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8 Stunden her
Golf Rules

Und noch ein Foto von Klaus verbunden mit der Frage: "Ich hatte bis kürzlich gedacht, ich habe für die meisten Spielsituationen eine Antwort. Weit gefehlt. 😂 Kürzlich habe ich meinen Abschlag verzogen und meinen Ball, wie auf dem Bild gezeigt, gefunden. Der Ball unterhalb meines Balles ist ein Range Ball. Da totale Ratlosigkeit geherrscht hat, habe ich mich für einen Regelball entschieden. Den ersten Ball habe ich „gespielt wie er liegt“ gespielt. Dabei sind beide Bälle geflogen. Den Regelball habe ich nach Anwendung Regel 15.2a(2) gespielt. Was wäre korrekt gewesen? Habe ich womöglich noch einen falschen Ball gespielt? Das zumindest denke ich nicht, da ich nach meinem Ball geschlagen habe. Regel 6.3c"

Wie in dem gestrigen Beitrag handelt es sich auch hier bei dem unteren Ball um ein bewegliches Hemmnis, der Ball kann ohne übermäßigen Aufwand und ohne das Hemmnis oder den Platz zu beschädigen, bewegt werden kann. Ärgerlich nur, dass der Ball von Klaus genau auf diesem liegt und sich unausweichlich beim Entfernen bewegen würde. Nach R15.2a "Erleichterung von beweglichen Hemmnissen" straflose Erleichterung zu nehmen ist deshalb zulässig.

Dieser Umstand ist sogar in der Interpretation "Bewegliches Hemmnis/1" beschrieben: ein aufgegebener Ball ist ein bewegliches Hemmnis. (tk)
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Und noch ein Foto von Klaus verbunden mit der Frage: Ich hatte bis kürzlich gedacht, ich habe für die meisten Spielsituationen eine Antwort. Weit gefehlt. 😂 Kürzlich habe ich meinen Abschlag verzogen und meinen Ball, wie auf dem Bild gezeigt, gefunden. Der Ball unterhalb meines Balles ist ein Range Ball. Da totale Ratlosigkeit geherrscht hat, habe ich mich für einen Regelball entschieden. Den ersten Ball habe ich „gespielt wie er liegt“ gespielt. Dabei sind beide Bälle geflogen. Den Regelball habe ich nach Anwendung Regel 15.2a(2) gespielt. Was wäre korrekt gewesen? Habe ich womöglich noch einen falschen Ball gespielt? Das zumindest denke ich nicht, da ich nach meinem Ball geschlagen habe. Regel 6.3c

Wie in dem gestrigen Beitrag handelt es sich auch hier bei dem unteren Ball um ein bewegliches Hemmnis, der Ball kann ohne übermäßigen Aufwand und ohne das Hemmnis oder den Platz zu beschädigen, bewegt werden kann. Ärgerlich nur, dass der Ball von Klaus genau auf diesem liegt und sich unausweichlich beim Entfernen bewegen würde. Nach R15.2a Erleichterung von beweglichen Hemmnissen straflose Erleichterung zu nehmen ist deshalb zulässig. 

Dieser Umstand ist sogar in der Interpretation Bewegliches Hemmnis/1 beschrieben: ein aufgegebener Ball ist ein bewegliches Hemmnis. (tk)

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Nachgelesen: interessant finde ich auch, dass der Ball nicht etwa dort hingelegt werden muss, sondern die Lage den Bezugspunkt definiert, von dem aus man einen 1SL-Erleichterungsbereich zum DROPPEN hat

1 Tag her
Golf Rules

Thomas fragte: "heute hat eine Mitspielerin mit ihrem Schlag genau in das Golfbag eines Mitspielers „eingelocht“ . Wie ist hier die Regel? Sie hat den Ball gedroppt- mit oder ohne Strafschlag?"

Nein, denn bei der Tasche (sofern nicht absichtlich dorthin platziert, um den Ballflug zu beeinträchtigen) handelt es sich um ein bewegliches Hemmnis. Nach R15.2a(2) darf der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den Ball aufnimmt, das bewegliche Hemmnis entfernt und den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in diesem Erleichterungsbereich droppt (siehe Regel 14.3):
- Bezugspunkt ist die geschätzte Stelle unmittelbar unterhalb der Stelle, an der der Ball in oder auf dem beweglichen Hemmnis lag.
- Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:
• Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs: Er muss im selben Bereich des Platzes liegen wie der Bezugspunkt und darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt (tk)
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Thomas fragte: heute hat eine Mitspielerin mit ihrem Schlag genau in das Golfbag eines Mitspielers „eingelocht“ . Wie ist hier die Regel? Sie hat den Ball gedroppt- mit oder ohne Strafschlag?

Nein, denn bei der Tasche (sofern nicht absichtlich dorthin platziert, um den Ballflug zu beeinträchtigen) handelt es sich um ein bewegliches Hemmnis. Nach R15.2a(2) darf der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den Ball aufnimmt, das bewegliche Hemmnis entfernt und den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in diesem Erleichterungsbereich droppt (siehe Regel 14.3):
- Bezugspunkt ist die geschätzte Stelle unmittelbar unterhalb der Stelle, an der der Ball in oder auf dem beweglichen Hemmnis lag.
- Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen: 
• Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs: Er muss im selben Bereich des Platzes liegen wie der Bezugspunkt und darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt (tk)
2 Tage her
Golf Rules

Eine Spielverbotszone (in diesem Fall durch die Spielleitung durch einen roten Pfahl mit grüner Kappe gekennzeichnet) ist ein Teil des Platzes, auf dem die Spielleitung das Spiel verboten hat. Eine Spielverbotszone muss entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert sein.

Zu beachten ist in diesem Fall aber nicht nur der eigentlich markierte Bereich, sondern auch die "überhängenden" Pflanzen. Denn - der Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen, hängt von der Art der Spielverbotszone ab. Dies ist wichtig, da die Pflanzen Teil der Spielverbotszone sein können und der Spieler dann Erleichterung in Anspruch nehmen muss.

Ist eine Spielverbotszone (wie in diesem Fall) als Penalty Area gekennzeichnet (deren Grenze sich oberhalb und unterhalb des Bodens fortsetzt) ist jeglicher Teil einer Pflanze, die über die Grenze der Spielverbotszone herausragt, kein Teil der Spielverbotszone. Ist die Spielverbotszone jedoch als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet (was den gesamten Boden innerhalb der gekennzeichneten Flächen einschließt und alles, was darin wächst und sich über den Boden und außerhalb der Grenzen erstreckt) ist alles, was über die Grenze der Spielverbotszone ragt, Teil dieser Spielverbotszone.

Steht der Spieler also so, dass sein Schläger den überhängenden Teil einer Pflanze im Schwung berühren würde, so gewährt im das Regelwerk bei einer Spielverbotszone als Penalty Area keine Erleichterung - der Ball ist dann zu spielen, wie dieser liegt.

Liegt die Spielverbotszone im Boden in Ausbesserung muss der Spieler Erleichterung nach R16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, um nicht gegen Regel 16.1f zu verstoßen...(tk)
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Eine Spielverbotszone (in diesem Fall durch die Spielleitung durch einen roten Pfahl mit grüner Kappe gekennzeichnet) ist ein Teil des Platzes, auf dem die Spielleitung das Spiel verboten hat. Eine Spielverbotszone muss entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert sein. 

Zu beachten ist in diesem Fall aber nicht nur der eigentlich markierte Bereich, sondern auch die überhängenden Pflanzen. Denn - der Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen, hängt von der Art der Spielverbotszone ab. Dies ist wichtig, da die Pflanzen Teil der Spielverbotszone sein können und der Spieler dann Erleichterung in Anspruch nehmen muss.

Ist eine Spielverbotszone (wie in diesem Fall) als Penalty Area gekennzeichnet (deren Grenze sich oberhalb und unterhalb des Bodens fortsetzt) ist jeglicher Teil einer Pflanze, die über die Grenze der Spielverbotszone herausragt, kein Teil der Spielverbotszone. Ist die Spielverbotszone jedoch als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet (was den gesamten Boden innerhalb der gekennzeichneten Flächen einschließt und alles, was darin wächst und sich über den Boden und außerhalb der Grenzen erstreckt) ist alles, was über die Grenze der Spielverbotszone ragt, Teil dieser Spielverbotszone. 

Steht der Spieler also so, dass sein Schläger den überhängenden Teil einer Pflanze im Schwung berühren würde, so gewährt im das Regelwerk bei einer Spielverbotszone als Penalty Area keine Erleichterung - der Ball ist dann zu spielen, wie dieser liegt.

Liegt die Spielverbotszone im Boden in Ausbesserung muss der Spieler Erleichterung nach R16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, um nicht gegen Regel 16.1f zu verstoßen...(tk)

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Rot mit Grün ist bei uns das Biotop=Erleichterung bei Überhang

Sorry, nicht verstanden... Grafische Darstellung möglich?

Detlef Pollmeier 🙃

3 Tage her
Golf Rules

Tonja fragte: "Ich habe eine kurze Frage, die hier gerade zu einigen Diskussionen führt. Du spielst vom Abschlag aus einen Ball in eine PA. Regel 14.6 a erlaubt das aufteen des Balles. Regel 17.1 d 2 spricht von droppen. Welche Regelauslegung greift in dem Fall? Wir haben mehrere Bahnen an denen es immer wieder zu Diskussionen kommt was nun korrekt ist."

Nach den Erleichterungsoptionen aus Regel 17.1d für einen Ball in der Penalty Area gibt es (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust bzw. (2) Erleichterung auf der Linie zurück. Im letzterem Fall muss der Ball in dem Erleichterungsbereich gedroppt werden.

Der Bezug zu Regel 14.6 besteht allerdings nur dann, wenn der Ball von der Stelle des vorherigen Schlag gemacht wird, was aber ja nur explizit bei der Erleichterungsoption 17.1d(1) zu tragen kommt. Und hier heißt es in 14.6a, dass der Ball - sofern er zuletzt vom Abschlag gespielt wurde - auch aufgeteet werden darf. Wurde der letzte Schlag vom Gelände, aus einer Penalty Area oder einem Bunker gespielt (s. R14.6b), so ist dieser zu droppen. (tk)
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Tonja fragte: Ich habe eine kurze Frage, die hier gerade zu einigen Diskussionen führt. Du spielst vom Abschlag aus einen Ball in eine PA. Regel 14.6 a erlaubt das aufteen des Balles. Regel 17.1 d 2 spricht von droppen. Welche Regelauslegung greift in dem Fall? Wir haben mehrere Bahnen an denen es immer wieder zu Diskussionen kommt was nun korrekt ist.

Nach den Erleichterungsoptionen aus Regel 17.1d für einen Ball in der Penalty Area gibt es (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust bzw. (2) Erleichterung auf der Linie zurück. Im letzterem Fall muss der Ball in dem Erleichterungsbereich gedroppt werden. 

Der Bezug zu Regel 14.6 besteht allerdings nur dann, wenn der Ball von der Stelle des vorherigen Schlag gemacht wird, was aber ja nur explizit bei der Erleichterungsoption 17.1d(1) zu tragen kommt. Und hier heißt es in 14.6a, dass der Ball - sofern er zuletzt vom Abschlag gespielt wurde - auch aufgeteet werden darf. Wurde der letzte Schlag vom Gelände, aus einer Penalty Area oder einem Bunker gespielt (s. R14.6b), so ist dieser zu droppen. (tk)

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Danke schön für die schnelle Aufklärung

4 Tage her
Golf Rules

Markus fragte uns - passend zum Herbst - folgendes:

"Ich glaube ihr hattet das Thema schon mal, allerdings ist es ja jetzt gerade wieder aktuell und ich wusste auch in dem Moment nicht wie ich verfahren darf, oder ob halt einfach nur gilt, spielen wie er liegt?!?!?"

Zwar ist es grundsätzlich überall auf dem Platz zulässig, lose hinderliche Naturstoffe auf jede Art zu entfernen, allein: Der Ball darf dabei nicht bewegt werden. Das ließe sich hier nicht vermeiden, von daher wäre hier zu empfehlen, den Ball einfach zu spielen wie er liegt - alternativ kann man ihn natürlich für unspielbar halten, aber das will doch keiner, oder?

Bewegt sich der Ball beim Entfernen, so greift Regel 15.1b "Ball beim Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe bewegt" - der Ball ist dann mit einem Strafschlag zurückzulegen.
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Markus fragte uns - passend zum Herbst - folgendes:

Ich glaube ihr hattet das Thema schon mal, allerdings ist es ja jetzt gerade wieder aktuell und ich wusste auch in dem Moment nicht wie ich verfahren darf, oder ob halt einfach nur gilt, spielen wie er liegt?!?!?

Zwar ist es grundsätzlich überall auf dem Platz zulässig, lose hinderliche Naturstoffe auf jede Art zu entfernen, allein: Der Ball darf dabei nicht bewegt werden. Das ließe sich hier nicht vermeiden, von daher wäre hier zu empfehlen, den Ball einfach zu spielen wie er liegt - alternativ kann man ihn natürlich für unspielbar halten, aber das will doch keiner, oder?

Bewegt sich der Ball beim Entfernen, so greift Regel 15.1b Ball beim Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe bewegt - der Ball ist dann mit einem Strafschlag zurückzulegen.

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Für mich wäre das eine der Regeln, die adaptiert gehören. Auf dem Kurzgemähten (Fairway, Grün) sollte hier das Blatt weggelegt werden dürfen. Genauso wie verschmutzte Bälle. Die sollten auch am Fairway gereinigt werden dürfen.

Wenn man auf einer Privatrunde keinen Spaß will kann man es ja so machen….

…..dafür gibt es „reinigen und besser legen „in dieser Jahreszeit 😉

Stephan Mau

Das olle Blatt stört doch gar nicht….

Ich würde ihn mit 2 Fingern zur Identifikation hochheben und vor dem Zurücklegen das Blatt (loser Naturstoff) entfernen.

Ich stelle mir die Frage: wenn ich den Ball mit einer Hand festhalte und mit der anderen das Blatt wegziehe … ist das legal? Weil ich darf den Ball nicht bewegen, aber es gibt keine Regel gegen das Berühren des Balles, oder? Selbst wenn der Ball dabei wackelt… solange dieser am ursprünglichen Platz bleibt hat er sich laut Definition nicht bewegt. Oder meint ihr der Ball wird sich bewegt haben, weil dieser jetzt 1mm tiefer liegt? (oder wie breit auch immer das Blatt ist)

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5 Tage her
Golf Rules

Dirk fragte: "Falscher Ball gespielt und damit dann auch eingelocht. Ich bin der Meinung, im Lochspiel - Loch Verlust und im Zählspiel - disqualifiziert. Jemand meinte bei Stableford könnte man einen Strich machen nicht disqualifiziert. Hab dazu nix gefunden, ist das so?"

Korrekt - lt. Regel 6.3c darf ein Spieler nicht nach einem falschen Ball schlagen. Der Schlag zählt nicht und der Spieler muss den Fehler nach den Regeln berichtigen, indem er den richtigen Ball vom ursprünglichen Ort spielt oder indem er nach den Regeln Erleichterung in Anspruch nimmt. Die Strafe für das Spielen eines falschen Balls unter Verstoß gegen Regel 6.3c(1) ist die Grundstrafe.

Die Frage zum Stableford zielt dann wahrscheinlich auf den weitergehenden Passus ab, dass der Spieler den Fehler berichtigen muss, bevor er schlägt, um das nächste Loch zu beginnen oder, beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht. Ansonsten wäre er disqualifiziert.

Aber auch hierzu findet sich im Regelbuch unter R21.1c "Strafen bei Stableford" die passende Lösung. Denn ein Spieler, der gegen eine der vier folgenden Regeln verstößt, ist nicht disqualifiziert, aber erhält null Punkte für das Loch, an dem sich der Verstoß ereignete,
- Nicht nach Regel 3.3c einzulochen,
- den Fehler nicht zu berichtigen, zu Beginn eines Lochs von außerhalb des Abschlags gespielt zu haben (siehe Regel 6.1b(2)),
- den Fehler nicht zu berichtigen, einen falschen Ball gespielt zu haben (siehe Regel6.3c) oder
- den Fehler nicht zu berichtigen, unter schwerwiegendem Verstoß vom falschen Ort gespielt zu haben (siehe Regel 14.7b).
Verstößt der Spieler gegen eine andere Regel, die als Strafe die Disqualifikation vorsieht, ist der Spieler disqualifiziert. (tk)
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Dirk fragte: Falscher Ball gespielt und damit dann auch eingelocht. Ich bin der Meinung, im Lochspiel - Loch Verlust  und im Zählspiel - disqualifiziert. Jemand meinte bei Stableford könnte man einen Strich machen nicht disqualifiziert. Hab dazu nix gefunden, ist das so?

Korrekt - lt. Regel 6.3c darf ein Spieler nicht nach einem falschen Ball schlagen. Der Schlag zählt nicht und der Spieler muss den Fehler nach den Regeln berichtigen, indem er den richtigen Ball vom ursprünglichen Ort spielt oder indem er nach den Regeln Erleichterung in Anspruch nimmt. Die Strafe für das Spielen eines falschen Balls unter Verstoß gegen Regel 6.3c(1) ist die Grundstrafe.

Die Frage zum Stableford zielt dann wahrscheinlich auf den weitergehenden Passus ab, dass der Spieler den Fehler berichtigen muss, bevor er schlägt, um das nächste Loch zu beginnen oder, beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht. Ansonsten wäre er disqualifiziert. 

Aber auch hierzu findet sich im Regelbuch unter R21.1c Strafen bei Stableford die passende Lösung. Denn ein Spieler, der gegen eine der vier folgenden Regeln verstößt, ist nicht disqualifiziert, aber erhält null Punkte für das Loch, an dem sich der Verstoß ereignete,
- Nicht nach Regel 3.3c einzulochen,
- den Fehler nicht zu berichtigen, zu Beginn eines Lochs von außerhalb des Abschlags gespielt zu haben (siehe Regel 6.1b(2)),
- den Fehler nicht zu berichtigen, einen falschen Ball gespielt zu haben (siehe Regel6.3c) oder
- den Fehler nicht zu berichtigen, unter schwerwiegendem Verstoß vom falschen Ort gespielt zu haben (siehe Regel 14.7b).
Verstößt der Spieler gegen eine andere Regel, die als Strafe die Disqualifikation vorsieht, ist der Spieler disqualifiziert. (tk)

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Wie viele Strafschläge erhält man für das Schlagen eines falschen Balls?

Ist mir letztes Wochenende passiert 🙈2Strafschläge

6 Tage her
Golf Rules

Man sieht sie immer häufiger auf den Golfplätzen - die "Bio-Mäher" insbesondere in den Rough-Bereichen sind hier und da zu finden. Und was bedeuten solche abgesperrte Bereiche regeltechnisch?

Zunächst einmal nichts, denn auch diese Bereiche sind zunächst einmal "Gelände" und ein Ball wäre zu spielen, wie dieser zur Ruhe gekommen ist. Eine umsichtige Spielleitung wird einen solchen Bereich aber in der Regel mit einer Platzregel belegen, da das Spiel aus diesem Bereich unerwünscht ist.

So kann nach Musterplatzregel F-1 der eingezäunte Bereich als ungewöhnliche Platzverhältnisse und gleichzeitige Spielverbotszone definiert werden. Liegt der Ball des Spielers dann innerhalb dieser Spielverbotszone, so muss dieser straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen. Wenn der Ball eines Spielers außerhalb einer Spielverbotszone im Gelände, im Bunker oder auf dem Grün liegt, aber die Spielverbotszone (gleich, ob in ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder in einer Penalty Area) beeinträchtigt den Bereich des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers, muss der Spieler Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt.

En zusätzliches Betretungsverbot kann über die "Verhaltensvorschriften" (Regel 1.2c) geregelt werden. (tk)
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Man sieht sie immer häufiger auf den Golfplätzen - die Bio-Mäher insbesondere in den Rough-Bereichen sind hier und da zu finden. Und was bedeuten solche abgesperrte Bereiche regeltechnisch? 

Zunächst einmal nichts, denn auch diese Bereiche sind zunächst einmal Gelände und ein Ball wäre zu spielen, wie dieser zur Ruhe gekommen ist. Eine umsichtige Spielleitung wird einen solchen Bereich aber in der Regel mit einer Platzregel belegen, da das Spiel aus diesem Bereich unerwünscht ist.

So kann nach Musterplatzregel F-1 der eingezäunte Bereich als ungewöhnliche Platzverhältnisse und gleichzeitige Spielverbotszone definiert werden. Liegt der Ball des Spielers dann innerhalb dieser Spielverbotszone, so muss dieser straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen. Wenn der Ball eines Spielers außerhalb einer Spielverbotszone im Gelände, im Bunker oder auf dem Grün liegt, aber die Spielverbotszone (gleich, ob in ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder in einer Penalty Area) beeinträchtigt den Bereich des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers, muss der Spieler Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt.

En zusätzliches Betretungsverbot kann über die Verhaltensvorschriften (Regel 1.2c) geregelt werden. (tk)
1 Woche her
Golf Rules

Schäden am Loch werden durch Regel 13.1c als Teil des Schadens auf einem Grün abgedeckt. Der Spieler darf das beschädigte Loch reparieren, es sei denn, der Schaden ist durch natürliche Abnutzung entstanden. Diese Schäden durch natürliche Abnutzung dürfen nach Regel 13.1c nicht repariert werden.

Beispiel: Wird das Loch durch das Entfernen des Flaggenstocks beschädigt, darf es durch den Spieler nach Regel 13.1c repariert werden, selbst wenn der Schaden die Dimensionen des Lochs verändert hat.

Wird ein Loch jedoch beschädigt und der Spieler kann den Schaden nicht beheben (weil zum Beispiel das Loch nicht mehr rund gemacht werden kann) oder aufgrund natürlicher Abnutzung das Loch nicht mehr rund ist, der Spieler diese Schäden aber nicht reparieren darf, sollte der Spieler verlangen, dass die Spielleitung das Loch repariert. (tk)
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Schäden am Loch werden durch Regel 13.1c als Teil des Schadens auf einem Grün abgedeckt. Der Spieler darf das beschädigte Loch reparieren, es sei denn, der Schaden ist durch natürliche Abnutzung entstanden. Diese Schäden durch natürliche Abnutzung dürfen nach Regel 13.1c nicht repariert werden.

Beispiel: Wird das Loch durch das Entfernen des Flaggenstocks beschädigt, darf es  durch den Spieler nach Regel 13.1c repariert werden, selbst wenn der Schaden die Dimensionen des Lochs verändert hat.

Wird ein Loch jedoch beschädigt und der Spieler kann den Schaden nicht beheben (weil zum Beispiel das Loch nicht mehr rund gemacht werden kann) oder aufgrund natürlicher Abnutzung das Loch nicht mehr rund ist, der Spieler diese Schäden aber nicht reparieren darf, sollte der Spieler verlangen, dass die Spielleitung das Loch repariert. (tk)

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Schöne Regel! Stelle mir das gerade mal so praktisch vor. Beim Monatsbecher setze ich zum Bogey-Putt an, breche ab und rufe beim Sekretariat an, dass die mir einen Greenkeeper schicken damit das Loch repariert wird. So lange warten wir alle ... 😉

1 Woche her
Golf Rules

Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind, sind in Regel 13.1c beschrieben. Der Begriff „Schäden auf dem Grün“ bedeutet jeglichen Schaden, verursacht durch eine Person oder einen äußeren Einfluss, zum Beispiel
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden,
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee).

Ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, aber nur mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und ohne das Spiel unangemessen zu verzögern (siehe Regel 5.6a). (tk)
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Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind, sind in Regel 13.1c beschrieben. Der Begriff „Schäden auf dem Grün“ bedeutet jeglichen Schaden, verursacht durch eine Person oder einen äußeren Einfluss, zum Beispiel
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden, 
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee).

Ein Spieler darf Schäden auf dem Grün straflos ausbessern, indem er angemessene Handlungen vornimmt, das Grün soweit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, aber nur mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und ohne das Spiel unangemessen zu verzögern (siehe Regel 5.6a). (tk)
1 Woche her
Golf Rules

Fred fragt uns über Golfstun.de:

"Hallo Torben,

mein Ball kommt in einer gelben Panalty Area spielbar zu liegen, jedoch behindert ein gelber Pfosten den Schwung. Laut Platzregel sind gelbe Pfosten unbewegliche Hemmnisse. Wie darf verfahren werde? Vielen Dank

Fred"

Tatsächlich ist das eine sehr unglückliche Situation. Von unbeweglichen Hemmnissen in einer Penalty Area gibt es keinestraflose Erleichterung. Es bleibt also nur, den Ball zu spielen, wie er liegt oder nach Regel R17 Erleichterung von der Penalty Area zu nehmen.
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Fred fragt uns über Golfstun.de:

Hallo Torben,

mein Ball kommt in einer gelben Panalty Area spielbar zu liegen, jedoch behindert ein gelber Pfosten den Schwung. Laut Platzregel sind gelbe Pfosten unbewegliche Hemmnisse. Wie darf verfahren werde? Vielen Dank

Fred

Tatsächlich ist das eine sehr unglückliche Situation. Von unbeweglichen Hemmnissen in einer Penalty Area gibt es keinestraflose Erleichterung. Es bleibt also nur, den Ball zu spielen, wie er liegt oder nach Regel R17 Erleichterung von der Penalty Area zu nehmen.
1 Woche her
Golf Rules

Für Spieler mit geistiger Behinderung gelten ähnliche angepasste Regeln, die unter aR4 zu finden sind:

Auch hier darf ein Helfer, oder eine Aufsichtsperson eingesetzt werden, jedoch auch hier nur ein Helfer zur Zeit. Liegt der Ball des Spielers auf dem Grün darf neben Spieler und Caddie durch Anpassung von R14.1b auch der Helfer den Ball ohne Ermächtigung des Spielers aufnehmen.

Grundsätzlich gilt bei allen angepassten Regeln für Golfer mit Behinderung, dass Spielleitungen empfohlen wird, diese so zu kombinieren, dass alle Arten von Behinderungen der teilnehmenden Spieler berücksichtigt werden und die Spielleitung nach ihrem Ermessen angemessene Richtzeiten in Kraft setzen sollte, die die <schwierigkeit des Platzes und die Einschränkungen der Spieler gleichermassen berücksichtigen. Ebenso mögen Spielleitungen großzügiger bei der Beurteilung der Frage der unangemessenen Verzögerung des Spiels handeln, um auch hier den besonderen Umständen in der Person des Spielers Rechnung zu tragen.
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Für Spieler mit geistiger Behinderung gelten ähnliche angepasste Regeln, die unter aR4 zu finden sind:

Auch hier darf ein Helfer, oder eine Aufsichtsperson eingesetzt werden, jedoch auch hier nur ein Helfer zur Zeit. Liegt der Ball des Spielers auf dem Grün darf neben Spieler und Caddie durch Anpassung von R14.1b auch der Helfer den Ball ohne Ermächtigung des Spielers aufnehmen.

Grundsätzlich gilt bei allen angepassten Regeln für Golfer mit Behinderung, dass Spielleitungen empfohlen wird, diese so zu kombinieren, dass alle Arten von Behinderungen der teilnehmenden Spieler berücksichtigt werden und die Spielleitung nach ihrem Ermessen angemessene Richtzeiten in Kraft setzen sollte, die die

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Wir hatten damals, vor 45 Jahren eine Behindertenintegrationsgruppe Volleyball. Ich möchte diese Jahre nicht missen. Noch heute denke ich oft an einen Freund der mit Kinderlähmung alle 3 bis 4 Monate ein neues Gestell brauchte da er sich hinter jeden Ball schmiss. Super Leistungen, egal welcher Sport. Ich musste/konnte längere Zeit nur mit dem rechten Arm golfen. War extrem aber es geht alles!

2 Wochen her
Golf Rules

Die wohl weitgehendsten Änderungen der Regeln ergeben sich für Spieler, die auf Mobilitätshilfen angewiesen sind, wie zB einen Rollstuhl.

Hier ist es zum Einen so, das aR3.1 dem Spieler gestattet Hilfe von einem Helfer oder jeder anderen Person anzunehmen, zB beim Aufnehmen seines Banks, beim droppen, legen oder zurücklegen seines Balls oder beim in-Position-bringen seiner Mobilitätshilfe, denn nicht jeder Golfer zum Beispiel einer Lähmung verfügt über einen Golftauglichen Rollstuhl. Dieser Helfer darf - neben dem Caddie - auch Beratung erteilen, aR3.2, es ist jedoch nur ein Helfer zur Zeit (neben dem Caddie) zugelassen, aR3.3.

Da insbesondere Rollstuhlfahrer ja meist nicht stehen können, wird die Definition "Stand" in aR3.4 dahingehende angepasst, das in den Begriff Stand nicht nur die Füße des Spielers sondern auch sein Mobilitätshilfsmittel einbezogen werden, zB bei der Beurteilung wo der nächste Punkt der vollständigen Erleichterung zu suchen ist.

Auch ist es - wenig überraschend - dem Spieler erlaubt seine Ausrüstung zu nutzen, auch, wenn damit eine gewisse Ausrichtungshilfe verbunden ist. Das Eingraben mit den Füßen bei der Einnahme des Stands wird dem Eingraben des Hilfsmittels zur Mobilität gleichgesetzt und der Spieler darf - ähnlich den Amputierten - seinen Schläger verankern, wenn ihm sonst der Schlag nicht möglich ist.

Neben dem Verbot, Sand in einem Bunker mit der Hand oder Gegenständen zu berühren um den Zustand des Sandes zu prüfen werden nach aR3.10 die Mobilitätshilfsmittel einbezogen, gleichwohl darf der Spieler den Sand aber aus anderen Gründen damit berühren.

Schließlich gestattet aR3.11 dem Spieler bei Nutzung eines Mobilitätshilfsmittels mit Rädern bei seitlicher Erleichterung in einer Penalty Area oder für einen unspielbaren Ball die Erweiterung des Erleichterungsbereichs von zwei auf vier Schlägerlängen durch Anpassung der Regeln R17.1d (3) und R19.2c.
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Die wohl weitgehendsten Änderungen der Regeln ergeben sich für Spieler, die auf Mobilitätshilfen angewiesen sind, wie zB einen Rollstuhl.

Hier ist es zum Einen so, das aR3.1 dem Spieler gestattet Hilfe von einem Helfer oder jeder anderen Person anzunehmen, zB beim Aufnehmen seines Banks, beim droppen, legen oder zurücklegen seines Balls oder beim in-Position-bringen seiner Mobilitätshilfe, denn nicht jeder Golfer zum Beispiel einer Lähmung verfügt über einen Golftauglichen Rollstuhl. Dieser Helfer darf - neben dem Caddie - auch Beratung erteilen, aR3.2, es ist jedoch nur ein Helfer zur Zeit (neben dem Caddie) zugelassen, aR3.3.

Da insbesondere Rollstuhlfahrer ja meist nicht stehen können, wird die Definition Stand in aR3.4 dahingehende angepasst, das in den Begriff Stand nicht nur die Füße des Spielers sondern auch sein Mobilitätshilfsmittel einbezogen werden, zB bei der Beurteilung wo der nächste Punkt der vollständigen Erleichterung zu suchen ist.

Auch ist es - wenig überraschend - dem Spieler erlaubt seine Ausrüstung zu nutzen, auch, wenn damit eine gewisse Ausrichtungshilfe verbunden ist. Das Eingraben mit den Füßen bei der Einnahme des Stands wird dem Eingraben des Hilfsmittels zur Mobilität gleichgesetzt und der Spieler darf - ähnlich den Amputierten - seinen Schläger verankern, wenn ihm sonst der Schlag nicht möglich ist.

Neben dem Verbot, Sand in einem Bunker mit der Hand oder Gegenständen zu berühren um den Zustand des Sandes zu prüfen werden nach aR3.10 die Mobilitätshilfsmittel einbezogen, gleichwohl darf der Spieler den Sand aber aus anderen Gründen damit berühren.

Schließlich gestattet aR3.11 dem Spieler bei Nutzung eines Mobilitätshilfsmittels mit Rädern bei seitlicher Erleichterung in einer Penalty Area oder für einen unspielbaren Ball die Erweiterung des Erleichterungsbereichs von zwei auf vier Schlägerlängen durch Anpassung der Regeln R17.1d (3) und R19.2c.
2 Wochen her
Golf Rules

Nachdem wir gestern über angepasste Regeln für blinde Golfer schrieben, geht es heute mit angepassten Regeln für Spieler mit Amputationen weiter.

In der aR2 wird versucht auf Prothesentragende Spieler Rücksicht zu nehmen, indem diese aus medizinischen Gründen erlaubt werden können, oder, wenn Spieler mit Amputationen keine Prothese tragen, den Nachteil gesunden Golfern gegenüber auszugleichen, indem zum Beispiel die Spielleitung davon absehen kann, Strafen nach R10.1b für das Verankern eines Schlägers beim Schlag zu verhängen, wenn sie zu der Überzeugung kommt, dass ein Spieler sonst keinen Schlag machen kann.

Daneben darf auch ein Spieler mit Amputationen Hilfe erhalten, hier beim Droppen, Legen oder Zurücklegen des Balls durch eine beliebige andere Person.
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Nachdem wir gestern über angepasste Regeln für blinde Golfer schrieben, geht es heute mit angepassten Regeln für Spieler mit Amputationen weiter. 

In der aR2 wird versucht auf Prothesentragende Spieler Rücksicht zu nehmen, indem diese aus medizinischen Gründen erlaubt werden können, oder, wenn Spieler mit Amputationen keine Prothese tragen, den Nachteil gesunden Golfern gegenüber auszugleichen, indem zum Beispiel die Spielleitung davon absehen kann, Strafen nach R10.1b für das Verankern eines Schlägers beim Schlag zu verhängen, wenn sie zu der Überzeugung kommt, dass ein Spieler sonst keinen Schlag machen kann.

Daneben darf auch ein Spieler mit Amputationen Hilfe erhalten, hier beim Droppen, Legen oder Zurücklegen des Balls durch eine beliebige andere Person.
2 Wochen her
Golf Rules

Kaum ein Sport ist so integrativ wie Golf - bis ins höchste Alter, ob geh-, hörbehindert oder blind - alle können Golf spielen.

Wie jetzt, werden einige sagen: Blinde? Ich treffe den Ball doch schon nicht wenn ich sehe, von finden ganz zu schweigen!?

Aber genau so ist es. Und damit das ganze auch die speziellen Anforderungen der Spieler abbildet sehen die Golfregeln ein paar Anpassungen vor, die von der Spielleitung für das Spiel von Spielern mit Behinderungen in Kraft gesetzt werden können und die wir Euch in den nächsten Tagen vorstellen wollen. Beginnen wir mit blinden Spielern:

In der angepassten Regel 1, aR1 ist einerseits geregelt, dass ein Blinder Spieler neben dem Caddie, den er ja schon nach den "normalen" Golfregeln haben darf, auch von einem Helfer unterstützt werden darf, der ihm bei der Einnahme des Stands und beim Ausrichten für den Schlag helfen darf. Daneben darf er um Beratung gebeten werden und diese Erteilen und das auch neben dem Caddie. So ist es zB möglich, dass der Spieler durch den Helfer ausgerichtet wird und der Caddie bei der Ballsuche unterstützt und schon ist das Spiel möglich.

Regel R10.2b (4) wird so angepasst, das Helfer und Caddie zu einer beliebigen Zeitform oder während des Schlags des Spielers auf der nahe der Verlängerung der Spiellinie stehen, solange Helfer oder Caddie nicht dem Spieler beim eigentlichen Schlag helfen.

Helfer und Caddie dürfen dabei, müssen aber nicht eine Person sein, es ist aber nur jeweils ein Helfer und ein Caddie gleichzeitig zulässig.

Ein weiteres Problem, das des Verbotes Sand im Bunker zu berühren wird durch aR1.5 gelöst: Blinde Spieler dürfen - wenn sie dabei die Balllage nicht verbessern - den Bereich vor oder hinter dem Ball und beim Rückschwung den Sand im Bunker berühren, ohne dass dies zu Strafen führt.
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Kaum ein Sport ist so integrativ wie Golf - bis ins höchste Alter, ob geh-, hörbehindert oder blind - alle können Golf spielen. 

Wie jetzt, werden einige sagen: Blinde? Ich treffe den Ball doch schon nicht wenn ich sehe, von finden ganz zu schweigen!?

Aber genau so ist es. Und damit das ganze auch die speziellen Anforderungen der Spieler abbildet sehen die Golfregeln ein paar Anpassungen vor, die von der Spielleitung für das Spiel von Spielern mit Behinderungen in Kraft gesetzt werden können und die wir Euch in den nächsten Tagen vorstellen wollen. Beginnen wir mit blinden Spielern:

In der angepassten Regel 1, aR1 ist einerseits geregelt, dass ein Blinder Spieler neben dem Caddie, den er ja schon nach den normalen Golfregeln haben darf, auch von einem Helfer unterstützt werden darf, der ihm bei der Einnahme des Stands und beim Ausrichten für den Schlag helfen darf. Daneben darf er um Beratung gebeten werden und diese Erteilen und das auch neben dem Caddie. So ist es zB möglich, dass der Spieler durch den Helfer ausgerichtet wird und der Caddie bei der Ballsuche unterstützt und schon ist das Spiel möglich. 

Regel R10.2b (4) wird so angepasst, das Helfer und Caddie zu einer beliebigen Zeitform oder während des Schlags des Spielers auf der nahe der Verlängerung der Spiellinie stehen, solange Helfer oder Caddie nicht dem Spieler beim eigentlichen Schlag helfen.

Helfer und Caddie dürfen dabei, müssen aber nicht eine Person sein, es ist aber nur jeweils ein Helfer und ein Caddie gleichzeitig zulässig.

Ein weiteres Problem, das des Verbotes Sand im Bunker zu berühren wird durch aR1.5 gelöst: Blinde Spieler dürfen - wenn sie dabei die Balllage nicht verbessern - den Bereich vor oder hinter dem Ball und beim Rückschwung den Sand im Bunker berühren, ohne dass dies zu Strafen führt.Image attachment

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Mit 3 % Sehkraft hat er den Meistertitel in seiner Klasse gewonnen. Starke Leistung. 👍🏼 Nationale und internationale Meisterschaften der Golfer mit Behinderung auf der Golfanlage Warnemünde im September 2021.

Es ist schön, nicht nur bei den Paralympics, zu sehen, das mit einigen Regelanpassungen, jeder seine geliebte Sportart durchführen kann, egal wie hoch der Behinderungsgrad ist. Tolle Leistung👍😎

2 Wochen her
Golf Rules

Keine Neuigkeiten aus St.Andrews - bleibt alles, so wie es ist... ... MehrWeniger

Keine Neuigkeiten aus St.Andrews - bleibt alles, so wie es ist...
2 Wochen her
Golf Rules

Und neben dem gestrigen Video aus dem Bereich "Malen nach Zahlen" haben wir auch ein weiteres Video im Rahmen unserer Serien "GolfRules@Home" zum Erleichterungsverfahren zu Regel 17 gemacht. Gemäß dem Motto "steter Tropfen..." auch mal wieder ein "Flashback" in den ersten Lockdown in 2020... (tk)

youtu.be/y3rGv-3kiVw
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2 Wochen her
Golf Rules

Gabi und Michael fragten uns gestern nach etwas mehr visueller Information für das Erleichterungsverfahren für einen Ball in der Penalty Area. Da wir erfreulicher Weise immer wieder einmal neue Leser hinzubekommen, ist manchmal auch ein Blick zurück in unsere Beiträgshistorie hilfreich. Und genau zu diesem Thema habe ich 2018 mal ein Video gemacht... (tk)

youtu.be/ix-212FTQtg
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immer wieder gut, danke Torben & Co. von Golf Rules....ein Bild/Video sagt mehr als 1000 Worte!

🙏 vielen Dank für das Super Video - schön, dass Ihr auch für die Anfänger da seid 🥰

Fantastisch erklärt, dennoch habe ich eine ergänzende Frage dazu: der Ball hat im Flug die Penalties Area überquert, rollt aber leider zurück in diese Punkte gelten jetzt die selben Erleichterungsmassnahmen, oder darf ich mir eine Erleichterung. Auf der anderen Seite suchen???Vielen Dank für eure Hilfe mit herzlichem Gruss Jürgen

Silke Schumann schöne Erklärung

Super Video. Fragte mich, warum mal eine, mal zwei SL; denke mir, im einen Fall (auf der Linie zurück) ergibt sich immer automatisch ein Halbkreis mit 2 SL Durchmesser, beim seitl. Drop oft ein Zwickel, der dann recht klein würde. Trifft's das?

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2 Wochen her
Golf Rules

Und auch auf folgendes "Kunstwerk" mit beigefügten Fragen von Birgid möchten wir Euch nicht vorenthalten: "Gestern beim Monatsbecher konnte ich wieder einmal zuschauen wie ein Spieler, der nach Regel 16, Boden in Ausbesserung, blaue Pfähle, droppen sollte, und stattdessen eine inzwischen sehr verbreitete Eigenvariante des droppens genutzt hat, in dem er eine Schlägerlänge von der gedachten „blauen Linie“ ausgemessen hat und dann innerhalb dieser gedroppt hat.
Das ging so schnell, dass ich nicht dazu kam, ihm nahe zu legen, auf die richtige Art und Weise das Drop Verfahren durchzuführen. Dazu kommt ja auch, dass ein Spieler nicht unbedingt den Stand und den Schwung simulieren muss, wenn ich das richtig im Kopf habe. Nur eben durch die Tatsache, von wo aus er gemessen hat, ist für mich nahe liegend, dass das Droppverfahren nicht korrekt war. Stichwort: Feststellen des Bezugs Punktes. Wichtig wäre jetzt für mich zu wissen, war den dann letztendlich das weiterspielen so okay? Beim Monatsbecher handelt es sich um ein Zählspiel. Oder wäre es spielen vom falschen Ort, was mit zwei Strafschlägen bedacht werden müsste? Wenn es so okay war, so weiterzuspielen, könnt ihr mir eine Argumentationshilfe geben, warum man dann trotzdem die richtige Vorgehensweise wählen sollte und nicht so verfahren, wie es inzwischen viele machen, mit der einen Schlägerlänge?

Noch ein kleiner Nachtrag… Der mein Dilemma vielleicht verdeutlicht. Auch wenn man das Verfahren nicht richtig macht, wird es ja eventuell einen kleinen Überschneidungsbereich geben, so wie auf der Skizze. Wird der Fehler dann geheilt, wenn man in dem Überschneidungsbereich zufällig gedroppt hat?"

Zunächst einmal sein darauf hingewiesen, dass das (richtige) Droppen im Erleichterungsbereich in Regel 14.3 beschrieben ist. Der Ball muss im Erleichterungsbereich gedroppt werden. Der Spieler darf beim Droppen des
Balls innerhalb oder außerhalb des Erleichterungsbereichs stehen. Und - ganz entscheidend für die Beantwortung der Fragen von Birgid - der auf die richtige Weise gedroppter Ball muss im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommen.

Das bedeutet, dass der Erleichterungsbereich nicht unbedingt zuvor ausgemessen werden muss. Dieses bietet sich aber an, wenn der Ball in den "Grenzbereichen" gedroppt wird, um einen eindeutigen Nachweis zu haben, dass der Ball anschließend aus diesem gespielt wird. Denn wird der Ball zwar im Erleichterungsbereich gedroppt, rollt dann aus diesem (ohne straflose Korrektur) und wird gespielt, so spielt der Spieler den Ball vom falschen Ort und zieht sich die Grundstrafe zu. Wird der Ball außerhalb des Erleichterungsbereiches gedroppt und rollt dann in diesen Bereich und wird gespielt, dann zieht sich der Spieler einen Strafschlag zu. Insofern ist das Markieren des Erleichterungsbereiches ggf. ein lästiges Unterfangen - macht aber durchaus Sinn, um diese beiden Probleme zu vermeiden.

Insofern zu den Bildern: nach Regel 16 gilt es zunächst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu bestimmen und von dort die Schlägerlänge für den Erleichterungsbereich auszumessen (siehe Skizze 2). Der Ball ist dann nach dem Droppen korrekt straflos zurück ins Spiel gebracht worden. In Skizze 1 hingegen ermittelt der Spieler keinen Bezugspunkt für das Erleichterungsverfahren. Doch auch wenn dieser zuvor nicht bestimmt wird, bleibt der Bezugspunkt als der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung bestehen (in diesem Fall dann "virtuell"). Und da sich auch der Erleichterungsbereich an diesem Bezugspunkt orientiert, gelten dieselben Einschränkungen: dieser muss im Gelände liegen, darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt und es muss vollständige Erleichterung von jeglicher Beeinträchtigung durch diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse gegeben sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, dann ist auch dieser Ball nach dem Drop regelkonform ins Spiel gebracht worden.

Insofern: ja - sollte der Ball zufälligerweise im (richtigen = regelkonformen) Erleichterungsbereich aufgekommen und zur Ruhe gekommen sein, dann hat dieses keine Konsequenz für den Spieler - der Ball ist im Spiel und kann von dort weitergespielt werden. Aber - auch zur persönlichen Absicherung bietet es sich in vielen Fällen an, den Bezugspunkt und den Erleichterungsbereich vor dem Droppen zunächst zu markieren, um sicherzustellen, dass die Bestimmung korrekt erfolgt ist. Diese zehn Sekunden können dann manchmal sehr sinnvoll investierte Zeit sein... (tk)
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Und auch auf folgendes Kunstwerk mit beigefügten Fragen von Birgid möchten wir Euch nicht vorenthalten: Gestern beim Monatsbecher konnte ich wieder einmal zuschauen wie ein Spieler, der nach Regel 16, Boden in Ausbesserung, blaue Pfähle, droppen sollte, und stattdessen eine inzwischen sehr verbreitete Eigenvariante des droppens genutzt hat, in dem er eine Schlägerlänge von der gedachten „blauen Linie“ ausgemessen hat und dann innerhalb dieser gedroppt hat.
Das ging so schnell, dass ich nicht dazu kam, ihm nahe zu legen, auf die richtige Art und Weise das Drop Verfahren durchzuführen. Dazu kommt ja auch, dass ein Spieler nicht unbedingt den Stand und den Schwung simulieren muss, wenn ich das richtig im Kopf habe. Nur eben durch die Tatsache,  von wo aus er gemessen hat, ist für mich nahe liegend, dass das Droppverfahren nicht korrekt war. Stichwort: Feststellen des Bezugs Punktes. Wichtig wäre jetzt für mich zu wissen, war den dann letztendlich das weiterspielen so okay? Beim Monatsbecher handelt es sich um ein Zählspiel. Oder wäre es spielen vom falschen Ort, was mit zwei Strafschlägen bedacht werden müsste? Wenn es so okay war, so weiterzuspielen, könnt ihr mir eine Argumentationshilfe geben, warum man dann trotzdem die richtige Vorgehensweise wählen sollte und nicht so verfahren, wie es inzwischen viele machen, mit der einen Schlägerlänge?

Noch ein kleiner Nachtrag… Der mein Dilemma vielleicht verdeutlicht. Auch wenn man das Verfahren nicht richtig macht, wird es ja eventuell einen kleinen Überschneidungsbereich geben, so wie auf der Skizze. Wird der Fehler dann geheilt, wenn man in dem Überschneidungsbereich zufällig gedroppt hat?

Zunächst einmal sein darauf hingewiesen, dass das (richtige) Droppen im Erleichterungsbereich in Regel 14.3 beschrieben ist. Der Ball muss im Erleichterungsbereich gedroppt werden. Der Spieler darf beim Droppen des 
Balls innerhalb oder außerhalb des Erleichterungsbereichs stehen. Und - ganz entscheidend für die Beantwortung der Fragen von Birgid - der auf die richtige Weise gedroppter Ball muss im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommen.

Das bedeutet, dass der Erleichterungsbereich nicht unbedingt zuvor ausgemessen werden muss. Dieses bietet sich aber an, wenn der Ball in den Grenzbereichen gedroppt wird, um einen eindeutigen Nachweis zu haben, dass der Ball anschließend aus diesem gespielt wird. Denn wird der Ball zwar im Erleichterungsbereich gedroppt, rollt dann aus diesem (ohne straflose Korrektur) und wird gespielt, so spielt der Spieler den Ball vom falschen Ort und zieht sich die Grundstrafe zu. Wird der Ball außerhalb des Erleichterungsbereiches gedroppt und rollt dann in diesen Bereich und wird gespielt, dann zieht sich der Spieler einen Strafschlag zu. Insofern ist das Markieren des Erleichterungsbereiches ggf. ein lästiges Unterfangen - macht aber durchaus Sinn, um diese beiden Probleme zu vermeiden.

Insofern zu den Bildern: nach Regel 16 gilt es zunächst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu bestimmen und von dort die Schlägerlänge für den Erleichterungsbereich auszumessen (siehe Skizze 2). Der Ball ist dann nach dem Droppen korrekt straflos zurück ins Spiel gebracht worden. In Skizze 1 hingegen ermittelt der Spieler keinen Bezugspunkt für das Erleichterungsverfahren. Doch auch wenn dieser zuvor nicht bestimmt wird, bleibt der Bezugspunkt als der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung bestehen (in diesem Fall dann virtuell). Und da sich auch der Erleichterungsbereich an diesem Bezugspunkt orientiert, gelten dieselben Einschränkungen: dieser muss im Gelände liegen, darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt und es muss vollständige Erleichterung von jeglicher Beeinträchtigung durch diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse gegeben sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, dann ist auch dieser Ball nach dem Drop regelkonform ins Spiel gebracht worden.

Insofern: ja - sollte der Ball zufälligerweise im (richtigen = regelkonformen) Erleichterungsbereich aufgekommen und zur Ruhe gekommen sein, dann hat dieses keine Konsequenz für den Spieler - der Ball ist im Spiel und kann von dort weitergespielt werden. Aber - auch zur persönlichen Absicherung bietet es sich in vielen Fällen an, den Bezugspunkt und den Erleichterungsbereich vor dem Droppen zunächst zu markieren, um sicherzustellen, dass die Bestimmung korrekt erfolgt ist. Diese zehn Sekunden können dann manchmal sehr sinnvoll investierte Zeit sein... (tk)

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Tolle Zeichnung ⛳️

Tolle Skizze👍👍👍

wirklich super die Skizze 👏🏻 danke🤩

Doris Mast schau mal

2 Wochen her
Golf Rules

Markus war kreativ und schickte ein Bild mit beigefügter Frage: "Ich hätte eine Frage wo ich mit meinem Flightpartner nicht einig war. Ich schlug meinen Ball mit der Absicht auf das Grün zu spielen Dieser überquerte das erste Wasser, das Grün und fiel danach rein. Mein Partner sagte, ich müsste von der ersten Grenze spielen, ich war der Meinung von der Grenze auf dem Grün, da hier rot überquert wurde. Was stimmt den hier?"

Das Erleichterungsverfahren nach Regel 17.1d "Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area" bietet bei einer roten Penalty Area die schon mehrmals beschriebenen Optionen (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust, (2) Erleichterung auf der Linie zurück und (3) Seitliche Erleichterung. Bei (2) und (3) ist der Bezugspunkt der geschätzte Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat.

Insofern ist der Ball bei Option (3) am Grün innerhalb des Erleichterungsbereiches (zwei Schlägerlängen / nicht näher zum Loch) zu droppen und bei (2) auf der Linie Loch / Kreuzungspunkt im oberen linken Bereich jenseits des Wassers. (tk)
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Markus war kreativ und schickte ein Bild mit beigefügter Frage: Ich hätte eine Frage wo ich mit meinem Flightpartner nicht einig war. Ich schlug meinen Ball mit der Absicht auf das Grün zu spielen Dieser überquerte das erste Wasser, das Grün und fiel danach rein. Mein Partner sagte, ich müsste von der ersten Grenze spielen, ich war der Meinung von der Grenze auf dem Grün, da hier rot überquert wurde. Was stimmt den hier?

Das Erleichterungsverfahren nach Regel 17.1d Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area bietet bei einer roten Penalty Area die schon mehrmals beschriebenen Optionen (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust, (2) Erleichterung auf der Linie zurück und (3) Seitliche Erleichterung. Bei (2) und (3) ist der Bezugspunkt der geschätzte Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat.

Insofern ist der Ball bei Option (3) am Grün innerhalb des Erleichterungsbereiches (zwei Schlägerlängen / nicht näher zum Loch) zu droppen und bei (2) auf der Linie Loch / Kreuzungspunkt im oberen linken Bereich jenseits des Wassers. (tk)

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O sorry, die Rules kann ich auch lesen, aber für einen Anfänger ist aus der Antwort mE nix wirklich zu kapieren oder zu lernen!? Mit normalen Worten wäre das vielleicht einfacher? Noch besser eine Zeichnung!! ? Sorry, liegt wohl an mir oder auch dem frühen Morgen 😅

Hmm…. Wäre Option 2 „ auf der Linie ZURÜCK“ nicht der Weg nach unten, denn von dort ist der Ball gekommen..

3 Wochen her
Golf Rules

Danke an Hans-Christian für das besondere Foto - verbunden mit der Frage: "Mein Kollege Walter hat in seinen Ball in einen Bunker geschlagen. Beim näheren Augenschein stellte sich heraus, dass Der Ball in die Walze des Rechens eingedrungen war, der im Bunker abgelegt war (siehe Bild). Der Ball ließ sich nur mit Gewalt wieder aus der Walze entfernen. Wie ist so etwas zu werten? Und wenn der Ball nicht mehr aus der Walze herausgekommen wäre - wie gesagt, es war Kraft nötig."

Liegt ein Ball in oder auf einem beweglichen Hemmnis (zum Beispiel einem Handtuch oder in diesem Fall einem "Rechen") irgendwo auf dem Platz, darf straflose Erleichterung in Anspruch genommen werden, indem der Ball aufgenommen, das bewegliche Hemmnis entfernt und, ausgenommen auf dem Grün, dieser oder ein anderer Ball gedroppt wird. Der Bezugspunkt für die Erleichterung ist die geschätzte Stelle unmittelbar unter der Stelle, an der der Ball auf dem Handtuch / in dem Rechen lag. Der Erleichterungsbereich erstreckt sich eine Schlägerlänge vom Bezugspunkt aus, liegt nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt und muss im selben Bereich des Platzes liegen wie die ursprüngliche Lage des Balls (s. Regel 15.2a "Erleichterung von beweglichen Hemmnissen").

Der Ball muss also in dem Erleichterungsbereich unterhalb des "Rechen" gedroppt werden und dabei kann der ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball genutzt werden, sofern dieser aus dem Rechen nicht entfernt werden kann. (tk)
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Danke an Hans-Christian für das besondere Foto - verbunden mit der Frage: Mein Kollege Walter hat in seinen Ball in einen Bunker geschlagen. Beim näheren Augenschein stellte sich heraus, dass Der Ball in die Walze des Rechens eingedrungen war, der im Bunker abgelegt war (siehe Bild). Der Ball ließ sich nur mit  Gewalt wieder aus der Walze entfernen.  Wie ist so etwas zu werten?  Und wenn der Ball nicht mehr aus der Walze herausgekommen wäre - wie gesagt, es war Kraft nötig.

Liegt ein Ball in oder auf einem beweglichen Hemmnis (zum Beispiel einem Handtuch oder in diesem Fall einem Rechen) irgendwo auf dem Platz, darf straflose Erleichterung in Anspruch genommen werden, indem der Ball aufgenommen, das bewegliche Hemmnis entfernt und, ausgenommen auf dem Grün, dieser oder ein anderer Ball gedroppt wird. Der Bezugspunkt für die Erleichterung ist die geschätzte Stelle unmittelbar unter der Stelle, an der der Ball auf dem Handtuch / in dem Rechen lag. Der Erleichterungsbereich erstreckt sich eine Schlägerlänge vom Bezugspunkt aus, liegt nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt und muss im selben Bereich des Platzes liegen wie die ursprüngliche Lage des Balls (s. Regel 15.2a Erleichterung von beweglichen Hemmnissen).

Der Ball muss also in dem Erleichterungsbereich unterhalb des Rechen gedroppt werden und dabei kann der ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball genutzt werden, sofern dieser aus dem Rechen nicht entfernt werden kann. (tk)

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Interessanter Rechen ...wo gibt's so etwas?

3 Wochen her
Golf Rules

Der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung ist immer das Maß aller Dinge, wenn es wie in diesem Fall um straflose Erleichterung nach 16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" geht. Allerdings ist dabei immer zu beachten, dass von den ungewöhnlichen Platzverhältnissen / dem Hemmnis dann auch vollständige Erleichterung von jeglicher Beeinträchtigung durch diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse gegeben sein muss.

Es ist deshalb ratsam zuerst einmal den Ball liegen zu lassen und zu schauen, wo sich denn der Bezugspunkt und dann der Erleichterungsbereich überhaupt befindet und ob es stattdessen nicht auch eine Option sein könnten, den Ball aus der aktuellen Lage zu spielen. Da dieser Punkt nämlich rechts des Weges im dicken Rough gewesen wäre, entschieden sich die Spieler den Ball vom Weg zu spielen.

Auch wenn dieses von Zuschauer in Richtung des anwesenden Referees zu der Frage führte "warum haben die Spieler denn keine straflose Erleichterung bekommen haben": sie wollte es einfach nicht - und das aus gutem Grund. (tk)
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Der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung ist immer das Maß aller Dinge, wenn es wie in diesem Fall um straflose Erleichterung nach 16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände geht. Allerdings ist dabei immer zu beachten, dass von den ungewöhnlichen Platzverhältnissen / dem Hemmnis dann auch vollständige Erleichterung von jeglicher Beeinträchtigung durch diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse gegeben sein muss.   

Es ist deshalb ratsam zuerst einmal den Ball liegen zu lassen und zu schauen, wo sich denn der Bezugspunkt und dann der Erleichterungsbereich überhaupt befindet und ob es stattdessen nicht auch eine Option sein könnten, den Ball aus der aktuellen Lage zu spielen. Da dieser Punkt nämlich rechts des Weges im dicken Rough gewesen wäre, entschieden sich die Spieler den Ball vom Weg zu spielen. 

Auch wenn dieses von Zuschauer in Richtung des anwesenden Referees zu der Frage führte warum haben die Spieler denn keine straflose Erleichterung bekommen haben: sie wollte es einfach nicht - und das aus gutem Grund. (tk)

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Vielleicht ist noch anzumerken, dass der Spieler ja auch Erleichterung nicht vom Hemmnis sondern vom zeitweiligen Wasser hätte nehmen können. Schwer zu sagen, ob dann ggf. auch ein Drop AUF dem Hemmnis "Weg" möglich gewesen wäre - ggf. mit einer etwas besseren Position für den Stand und Schwung. Nun denn: der / die Spieler haben den Ball aus der Lage zurück auf das Fairway gespielt Ging ja auch ohne Erleichterung... 😀

Nicht jede straflose Erleichterung führt zu einer besseren Spiellage.Oft ist einfach besser zum"den Ball spielen, wie er liegt "zurückzukommen.

Und manchmal ist die Situation "spielen wie er liegt" auch eine Frage, wie sehr man seinen Schläger schätzt...

Ja, das ist ein Thema, daß immer wieder für Diskussionen mit Mitspielern sorgt, die nicht nur, berechtigterweise, Erleichterung vom Weg/Zaun/etc haben wollen, sondern auch meinen, nach der Erleichterung Anspruch auf eine ideale Lage und freie Schwungbahn zu haben.

3 Wochen her
Golf Rules

Gefährdung durch Tiere - so heißt es in Regel 16.2 in Bezug auf Giftschlangen, Alligatoren, ... Es geht aber auch "kleiner" - auch Bereiche, die durch den Eichenprozessionsspinner beeinträchtigt sind können nach dieser Regel gemieden werden.

In der Regel wird eine fürsorgliche Spielleitung solche Bereiche direkt als ungewöhnliche Platzverhältnisse (ggf. sogar als Spielverbotszone) kennzeichnen. Wenn dieses aber einmal übersehen sein sollte, dann ermöglicht R16.2 dem Spieler straflose Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch zu nehmen, jeweils abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt.

Nach dieser Regel bedeutet der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung den nächstgelegenen Punkt (nicht näher zum Loch), an der keine Gefährdung durch gefährliche Tiere besteht. (tk)
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Gefährdung durch Tiere - so heißt es in Regel 16.2 in Bezug auf Giftschlangen, Alligatoren, ... Es geht aber auch kleiner - auch Bereiche, die durch den Eichenprozessionsspinner beeinträchtigt sind können nach dieser Regel gemieden werden.

In der Regel wird eine fürsorgliche Spielleitung solche Bereiche direkt als ungewöhnliche Platzverhältnisse (ggf. sogar als Spielverbotszone) kennzeichnen. Wenn dieses aber einmal übersehen sein sollte, dann ermöglicht R16.2 dem Spieler straflose Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch zu nehmen, jeweils abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt.

Nach dieser Regel bedeutet der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung den nächstgelegenen Punkt (nicht näher zum Loch), an der keine Gefährdung durch gefährliche Tiere besteht. (tk)
3 Wochen her
Golf Rules

Rolf fragte uns über golfstun.de:

"Kann ein Spieler einfach entscheiden , seinen 1. Ball quasi „aufzugeben“ , eben weil sein provisorischer Ball gut liegt. Ich höre immer wieder „ich gebe den Ball auf“ . Widerspricht doch eigentlich dem Prinzip, es dürfe kein Vorteil entstehen.

Beispiel : Spieler liegt gut mit dem provisorischen und sagt ich gebe den 1. Ball auf. Und der erste Ball wird im nächsten Moment gefunden."

Und da ist es wieder, das Hörensagen. Ganz oft hört man irgendetwas von irgendwem, dass Schwager vom Hund seiner Schwester etwas gehört hat... Nur muss das eben nicht stimmen.

Kurz: Ein ursprünglicher Ball kann nicht aufgegeben werden. Der ursprüngliche Ball ist so lange Ball im Spiel, bis er nicht innerhalb von drei Minuten Suchzeit gefunden wurde oder der provisorische Ball von einem Ort, näher zum Loch als der ursprüngliche Ball, gespielt wurde. Der Spieler muss den Ball zwar nicht suchen, wird er aber innerhalb der drei Minuten gefunden, ist er grundsätzlich zu spielen, egal, wie viel besser der provisorische Ball liegen mag.

Und damit es nicht nur um Hörensagen geht: Nachlesen kann man das ganze in Regel R18 und unter R18.3c (3) findet man tatsächlich auch das "Aufgeben" eines Balls: Das des provisorischen, wenn zB der ursprüngliche Ball innerhalb der Suchzeit gefunden wurde...
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Rolf fragte uns über golfstun.de:

Kann ein Spieler einfach entscheiden , seinen 1. Ball quasi „aufzugeben“ , eben weil sein provisorischer Ball gut liegt. Ich höre immer wieder „ich gebe den Ball auf“ . Widerspricht doch eigentlich dem Prinzip, es dürfe kein Vorteil entstehen.

Beispiel : Spieler liegt gut mit dem provisorischen und sagt ich gebe den 1. Ball auf. Und der erste Ball wird im nächsten Moment gefunden.

Und da ist es wieder, das Hörensagen. Ganz oft hört man irgendetwas von irgendwem, dass Schwager vom Hund seiner Schwester etwas gehört hat... Nur muss das eben nicht stimmen.

Kurz: Ein ursprünglicher Ball kann nicht aufgegeben werden. Der ursprüngliche Ball ist so lange Ball im Spiel, bis er nicht innerhalb von drei Minuten Suchzeit gefunden wurde oder der provisorische Ball von einem Ort, näher zum Loch als der ursprüngliche Ball, gespielt wurde. Der Spieler muss den Ball zwar nicht suchen, wird er aber innerhalb der drei Minuten gefunden, ist er grundsätzlich zu spielen, egal, wie viel besser der provisorische Ball liegen mag.

Und damit es nicht nur um Hörensagen geht: Nachlesen kann man das ganze in Regel R18 und unter R18.3c (3) findet man tatsächlich auch das Aufgeben eines Balls: Das des provisorischen, wenn zB der ursprüngliche Ball innerhalb der Suchzeit gefunden wurde...
3 Wochen her
Golf Rules

#darferdas? Ist es erlaubt, so Schutz vor den Elementen zu suchen?

Ein Spieler dürfte sich hierbei nicht von seinem Caddie oder einer anderen Person untertützden lassen, R10.2b (5). Selber den Schirm beim Schlag halten oder werfen ist hingegen nicht verboten, sprich erlaubt. Allerdings: Ob das dann zum guten Schlag beiträgt, ist eine andere Frage...

Und jetzt: Zeigt her Eure Trickshots...
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3 Wochen her
Golf Rules

Was ist, wenn man auf der Runde falsch abbiegt und ein Loch spielt, dass noch nicht an der Reihe ist, wollten Chrisi und Günter von uns wissen:

Also: Golfspieler spielen im Turnier die festgesetzte Runde, dies bedeutet nach R5.1 "18 oder weniger Löchern, die in der von der Spielleitung festgelegten Reihenfolge gespielt werden müssen." Nach R6.1b beginnt ein Loch, indem der Ball vom richtigen Abschlag gespielt wird.

Spielt ein Spieler also ein falsches Loch, kommt es darauf an ob es im Lochspiel (straflos aber der Gegner kann den Schlag für ungültig erklären, R6.1b(2) - wir haben dazu auch ein Video gemacht, dass ich hier verlinke) oder Zählspiel dazu kam.

Im Zählspiel ist es etwas komplizierter. Nach R6.2b (2) zieht sich der Spieler die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags spielt:

· Der von außerhalb des Abschlags gespielte Ball ist nicht im Spiel.
· Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht.
· Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht.

Und jetzt: Genießt das Video...
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Es fehlt mM nach die Auflösung des letzten Absatzes: ..dann ist der Spieler disqualifiziert.

4 Wochen her
Golf Rules

Jetzt im Herbst werden sie - zum Ende der Saison - zunehmend aggressiver: Wespen, allen voran Erdwespen. 🐝

Der eine oder andere Golfer ist gegen Stiche dieser Tiere allergisch, sehr unangenehm ist ein Stich in jedem Fall, und die Kollegen können sogar mehrmals stechen.

Gut, dass die Golfregeln auch dafür eine Lösung parat halten: R16.2a:

"(...) Ein Spieler darf bei Gefährdung durch Tiere straflos wie folgt Erleichterung nach Regel 16.2b in Anspruch nehmen (...)"

Hierbei ist dann nach R16.2b vorzugehen, abhängig davon, in welchem Bereich des Platzes der Ball liegt und im Grunde der Ball im Erleichterungsbereich zu droppen, der eine Schlägerlänge vom nächstgelegen Punkt der vollständigen Erleichterung beträgt, hier bedeutet der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung den nächstgelegenen Punkt (nicht näher zum Loch), an der keine Gefährdung durch gefährliche Tiere besteht.

Und, was für Tiere habt Ihr auf dem Golfplatz schon getroffen? Zeigt her Eure Fotos...
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Jetzt im Herbst werden sie - zum Ende der Saison - zunehmend aggressiver: Wespen, allen voran Erdwespen. 🐝 

Der eine oder andere Golfer ist gegen Stiche dieser Tiere allergisch, sehr unangenehm ist ein Stich in jedem Fall, und die Kollegen können sogar mehrmals stechen.

Gut, dass die Golfregeln auch dafür eine Lösung parat halten: R16.2a:

(...) Ein Spieler darf bei Gefährdung durch Tiere straflos wie folgt Erleichterung nach Regel 16.2b in Anspruch nehmen (...)

Hierbei ist dann nach R16.2b vorzugehen, abhängig davon, in welchem Bereich des Platzes der Ball liegt und im Grunde der Ball im Erleichterungsbereich zu droppen, der eine Schlägerlänge vom nächstgelegen Punkt der vollständigen Erleichterung beträgt, hier bedeutet der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung den nächstgelegenen Punkt (nicht näher zum Loch), an der keine Gefährdung durch gefährliche Tiere besteht.

Und, was für Tiere habt Ihr auf dem Golfplatz schon getroffen? Zeigt her Eure Fotos...Image attachmentImage attachment

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Thema Erdwespen: Nach meiner Kenntnis sind Erdwespen sogar geschützt. Das würde bedeuten, dass die Anlage den Bereich sogar separat kennzeichnen (BiA?!) müsste, oder?! Sprich es würde aus der Kann-Regelung eine Muss-Regelung werden....

Die hatten auch noch meinen Ball geklaut! 😯

Dumme Nachfrage vielleicht, aber was ist, wenn ich mich nicht traue den Ball herauszuholen - darf ich straflos den Ball durch einen anderen ersetzen ?

Na, hoffentlich darf man da einen neuen Ball nehmen 😂

Fleesensee… Mach mal n entspannten Schlag, wenn der Bock 50m hinter Dir mit den Hufen scharrt…

Gestern in Windhoek 🤩

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4 Wochen her
Golf Rules

Richard fragt: "Folgendes Situation ergab sich letztlich bei einem Turnier. Spieler A spielt den zweiten Schlag mit einem falschen Ball. Er findet dann seinen, spielt auch diesen. Da er sich nicht sicher war, wie vorzugehen ist, spielt er mit beiden das Loch fertig - jeweils mit birdie. Nach Rückfragen bei der Turnierleitung wird sein Vorgehen als korrekt erachtet, und das birdie, obwohl er einen falschen Ball gespielt hat, wird bestätigt. Meiner Meinung hätte er sich zu seinem birdie mit seinem Ball eine Strafe von zwei Schlägen hinzurechnen müssen."

Die Folgen für das Spielen eines falschen Balls ist in Regel 6.3c festgelegt: der Schlag zählt nicht und der Spieler muss den Fehler nach den Regeln berichtigen, indem er den richtigen Ball vom ursprünglichen Ort spielt oder indem er nach den Regeln Erleichterung in Anspruch nimmt. Ein Verstoß gegen diese Regel zieht die Grundstrafe nach sich.

Insofern muss sich Spieler A zu den gespielten Schlägen mit dem ursprünglichen Ball (mit dem das Loch ja beendet wurde) zwei weitere Schläge für das Schlagen eines falschen Balles hinzurechnen... (tk)
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Richard fragt: Folgendes Situation ergab sich letztlich bei einem Turnier. Spieler A spielt den zweiten Schlag mit einem falschen Ball. Er findet dann seinen, spielt auch diesen. Da er sich nicht sicher war, wie vorzugehen ist, spielt er mit beiden das Loch fertig - jeweils mit birdie. Nach Rückfragen bei der Turnierleitung wird sein Vorgehen als korrekt erachtet, und das birdie, obwohl er einen falschen Ball gespielt hat, wird bestätigt. Meiner Meinung hätte er sich zu seinem birdie mit seinem Ball eine Strafe von zwei Schlägen hinzurechnen müssen.

Die Folgen für das Spielen eines falschen Balls ist in Regel 6.3c festgelegt: der Schlag zählt nicht und der Spieler muss den Fehler nach den Regeln berichtigen, indem er den richtigen Ball vom ursprünglichen Ort spielt oder indem er nach den Regeln Erleichterung in Anspruch nimmt. Ein Verstoß gegen diese Regel zieht die Grundstrafe nach sich.

Insofern muss sich Spieler A zu den gespielten Schlägen mit dem ursprünglichen Ball (mit dem das Loch ja beendet wurde) zwei weitere Schläge für das Schlagen eines falschen Balles hinzurechnen... (tk)

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Vielen Dank auch für diesen Fall. Ist mir auch schon passiert, habe dann aber selbst die Regel entsprechend angewandt. Nachdem es das erste Loch war hat es mich sehr gewurmt so ins Turnier zu starten. Damit passiert mir dies nicht so schnell wieder. 😉 Ich finde es sogar sinnvoll dass man immer wieder dazu lernen kann und m auch soll. Je mehr Regelkompetenz auf dem Platz ist, umso besser. Sich dann gegenseitig zu helfen um die Regeln korrekt anzuwenden finde ich viel spannender. Und ggf. danach nachzulesen ist auch spannend. Gerade da wir Amateure nicht um das große Geld spielen sollte es uns sogar leichter fallen mal den ein oder anderen Strafschlag hinzunehmen. Das zeigt aus meiner Sicht mehr Größe. Wie immer muss in der letzten Konsequenz jeder sein eigenes Handeln verantworten.

Es ist doch völlig klar dass an Turnieren nach den Regeln gespielt werden soll - ausnahmslos. Spirit of the game - die korrekten Spieler sollen die Preise kriegen!

Wen juckt's ? Wahrscheinlich ging's ja nicht um 7-stelliges Preisgeld ... Gönnt ihm das Birdie 😇 ( und ja, wir spielen nach Regeln, ist mir bewusst )

wurde im Sinne des Golfsports bzw. des Clubs entschieden. Nicht vergessen, Kündigungsfristen sind noch nicht um 😉

Top Sportler. Erkennt seinen Fehler, gibt ihn zu, korrigiert ihn und spielt mit 2 Bällen Birdies. Nervlich eine „coole Socke“. Auch wenn es nicht regelkonform ist: Birdie verdient !

Zwei Strafschläge ja, diese Erfahrung musste ich leider auch schon machen. Schade, dass die Spielleitung nicht regelfest ist. Dennoch cool, dass er trotzdem er festgestellt hat einen falschen Ball gespielt zu haben noch ein Birdie geschafft hat. Ich war danach so durcheinander und bin dann mit einer 10 inklusive der zwei Strafschlägen von dem Loch gegangen 🙈

….sehr clevere Spielleitung…

Genau wie in “Goldfinger” 😉

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4 Wochen her
Golf Rules

Und noch ein Thomas (aber ein anderer) fragte Folgendes: "Wir hatten gestern eine kleine Diskussion bezüglich Vorteilsnahme und Nearest Point of Release in dem Fall für Rechtshänder. Wie im beiliegenden PDF beschrieben lag mein Ball (gelber Punkt) zwischen einem Haag (unbewegliches Hemmnis (Anm.d.R: Haag = Hecke, eine alte Befestigung)) und einem Weg. 5-10 cm zum Weg, 30-40 cm zu Haag. Da ich im Schwung behindert war, war Nearest Point of Release klar auf dem Weg und mit einer Schlägerlänge, eher auf der Fairway Seite des Weges. Für mich klar neue Situation, ich kann von dem Weg wiederum Erleichterung nehmen und im Semi-Rough nahe zum Fairway droppen.
Im Clubhaus hatten wir um Klärung gebeten und dann kam die grosse Diskussion auf. Die Kollegen haben behauptet es war Vorteilsnahme und ich hätte in der Wiese, hinter dem Zaun, droppen müssen. Da wir aber noch zwei weiter solcher Situationen auf unserem Golfplatz haben, wären wir froh um einen eindeutige Klärung.
Ich habe mal gelernt, dass ich auf der Strasse (Nearest Point of Release) droppen muss und dann bin ich in einer neuen Situation (Strasse). Und das ganze Erleichterungsverfahren beginnt wiederum mit der neuen Situation."

Das Thema "nächstgelegener Punkt der vollständigen Erleichterung" ist eines der Grundprinzipien der Golfregeln. Hier gilt es darum, genau den einen Punkt zu finden, welcher als Bezugspunkt für das Erleichterungsverfahren genutzt werden muss. Er ist der geschätzte Punkt, an dem der Ball liegen würde, der der ursprünglichen Stelle des Balls am nächsten ist, aber nicht näher zum Loch als diese, im vorgeschriebenen Bereich des Platzes liegt und an dem der Umstand den Schlag nicht beeinträchtigt, den der Spieler von der ursprünglichen Stelle aus gemacht hätte, wenn dort der Umstand nicht vorhanden wäre.

Eine genaue Beurteilung, wo sich diese Stelle befindet, ist anhand von Bildern oder Skizzen seriös nicht möglich. Da es sich um einen Rechtshänder handelt könnte sich diese Stelle genauso gut auch auf der linken Seite des "Haag" befinden. Dann würde sich der Erleichterungsbereich (in ""gelb" eingezeichnet) auch auf dieser Seite innerhalb der einen Schlägerlänge (nicht näher zum Loch befinden). Befindet sich der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung (Bezugspunkt) auf der rechten Seite, dann würde der "blau" eingezeichnete Erleichterungsbereich relevant werden. Deswegen ist die Empfehlung ggf. beide Punkte zu definieren und dann einfach abzumessen, welcher der beiden Punkte denn wirklich näher ggü. der ursprünglichen Balllage ist.

Sollte es der Punkt auf der rechten Seite sein, dann kann nach dem Droppen des Balles ggf. noch einmal Erleichterung in Anspruch genommen werden, wenn das unbewegliche Hemmnis "Weg" die dann neue Balllage wiederum behindert. Hierfür muss jedoch zunächst das Erleichterungsverfahren von dem "Haag" abgeschlossen werden. Alternativ kann der Ball aber ja auch aus der Lage gespielt werden, an der dieser nach dem Erleichterungsverfahren vom "Haag" zur Ruhe gekommen ist... (tk)
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Und noch ein Thomas (aber ein anderer) fragte Folgendes: Wir hatten gestern eine kleine Diskussion bezüglich Vorteilsnahme und Nearest Point of Release in dem Fall für Rechtshänder. Wie im beiliegenden PDF beschrieben lag mein Ball (gelber Punkt) zwischen einem Haag (unbewegliches Hemmnis (Anm.d.R: Haag = Hecke, eine alte Befestigung)) und einem Weg. 5-10 cm zum Weg, 30-40 cm zu Haag. Da ich im Schwung behindert war, war Nearest Point of Release klar auf dem Weg und mit einer Schlägerlänge, eher auf der Fairway Seite des Weges. Für mich klar neue Situation, ich kann von dem Weg wiederum Erleichterung nehmen und im Semi-Rough nahe zum Fairway droppen. 
Im Clubhaus hatten wir um Klärung gebeten und dann kam die grosse Diskussion auf. Die Kollegen haben behauptet es war Vorteilsnahme und ich hätte in der Wiese, hinter dem Zaun, droppen müssen. Da wir aber noch zwei weiter solcher Situationen auf unserem Golfplatz haben, wären wir froh um einen eindeutige Klärung.
Ich habe mal gelernt, dass ich auf der Strasse (Nearest Point of Release) droppen muss und dann bin ich in einer neuen Situation (Strasse). Und das ganze Erleichterungsverfahren beginnt wiederum mit der neuen Situation.

Das Thema nächstgelegener Punkt der vollständigen Erleichterung ist eines der Grundprinzipien der Golfregeln. Hier gilt es darum, genau den einen Punkt zu finden, welcher als Bezugspunkt für das Erleichterungsverfahren genutzt werden muss. Er ist der geschätzte Punkt, an dem der Ball liegen würde, der der ursprünglichen Stelle des Balls am nächsten ist, aber nicht näher zum Loch als diese, im vorgeschriebenen Bereich des Platzes liegt und an dem der Umstand den Schlag nicht beeinträchtigt, den der Spieler von der ursprünglichen Stelle aus gemacht hätte, wenn dort der Umstand nicht vorhanden wäre.

Eine genaue Beurteilung, wo sich diese Stelle befindet, ist anhand von Bildern oder Skizzen seriös nicht möglich. Da es sich um einen Rechtshänder handelt könnte sich diese Stelle genauso gut auch auf der linken Seite des Haag befinden. Dann würde sich der Erleichterungsbereich (in gelb eingezeichnet) auch auf dieser Seite innerhalb der einen Schlägerlänge (nicht näher zum Loch befinden).  Befindet sich der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung (Bezugspunkt) auf der rechten Seite, dann würde der blau eingezeichnete Erleichterungsbereich relevant werden. Deswegen ist die Empfehlung ggf. beide Punkte zu definieren und dann einfach abzumessen, welcher der beiden Punkte denn wirklich näher ggü. der ursprünglichen Balllage ist.

Sollte es der Punkt auf der rechten Seite sein, dann kann nach dem Droppen des Balles ggf. noch einmal Erleichterung in Anspruch genommen werden, wenn das unbewegliche Hemmnis Weg die dann neue Balllage wiederum behindert. Hierfür muss jedoch zunächst das Erleichterungsverfahren von dem Haag abgeschlossen werden. Alternativ kann der Ball aber ja auch aus der Lage gespielt werden, an der dieser nach dem Erleichterungsverfahren vom Haag zur Ruhe gekommen ist... (tk)

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Danke Thomas! 😉

Oder wie Juristen sagen würden „es kommt drauf an“.

Peter Fankhauser😉

4 Wochen her
Golf Rules

Unser Freund Hans schickte uns folgendes Bild einer Balllage auf einer seiner letzten Runde. Was tun? Den Ball spielen wie dieser zur Ruhe gekommen ist geht natürlich immer. Aber darf das Divot entfernt werden?

Nein, ein loser hinderlicher Naturstoff darf zwar straflos entfernt werden (ohne das sich der Ball dabei bewegt), aber solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie befestigt sind oder wachsen, fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder am Ball anhaften.

Bliebe also nur die Wahl, den Ball zu spielen oder diesen nach Regel 19 für unspielbar zu halten. (tk)
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Unser Freund Hans schickte uns folgendes Bild einer Balllage auf einer seiner letzten Runde. Was tun? Den Ball spielen wie dieser zur Ruhe gekommen ist geht natürlich immer. Aber darf das Divot entfernt werden?

Nein, ein loser hinderlicher Naturstoff darf zwar straflos entfernt werden (ohne das sich der Ball dabei bewegt), aber solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie befestigt sind oder wachsen, fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder am Ball anhaften.

Bliebe also nur die Wahl, den Ball zu spielen oder diesen nach Regel 19 für unspielbar zu halten. (tk)

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In Südafrika dürfte man straflos besserlegen!

4 Wochen her
Golf Rules

Thomas schickte uns folgenden Sachverhalt, welcher in „seinem“ Golfforum angeregt diskutiert wurde: "Heute hatte ich bei einem Ligaspiel der AK65 einen aufregenden Start (auf mir fremdem Platz). Bahn 1, ein Par 4 und schwerste Bahn des Kurses, ist ein leichtes Dogleg nach links mit einer Drivelandezone im Knick, die stark nach rechts zu einem Biotop (=Spielverbotszone) abfällt. Mein Abschlag gerät tatsächlich etwas weit rechts und sowohl die Starterin als auch alle anderen anwesenden Spieler rufen „Biotop!” Auch ich ging davon aus.
Vor Ort sehe ich etwa 2 m von der Biotopgrenze entfernt einen Ball, der von einem Spieler des gastgebenden Clubs sofort mit Bestimmtheit als seiner identifiziert wurde, so dass ich gar nicht mehr dahin ging. Die Suche am Biotoprand erbrachte nichts und ich droppte einen Ball. Als ich nach dem Schlag zu meinem Bag marschierte, fand ich im sehr fetten Semirough (Edit: wurde vom Autor später auf normales Semirough reduziert) einen zweiten Ball und identifizierte ihn als Ball des Spielers, der den anderen Ball als seinen reklamiert hatte. Daraufhin ging ich zu dem ersten Ball und entdeckte, dass es meiner war.
Ok, ich habe mir zwei Strafschläge fürs Spielen vom falschen Ort dazugerechnet und dem Mitspieler, der falsch identifiziert hatte, einen Anschiss verpasst (mir insgeheim auch einen für meine Dämlichkeit). Weitergespielt habe ich mit dem OB, der ja gerade mal einen Meter daneben lag. Korrekt?

- Mehrheitlich waren wir der Meinung, daß es aus der Entfernung gar nicht BOSGW sein konnte, daß der OB in der PA gelandet sei und daher der gedroppte Ball schon falsch ins Spiel gebracht worden sei.
- Wird dieser (evt. fälschlicherweise) gedroppte Ball zum BiS, auch wenn der OB noch innerhalb der 3 Minuten vom Spieler als der eigene identifiziert werden würde?
- Was wäre das Ergebnis, fall sie 3 Minuten schon abgelaufen sein sollten?
- Ach ja: Ein Kommentar zu einer Anmerkung, ob es für BOSGW reichen würde, wenn sich der Flight einig ist, wäre ganz interessant."

Versuchen wir zunächst einmal etwas Struktur in den Sachverhalt zu bringen: ein provisorischer Ball darf nur dann gespielt werden, wenn der soeben vom Spieler gespielte Ball im Aus oder außerhalb einer Penalty Area verloren sein kann (s. Definition "Provisorischer Ball"). Da die Anwesenden inkl. des Spielers der Meinung waren, dass der Spieler in der Penalty Area zur Ruhe gekommen war, war diese Option schon einmal hinfällig.

Da bei der Suche nach dem ursprünglichen Ball dieser nicht gefunden werden konnte, es aber so gut wie sicher war, dass der Ball in der Penalty Area verloren war, droppe der Spieler regelkonform nach R17.1d einen neuen Ball. Ist der Punkt, an der ein Ball zuletzt die Grenze einer Penalty Area kreuzte, nicht bekannt, muss ein Spieler eine angemessene Einschätzung vornehmen, um den Bezugspunkt zu bestimmen.

Sobald der Spieler einen anderen Ball mit Strafschlag nach Regel 17.1d oder 17.2 ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe Regel 6.3b).

Insofern war dieser gedroppte Ball der Ball im Spiel und mit diesem musste das Loch beendet werden. Der ursprüngliche Ball war "verloren" (auch wenn dieser anschließend noch gefunden wurde) und wurde dadurch zu einem "falschen Ball".

Und jetzt wird es "ärgerlich", denn im Zählspiel (s. R6.3c(1)) muss der Spieler den Fehler nach den Regeln durch die Fortsetzung seines Spiels mit dem ursprünglichen Ball berichtigen, indem er diesen spielt, wie er liegt oder Erleichterung nach den Regeln in Anspruch nimmt:
- Der Schlag nach dem falschen Ball und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die nur beim Spielen dieses Balls anfielen) zählen nicht.
- Berichtigt der Spieler den Fehler nicht, bevor er schlägt, um das nächste Loch zu beginnen oder, beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

Die Besonderheit aus R6.3c(2) "Was zu tun ist, wenn der Ball des Spielers von einem anderen Spieler als falscher Ball gespielt wurde" trifft hier leider nicht zu, denn der Ball des Spielers wurde ja nicht von einem anderen Spieler als ein falscher Ball
gespielt.

Insofern noch einmal zurück zu den Fragen und eine Anmerkung: nein - leider nicht korrekt. Das Erleichterungsverfahren für den Schlag in die Penalty Area war regelkonform ausgeführt, da es bekannt oder so gut wie sicher war, dass der Ball in der Penalty Area verloren war. Der deswegen gedroppte Ball wurde folglich zum Ball im Spiel. Alles sich anschließende ist sicherlich ärgerlich, aber der Spieler hätte ja jederzeit die Möglichkeit gehabt "seinen" Ball zuvor zu identifizieren (auch wenn sein Mitspieler ihn in die Irre geführt hat). (tk)
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Thomas schickte uns folgenden Sachverhalt, welcher in „seinem“ Golfforum angeregt diskutiert wurde: Heute hatte ich bei einem Ligaspiel der AK65 einen aufregenden Start (auf mir fremdem Platz). Bahn 1, ein Par 4 und schwerste Bahn des Kurses, ist ein leichtes Dogleg nach links mit einer Drivelandezone im Knick, die stark nach rechts zu einem Biotop (=Spielverbotszone) abfällt. Mein Abschlag gerät tatsächlich etwas weit rechts und sowohl die Starterin als auch alle anderen anwesenden Spieler rufen „Biotop!” Auch ich ging davon aus.
Vor Ort sehe ich etwa 2 m von der Biotopgrenze entfernt einen Ball, der von einem Spieler des gastgebenden Clubs sofort mit Bestimmtheit als seiner identifiziert wurde, so dass ich gar nicht mehr dahin ging. Die Suche am Biotoprand erbrachte nichts und ich droppte einen Ball. Als ich nach dem Schlag zu meinem Bag marschierte, fand ich im sehr fetten Semirough (Edit: wurde vom Autor später auf normales Semirough reduziert) einen zweiten Ball und identifizierte ihn als Ball des Spielers, der den anderen Ball als seinen reklamiert hatte. Daraufhin ging ich zu dem ersten Ball und entdeckte, dass es meiner war.
Ok, ich habe mir zwei Strafschläge fürs Spielen vom falschen Ort dazugerechnet und dem Mitspieler, der falsch identifiziert hatte, einen Anschiss verpasst (mir insgeheim auch einen für meine Dämlichkeit). Weitergespielt habe ich mit dem OB, der ja gerade mal einen Meter daneben lag. Korrekt?

- Mehrheitlich waren wir der Meinung, daß es aus der Entfernung gar nicht BOSGW sein konnte, daß der OB in der PA gelandet sei und daher der gedroppte Ball schon falsch ins Spiel gebracht worden sei.
- Wird dieser (evt. fälschlicherweise) gedroppte Ball zum BiS, auch wenn der OB noch innerhalb der 3 Minuten vom Spieler als der eigene identifiziert werden würde?
- Was wäre das Ergebnis, fall sie 3 Minuten schon abgelaufen sein sollten?
- Ach ja: Ein Kommentar zu einer Anmerkung, ob es für BOSGW reichen würde, wenn sich der Flight einig ist, wäre ganz interessant.

Versuchen wir zunächst einmal etwas Struktur in den Sachverhalt zu bringen: ein provisorischer Ball darf nur dann gespielt werden, wenn der soeben vom Spieler gespielte Ball im Aus oder außerhalb einer Penalty Area verloren sein kann (s. Definition Provisorischer Ball). Da die Anwesenden inkl. des Spielers der Meinung waren, dass der Spieler in der Penalty Area zur Ruhe gekommen war, war diese Option schon einmal hinfällig. 

Da bei der Suche nach dem ursprünglichen Ball dieser nicht gefunden werden konnte, es aber so gut wie sicher war, dass der Ball in der Penalty Area verloren war, droppe der Spieler regelkonform nach R17.1d einen neuen Ball. Ist der Punkt, an der ein Ball zuletzt die Grenze einer Penalty Area kreuzte, nicht bekannt, muss ein Spieler eine angemessene Einschätzung vornehmen, um den Bezugspunkt zu bestimmen.

Sobald der Spieler einen anderen Ball mit Strafschlag nach Regel 17.1d oder 17.2 ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe Regel 6.3b).

Insofern war dieser gedroppte Ball der Ball im Spiel und mit diesem musste das Loch beendet werden. Der ursprüngliche Ball war verloren (auch wenn dieser anschließend noch gefunden wurde) und wurde dadurch zu einem falschen Ball.

Und jetzt wird es ärgerlich, denn im Zählspiel (s. R6.3c(1)) muss der Spieler den Fehler nach den Regeln durch die Fortsetzung seines Spiels mit dem ursprünglichen Ball berichtigen, indem er diesen spielt, wie er liegt oder Erleichterung nach den Regeln in Anspruch nimmt:
- Der Schlag nach dem falschen Ball und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die nur beim Spielen dieses Balls anfielen) zählen nicht.
- Berichtigt der Spieler den Fehler nicht, bevor er schlägt, um das nächste Loch zu beginnen oder, beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

Die Besonderheit aus R6.3c(2) Was zu tun ist, wenn der Ball des Spielers von einem anderen Spieler als falscher Ball gespielt wurde trifft hier leider nicht zu, denn der Ball des Spielers wurde ja nicht von einem anderen Spieler als ein falscher Ball
gespielt.

Insofern noch einmal zurück zu den Fragen und eine Anmerkung: nein - leider nicht korrekt. Das Erleichterungsverfahren für den Schlag in die Penalty Area war regelkonform ausgeführt, da es bekannt oder so gut wie sicher war, dass der Ball in der Penalty Area verloren war. Der deswegen gedroppte Ball wurde folglich zum Ball im Spiel. Alles sich anschließende ist sicherlich ärgerlich, aber der Spieler hätte ja jederzeit die Möglichkeit gehabt seinen Ball zuvor zu identifizieren (auch wenn sein Mitspieler ihn in die Irre geführt hat). (tk)

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Danke für die lange Antwort. Der neu ins Spiel gebrachte, gedroppte Ball, muss trotz Auffindens des OB weiter gespielt werden. OK. Wenn der OB aber gefunden worden wäre, aber zum Beispiel 20m weiter entfernt von der Fahne. Hat man sich dann mit dem neuen BiS einen deutlichen Vorteil verschafft und bekommt dann auch noch zusätzlich Ärger?

4 Wochen her
Golf Rules

Der Heidegolfer - Der Blog für Otto-Normalgolfer ist immer wieder einmal mit seinem Freund Marcus im Lochspiel auf diversen Golfplätzen unterwegs. Und manchmal findet man in den Videos auch den ein oder anderen Regelfall. Allerdings "läuteten" in diesem Fall sofort die Glocken - da ist dann doch etwas schief gelaufen.

Der Ball von Marcus liegt auf dem Weg - ein unbewegliches Hemmnis. Der Spieler hat Anspruch auf straflose Erleichterung nach R16.1b. Der Bezugspunkt für den Erleichterungsbereich ist der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung im Gelände, um von dort den Erleichterungsbereich (eine Schlägerlänge) auszumessen und den Ball innerhalb zu droppen.

Allerdings wird bei der Bestimmung dieses Punktes nicht ganz korrekt verfahren, denn der nächstgelegener Punkt der vollständigen Erleichterung (s. Definitionen) ist der geschätzte Punkt, an dem der Ball liegen würde, der der ursprünglichen Stelle des Balls am nächsten ist, aber nicht näher zum Loch als diese, im vorgeschriebenen Bereich des Platzes liegt und an dem der Umstand den Schlag nicht beeinträchtigt, den der Spieler von der ursprünglichen Stelle aus gemacht hätte, wenn dort der Umstand nicht vorhanden wäre.

Zum Schätzen dieses Bezugspunktes muss der Spieler den Schläger, Stand, Schwung und die Spiellinie bestimmen, die er für diesen Schlag gewählt hätte. Der Spieler muss diesen Schlag nicht durch Einnahme des tatsächlichen Stands und Schwingen des gewählten Schlägers simulieren (aber es wird empfohlen, dass der Spieler grundsätzlich auf diese Weise verfährt, um zu einer genauen Schätzung zu kommen).

Aufgrund des nicht korrekt ausgemessenen Bezugspunktes kommt es in Folge dazu, dass leider auch der Erleichterungsbereich nicht korrekt bestimmt wurde. Soweit erst einmal kein Problem - der Ball wurde gedroppt und kommt im Gelände zur Ruhe. Und jetzt wird es "spannend" - wäre der Erleichterungsbereich korrekt ausgemessen worden, dann würde der Ball innerhalb liegen - durch das falsche Bestimmen allerdings nimmt der Spieler an, dass dieser aus diesem herausgesprungen ist.

Die folgenden Handlungen (noch einmal Droppen und dann Legen) sind zwar im Sinne der Regel 14.3 korrekt ausgeführt - allerdings überhaupt nicht notwendig und damit auch nicht regelkonform. Letztendlich legt der Spieler einen im Spiel befindlichen Ball an eine andere Stelle und spielt somit anschließend von einem falschen Ort, was die Grundstrafe und im Lochspiel "Lochverlust" bedeutet.

Aber da im Lochspiel der Gegner über einen Regelverstoß hinwegsehen kann und Olaf mit der Umsetzung des Erleichterungsverfahren von Marcus "zufrieden" war, ging es anschließend dann einfach weiter... (tk)

Danke an Olaf Genth, dass wir diesen Ausschnitt nutzen durften. Und wer das komplette Video sehen möchte - hier der Link zum vollständigen Video auf YouTube: --> youtu.be/agzTBxSntfo
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Nix „gehupft“ nur tief drin gelegen….

Mensch Olaf Genth was hast Du getan 🙈😂😂

… kann man so machen, ist dann halt falsch

Ist Regel nicht falsch angewendet? Die "Schlägerlänge" soll mit dem Schläger gemessen werden, welcher (vernünftigerweise) für den nächsten Schlag genommen würde. So, es ist kaum zu denken dass mit dem Driver geschlagen wird.

Gilt es hier nicht den Mann hinter der Kamera (vermutlich der Heidegolfer) zu disqualifizieren. Dieser drängt den armen „Golfhandwerker“ mit seiner Behauptung „der ist raus gehüpft“ doch förmlich zu dieser regelwidrigen Handlung!

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1 Monat her
Golf Rules

Im Wettspiel am letzten Wochenende fand ich (Thomas) folgendes in einem Bunker vor. Da ich in der ersten Spielgruppe war konnte dieses nicht von einem frustrierten Spieler aus einer vorherigen Spielgruppe sein. Insofern ist wohl anzunehmen, dass ein anderes Mitglied seinem "Trainingsrückstand" im Bunkerspiel den nachfolgenden Spieler kundtun wollte.

Nun denn - aber was sagen die Regel, wenn der Ball z.B. in einem der "Buchstaben" liegt?

Nach R12.2b "Einschränkungen den Bunkersand zu berühren" ist es dem Spieler nicht gestattet, bevor er seinen Ball im Bunker schlägt, den Sand im Bunker mit der Hand, einem Schläger, einer Harke oder einem anderen Gegenstand absichtlich zu berühren, um den Zustand des Sandes zu prüfen und dadurch Hinweise für seinen nächsten Schlag zu erhalten oder den Sand im Bunker mit einem Schläger zu berühren:
- Im Bereich unmittelbar vor oder hinter dem Ball (außer wie in Regel 7.1a beim redlichen Suchen eines Balls oder nach Regel 12.2a beim Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses),
- bei einem Übungsschwung oder
- beim Rückschwung für einen Schlag.

Nachdem der Ball aus dem Bunker gespielt wurde (oder wenn überhaupt kein Ball der Spielgruppe im Bunker lag) darf Sand im Bunker zum Zweck der Platzpflege straflos nach Regel 8.1a einebnet werden. (tk).
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Im Wettspiel am letzten Wochenende fand ich (Thomas) folgendes in einem Bunker vor. Da ich in der ersten Spielgruppe war konnte dieses nicht von einem frustrierten Spieler aus einer vorherigen Spielgruppe sein. Insofern ist wohl anzunehmen, dass ein anderes Mitglied seinem Trainingsrückstand im Bunkerspiel den nachfolgenden Spieler kundtun wollte.

Nun denn - aber was sagen die Regel, wenn der Ball z.B. in einem der Buchstaben liegt?

Nach R12.2b Einschränkungen den Bunkersand zu berühren ist es dem Spieler nicht gestattet, bevor er seinen Ball im Bunker schlägt, den Sand im Bunker mit der Hand, einem Schläger, einer Harke oder einem  anderen Gegenstand absichtlich zu berühren, um den Zustand des Sandes zu prüfen und dadurch Hinweise für seinen nächsten Schlag zu erhalten oder den Sand im Bunker mit einem Schläger zu berühren:
- Im Bereich unmittelbar vor oder hinter dem Ball (außer wie in Regel 7.1a beim redlichen Suchen eines Balls oder nach Regel 12.2a beim Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses), 
- bei einem Übungsschwung oder
- beim Rückschwung für einen Schlag.

Nachdem der Ball aus dem Bunker gespielt wurde (oder wenn überhaupt kein Ball der Spielgruppe im Bunker lag) darf Sand im Bunker zum Zweck der Platzpflege straflos nach Regel 8.1a einebnet werden. (tk).

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Ich würde einen zweiten Ball nach Regel 20.1c (3) spielen, bestimmen dass der aus den Buchstaben weg gedroppte Ball zählen soll und den Sachverhalt der Spielleitung melden. 😉

Deshalb habe ich den www.Golf-Rake.de immer am Bag ! Dann passiert das nicht mehr 😀

Sehe ich auch immer wieder und ärgere mich sehr darüber - vor allem, wenn mein Ball in den Furchen liegt 😡

… es gibt aber auch Hohlbirnen…🤔

1 Monat her
Golf Rules

Das kommt leider manchmal vor - gerade auf fremden Plätzen: ein Spieler übt aus Unwissenheit auf einem Grün, welches Bestandteil der Runde ist und kein explizit ausgewiesenes Übungsgrün.

Regel 5.2 ist hier ziemlich eindeutig, denn am Tag eines Zählspiel-Turniers darf ein Spieler vor der Runde nicht auf dem Platz üben, außer dass der Spieler Putten oder Chippen auf oder nahe des für ihn ersten Abschlags und auf jedem
Übungsbereich üben darf.
Als Strafe für Verstoß gegen Regel 5.2 ist Folgendes vermerkt:
- Strafe für ersten Verstoß: Grundstrafe (Anwendung am ersten Loch des Spielers.
- Strafe für zweiten Verstoß: Disqualifikation.

Insofern "Augen auf" bei der Wettspielvorbereitung - insbesondere auf noch unbekannten Anlagen... (tk)
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Das kommt leider manchmal vor - gerade auf fremden Plätzen: ein Spieler übt aus Unwissenheit auf einem Grün, welches Bestandteil der Runde ist und kein explizit ausgewiesenes Übungsgrün. 

Regel 5.2 ist hier ziemlich eindeutig, denn am Tag eines Zählspiel-Turniers darf ein Spieler vor der Runde nicht auf dem Platz üben, außer dass der Spieler Putten oder Chippen auf oder nahe des für ihn ersten Abschlags und auf jedem 
Übungsbereich üben darf. 
Als Strafe für Verstoß gegen Regel 5.2 ist Folgendes vermerkt: 
- Strafe für ersten Verstoß: Grundstrafe (Anwendung am ersten Loch des Spielers.
- Strafe für zweiten Verstoß: Disqualifikation.

Insofern Augen auf bei der Wettspielvorbereitung - insbesondere auf noch unbekannten Anlagen... (tk)

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Frage: nur im Zählspiel nicht bei anderen Spielformen?

Was ist denn wenn man aus Platzunkenntnis ein falsches Loch komplett spielt und dann feststellt, dass man das loch 16 anstatt 13 gespielt hat ?

Es gibt aber eine standard platzregel, die den spielern am tag des turniers das üben sogar am ganzen platz erlaubt. Diese ist für gutes management sehr sinnvoll bei zb 9-loch afterwork turnieren, denn sonst hat man viel weniger teilnehmer, nämlich keinen jener spieler die schon vormittags eine runde gespielt haben.

1 Monat her
Golf Rules

Ebenfalls in Regel 5.3a "Beginn der Runde" ist vermerkt, dass kein Verstoß gegen diese Regel vorliegt, wenn der Spieler anwesend und spielbereit ist, sobald die Gruppe des Spielers starten kann, wenn sich die Startzeit aus einem Grund (zum Beispiel wegen des Wetters, langsamen Spiels anderer Spielergruppen oder wegen der Notwendigkeit einer Regelentscheidung eines Referees) verzögert.

Komm es also zu einer von der Spielleitung "akzeptierten" Startverzögerung, dann muss der Spieler erst zum Zeitpunkt des tatsächlich möglichen Starts anwesend sein. Insbesondere bei großen Teilnehmerfeldern kann sich der Spieler über Dauer der Verzögerung erkundigen und braucht dann erst zur tatsächlichen Startzeit am Abschlag erscheinen... (tk)
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Ebenfalls in Regel 5.3a Beginn der Runde ist vermerkt, dass kein Verstoß gegen diese Regel vorliegt, wenn der Spieler anwesend und spielbereit ist, sobald die Gruppe des Spielers starten kann, wenn sich die Startzeit aus einem Grund (zum Beispiel wegen des Wetters, langsamen Spiels anderer Spielergruppen oder wegen der Notwendigkeit einer Regelentscheidung eines Referees) verzögert.

Komm es also zu einer von der Spielleitung akzeptierten Startverzögerung, dann muss der Spieler erst zum Zeitpunkt des tatsächlich möglichen Starts anwesend sein. Insbesondere bei großen Teilnehmerfeldern kann sich der Spieler über Dauer der Verzögerung erkundigen und braucht dann erst zur tatsächlichen Startzeit am Abschlag erscheinen... (tk)

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"Ich glaube wir können...." ist bei uns gang und gäbe, läuft auch gut so. Wer will da am Start sagen "das dürfen wir nicht"....

1 Monat her
Golf Rules

Die Runde eines Spielers beginnt, sobald der Spieler einen Schlag macht, um sein erstes Loch zu beginnen (siehe Regel 6.1a). Der Spieler muss zu seiner Startzeit (und nicht vorher) beginnen:
• Dies bedeutet, dass der Spieler zu der von der Spielleitung bestimmten Startzeit und am von ihr festgelegten Ort spielbereit sein muss.
• Eine von der Spielleitung bestimmte Startzeit wird als die exakte Zeit behandelt (zum Beispiel: 9 Uhr bedeutet 9:00:00 Uhr und nicht eine Zeit bis 9:01 Uhr).

Der Begriff „spielbereit“ bedeutet, dass dem Spieler mindestens ein Schläger und ein Ball für den sofortigen Gebrauch zur Verfügung stehen. Beispiel: Erreicht ein Spieler seinen Abschlagsort zur Startzeit mit einem Ball und einem Schläger (auch wenn es sich nur um den Putter des Spielers handelt), wird der Spieler als spielbereit angesehen. Sollte der Spieler auf einen anderen Schläger warten, wenn er an der Reihe ist zu spielen, kann er sich eine Strafe für unangemessene Spielverzögerung zuziehen (Regel 5.6a).

Ergänzend ist Regel 5.3a auch für den Vierer zu beachten, unterschiedlich für jeden Partner, abhängig davon, wer zuerst für die Partei spielen wird:
• Der Partner, der zuerst spielen wird, muss zur Startzeit und am Startort zum Spielen bereit sein und muss zur Startzeit beginnen (und nicht vorher).
• Der Partner, der als Zweiter spielen wird, muss zur Startzeit entweder am Startort oder auf dem Loch nahe der Stelle sein, wo erwartet wird, dass der vom Abschlag gespielte Ball zur Ruhe kommt.
Ist einer der Partner nicht auf diese Weise anwesend, verstößt die Partei gegen Regel 5.3a. (tk)
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Die Runde eines Spielers beginnt, sobald der Spieler einen Schlag macht, um sein erstes Loch zu beginnen (siehe Regel 6.1a). Der Spieler muss zu seiner Startzeit (und nicht vorher) beginnen:
• Dies bedeutet, dass der Spieler zu der von der Spielleitung bestimmten Startzeit und am von ihr festgelegten Ort spielbereit sein muss.
• Eine von der Spielleitung bestimmte Startzeit wird als die exakte Zeit behandelt (zum Beispiel: 9 Uhr bedeutet 9:00:00 Uhr und nicht eine Zeit bis 9:01 Uhr).

Der Begriff „spielbereit“ bedeutet, dass dem Spieler mindestens ein Schläger und ein Ball für den sofortigen Gebrauch zur Verfügung stehen. Beispiel: Erreicht ein Spieler seinen Abschlagsort zur Startzeit mit einem Ball und einem Schläger (auch wenn es sich nur um den Putter des Spielers handelt), wird der Spieler als spielbereit angesehen. Sollte der Spieler auf einen anderen Schläger warten, wenn er an der Reihe ist zu spielen, kann er sich eine Strafe für unangemessene Spielverzögerung zuziehen (Regel 5.6a). 

Ergänzend ist Regel 5.3a auch für den Vierer zu beachten, unterschiedlich für jeden Partner, abhängig davon, wer zuerst für die Partei spielen wird:
• Der Partner, der zuerst spielen wird, muss zur Startzeit und am Startort zum Spielen bereit sein und muss zur Startzeit beginnen (und nicht vorher).
• Der Partner, der als Zweiter spielen wird, muss zur Startzeit entweder am Startort oder auf dem Loch nahe der Stelle sein, wo erwartet wird, dass der vom Abschlag gespielte Ball zur Ruhe kommt. 
Ist einer der Partner nicht auf diese Weise anwesend, verstößt die Partei gegen Regel 5.3a. (tk)
1 Monat her
Golf Rules

Nachdem wir gestern die Grundlage der Beratung erläutert haben kommen wir - wie versprochen - zu Tiger & Rabbit und ProAm Turnieren. In sogenannten Tiger & Rabbit oder auch ProAM-Turnieren ist die Beratung Teil des Konzeptes, soll doch der Rabbit oder der Amateur bei dieser Turnierform etwas lernen und auch fragen dürfen. Hier kollidieren die Golfregeln mit der Turnierform, was sich aber mit einem kleinen Kniff wieder gerade rücken lässt. Entweder sind die Spieler als Partner einzuteilen (so oft bei Tiger & Rabbits), die sich beraten dürfen, R10.2a oder die gesamte Spielgruppe zählt als Team, Mannschaft im Sinne der Golfregeln, was bei ProAms gerne genommen wird. Hierfür sollte dann für das Turnier die Musterplatzregel H-5 in Kraft gesetzt werden:

"Regel 10.2 wird wie folgt abgeändert: Spielen (zwei) Spieler derselben Mannschaft zusammen in derselben Gruppe, dürfen diese Spieler während der Runde gegenseitig voneinander Beratung erbitten und erhalten."
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Nachdem wir gestern die Grundlage der Beratung erläutert haben kommen wir - wie versprochen - zu Tiger & Rabbit und ProAm Turnieren. In sogenannten Tiger & Rabbit oder auch ProAM-Turnieren ist die Beratung Teil des Konzeptes, soll doch der Rabbit oder der Amateur bei dieser Turnierform etwas lernen und auch fragen dürfen. Hier kollidieren die Golfregeln mit der Turnierform, was sich aber mit einem kleinen Kniff wieder gerade rücken lässt. Entweder sind die Spieler als Partner einzuteilen (so oft bei Tiger & Rabbits), die sich beraten dürfen, R10.2a oder die gesamte Spielgruppe zählt als Team, Mannschaft im Sinne der Golfregeln, was bei ProAms gerne genommen wird. Hierfür sollte dann für das Turnier die Musterplatzregel H-5 in Kraft gesetzt werden:

Regel 10.2 wird wie folgt abgeändert: Spielen (zwei) Spieler derselben Mannschaft zusammen in derselben Gruppe, dürfen diese Spieler während der Runde gegenseitig voneinander Beratung erbitten und erhalten.
1 Monat her
Golf Rules

Eine ebenfalls häufig gestellte Frage dreht sich um das Thema "Beratung". So wird zum Beispiel sehr häufig gefragt, ob es schon Beratung sei, einem Mitspieler die Entfernung bis zu einem bestimmten Punkt mitzuteilen.

Kurz: Nein, das ist nur nett. Für die Langform werfen wir einen Blick in die Definitionen der Golfregeln. Danach ist Beratung

"Jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei
• der Wahl eines Schlägers,
• der Ausführung eines Schlags oder
• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist.

Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel:
• die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers,
• die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder
• die Regeln."

Also: Nett sein ist erlaubt, den Spieler bei der Ausführung seines Spiels unterstützen oder darum bitten eben nicht. Und morgen kommen wir zu ProAms und Tiger & Rabbit Turnieren...
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Eine ebenfalls häufig gestellte Frage dreht sich um das Thema Beratung. So wird zum Beispiel sehr häufig gefragt, ob es schon Beratung sei, einem Mitspieler die Entfernung bis zu einem bestimmten Punkt mitzuteilen.

Kurz: Nein, das ist nur nett. Für die Langform werfen wir einen Blick in die Definitionen der Golfregeln. Danach ist Beratung

Jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei
• der Wahl eines Schlägers,
• der Ausführung eines Schlags oder
• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist. 

Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel:
• die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers,
• die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder
• die Regeln.

Also: Nett sein ist erlaubt, den Spieler bei der Ausführung seines Spiels unterstützen oder darum bitten eben nicht. Und morgen kommen wir zu ProAms und Tiger & Rabbit Turnieren...

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Dazu eine Frage, Situation von vor 6 Tagen im Turnier: Spielerin verzählt sich zu ihren Ungunsten ("jetzt kommt schon mein 5. Schlag 😢"). Ich war NICHT ihre Zählerin. Mir entfuhr automatisch "du hast doch erst 3". War das okay oder durfte ich das nicht?

Ich finde die Grenzen sind da fließend und schwer zu greifen… beim letzten Wettspiel lag mein Ball in etwas höherem Rough in einer Penalty Area und ich wollte ihn gerade mit einer Wedge herausschlagen, als ein Mitspieler sagte „ du weist schon, dass du da rausdroppen kannst? Manchmal ist der Drop mit Strafschlag ja besser als wenn man ihn nicht herausbekommt“ ….. letztendlich hat er mich auf eine Regel hingewiesen, also keine Belehrung… die Zusatzbemerkungen beeinflussen aber sehr wohl die Überlegungen und damit das Spiel…. …. Hab den Ball übrigens sauber rausgehauen 😉

1 Monat her
Golf Rules

Ergänzend zu gestern ist es dann auch für uns ziemlich "blöd", wenn wir von einem Spieler nach drei Loch angesprochen werden und er fragt, ob er denn einen Entfernungsmesser nutzen dürfe.

Was im Amateursport durchaus die Regel ist, ist in den Profi-Turnieren durch eine entsprechende Platzregel in der "Hardcard" anders geregelt. Hier ist häufig Musterplatzregel G-5 in Kraft gesetzt: "Regel 4.3a(1) wird wie folgt abgeändert: Ein Spieler darf während einer Runde keine Entfernungsangaben durch Verwendung eines elektronischen Entfernungsmessers erhalten. Strafe für Verstoß gegen die Platzregel - siehe Regel 4.3.“

Und da der Spieler auf Nachfrage angab, den Entfernungsmesser zweimal genutzt zu haben, war für Ihn das Wettspiel nach drei Loch beendet. Denn Strafe für Verstoß gegen Regel 4.3 bedeutet für ersten Verstoß die Grundstrafe und für den zweiten Verstoß die Disqualifikation. Ziemlich dumm gelaufen - das Lesen der Platzregeln hätte auch in dieser Situation geholfen... (tk)
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Ergänzend zu gestern ist es dann auch für uns ziemlich blöd, wenn wir von einem Spieler nach drei Loch angesprochen werden und er fragt, ob er denn einen Entfernungsmesser nutzen dürfe. 

Was im Amateursport durchaus die Regel ist, ist in den Profi-Turnieren durch eine entsprechende Platzregel in der Hardcard anders geregelt. Hier ist häufig Musterplatzregel G-5 in Kraft gesetzt: Regel 4.3a(1) wird wie folgt abgeändert: Ein Spieler darf während einer Runde keine Entfernungsangaben durch Verwendung eines elektronischen Entfernungsmessers erhalten. Strafe für Verstoß gegen die Platzregel - siehe Regel 4.3.“

Und da der Spieler auf Nachfrage angab, den Entfernungsmesser zweimal genutzt zu haben, war für Ihn das Wettspiel nach drei Loch beendet. Denn Strafe für Verstoß gegen Regel 4.3 bedeutet für ersten Verstoß die Grundstrafe und für den zweiten Verstoß  die Disqualifikation. Ziemlich dumm gelaufen - das Lesen der Platzregeln hätte auch in dieser Situation geholfen... (tk)

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Im Amateursport ist es explizit erlaubt, wenn nicht durch Platzregel verboten (4.3a)

1 Monat her
Golf Rules

Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird, ist die, ob Entfernungen vor dem Schlag gemessen werden dürfen, insbesondere bei Sonderwertungen wie dem "Nearest to the pin".

Die Antwort darauf ist wie so oft: Es kommt darauf an. Grundsätzlich ist der Einsatz von Entfernungsmessgeräten (und hier ist es egal ob Laser, Massband oder Zollstock) nach R4.3 zugelassen, es sei denn eine Platzregel verbietet den Einsatz. Beim Neary kann sich das Verbot auch aus der (Rahmen-)ausschreibung ergeben, hier hilft also genau so einen Blick hinein zu werfen, wie in die Platzregeln.
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Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird, ist die, ob Entfernungen vor dem Schlag gemessen werden dürfen, insbesondere bei Sonderwertungen wie dem Nearest to the pin.

Die Antwort darauf ist wie so oft: Es kommt darauf an. Grundsätzlich ist der Einsatz von Entfernungsmessgeräten (und hier ist es egal ob Laser, Massband oder Zollstock) nach R4.3 zugelassen, es sei denn eine Platzregel verbietet den Einsatz. Beim Neary kann sich das Verbot auch aus der (Rahmen-)ausschreibung ergeben, hier hilft also genau so einen Blick hinein zu werfen, wie in die Platzregeln.Image attachment

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Auf den Zentimeter genau messen und dann beim Schlag 10m Abweichung in alle Richtungen.😂

Nearest to the pin auf dem Green erst nach dem Putt messen. Stelle vorher exakt markieren. 👏

1 Monat her
Golf Rules

Den Vorbereitungstag eines Golfturnieres bezeichnen Spielleitungen auch gerne als "Platz anmalen", da sich die Spielleitung schon hier Gedanken darum macht, an welchen Punkten eines Golfplatzes es zu Problemen für den Spieler kommen kann und diese dann entweder eindeutig mit Pfosten absteckt oder mit Farbe markiert.

Schadstellen werden hier als ungewöhnliche Platzverhältnisse (Boden in Ausbesserung) mit blauen Pfosten und/ oder weißen Linien gekennzeichnet. Die weißen Linien sind dabei um einiges exakter und - gerade auf fremden Plätzen bei denen auch nicht zwingend Pfosten schnell verfügbar sind - vorzuziehen.

Jetzt ist das aber so mit der Farbe, dass Pflanzen das nicht wirklich mögen, wenn man ihre Blätter anmalt, Photosynthese, die Grundlage des pflanzlichen Lebens, funktioniert dann nicht mehr, da deutlich weniger Licht an die Blätter kommt. Ist das auf dem Fairway oder im Rough noch recht nebensächlich, sieht dass auf Abschlägen und vor allem dem Grün ganz anders aus. Hier richten schon kleine Farbmengen bleibende Schäden an, weswegen man gerade auf dem Grün eher mit fingernagelgroßen Punkten als mit Linien arbeitet.

Der Kollege Jörn hat uns hierfür ein schönes Beispiel zur Verfügung gestellt, wie man dem Spieler die Erleichterung gewährt und trotzdem in der nächsten Woche kein neues Loch im Grün hat. Danke dafür und für alle Leser die Frage: Wie wird das bei Euch gehandhabt? Linien oder der einsame blaue Pfahl?
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Den Vorbereitungstag eines Golfturnieres bezeichnen Spielleitungen auch gerne als Platz anmalen, da sich die Spielleitung schon hier Gedanken darum macht, an welchen Punkten eines Golfplatzes es zu Problemen für den Spieler kommen kann und diese dann entweder eindeutig mit Pfosten absteckt oder mit Farbe markiert.

Schadstellen werden hier als ungewöhnliche Platzverhältnisse (Boden in Ausbesserung) mit blauen Pfosten und/ oder weißen Linien gekennzeichnet. Die weißen Linien sind dabei um einiges exakter und - gerade auf fremden Plätzen bei denen auch nicht zwingend Pfosten schnell verfügbar sind - vorzuziehen.

Jetzt ist das aber so mit der Farbe, dass Pflanzen das nicht wirklich mögen, wenn man ihre Blätter anmalt, Photosynthese, die Grundlage des pflanzlichen Lebens, funktioniert dann nicht mehr, da deutlich weniger Licht an die Blätter kommt. Ist das auf dem Fairway oder im Rough noch recht nebensächlich, sieht dass auf Abschlägen und vor allem dem Grün ganz anders aus. Hier richten schon kleine Farbmengen bleibende Schäden an, weswegen man gerade auf dem Grün eher mit fingernagelgroßen Punkten als mit Linien arbeitet. 

Der Kollege Jörn hat uns hierfür ein schönes Beispiel zur Verfügung gestellt, wie man dem Spieler die Erleichterung gewährt und trotzdem in der nächsten Woche kein neues Loch im Grün hat. Danke dafür und für alle Leser die Frage: Wie wird das bei Euch gehandhabt? Linien oder der einsame blaue Pfahl?

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Jan, so etwas wird in der Regel auch nur bei Ligaspielen gemacht es sei denn, es sind grössere und langwierige Schäden.

Bei uns wurden letzte Woche nach einer Regenphase die Fairways gemäht, an zwei Fairways dadurch eine Schlammwüste erzeugt mit großen Lehmsoden, die überall herumlagen und dann noch ein Grün und ein Bunker bei der Bewässerung ein paar Tage später unter Wasser gesetzt. Auf den Grüns sind regelmäßig Grasbüschel nach dem Mähen. Eine Frage bzgl. Markierungen erübrigt sich da wohl....

Bei uns wird der Platz nicht so gut vorbereitet. Meist fehlen hier Markierungen an solchen Stellen.

Das kommt wirklich auf das Gelände an. Bei uns ist es sowohl, als auch, genau wie oben beschrieben.

Sowas sollte am Fairway immer einen freedrop geben ganz einfach.

Wegen solcher Stellen steht bei uns kein Greenkeeper auf.

Mal so, mal so.

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1 Monat her
Golf Rules

Wenn es mal wieder etwas "matschig" ist und "Besserlegen" für die Spielleitung nicht in Frage kommt (warum auch immer), dann kann auch Musterplatzregel E-2 "Ball reinigen" in Kraft gesetzt werden, damit die Spieler durch das Spielen von verdreckten Bällen nicht benachteiligt werden.

Es empfiehlt sich folgende Formulierung aus der MPR zu nutzen:

"Liegt der Ball des Spielers in [Bereich angeben, zum Beispiel das Gelände auf Loch 6, auf dem auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnittenen Gelände, usw.], darf der Ball aufgenommen, gereinigt und straflos zurückgelegt werden. Der Spieler muss die Stelle markieren, bevor er seinen Ball aufnimmt (siehe Regel 14.1) und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (siehe Regel 14.2). Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Dabei ist zu beachten, dass der Ball nach dem Reinigen exakt an die selbe Stelle zurückgelegt werden muss - es handelt sich NICHT um "Besserlegen"... (tk)
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Wenn es mal wieder etwas matschig ist und Besserlegen für die Spielleitung nicht in Frage kommt (warum auch immer), dann kann auch Musterplatzregel E-2 Ball reinigen in Kraft gesetzt werden, damit die Spieler durch das Spielen von verdreckten Bällen nicht benachteiligt werden. 

Es empfiehlt sich folgende Formulierung aus der MPR zu nutzen:

Liegt der Ball des Spielers in [Bereich angeben, zum Beispiel das Gelände auf Loch 6, auf dem auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnittenen Gelände, usw.], darf der Ball aufgenommen, gereinigt und straflos zurückgelegt werden. Der Spieler muss die Stelle markieren, bevor er seinen Ball aufnimmt (siehe Regel 14.1) und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (siehe Regel 14.2). Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“ 

Dabei ist zu beachten, dass der Ball nach dem Reinigen exakt an die selbe Stelle zurückgelegt werden muss - es handelt sich NICHT um Besserlegen... (tk)
1 Monat her
Golf Rules

Andre hatte eine Frage an uns:

"Passend zu eurem heutigen beitrag eine frage,da ich genau den folgenden fall gestern bei den clubmeisterschaften hatte:
mein ball lag nach einem abschlag links der spielbahn und zwischen zwei aus-pfählen. man konnte die pfähle nicht verbinden,da hohe büsche die sicht zwischen den pfählen unmöglich machten. es war eine ganz enge sache und man konnte einfach nicht klar sagen ob der ball im spiel oder aus war. wie geht man damit um bzw wer entscheidet am ende? der spieler,der zähler oder der gesamte flight?"

Das entscheidet, auch wenn der Spieler für sein Spiel und seinen Ball verantwortlich ist, die Spielleitung. Um hierbei eine Lösung herbeizuführen empfiehlt es sich, die Stelle des Balls mit einem Tee markieren, einen Regelball spielen und den Vorfall nach der Runde mit der Spielleitung zu klären. Eine verantwortungvolle Spielleitung fährt dann anschließend mit dem Spieler raus und checkt, ob der Ball im Gelände oder doch im Aus war. Gegebenenfalls hilft hier auch eine Schnur, eine Heckenschere o.ä., um das festzustellen zu können.

Und, wann habt Ihr Euren letzten Regelball gespielt und worum ging es dabei?
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Andre hatte eine Frage an uns:

Passend zu eurem heutigen beitrag eine frage,da ich genau den folgenden fall gestern bei den clubmeisterschaften hatte:
mein ball lag nach einem abschlag links der spielbahn und zwischen zwei aus-pfählen. man konnte die pfähle nicht verbinden,da hohe büsche die sicht zwischen den pfählen unmöglich machten. es war eine ganz enge sache und man konnte einfach nicht klar sagen ob der ball im spiel oder aus war. wie geht man damit um bzw wer entscheidet am ende? der spieler,der zähler oder der gesamte flight?

Das entscheidet, auch wenn der Spieler für sein Spiel und seinen Ball verantwortlich ist, die Spielleitung. Um hierbei eine Lösung herbeizuführen empfiehlt es sich, die Stelle des Balls mit einem Tee markieren, einen Regelball spielen und den Vorfall nach der Runde mit der Spielleitung zu klären. Eine verantwortungvolle Spielleitung fährt dann anschließend mit dem Spieler raus und checkt, ob der Ball im Gelände oder doch im Aus war. Gegebenenfalls hilft hier auch eine Schnur, eine Heckenschere o.ä., um das festzustellen zu können.

Und, wann habt Ihr Euren letzten Regelball gespielt und worum ging es dabei?

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Andre legt offenbar keinen Wert auf Orthographie und Interpunktion, versucht aber zumindest, auf dem Golfplatz regelkonform zu sein. Exakt den Fall hatte ich bei unseren Clubmeisterschaften zu entscheiden. Zu diesem Zweck habe ich eine Rolle Maurer-Schnur dabei, die ich dann mit Hilfe von Zuschauern zwischen den Pfosten spanne.

1 Monat her
Golf Rules

Solheim Cup - immer wieder für Regelfragen gut. Diesmal ging es um die Frage, wie lange ein Spieler im Lochspiel zu warten hat, bevor er dem Gegner den Ball zum nächsten Schlag schenkt.

Was war passiert?

Nelly Korda puttete und der Ball blieb zum Par sehr dicht am Loch liegen. Europa hob den Ball dann auf und schenkte den nächsten Schlag, was die Offizielle zum Eingreifen brachte. Doch warum?

Ein Spieler hat nach R13.3a angemessen Zeit, das Loch zu erreichen und abzuwarten ob der Ball doch noch ins Loch fällt. Nach dem erreichen des Lochs durch den Spieler werden hier 10 Sekunden angenommen. Ob der Ball dabei reinfällt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Da die europäische Spielerin dies nicht beachtete wurde das Loch zu Gunsten der USA gewertet.

Die Frage, die jetzt heiß diskutiert wird ist dabei: Ragte der Ball über den Lochrand hinaus oder nicht?

Was meint ihr? Seht selbst:
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Video image

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Die Golfregeln erlauben den NÄCHSTEN Schlag zu schenken. Siehe Regel 3.2b Schenken. Ein Spieler darf den nächsten Schlag des Gegners schenken. Da der Schlag noch nicht beendet war (der Ball gilt erst nach der 10 sec Wartezeit als zur Ruhe gekommen) konnte der nächste noch nicht geschenkt werden. In der 13.2b heist es weiter: "If the opponent in match play or another player in stroke play deliberately lifts or moves the player’s ball overhanging the hole before the waiting time has ended: In match play, the player’s ball is treated as holed with the previous stroke, and there is no penalty to the opponent under Rule 11.2b." Damit war das Loch für Europa verloren.

Die eigentlich spannende Frage: Wurde danach in diesem Match noch ein Putt geschenkt? Wer sich auf Basis dieser Regelauslegung einen Lochgewinn holt hat den Begriff des „Gentleman Sport“ nicht verstanden. Selbst wenn er/sie eine Frau ist …

Ich kann ganz ehrlich nicht nachvollziehen wie man sich in dieser Situation über das Regelwerk aufregen kann oder diese Situation dazu nutzen kann um zu behaupten, dass die Regeln nicht zeitgemäss oder zu komplex wären. Der Ball überragt offensichtlich die Lochkante wenn auch nur knapp, auch wenn der Ball daher nach aller Voraussicht nicht reingefallen wäre, gilt nunmal schon immer, dass man 10sec. zu warten hat bevor man diesen aufhebt, da erst dann der Schlag wirklich beendet ist. Also haben die Europäer gegen die Regeln verstossen und die Entscheidung war absolut richtig. Und nur so am Rande, haben die Amerkanerinnen gar nicht die Möglichkeit die Entscheidung der Referees zu überstimmen.

Europa hat es geschafft und weiter geht es 2023 in der Finca Cortesin mit viel Unterstützung ⛳️ und ohne Widrigkeiten - VamosGirls ⛳️

Eine andere Frage wäre: Wie lange darf die Spielerin aus Enttäuschung über den nicht gelochten Ball sitzen bleiben. 10sec. 20 oder vielleicht 30sec? Oder: Wie lange darf die Enttäuschungsstarre andauern? Gibt es dazu keine Decisions? Nachdem der Ball den Boden des Loches nicht einmal sehen konnte ist die Entscheidung sehr fragwürdig. Der Videobeweis zeigte deutlich, dass der Ball selbst nach einem Jahr noch immer dort verblieben wäre.

Zeigt einfach das unzeitgemäße Regelwerk auf … Es gibt noch viel zu tun … nicht im Sinne des Golf Sports und seiner Akzeptanz

Der wäre niemals reingefallen und das hat auch Frau Korda gesehen, ihre Körperhaltung spricht Bände. Der Skandal ist, dass Team USA hier nicht korrigiert hat.

Frage mich nur wie die Offizielle das aus der Perspektive gesehen haben will, dass der Ball überhängt, wenn man anschließend das nicht mal genau im TV sieht...? Demnächst also mit der Stoppuhr auf dem Grün 👍👍

Entscheidung des Marshals nicht nachvollziehbar. Ist "reasonable time" mit 10 Sekunden gleich zu setzen? Ich meine, die Europäerin ist ja auch erst 20 m zum Ball gelaufen. Das dauert auch Zeit. Egal, Europa hat gewonnen 🎉🍻

Der Ball wäre nie reingefallen, der war zu weit weg dafür, ausser bei einer massiven Böe 😉 Aus meiner Sicht war der Ball mit der Außenseite genau beim Lochrand, aber hing nicht über das Loch. Aber Regel ist nun mal Regel! Dieser Fall zeigt für mich auf, dass das Regelwerk im Golf immer noch zu komplex ist und weiter vereinfacht werden sollte.

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1 Monat her
Golf Rules

Es gibt viele Gründe für eine straflose Erleichterung - in diesem Fall ist der Ball aber zu Spielen, wie dieser zur Ruhe gekommen ist. Eines der Grundprinzipien im Golfspiel (Regel 1) geht nämlich davon aus, dass der Platz so zu spielen ist, wie dieser vorgefunden wird, und den Ball zu spielen, wie dieser liegt.

Straflose Erleichterungen gibt es in der Regel immer dann, wenn etwas Künstliches das Spiel oder die Balllage beeinträchtigt. Auch dürfen lose hinderliche Naturstoffe beseitigt werden, wenn diese das Spiel beeinflussen, wenn dabei die Balllage nicht verändert wird. In Regel 8.1b sind zudem weitere Handlungen aufgeführt, die vor einem Schlag durchgeführt werden dürfen.

Unerlaubt ist jedoch (s. Regel 8.1a) das
- Bewegen, Biegen oder Brechen eines wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstands oder unbeweglichen Hemmnisses, Bestandteils des Platzes, einer Ausmarkierung oder einer Abschlagmarkierung für den Abschlag, wenn ein Ball von diesem Abschlag gespielt wird.
- Bewegen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses an eine bestimmte Stelle (zum Beispiel, um einen Stand zu bauen oder die Spiellinie zu verbessern).
- Verändern der Bodenoberfläche, einschließlich durch Zurücklegen von Divots in ein Divotloch, Entfernen oder Niederdrücken von Divots, die bereits zurückgelegt wurden oder anderer bereits verlegter Rasensoden oder indem Löcher, Vertiefungen oder Bodenunebenheiten geschaffen oder beseitigt werden.
- Entfernen oder Niederdrücken von Sand oder losem Erdreich.
- Entfernen von Tau, Reif oder Wasser (tk)
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Es gibt viele Gründe für eine straflose Erleichterung - in diesem Fall ist der Ball aber zu Spielen, wie dieser zur Ruhe gekommen ist. Eines der Grundprinzipien im Golfspiel (Regel 1) geht nämlich davon aus, dass der Platz so zu spielen ist, wie dieser vorgefunden wird, und den Ball zu spielen, wie dieser liegt.

Straflose Erleichterungen gibt es in der Regel immer dann, wenn etwas Künstliches das Spiel oder die Balllage beeinträchtigt. Auch dürfen lose hinderliche Naturstoffe beseitigt werden, wenn diese das Spiel beeinflussen, wenn dabei die Balllage nicht verändert wird. In Regel 8.1b sind zudem weitere Handlungen aufgeführt, die vor einem Schlag durchgeführt werden dürfen.

Unerlaubt ist jedoch (s. Regel 8.1a) das 
- Bewegen, Biegen oder Brechen eines wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstands oder unbeweglichen Hemmnisses, Bestandteils des Platzes, einer Ausmarkierung oder einer Abschlagmarkierung für den Abschlag, wenn ein Ball von diesem Abschlag gespielt wird.
- Bewegen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses an eine bestimmte Stelle (zum Beispiel, um einen Stand zu bauen oder die Spiellinie zu verbessern).
- Verändern der Bodenoberfläche, einschließlich durch Zurücklegen von Divots in ein Divotloch, Entfernen oder Niederdrücken von Divots, die bereits zurückgelegt wurden oder anderer bereits verlegter Rasensoden oder indem Löcher, Vertiefungen oder Bodenunebenheiten geschaffen oder beseitigt werden.
- Entfernen oder Niederdrücken von Sand oder losem Erdreich. 
- Entfernen von Tau, Reif oder Wasser (tk)

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Wie ist das wenn beim Probeschwung unter einem Baum Blätter runterfallen (unbeabsichtigt)… Zweige absichtlich brechen ist klar oder mit Absicht Blätter „abrasieren“….

In diesem Fall ist das fehlende Divot zu verschmerzen. Es gibt aber Divots, die Grassoden gleichen und hier hakt die Etikette ein: Aus Rücksicht den Anderen gegenüber, legt der gebildete Golfer den Rasenfetzen (Divot) in das Schlagloch zurück und tritt es leicht fest. … hat leider nicht alle Golfer erreicht, oder ist tatsächlich ein Bildungsmangel!

1 Monat her
Golf Rules

Passend zum gestrigen Beitrag an dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis, dass Pfähle ja die Grenzen der Penalty Area definieren können. Liegt der Ball in der Penalty Area, so kann der Spieler nach R17 eine der zwei / drei (gelb / rot) Erleichterungsoptionen mit Strafschlag in Anspruch nehmen. Ärgerlich wird es allerdings immer dann, wenn eine Spielleitung die Pfosten so setzt, dass durch den Bewuchs eine Sichtlinie von Pfosten zu Pfosten überhaupt nicht möglich ist.

Denn - ein Ball befindet sich bereits in der Penalty Area, wenn er diese mit einem Teil berührt. Im Fall von Pfählen bedeutet dieses, dass die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert ist. Die Pfähle selber befinden sich dann schon innerhalb der Penalty Area. (tk)
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Passend zum gestrigen Beitrag an dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis, dass Pfähle ja die Grenzen der Penalty Area definieren können. Liegt der Ball in der Penalty Area, so kann der Spieler nach R17 eine der zwei / drei (gelb / rot) Erleichterungsoptionen mit Strafschlag in Anspruch nehmen. Ärgerlich wird es allerdings immer dann, wenn eine Spielleitung die Pfosten so setzt, dass durch den Bewuchs eine Sichtlinie von Pfosten zu Pfosten überhaupt nicht möglich ist.

Denn - ein Ball befindet sich bereits in der Penalty Area, wenn er diese mit einem Teil berührt. Im Fall von Pfählen bedeutet dieses, dass die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert ist. Die Pfähle selber befinden sich dann schon innerhalb der Penalty Area. (tk)