Diese konnten alternativ zu R16.1d vom Spieler genutzt werden. Auch hierüber wurden die Spieler am Start und auf dem Abschlag durch eine Platzregel informiert, so dass die Spieler bei Behinderung durch die ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün in der nächstgelegenen Dropzone den Ball legen und dann putten konnte.

Zwar hat nur ein Spieler die Erleichterungsoption "Dropzone" in Anspruch genommen - aber das kann man vorher ja nicht wissen...

Abschließend anzumerken ist, dass es sich in diesem Fall um ein Turnier mit Professionals handelte, bei denen die Durchführung der Runde auch Auswirkungen auf die Wertung des Wettspiels und der Vergabe des Preisgeldes hat. Unter den "normalen" Wettspielbedingungen wäre die Runde sicherlich unterbrochen bzw. vielleicht auch anuliert worden. (tk)
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Und manchmal muss / kann man als Spielleitung im Rahmen des Regelwerkes auch kreativ sein - so wie in dem heutigen Beispiel. 

Bei einem Referee-Einsatz wurde beim morgentlichen Setup festgestellt, dass eine zuvor festgelegte Lochposition (lag schon in weiser Voraussicht auf einem höhergelegenen Plateau) sehr wahrscheinlich schnell gewässert werden würde. Als sofortige Maßnahme wurde mit Hilfe des Greenkeepers eine geeignetere Lochposition gesucht, ein neues Loch vor dem Start des Wettspiels gestochen und die Spieler über einen Aushang beim Start und auf dem Tee informiert.

Schnell zeigte sich, dass trotz dem Einsatz von Flitschen, mit denen das Wasser regelmäßig von Grün geschoben wurde, sich an bestimmten Stellen am Rande des Grüns Wasser ansammelte. Das Erleichterungsverfahren nach R16.1d Erleichterung für einen Ball auf dem Grün sieht dann vor, dass der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen darf, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt. Der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung muss entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen. Gibt es keinen solchen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, darf der Spieler trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle größtmöglicher Erleichterung als Bezugspunkt verwendet, die entweder auf dem Grün oder im Gelände liegt.

Musterplatzregel E-1 sieht vor, dass eine Dropzone in Betracht gezogen werden kann, wenn es für Spieler ein Problem darstellt, die normalen Erleichterungsmöglichkeiten nach einer Regel in Anspruch zu nehmen. Insofern haben wir den Spielern eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, einen auf dem Grün zur Ruhe gekommenen Ball zu Putten, indem wir Dropzonen in ungefähr gleicher Entfernung zum Loch eingerichtet haben. Diese konnten alternativ zu R16.1d vom Spieler genutzt werden. Auch hierüber wurden die Spieler am Start und auf dem Abschlag durch eine Platzregel informiert, so dass die Spieler bei Behinderung durch die ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün in der nächstgelegenen Dropzone den Ball legen und dann putten konnte. 

Zwar hat nur ein Spieler die Erleichterungsoption Dropzone in Anspruch genommen - aber das kann man vorher ja nicht wissen... 

Abschließend anzumerken ist, dass es sich in diesem Fall um ein Turnier mit Professionals handelte, bei denen die Durchführung der Runde auch Auswirkungen auf die Wertung des Wettspiels und der Vergabe des Preisgeldes hat. Unter den normalen Wettspielbedingungen wäre die Runde sicherlich unterbrochen bzw. vielleicht auch anuliert worden. (tk)Image attachment

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Falk Hißlinger sollte man mal bei der 18 und 11 machen, falls es absehbar ist.

1 Monat her

Golf Rules

Golf-Rules on Tour - neue Regelfälle sammeln... ... MehrWeniger

Golf-Rules on Tour - neue Regelfälle sammeln...

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Na sowas!

Viel Spaß!

Ha da habe ich heute noch gespielt:)

1 Monat her

Golf Rules

Ein Hemmnis ist jeder künstliche Gegenstand ausgenommen Bestandteile des Platzes und Ausmarkierungen.

Beispiele für Hemmnisse:
- Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche, einschließlich ihrer künstlichen Begrenzungen,
- Gebäude und Schutzhütten,
- Beregnungsdeckel, Abflüsse sowie Beregnungs- oder Schaltkästen,
- Pfähle, Mauern, Geländer, Zäune (Aber nicht wenn sie Ausmarkierungen sind, die die Ausgrenze des Platzes definieren oder anzeigen),
- Golfcarts, Mäher, Autos und andere Fahrzeuge,
- Mülleimer, Wegweiser und Bänke,
- Ausrüstung der Spieler, Flaggenstöcke und Harken.

Ein Hemmnis ist entweder ein bewegliches Hemmnis oder ein unbewegliches Hemmnis. Erfüllt ein Teil eines unbeweglichen Hemmnisses (z. B. ein Tor, eine Tür oder ein Teil eines befestigten Kabels) die Anforderungen an ein bewegliches Hemmnis, gilt dieses Teil als bewegliches Hemmnis.

In der Musterplatzregel F-1 gibt es Beispiele, wie eine Spielleitung Platzregeln für die folgenden Zwecke aufstellen darf, ohne dass sie mit den Musterplatzregeln aus Abschnitt 2 übereinstimmen müssen:
- Klarstellung des Status von Gegenständen, die Hemmnisse sein können
- Künstliche Gegenstände zum Bestandteil des Platzes erklären (kein Hemmnis)
- Künstliche Oberflächen und Ränder von Straßen zu Bestandteilen des Platzes erklären
- Straßen und Wege ohne künstliche Oberfläche und Ränder zu Hemmnissen erklären, wenn sie das Spiel auf unfaire Weise beeinflussen könnten
- Zeitweilige Hemmnisse auf dem Platz oder in dessen Nähe zu beweglichen, unbeweglichen oder zeitweiligen unbeweglichen Hemmnissen erklären

Insofern - bitte unbedingt vor dem Spiel die Platzregeln lesen und sich insbesondere über den Status der jeweiligen Besonderheiten informieren... (tk)
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Ein Hemmnis ist jeder künstliche Gegenstand ausgenommen Bestandteile des Platzes und Ausmarkierungen.

Beispiele für Hemmnisse:
- Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche, einschließlich ihrer künstlichen Begrenzungen,
- Gebäude und Schutzhütten,
- Beregnungsdeckel, Abflüsse sowie Beregnungs- oder Schaltkästen,
- Pfähle, Mauern, Geländer, Zäune (Aber nicht wenn sie Ausmarkierungen sind, die die Ausgrenze des Platzes definieren oder anzeigen),
- Golfcarts, Mäher, Autos und andere Fahrzeuge,
- Mülleimer, Wegweiser und Bänke,
- Ausrüstung der Spieler, Flaggenstöcke und Harken.

Ein Hemmnis ist entweder ein bewegliches Hemmnis oder ein unbewegliches Hemmnis. Erfüllt ein Teil eines unbeweglichen Hemmnisses (z. B. ein Tor, eine Tür oder ein Teil eines befestigten Kabels) die Anforderungen an ein bewegliches Hemmnis, gilt dieses Teil als bewegliches Hemmnis.

In der Musterplatzregel F-1 gibt es Beispiele, wie eine Spielleitung Platzregeln für die folgenden Zwecke aufstellen darf, ohne dass sie mit den Musterplatzregeln aus Abschnitt 2 übereinstimmen müssen:
- Klarstellung des Status von Gegenständen, die Hemmnisse sein können
- Künstliche Gegenstände zum Bestandteil des Platzes erklären (kein Hemmnis)
- Künstliche Oberflächen und Ränder von Straßen zu Bestandteilen des Platzes erklären
- Straßen und Wege ohne künstliche Oberfläche und Ränder zu Hemmnissen erklären, wenn sie das Spiel auf unfaire Weise beeinflussen könnten
- Zeitweilige Hemmnisse auf dem Platz oder in dessen Nähe zu beweglichen, unbeweglichen oder zeitweiligen unbeweglichen Hemmnissen erklären

Insofern - bitte unbedingt vor dem Spiel die Platzregeln lesen und sich insbesondere über den Status der jeweiligen Besonderheiten informieren... (tk)

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Unser Niedersachsen Course, Loch 5

Petra Werth die Schutzhütte 🤣

Wie?? Ich hätte da droppen dürfen? Du wusstest das, da Du im Gegensatz zu mir die Platzregeln gelesen hast, und hast nichts gesagt? O.K. Lektion gelernt - aber wunder Dich nicht, wenn deine Bälle bei unserer nächsten Runde immer so merkwürdig eingetreten aussehen...

Strommasten und -leitungen nicht vergessen. Bestandteil des Platzes heißt dann.... keine straflose Erleichterung, richtig?

Schönes Bild vom Niedersachsen Course aus Nörten-Hardenberg

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1 Monat her

Golf Rules

Yannick schrieb: "Habe mal eine ganz schnelle Frage zu ungewöhnlichen Platzverhältnissen auf Grüns und die Beeinträchtigung der Spiellinie, wenn man auf dem Grün liegt und eben diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse das Spielen des Balls durch die gedachte Linie verhindern: straflose Erleichterung hier berechtigt und wenn ja, auf dem Grün droppen oder den Ball legen?"

Schnelle Frage - schnelle Antwort:

Auskunft gibt R16.1d "Erleichterung für einen Ball auf dem Grün": Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün und ist durch ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Platz beeinträchtigt, darf der Spieler strafl ose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt.

Dabei ist zu beachten, dass der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen können. Der Ball ist dann aber immer zu legen... (tk)
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Yannick schrieb: Habe mal eine ganz schnelle Frage zu ungewöhnlichen Platzverhältnissen auf Grüns und die Beeinträchtigung der Spiellinie, wenn man auf dem Grün liegt und eben diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse das Spielen des Balls durch die gedachte Linie verhindern: straflose Erleichterung hier berechtigt und wenn ja, auf dem Grün droppen oder den Ball legen?

Schnelle Frage - schnelle Antwort:

Auskunft gibt R16.1d Erleichterung für einen Ball auf dem Grün: Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün und ist durch ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Platz beeinträchtigt, darf der Spieler strafl ose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt.

Dabei ist zu beachten, dass der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen können. Der Ball ist dann aber immer zu legen... (tk)

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Also gibt es auch Erleichterung von Wasser auf der Spiellinie zum Loch und nicht nur bezüglich der Lage?

1 Monat her

Golf Rules

Spielbeschleunigung - ein sehr wichtiger Punkt, dem sich die Spielleitung im Vorfeld des Wettspiels annehmen sollte. In diesem Beispiel gibt es auf dem Platz ein Par 4, welches die Spieler mit dem Abschlag erreichen können. Um den Spieler die Wartezeit auf dem Tee verkürzen, wurde in diesem Fall das sogenannte "Call on hole" aktiviert.

Das bedeutet, dass die Spieler auf dem Grün die Bälle markieren und der nachfolgenden Spielgruppe (sofern diese schon auf dem Abschlag warten) zuerst den Abschlag ermöglichen. Währen die Spieler dann vom Abschlag zum Grün gehen kann die vorausspielende Gruppe das Loch beenden.

Ein ziemlich einfaches Prinzip, welches auch bei längeren Par 3 Löchern angewandt werden kann. Nur sollten die Spieler auch das Prinzip kennen und danach handeln... (tk)
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Spielbeschleunigung - ein sehr wichtiger Punkt, dem sich die Spielleitung im Vorfeld des Wettspiels annehmen sollte. In diesem Beispiel gibt es auf dem Platz ein Par 4, welches die Spieler mit dem Abschlag erreichen können. Um den Spieler die Wartezeit auf dem Tee verkürzen, wurde in diesem Fall das sogenannte Call on hole aktiviert.

Das bedeutet, dass die Spieler auf dem Grün die Bälle markieren und der nachfolgenden Spielgruppe (sofern diese schon auf dem Abschlag warten) zuerst den Abschlag ermöglichen. Währen die Spieler dann vom Abschlag zum Grün gehen kann die vorausspielende Gruppe das Loch beenden.

Ein ziemlich einfaches Prinzip, welches auch bei längeren Par 3 Löchern angewandt werden kann. Nur sollten die Spieler auch das Prinzip kennen und danach handeln... (tk)Image attachment

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Ist das nicht teilweise sehr gefährlich? Wir hatten gestern auch wieder einen Vorfall wo jemand seine Reichweite unterschätzt hat und der Ball direkt neben uns eingeschlagen ist. Ich hätte da Sorge wenn ich mich nicht irgendwie in Sicherheit hinter eine Absperrung/Bäume etc. begeben kann getroffen zu werden

1 Monat her

Golf Rules

Wenn sich der Ball in Ruhe bewegt, dann kann dieses viele Gründe haben. Macht dazu doch mal einen Beitrag - so der Wunsch an uns von Paul, dem wir natürlich gerne nachkommen.

Ab Regel 9.2 sind nämlich diese Punkte zusammengefasst worden, so dass die verschiedenen Gründe und der korrekte regeltechnische Umgang relativ übersichtlich Nachgelesen werden kann.

Vorab: Ein ruhender Ball eines Spielers wird ausschließlich dann als bewegt behandelt, wenn es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er sich bewegt hat. Wenn der Ball sich bewegt haben könnte, dies aber weder bekannt noch so gut wie sicher ist, gilt der Ball als nicht bewegt und muss gespielt werden, wie er liegt.

Doch im einzelnen - die Regeln kennen lediglich vier Ursachen für einen ruhenden Ball, der sich bewegt, bevor der Spieler einen Schlag ausführt:
- Naturkräfte wie Wind oder Wasser (siehe Regel 9.3),
- den Spieler einschließlich seines Caddies (siehe Regel 9.4),
- den Gegner im Lochspiel einschließlich dessen Caddie (siehe Regel 9.5) oder
- einen äußeren Einfluss einschließlich jedes anderen Spielers im Zählspiel (siehe Regel 9.6).

Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt, ist dies straflos und der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden. Hier ist die Besonderheit zu beachten, dass der Ball des Spielers auf dem Grün, nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, dann bei einer Bewegung durch Naturkräfte wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden muss.

Wenn der Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder absichtlich berührt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, zieht er sich einen Strafschlag zu. Aber hier sind auch vier Ausnahmen zu berücksichtigen: wenn der Spieler dieses darf, wenn dieses bei der Suche oder auf dem Grün unabsichtlich geschieht oder wenn dieses in Anwendung einer Regel passiert.

Nimmt der Gegner den ruhenden Ball des Spielers auf oder bewegt ihn absichtlich, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Der Gegner zieht sich hierfür einen Strafschlag zu.

Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein äußerer Einfluss (einschließlich eines anderen Spielers im Zählspiel oder eines anderen Balls) den Ball des Spielers aufgenommen oder bewegt hat, ist dies straflos und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss). (tk)
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Wenn sich der Ball in Ruhe bewegt, dann kann dieses viele Gründe haben. Macht dazu doch mal einen Beitrag - so der Wunsch an uns von Paul, dem wir natürlich gerne nachkommen.

Ab Regel 9.2 sind nämlich diese Punkte zusammengefasst worden, so dass die verschiedenen Gründe und der korrekte regeltechnische Umgang relativ übersichtlich Nachgelesen werden kann. 

Vorab: Ein ruhender Ball eines Spielers wird ausschließlich dann als bewegt behandelt, wenn es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er sich bewegt hat. Wenn der Ball sich bewegt haben könnte, dies aber weder bekannt noch so gut wie sicher ist, gilt der Ball als nicht bewegt und muss gespielt werden, wie er liegt.

Doch im einzelnen - die Regeln kennen lediglich vier Ursachen für einen ruhenden Ball, der sich bewegt, bevor der Spieler einen Schlag ausführt:
- Naturkräfte wie Wind oder Wasser (siehe Regel 9.3),
- den Spieler einschließlich seines Caddies (siehe Regel 9.4),
- den Gegner im Lochspiel einschließlich dessen Caddie (siehe Regel 9.5) oder
- einen äußeren Einfluss einschließlich jedes anderen Spielers im Zählspiel (siehe Regel 9.6).

Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt, ist dies straflos und der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden. Hier ist die Besonderheit zu beachten, dass der Ball des Spielers auf dem Grün, nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, dann bei einer Bewegung durch Naturkräfte wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden muss.

Wenn der Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder absichtlich berührt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, zieht er sich einen Strafschlag zu. Aber hier sind auch vier Ausnahmen zu berücksichtigen: wenn der Spieler dieses darf, wenn dieses bei der Suche oder auf dem Grün unabsichtlich geschieht oder wenn dieses in Anwendung einer Regel passiert.

Nimmt der Gegner den ruhenden Ball des Spielers auf oder bewegt ihn absichtlich, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Der Gegner zieht sich hierfür einen Strafschlag zu.

Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein äußerer Einfluss (einschließlich eines anderen Spielers im Zählspiel oder eines anderen Balls) den Ball des Spielers aufgenommen oder bewegt hat, ist dies straflos und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss). (tk)

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Viele wissen aber nicht wie es ist,wenn der Ball durch unvorsichtiges Handeln,bewegt wurde.Probe Putt und der Ball wird bewegt,Probeschlag und der Ball bewegt sich. Dort bestehen die meisten Unklarheiten bei vielen Spielern.

2 Monate her

Golf Rules

Folgendes Bild und Frage erreichte und von Roland:

"Bei uns ist auf einer Bahn ein Wespennest in einem Busch. Das Nest ist mit einem Schild “Vorsicht Wespen“ gekennzeichnet. Nun könnte man ja Erleichterung nach 16.2 in Anspruch nehmen - allerdings ist die nächste Stelle der Erleichterung ja sehr unterschiedlich - beim einen vielleicht nur 2 m bei einem anderem Spieler 5 oder mehr Meter. Wie ist hier richtig zu Verfahren?"

Dieser Punkt ist in den Regeln bewusst etwas "offen" gelassen, denn eine Gefährdung durch Tiere nach R16.2 ist bei dem ein oder anderen Spieler sicherlich anders ausgeprägt. Regel 1.3b(2) "Zustimmung zur 'angemessenen Einschätzung' des Spielers beim Bestimmen eines Orts zur Anwendung der Regeln" besagt, dass eine vertretbare Entscheidung des Spielers anerkannt wird, solange der Spieler die von ihm unter den gegebenen Umständen genaue Bestimmung vornimmt.

Allerdings gibt es bei der Anwendung von R16.2 auch Einschränkungen. Erleichterung nicht gewährt wird, wenn es aufgrund anderer Umstände als der Gefährdung durch Tiere eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen, wie er liegt (zum Beispiel, wenn ein Spieler nicht in der Lage ist, aufgrund der Balllage in einem Busch, einen Schlag durchzuführen) oder wenn die Beeinträchtigung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, eine Art des Stands oder Schwungs oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist. (tk)
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Folgendes Bild und Frage erreichte und von Roland:

Bei uns ist auf einer Bahn ein Wespennest in einem Busch. Das Nest ist mit einem Schild “Vorsicht Wespen“ gekennzeichnet. Nun könnte man ja Erleichterung nach 16.2 in Anspruch nehmen - allerdings ist die nächste Stelle der Erleichterung ja sehr unterschiedlich - beim einen vielleicht nur 2 m bei einem anderem Spieler 5 oder mehr Meter. Wie ist hier richtig zu Verfahren?

Dieser Punkt ist in den Regeln bewusst etwas offen gelassen, denn eine Gefährdung durch Tiere nach R16.2 ist bei dem ein oder anderen Spieler sicherlich anders ausgeprägt. Regel 1.3b(2) Zustimmung zur angemessenen Einschätzung des Spielers beim Bestimmen eines Orts zur Anwendung der Regeln besagt, dass eine vertretbare Entscheidung des Spielers anerkannt wird, solange der Spieler die von ihm unter den gegebenen Umständen genaue Bestimmung vornimmt.

Allerdings gibt es bei der Anwendung von R16.2 auch Einschränkungen. Erleichterung nicht gewährt wird, wenn es aufgrund anderer Umstände als der Gefährdung durch Tiere eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen, wie er liegt (zum Beispiel, wenn ein Spieler nicht in der Lage ist, aufgrund der Balllage in einem Busch, einen Schlag durchzuführen) oder wenn die Beeinträchtigung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, eine Art des Stands oder Schwungs oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist. (tk)

2 Monate her

Golf Rules

Danke an Jannik, der uns diesen interessanten Fall geschickt hat:

"Hallo ich habe eine Frage zur Spielverbotszone. Mein Ball liegt außerhalb aber für den Schwung müsste ich innerhalb der Spielverbotszone stehen die laut Platzregel ein striktes Betretungsverbot hat. Bei stand und Schwung allerdings straflose Erleichterung gewährt. Auf den zwei Fotos ist einmal die Lage des Balls markiert und die Bahngrafik. Wo wäre der nächste Punkt der Erleichterung?"

Zunächst einmal ist es vollkommen korrekt, dass der Spieler bei einer Balllage außerhalb der Penalty Area (und in diesem Fall gleich Spielverbotszone) und einer Behinderung im Stand den Ball nicht spielen darf. Ein Spieler muss Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn sein Ball in einer Spielverbotszone ist oder eine Spielverbotszone seinen Raum des beabsichtigten Stands oder Schwungs beim Spielen eines Balls außerhalb dieser Zone beeinträchtigt (siehe Regeln 16.1f und 17.1e).

In 16.1f(2) "Spielverbotszone beeinträchtigt den Stand oder Schwung für einen Ball auf dem Platz, aber außerhalb einer Penalty Area" heißt es hierzu:
Wenn der Ball eines Spielers außerhalb einer Spielverbotszone im Gelände, im Bunker oder auf dem Grün liegt, aber eine Spielverbotszone (gleich, ob in ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder in einer Penalty Area) beeinträchtigt den Bereich des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers, muss der Spieler entweder
- wenn erlaubt, Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt oder
- den Ball für unspielbar halten und Erleichterung nach Regel 19 in Anspruch nehmen.

Möchte der Spieler straflose Erleichterung nach 16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" in Anspruch nehmen, so gilt es zunächst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden. Da sich der Bezugspunkt im Gelände, aber nicht näher zum Loch befinden muss, ist folglich auf der Kreisbahn rund um das Loch eine Stelle im Gelände zu suchen (s. Bild) an der keine Beeinträchtigung durch die Spielverbotszone (Balllage, Stand, Schwung) besteht. Von diesem Bezugspunkt ist der Erleichterungsbereich zu bestimmen in dem der Ball straflos gedroppt werden muss.

Sollte der Ball dann z.B. in einem Erleichterungsbereich auf dem Weg zur Ruhe kommen, so kann in dem nächsten Schritt noch einmal straflose Erleichterung von dem ungewöhnlichen Platzverhältnis genommen werden... (tk)
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Danke an Jannik, der uns diesen interessanten Fall geschickt hat:

Hallo ich habe eine Frage zur Spielverbotszone. Mein Ball liegt außerhalb aber für den Schwung müsste ich innerhalb der Spielverbotszone stehen die laut Platzregel ein striktes Betretungsverbot hat. Bei stand und Schwung allerdings straflose Erleichterung gewährt. Auf den zwei Fotos ist einmal die Lage des Balls markiert und die Bahngrafik. Wo wäre der nächste Punkt der Erleichterung?

Zunächst einmal ist es vollkommen korrekt, dass der Spieler bei einer Balllage außerhalb der Penalty Area (und in diesem Fall gleich  Spielverbotszone) und einer Behinderung im Stand den Ball nicht spielen darf. Ein Spieler muss Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn sein Ball in einer Spielverbotszone ist oder eine Spielverbotszone seinen Raum des beabsichtigten Stands oder Schwungs beim Spielen eines Balls außerhalb dieser Zone beeinträchtigt (siehe Regeln 16.1f und 17.1e).

In 16.1f(2) Spielverbotszone beeinträchtigt den Stand oder Schwung für einen Ball auf dem Platz, aber außerhalb einer Penalty Area heißt es hierzu: 
Wenn der Ball eines Spielers außerhalb einer Spielverbotszone im Gelände, im Bunker oder auf dem Grün liegt, aber eine Spielverbotszone (gleich, ob in ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder in einer Penalty Area) beeinträchtigt den Bereich des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers, muss der Spieler entweder
- wenn erlaubt, Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt oder
- den Ball für unspielbar halten und Erleichterung nach Regel 19 in Anspruch nehmen.

Möchte der Spieler straflose Erleichterung nach 16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände in Anspruch nehmen, so gilt es zunächst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden. Da sich der Bezugspunkt im Gelände, aber nicht näher zum Loch befinden muss, ist folglich auf der Kreisbahn rund um das Loch eine Stelle im Gelände zu suchen (s. Bild) an der keine Beeinträchtigung durch die Spielverbotszone (Balllage, Stand, Schwung) besteht. Von diesem Bezugspunkt ist der Erleichterungsbereich zu bestimmen in dem der Ball straflos gedroppt werden muss. 

Sollte der Ball dann z.B. in einem Erleichterungsbereich auf dem Weg zur Ruhe kommen, so kann in dem nächsten Schritt noch einmal straflose Erleichterung von dem ungewöhnlichen Platzverhältnis genommen werden... (tk)Image attachment
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