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Veröffentlicht am

6 Stunden her

Golf Rules

Ernst hatte eine Frage an uns zum Thema Entfernungen messen:

"Hi Thorben
Bei der Technik des Vector Putting wird aum Grün durch Abschreiten jener
Punkt errechnet, der angespielt werden muss, um ein Break auszugleichen.
Diese Technik wurde bei einem internen Club Matchplay (Pyramide) angewendet.
Es war kein Regelkundiger vor Ort und es ergab sich folgende Situation:

Spieler A errechnete o.a. Punkt und maß diesen mit Hilfe seines Putters
aus, da er vorher die Länge des Griffes und andere Punkte am Putter (z.B
Logo am Schaft) abgemessen und sich gemerkt hatte.
Spieler B kritisierte dies und man einigte sich, das nach der Runde zu
klären. Es wurde jedoch so weitergespielt als hätte Spieler A das Loch
gewonnen.

Meine Meinung
1.) Klarer Verstoß gegen Regel 14.3 und damit Lochverlust für Spieler A.
2) Da das Spiel durch den falschen Lochverlust für Spieler B eine ganz
andere Spielsituation ergeben hätte, wäre die logisch Konsequenz eine
Disqualifikation von Spieler A (Oder heißt das im Matchplay Spielverlust?).
Lg Ernst"

Hier kommt es vor allen Dingen auf die vor Ort geltenden Platzregeln an. Grundsätzlich sind nach R14-3 Entfernungsmessgeräte aller Art untersagt; die Anmerkung zu R14-3 und D14-3/0.5 lassen aber eine Platzregel zu, die Entfernungsmessgeräte gestattet.Das können dann auch ein Maßband oder Entferrnungsmarkierungen am Putter sein, auch kann man sich die Länge seines Schlägers merken.

Zusätzlich dazu muss der Spieler noch darauf achten beim Messen seine Puttlinie nicht zu berühren; der Messvorgang selbst ist zwar durch R16-1a III gedeckt, verbessern darf der Spieler die Puttlinie damit aber eben so wenig wie prüfen.
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Ernst hatte eine Frage an uns zum Thema Entfernungen messen:

Hi Thorben
Bei der Technik des Vector Putting wird aum Grün durch Abschreiten jener
Punkt errechnet, der angespielt werden muss, um ein Break auszugleichen.
Diese Technik wurde bei einem internen Club Matchplay (Pyramide) angewendet.
Es war kein Regelkundiger vor Ort und es ergab sich folgende Situation:

Spieler A errechnete o.a. Punkt und maß diesen mit Hilfe seines Putters
aus, da er vorher die Länge des Griffes und andere Punkte am Putter (z.B
Logo am Schaft) abgemessen und sich gemerkt hatte.
Spieler B kritisierte dies und man einigte sich, das nach der Runde zu
klären. Es wurde jedoch so weitergespielt als hätte Spieler A das Loch
gewonnen.

Meine Meinung
1.) Klarer Verstoß gegen Regel 14.3 und damit Lochverlust für Spieler A.
2) Da das Spiel durch den falschen Lochverlust für Spieler B eine ganz
andere Spielsituation ergeben hätte, wäre die logisch Konsequenz eine
Disqualifikation von Spieler A (Oder heißt das im Matchplay Spielverlust?).
Lg Ernst

Hier kommt es vor allen Dingen auf die vor Ort geltenden Platzregeln an. Grundsätzlich sind nach R14-3 Entfernungsmessgeräte aller Art untersagt; die Anmerkung zu R14-3 und D14-3/0.5 lassen aber eine Platzregel zu, die Entfernungsmessgeräte gestattet.Das können dann auch ein Maßband oder Entferrnungsmarkierungen am Putter sein, auch kann man sich die Länge seines Schlägers merken.

Zusätzlich dazu muss der Spieler noch darauf achten beim Messen seine Puttlinie nicht zu berühren; der Messvorgang selbst ist zwar durch R16-1a III gedeckt, verbessern darf der Spieler die Puttlinie damit aber eben so wenig wie prüfen.

 

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In diesem Zusammenhang kommt immer wieder die Frage auf, ob bei einem Nearest-To-The-Pin Loch mit daneben liegendem Maßband geputtet werden muss bevor gemessen werden darf, wenn in der Spielausschreibung nichts dazu erwähnt wird und Entfernungsmessgeräte mittels Platzregeln erlaubt sind.

Selbst wenn Messgeräte nicht per Platzregel erlaubt wären, würde ich anzweifeln, dass das Abmessen mittels Schläger laut Regel 14-3 unerlaubt ist. Vergleiche dazu Decision 14-3/2 "Bleistift oder Zählkarte benutzen, um Entfernung abzuschätzen", was erlaubt ist, solange keine speziellen Abstandsmarkierungen angebracht sind. AimPoint Express wäre ja dann ebenso unerlaubt, weil mit der Breite der Finger visiert und damit Abstände geschätzt werden. Oder das Abschreiten einer Distanz mit bekannter Schrittweite (bei mir 60 cm), Vergleich mit der Schuhlänge (bei mir 30 cm). Wenn im Lochspiel einer der Gegner auf der Spielreihenfolge besteht, muss im Zweifelsfall auch der Abstand des Balles zum Loch am Grün z. B. mit der Fahnenstange bestimmt werden. Abgesehen davon, ist es fragwürdig, ob beim Putten eine genaue Kenntnis der Entfernung besonders hilfreich ist. Mich erinnert es an eine Turnierrunde, wo eine Dame mit Single-HCP die Entfernung der Putts immer betont und mechanisch abgeschritten ist. Im Verlauf der Runde hat sie dann die Putts zunehmend zu kurz gelassen, weil die Grüns durch starkes Wachstum deutlich langsamer wurden.

24 Stunden her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Heute dreht es sich in "Golf-Rules am Sonntag" um das Thema "Ball zurücklegen, wenn die ursprüngliche Stelle nicht bekannt ist". Wenn ein Ball versehentlich bewegt wird, kann der Spieler den ursprünglichen Punkt nicht kennen: ggf. muss der Spieler deshalb den Ball so nahe wie möglich an seine geschätzte Stelle fallen lassen und den Ball dort spielen, wo er zur Ruhe kommt. Dieses bedeutet, dass der Ball oft nicht vom geschätzten Punkt gespielt wird, da der fallengelassene Ball bis zu zwei Schlägerlängen von diesem Punkt weg rollen darf und sich ggf. in einer besseren oder schlechteren Lage befindet.

Die neue Regelung soll das Verfahren „legen“ oder „fallenlassen“ vereinfachen. Der Ball wird immer an die ursprüngliche Stelle gelegt - und nicht mehr fallengelassen. Wenn die genaue Stelle der ursprünglichen Lage nicht bekannt ist, muss der Spieler den Ball an einer geschätzten Stelle zurückgelegt werden.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Heute dreht es sich in Golf-Rules am Sonntag um das Thema Ball zurücklegen, wenn die ursprüngliche Stelle nicht bekannt ist. Wenn ein Ball versehentlich bewegt wird, kann der Spieler den ursprünglichen Punkt nicht kennen: ggf. muss der Spieler deshalb den Ball so nahe wie möglich an seine geschätzte Stelle fallen lassen und den Ball dort spielen, wo er zur Ruhe kommt. Dieses bedeutet, dass der Ball oft nicht vom geschätzten Punkt gespielt wird, da der fallengelassene Ball bis zu zwei Schlägerlängen von diesem Punkt weg rollen darf und sich ggf. in einer besseren oder schlechteren Lage befindet.

Die neue Regelung soll das Verfahren „legen“ oder „fallenlassen“ vereinfachen. Der Ball wird immer an die ursprüngliche Stelle gelegt - und nicht mehr fallengelassen. Wenn die genaue Stelle der ursprünglichen Lage nicht bekannt ist, muss der Spieler den Ball an einer geschätzten Stelle zurückgelegt werden.

#RulesOfGolf2019

"Wenn der Ball ins Loch fällt und ihn hat niemand berührt - ist es ein Schlag oder nicht?" -fragte die PGA TOUR​ auf ihrer Facebookseite am Samstag und postete das verlinkte Video von Zach Johnson dazu.

Es kommt darauf an:

Dies ist ein Fall von Regel R16-2 "Ball ragt über Lochrand hinaus", die uns sagt:

Ragt irgendein Teil des Balls über den Lochrand hinaus, steht dem Spieler ausreichend Zeit zu, das Loch ohne vermeidbare Verzögerung zu erreichen, sowie weitere zehn Sekunden, um festzustellen, ob sich der Ball in Ruhe befindet. Ist der Ball bis dahin nicht in das Loch gefallen, gilt er als in Ruhe befindlich. Fällt der Ball anschließend in das Loch, gilt er als vom Spieler mit dem letzten Schlag eingelocht, und er muss seiner Schlagzahl für das Loch einen Strafschlag hinzurechnen; anderenfalls gibt es keine Strafe nach dieser Regel.

Eigentlich also eine klare Sache: Schauen ob der Ball ins Loch fällt, hingehen, 10 Sekunden warten. Fällt er innerhalb der 10 Sekunden ist er mit dem letzten Schlag eingelocht, fällt er danach ist er eingelocht, der Spieler muss sich aber einen Strafschlag hinzurechnen. Johnsons Ball bewegte sich während der 10 Sekunden aber mehrmals um ein Stückchen und fiel erst nach etwa 15 Sekunden, als er ihn ansprach, weswegen er unsicher über sein Vorgehen war und traf die sehr kluge Entscheidung, den Referee zu fragen, wie er vorgehen sollte.

Der Referee entscheid auf R18-2 I, Ball in Ruhe bewegt durch Spieler beim Ansprechen des Balls. Das ganze ist straffrei, der Ball muss aber zurückgelegt werden.

Johnson hat dann einen Regelball gespielt, um die Entscheidung durch die Spielleitung nach der Runde herbeizuführen. Diese hat das Ruling des Referees bestätigt.

Das Video zeigt hier, wie Golf sein sollte. Fair. Johnson hat ein für sich negatives Ruling bekommen und hingenommen und zeigte nachher noch großen Sportsmannsgeist, als er sich mit dem Referee über die Regel austauschte. Das ist großes Golf.

PGA TOUR
If a ball falls in the hole and nobody touched it, is it a stroke?

Well ... it depends.
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PGA TOUR

2 Tage her

Golf Rules

"Der Putter wird für das Spiel auf dem Grün, manchmal auch auf dem Vorgrün, verwendet." - so steht es auf Wikipedia. Nur der Putter - nein nicht unbedingt...

Gestern bei den BMW International Open macht es Garcia an Bahn 14 vor, dass auch ein gefühlvoller Chip mit dem Wedge ein zulässiger Schlag auf dem Grün sein kann. Denn nirgendwo in den Golfregeln ist vermerkt, dass auf dem Grün einzig und alleine der Putter genutzt werden muss.

Unbhängig davon gilt, dass insbesondere bei solchen Schlägen die Platzpflege im Vordergrund stehen sollte. Mögliche Beschädigungen sind dabei unbedingt zu vermeiden und ggf. schnellstmöglich auszubessern. (tk)
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Golf Rules - Chippen auf dem Grün

3 Tage her

Golf Rules

Andere Länder - andere Probleme...

Wir haben im Urlaub zwar keine Alligatoren auf dem Golfplatz gefunden - aber vor Schlangen rechts und links des Fairways sind wir gewarnt worden. Und was ist dann, wenn ich meinen Ball in einen solchen Bereich spiele?

Zunächst einmal waren diese Bereiche auf dem von uns gespielten Platz als seitliches Wasserhindernis markiert, so dass man einen neuen Ball ohne Suche nach R26 ins Spiel bringen konnte.

Aber auch bei uns kann es Situationen geben, in denen ein Ball in eine Lage kommt, aus der das Spiel nur dann möglich ist, wenn sich der Spieler in eine gefährliche Situation begeben würde. Hier hilft Decision D1-4/10 "Gefährliche Situation; Klapperschlange oder Bienen behindern das Spiel" - auch wenn bei uns eher Bienen, Hornissen oder brütende Schwäne das Problem sein könnten.

Frage:
Der Ball eines Spielers kommt in einer Lage zur Ruhe, die für den Spieler gefährlich ist, etwa neben einer lebenden Klapperschlange oder einem Bienennest. Hat der Spieler nach Billigkeit (Regel 1-4) noch andere Möglichkeiten, außer den Ball zu spielen, wie er liegt, oder – falls anwendbar – nach Regel 26 oder 28 zu verfahren?

Antwort:
Ja. Es ist unzumutbar, von einem Spieler zu erwarten, aus einer solchen gefährlichen Lage zu spielen, und es ist unfair, vom Spieler zu verlangen, einen Strafschlag nach Regel 26 (Wasserhindernisse) oder Regel 28 (Ball Unspielbar) in Kauf zu nehmen, obwohl diese Regeln eine Alternative bleiben, falls anwendbar.

Liegt der Ball im Gelände, darf der Spieler straflos einen Ball innerhalb einer Schlägerlänge und nicht näher zum Loch vom nächstgelegenen Punkt fallen lassen, der nicht näher zum Loch, nicht gefährlich und nicht auf einem Grün oder in einem Hindernis ist.

Liegt der Ball in einem Hindernis, darf der Spieler straflos einen Ball innerhalb einer Schlägerlänge und nicht näher zum Loch vom nächstgelegenen Punkt fallen lassen, der nicht näher zum Loch ist und der nicht gefährlich ist. Falls möglich, muss der Ball in demselben Hindernis oder, wenn dies nicht möglich ist, in einem nahe gelegenen, gleichartigen Hindernis fallen gelassen werden, jedoch in beiden Fällen nicht näher zum Loch. Ist es dem Spieler nicht möglich, den Ball in einem Hindernis fallen zu lassen, darf er ihn mit einem Strafschlag außerhalb des Hindernisses fallen lassen. Dabei muss der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball lag, auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle liegen, an der der Ball fallen gelassen wird.

Liegt der Ball auf dem Grün, darf der Spieler einen Ball straflos an die nächstgelegene Stelle legen, nicht näher zum Loch und nicht in einem Hindernis, bei der keine Gefahr besteht.

Sofern Behinderung durch irgendetwas anderes als die gefährliche Situation den Schlag eindeutig undurchführbar macht oder die Umstände ausschließlich infolge eines eindeutig unvernünftigen Schlags oder einer unnötig abnormalen Standposition, Schwungs oder Spielrichtung gefährlich wären, darf der Spieler nicht wie oben beschrieben Erleichterung in Anspruch nehmen; er darf jedoch nach Regel 26 oder Regel 28, falls anwendbar, verfahren. (tk)
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Andere Länder - andere Probleme...

Wir haben im Urlaub zwar keine Alligatoren auf dem Golfplatz gefunden - aber vor Schlangen rechts und links des Fairways sind wir gewarnt worden. Und was ist dann, wenn ich meinen Ball in einen solchen Bereich spiele?

Zunächst einmal waren diese Bereiche auf dem von uns gespielten Platz als seitliches Wasserhindernis markiert, so dass man einen neuen Ball ohne Suche nach R26 ins Spiel bringen konnte. 

Aber auch bei uns kann es Situationen geben, in denen ein Ball in eine Lage kommt, aus der das Spiel nur dann möglich ist, wenn sich der Spieler in eine gefährliche Situation begeben würde. Hier hilft Decision D1-4/10 Gefährliche Situation; Klapperschlange oder Bienen behindern das Spiel - auch wenn bei uns eher Bienen, Hornissen oder brütende Schwäne das Problem sein könnten. 

Frage:
Der Ball eines Spielers kommt in einer Lage zur Ruhe, die für den Spieler gefährlich ist, etwa neben einer lebenden Klapperschlange oder einem Bienennest. Hat der Spieler nach Billigkeit (Regel 1-4) noch andere Möglichkeiten, außer den Ball zu spielen, wie er liegt, oder – falls anwendbar – nach Regel 26 oder 28 zu verfahren?

Antwort:
Ja. Es ist unzumutbar, von einem Spieler zu erwarten, aus einer solchen gefährlichen Lage zu spielen, und es ist unfair, vom Spieler zu verlangen, einen Strafschlag nach Regel 26 (Wasserhindernisse) oder Regel 28 (Ball Unspielbar) in Kauf zu nehmen, obwohl diese Regeln eine Alternative bleiben, falls anwendbar. 

Liegt der Ball im Gelände, darf der Spieler straflos einen Ball innerhalb einer Schlägerlänge und nicht näher zum Loch vom nächstgelegenen Punkt fallen lassen, der nicht näher zum Loch, nicht gefährlich und nicht auf einem Grün oder in einem Hindernis ist. 

Liegt der Ball in einem Hindernis, darf der Spieler straflos einen Ball innerhalb einer Schlägerlänge und nicht näher zum Loch vom nächstgelegenen Punkt fallen lassen, der nicht näher zum Loch ist und der nicht gefährlich ist. Falls möglich, muss der Ball in demselben Hindernis oder, wenn dies nicht möglich ist, in einem nahe gelegenen, gleichartigen Hindernis fallen gelassen werden, jedoch in beiden Fällen nicht näher zum Loch. Ist es dem Spieler nicht möglich, den Ball in einem Hindernis fallen zu lassen, darf er ihn mit einem Strafschlag außerhalb des Hindernisses fallen lassen. Dabei muss der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball lag, auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle liegen, an der der Ball fallen gelassen wird. 

Liegt der Ball auf dem Grün, darf der Spieler einen Ball straflos an die nächstgelegene Stelle legen, nicht näher zum Loch und nicht in einem Hindernis, bei der keine Gefahr besteht. 

Sofern Behinderung durch irgendetwas anderes als die gefährliche Situation den Schlag eindeutig undurchführbar macht oder die Umstände ausschließlich infolge eines eindeutig unvernünftigen Schlags oder einer unnötig abnormalen Standposition, Schwungs oder Spielrichtung gefährlich wären, darf der Spieler nicht wie oben beschrieben Erleichterung in Anspruch nehmen; er darf jedoch nach Regel 26 oder Regel 28, falls anwendbar, verfahren. (tk)

 

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Danke! Gilt das auch für Allergiker beispielsweise in der Nähe faulender Äpfel, wo sich Wespen aufhalten oder mit ihnen zu rechnen wäre. Ich bin tatsächlich Allergiker und es gibt tatsächlich eine solche Stelle in unserem Club 😎

Schlangen sind doch ein bewegliches Hemmnis oder loser hinderlicher Naturstoff, kann man also anfassen und wegräumen. 🙂

4 Tage her

Golf Rules

Heute einmal wieder etwas zum Thema Platzvorbereitung. Hier Ausgrenzen.

Die Spielleitung ist nach R33-2a I verpflichtet den Platz und die Ausgrenzen festzulegen und genau zu bezeichnen. Dabei sollte auch überprüft werden, ob die Ausgrenzen klar ersichtlich sind und von jedermann verstanden werden.

Im Fall auf dem Bild kam im Zählspiel der Ball eines Spielers an der grünen Markierung zu Ruhe, jenseits der Sichtlinie der verbundenen, noch stehenden Auspfosten. Ein Auspfosten fehlte und lag halb im Busch, halb auf der Wiese. Die Frage war jetzt, wo die Ausgrenze tatsächlich verlief. Der Spieler half sich durch Spielen eines Regelballs und markierte die Balllage, damit die Spielleitung später entscheiden konnte: Drin oder Aus?

Warum der Auspfosten nicht mehr an seiner Stelle steckte konnte nicht geklärt werden.

Hier hilft aber unsere

Decision des Tages

weiter:

Decision D33-2a/19
"Aus-Linie durch unbefugtes Herausziehen eines Aus-Pfahls verändert"

In einem Zählspiel ist die Aus-Linie durch unbefugtes Herausziehen eines Aus-Pfahls verändert worden. Dadurch entstand ein Bereich (Bereich X), der innerhalb der Platzgrenzen ist, wenn der beseitigte Pfahl unbeachtet bleibt, der aber im Aus ist, wenn der Pfahl zurückgesteckt wird.

F1 A’s Ball kommt im Bereich X zur Ruhe. Er ist sich bewusst, dass die Aus-Linie verändert wurde und bittet die Spielleitung um eine Entscheidung. Wie ist die Regelentscheidung?

A1 Die Spielleitung sollte den herausgezogenen Pfahl zurückstecken, d. h. die ursprüngliche Aus-Linie wieder herstellen und von A verlangen, dass er nach Regel 27-1 verfährt, außer ihr ist bekannt, dass ein oder mehrere vorausspielende Bewerber, in Unkenntnis der Tatsache, dass ein Pfahl fehlt, vom Bereich X gespielt haben. In diesem Fall sollte die Spielleitung die veränderte Aus-Linie für den Rest des Wettspiels beibehalten und A dürfte seinen Ball spielen, wie er liegt.

F2 Wie wäre die Regelentscheidung, wenn die Spielleitung feststellt, dass ein oder mehrere Bewerber, in Unkenntnis der Tatsache, dass ein Pfahl fehlt, vom Bereich X gespielt haben und dass ein oder mehrere andere Bewerber den Bereich X wie Aus behandelt und Regel 27-1 angewandt haben?

A2 Falls die unterschiedliche Bewertung des Bereichs X das Ergebnis des Wettspiels deutlich beeinflussen könnte, sollte die Runde annulliert und wiederholt werden. Anderenfalls sollte das Ergebnis der Runde bestehen bleiben.

Die ursprüngliche Linie wurde danach wieder hergestellt und dem Spieler mitgeteilt, dass sein Ball noch im Spiel war, sprich, der Regelball zu Gunsten der grünen Balllage entschieden.
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Heute einmal wieder etwas zum Thema Platzvorbereitung. Hier Ausgrenzen.

Die Spielleitung ist nach R33-2a I verpflichtet den Platz und die Ausgrenzen festzulegen und genau zu bezeichnen. Dabei sollte auch überprüft werden, ob die Ausgrenzen klar ersichtlich sind und von jedermann verstanden werden. 

Im Fall auf dem Bild kam im Zählspiel der Ball eines Spielers an der grünen Markierung zu Ruhe, jenseits der Sichtlinie der verbundenen, noch stehenden Auspfosten. Ein Auspfosten fehlte und lag halb im Busch, halb auf der Wiese. Die Frage war jetzt, wo die Ausgrenze tatsächlich verlief. Der Spieler half sich durch Spielen eines Regelballs und markierte die Balllage, damit die Spielleitung später entscheiden konnte: Drin oder Aus?

Warum der Auspfosten nicht mehr an seiner Stelle steckte konnte nicht geklärt werden.

Hier hilft aber unsere 

Decision des Tages  

weiter:

Decision D33-2a/19
Aus-Linie durch unbefugtes Herausziehen eines Aus-Pfahls verändert

In einem Zählspiel ist die Aus-Linie durch unbefugtes Herausziehen eines Aus-Pfahls verändert worden. Dadurch entstand ein Bereich (Bereich X), der innerhalb der Platzgrenzen ist, wenn der beseitigte Pfahl unbeachtet bleibt, der aber im Aus ist, wenn der Pfahl zurückgesteckt wird. 

F1 A’s Ball kommt im Bereich X zur Ruhe. Er ist sich bewusst, dass die Aus-Linie verändert wurde und bittet die Spielleitung um eine Entscheidung. Wie ist die Regelentscheidung? 

A1 Die Spielleitung sollte den herausgezogenen Pfahl zurückstecken, d. h. die ursprüngliche Aus-Linie wieder herstellen und von A verlangen, dass er nach Regel 27-1 verfährt, außer ihr ist bekannt, dass ein oder mehrere vorausspielende Bewerber, in Unkenntnis der Tatsache, dass ein Pfahl fehlt, vom Bereich X gespielt haben. In diesem Fall sollte die Spielleitung die veränderte Aus-Linie für den Rest des Wettspiels beibehalten und A dürfte seinen Ball spielen, wie er liegt. 

F2 Wie wäre die Regelentscheidung, wenn die Spielleitung feststellt, dass ein oder mehrere Bewerber, in Unkenntnis der Tatsache, dass ein Pfahl fehlt, vom Bereich X gespielt haben und dass ein oder mehrere andere Bewerber den Bereich X wie Aus behandelt und Regel 27-1 angewandt haben? 

A2 Falls die unterschiedliche Bewertung des Bereichs X das Ergebnis des Wettspiels deutlich beeinflussen könnte, sollte die Runde annulliert und wiederholt werden. Anderenfalls sollte das Ergebnis der Runde bestehen bleiben.

Die ursprüngliche Linie wurde danach wieder hergestellt und dem Spieler mitgeteilt, dass sein Ball noch im Spiel war, sprich, der Regelball zu Gunsten der grünen Balllage entschieden.

 

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Zumal im Bild noch verwirrend hinzu kommt, dass das Greenkeeping durch die Art zu Mähen eine scheinbare Auslinie simuliert hat, die man auch für logisch halten könnte, denn es ist nicht davon auszugehen, dass derjenige, der den weissen Pfahl entfernt hat ihn mit der Spitze am eigentlichen Standort abgelegt hat.

5 Tage her

Golf Rules

Wüst sah es aus am Wochenende bei den GVNB Mannschaftsmeisterschaften, die Trockenheit der letzten Tage hatte dem Platz arg zugesetzt. Die Spielleitung vor Ort entschied sich daher mit „Besserlegen“ zu spielen und erließ folgende Platzregel:

„Ein auf kurz gemähter (Fairway oder kürzer) Fläche im Gelände liegender Ball darf straffrei aufgenommen, gereinigt und innerhalb einer Schlägerlänge, nicht näher zum Loch, hingelegt werden, nicht in einem Hindernis und nicht auf dem Grün. Der Ball muss vor dem Aufnehmen markiert werden.“

Fallen lassen machte hier keinen Sinn, da der Boden so hart war, dass der Ball nie an einer grasbewachsenen Stelle liegen blieb.

Die Platzregel führte dann dazu, dass Stellen, von denen sonst immer Erleichterung gewünscht wird, plötzlich in ungeahnter Attraktivität erstrahlten: Regnerdeckel.
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Das sieht ja richtig übel aus auf dem Platz. Ohjeohje

Auf jedem Schlag nen Holz-3 rausholen und punchen, da kriegst du ja noch jeden Schlag mit 250m average hin 😉

Wo is das bitte?!?!?

Den Fotos nach ist Platz doch gut spielbar - flacher spielen, den Roll ausnutzen und das Risiko des seitlichen Verspringens minimieren. Bei einem feuchten Platz, wo die Drives wenige Meter um das Einschlagloch liegen bleiben, darf ich doch auch nicht 20 m in der Länge besser legen.

Christian das meinten wir.

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6 Tage her

Golf Rules

Unser Leser Silas Wagner hatte ab den Wochenende beiläufig in einem Post gefragt, wie denn zu verfahren ist, wenn ein Auspfosten krumm im Boden steckt. Welcher Teil des Pfostens ist dann relevant um zu erkennen, ob sich der Ball im Aus befindet oder noch im Spiel ist?

Hier hilft ein Blick in die Definitionen der Golfregeln:
[...] Wird Aus durch Pfähle oder einen Zaun oder als jenseits von Pfählen oder einem Zaun gekennzeichnet, so verläuft die Auslinie auf Bodenebene entlang den platzseitig vordersten Punkten der Pfähle bzw. Zaunpfosten ohne Berücksichtigung schräg laufender Stützpfosten. [...]

Relevant ist also die innere, untere Kante des Pfostens - egal wie schief der Rest des Pfostens steht.

Und noch einmal zu Erinnerung: ein Ball ist erst im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt. Sprich - berührt der Ball noch mit einen Teil den Platz, dann ist dieser weiterhin im Spiel. (tk)
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Unser Leser Silas hatte ab den Wochenende beiläufig in einem Post gefragt, wie denn zu verfahren ist, wenn ein Auspfosten krumm im Boden steckt. Welcher Teil des Pfostens ist dann relevant um zu erkennen, ob sich der Ball im Aus befindet oder noch im Spiel ist?

Hier hilft ein Blick in die Definitionen der Golfregeln:
[...] Wird Aus durch Pfähle oder einen Zaun oder als jenseits von Pfählen oder einem Zaun gekennzeichnet, so verläuft die Auslinie auf Bodenebene entlang den platzseitig vordersten Punkten der Pfähle bzw. Zaunpfosten ohne Berücksichtigung schräg laufender Stützpfosten. [...]

Relevant ist also die innere, untere Kante des Pfostens - egal wie schief der Rest des Pfostens steht.

Und noch einmal zu Erinnerung: ein Ball ist erst im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt. Sprich - berührt der Ball noch mit einen Teil den Platz, dann ist dieser weiterhin im Spiel. (tk)

 

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Dazu wurde mir damals ganz einfach erklärt, .."berührt" der Ball das größere, liegt er im kleineren. Einer der Besten Sprüche die ich, was regeln angeht, gelernt habe 😉 Bsp der ball "berührt" das Aus ( Aus ist immer größer als der Platz ) liegt er also auf der Bahn. Das selbe beim wasser... (Der Platz ist immer größer als das Wasser) "berührt er also den Platz, liegt er im Wasser.

Ist das ein Aus-Pfosten oder eine Fliegenfalle? 🤔😁

Liegt er voll auf der Ausline befindet er sich im aus...

Und was ist wenn der Pfosten..warum auch immer daneben liegt 😳 zählt dann das Loch wo er ursprünglich gesteckt hat🙈

1 Woche her

Golf Rules

Wahrscheinlich DAS Video des Wochenendes von den US Open - Phil Mickelson puttet in der 3. Runde am 13 Loch am Loch vorbei. Und was dann passiert ist schon recht kurios...

Als Mickelson merkt, dass sein Ball über die Welle rollt und nicht zur Ruhe kommt, "sprintet" er hinterher und spielt den, noch in der Bewegung befindlichen, Ball wieder zurück Richtung Loch.

Bei dieser Handlung verstößt Mickelson gegen Regel 14-5 "Spielen eines Balls in Bewegung". Mickelson wird für diesen Regelverstoß mit 2 Strafschlägen belegt, spielte damit an der Spielbahn eine 10 und setzte das Spiel fort.

Auch R1-2 "Ball absichtlich von Spieler, Partner oder Caddie abgelenkt oder aufgehalten" sieht die selbe Strafe vor, denn ein Spieler darf keine Handlung mit der Absicht durchführen, die Bewegung eines Balls im Spiel zu beeinflussen.
Im Netz wird darauf diskutiert, ob es sich ggf. auch um einen "schwerwiegenden Verstoß gegen Regel 1-2" gehandelt haben könnte, denn in diesem Fall hätte die Spielleitung auch die Strafe der Disqualifikation verhängen können.

In der Anmerkung 1 unter R1-2 wird bzgl. des "schwerwiegenden Verstoßes" ergänzt: Ein Spieler hat einen schwerwiegenden Verstoß gegen Regel 1-2 begangen, wenn die Spielleitung der Meinung ist, dass die Handlung, durchgeführt unter Verstoß gegen diese Regel, ihm oder einem anderen Spieler einen bedeutenden Vorteil, oder einem anderen Spieler, außer seinem Partner, einen bedeutenden Nachteil verschafft hat.Phil Mickelson Third Round 13th Hole Highlight at the 118th U.S. Open Championship at Shinnecock Hills Golf Club. [765IHR3_UMZBIZW97_fc.mov]
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Video image

 

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So wie er seinen Regelverstoß hinterher begründet hat, hätte man ihn eigentlich disqualifizieren müssen

2 Strafschläge und somit 10 Schläge für dieses Loch sind völlig ausreichend. Meiner Meinung nach hat die Spielleitung bei den schwierigen Platzbedingungen richtig entschieden.

So weit so gut. Wäre eine Diskussion über den Spirit of the Game nicht dennoch angebracht? Das zeigt doch die Reaktion vieler Golfer weltweit. Hätte er den Ball nach seinem Putt für unspielbar erklärt, wäre die Sache auch diskutiert worden, aber er selber stünde weniger in der Kritik. Auf Mickelson einzudreschen wie es manche tun, ist allerdings total scheinheilig. Aber gut: In Zeiten von Fast Play hat Lefty ja genau richtig gehandelt 😉

Es wäre für Phil eine bessere Lösung gewesen, die Position des Balles nach dem Putt abzuwarten und dann ggf. Regel 27-1 (Schlag und Distanzverlust) zur Hilfe zu nehmen. Dann hätte er den Putt wiederholen können - mit nur einem Strafschlag.

Er hätte disqualifiziert werden müssen weil es nicht Zufall war sondern volle Absicht. IMHO verstösst er damit nicht nur gegen 1-2 sondern auch gegen den Spirit of the Game. In Zukunft werden Caddies die die Fahne bedienen den Ball mit dem Fuss neben dem Loch stoppen wenn Gefahr besteht dass der Putt zu lang wird und ins Wasser zu rollen droht. Dann nehm ich mir auch lieber +2 und den tap in als einen Strafschlag plus Chip.

Golf Rules ps: mickelson und nicht michelson 😉

Das Fachblatt Weser Kurier hätte sich eine strengere Bestrafung gewünscht? Ohne schlüssige Begründung. Lesen die Euch noch nicht, Golf Rules?

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1 Woche her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Das gute Grün unterliegt bestimmten Regeln - heute geht es in "Golf-Rules am Sonntag" um die Reparatur von Beschädigungen auf diesem. Denn aktuell sind nur begrenzte Reparatur von Schäden auf dem Grün zulässig (z.B. alte Lochpfropfen oder Pitchmarken). Irgendein sonstiger Schaden darf nicht ausgebessert werden, falls dies dem Spieler bei seinem nachfolgenden Spielen des Lochs von Nutzen sein könnte.

Zukünftig ist die Reparatur von fast allen Schäden (wie Ballmarkierungen, Schuhschaden, Einkerbungen von Schlägern oder Fahnenstange, Tierschaden, etc.) erlaubt - Ausnahmen sind Belüftungslöcher, natürliche „Fehlstellen“ oder die „Abnutzung des Loches“. Der Spieler darf Schäden aber nur mit seiner Hand, Fuß oder einem anderen Körperteil sowie einem Reparaturwerkzeug, Tee, Schläger oder ähnlichen Gegenständen der normaler Ausrüstung reparieren und das Spiel dabei nicht unangemessen verzögern.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Das gute Grün unterliegt bestimmten Regeln - heute geht es in Golf-Rules am Sonntag um die Reparatur von Beschädigungen auf diesem. Denn aktuell sind nur begrenzte Reparatur von Schäden auf dem Grün zulässig (z.B. alte Lochpfropfen oder Pitchmarken). Irgendein sonstiger Schaden darf nicht ausgebessert werden, falls dies dem Spieler bei seinem nachfolgenden Spielen des Lochs von Nutzen sein könnte.

Zukünftig ist die Reparatur von fast allen Schäden (wie Ballmarkierungen, Schuhschaden, Einkerbungen von Schlägern oder Fahnenstange, Tierschaden, etc.) erlaubt - Ausnahmen sind Belüftungslöcher, natürliche „Fehlstellen“ oder die „Abnutzung des Loches“. Der Spieler darf Schäden aber nur mit seiner Hand, Fuß oder einem anderen Körperteil sowie einem Reparaturwerkzeug, Tee, Schläger oder ähnlichen Gegenständen der normaler Ausrüstung reparieren und das Spiel dabei nicht unangemessen verzögern.

#RulesOfGolf2019

1 Woche her

Golf Rules

Tobias hat eine Frage an uns:

"Lieber Torben,

es gibt erneut eine Nuss zu knacken. Bahn 8. Unten im Bild der Herrenabschlag, davor beginnt das Wasser, links der Weg, Damenabschlag als Inselabschlag, umgeben von Wasser, nach oben gehts in Richtung Fahne.

Darf die Dame, die so abschlägt wie eingezeichnet, auch jenseits des Wasserhindernisses auf dem Weg droppen?
Oder ist das ein deutlicher Vorteil, der nicht ok ist.

Wir reden ja nicht von einer Dropping-Zone.

Ich bin gespannt - ich hätte es als Möglichkeit nach Regelung für seitliches Wasser in Anspruch genommen."

Also:

Nach Regel R26-1 bieten sich hier - bei einem seitlichen Wasserhindernis - insgesamt fünf Möglichkeiten das Loch weiter zu spielen:

1. Spielen wie er liegt (gerade jetzt in der trockenen Zeit oft eine Option)

2. Spielen vom letzten Ort unter Schlag und Distanzverlust (R26-1a)

3. Auf der Linie Loch - Eintrittspunkt ins Wasserhindernis beliebig weit zurück gehen und einen Ball fallen lassen (R26-1b)

4. Einen Ball zwei Schlägerlängen vom Eintrittspunkt ins Wasserhindernis, nicht näher zum Loch fallen lassen (R26-1c, 1. Alternative - im Bild als Referenzpunkt der mittlere grüne Punkt) oder

5. Einen Ball fallen lassen innerhalb zweier Schlägerlängen von einem Punkt an der gegenüberliegenden Grenze des Wasserhindernisses, gleich weit vom Loch entfernt R26-1c, 2. Alternative - hier der linke und der rechte grüne Punkt).
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Tobias hat eine Frage an uns:

Lieber Torben,

es gibt erneut eine Nuss zu knacken. Bahn 8. Unten im Bild der Herrenabschlag, davor beginnt das Wasser, links der Weg, Damenabschlag als Inselabschlag, umgeben von Wasser, nach oben gehts in Richtung Fahne.

Darf die Dame, die so abschlägt wie eingezeichnet, auch jenseits des Wasserhindernisses auf dem Weg droppen?
Oder ist das ein deutlicher Vorteil, der nicht ok ist.

Wir reden ja nicht von einer Dropping-Zone.

Ich bin gespannt - ich hätte es als Möglichkeit nach Regelung für seitliches Wasser in Anspruch genommen.

Also:

Nach Regel R26-1 bieten sich hier - bei einem seitlichen Wasserhindernis - insgesamt fünf Möglichkeiten das Loch weiter zu spielen:

1. Spielen wie er liegt (gerade jetzt in der trockenen Zeit oft eine Option)

2. Spielen vom letzten Ort unter Schlag und Distanzverlust (R26-1a)

3. Auf der Linie Loch - Eintrittspunkt ins Wasserhindernis beliebig weit zurück gehen und einen Ball fallen lassen (R26-1b)

4.  Einen Ball zwei Schlägerlängen vom Eintrittspunkt ins Wasserhindernis, nicht näher zum Loch fallen lassen (R26-1c, 1. Alternative - im Bild als Referenzpunkt der mittlere grüne Punkt) oder

5. Einen Ball fallen lassen innerhalb zweier Schlägerlängen von einem Punkt an der gegenüberliegenden Grenze des Wasserhindernisses, gleich weit vom Loch entfernt R26-1c, 2. Alternative - hier der linke und der rechte grüne Punkt).

 

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Die drei grünen punkte sind schon so richtig! nur rein taktisch gesehen würde die Dame sich beim droppen kein Vorteil verschaffen so wie ich das sehe und verstehe 🤷🏼‍♂️ an ihrer Stelle würde ich nochmal abschlagen wenn er nicht aus dem Wasser spielbar ist 😉

Die drei grünen punkte sind schon so richtig! nur rein taktisch gesehen würde die Dame sich beim droppen kein Vorteil verschaffen so wie ich das sehe und verstehe 🤷🏼‍♂️ an ihrer Stelle würde ich nochmal abschlagen wenn er nicht aus dem Wasser spielbar ist 😉

ich empfehle einen anderen Golfplatz

...roter als im bild der fall, kann die linie meines erachtens kaum bildlich dargestellt werden und darüber hinaus brauchts im wasserhindernis auch kein wasser in tropfbar, flüssiger form! 😉

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1 Woche her

Golf Rules

Peter hatte folgende Frage an uns:

"Hallo Leute,
wieder mal ne doofe Frage und vermutlich ist die auch schon beantwortet worden, nur kann ich es nirgends finden 😏
Darf man seinen Ball auf dem Tee so ausrichten, dass die Markierung, die eigentlich fürs Putten ist, die Richtung anzeigt??
Herzliche Grüße,
Peter (...)"

Also: Die Linie auf dem Ball ist kein Verstoß gegen Regel R8-2, die es dem Spieler untersagt, eine Markierung zu setzen, die ihm hilft, die Spiellinie anzuzeigen. Ist in der Praxis auch nur sehr schwer umsetzbar, wird der Ball doch eher als ein Punkt auf der Linie gesehen. Schon die Abweichung von der Linie um nur ein Grad hat in 100m Entfernung eine Abweichung von rd. 1,75 zur Folge. Und dieses eine Grad ist mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, geschweige denn spielbar. Andere Markierungen, die länger wären, sind allerdings vor dem Schlag aufzunehmen und ihre Spuren zu beseitigen.
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Peter hatte folgende Frage an uns:

Hallo Leute,
wieder mal ne doofe Frage und vermutlich ist die auch schon beantwortet worden, nur kann ich es nirgends finden 😏
Darf man seinen Ball auf dem Tee so ausrichten, dass die Markierung, die eigentlich fürs Putten ist, die Richtung anzeigt?? 
Herzliche Grüße,
Peter (...)

Also: Die Linie auf dem Ball ist kein Verstoß gegen Regel R8-2, die es dem Spieler untersagt, eine Markierung zu setzen, die ihm hilft, die Spiellinie anzuzeigen. Ist in der Praxis auch nur sehr schwer umsetzbar, wird der Ball doch eher als ein Punkt auf der Linie gesehen. Schon die Abweichung von der Linie um nur ein Grad hat in 100m Entfernung eine Abweichung von rd. 1,75 zur Folge. Und dieses eine Grad ist mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, geschweige denn spielbar. Andere Markierungen, die länger wären, sind allerdings vor dem Schlag aufzunehmen und ihre Spuren zu beseitigen.

 

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Ja

Das ist doch der Abschlag von Bahn 3 im GC Münsterland im wunderschönen Burgsteinfurt oder?!?

Logisch!!!!!

Decision 20-3a/2

1 Woche her

Golf Rules

Wenn eine Erleichterung nicht reicht -

in unserem Video liegt der Ball auf einem Par 5 mit dem zweiten Schlag links des Grüns auf einem Weg. Eine risikoreiche Lage wenn es ums Birdie geht, der Spieler entscheidet sich daher, Erleichterung vom Weg nach R24-2 in Anspruch zu nehmen und sucht den nächsten Punkt der Erleichterung, nicht näher zum Loch, indem er einen Zirkel um das Loch schlägt und schaut an welchem Punkt er frei von Behinderung durch den Weg stehen und schwingen kann. Von diesem Punkt aus hat er eine Schlägerlänge Raum, um den Ball straffrei fallen zu lassen (R24-2 b I).

Jetzt behindert ihn immer noch ein kleiner Zaun, der in diesem Fall ein bewegliches Hemmnis darstellt. Hiervon kann er nach R24-1 a Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er das Hemmnis fortbewegt, sprich den Zaun einfach flach legt. Ein Chip, ein Put und das Birdie war gerettet, was vom Weg aus wahrscheinlich nicht so einfach gewesen wäre. Ihr seht, die Golfregeln helfen dem Spieler, der sie kennt.

Danke an Martin Hardtke!Hier haben wir einen Fall, dass ein Ball nach einem Schlag auf einem Weg liegt. Zusätzlich wird der Schlag durch einen kleinen beweglichen Zaun behindert. Ma...
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Video image

 

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Das Beispiel hilft, wenn ein Spieler hilflos ist kann er immer noch Die Wettspielleitung bemühen

2 Wochen her

Golf Rules

Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung ist die unbekannteste Stelle im Spiel. Sagt der DGV auf seiner Regelseite und führt richtigerweise aus, dass es nicht darum geht die Lage zu finden, an der der Ball nach der Erleichterung am Besten liegt, sondern den ersten Punkt zu finden, an dem man von dem Umstand, der den Spieler behindert nicht mehr betroffen ist und nicht näher zum Loch liegt. Das ist nicht immer ganz einfach.

Die heutige Spielsituation zeigt einen Ball, der auf dem Bild hinter dem Grün auf einem Weg zur Ruhe gekommen ist. Die Spielrichtung im Bild ist von unten nach oben. Die Fahne haben wir schwarz/weiß eingemalt, der Ball ist grün markiert.

Wo ist hier also der nächste Punkt der Erleichterung (nPR) zu finden?

Abhängig davon ob man links oder rechtsherum steht und schwingt auf den Endpunkten der roten Linie im dritten Bild. Und wie man sieht ist das in beiden Fällen keine Traumlage, daher wie immer der Rat: Vor dem Erleichterungsverfahren prüfen, wo der Ball dann liegt und erst dann entscheiden.
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Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung ist die unbekannteste Stelle im Spiel. Sagt der DGV auf seiner Regelseite und führt richtigerweise aus, dass es nicht darum geht die Lage zu finden, an der der Ball nach der Erleichterung am Besten liegt, sondern den ersten Punkt zu finden, an dem man von dem Umstand, der den Spieler behindert nicht mehr betroffen ist und nicht näher zum Loch liegt. Das ist nicht immer ganz einfach.

Die heutige Spielsituation zeigt einen Ball, der auf dem Bild hinter dem Grün auf einem Weg zur Ruhe gekommen ist. Die Spielrichtung im Bild ist von unten nach oben. Die Fahne haben wir schwarz/weiß eingemalt, der Ball ist grün markiert.

Wo ist hier also der nächste Punkt der Erleichterung (nPR) zu finden? 

Abhängig davon ob man links oder rechtsherum steht und schwingt auf den Endpunkten der roten Linie im dritten Bild. Und wie man sieht ist das in beiden Fällen keine Traumlage, daher wie immer der Rat: Vor dem Erleichterungsverfahren prüfen, wo der Ball dann liegt und erst dann entscheiden.Image attachmentImage attachment

 

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Kann man vom Massstab her schwer abschätzen, liegt in diesem Fall aber ziemlich sicher hinter den Bäumen. Wählen kann man nur, ob man Erleichterung nimmt. Den nächsten Punkt der Erleichterung kann man nicht wählen. Der wird fast immer eindeutig sein.

Ich kann den Ball also auf der gesamten roten Linie droppen?

An den äußeren Punkten, links oder rechts, denn alles andere sieht wie Weg bzw. Straße aus. Wäre auch meine Vorgehensweise gewesen. Die Frage, die sich dann noch stellt, ist wie gewissenhaft ein Spieler/eine Spielergruppe nach dem Punkt suchen wird (oder mit Blick auf die Uhr, suchen kann). Hier braucht man ja fast eine lange Schnur, um den Punkt zu finden.

Ist das die 9 in Verden? Wo sind die Gänse? 🙂

Viele wissen es schon, tun aber so als wissen sie es nicht, weil das dann eine schlechtere Lage ist.

Wonach bestimmt sich der Radius der Linie?

Um den Spieler zu "helfen" wäre es doch auch eine Option, den Bereich hinter dem Grün als "Aus" zu kennzeichnen. Dann erledigt sich die Suche nach dem NgPdE und das Spiel wird schneller. Aber das ist eine Entscheidung der Spielleitung bzw der Platzverantwortlichen...

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2 Wochen her

Golf Rules

„Darf ich mit diesem Driver noch spielen?“, wurden wir neulich gefragt.

Hier ist die Krone des Kopfes gebrochen und es ist fraglich, ob der Driver damit seine grundsätzliche Turnier-Zulassung verloren hat, da die Schlagfläche jetzt verformt ist. Von Sicherheitsbedenken einmal ganz abgesehen.

Regel R4-1a sagt uns: "Die Schläger des Spielers müssen dieser Regel sowie den Vorschriften, Beschreibungen und Auslegungen des Anhangs II entsprechen. "

Weiter ist in R4-1b zu finden:"b) Abnutzung und Abänderung
Für einen Schläger, der in neuem Zustand mit den Regeln in Einklang steht, gilt dies auch im Zustand der Abnutzung durch normalen Gebrauch."

Grundsätzlich ist also ersteinmal nichts gegen den abgenutzten Driver mit Riss in der Schlagfläche einzuwenden, auch Anhang II (insbesondere 4.a.I.) der Golfregeln steht dem nicht entgegen, da er sich auf Schläger im Neuzustand bezieht und die Abnutzung - soweit nicht absichtlich herbeigeführt - von R4-1b gedeckt ist.

Es ist also nicht schön, wie der Schläger aussieht, möglicherweise sogar gefährlich, die Nutzung aber entgegen meiner ersten Meinung beim Draufsehen, nicht verboten.
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„Darf ich mit diesem Driver noch spielen?“, wurden wir neulich gefragt.

Hier ist die Krone des Kopfes gebrochen und es ist fraglich, ob der Driver damit seine grundsätzliche Turnier-Zulassung verloren hat, da die Schlagfläche jetzt verformt ist. Von Sicherheitsbedenken einmal ganz abgesehen.

Regel R4-1a sagt uns: Die Schläger des Spielers müssen dieser Regel sowie den Vorschriften, Beschreibungen und Auslegungen des Anhangs II entsprechen. 

Weiter ist in R4-1b zu finden:b) Abnutzung und Abänderung 
Für einen Schläger, der in neuem Zustand mit den Regeln in Einklang steht, gilt dies auch im Zustand der Abnutzung durch normalen Gebrauch.

Grundsätzlich ist also ersteinmal nichts gegen den abgenutzten Driver mit Riss in der Schlagfläche einzuwenden, auch Anhang II (insbesondere 4.a.I.) der Golfregeln steht dem nicht entgegen, da er sich auf Schläger im Neuzustand bezieht und die Abnutzung - soweit nicht absichtlich herbeigeführt - von R4-1b gedeckt ist.

Es ist also nicht schön, wie der Schläger aussieht, möglicherweise sogar gefährlich, die Nutzung aber entgegen meiner ersten Meinung beim Draufsehen,  nicht verboten.

 

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Ich kann nicht erkennen, dass da irgend etwas an dem Kopf gebrochen ist. Sieht aus, als sei dort nur die Farbe ab. Wenn bei einem Driver der Kopf gerissen ist und die Gasfüllung entwichen ist, ist dieser definitiv hin.

„Schatz, mein Driver entspricht nicht mehr den Regeln. Ich brauche einen neuen!“ Netter Versuch 😂😂

wo der den ball mit dem driver auf der schlagfläche überall getroffen hat 😀😀😉 unglaublich! die streuung der bälle muss ja 180 grad betragen. dann ist es schon egal ob der driver zugelassen war oder nicht 😀

Oh mein Driver! 🤔😢 - abgesehn davon wuerd ich das anders interpretieren: Wenns den Schlaeger zerlegt dann ist das kein normaler Gebrauch mehr.

2 Wochen her

Golf Rules

Heute einmal zum Thema: Was kann ich tun, wenn ich an einem unbeweglichen Hemmnis liege und durch dieses im Schwung oder Stand behindert werde. Viel Spaß mit dem Video:Hier kommt der Ball an einem Zaun zu liegen, der keine Ausgrenze ist. Der Schwung des Spielers ist durch den Zaun beeinträchtigt, daher möchte er wissen, wie... ... MehrWeniger

Video image

 

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Tolles Video und danke dafür! Vielleicht noch der Hinweis, dass von einem Zaun der gleichzeitig als Ausgrenze dient, keine straflose Erleichterung nach Regel 24-2 in Anspruch genommen werden darf. Der Ball muss entweder gespielt werden wie er liegt oder mit Strafschlag unspielbar erklärt werden.

Ein Zaun, der nicht gleichzeitig Ausgrenze ist, ist eher ungewöhnlich. Was aber häufig ist, sind mit Spanndrähten gestützte Büsche. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen bzw. die Platzregeln zu lesen, wo nicht nur die Drähte sondern der ganze Busch als unbewegliches Hemmnis definiert ist.

2 Wochen her

Golf Rules

Zugegeben, der heutige Fall kommt in unseren Gefilden nicht wirklich häufig vor, mit so einem Bild kamen wir aber nicht an der heutigen

Decision des Tages

vorbei:

Decision D16-1a/15
"Pilz wächst auf der Puttlinie"

Frage:
Auf der Puttlinie eines Spielers wächst ein Pilz. Darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen?

Antwort:
Der Spieler darf sein Spiel unterbrechen und die Spielleitung bitten, den Pilz zu beseitigen. Die Spielleitung sollte dem Ersuchen stattgeben.

Sind solche außergewöhnlichen Verhältnisse ein immer wieder auftretendes Problem auf einem Platz, so sollte die Spielleitung eine Platzregel erlassen, nach der Pilze auf dem Grün als Boden in Ausbesserung behandelt werden dürfen.

Wir hätten da einen alternativen Formulierungsvorschlag:

D16-1a/15.1
"Pils steht auf der Puttlinie"

Frage:
Auf der Puttlinie eines Spielers steht ein Pils. Darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen?

Antwort:
Der Spieler darf sein Spiel unterbrechen und die Spielleitung bitten, das Pils zu beseitigen. Die Spielleitung sollte dem Ersuchen stattgeben.

Sind solche außergewöhnlichen Verhältnisse ein immer wieder auftretendes Problem auf einem Platz, so sollte die Spielleitung eine Platzregel erlassen, nach der ein Pils auf dem Grün als bewegliches Hemmnis behandelt werden darf.

In diesem Sinne: Prost!
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Zugegeben, der heutige Fall kommt in unseren Gefilden nicht wirklich häufig vor, mit so einem Bild kamen wir aber nicht an der heutigen 

Decision des Tages

vorbei:

Decision D16-1a/15
Pilz wächst auf der Puttlinie

Frage:
Auf der Puttlinie eines Spielers wächst ein Pilz. Darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen?

Antwort:
Der Spieler darf sein Spiel unterbrechen und die Spielleitung bitten, den Pilz zu beseitigen. Die Spielleitung sollte dem Ersuchen stattgeben. 

Sind solche außergewöhnlichen Verhältnisse ein immer wieder auftretendes Problem auf einem Platz, so sollte die Spielleitung eine Platzregel erlassen, nach der Pilze auf dem Grün als Boden in Ausbesserung behandelt werden dürfen.

Wir hätten da einen alternativen Formulierungsvorschlag:

D16-1a/15.1
Pils steht auf der Puttlinie

Frage:
Auf der Puttlinie eines Spielers steht ein Pils. Darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen?

Antwort:
Der Spieler darf sein Spiel unterbrechen und die Spielleitung bitten, das Pils zu beseitigen. Die Spielleitung sollte dem Ersuchen stattgeben. 

Sind solche außergewöhnlichen Verhältnisse ein immer wieder auftretendes Problem auf einem Platz, so sollte die Spielleitung eine Platzregel erlassen, nach der ein Pils auf dem Grün als bewegliches Hemmnis behandelt werden darf.

In diesem Sinne: Prost!Image attachment

 

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Oh, wenn ich letzte Woche gewusst hätte, dass ihr diese Woche ein Foto mit einem Pils auf dem Grün brauchen könntet, hätte ich den Wiesenchampignon fotografiert, der bei uns auf Loch 17 prangte 😄

Dachte bei dem Foto zuerst, es ginge um ein unerlaubtes Hilfsmittel zur Neigungsmessung. Als solche gelten z. B. am Grün abgestellte Trinkflaschen.

Senjorennachmittag....😂😂😂

Yannica La Toledana

😅

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2 Wochen her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Der eingebettete Ball führt uns in dem heutigen Beitrag von "Golf-Rules am Sonntag" auch wieder zu einer lokalen Regelung, welche in vielen Wettspielbestimmungen auf der ganzen Welt (von den Profi-, Top-Amateur-Turnieren bis hin auf die Club-Ebene) schon jetzt das Erleichterungsverfahren auf das ganze Gelände ausgeweitet.

Nach R25-2 gilt das Erleichterungsverfahren aktuell und ohne zusätzliche Platzregel nur für einen eingebetteten Ball auf KURZGEMÄHTER Fläche im Gelände. Der Ball ist dann MÖGLICHST NAHE an der Stelle des eingebetteten Balls / nicht näher zum Loch fallen zulassen.

Zukünftig gilt das Erleichterungsverfahren für den Bereich der gesamten „General Area“ (ausgenommen Abschlag, Grün, Bunker und Penalty Areas) - also vergleichbar zum jetzigen "Gelände". Ein Ball ist dann innerhalb einer Schlägerlänge (aber nicht näher zum Loch) hinter dem Punkt des eingebetteten Balls fallen zu lassen.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Der eingebettete Ball führt uns in dem heutigen Beitrag von Golf-Rules am Sonntag auch wieder zu einer lokalen Regelung, welche in vielen Wettspielbestimmungen auf der ganzen Welt (von den Profi-, Top-Amateur-Turnieren bis hin auf die Club-Ebene) schon jetzt das Erleichterungsverfahren auf das ganze Gelände ausgeweitet.

Nach R25-2 gilt das Erleichterungsverfahren aktuell und ohne zusätzliche Platzregel nur für einen eingebetteten Ball auf KURZGEMÄHTER Fläche im Gelände. Der Ball ist dann MÖGLICHST NAHE an der Stelle des eingebetteten Balls / nicht näher zum Loch fallen zulassen.

Zukünftig gilt das Erleichterungsverfahren für den Bereich der gesamten „General Area“ (ausgenommen Abschlag, Grün, Bunker und Penalty Areas) - also vergleichbar zum jetzigen Gelände. Ein Ball ist dann innerhalb einer Schlägerlänge (aber nicht näher zum Loch) hinter dem Punkt des eingebetteten Balls fallen zu lassen.

#RulesOfGolf2019

2 Wochen her

Golf Rules

Ergänzend zu dem gestrigen Beitrag "der Ball liegt auf einem falschen Grün" anbei noch das regelkonforme Verfahren. Dabei ist zu beachten, dass bei dieser Regel nur die Balllage - nicht der Stand - für das Anwenden von R25-3 ausschlaggebend ist.

Liegt der Ball eines Spielers auf einem falschen Grün, darf er den Ball nicht spielen, wie er liegt. Er muss straflos folgendermaßen Erleichterung in Anspruch nehmen:

Der Spieler muss den Ball aufnehmen und ihn innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung und nicht näher zum Loch als dieser Punkt fallen lassen. Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung darf sich nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün befinden. Beim Fallenlassen innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung muss der Ball zuerst auf einem Teil des Platzes an einer Stelle auftreffen, die die Behinderung durch das falsche Grün ausschließt und sich nicht in einem Hindernis und nicht auf einem Grün befindet. Der nach dieser Regel aufgenommene Ball darf gereinigt werden. (tk)
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Ergänzend zu dem gestrigen Beitrag der Ball liegt auf einem falschen Grün anbei noch das regelkonforme Verfahren. Dabei ist zu beachten, dass bei dieser Regel nur die Balllage - nicht der Stand - für das Anwenden von R25-3 ausschlaggebend ist. 

Liegt der Ball eines Spielers auf einem falschen Grün, darf er den Ball nicht spielen, wie er liegt. Er muss straflos folgendermaßen Erleichterung in Anspruch nehmen: 

Der Spieler muss den Ball aufnehmen und ihn innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung und nicht näher zum Loch als dieser Punkt fallen lassen. Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung darf sich nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün befinden. Beim Fallenlassen innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung muss der Ball zuerst auf einem Teil des Platzes an einer Stelle auftreffen, die die Behinderung durch das falsche Grün ausschließt und sich nicht in einem Hindernis und nicht auf einem Grün befindet. Der nach dieser Regel aufgenommene Ball darf gereinigt werden. (tk)

 

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Find ich klasse das ihr das Thema aufnehmt, ich habe erst kürzlich ja so einen Fall erlebt, als eine HCP 19 SPIELERIN und Mannschaftspielerin der Meinung war man muss den Ball vom Grün spielen, ich habe ja auch unter einem Artikel gepostet. Ehrlich gesagt war ich allerdings der Meinung, dass einem der "gesunde" Menschenverstand schon sagt, dass man nicht vom Grün schlägt... 😉

Ist mir beim vor letztem Turnier zweimal passiert.Gedropt und weiter gings.

2 Wochen her

Golf Rules

Weil wir neulich mal gefragt wurden, was ist denn ein "Falsches Grün"? Die Erklärung der Begriffe findet man in den Definitionen der Golfregeln:

Ein „falsches Grün“ ist jedes andere Grün als das des zu spielenden Lochs. Sofern von der Spielleitung nicht anders vorgeschrieben, schließt dieser Begriff ein Übungs- oder Annäherungsgrün auf dem Platz ein.

Das Verfahren, um das Spiel regelkonform fortzusetzen, wenn ein Ball auf dem "falschen" Grün zur Ruhe gekommen ist, findet man in R25-3... (tk)
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Weil wir neulich mal gefragt wurden, was ist denn ein Falsches Grün? Die Erklärung der Begriffe findet man in den Definitionen der Golfregeln:
  
Ein „falsches Grün“ ist jedes andere Grün als das des zu spielenden Lochs. Sofern von der Spielleitung nicht anders vorgeschrieben, schließt dieser Begriff ein Übungs- oder Annäherungsgrün auf dem Platz ein. 

Das Verfahren, um das Spiel regelkonform fortzusetzen, wenn ein Ball auf dem falschen Grün zur Ruhe gekommen ist, findet man in R25-3... (tk)

 

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Das Loch kenne ich 👌

2 Wochen her

Golf Rules

Gregory, Refereekollege aus dem Norden schilderte uns neulich folgenden Fall:

"Hier ist ein (wahrer) Fall für euch bei Zählspiel nach Stableford. An einem Par 3 verliert einen Spieler seinen Abschlag und muss, weil er keinen provisorischen Ball gespielt hat, zurück zum Abschlag mit seinem Holz 5. Sein 3. Schlag toppt er und braucht jetzt einen Eisen 9. Da seine Schläger hinter dem Grün sind, leiht er sich für den Schlag einen Eisen 9 von einem Mitbewerber aus. Er spielt aufs Grün und locht mit dem 3. Putt ein. An dem Loch bekommt er allerdings nur einen Schlag, d.h. Strich. Hinterher (bevor er seine Scorekarte unterschreibt) geht er zur Spielleitung und meldet den Sachverhalt. Wie entscheidet die Spielleitung?"

Der Spieler darf nach R4-4 zwar beliebig viele Schläger auf der festgesetzten Runde hinzufügen solange die Gesamtzahl von 14 Schlägern nicht überschritten wird, allerdings keinen Schläger hinzufügen oder ausleihen, den irgendwer, der auf dem Platz spielt, zum Spielen ausgewählt hat. Damit verstieße er gegen R4-4, was zwei Strafschläge zur Folge hat.

Hier hat er aber auch noch das Loch gestrichen, sodass ihm die zwei Strafschläge an dem Loch doch herzlich egal sein könnten, oder? Weit gefehlt: R32-1b, Anmerkung 1 stellt klar, dass das im Stablefordzählspiel nicht folgenlos bleibt:

"Anmerkung 1: Verstößt ein Bewerber gegen eine Regel, für die es eine höchstzulässige Strafe für die Runde gibt, so muss er den Sachverhalt der Spielleitung melden, bevor er seine Zählkarte einreicht. Versäumt er dies, ist er disqualifiziert. Die Spielleitung wird von der erzielten Gesamtpunktzahl dieser Runde zwei Punkte für jedes Loch abziehen, an dem ein Verstoß erfolgte, höchstens jedoch vier Punkte pro Runde für jede Regel, gegen die verstoßen wurde."

Die zwei Strafschläge werden also nach der Runde von den Stablefordpunkten abgezogen. Falls der Spieler das Melden dieses Regelverstoßes unterlassen hätte, wäre er disqualifiziert.

Zusammengefasst also:

Die Spielleiting entscheidet: 2 Strafschläge nach Regel 4-4. Da Stableford, Abzug von 2 Punkten nach Regel 32-1b (Anmerkung 1) von der Gesamtpunktzahl der Runde.
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Gregory, Refereekollege aus dem Norden schilderte uns neulich folgenden Fall:

Hier ist ein (wahrer) Fall für euch bei Zählspiel nach Stableford. An einem Par 3 verliert einen Spieler seinen Abschlag und muss, weil er keinen provisorischen Ball gespielt hat, zurück zum Abschlag mit seinem Holz 5. Sein 3. Schlag toppt er und braucht jetzt einen Eisen 9. Da seine Schläger hinter dem Grün sind, leiht er sich für den Schlag einen Eisen 9 von einem Mitbewerber aus. Er spielt aufs Grün und locht mit dem 3. Putt ein. An dem Loch bekommt er allerdings nur einen Schlag, d.h. Strich. Hinterher (bevor er seine Scorekarte unterschreibt) geht er zur Spielleitung und meldet den Sachverhalt. Wie entscheidet die Spielleitung?

Der Spieler darf nach R4-4 zwar beliebig viele Schläger auf der festgesetzten Runde hinzufügen solange die Gesamtzahl von 14 Schlägern nicht überschritten wird, allerdings keinen Schläger hinzufügen oder ausleihen, den irgendwer, der auf dem Platz spielt, zum Spielen ausgewählt hat. Damit verstieße er gegen R4-4, was zwei Strafschläge zur Folge hat.

Hier hat er aber auch noch das Loch gestrichen, sodass ihm die zwei Strafschläge an dem Loch doch herzlich egal sein könnten, oder? Weit gefehlt: R32-1b, Anmerkung 1 stellt klar, dass das im Stablefordzählspiel nicht folgenlos bleibt:

Anmerkung 1: Verstößt ein Bewerber gegen eine Regel, für die es eine höchstzulässige Strafe für die Runde gibt, so muss er den Sachverhalt der Spielleitung melden, bevor er seine Zählkarte einreicht. Versäumt er dies, ist er disqualifiziert. Die Spielleitung wird von der erzielten Gesamtpunktzahl dieser Runde zwei Punkte für jedes Loch abziehen, an dem ein Verstoß erfolgte, höchstens jedoch vier Punkte pro Runde für jede Regel, gegen die verstoßen wurde.

Die zwei Strafschläge werden also nach der Runde von den Stablefordpunkten abgezogen. Falls der Spieler das Melden dieses Regelverstoßes unterlassen hätte, wäre er disqualifiziert.

Zusammengefasst also:

Die Spielleiting entscheidet: 2 Strafschläge nach Regel 4-4. Da Stableford, Abzug von 2 Punkten nach Regel 32-1b (Anmerkung 1) von der Gesamtpunktzahl der Runde.

 

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sehr interessant. hab ich nicht gewusst mit dem abzug von der gesamtpunktezahl. aber ich kenne keine club software die so etwas vorgesehen hat. das würde dann sehr kompliziert zu handhaben sein.

Ich bestätige, dass PC Caddie das im o.g. Fall konnte.

Hätte der Spieler den Schläger des Mitbewerbers z.B. für X € kurzzeitig abgekauft und bezahlt, wäre es dann seiner gewesen und hätte somit straflos damit spielen dürfen, oder??? Anschließend hätte er den Schläger wieder zurück verkauft. Müsste doch legal sein?🤔

This is the translation....." here is a true case for you at stroke to stableford. On A PAR 3 a player loses his haircut and must because he didn't play a provisional ball, back to tee with his wood 5. His 3. Slap tops he and now needs an iron 9. There his thugs behind To be green, he borrows an iron 9 from a competitor for the blow. He plays green and punched with the 3. Putt. However, he only gets one shot at the hole, i.e. After he signs his scorecard he goes to administration and reports the facts. How does the administration decide?" After R4- 4, the player may add as many thugs on the fixed round as long as the total number of 14 thugs is not exceeded, but not add or borrow a racket that anyone who plays in the place has chosen to play. He was against R4- 4, which resulted in two penalty blows. But here he also painted the hole so he couldn't give a damn about the two penalty blows at the hole, right? Far missing: R32- 1 B, NOTE 1 makes it clear that this is not without effect in the stableford stroke: ' NOTE 1: if an applicant is in breach of a rule for which there is a maximum penalty for the round, he shall report the facts of the case before submitting his notification. If he fails, he's disqualified. The Administration will deduct two points from the total score of this round for each hole in which an infringement took place, but not more than four points per round for each rule against which it was violated." So the two penalty blows are deducted after the round of the stableford points. If the player failed to report this the he would be disqualified. In Summary: The decides: 2 penalty blows according to rule 4-4. Da Stableford, deduction of 2 points according to rule 32-1 b (NOTE 1) of the total score of the round.

so its something to do with a dodgy haircut and some thugs

Was wäre wenn er nach dem Schlag mit dem Eisen 9 direkt gestrichen hätte und die Bahn nicht beendet hätte?das wäre ja auch ein Streicher (mit6 Schlägen) bei 5 wäre es ja noch 1 Punkt gewesen. Also quasi die Strafschläge direkt nach dem Verstoß hinzurechnen und nicht erst nach dem einlochen.

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3 Wochen her

Golf Rules

Eine Frage ergab sich neulich bei einem ProAm mit Shoot-Out:

"Durch Ready Golf könnte folgendes passieren.
2 Spieler Putten gleichzeitig.
Die Bälle treffen sich.
Beide 2 Strafschläge ?
Wie wird dann weitergespielt.
Und noch schlimmer wenn nach dem Treffmoment 1 Ball ins Loch geht?"

Also: Ready Golf heißt nicht, dass man gleichzeitig putten kann, sondern, dass zuerst puttet, wer zuerst dazu bereit ist, währen der Mitspieler sich noch vorbereitet. Sollte es aber doch einmal passieren:

R18-4 (Ball in Ruhe bewegt) und R19-4 (Ball in Bewegung abgelenkt) regeln das. In diesem Fall bewegen sich beide Bälle, daher R19-4, die auf R19-1 verweist. Der Schlag ist nach dem Treffer annulliert, der Ball muss zurückgelegt werden und dann wiederholt. Auch, wenn ein Ball im Loch landet.
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Eine Frage ergab sich neulich bei einem ProAm mit Shoot-Out:

Durch Ready Golf könnte folgendes passieren.
2 Spieler Putten gleichzeitig.
Die Bälle treffen sich.
Beide 2 Strafschläge ?
Wie wird dann weitergespielt.
Und noch schlimmer wenn nach dem Treffmoment 1 Ball ins Loch geht?

Also: Ready Golf heißt nicht, dass man gleichzeitig putten kann, sondern, dass zuerst puttet, wer zuerst dazu bereit ist, währen der Mitspieler sich noch vorbereitet. Sollte es aber doch einmal passieren:

R18-4 (Ball in Ruhe bewegt) und R19-4 (Ball in Bewegung abgelenkt) regeln das. In diesem Fall bewegen sich beide Bälle, daher R19-4, die auf R19-1 verweist. Der Schlag ist nach dem Treffer annulliert, der Ball muss zurückgelegt werden und dann wiederholt. Auch, wenn ein Ball im Loch landet.

3 Wochen her

Golf Rules

Das ausbessern von Beschädigungen auf dem Grün - auch hier wir immer wieder einmal diskutiert. Aber warum - eigentlich ist in R16-1a "Puttlinie berühren" ziemlich klar aufgeführt, wann die Puttlinie berührt werden darf:

(I) dass der Spieler lose hinderliche Naturstoffe fortbewegen darf, ohne dabei irgendetwas niederzudrücken;
(II) dass der Spieler beim Ansprechen des Balls den Schläger vor den Ball stellen darf, ohne dabei irgendetwas niederzudrücken;
(III) beim Nachmessen – Regel 18-6;
(IV) beim Aufnehmen oder Zurücklegen des Balls – Regel 16-1b;
(V) beim Eindrücken eines Ballmarkers;
(VI) beim Ausbessern von alten Lochpfropfen oder Einschlaglöchern von Bällen auf dem Grün – Regel 16-1c und(VII) beim Fortbewegen beweglicher Hemmnisse – Regel 24-1.

Eigentlich ganz einfach... (tk)
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Das ausbessern von Beschädigungen auf dem Grün - auch hier wir immer wieder einmal diskutiert. Aber warum - eigentlich ist in R16-1a Puttlinie berühren ziemlich klar aufgeführt, wann die Puttlinie berührt werden darf:

(I) dass der Spieler lose hinderliche Naturstoffe fortbewegen darf, ohne dabei irgendetwas niederzudrücken;
(II) dass der Spieler beim Ansprechen des Balls den Schläger vor den Ball stellen darf, ohne dabei irgendetwas niederzudrücken;
(III) beim Nachmessen – Regel 18-6; 
(IV) beim Aufnehmen oder Zurücklegen des Balls – Regel 16-1b;
(V) beim Eindrücken eines Ballmarkers;
(VI) beim Ausbessern von alten Lochpfropfen oder Einschlaglöchern von Bällen auf dem Grün – Regel 16-1c und(VII) beim Fortbewegen beweglicher Hemmnisse – Regel 24-1.

Eigentlich ganz einfach... (tk)

 

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Kurze Frage: Wenn sich mein Ball auf dem Grün einbohrt, hebe ich ihn dann aus der Kuhle auf, bessere die Kuhle mit meiner Pitchgabel aus und lege den Ball genau auf dieselbe Stelle zurück? Muss ich einen Markierer irgendwie einsetzen?

Stimmt eigentlich ganz einfach, aber eigentlich ist eben so ein Wort... In Zeiten in denen ein Hcp 10 und Mannschaftspieler bei einem Hoch-Mittel-Tief Turnier einem Anfänger allen ernstes erzählt, dass er seinem Ball, der irrtümlich auf einem falschen Grün gelandet ist, von dort gespielt werden muss und ein eventuell entstandenes Divot wieder eingesetzt werden muss, wundert mich ehrlich gesagt nichts mehr und denke ich das "eigentlich einfach, eigentlich doch sehr schwer ist"! 😉

3 Wochen her

Golf Rules

Vor ein paar Tagen kam bei WLG die Frage auf, was eigentlich zu tun ist, wenn die Mitspieler in einem Turnier (zB wegen starken Regens) das Turnier abbrechen und nach Hause fahren und man als Spieler auf einmal alleine ohne Zähler da steht.

Also, vorausgesetzt, das Turnier ist nicht durch die Spielleitung unter- oder abgebrochen, heißt das für die Mitspieler zunächst, dass im reinen Zählspiel die Disqualifikation nach R3-2 folgt. Im Zählspiel nach Stableford besteht noch die Möglichkeit ein sogenanntes "No Return" daraus zu machen, da die nicht gespielten Löcher ja auch vom Spieler gestrichen werden können. Abhängig vom Grund des Aufgebens und der Frage ob ein Score für die Runde rekonstruiert werden kann, kann das ganze vorgabewirksam oder nicht vorgabewirksam erfolgen, wobei vorgabewirksam schon aus Gründen der Vorgabenfortschreibung vorzuziehen ist.

Das waren die Mitspieler, doch was macht der zurückgelassene Spieler um seine Runde vollenden zu können?

Zunächst sollte er sich den Score, den er bis dahin erspielt hat von seinen Mitspielern bestätigen lassen. Dann sollte er versuchen die Spielleitung zu erreichen. Im Verbandswettspiel leichter, im Clubwettspiel sicher um einiges schwerer, da sie oft selbst mitspielt. Zumindest könnte er aber jemanden im Clubsekretariat erreichen.

Dann kommt es ein wenig darauf an, was tatsächlich möglich ist.

Kann er die vorherige Spielgruppe sehen und auf sich aufmerksam machen, kann er sich dieser anschließen (auch wenn es dann 5 Spieler sind, keine Golfregel beschränkt die Gruppengröße, es wird dann nur etwas langsamer...) oder mit diesen zwei neue Gruppen bilden. Er kann auch auf eine eventuell folgende Gruppe warten, ohne dass er dadurch gegen R6-7 (unangemessene Verzögerung; langsames Spiel) verstößt; das ist der wahrscheinlich leichteste Weg wieder Zähler zu bekommen.

Sollte die Spielleitung das nicht sowieso vorgeschlagen haben ist das spätestens vor Abgabe der Scorekarten mit der Spielleitung zu klären, damit diese ein Entscheidung nach R6-3b treffen und die Umgruppierung genehmigen kann - andernfalls droht auch dem Spieler die Disqualifikation.

Alternativ könnte von der Spielleitung oder aus dem Sekretariat ein Zähler losgeschickt werden, der den Spieler den Rest der Runde begleitet. Sollte keine Gruppe in Sicht sein und weder Spielleitung noch sonst jemand der helfen könnte erreichbar sein sollte der Spieler seine Runde selbständig unterbrechen dürfen um sich um einen Zählerersatz zu bemühen, solange dies nicht zu einer darüber hinausgehenden unangemessenen Verzögerung führt.
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Vor ein paar Tagen kam bei WLG die Frage auf, was eigentlich zu tun ist, wenn die Mitspieler in einem Turnier (zB wegen starken Regens) das Turnier abbrechen und nach Hause fahren und man als Spieler auf einmal alleine ohne Zähler da steht.

Also, vorausgesetzt, das Turnier ist nicht durch die Spielleitung unter- oder abgebrochen, heißt das für die Mitspieler zunächst, dass im reinen Zählspiel die Disqualifikation nach R3-2 folgt. Im Zählspiel nach Stableford besteht noch die Möglichkeit ein sogenanntes No Return daraus zu machen, da die nicht gespielten Löcher ja auch vom Spieler gestrichen werden können. Abhängig vom Grund des Aufgebens und der Frage ob ein Score für die Runde rekonstruiert werden kann, kann das ganze vorgabewirksam oder nicht vorgabewirksam erfolgen, wobei vorgabewirksam schon aus Gründen der Vorgabenfortschreibung vorzuziehen ist. 

Das waren die Mitspieler, doch was macht der zurückgelassene Spieler um seine Runde vollenden zu können?

Zunächst sollte er sich den Score, den er bis dahin erspielt hat von seinen Mitspielern bestätigen lassen. Dann sollte er versuchen die Spielleitung zu erreichen. Im Verbandswettspiel leichter, im Clubwettspiel sicher um einiges schwerer, da sie oft selbst mitspielt. Zumindest könnte er aber jemanden im Clubsekretariat erreichen. 

Dann kommt es ein wenig darauf an, was tatsächlich möglich ist.

Kann er die vorherige Spielgruppe sehen und auf sich aufmerksam machen, kann er sich dieser anschließen (auch wenn es dann 5 Spieler sind, keine Golfregel beschränkt die Gruppengröße, es wird dann nur etwas langsamer...) oder mit diesen zwei neue Gruppen bilden. Er kann auch auf eine eventuell folgende Gruppe warten, ohne dass er dadurch gegen R6-7 (unangemessene Verzögerung; langsames Spiel) verstößt; das ist der wahrscheinlich leichteste Weg wieder Zähler zu bekommen. 

Sollte die Spielleitung das nicht sowieso vorgeschlagen haben ist das spätestens vor Abgabe der Scorekarten mit der Spielleitung zu klären, damit diese ein Entscheidung nach R6-3b treffen und die Umgruppierung genehmigen kann - andernfalls droht auch dem Spieler die Disqualifikation. 

Alternativ könnte von der Spielleitung oder aus dem Sekretariat ein Zähler losgeschickt werden, der den Spieler den Rest der Runde begleitet. Sollte keine Gruppe in Sicht sein und weder Spielleitung noch sonst jemand der helfen könnte erreichbar sein sollte der Spieler seine Runde selbständig unterbrechen dürfen um sich um einen Zählerersatz zu bemühen, solange dies nicht zu einer darüber hinausgehenden unangemessenen Verzögerung führt.

 

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Theoretisch dürfte ich mir also - wenn alle andere versuche versagt haben - irgendwen suchen, der mich zählen kann? Gibt es da Beschränkungen in so einem Ausnahmefall? Nehmen wir mal an, mir läuft einer der Pro-Azubis über den Weg, ein Nicht-Golfender Bekannter oder ein Pro - dürfen diese als Zähler hinzugezogen werden oder wie sind da die Regeln? 🙂

???😀

Aber schon extrem unsportlich einfach so aufzugeben

Vielen Dank für die Erarbeitung der Lösung, ich war der betroffene Spieler! Die 3 Typen haben sich bis heute nicht einmal entschuldigt. Dafür kennt aber jeder im Club jetzt die Geschichte und die haben einen Ruf weg!

3 Wochen her

Golf Rules

In den letzten Tagen tauchte in der "Wir lieben Golf"-Gruppe die Frage auf, wie man mit Leuten umgeht, die auf der Runde meinen, den Golflehrer mimen zu müssen und ständig ungefragt Belehrung erteilen.

Thomas hat hier - neben einigen anderen - eine schönen Ansatz gefunden und gesagt, man möge den "Lehrer" fragen ob er sich auch mit den Golfregeln so gut auskenne und wie er Regel R8-1 sehen würde.

Tatsächlich ist R8-1 der Grund, warum ich, Torben, mich eingehender mit den Golfregeln beschäftigt habe:

In einem meiner ersten Matchplays wurde ich von einem Mitspieler (nennen wir ihn Wingman meines Gegners) nach einem guten Schlag vom Abschlag gefragt, welchen Schläger ich benutzt habe nachdem ich als erster abgeschlagen habe. Meine Antwort war naiv und desaströs zu gleich, kostete sie mich doch das Loch und in der Folge trotz Führung auch das Match, da ich mich darüber so sehr geärgert habe, dass ich keine Ball mehr traf. Hätte ich die Regeln gekannt, hätte ich gewusst:

"R8-1 - Belehrung

Während einer festgesetzten Runde darf ein Spieler

(a) niemandem im Wettspiel, der auf dem Platz spielt, ausgenommen seinem Partner, Belehrung erteilen oder

(b) nicht von irgendjemand anderem außer seinem Partner oder einem ihrer Caddies Belehrung erbitten."

Ein Verstoß "kostet" 2 Strafschläge im Zählspiel und Lochverlust (sic!) im Lochspiel. Die Frage danach zwar auch, aber es war ja nicht mein Gegner, der fragte, sondern ein Mitspieler, der mit dem Lochspiel nichts zu tun hatte...

Heute bin ich klüger und als Folge gibt es GolfRules!. Von daher...
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In den letzten Tagen tauchte in der Wir lieben Golf-Gruppe die Frage auf, wie man mit Leuten umgeht, die auf der Runde meinen, den Golflehrer mimen zu müssen und ständig ungefragt Belehrung erteilen.

Thomas hat hier - neben einigen anderen - eine schönen Ansatz gefunden und gesagt, man möge den Lehrer fragen ob er sich auch mit den Golfregeln so gut auskenne und wie er Regel R8-1 sehen würde. 

Tatsächlich ist R8-1 der Grund, warum ich, Torben, mich eingehender mit den Golfregeln beschäftigt habe:

In einem meiner ersten Matchplays wurde ich von einem Mitspieler (nennen wir ihn Wingman meines Gegners) nach einem guten Schlag vom Abschlag gefragt, welchen Schläger ich benutzt habe nachdem ich als erster abgeschlagen habe. Meine Antwort war naiv und desaströs zu gleich, kostete sie mich doch das Loch und in der Folge trotz Führung auch das Match, da ich mich darüber so sehr geärgert habe, dass ich keine Ball mehr traf. Hätte ich die Regeln gekannt, hätte ich gewusst:

R8-1 - Belehrung

Während einer festgesetzten Runde darf ein Spieler 

(a) niemandem im Wettspiel, der auf dem Platz spielt, ausgenommen seinem Partner, Belehrung erteilen oder 

(b) nicht von irgendjemand anderem außer seinem Partner oder einem ihrer Caddies Belehrung erbitten.

Ein Verstoß kostet 2 Strafschläge im Zählspiel und Lochverlust (sic!) im Lochspiel. Die Frage danach zwar auch, aber es war ja nicht mein Gegner, der fragte, sondern ein Mitspieler, der mit dem Lochspiel nichts zu tun hatte...

Heute bin ich klüger und als Folge gibt es GolfRules!. Von daher...

 

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Mit welchen Tricks sich manche Vorteile ergattern - nur, um ein 'Spiel' zu gewinnen.

Bedeutet das auch, dass wenn ich bei einer Regel z.B. korrekt dropen am Wasser Hindernis unsicher bin, ich niemanden im Flight fragen darf?

Das ist eine Regel und vor allem deren Auslegung, die ich für reformbedürftig halte. Die simple Auskunft über den Schläger erfüllt doch nicht einmal ansatzweise den Tatbestand der Belehrung, solange nicht noch zusätzliche Infos dazukommen (voller Schwung, halber Schwung) oder Aussagen über die gewöhnlich gespielte Länge mit diesem Schläger. Durch Hinschauen am Tee ist der gewählte Schläger identifizierbar - da musste die Antwort auf die Frage, wie weit es noch zum Grün ist, ja auch unter Belehrung fallen.

Du hast ein Loch verloren weil dich jemand gefragt hat mit welchem Schläger du abgeschlagen hast?! Man kann es aber auch übertreiben. Wenn ein Mitspieler nett / normal fragt gebe ich ihm eine normale Antwort und gut is!

Das heißt dann auch: An einem Par 3 „lasert“ ein Spieler die Entfernung zur Fahne. Dann darf er seinen Mitspielern das Ergebnis nicht nennen ohne sich Strafschläge einzufangen, sondern alle „müssen“ selbst „lasern“?!

Man kann auch alles übertreiben ... ich sehe keinen Vorteil darin meinen Gegner zu fragen welches Eisen er benutzt hat weil ich vielleicht eine ganz andere Länge mit zb Eisen 7 habe als er. Manche Regeln sind für mich persönlich völlig übertrieben und unnötig.

Lars Jüncke Nicht du hast das Loch verloren sondern derjenige der gefragt hat. Das ist genauso verboten wie Belehrung zu geben. Egal ob gefragte oder ungefragte Belehrung. Im Zähler 2 Strafschläge. Marco Foot Auskunft über Entfernungen und Platzzustand (zB in 100m um die Kurve ust ein Wasser, pass auf. oder der Baum oder das Grün sind 132m entfernt) ist keine Belehrung und gestattet. Ebenso sind Auskünfte über Regeln und richtige Regelanwendung natürlich erwünscht und gestattet, Klas Nonexistenz.

Früher,..... beim einem Tennimatch in der Verbandsliga, hat mich mein Gegner in der Pause gefragt in welcher doppelaufstellung wir letzte Woche gespielt haben. Prompt nachgedacht und die nächsten 3 Spiele verloren. Ups.... so lenkt man ab.😂😂😂😂

Golf Rules Da es hier viele Unsicherheiten gibt nach dem Thema: Vielleicht noch das: Der "Partner" ist nicht die eigene Frau oder der Lebensgefährte der auch im selben Flight spielt, sondern im Viererspiel oder im Scramble der oder die Partner im selben Team. Gerade die eigene Frau wird ja oft laufend belehrt was Schwungtechnik und Wahl des Schlägers betrifft während einer Runde. Das sollte niemand tun, denn jede Belehrung - egal ob gefragt oder ungefragt gegeben - sind 2 Strafschläge für den "Lehrer", es sei denn er ist kein Spieler sondern der Caddy seiner Frau. Belehrungen zur Schlägerwahl oder zur Schwungausführung sind auch vom Flight zum anderen Flight hin natürlich ein Regelbruch und kosten dem "Lehrer" 2 Strafschläge.

Horst-Ulrich Richter "Tricks" sind endlos bei Meisterschaftsspielen. Oftmals verstossen sie gegen den Spirit of the Game. Z.B. wenn man vor dem Tee mit Absicht die Bags im Vierer so platziert damit sich Unerfahrene genau hinter dem Abschlag in die Spiellinie stellen "müssen" weil es sonst keinen Platz für sie gibt. Jeder der hinter der Spiellinie steht hat das Loch verloren. Oder man chippt genau dann aufs Grün ganz rasch wenn man sieht der Gegner passt nicht auf und markiert noch schnell seinen Ball am Grün während meiner in Bewegung ist. Dann hat der Gegner das Loch verloren. Das Schlimmste das schon passiert ist (geht auch nur bei unerfahrenen Golfern). Beim Vergleichen im Zählspiel sagt der Gegner z.B. eine vier an die ich tatsächlich gespielt habe, er hat aber eine 3 hingeschrieben. Ich vertraue ihm und unterschreibe ohne mir die Scorekarte nochmals genau anzusehen. Sie wird abgegeben und der selbe Gegner protestiert dass ich einen falschen Score habe und ich wäre disqualifiziert. Wer erfahren ist fällt auf so schmutzige Tricks aber nicht mehr rein.

...genau. Dieser Männer. Diese Männer die keinen Ball treffen, weil sie ständig ihre Frau belehren und sagen müssen, was sie alles falsch gemacht haben bei ihrem Spiel. Diese Männer, die selber dann keinen Ball treffen, weil sie sich auf das Spiel der Frau konzentrieren. Auch im Turnier. Diesen Männern werde ich zukünftig Punkte aufbrummen damit sie mal die Klappe halten.

Wenn ich solche Menschen im Flight hätte würde ich abbrechen! Was ein Kindergarten...es ist unser Hobby und wir werden in diesem Leben mit Golf kein Geld mehr verdienen!ist ja schlimmer als im Tennis.

Es gibt schon seltsame Typen beim Golf. Aber nebenbei gibt mir zu Denken, dass Regelfragen in Deutschland einen Stellenwert haben, den ich mindestens seltsam finde. Sind wir ein Volk, dass sich nur dann sicher und zufrieden fühlt, wenn Regeln unser Leben umgeben? Damit ich nicht falsch verstanden werde - unsympathische Typen gibt es wohl überall, mit und ohne Regeln. Fühlen wir uns besser, wenn das Unrecht eines Mitspielers schriftlich vorliegt?

Man sollte nie vergessen, dass die Regeln incl. der decisions nicht dazu geschaffen sind, uns als Spieler, egal welcher Spielstärke, zu drangsalieren, sondern uns in besonderen Situationen Wege aufzuzeigen, wie wir unser Spiel fortsetzen können. Außerdem gelten diese Regeln für alle in gleichem Ausmaß. Damit wird gewährleistet, dass das Spiel für alle gleichermaßen bewertet werden kann. Von daher sehe ich Regeln als etwas Sinnvolles an, mögen sie noch so merkwürdig anmuten. Guter letzt gibt es ja noch den sog. „Regelball“, mit dem man sich jeder Besserwisserei entziehen kann. Dann darf die Spielleitung die Entscheidung treffen. Manche Zähler oder Mitspieler vergessen leider, dass jeder Spieler selbst für sein Spiel, Ergebnis und das korrekte Eintragen auf der Scorekarte verantwortlich ist.

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3 Wochen her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

In dieser Ausgabe von "Golf-Rules am Sonntag" steht die ehrliche Einschätzung des Spielers bzgl. einer angemessene Beurteilung bei der Standort-Bestimmung im Fokus. Schon jetzt ist mit der neu hinzugenommenen Decision D34-3/10 das "Angemessene Urteil" des Spielers bei der Bestimmung eines Standorts bei der Anwendung einer Regeln akzeptiert - Strafen für kleine Ungenauigkeiten oder nachträglichem Videobeweis gibt es nicht (mehr).

Diese Decision wird mit den neuen Golfregeln ins Regelwerk aufgenommen. Denn, wenn der Spieler einen solchen Umstand schätzt oder misst, so ist sein angemessenes Urteil zu akzeptieren, wenn der Spieler alles getan hat, was unter diesen Umständen vernünftigerweise erwartet werden kann, um eine schnelle und genaue Schätzung oder Messung vorzunehmen. Dieses gilt auch dann, wenn sich später durch andere Informationen (z.B. Videotechnologie) ein Fehler zeigt.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

In dieser Ausgabe von Golf-Rules am Sonntag steht die ehrliche Einschätzung des Spielers bzgl. einer angemessene Beurteilung bei der Standort-Bestimmung im Fokus. Schon jetzt ist mit der neu hinzugenommenen Decision D34-3/10 das Angemessene Urteil des Spielers bei der Bestimmung eines Standorts bei der Anwendung einer Regeln akzeptiert - Strafen für kleine Ungenauigkeiten oder nachträglichem Videobeweis gibt es nicht (mehr).

Diese Decision wird mit den neuen Golfregeln ins Regelwerk aufgenommen. Denn, wenn der Spieler einen solchen Umstand schätzt oder misst, so ist sein angemessenes Urteil zu akzeptieren, wenn der Spieler alles getan hat, was unter diesen Umständen vernünftigerweise erwartet werden kann, um eine schnelle und genaue Schätzung oder Messung vorzunehmen. Dieses gilt auch dann, wenn sich später durch andere Informationen (z.B. Videotechnologie) ein Fehler zeigt.

#RulesOfGolf2019

3 Wochen her

Golf Rules

Folgende Frage bekam ich neulich auf der Runde von meinem Mitspieler gestellt:

"Wenn der Spieler von Gelb abschlägt, darf er den Ball hier aufteen und die weiße Kugel vor seinem Schlag entfernen?"

Lassen wir hier die Sinnhaftigkeit der Ballposition einmal außer acht - mir persönlich wäre die Abschlagsmarkierung viel zu dicht am Ball:

Regel R11-2 stellt klar:

"Bevor ein Spieler mit irgendeinem Ball seinen ersten Schlag vom Abschlag des zu spielenden Lochs macht, gelten die Abschlagmarkierungen als befestigt. Bewegt der Spieler in einem derartigen Zusammenhang eine Abschlagmarkierung, bzw. duldet er, dass sie bewegt wird, um dadurch zu verhindern, dass sie seine Standposition, den Raum seines beabsichtigten Schwungs oder seine Spiellinie behindert, zieht er sich die Strafe für Verstoß gegen Regel 13-2 zu."

Mit "die Abschlagsmarkierungen" sind die Abschlagsmarkierungen des eigenen Abschlag gemeint - die weißen sind bewegliche Hemmnisse (vgl. Definition Abschlag "durch die Außenseiten von zwei Abschlagmarkierungen bezeichnet").

Die gelben Kugeln als eigene Markierung dürfen nicht entfernt werden, hier bleibt dann nur ein sehr präziser Schlag oder anderswo aufzuteen.
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Folgende Frage bekam ich neulich auf der Runde von meinem Mitspieler gestellt:

Wenn der Spieler von Gelb abschlägt, darf er den Ball hier aufteen und die weiße Kugel vor seinem Schlag entfernen?

Lassen wir hier die Sinnhaftigkeit der Ballposition einmal außer acht - mir persönlich wäre die Abschlagsmarkierung viel zu dicht am Ball:

Regel R11-2 stellt klar: 

Bevor ein Spieler mit irgendeinem Ball seinen ersten Schlag vom Abschlag des zu spielenden Lochs macht, gelten die Abschlagmarkierungen als befestigt. Bewegt der Spieler in einem derartigen Zusammenhang eine Abschlagmarkierung, bzw. duldet er, dass sie bewegt wird, um dadurch zu verhindern, dass sie seine Standposition, den Raum seines beabsichtigten Schwungs oder seine Spiellinie behindert, zieht er sich die Strafe für Verstoß gegen Regel 13-2 zu.

Mit die Abschlagsmarkierungen sind die Abschlagsmarkierungen des eigenen Abschlag gemeint - die weißen sind bewegliche Hemmnisse (vgl. Definition Abschlag durch die Außenseiten von zwei Abschlagmarkierungen bezeichnet).

Die gelben Kugeln als eigene Markierung dürfen nicht entfernt werden, hier bleibt dann nur ein sehr präziser Schlag oder anderswo aufzuteen.

 

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wie kommt man auf so eine Frage????

Das dachte ich mir auch

Manche nehmen es halt leider immer zu wichtig auf dem Golfplatz 🙂 In der Regel folgt auf so einen Blödsinn dann der Power-Slice (zur Strafe) 😈😁

Lehrer?!😂

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3 Wochen her

Golf Rules

Eine Frage erreichte uns an Pfingsten von Herb:

"Hallo zusammen.
Auf einem heutigen Turnier wollte ich einen Ball für unspielbar erklären weil er im hohen Raff so ungünstig lag, dass ich ihn vermutlich nicht hätte rausspielen können.
Darauf erklärte man mir dass dies nicht ginge.

Ich habe aber gelesen das nur der Spieler diese Entscheidung trifft und einen Strafschlag kassiert.
Ist diese Annahme falsch oder nur unter ganz klar geregelten Regelungen möglich?
Danke und ein schönes Pfingstwochenende"

Regel R28 ist dabei eigentlich ziemlich klar:

"Der Spieler darf seinen Ball überall auf dem Platz für unspielbar halten, ausgenommen, der Ball ist in einem Wasserhindernis. Ob sein Ball unspielbar ist, unterliegt einzig und allein der Entscheidung des Spielers."

Also, wenn Ihr im Wettspiel einmal mit jemanden zu tun habt, der euch erzählen will, ihr dürft spielrelevante Entscheidungen nicht selbst treffen: Fragt ihn, wo das steht. Und gebt ihm Euer Regelbüchlein zum Nachschlagen. Meist ist dann ganz schnell Ruhe...
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Eine Frage erreichte uns an Pfingsten von Herb:

Hallo zusammen.
Auf einem heutigen Turnier wollte ich einen Ball für unspielbar erklären weil er im hohen Raff so ungünstig lag, dass ich ihn vermutlich nicht hätte rausspielen können.
Darauf erklärte man mir dass dies nicht ginge.

Ich habe aber gelesen das nur der Spieler diese Entscheidung trifft und einen Strafschlag kassiert.
Ist diese Annahme falsch oder nur unter ganz klar geregelten Regelungen möglich? 
Danke und ein schönes Pfingstwochenende

Regel R28 ist dabei eigentlich ziemlich klar:

Der Spieler darf seinen Ball überall auf dem Platz für unspielbar halten, ausgenommen, der Ball ist in einem Wasserhindernis. Ob sein Ball unspielbar ist, unterliegt einzig und allein der Entscheidung des Spielers.

Also, wenn Ihr im Wettspiel einmal mit jemanden zu tun habt, der euch erzählen will, ihr dürft spielrelevante Entscheidungen nicht selbst treffen: Fragt ihn, wo das steht. Und gebt ihm Euer Regelbüchlein zum Nachschlagen. Meist ist dann ganz schnell Ruhe...

 

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Ich zücke während der Runde sicher nicht mein Regelbüchlein. Meine Standardantwort: "Klären wir das nach der Runde. Wetten wir um Bier (Kaltgetränk)?"

Meine Antwort für Regelpaepste :Kein Mensch ist unfehlbar, ich bin für meine Spiel verantwortlich, wir klären das mit der Wettspielleitung, hast Du Recht gebe ich einen aus, habe ich Recht gibst Du zwei Runden aus

Das mit dem unspielbar erklärten Ball wusste ich, nun meine Frage wenn es in einen großflächigen Rough stattfindet. Wo muss/darf ich droppen?

Ich hab tatsächlich eins dabei, aber noch nie auf der Runde aus den bag geholt...

Genau so isses. Und wg. der 5 Möglichkeiten bei Wasserhindernissen habe ich den ausgedruckten Text dabei. Da gibt es schon mal versuchte Diskussionen.

Das "Raff" schreibt man rough.

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3 Wochen her

Golf Rules

Es gibt Spielsituationen auf dem Platz, bei dem regelgerechtes Fallenlassen eines Balls zu einer Lage führt, die den Spieler unangemessen benachteiligt.

Für diese Situationen sieht R33-8 die Ermächtigung der Spielleitung vor, Platzregeln nach Anhang I der Golfregeln zu erlassen, die örtlich außergewöhnliche Umständen Rechnung tragen und die entstehenden Spielsituationen entschärft, in dem sie zB zusätzliche Wahlmöglichkeiten der Erleichterung bieten. Dabei dürfen Platzregeln grundsätzlich keine Golfregeln außer Kraft setzen. Beeinträchtigen jedoch örtlich außergewöhnliche Umstände reguläres Golfspielen in einem Ausmaß, dass von der Spielleitung die Abänderung von Regeln durch eine Platzregel als erforderlich erachtet wird, so muss für diese Platzregel die Zustimmung des R&A (über den nationalen Golfverband, hier der DGV) eingeholt werden.

Für die hier gezeigte Dropzone wäre folgende Musterplatzregel passend:

"Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in dem Wasserhindernis des Inselgrüns Loch 7 ist, darf der Spieler
(I) nach Regel 26-1 verfahren; oder
(II) als zusätzliche Wahlmöglichkeit einen Ball mit einem
Strafschlag in der Drop-Zone fallen lassen.

Anmerkung: Bei Benutzung einer Drop-Zone gelten folgende Vorschriften für das Fallenlassen und das erneute Fallenlas- sen des Balls:
a) Der Spieler muss nicht in der Drop-Zone stehen, wenn
er den Ball fallen lässt.
b) Der fallen gelassene Ball muss zuerst auf einem Teil des
Platzes innerhalb der Drop-Zone auftreffen.
c) Ist die Drop-Zone mit einer Linie gekennzeichnet, so
befindet sich die Linie innerhalb der Drop-Zone.
d) Der fallen gelassene Ball muss nicht innerhalb der Drop-
Zone zur Ruhe kommen.
e) Der fallen gelassene Ball muss erneut fallen gelassen
werden, wenn er rollt und in einer Lage zur Ruhe kommt
wie in Regel 20-2c(I-VI) beschrieben.
f) Der fallen gelassene Ball darf näher zum Loch rollen
als die Stelle, an der er zuerst auf einen Teil des Platzes auftraf, sofern er innerhalb zweier Schlägerlängen von dieser Stelle zur Ruhe kommt und nicht in einer Lage gemäß Absatz (e).
g) Unter Einhaltung der Vorschriften aus den Absätzen (e) und (f) darf der fallen gelassene Ball näher zum Loch rollen und zur Ruhe kommen als:
• seine ursprüngliche oder geschätzte Lage (siehe
Regel 20-2b);
• der nächstgelegene Punkt der Erleichterung oder
größtmöglicher Erleichterung (Regel 24-2, 25-1 oder 25-3); oder
• der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses oder seitlichen Wasserhindernisses gekreuzt hat (Regel 26-1).

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN PLATZREGEL: Lochspiel – Lochverlust; Zählspiel – Zwei Schläge

Euer Platz soll neu gesteckt und markiert werden und ihr wisst nicht so recht wie? Sprecht uns an, wir helfen gern!
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Es gibt Spielsituationen auf dem Platz, bei dem regelgerechtes Fallenlassen eines Balls zu einer Lage führt, die den Spieler unangemessen benachteiligt. 

Für diese Situationen sieht R33-8 die Ermächtigung der Spielleitung vor, Platzregeln nach Anhang I der Golfregeln zu erlassen, die örtlich außergewöhnliche Umständen Rechnung tragen und die entstehenden Spielsituationen entschärft, in dem sie zB zusätzliche Wahlmöglichkeiten der Erleichterung bieten. Dabei dürfen Platzregeln grundsätzlich keine Golfregeln außer Kraft setzen. Beeinträchtigen jedoch örtlich außergewöhnliche Umstände reguläres Golfspielen in einem Ausmaß, dass von der Spielleitung die Abänderung von Regeln durch eine Platzregel als erforderlich erachtet wird, so muss für diese Platzregel die Zustimmung des R&A (über den nationalen Golfverband, hier der DGV) eingeholt werden. 

Für die hier gezeigte Dropzone wäre folgende Musterplatzregel passend:

Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in dem Wasserhindernis des Inselgrüns Loch 7 ist, darf der Spieler
(I) nach Regel 26-1 verfahren; oder
(II) als zusätzliche Wahlmöglichkeit einen Ball mit einem
Strafschlag in der Drop-Zone fallen lassen.

Anmerkung: Bei Benutzung einer Drop-Zone gelten folgende Vorschriften für das Fallenlassen und das erneute Fallenlas- sen des Balls:
a) Der Spieler muss nicht in der Drop-Zone stehen, wenn
er den Ball fallen lässt.
b) Der fallen gelassene Ball muss zuerst auf einem Teil des
Platzes innerhalb der Drop-Zone auftreffen.
c) Ist die Drop-Zone mit einer Linie gekennzeichnet, so
befindet sich die Linie innerhalb der Drop-Zone.
d) Der fallen gelassene Ball muss nicht innerhalb der Drop-
Zone zur Ruhe kommen.
e) Der fallen gelassene Ball muss erneut fallen gelassen
werden, wenn er rollt und in einer Lage zur Ruhe kommt
wie in Regel 20-2c(I-VI) beschrieben.
f) Der fallen gelassene Ball darf näher zum Loch rollen
als die Stelle, an der er zuerst auf einen Teil des Platzes auftraf, sofern er innerhalb zweier Schlägerlängen von dieser Stelle zur Ruhe kommt und nicht in einer Lage gemäß Absatz (e).
g) Unter Einhaltung der Vorschriften aus den Absätzen (e) und (f) darf der fallen gelassene Ball näher zum Loch rollen und zur Ruhe kommen als:
• seine ursprüngliche oder geschätzte Lage (siehe
Regel 20-2b);
• der nächstgelegene Punkt der Erleichterung oder
größtmöglicher Erleichterung (Regel 24-2, 25-1 oder 25-3); oder
• der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses oder seitlichen Wasserhindernisses gekreuzt hat (Regel 26-1).

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN PLATZREGEL: Lochspiel – Lochverlust; Zählspiel – Zwei Schläge

Euer Platz soll neu gesteckt und markiert werden und ihr wisst nicht so recht wie? Sprecht uns an, wir helfen gern!

4 Wochen her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Heute mal wieder "Golf-Rules am Feiertag" mit einem Beitrag über das Verfahren zum Fallenlassen und dem Spielen eines Balls aus der „Relief Area“.

Aktuell wird in das Erleichterungsverfahren und dessen Anwendung in den Regeln R20-2a (Durch wen und wie), R20-2b (Wo fallen lassen) und R20-2c (Wann erneut fallen lassen) beschrieben. Zudem gibt es 9 Situationen in denen ein erneutes Fallenlassen bzw. das Fallenlassen und das anschließende Legen) beschrieben ist.

Es wird für den Spieler einfacher, wann ein Ball (wieder) fallenzulassen ist. Unter der neuen Regel muss der Spieler nur wissen, dass der Ball erneut fallen gelassen werden muss, wenn er außerhalb der "Relief Area" zur Ruhe kommt.

Das Verfahren vereinfacht sich wie folgt:
- Ball aus Kniehöhe fallenlassen
- Ball darf keinen Teil des Körpers oder der Ausrüstung des Spielers berühren, bevor er auf den Boden auftrifft
- Ball muss den Boden in der „Relief Area“ (Bezugspunkt / 1-2 Schlägerlängen) berühren und innerhalb dieser zur Ruhe kommen
Kommt der Ball dort nicht zur Ruhe, dann erneutes Fallenlassen; kommt er wieder nicht in der „Relief Area“ zur Ruhe, muss der Ball an der Stelle gelegt werden, an der er beim zweiten Fallenlassen den Boden berührt hat
- Wenn der platzierte Ball nach zwei Versuchen nicht an dieser Stelle zu liegen kommt, legt der Spieler den Ball auf den nächsten Punkt (nicht näher zum Loch), wo er zur Ruhe kommt.
- Kein erneutes Fallenlassen, wenn der Ball den Körper nach dem Berühren des Boden trifft

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Heute mal wieder Golf-Rules am Feiertag mit einem Beitrag über das Verfahren zum Fallenlassen und dem Spielen eines Balls aus der „Relief Area“. 

Aktuell wird in das Erleichterungsverfahren und dessen Anwendung in den Regeln R20-2a (Durch wen und wie), R20-2b (Wo fallen lassen) und R20-2c (Wann erneut fallen lassen) beschrieben. Zudem gibt es 9 Situationen in denen ein erneutes Fallenlassen bzw. das Fallenlassen und das anschließende Legen) beschrieben ist.

Es wird für den Spieler einfacher, wann ein Ball (wieder) fallenzulassen ist. Unter der neuen Regel muss der Spieler nur wissen, dass der Ball erneut fallen gelassen werden muss, wenn er außerhalb der Relief Area zur Ruhe kommt.

Das Verfahren vereinfacht sich wie folgt:
- Ball aus Kniehöhe fallenlassen
- Ball darf keinen Teil des Körpers oder der Ausrüstung des Spielers berühren, bevor er auf den Boden auftrifft
- Ball muss den Boden in der „Relief Area“ (Bezugspunkt / 1-2 Schlägerlängen) berühren und innerhalb dieser zur Ruhe kommen 
Kommt der Ball dort nicht zur Ruhe, dann erneutes Fallenlassen; kommt er wieder nicht in der „Relief Area“ zur Ruhe, muss der Ball an der Stelle gelegt werden, an der er beim zweiten Fallenlassen den Boden berührt hat
- Wenn der platzierte Ball nach zwei Versuchen nicht an dieser Stelle zu liegen kommt, legt der Spieler den Ball auf den nächsten Punkt (nicht näher zum Loch), wo er zur Ruhe kommt.
- Kein erneutes Fallenlassen, wenn der Ball den Körper nach dem Berühren des Boden trifft

#RulesOfGolf2019

4 Wochen her

Golf Rules

Der Ball liegt gerade noch spielbar neben dem Wasserhindernis, aber der Pfosten ist im Weg - was nun?

Solange die Pfosten nicht tatsächlich oder durch Platzregel als befestigt definiert sind, kommt hier Regel R24-1 ins Spiel, andernfalls R24-2. Hier im Video sind die Pfosten, die das seitliche Wasserhindernis markieren bewegliche Hemmnisse, die entfernt werden dürfen. Der Spieler nimmt dazu den Pfosten aus der Erde und legt ihn ab, wo er ihn beim Schlag nicht stört. Nach dem Schlag steckt er ihn an die selbe Stelle zurück, von der er entfernt wurde.

Einfach oder? Ihr habt Fragen zu Golfregeln oder Spielsituationen? Oder wollt einen Regelabend in Eurem Club haben?

Sprecht uns an unter: fragen@golf-rules.com
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Bewegliches Hemmnis

 

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Darf er dazu den Schläger benutzen um den roten Stick vom Boden aufzuheben? Denn er berührt damit ja den Boden im Wasserhindernis? Muss man fragen bei dem Regelwerk ...

4 Wochen her

Golf Rules

Und noch ein Nachtrag zum DGL-Spieltag am Wochenende - an dieser sehr interessante Spielbahn kam es leider manchmal dazu, dass ein Ball zu kurz geschlagen wurde und ins Wasserhindernis fiel. Nach R26-1 "Erleichterung für Ball im Wasserhindernis" nutzen einige SpielerInnen Variante a) nach Regel 27-1 unter Schlag und Distanzverlust verfahren, indem er einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielt, von der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde - andere hingegen entschieden sich für b) einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Wasserhindernis fallen lassen, wobei der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat, auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle, an der der Ball fallen gelassen wird, liegen muss.

Aufgrund des Gefälles kam bei der Umsetzung von Variante b) allerdings der Ball nach dem Fallenlassen nicht unmittelbar zur Ruhe sonder rollte u.U. näher zur Fahne. Es stellte sich dabei immer wieder einmal die Frage, wann denn ein ball erneut Fallenzulassen ist.

Hier hilft R20-2c "Fallenlassen und erneutes Fallenlassen / Wann erneut fallen lassen":

Ein fallen gelassener Ball muss straflos erneut fallen gelassen werden, wenn er
(I) in ein Hindernis hineinrollt und im Hindernis zur Ruhe kommt;
(II) aus einem Hindernis hinausrollt und außerhalb des Hindernisses zur Ruhe kommt;
(III) auf ein Grün rollt und auf dem Grün zur Ruhe kommt;
(IV) ins Aus rollt und im Aus zur Ruhe kommt;
(V) in eine Lage rollt und dort zur Ruhe kommt, wo Behinderung durch den Umstand gegeben ist, von dem nach Regel 24-2b (unbewegliches Hemmnis), Regel 25-1 (ungewöhnlich beschaffener Boden), Regel 25-3 (falsches Grün) oder nach einer Platzregel (Regel 33-8a) Erleichterung in Anspruch genommen wurde, oder in das Balleinschlagloch zurückrollt, aus dem er nach Regel 25-2 (eingebetteter Ball) aufgenommen wurde;
(VI) weiter als zwei Schlägerlängen von der Stelle wegrollt und zur Ruhe kommt, an der er zuerst auf einem Teil des Platzes auftraf oder
(VII) näher zum Loch rollt und zur Ruhe kommt als
(a) seine ursprüngliche oder geschätzte Lage (siehe Regel 20-2b), sofern dies nicht anderweitig nach den Regeln gestattet ist, oder
(b) der nächstgelegene Punkt der Erleichterung oder der größten erzielbaren Erleichterung (Regel 24-2, 25-1 oder 25-3), oder
(c) der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses oder seitlichen Wasserhindernisses gekreuzt hat (Regel 26-1).

Rollt der erneut fallen gelassene Ball in eine Lage wie oben aufgezählt, muss er so nahe wie möglich der Stelle hingelegt werden, an der er zuerst auf einem Teil des Platzes auftraf, als er erneut fallen gelassen wurde. (tk)
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Und noch ein Nachtrag zum DGL-Spieltag am Wochenende - an dieser sehr interessante Spielbahn kam es leider manchmal dazu, dass ein Ball zu kurz geschlagen wurde und ins Wasserhindernis fiel. Nach R26-1 Erleichterung für Ball im Wasserhindernis nutzen einige SpielerInnen Variante a) nach Regel 27-1 unter Schlag und Distanzverlust verfahren, indem er einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielt, von der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde - andere hingegen entschieden sich für b) einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Wasserhindernis fallen lassen, wobei der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat, auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle, an der der Ball fallen gelassen wird, liegen muss.

Aufgrund des Gefälles kam bei der Umsetzung von Variante b) allerdings der Ball nach dem Fallenlassen nicht unmittelbar zur Ruhe sonder rollte u.U. näher zur Fahne. Es stellte sich dabei immer wieder einmal die Frage, wann denn ein ball erneut Fallenzulassen ist. 

Hier hilft R20-2c Fallenlassen und erneutes Fallenlassen / Wann erneut fallen lassen:

Ein fallen gelassener Ball muss straflos erneut fallen gelassen werden, wenn er 
(I) in ein Hindernis hineinrollt und im Hindernis zur Ruhe kommt; 
(II) aus einem Hindernis hinausrollt und außerhalb des Hindernisses zur Ruhe kommt; 
(III) auf ein Grün rollt und auf dem Grün zur Ruhe kommt; 
(IV) ins Aus rollt und im Aus zur Ruhe kommt; 
(V) in eine Lage rollt und dort zur Ruhe kommt, wo Behinderung durch den Umstand gegeben ist, von dem nach Regel 24-2b (unbewegliches Hemmnis), Regel 25-1 (ungewöhnlich beschaffener Boden), Regel 25-3 (falsches Grün) oder nach einer Platzregel (Regel 33-8a) Erleichterung in Anspruch genommen wurde, oder in das Balleinschlagloch zurückrollt, aus dem er nach Regel 25-2 (eingebetteter Ball) aufgenommen wurde; 
(VI) weiter als zwei Schlägerlängen von der Stelle wegrollt und zur Ruhe kommt, an der er zuerst auf einem Teil des Platzes auftraf oder
(VII) näher zum Loch rollt und zur Ruhe kommt als
(a) seine ursprüngliche oder geschätzte Lage (siehe Regel 20-2b), sofern dies nicht anderweitig nach den Regeln gestattet ist, oder 
(b) der nächstgelegene Punkt der Erleichterung oder der größten erzielbaren Erleichterung (Regel 24-2, 25-1 oder 25-3), oder 
(c) der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses oder seitlichen Wasserhindernisses gekreuzt hat (Regel 26-1). 

Rollt der erneut fallen gelassene Ball in eine Lage wie oben aufgezählt, muss er so nahe wie möglich der Stelle hingelegt werden, an der er zuerst auf einem Teil des Platzes auftraf, als er erneut fallen gelassen wurde. (tk)

 

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Droppen und Regeln sind ein Muss, sonst verpasst man Vorteile

Würde sich super eignen um ein Video dazu zu machen, wenn ihr mich fragt... Ich weiß eure Mühen hier wirklich zu schätzen, aber oft bin ich hinterher so schlau wie vorher, weil der Text im Regelwerk so umfangreich und verschachtelt formuliert ist, dass ein "begreifen" der Regel nur schwer möglich ist. Vielleicht geht es aber auch nur mir so, dass das einfügen des Regeltextes alleine, für mich nicht ausreicht.

4 Wochen her

Golf Rules

Tja, auch in höherklassigen Ligen gibt es immer mal wieder Regelfragen - so vorgestern beim DGL-Spieltag der 2. Bundesliga. Was war passiert?

Eine Spieler spielt seinen Ball vom Abschlag nach links, der Ball kommt für den Spieler nicht sichtbar im Semirough zur Ruhe. Der Spieler kündigt nach R27-2 einen "provisorischen Ball" an und wiederholt den Schlag - nahezu exakt gleiche Länge und Richtung. Beide Bälle kommen unmittelbar nebeneinander zur Ruhe.

Da ich aus meiner Position die Landezone überblicken konnte informierte ich den Spieler, dass ich Bälle gesehen habe und der Spieler kam vom Abschlag zum Landebereich. Als ich diesen fragte, wie die Bälle markiert sind, die er gespielt hat, antwortete er mit "Titleist 4" der erste und "Titleist 1" der provisorische Ball. Dumm nur, dass dort zwei "Tileist 1" lagen.

Zunächst einmal konnte mit Hilfe des Caddies aufgeklärt werden, dass der Spieler 2x einen "Titleist 1" gespielt hatte, da der "Titleist 4" inzwischen ersetzt wurde. Ärgerlich nur für den Spieler, dass er beide "Titleist 1" nicht zusätzlich markiert hatte, aus seiner Position nicht erkennen konnte, wo beide Bälle gelandet waren und somit keine eindeutige Identifikation von ersten und zweiten Ball möglich war.

Decision D27/11 "Provisorischer Ball kann vom ursprünglichen Ball nicht unterschieden werden" (verkürzt auf die relevante Situation) kann hier zur Rate gezogen werden:

Ein Spieler spielt einen provisorischen Ball vom Abschlag in denselben Bereich wie seinen ursprünglichen Ball. Beide Bälle haben identische Kennzeichen und der Spieler kann sie nicht unterscheiden. Nachfolgend verschiedene Situationen und Lösungen, die auf Billigkeit (Regel 1-4) beruhen, wenn einer oder beide der Bälle innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden werden und die der jeweiligen Situation entsprechenden Umstände gegeben sind:
[...]
Situation 4: Beide Bälle werden – entweder in spielbarer oder unspielbarer Lage – auf dem Platz gefunden und (1) ein Ball ist in einem Wasserhindernis, der andere nicht oder (2) beide Bälle liegen im Gelände oder in einem Bunker.
Lösung 4: Man könnte davon ausgehen, dass jeweils beide Bälle als verloren gelten. Aber es wäre unbillig, vom Spieler zu verlangen, dass er zum Abschlag zurückgehen und dort seinen dann 5. Schlag spielen muss, obwohl er beide Bälle gefunden hat, aber nicht sagen kann, welcher von beiden der ursprüngliche und welcher der provisorische ist. Daher muss der Spieler einen der beiden Bälle auswählen, ihn für seinen provisorischen halten und den anderen aufgeben.

In diesem Fall hatte der Spieler Glück, dass ich von meiner Position exakt bestimmen konnte, welches "Ball im Spiel" bzw. "provisorischer Ball" war. Der Spieler konnte das Spiel mit dem zweiten Schlag fortsetzen.

Also merke - ein kleiner Griff zum wasserfesten Stift, um eine kleine Kennzeichnung auf dem Ball zu machen, oder spielen einer anderen Ballmarke kann in einer solche Situation unnötige Strafschläge sparen... (tk)
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Tja, auch in höherklassigen Ligen gibt es immer mal wieder Regelfragen - so vorgestern beim DGL-Spieltag der 2. Bundesliga. Was war passiert?

Eine Spieler spielt seinen Ball vom Abschlag nach links, der Ball kommt für den Spieler nicht sichtbar im Semirough zur Ruhe. Der Spieler kündigt nach R27-2 einen provisorischen Ball an und wiederholt den Schlag - nahezu exakt gleiche Länge und Richtung. Beide Bälle kommen unmittelbar nebeneinander zur Ruhe.

Da ich aus meiner Position die Landezone überblicken konnte informierte ich den Spieler, dass ich Bälle gesehen habe und der Spieler kam vom Abschlag zum Landebereich. Als ich diesen fragte, wie die Bälle markiert sind, die er gespielt hat, antwortete er mit Titleist 4 der erste und Titleist 1 der provisorische Ball. Dumm nur, dass dort zwei Tileist 1 lagen.

Zunächst einmal konnte mit Hilfe des Caddies aufgeklärt werden, dass der Spieler 2x einen Titleist 1 gespielt hatte, da der Titleist 4 inzwischen ersetzt wurde. Ärgerlich nur für den Spieler, dass er beide Titleist 1 nicht zusätzlich markiert hatte, aus seiner Position nicht erkennen konnte, wo beide Bälle gelandet waren und somit keine eindeutige Identifikation von ersten und zweiten Ball möglich war.

Decision D27/11 Provisorischer Ball kann vom ursprünglichen Ball nicht unterschieden werden (verkürzt auf die relevante Situation) kann hier zur Rate gezogen werden: 

Ein Spieler spielt einen provisorischen Ball vom Abschlag in denselben Bereich wie seinen ursprünglichen Ball. Beide Bälle haben identische Kennzeichen und der Spieler kann sie nicht unterscheiden. Nachfolgend verschiedene Situationen und Lösungen, die auf Billigkeit (Regel 1-4) beruhen, wenn einer oder beide der Bälle innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden werden und die der jeweiligen Situation entsprechenden Umstände gegeben sind: 
[...]
Situation 4: Beide Bälle werden – entweder in spielbarer oder unspielbarer Lage – auf dem Platz gefunden und (1) ein Ball ist in einem Wasserhindernis, der andere nicht oder (2) beide Bälle liegen im Gelände oder in einem Bunker. 
Lösung 4: Man könnte davon ausgehen, dass jeweils beide Bälle als verloren gelten. Aber es wäre unbillig, vom Spieler zu verlangen, dass er zum Abschlag zurückgehen und dort seinen dann 5. Schlag spielen muss, obwohl er beide Bälle gefunden hat, aber nicht sagen kann, welcher von beiden der ursprüngliche und welcher der provisorische ist. Daher muss der Spieler einen der beiden Bälle auswählen, ihn für seinen provisorischen halten und den anderen aufgeben.

In diesem Fall hatte der Spieler Glück, dass ich von meiner Position exakt bestimmen konnte, welches Ball im Spiel bzw. provisorischer Ball war. Der Spieler konnte das Spiel mit dem zweiten Schlag fortsetzen.

Also merke - ein kleiner Griff zum wasserfesten Stift, um eine kleine Kennzeichnung auf dem Ball zu machen, oder spielen einer anderen Ballmarke kann in einer solche Situation unnötige Strafschläge sparen... (tk)Image attachment

 

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Da mir neulich etwas ähnliches passiert ist, habe ich nun verschiedene Markierungen (punkte neben der Zahl, Kreise um die Zahl , Striche, und das alles auch noch in 4 verschiedenen Farben) keine Markierung/Zahl/Farbe Kombination kommt in einem Satz Bälle im Bag (Ich habe immer 12 Stück in der Tasche) doppelt vor. Trotzdem bin ich inzwischen dazu übergegangen provisorische Bälle mit einer anderen Ballmarke zu spielen.

Leon & Nico 🙂

Als ich noch Starter war, 25 Jahre ist es her, habe ich die Spieler gebeten ihre Bälle zu kennzeichnen, hatten sie keinen Edding, gab ich ihnen meine 4 Farben rot, blau, schwarz und lila (grün habe ich extra vermieden ist im Gras nicht gut zu erkennen)

Einfach eine ausreichende Menge an Bällen vor der Runde in zwei verschiedenen Farben markieren. Bei mir sind das weisse Bälle der selben Marke und Type, markiert mit meinem Monogramm in Grün oder Rot. Davon kommt ein grüner Ball in die rechte Hosentasche, ein grüner und zwei rote in die linke Hosentasche. In die rechte Hosentasche kommt deswegen nur ein Ball, weil man manchmal am Grün nach dem Markieren den Ball automatisch in die rechte Hosentasche steckt. Wär blöd, wenn man vor dem Zurücklegen nicht mehr weiss, welches der Originalball war.

4 Wochen her

Golf Rules

Ilka hatte eine Frage an uns:

"Hallo, folgendes Problem hat sich bei der letzten Golfrunde ergeben: Spieler A schlägt ab. Sein Ball sliced sehr stark in Richtung eines seitlichen Wasserhindernisses. Auf Grund der Länge des Schlages und der Richtung ist eigentlich davon auszugehen, dass der Ball im Wasserhindernis liegt. Da dort alles bis auf eine blau gesteckte Fläche gemäht ist spielt Spieler A keinen provisorischen Ball. Spieler B und C haben den Ball nicht genau aufkommen sehen, aber Spieler A hat seinen Ball genau auf die blau gesteckte Fläche (hohes Rough) zufliegen sehen. Der Ball wird nicht gefunden und man vermutet ihn im blau gesteckten. Spieler A dropped einen Ball 2 Schlägerlängen vom blau gesteckten entfernt und spielt diesen. Alle gehen weiter. Ein ganzes Stück weiter vorne sieht Spieler A durch Zufall einen Ball im seitlichen Wasserhindernis liegen und identifiziert diesen als seinen Abschlag. Wie wäre jetzt regelgerecht weiter zu verfahren und welcher Ball ist im Spiel? Spieler B meint, dass der Abschlag nicht weiter gespielt werden darf, da der gedroppte nicht als provisorisch angekündigt wurde und der gedroppte wäre von der falschen Stelle gespielt worden. Macht es auch noch einen Unterschied, ob es im Zählspiel oder nach Stableford passiert ist? Vielen Dank für eine Antwort!"

Zunächst einmal: Stableford ist eine Form des Zählspiels, hier gibt es keinen Unterschied, im Lochspiel, auch Matchplay genannt, würde es einen kleinen Unterschied geben - dort gibt es keine zwei Strafschläge sondern statt dessen Lochverlust.

Daneben ist nach Regel R25-1 Erleichterung innerhalb EINER Schlägerlänge zu nehmen, nicht innerhalb zweier. (Danke an Günther und Peter für den Hinweis).

Nun aber zur Hauptfrage, wie hier regelgerecht verfahren werden müsste.

Es kommt darauf an, ob es bekannt oder so gut wie sicher war, dass der Ball im Boden in Ausbesserung lag oder nicht. Dazu gibt es zwei passende Entscheidungen zu den Golfregeln, D25-1c/2 und D25-1c/2.5. Nach dem, was hier gefragt wurde war es nicht bekannt oder so gut wie sicher dass der Ball im blau gepflockten lag sondern nur geraten mangels Alternativen. Das wäre ein Fall von D25-1c/2:

"Ball nach der Regel für ungewöhnlich beschaffenen Boden fallen gelassen und gespielt, obwohl es an Kenntnis oder an Sicherheit grenzender Gewissheit fehlt, dass der ursprüngliche Ball in Boden in Ausbesserung ist

Frage:
Nachdem ein Spieler weniger als eine Minute nach seinem Ball gesucht hat, vermutet er ihn in einem Bereich von Boden in Ausbesserung, obwohl dies weder bekannt noch so gut wie sicher ist. Er lässt einen Ball nach Regel 25-1c fallen und spielt ihn. Sein ursprünglicher Ball wird dann hinter dem Boden in Ausbesserung gefunden. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Als der Spieler einen anderen Ball nach Regel 25-1c fallen ließ und spielte, wurde dieser zum Ball im Spiel und der ursprüngliche Ball war verloren.

Ohne Kenntnis oder an Sicherheit grenzender Gewissheit, dass der Ball in Boden in Ausbesserung ist, durfte der Spieler nicht nach Regel 25-1 verfahren, sondern hätte einen Ball nach Regel 27-1 ins Spiel bringen müssen. Mit dem Spielen des nach Regel 25-1c fallen gelassenen Balls hat der Spieler vom falschen Ort gespielt.

Im Lochspiel hat er das Loch verloren (Regel 20-7b).

Im Zählspiel hat er sich die Strafe für Schlag und Distanzverlust nach Regel 27-1 zugezogen und zusätzlich zwei Strafschläge für Verstoß gegen ebendiese Regel (entsprechend Regel 20-7c). Handelte es sich um einen schwerwiegenden Verstoß, ist der Spieler disqualifiziert, außer er hat den Fehler behoben, wie in Regel 20-7c vorgesehen."

Wäre es bekannt oder so gut wie sicher gewesen, dass der Ball dort lag, würde D25-1c/2.5 gelten:

"Ball nach Regel 25-1c fallen gelassen, da der ursprüngliche Ball mit Kenntnis oder an Sicherheit grenzender Gewissheit in zeitweiligem Wasser ist; ursprünglichen Ball dann gefunden

Frage:
Ein Spieler schlägt seinen Ball in Richtung einer größeren Ansammlung zeitweiligen Wassers. Es ist bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball in dem zeitweiligem Wasser verloren ist und so lässt der Spieler einen Ball nach Regel 25-1c fallen. Bevor er den fallen gelassenen Ball spielt, wird sein ursprünglicher Ball innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Da es bekannt oder so gut wie sicher war, dass der Ball des Spielers in dem zeitweiligen Wasser ist, als der Spieler den neu eingesetzten Ball ins Spiel brachte, war dieser Ball korrekt eingesetzt worden. Deshalb darf der Spieler den ursprünglichen Ball nicht mehr spielen.

Wird der ursprüngliche Ball innerhalb des zeitweiligen Wassers gefunden und stellt es sich heraus, dass der Bezugspunkt für das Verfahren nach Regel 25-1c falsch ermittelt und der neu eingesetzte Ball somit am falschen Ort fallen gelassen wurde, muss der Spieler den Fehler nach Regel 20-6 beheben und unter Beachtung des richtigen Bezugspunkts, einen Ball nach Regel 25-1c fallen lassen. Anderenfalls ist Regel 20-6 nicht anwendbar und der Spieler muss den fallen gelassenen Ball spielen. In beiden Fällen zieht sich der Spieler keine Strafe zu.

In dem unwahrscheinlichen Fall, dass der ursprüngliche Ball außerhalb des zeitweiligen Wassers gefunden wird, muss der Spieler das Spiel straflos mit dem fallen gelassenen Ball fortsetzen.

Dieselbe Antwort würde gelten, wenn es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der Ball des Spielers in einem anderen ungewöhnlich beschaffenen Boden oder in einem Hemmnis (Regel 24-3) ist."
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Ilka hatte eine Frage an uns:

Hallo, folgendes Problem hat sich bei der letzten Golfrunde ergeben: Spieler A schlägt ab. Sein Ball sliced sehr stark in Richtung eines seitlichen Wasserhindernisses. Auf Grund der Länge des Schlages und der Richtung ist eigentlich davon auszugehen, dass der Ball im Wasserhindernis liegt. Da dort alles bis auf eine blau gesteckte Fläche gemäht ist spielt Spieler A keinen provisorischen Ball. Spieler B und C haben den Ball nicht genau aufkommen sehen, aber Spieler A hat seinen Ball genau auf die blau gesteckte Fläche (hohes Rough) zufliegen sehen. Der Ball wird nicht gefunden und man vermutet ihn im blau gesteckten. Spieler A dropped einen Ball 2 Schlägerlängen vom blau gesteckten entfernt und spielt diesen. Alle gehen weiter. Ein ganzes Stück weiter vorne sieht Spieler A durch Zufall einen Ball im seitlichen Wasserhindernis liegen und identifiziert diesen als seinen Abschlag. Wie wäre jetzt regelgerecht weiter zu verfahren und welcher Ball ist im Spiel? Spieler B meint, dass der Abschlag nicht weiter gespielt werden darf, da der gedroppte nicht als provisorisch angekündigt wurde und der gedroppte wäre von der falschen Stelle gespielt worden. Macht es auch noch einen Unterschied, ob es im Zählspiel oder nach Stableford passiert ist? Vielen Dank für eine Antwort!

Zunächst einmal: Stableford ist eine Form des Zählspiels, hier gibt es keinen Unterschied, im Lochspiel, auch Matchplay genannt, würde es einen kleinen Unterschied geben - dort gibt es keine zwei Strafschläge sondern statt dessen Lochverlust. 

Daneben ist nach Regel R25-1 Erleichterung innerhalb EINER Schlägerlänge zu nehmen, nicht innerhalb zweier. (Danke an Günther und Peter für den Hinweis).

Nun aber zur Hauptfrage, wie hier regelgerecht verfahren werden müsste.

Es kommt darauf an, ob es bekannt oder so gut wie sicher war, dass der Ball im Boden in Ausbesserung lag oder nicht. Dazu gibt es zwei passende Entscheidungen zu den Golfregeln, D25-1c/2 und D25-1c/2.5. Nach dem, was hier gefragt wurde war es nicht bekannt oder so gut wie sicher dass der Ball im  blau gepflockten lag sondern nur geraten mangels Alternativen. Das wäre ein Fall von D25-1c/2:

Ball nach der Regel für ungewöhnlich beschaffenen Boden fallen gelassen und gespielt, obwohl es an Kenntnis oder an Sicherheit grenzender Gewissheit fehlt, dass der ursprüngliche Ball in Boden in Ausbesserung ist

Frage:
Nachdem ein Spieler weniger als eine Minute nach seinem Ball gesucht hat, vermutet er ihn in einem Bereich von Boden in Ausbesserung, obwohl dies weder bekannt noch so gut wie sicher ist. Er lässt einen Ball nach Regel 25-1c fallen und spielt ihn. Sein ursprünglicher Ball wird dann hinter dem Boden in Ausbesserung gefunden. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Als der Spieler einen anderen Ball nach Regel 25-1c fallen ließ und spielte, wurde dieser zum Ball im Spiel und der ursprüngliche Ball war verloren. 

Ohne Kenntnis oder an Sicherheit grenzender Gewissheit, dass der Ball in Boden in Ausbesserung ist, durfte der Spieler nicht nach Regel 25-1 verfahren, sondern hätte einen Ball nach Regel 27-1 ins Spiel bringen müssen. Mit dem Spielen des nach Regel 25-1c fallen gelassenen Balls hat der Spieler vom falschen Ort gespielt. 

Im Lochspiel hat er das Loch verloren (Regel 20-7b). 

Im Zählspiel hat er sich die Strafe für Schlag und Distanzverlust nach Regel 27-1 zugezogen und zusätzlich zwei Strafschläge für Verstoß gegen ebendiese Regel (entsprechend Regel 20-7c). Handelte es sich um einen schwerwiegenden Verstoß, ist der Spieler disqualifiziert, außer er hat den Fehler behoben, wie in Regel 20-7c vorgesehen.

Wäre es bekannt oder so gut wie sicher gewesen, dass der Ball dort lag, würde D25-1c/2.5 gelten:

Ball nach Regel 25-1c fallen gelassen, da der ursprüngliche Ball mit Kenntnis oder an Sicherheit grenzender Gewissheit in zeitweiligem Wasser ist; ursprünglichen Ball dann gefunden

Frage:
Ein Spieler schlägt seinen Ball in Richtung einer größeren Ansammlung zeitweiligen Wassers. Es ist bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball in dem zeitweiligem Wasser verloren ist und so lässt der Spieler einen Ball nach Regel 25-1c fallen. Bevor er den fallen gelassenen Ball spielt, wird sein ursprünglicher Ball innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Da es bekannt oder so gut wie sicher war, dass der Ball des Spielers in dem zeitweiligen Wasser ist, als der Spieler den neu eingesetzten Ball ins Spiel brachte, war dieser Ball korrekt eingesetzt worden. Deshalb darf der Spieler den ursprünglichen Ball nicht mehr spielen. 

Wird der ursprüngliche Ball innerhalb des zeitweiligen Wassers gefunden und stellt es sich heraus, dass der Bezugspunkt für das Verfahren nach Regel 25-1c falsch ermittelt und der neu eingesetzte Ball somit am falschen Ort fallen gelassen wurde, muss der Spieler den Fehler nach Regel 20-6 beheben und unter Beachtung des richtigen Bezugspunkts, einen Ball nach Regel 25-1c fallen lassen. Anderenfalls ist Regel 20-6 nicht anwendbar und der Spieler muss den fallen gelassenen Ball spielen. In beiden Fällen zieht sich der Spieler keine Strafe zu. 

In dem unwahrscheinlichen Fall, dass der ursprüngliche Ball außerhalb des zeitweiligen Wassers gefunden wird, muss der Spieler das Spiel straflos mit dem fallen gelassenen Ball fortsetzen. 

Dieselbe Antwort würde gelten, wenn es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der Ball des Spielers in einem anderen ungewöhnlich beschaffenen Boden oder in einem Hemmnis (Regel 24-3) ist.

 

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Deshalb waren meine Golf Leistungskinder immer froh, da ich als Vorcaddy immer signalisierte, das der Ball im WH gelandet ist und sie sich den provisorischen Ball sparen konnten. Selbst Martin Kaymer und seine Mitspieler waren dankbar

Alles richtig ‼️Aber lies doch bitte den Text einmal jemanden vor, der nicht Golf spielt. Es ist wirklich dringend notwendig gerade auch für Nicht-Regelprofis die Entscheidungen leichter nachvollziehbar und verbal einfacher zu gestalten. 🤪

Also wenn er bei blau gesteckt innerhalb von 2 schlägerlängen vom kreuzungspunkt droppt dann hätte er sowieso einen regelbruch begangen. bei GUR gibts nur 1 schlägerlänge da straflos.

🤔🤔 Jetzt dachte ich gestern, dass ich den Einsatz eines Regelballs verstanden hätte (nur im Zählspiel, nicht im Spiel nach Stableford) - da schreibt ihr oben, es sei egal ob Zählspiel oder Stableford, da letzteres ein Zählspiel sei und es keinen Unterschied gäbe ....

4 Wochen her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

"Golf-Rules am Sonntag" - heute geht es um das unabsichtliche Bewegen eines Balls / Ballmarker auf dem Grün. Vielen aufmerksamen und regelinteressierten Spielern ist nicht entgangen, dass seit dem 01.01.2017 die Möglichkeit besteht, durch eine Platzregel die Strafe für das unabsichtliche Bewegen eines Balles auf dem Grün zu erlassen.

Es ist mitunter schwierig zu erkennen, ob der Spieler selber oder der Wind die Ursache für die Bewegung des Balls auf dem Grün war. Es erscheint deshalb unfair, wenn der Spieler lediglich normale Aktionen bei der Schlagvorbereitung durchführt, der Ball sich bewegt und der Spieler dafür bestraft wird.

Deswegen gibt es ab 2019 generell keine Strafe mehr, wenn der Spieler (oder Gegner) im Zählspiel den Ball oder Ballmarker unabsichtlich auf dem Grün bewegt. Der Balls / Ballmarker muss dann an die ursprüngliche (oder geschätzte) Stelle zurückgelegt werden.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Golf-Rules am Sonntag - heute geht es um das unabsichtliche Bewegen eines Balls / Ballmarker auf dem Grün. Vielen aufmerksamen und regelinteressierten Spielern ist nicht entgangen, dass seit dem 01.01.2017 die Möglichkeit besteht, durch eine Platzregel die Strafe für das unabsichtliche Bewegen eines Balles auf dem Grün zu erlassen.

Es ist mitunter schwierig zu erkennen, ob der Spieler selber oder der Wind die Ursache für die Bewegung des Balls auf dem Grün war. Es erscheint deshalb unfair, wenn der Spieler lediglich normale Aktionen bei der Schlagvorbereitung durchführt, der Ball sich bewegt und der Spieler dafür bestraft wird.

Deswegen gibt es ab 2019 generell keine Strafe mehr, wenn der Spieler (oder Gegner) im Zählspiel den Ball oder Ballmarker unabsichtlich auf dem Grün bewegt. Der Balls / Ballmarker muss dann an die ursprüngliche (oder geschätzte) Stelle zurückgelegt werden.

#RulesOfGolf2019

 

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Das ist ja prima!

4 Wochen her

Golf Rules

Und ergänzend zu dem gestrigen Beitrag zu Thema "Stromleitungen" und der entsprechenden Platzregel, so ist auch ein R&A Ruling aus dem Jahr 2016 interessant:

Frage: Der Ball eines Spielers trifft eine Stromleitung, der Spieler annulliert den Schlag jedoch nicht wie von der Platzregel vorgeschrieben und beendet das Loch mit seinem ursprünglichen Ball. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort: Das Prinzip der Entscheidung in D19-1/3 gilt für alle Fälle, in denen der Schlag wiederholt werden MUSS. Da die Platzregel vom Spieler verlangt, den Schlag zu wiederholen, spielt der Spieler vom falschen Ort, wenn er dies nicht tut. Liegt ein schwerwiegender Verstoß vor (z.B. wenn der Ball ins Aus gegangen wäre, hätte er die Stromschiene nicht getroffen), ist der Spieler disqualifiziert. Ist dies nicht der Fall, zählt das mit dem ursprünglichen Ball erzielte Ergebnis und der Spieler zieht sich eine Strafe von zwei Schlägen für den Verstoß gegen die Platzregel zu. (tk)
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Und ergänzend zu dem gestrigen Beitrag zu Thema Stromleitungen  und der entsprechenden Platzregel, so ist auch ein R&A Ruling aus dem Jahr 2016 interessant:

Frage: Der Ball eines Spielers trifft eine Stromleitung, der Spieler annulliert den Schlag jedoch nicht wie von der Platzregel vorgeschrieben und beendet das Loch mit seinem ursprünglichen Ball. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort: Das Prinzip der Entscheidung in D19-1/3 gilt für alle Fälle, in denen der Schlag wiederholt werden MUSS. Da die Platzregel vom Spieler verlangt, den Schlag zu wiederholen, spielt der Spieler vom falschen Ort, wenn er dies nicht tut. Liegt ein schwerwiegender Verstoß vor (z.B. wenn der Ball ins Aus gegangen wäre, hätte er die Stromschiene nicht getroffen), ist der Spieler disqualifiziert. Ist dies nicht der Fall, zählt das mit dem ursprünglichen Ball erzielte Ergebnis und der Spieler zieht sich eine Strafe von zwei Schlägen für den Verstoß gegen die Platzregel zu. (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Man lernt nie aus im Leben - auch wir Referees nicht. So zum Beispiel, als ich beim ersten DGL-Spieltag von einem Spieler gefragt worden bin, wie das weitere Vorgehen ist, wenn Unsicherheit darüber besteht, ob sein Ball die Hochspannungsleitung getroffen hat oder nicht. Zum Glück gibt es ja Kollegen, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen...

Was war denn genau passiert?

Zunächst einmal sei vorausgesetzt, dass in diesem Wettspiel die Platzregeln des DGV gelten - und hier insbesondere B6 "Stromleitungen" der Hardcard: "Trifft ein Ball eine Freileitung, ist der Schlag annulliert und der Spieler muss einen Ball nach Regel 20-5 spielen."

Wegen schlechter Sichtbedingungen ist sich ein Spieler nicht sicher, ob sein vom Abschlag gespielter Ball die Stromleitung, die diese Bahn quert, getroffen hat. Er kündigt daher einen Regelball an und schlägt einen zweiten Ball ab. Er findet sowohl seinen zweiten wie auch seinen ursprünglichen Ball. Aus der Lage und des Zustands der beiden Bälle ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass der ursprüngliche Ball die Stromleitung nicht getroffen hat. Er nimmt daher den zweiten Ball auf und spielt seinen ursprünglichen Ball weiter, den er auf dieser Bahn einlocht. Er schlägt dann am nächsten Abschlag ab.

Der Spieler hat alles richtig gemacht, da
- als der Spieler sich im unklaren war, wie die korrekte Vorgehensweise beim Spielen dieses Lochs war, durfte er nach R3-3 "Zählspiel / Zweifel über Spielweise" vorgehen und das Loch mit zwei Bällen zu Ende spielen
- diese Vorgehensweise hat er seinen Mitspielern bekannt gegeben und ihnen auch zu verstehen gegeben, dass er den ursprünglichen Ball weiterspielen wolle, wenn dieser die Leitung nicht berührt hatte
- da es nach dem Auffinden der beiden Bälle bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der ursprüngliche Ball die Leitung nicht berührt hatte, konnte der Spieler seinen nach R3-3 gespielten zweiten Ball straflos aufnehmen, da dieser Ball nicht zählen konnte (vgl. Dec 3-3/7.5 und Dec 3-3/8)
- während der Runde hat er einen Referee als Mitglied der Spielleitung über den Regelball informiert - damit ist er seiner Pflicht gemäß R3-3a nachgekommen (hätte er die Spielleitung nicht über den Regelball informiert, hätte er sich die Strafe der Disqualifikation zugezogen)

Problematisch wäre es geworden, wenn der Spieler stattdessen einen provisorischen Ball gespielt hätte, denn
- der Spieler durfte keinen provisorischen Ball gemäß R27-2 spielen, da der ursprüngliche Ball weder verloren noch im Aus war
- hätte er unter diesen Bedingungen, nämlich den fehlenden Voraussetzungen für einen Ball gemäß R27-2, einen provisorischen Ball gespielt, so wäre der als provisorisch angekündigte Ball zum Ball im Spiel geworden (Dec 27-2a/3)
- hätte er seinen neuen Ball im Spiel aufgenommen, so hätte er sich einen Strafschlag nach R18-2 zugezogen und er hätte den Ball zurücklegen müssen
- da er den Ball aber nicht zurückgelegt hätte, zieht er sich gemäß Anmerkung zur Strafe bei R18 insgesamt zwei Strafschläge zu
- da er zudem seinen Ball im Spiel nicht eingelocht hat und seinen Fehler nicht korrigierte, bevor er vom nächsten Abschlag spielte, wäre er zu disqualifizieren...

Insofern merken - bei Unsicherheit, ob eine Stromleitung getroffen wird oder nicht, dann bitte unbedingt einen "Regelball" spielen und keinen "provisorischen Ball"... (tk)
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Man lernt nie aus im Leben - auch wir Referees nicht. So zum Beispiel, als ich beim ersten DGL-Spieltag von einem Spieler gefragt worden bin, wie das weitere Vorgehen ist, wenn Unsicherheit darüber besteht, ob sein Ball die Hochspannungsleitung getroffen hat oder nicht. Zum Glück gibt es ja Kollegen, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen... 

Was war denn genau passiert?

Zunächst einmal sei vorausgesetzt, dass in diesem Wettspiel die Platzregeln des DGV gelten - und hier insbesondere B6 Stromleitungen der Hardcard: Trifft ein Ball eine Freileitung, ist der Schlag annulliert und der Spieler muss einen Ball nach Regel 20-5 spielen.

Wegen schlechter Sichtbedingungen ist sich ein Spieler nicht sicher, ob sein vom Abschlag gespielter Ball die Stromleitung, die diese Bahn quert, getroffen hat. Er kündigt daher einen Regelball an und schlägt einen zweiten Ball ab. Er findet sowohl seinen zweiten wie auch seinen ursprünglichen Ball. Aus der Lage und des Zustands der beiden Bälle ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass der ursprüngliche Ball die Stromleitung nicht getroffen hat. Er nimmt daher den zweiten Ball auf und spielt seinen ursprünglichen Ball weiter, den er auf dieser Bahn einlocht. Er schlägt dann am nächsten Abschlag ab. 

Der Spieler hat alles richtig gemacht, da
- als der Spieler sich im unklaren war, wie die korrekte Vorgehensweise beim Spielen dieses Lochs war, durfte er nach R3-3 Zählspiel / Zweifel über Spielweise vorgehen und das Loch mit zwei Bällen zu Ende spielen
- diese Vorgehensweise hat er seinen Mitspielern bekannt gegeben und ihnen auch zu verstehen gegeben, dass er den ursprünglichen Ball weiterspielen wolle, wenn dieser die Leitung nicht berührt hatte
- da es nach dem Auffinden der beiden Bälle bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der ursprüngliche Ball die Leitung nicht berührt hatte, konnte der Spieler seinen nach R3-3 gespielten zweiten Ball straflos aufnehmen, da dieser Ball nicht zählen konnte (vgl. Dec 3-3/7.5 und Dec 3-3/8)
- während der Runde hat er einen Referee als Mitglied der Spielleitung über den Regelball informiert - damit ist er seiner Pflicht gemäß R3-3a nachgekommen (hätte er die Spielleitung nicht über den Regelball informiert, hätte er sich die Strafe der Disqualifikation zugezogen)

Problematisch wäre es geworden, wenn der Spieler stattdessen einen provisorischen Ball gespielt hätte, denn
- der Spieler durfte keinen provisorischen Ball gemäß R27-2 spielen, da der ursprüngliche Ball weder verloren noch im Aus war
- hätte er unter diesen Bedingungen, nämlich den fehlenden Voraussetzungen für einen Ball gemäß R27-2, einen provisorischen Ball gespielt, so wäre der als provisorisch angekündigte Ball zum  Ball im Spiel geworden (Dec 27-2a/3)
- hätte er seinen neuen Ball im Spiel aufgenommen, so hätte er sich einen Strafschlag nach R18-2 zugezogen und er hätte den Ball zurücklegen müssen
- da er den Ball aber nicht zurückgelegt hätte, zieht er sich gemäß Anmerkung zur Strafe bei R18 insgesamt zwei Strafschläge zu
- da er zudem seinen Ball im Spiel nicht eingelocht hat und seinen Fehler nicht korrigierte, bevor er vom nächsten Abschlag spielte, wäre er zu disqualifizieren...

Insofern merken - bei Unsicherheit, ob eine Stromleitung getroffen wird oder nicht, dann bitte unbedingt einen Regelball spielen und keinen provisorischen Ball... (tk)

 

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...oder dort spielen wo keine Stromleitungen den Platz überqueren....😂

Danke für den informativen Post. Ich hätte wahrscheinlich einen provisorischen Ball gespielt.

viell. nur zur Ergänzung: Er muss den Regelball nicht während der Runde der Spielleitung bekanntgeben sondern vor Abgabe der Scorekarte. Also er darf durchaus die Runde zu Ende spielen ohne die Spielleitung zu informieren und erst vor dem Abgeben der Scorekarte darauf hinweisen. Eine interessante Frage ist dabei aufgetaucht als es ein Spieler der Clubsekretärin sagte wo man normalerweise die Scorekarte abgibt. Die Sekretärin ist aber lt. Ausschreibung kein Mitglied der Spielleitung. Im Sinne der Fairness sollte man das Vorgehen aber akzeptieren obwohl es der Regel widerspricht, meine ich.

Die Stromleitung habe ich auch schon einmal getroffen, aber für mich und meine Mitspieler ersichtlich Bevor jemand mit mir Meinungsverschiedenheiten diskutieren will, rufe ich entweder die Wettspielleitung wenn nicht greifbar spiele ich einen Regelball, war bis jetzt nötig. Nur als Caddy meiner Mannschaftsspieler habe ich es meinem Spieler geraten E

Vielen Dank für den Hinweis. Merke ich mir

Danke für diese gute Information! Immer wieder stoße ich bei euren Ausführungen auf den Begriff „Regelball“, dem ich zuvor nie begegnet bin (vermutlich, da ich keine Liga-Spiele etc bestreite). Daher die Bitte, dass ihr für „einfache“ Golfer wie mich einmal genau(er) darlegt, wann und wie man einen Regelball spielt und in welchen Fällen (wie dem heute beschriebenen) man diesen und nicht einen provisorischen Ball spielt.

Stimmt es, dass ich Regelbälle nur im Zählspiel spielen darf? Und was passiert, würde ich einen Regelball in einem Lochspiel spiele?

In der Praxis ist es oft schwer feststellbar, ob der Ball die Stromleitung "berührt" hat. In Kombination mit "muss" einen neuen Ball spielen führt das zwangsweise zu Diskussionen. Vergleichsweise muss bei Ablenkung durch einen Baum oder ein unbewegliches Hemmnis der Ball auch gespielt werden, wie er liegt. Ich halte deshalb diese Platzregel für äusserst entbehrlich, eigentlich für blödsinnig.

Nach all den "Regeln" bin ich ja noch froh, dass noch jemand Gofl gespielt hat...

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1 Monat her

Golf Rules

In den letzten Tagen machte ein Video im Netz die Runde, in dem ein Spieler seinen Ball über sein Wege ins Loch puttete. Da wir bei GolfRules nicht nur die bierernste Regelseite des Golfspiels präsentieren sondern auch zeigen wollen, dass Golf richtig viel Spaß machen kann haben wir keine Mühen gescheut, das Video nachzustellen und regeltechnisch zu erläutern. Samt Ouchtakes am Schluss...

Zurücklehnen und genießen!Vor ein paar Tagen machte ein Video im Netz die Runde, in dem ein Spieler seinen Ball über sein Wedge ins Loch puttete - netter Trick, doch wie ist er regelt...
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Video image

 

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Die Outtakes sind top 👍🏻😂

1 Monat her

Golf Rules

In der Musterplatzregel für das "Besserlegen" im Anhang der Golfregeln / Teil A / Platregeln heißt es:
"„Ein auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände [oder einschränken
auf eine Fläche, z. B. „auf dem 6. Loch“] liegender Ball darf
straflos aufgenommen und gereinigt werden. [...]
Anmerkung: „Kurz gemähte Fläche“ beschreibt jedes Gebiet auf dem Platz, einschließlich Wege durch das Rough, das auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht ist."

Und immer wieder stellen Spieler die Frage, ob das dann auch auf dem Grün gelten würde, da dieses ja auch "kurzgemäht" ist. Klare Antwort nein, denn in der Regel wird von der "kurz gemähten Fläche im Gelände" gesprochen.

Das Grün gehört jedoch nicht "Gelände", wie in den Erklärungen in den Golfregeln nachzulesen ist:

„Gelände“ der gesamte Bereich des Platzes, ausgenommen
a) Abschlag und Grün des zu spielenden Lochs; und
b) sämtliche Hindernisse auf dem Platz.

Und insofern gilt "Besserlegen" nicht auf dem Grün - es sein denn eine weitere Platzregel gestattet dieses... (tk)
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In der Musterplatzregel für das Besserlegen im Anhang der Golfregeln / Teil A / Platregeln heißt es:
„Ein auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände [oder einschränken
auf eine Fläche, z. B. „auf dem 6. Loch“] liegender Ball darf
straflos aufgenommen und gereinigt werden. [...]
Anmerkung: „Kurz gemähte Fläche“ beschreibt jedes Gebiet auf dem Platz, einschließlich Wege durch das Rough, das auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht ist.

Und immer wieder stellen Spieler die Frage, ob das dann auch auf dem Grün gelten würde, da dieses ja auch kurzgemäht ist. Klare Antwort nein, denn in der Regel wird von der kurz gemähten Fläche im Gelände gesprochen.

Das Grün gehört jedoch nicht Gelände, wie in den Erklärungen in den Golfregeln nachzulesen ist:

„Gelände“ der gesamte Bereich des Platzes, ausgenommen 
a) Abschlag und Grün des zu spielenden Lochs; und 
b) sämtliche Hindernisse auf dem Platz. 

Und insofern gilt Besserlegen nicht auf dem Grün - es sein denn eine weitere Platzregel gestattet dieses... (tk)

 

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Und wie sieht es mit first und second cut aus? Ist ja auch gemäht?

Hey, den Platz kenne ich. Das ist in Essen, oder?

1 Monat her

Golf Rules

Nachschub! ... MehrWeniger

 

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Cool!! Und wie kommt man da ran?

OMG 😮Der Softe, den wollte ich schon immer mal spielen

Wie hoch ist so Dein Verbrauch pro Jahr?

Titleist Softs? Nobel nobel, Herr Wissuwa. 😲

Ich hab letztens mal wieder ein paar Bälle verloren, also wenn du welche zuviel hast 😉😄😄

Schicke Bälle, haben wollen 🤗

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1 Monat her

Golf Rules

Heute - nach langer Zeit - mal wieder eine "Decision des Tages"...

Decision D16-1a/3 "Tau oder Reif von der Puttlinie entfernen"

Frage: Darf ein Spieler Tau oder Reif von seiner Puttlinie fegen?

Antwort: Nein. Regel 16-1a verbietet das Berühren der Puttlinie, außer beim Fortbewegen loser hinderlicher Naturstoffe, beim Ausbessern von Balleinschlaglöchern usw. Und da Tau oder Reif keine losen hinderlichen Naturstoffe sind – siehe Erklärung „Lose hinderliche Naturstoffe" – würde der Spieler gegen Regel 16-1a verstoßen. (tk)
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Heute - nach langer Zeit - mal wieder eine Decision des Tages...

Decision D16-1a/3 Tau oder Reif von der Puttlinie entfernen

Frage: Darf ein Spieler Tau oder Reif von seiner Puttlinie fegen?

Antwort: Nein. Regel 16-1a verbietet das Berühren der Puttlinie, außer beim Fortbewegen loser hinderlicher Naturstoffe, beim Ausbessern von Balleinschlaglöchern usw. Und da Tau oder Reif keine losen hinderlichen Naturstoffe sind – siehe Erklärung „Lose hinderliche Naturstoffe – würde der Spieler gegen Regel 16-1a verstoßen. (tk)

1 Monat her

Golf Rules

Wo wir gestern bei den "losen hinderlichen Naturstoffen" waren - lt. Definition sind Sand und loses Erdreich auf dem Grün lose hinderliche Naturstoffe, jedoch nirgendwo sonst.

Das bedeutet nach D23-1/1 "Wie loser hinderlicher Naturstoff entfernt werden darf", dass lose hinderliche Naturstoffe auf jede mögliche Art und Weise entfernt werden dürfen, vorausgesetzt, dass beim Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe auf der Puttlinie nichts niedergedrückt wird (Regel 16-1a).

Aber beachte - das wird leider häufig fehlerhaft gehandhabt: im Bereich des Vorgrüns ist das Entfernen von Sand und Erde nicht zulässig - nur auf dem Grün... (tk)
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Wo wir gestern bei den losen hinderlichen Naturstoffen waren - lt. Definition sind Sand und loses Erdreich auf dem Grün lose hinderliche Naturstoffe, jedoch nirgendwo sonst. 

Das bedeutet nach D23-1/1 Wie loser hinderlicher Naturstoff entfernt werden darf, dass lose hinderliche Naturstoffe auf jede mögliche Art und Weise entfernt werden dürfen, vorausgesetzt, dass beim Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe auf der Puttlinie nichts niedergedrückt wird (Regel 16-1a).

Aber beachte - das wird leider häufig fehlerhaft gehandhabt: im Bereich des Vorgrüns ist das Entfernen von Sand und Erde nicht zulässig - nur auf dem Grün... (tk)

1 Monat her

Golf Rules

Heute in Verden haben wir einmal alte Pitchmarken mit Golfbällen markiert- erschreckend, dass der riesige Ballkorb nicht einmal fürs halbe Grün reichte...

Also: Pitchgabel in die Hosentasche und beim Betreten eines Grüns - raus damit und ein, zwei Marken ausbessern - auf das Alle mehr Spaß haben!Ärgert Ihr Euch auch über Pitchmarken?

Wir haben heute an A9 einmal auf jede alte, nicht richtig ausgebesserte, Pitchmarke einen Golfball gelegt. Dabei kam dieser kleine Film heraus. Der große Korb Bälle reichte dabei nicht einmal fürs halbe Grün... Erschreckend, oder?
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Video image

 

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Ist leider fast überall eine ziemliche Unart, die Marken nicht zu fixen.

„Warum muss ich die ausbessern? Mein Ball liegt doch noch da wo er aufgekommen ist“🤪 Zitat einer Spielerin die auf die nicht erfolgte Ausbesserung angesprochen worden ist.

Leider auf vielen Golfplätzen zusehen.

Überall das Gleiche. Es ist einfach eine Unsitte.

Zur Platzreife gehören eigentlich auch 36 Kniebeugen!

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1 Monat her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Aus der Serie "Golf Rules am Feiertag" geht es um das Bewegen / Berühren von losen hinderlichen Naturstoffen oder des Sands in einem Bunker.

Lt. der gültigen Regel R13-4 darf der Spieler nicht:
- die Beschaffenheit des Hindernisses prüfen,
- den Boden im Hindernis oder Wasser im Wasserhindernis mit seiner Hand oder einem Schläger berühren oder
- einen losen hinderlichen Naturstoff berühren oder bewegen, der im Hindernis liegt oder es berührt.

Die aktuelle Regelung hat für Verwirrung gesorgt, weil ein totales Verbot, den Sand mit der Hand oder dem Schläger zu berühren, durch viele Ausnahmen aufgeweicht wird.

Die neue Regelung vereinfacht den Umgang, indem diese nur solche Handlungen verbietet, die im Widerspruch zu den Golfregeln stehen:
- Bewusstes Testen des Sandzustandes (Herausforderung an das Bunkerspiel)
- Berühren des Sand mit dem Schläger vor / hinter dem Ball bzw. im Rückwärtsschwung (Vorteil verschaffen)
- Übungsschlag im Bunker (Spielgeschwindigkeit)

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Aus der Serie Golf Rules am Feiertag geht es um das Bewegen / Berühren von losen hinderlichen Naturstoffen oder des Sands in einem Bunker. 

Lt. der gültigen Regel R13-4 darf der Spieler nicht:  
- die Beschaffenheit des Hindernisses prüfen,
- den Boden im Hindernis oder Wasser im Wasserhindernis mit seiner Hand oder einem Schläger berühren oder
- einen losen hinderlichen Naturstoff berühren oder bewegen, der im Hindernis liegt oder es berührt.

Die aktuelle Regelung hat für Verwirrung gesorgt, weil ein totales Verbot, den Sand mit der Hand oder dem Schläger zu berühren, durch viele Ausnahmen aufgeweicht wird.

Die neue Regelung vereinfacht den Umgang, indem diese nur solche Handlungen verbietet, die im Widerspruch zu den Golfregeln stehen: 
- Bewusstes Testen des Sandzustandes (Herausforderung an das Bunkerspiel)
- Berühren des Sand mit dem Schläger vor / hinter dem Ball bzw. im Rückwärtsschwung (Vorteil verschaffen)
- Übungsschlag im Bunker (Spielgeschwindigkeit)

#RulesOfGolf2019

 

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Kurze Frage dazu: Probeschwünge sind (und bleiben) im Bunker erlaubt - selbstverständlich ohne Berührung des Sandes? (Man sieht solche Probeschwünge immer wieder bei Profi-Spielern.)

Folgendes passierte mir als Caddie bei der Ballsuche im durch Pfaehle gekennzeichneten Wasserhindernis Ich stützte mich beim Aufstehen mit der Hand auf dem Boden ab, die Lochspielgegner reklamierten Regelverstoss. Die Wettspiel Leitung wurde gerufen und entschied nach Anhörung zu unseren Gunsten und entsprach meiner Schilderung das ich mich altersgerecht (65)beim Aufstehen nicht den Boden geprüft habe. Als Ergänzung, nicht nur die Spieler auch die Caddies müssen die Regeln kennen. In meinem Fall, wir haben den Ball des Gegners gesucht. Was könnte man daraus schließen, wie die Bayern in der Kabine verschwinden, sprich unsportlich nicht mitschneiden?

mitsuchen

1 Monat her

Golf Rules

Gänsekot - ein nicht ganz so beliebtes Thema auf der Runde...

Generell ist anzumerken, dass die Hinterlassenschaften der Gänse loser hinderlicher Naturstoff sind und deswegen nach R23-1 "Loser hinderlicher Naturstoff / Erleichterung" beseitigt werden dürfen (ausgenommen sowohl der lose hinderliche Naturstoff als auch der Ball liegen im selben Hindernis oder berühren es).

Spannender ist es, wenn der Kot am Ball anhaftend ist - dann darf dieser nach der Definition nicht entfernt werden. Es empfiehlt sich in solchen Fällen eine Platzregel mit folgendem Wortlaut zu erlassen:

"Ein Ball darf (ausgenommen in einem Hindernis) wenn Vogelkot anhaftend, straflos aufgenommen und gereinigt werden. Der Ball muss zurückgelegt werden.

Anmerkung: Die Lage des Balls muss vor dem Aufnehmen nach dieser Platzregel gekennzeichnet werden – siehe Regel 20-1." (tk)
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Gänsekot - ein nicht ganz so beliebtes Thema auf der Runde...

Generell ist anzumerken, dass die Hinterlassenschaften der Gänse loser hinderlicher Naturstoff sind und deswegen nach R23-1 Loser hinderlicher Naturstoff / Erleichterung beseitigt werden dürfen (ausgenommen sowohl der lose hinderliche Naturstoff als auch der Ball liegen im selben Hindernis oder berühren es).

Spannender ist es, wenn der Kot am Ball anhaftend ist - dann darf dieser nach der Definition nicht entfernt werden. Es empfiehlt sich in solchen Fällen eine Platzregel mit folgendem Wortlaut zu erlassen:

Ein Ball darf (ausgenommen in einem Hindernis) wenn Vogelkot anhaftend, straflos aufgenommen und gereinigt werden. Der Ball muss zurückgelegt werden.

Anmerkung: Die Lage des Balls muss vor dem Aufnehmen nach dieser Platzregel gekennzeichnet werden – siehe Regel 20-1. (tk)

 

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Die Platzregel sollte auf Plätzen auf denen Hunde erlaubt sind, nicht nur auf Vogelkot, sondern generell auf Tierkot erweitert werden. Zudem hinterlassen Hasen und Rehe auch gerne ihre Spuren auf dem Platz.

1 Monat her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Stableford kennt jeder und wird gerne gespielt - und hat dem klassischen Zählspiel inzwischen dem Rang abgelaufen. Für viele Traditionalisten bleibt aber das Zählspiel die einzig "ehrliche" Art des Golfspiels. Aber auch hier wird es mit den neuen Regeln Veränderungen geben...

Denn lt. aktuellen Regeln führt die Notwendigkeit, den Ball an jeder Bahn einzulochen, zu mindestens zwei Nachteilen: dieses führt oft zu einer langsamen Spielgeschwindigkeit und kann Golfer abschrecken, wenn im Zählspiel bis zum bitteren Ende die Schläge zu zählen sind und so ggf. ein sehr hoher Score erzielt wird.

Durch den „Maximum Score“ kann das Zählspiel verändert werden. Die Schlagzahl eines Spielers für jedes Loch kann auf ein von der Spielleitung festgelegtes Maximum begrenzt werden: z.B durch einen festen Wert (z.B. 6, 8, …) oder in Bezug auf Par (z.B. Doppel-Par oder Triple-Bogey). Die Begrenzung kann auch in Bezug zum Handicap des Spielers (wie Netto Double-Bogey) festgelegt werden.

Ein Spieler, der die Bahn nicht beendet (oft informell als "Aufnehmen" bezeichnet), wird nicht disqualifiziert, sondern erhält einfach die maximale Punktzahl für das Loch.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Stableford kennt jeder und wird gerne gespielt - und hat dem klassischen Zählspiel inzwischen dem Rang abgelaufen. Für viele Traditionalisten bleibt aber das Zählspiel die einzig ehrliche Art des Golfspiels. Aber auch hier wird es mit den neuen Regeln Veränderungen geben...

Denn lt. aktuellen Regeln führt die Notwendigkeit, den Ball an jeder Bahn einzulochen, zu mindestens zwei Nachteilen: dieses führt oft zu einer langsamen Spielgeschwindigkeit und kann Golfer abschrecken, wenn im Zählspiel bis zum bitteren Ende die Schläge zu zählen sind und so ggf. ein sehr hoher Score erzielt wird.

Durch den „Maximum Score“ kann das Zählspiel verändert werden. Die Schlagzahl eines Spielers für jedes Loch kann auf ein von der Spielleitung festgelegtes Maximum begrenzt werden: z.B durch einen festen Wert (z.B. 6, 8, …) oder  in Bezug auf Par (z.B. Doppel-Par oder Triple-Bogey). Die Begrenzung kann auch in Bezug zum Handicap des Spielers (wie Netto Double-Bogey) festgelegt werden.

Ein Spieler, der die Bahn nicht beendet (oft informell als Aufnehmen bezeichnet), wird nicht disqualifiziert, sondern erhält einfach die maximale Punktzahl für das Loch.

#RulesOfGolf2019

 

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🙃🤗😍😏🤣🤪🤔wie beim Bürogolf...😂😂😂😘

sehr gute neuerung die hoffentlich auch in clubturnieren wieder zu mehr zählwettspielen führen wird. ohne diese änderung würde das zählwettspiel im amateurbereich aussterben. nun könnte es eine wiedergeburt erleben und die bruttowertungen ablösen.

Na, ob das mehr Leute zum Golfen bringt. Zählspiel ist zählspiel. Denke es wäre besser auch Mannschaftsspiele nach Nettoschlägen zu werten.

Das habe ich mit meinen Golfkindern schon vor 25 Kindern so praktiziert

Der Unterschied zwischen Maximum Score und Stableford ist dann aber überschaubar oder?

Deuschel Nils, Ralf Sp, Simon Chichi, das ist doch genau das richtige für uns 😂😂

Dann setzen wir das Maximum pro Bahn auf die Par-Werte.😉 Dann haben wir als Ergebnis nur Par-Runden. 😂😂😂

Ist auf jeden Fall besser wir sind auch keine Provi Golfer 🏌️‍♀️ 🏌️‍♂️⛳️

👍👍👍

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1 Monat her

Golf Rules

"Drin oder nicht? Aus oder was - und, was soll das hier, das gibt doch gar keinen Sinn mit der Ausgrenze hier. Und dann auch noch ohne, dass man den Verlauf nachvollziehen kann..." Das war mein erster Gedanke als ich meinen Ball so fand - und dann feststellen musste, dass die Pflöcke gar keine Ausgrenze waren, sondern "nur" Cartfahrer an der Durchfahrt hindern sollten.

Liebe Platzverantwortlichen: Weiße Pflöcke sind durch die Platzregeln (auch hier) ausdrücklich belegt mit der Markierung von Platzgrenzen. Eine andere Farbe würde sich hier mehr anbieten, dann versteht man schneller, was gemeint ist, muss nicht rätseln und die Spielgeschwindigkeit steigt sofort spürbar an...
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Drin oder nicht? Aus oder was - und, was soll das hier, das gibt doch gar keinen Sinn mit der Ausgrenze hier. Und dann auch noch ohne, dass man den Verlauf nachvollziehen kann... Das war mein erster Gedanke als ich meinen Ball so fand - und dann feststellen musste, dass die Pflöcke gar keine Ausgrenze waren, sondern nur Cartfahrer an der Durchfahrt hindern sollten. 

Liebe Platzverantwortlichen: Weiße Pflöcke sind durch die Platzregeln (auch hier) ausdrücklich belegt mit der Markierung von Platzgrenzen. Eine andere Farbe würde sich hier mehr anbieten, dann versteht man schneller, was gemeint ist, muss nicht rätseln und die Spielgeschwindigkeit steigt sofort spürbar an...

 

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Das ist wirklich mehr als irritierend

Sollte man nicht auch an die Clubs mit kleinem Budget denken die sich keine andersfarbigen Pflöcke leisten können 🤣

Das spiel wird noch schneller wenn man auf dem Fairway bleibt 😂😂😂

Hat dort mal einer geschaut ob es vielleicht dazu ein Hinweis in den Platzregeln bzw. vorübergehende Platzregeln gibt?

Bei uns wurde zu Beginn der Saison auch ein GUR (Blau, ein Pfosten mitten in einer mega Fläche) ohne blaue Farbe um die Fläche ...wurde dann nachgebessert, markiert. Später folgten dann noch zwei weisse Pfosten, die ziemlich nutzlos in der Fläche standen. Was damit gemeint war, erschloss sich mir nicht. Es stand auch nichts in den Platzregeln.

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1 Monat her

Golf Rules

Volker wollte von uns wissen, wie das mit den Stablefordpunkten genau geht:

Stableford wird unterschieden nach Brutto- und Nettopunkten. Bruttopunkte geben absolut gutes Golf wieder, Nettopunkte relativ gutes Golf.

Für ein Par gibt es Brutto zwei, für ein Bogey einen, für ein Birdie 3, für ein Eagle 4, und für einen Albatros 5 Stablefordpunkte, Netto jeweils die Vorgabenschläge dazu.

Beispiel: Ein Spieler hat drei Schläge vor und spielt an einem Par 3 ein Hole in One.

Brutto sind das zwei Schläge unter Par, das macht zwei Punkte für das Par und zwei für die zwei Schläge drunter, also vier Bruttopunkte.

Netto mit drei Schlägen vor kommen die noch obenauf. Also 7 Nettopunkte.

Einfach oder?
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Volker wollte von uns wissen, wie das mit den Stablefordpunkten genau geht:

Stableford wird unterschieden nach Brutto- und Nettopunkten. Bruttopunkte geben absolut gutes Golf wieder, Nettopunkte relativ gutes Golf.

Für ein Par gibt es Brutto zwei, für ein Bogey einen, für ein Birdie 3, für ein Eagle 4, und für einen Albatros 5 Stablefordpunkte, Netto jeweils die Vorgabenschläge dazu.

Beispiel: Ein Spieler hat drei Schläge vor und spielt an einem Par 3 ein Hole in One. 

Brutto sind das zwei Schläge unter Par, das macht zwei Punkte für das Par und zwei für die zwei Schläge drunter, also vier Bruttopunkte.

Netto mit drei Schlägen vor kommen die noch obenauf. Also 7 Nettopunkte.

Einfach oder?

 

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Finde die Zählweise in SA super! Bei einem Strich wird die Anzahl Schläge aufgeschrieben bei der man keine Punkte mehr bekommt. Ein Kringel um due Zahl signalisiert den Strich. Schläge zählen Spielvorgabe abziehen und schon hat man den Score gegen das persönliche PAR!

Ich verstehe gar nicht, was so schwer da dran sein soll stableford zu zählen...

Deswegen bin und bleibe ich "Traditionalist" - jeden Schlag zählen, die Summe aller Schläge bilden - und fertig ist das Wettspielergebnis... 😉

Hier ist ein (wahrer) Fall für euch bei Zählspiel nach Stableford. An einem Par 3 verliert einen Spieler seinen Abschlag und muss, weil er keinen provisorischen Ball gespielt hat, zurück zum Abschlag mit seinem Holz 5. Sein 3. Schlag toppt er und braucht jetzt einen Eisen 9. Da seine Schläger hinter dem Grün sind, leiht er sich für den Schlag einen Eisen 9 von einem Mitbewerber aus. Er spielt aufs Grün und locht mit dem 3. Putt ein. An dem Loch bekommt er allerdings nur einen Schlag, d.h. Strich. Hinterher (bevor er seine Scorekarte unterschreibt) geht er zur Spielleitung und meldet den Sachverhalt. Wie entscheidet die Spieleitung?

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1 Monat her

Golf Rules

Folgende Frage von Dirk erreichte uns am langen Wochenende:

"Moin Zusammen,
Situation: Par 5, 2. Ball im Rough. Finde den Ball und spiele ihn weiter. Auf dem Grün beim Markieren merke ich, dass ich den falschen Ball gespielt habe. Drehe mich gefrustet um und entdecke im Roughhang meinen richtigen Ball. Lasse den falschen Ball markiert. Sage meinen Zähler an, dass ich einen falschen Ball gespielt habe und meinen richtigen jetzt spielen werde. Um Unstimmigkeiten aus dem Weg zu gehen sage ich ein Regelball an. Den richtigen Ball eingelocht. Die Fragen meines Zählers HCP 45 im Anschluss waren Folgende:
1. Sollte man nicht den falsch gespielten Ball aufheben, wenn man den richtigen entdeckt hat und spielt?
2. Was ist ein Regelball?
3. Gibt es Strafschläge dafür?
Möchte dies Mal in die Runde geben. Bitte nicht als Kritik an die Regelfestigkeit von höheren HCP's verstehen, sondern als Hilfestellung. Ich wusste mit HCP 45 auch nicht alle Regeln. Möchte Mal in die Runde geben."

Der Sachverhalt ist pures Golferleben… zu den Fragen des Zählers:

-Man sollte den falschen Ball aufheben, wenn man keinen Regelball (R3-3) gespielt hat, dann muss das Loch mit beiden Bällen zum Ergebnis gebracht werden.

-Mit einem Regelball (R3-3) darf das Loch mit mehr als einem Ball beendet werden, wenn es Zweifel über die anzuwendende Regel / Spielweise gibt. Das Loch ist dann mit dem originalen und dem Regelball zu beenden, beide Scores zu notieren und im Anschluss der Spielleitung vorzutragen, welcher Sachverhalt zu Grunde liegt und was man mit dem jeweiligen Ball so angestellt hat. Die Spielleitung entscheidet dann, was richtig war, dieses Ergebnis zählt.

-Strafschläge fallen hier für das Spielen des falschen Balls an (2 SS nach R15-3). Die Schläge nach dem falschen Ball zählen nicht, das Loch muss mit dem richtigen Ball beendet werden oder nach den Regeln verfahren werden, was zB im Zählspiel nach Stableford einen Strich erlaubt. Darüber hinaus muss der Regelball der Spielleitung noch gemeldet werden, da sonst – wie auch, wenn das Loch nicht mit dem richtigen Ball beendet oder nach den Regeln verfahren wird, die Disqualifikation erfolgt.

Habt Ihr Fragen zu den Golfregeln oder wollt einen Regelabend für Euren Club mit uns?

Schreibt uns an unter fragen@golf-rules.com
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Folgende Frage von Dirk erreichte uns am langen Wochenende:

Moin Zusammen,
Situation: Par 5, 2. Ball im Rough. Finde den Ball und spiele ihn weiter. Auf dem Grün beim Markieren merke ich, dass ich den falschen Ball gespielt habe. Drehe mich gefrustet um und entdecke im Roughhang meinen richtigen Ball. Lasse den falschen Ball markiert. Sage meinen Zähler an, dass ich einen falschen Ball gespielt habe und meinen richtigen jetzt spielen werde. Um Unstimmigkeiten aus  dem Weg zu gehen sage ich ein Regelball an. Den richtigen Ball eingelocht. Die Fragen meines Zählers HCP 45 im Anschluss waren Folgende:
1. Sollte man nicht den falsch gespielten Ball aufheben, wenn man den richtigen entdeckt hat und spielt?
2. Was ist ein Regelball?
3. Gibt es Strafschläge dafür?
Möchte dies Mal in die Runde geben. Bitte nicht als Kritik  an die Regelfestigkeit von höheren HCPs verstehen, sondern als Hilfestellung. Ich wusste mit HCP 45 auch nicht alle Regeln.  Möchte Mal in die Runde geben.

Der Sachverhalt ist pures Golferleben… zu den Fragen des Zählers:
 
-Man sollte den falschen Ball aufheben, wenn man keinen Regelball (R3-3) gespielt hat, dann muss das Loch mit beiden Bällen zum Ergebnis gebracht werden.

-Mit einem Regelball (R3-3) darf das Loch mit mehr als einem Ball beendet werden, wenn es Zweifel über die anzuwendende Regel / Spielweise gibt. Das Loch ist dann mit dem originalen und dem Regelball zu beenden, beide Scores zu notieren und im Anschluss der Spielleitung vorzutragen, welcher Sachverhalt zu Grunde liegt und was man mit dem jeweiligen Ball so angestellt hat. Die Spielleitung entscheidet dann, was richtig war, dieses Ergebnis zählt.

-Strafschläge fallen hier für das Spielen des falschen Balls an (2 SS nach R15-3). Die Schläge nach dem falschen Ball zählen nicht, das Loch muss mit dem richtigen Ball beendet werden oder nach den Regeln verfahren werden, was zB im Zählspiel nach Stableford einen Strich erlaubt. Darüber hinaus muss der Regelball der Spielleitung noch gemeldet werden, da sonst – wie auch, wenn das Loch nicht mit dem richtigen Ball beendet oder nach den Regeln verfahren wird, die Disqualifikation erfolgt.

Habt Ihr Fragen zu den Golfregeln oder wollt einen Regelabend für Euren Club mit uns? 

Schreibt uns an unter fragen@golf-rules.com

 

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Puh recht komplex 😳 das Ganze. Habe ich das in Kurzform richtig verstanden. 1. Falschen Ball gespielt 2. Fehler bemerkt vor dem Schreiben des Loches 3. Original Ball entdeckt und Lochbzu Ende gespielt. 4. Beide Scores notiert incl. Strafschläge beim falschen Ball. 5. Spielleitung informiert. 6. Der Score für den richtigen Ball zählt.

hätte er den richtigen ball nicht gefunden, dann wärens wohl 3 strafschläge plus distanzverlust des vorletzten schlags gewesen.

Warum Regelball? Der falsche Ball ist ein falscher Ball, also muss der aufgegeben werden und der richtige gespielt. Den hat der Spieler ja zum Glück im Hang gesehen und kann ihn mit Strafe weiterspielen, die Schläge nach dem falschen Ball zählen ja nicht. Hätte er seinen richtigen Ball nicht gesehen, nachdem er den falschen Ball auf dem Grün bemerkte, hätte der Spieler zurück gemusst an die Stelle, von der aus er zuerst ins Rough geschlagen hatte und dort mit Strafe für verlorenen Ball plus Strafe für das Spielen des falschen Balls weiterspielen müssen. Im Stableford-Turnier also wohl vernünftigerweise einen Strich machen und das Loch sofort beenden, im Zählspiel wäre am Marsch zurück aber kein Weg vorbeigeführt, um die DQ zu vermeiden. Aber wo da der Regelball?

ich vermute er hat sich fälschlicherweise gedacht, dass er einfach den falschen ball fertig spielt und sich dann nur 2 strafschläge gibt, falls er den ersten ball doch nicht mehr findet. was mich zur weiteren frage bringt: was, wenn er tatsächlich erst nach dem einlochen draufkommt dass es ein falscher ball war? loch beendet +2 ?

Ich liebe diese unsinnigen Golfregeln...c😂😂😂

Der Sinn des Regelballs und das markieren des falschen Balls erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Ein falscher kann kein Ball im Spiel werden, daher brauche ich ihn auf dem Grün nicht mehr markieren, er zählt sowieso nicht und spiele ich das Loch zu Ende und schlage am nächsten Abschlag ab, erfolgt im Zählspiel die Disqualifikation... Der Regelball macht ebenfalls keinen Sinn, da wieder der Ball nicht im Spiel ist. Nachdem der richtige Ball gefunden wurde, zurück richtigen Ball spielen, Strafschläge hinzu addieren und gut ist...

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1 Monat her

Golf Rules

Neulich bei "Wir lieben Golf" stellte eine Leserin die Frage ob man über Ausgrenzen hinweg abkürzen dürfe. Daraus entstand eine lebhafte Diskussion über die Zulässigkeit von Platzregeln, hier um eine Platzregel, die das Spielen über die Ausgrenze hinweg verbot. Einmal abgesehen von der Frage, wie der Spieler sanktioniert werden soll, wenn die versehentlich, zB durch ein Socket, passiert, ist die Frage, ob eine solche Platzregel zulässig wäre.

Zunächst: Die Erlaubnis zur Aufstellung von Platzregeln durch die Spielleitung ergibt sich aus R33-8a:

"Die Spielleitung darf Platzregeln für örtlich außergewöhnliche Umstände erlassen, sofern sie mit den Grundsatzbestimmungen, wie sie aus dem Anhang I dieser Golfregeln hervorgehen, vereinbar sind."

Näheres zu Musterplatzregeln, die generell erlaubt sind, findet sich in Anhang I A der Golfregeln.

Soweit darüber hinaus örtlich außergewöhnliche Umstände reguläres Golfspielen in einem Ausmaß beeinträchtigen, kann auch grundsätzlich eine Golfregel abgeändert werden, wenn dies über den Bundesverband (DGV) bei der R&A beantragt und genehmigt wurde:

"b) Außerkraftsetzen oder Abändern einer Regel
Eine Golfregel darf nicht durch eine Platzregel außer Kraft gesetzt werden. Beeinträchtigen jedoch örtlich außergewöhnliche Umstände reguläres Golfspielen in einem Ausmaß, dass von der Spielleitung die Abänderung von Regeln durch eine Platzregel als erforderlich erachtet wird, so muss für diese Platzregel die Zustimmung des R&A (über den Deutschen Golf Verband) eingeholt werden."

Diese Frage muss schon einmal gestellt worden sein, denn R&A hat eine Decision dazu erlassen, D33-8/38:

Decision D33-8/38
"Platzregel wertet Ball als im Aus, der die Aus-Linie gekreuzt hat und dann auf dem Platz zur Ruhe gekommen ist"

Frage:
Darf eine Platzregel erlassen werden, nach der ein Ball im Aus ist, wenn er die Aus-Linie gekreuzt hat, auch wenn er die Aus-Linie nochmals kreuzt und wieder auf demselben Teil des Platzes zur Ruhe kommt? Der Sinn dieser Platzregel liegt darin, Spieler daran zu hindern, ein „Dogleg" abzukürzen.

Antwort:
Nein. Ein Ball ist nur dann im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt – siehe Erklärung „Aus". Die in Entscheidung 27/20 vorgeschlagene Platzregel bezieht sich auf eine andere Situation; dort kreuzt ein Ball eine im Aus liegende Fläche und kommt auf einem anderen Teil des Platzes zur Ruhe.

Also: Doglegs darf man abkürzen, Platzregeln, die das verbieten sind nicht zulässig, da sie gegen Golfregeln verstoßen und diese Frage wurde von R&A schon entschieden, sodass kein Raum für eine Anfrage nach R33-8b verbleibt.

Als Lösung für diese gefährliche Situation bleibt hier nur die Variante, die Abkürzung möglichst unattraktiv und gefährlich für den Spieler zu gestalten, sodass er nicht mehr abkürzen will - zB durch entsprechende interne Ausgrenzen in den angepeilten Landezonen der Abkürzung, Bäume, Büsche oder ähnliches.
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Neulich bei Wir lieben Golf stellte eine Leserin die Frage ob man über Ausgrenzen hinweg abkürzen dürfe. Daraus entstand eine lebhafte Diskussion über die Zulässigkeit von Platzregeln, hier um eine Platzregel, die das Spielen über die Ausgrenze hinweg verbot. Einmal abgesehen von der Frage, wie der Spieler sanktioniert werden soll, wenn die versehentlich, zB durch ein Socket, passiert, ist die Frage, ob eine solche Platzregel zulässig wäre.

Zunächst: Die Erlaubnis zur Aufstellung von Platzregeln durch die Spielleitung ergibt sich aus R33-8a: 

Die Spielleitung darf Platzregeln für örtlich außergewöhnliche Umstände erlassen, sofern sie mit den Grundsatzbestimmungen, wie sie aus dem Anhang I dieser Golfregeln hervorgehen, vereinbar sind. 

Näheres zu Musterplatzregeln, die generell erlaubt sind, findet sich in Anhang I A der Golfregeln.

Soweit darüber hinaus örtlich außergewöhnliche Umstände reguläres Golfspielen in einem Ausmaß beeinträchtigen, kann auch grundsätzlich eine Golfregel abgeändert werden, wenn dies über den Bundesverband (DGV) bei der R&A beantragt und genehmigt wurde:

b) Außerkraftsetzen oder Abändern einer Regel 
Eine Golfregel darf nicht durch eine Platzregel außer Kraft gesetzt werden. Beeinträchtigen jedoch örtlich außergewöhnliche Umstände reguläres Golfspielen in einem Ausmaß, dass von der Spielleitung die Abänderung von Regeln durch eine Platzregel als erforderlich erachtet wird, so muss für diese Platzregel die Zustimmung des R&A (über den Deutschen Golf Verband) eingeholt werden. 

Diese Frage muss schon einmal gestellt worden sein, denn R&A hat eine Decision dazu erlassen, D33-8/38:

Decision D33-8/38
Platzregel wertet Ball als im Aus, der die Aus-Linie gekreuzt hat und dann auf dem Platz zur Ruhe gekommen ist

Frage:
Darf eine Platzregel erlassen werden, nach der ein Ball im Aus ist, wenn er die Aus-Linie gekreuzt hat, auch wenn er die Aus-Linie nochmals kreuzt und wieder auf demselben Teil des Platzes zur Ruhe kommt? Der Sinn dieser Platzregel liegt darin, Spieler daran zu hindern, ein „Dogleg abzukürzen.

Antwort:
Nein. Ein Ball ist nur dann im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt – siehe Erklärung „Aus. Die in Entscheidung 27/20 vorgeschlagene Platzregel bezieht sich auf eine andere Situation; dort kreuzt ein Ball eine im Aus liegende Fläche und kommt auf einem anderen Teil des Platzes zur Ruhe.

Also: Doglegs darf man abkürzen, Platzregeln, die das verbieten sind nicht zulässig, da sie gegen Golfregeln verstoßen und diese Frage wurde von R&A schon entschieden, sodass kein Raum für eine Anfrage nach R33-8b verbleibt. 

Als Lösung für diese gefährliche Situation bleibt hier nur die Variante, die Abkürzung möglichst unattraktiv und gefährlich für den Spieler zu gestalten, sodass er nicht mehr abkürzen will - zB durch entsprechende interne Ausgrenzen in den angepeilten Landezonen der Abkürzung, Bäume, Büsche oder ähnliches.

 

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Ich habe gestern einen Platz gespielt, auf dem die Abkürzung der Doglegs mit sehr dicht und hoch bewachsenen und geschützten Biotopen versehen war. Da hat man schon gar keine Lust mehr, abzukürzen, wenn man sich nicht 100% sicher ist. So finde ich das okay. Aber die Aus-Regel manipulieren, ist ja wirklich dreist.

Howie, Tuenn, Thomas, Jan-Boyke ... wir dürfen in Weidenhof also abkürzen 😃

Ergänzende Frage: Gelten bei einem "Biotop" die gleichen Regeln?

GC Golfoase Pfullinger Hof ist es auf eurer 1 immer noch verboten das Dogleg abzukürzen?

Wenn das Überspielen der Ausgrenze nicht möglich wäre, dann wäre an Spielerlebnis an dieser Spielbahn relativ schnell zu Ende... 🙂

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1 Monat her

Golf Rules

Heute mal etwas grundlegendes -

Definition Wasserhindernis:

„Wasserhindernis“ ist jedes Meer, jeder See, Teich, Fluss, Graben, Abzugsgraben oder sonstige offene Wasserlauf (Wasser enthaltend oder nicht) und alles Ähnliche auf dem Platz. Jeglicher Boden und alles Wasser innerhalb der Grenzen eines Wasserhindernisses ist Teil des Wasserhindernisses.

Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem Wasserhindernis und die Grenze des Hindernisses wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet.

Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen dessen Grenze.

Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im Wasserhindernis.

Die Grenze eines Wasserhindernisses erstreckt sich senkrecht nach oben und unten.

Ein Ball ist im Wasserhindernis, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt.

Pfähle, die ein Wasserhindernis bezeichnen oder dessen Grenze kennzeichnen, sind Hemmnisse.""

Hier wäre der Teil rechts der roten Linie im zweiten Bild daher nicht Wasserhindernis - dabei könnte es so einfach sein, die Pfosten einfach wie im dritten Bild zu stecken...
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Heute mal etwas grundlegendes - 

Definition Wasserhindernis:
  
„Wasserhindernis“ ist jedes Meer, jeder See, Teich, Fluss, Graben, Abzugsgraben oder sonstige offene Wasserlauf (Wasser enthaltend oder nicht) und alles Ähnliche auf dem Platz. Jeglicher Boden und alles Wasser innerhalb der Grenzen eines Wasserhindernisses ist Teil des Wasserhindernisses. 

Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem Wasserhindernis und die Grenze des Hindernisses wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet. 

Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen dessen Grenze. 

Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im Wasserhindernis. 

Die Grenze eines Wasserhindernisses erstreckt sich senkrecht nach oben und unten. 

Ein Ball ist im Wasserhindernis, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt. 

Pfähle, die ein Wasserhindernis bezeichnen oder dessen Grenze kennzeichnen, sind Hemmnisse. 

Hier wäre der Teil rechts der roten Linie im zweiten Bild daher nicht Wasserhindernis - dabei könnte es so einfach sein, die Pfosten einfach wie im dritten Bild zu stecken...Image attachmentImage attachment

 

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Ein Pfahl wäre schon zu wenig in deiner Zeichnung und der erste Ärger vorprogrammiert. Ich habe gelernt, das die imaginären Linien, wenn man über die Pfähle fluchtet, auch nicht im Hindernis verlaufen dürfen. ✌

Enrico Ritter

Was ist den das für ein Pfosten? Grafikfehler??

Sowohl für Greenkeeper als auch für Golfer gäbe es eine tolle Lösung, die ich bisher in nur einem einzigen Club angetroffen habe: In die Erde eingelassene gelbe/rote Markierungen, die in ausreichender Zahl entlang der Grenze des Wasserhindernisses gesetzt sind, keinen Zweifel daran lassen, wo das Hindernis beginnt und außerdem Greenkeepern bei ihren Platzpflegearbeiten das Leben erleichtern, weil es nix zu ziehen gibt. Natürlich sind die aus der Ferne nicht zu erkennen und ein Blick auf die Tafel am Abschlag ist unerlässlich, um zu wissen, wo die Gefahr lauert. Sicher gäbe es noch andere Nachteile. Lasst gerne hören...

Unabhängig von allen Markierungen (oder auch nicht) zählt zur "Not" die natürliche Grenze des Wasserhindernisses - was aber bei diesem Beispiel für den Spieler äußerst schwierig zu erkennen ist...

Dann wäre der Ball rechts der Verbindungslinie ja laut Regel nicht im Wasser. Darf ich denn straffrei wegdroppen wenn ich auf zeitweiliges Wasser plädiere?(Was auf jeden Fall an den Haaren herbeigezogen und unsportlich wäre🤓)

Jetzt muss ich mich hier mal einmischen: eure Diskussion ist genau die, weshalb Golf keine Zuwächse mehr hat und weshalb sich jüngere Leute so wenig für diesen tollen Sport interessieren: das was ihr hier besprecht sollte für Mannschaft Spieler und Profis wichtig sein aber nicht für denjenigen der da draußen Spaß haben will. Ready Golf ist da schon mal ein Anfang und ich hoffe das geht auch weiter denn sonst sehe ich schwarz für unseren tollen Sport LG und gutes Spiel und hadert nicht wenn euer Ball mal 3 cm zu weit rechts oder links liegt

Am besten find ich den Teil "Der Ball ist im Wasserhindernis,wenn er darin liegt, oder es mit IRGENDEINEM TEIL berührt". 😂

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1 Monat her

Golf Rules

Barbara hat uns neulich eine Frage gestellt, die es in sich hatte:

"Hallo, bin mir nicht ganz sicher, wie in folgendem Fall vorzugehen ist: Spieler legt seinen Ball bei einem frontalen Wasserhinderniss vor, der Ball rollt (spielbar) in das Wasserhindernis. Der Spieler räumt im Wasserhindernis lose hinderliche Naturstoffe weg, entscheidet sich dann aber wegen der anfallenden 2 Strafschläge den Ball mit Strafschlag vor dem Hindernis zu droppen. Bekommt er jetzt trotzdem die 2 Strafschläge wegen des wegräumens der losen hinderlichen Naturstoffe? Danke für eine Antwort.
Grüße
Barbara Oberkötter"

Die Idee ist an sich ja ganz gut. Der Spieler begeht einen Fehler, merkt es selber oder aufgrund äußeren Einflusses und entscheidet sich um, um so die Strafschläge zu vermeiden.

Tatsächlich ist das so schon einmal vorgekommen, was uns zur heutigen

Decision des Tages bringt:

Decision D13-4/17.
"Losen hinderlichen Naturstoff im Wasserhindernis entfernt; Spieler entschließt sich dann, nicht aus dem Hindernis zu spielen"

Frage:
Ein Spieler, dessen Ball in einem Wasserhindernis liegt, entfernt einen losen hinderlichen Naturstoff aus dem Hindernis. Dann entschließt er sich, nicht aus dem Hindernis zu spielen und verfährt nach Regel 26-1. Sollte der Spieler von der Strafe entbunden werden, die er sich nach Regel 13-4 für das Bewegen des losen hinderlichen Naturstoffs zugezogen hat, da er letztendlich Regel 26-1 anwendet und seinen Ball nicht aus dem Hindernis spielt?

Antwort:
Nein.

Hier heißt es also Obacht! Wenn eine Handlung vorgenommen wird, die die Golfregeln unter Strafe stellen, wie das entfernen loser hinderlicher Naturstoffe im Hindernis, kann die Handlung nicht durch Umgehung geheilt werden. Es fallen dann also 3 Strafschläge an: 2 für Verstoß gegen R13-4 und 1 für die Erleichterung nach R26-1. Daher als Praxistipp: Erst die Lage ansehen, die Alternativen durchdenken und dann handeln.
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Barbara hat uns neulich eine Frage gestellt, die es in sich hatte:

Hallo, bin mir nicht ganz sicher, wie in folgendem Fall vorzugehen ist: Spieler legt seinen Ball bei einem frontalen Wasserhinderniss vor, der Ball rollt (spielbar) in das Wasserhindernis. Der Spieler räumt im Wasserhindernis lose hinderliche Naturstoffe weg, entscheidet sich dann aber wegen der anfallenden 2 Strafschläge den Ball mit Strafschlag vor dem Hindernis zu droppen. Bekommt er jetzt trotzdem die 2 Strafschläge wegen des wegräumens der losen hinderlichen Naturstoffe? Danke für eine Antwort.
Grüße 
Barbara Oberkötter

Die Idee ist an sich ja ganz gut. Der Spieler begeht einen Fehler, merkt es selber oder aufgrund äußeren Einflusses und entscheidet sich um, um so die Strafschläge zu vermeiden. 

Tatsächlich ist das so schon einmal vorgekommen, was uns zur heutigen 

Decision des Tages bringt: 

Decision D13-4/17.
Losen hinderlichen Naturstoff im Wasserhindernis entfernt; Spieler entschließt sich dann, nicht aus dem Hindernis zu spielen

Frage:
Ein Spieler, dessen Ball in einem Wasserhindernis liegt, entfernt einen losen hinderlichen Naturstoff aus dem Hindernis. Dann entschließt er sich, nicht aus dem Hindernis zu spielen und verfährt nach Regel 26-1. Sollte der Spieler von der Strafe entbunden werden, die er sich nach Regel 13-4 für das Bewegen des losen hinderlichen Naturstoffs zugezogen hat, da er letztendlich Regel 26-1 anwendet und seinen Ball nicht aus dem Hindernis spielt?

Antwort:
Nein.

Hier heißt es also Obacht! Wenn eine Handlung vorgenommen wird, die die Golfregeln unter Strafe stellen, wie das entfernen loser hinderlicher Naturstoffe im Hindernis, kann die Handlung nicht durch Umgehung geheilt werden. Es fallen dann also 3 Strafschläge an: 2 für Verstoß gegen R13-4 und 1 für die Erleichterung nach R26-1. Daher als Praxistipp: Erst die Lage ansehen, die Alternativen durchdenken und dann handeln.

 

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Golf Regel Vorort gut erklärt, als wäre es mir gerade passiert oder könnte irgendwann passieren, es hilft mir Strsfschlaege zu vermeiden

Interessanter Fall. Hatten wir so jetzt auch noch nie! Aber macht Sinn die 3 Strafschläge. Erst schauen, dann entscheiden 😉

Wer die Regeln kennt, legt sie zu seinen Gunsten aus 😉

Vielen Dank für die Erklärung. Jede Diskussion macht mich sicherer. 👍🏌️🍀😎

1 Monat her

Golf Rules

Hin und wieder findet man immer noch ein paar Hinterlassenschaften von "Friederike" - so auch auf unserem Platz beim Ligaspiel der AK50. Um Missverständnis zu vermeiden ist in diesem Fall dem Spieler der Sachverhalt aus Decision D25/7 "Umgestürzter Baum während der Dauer seiner Beseitigung" noch einmal durch eine entsprechende Kennzeichnung näher gebracht worden.

Denn hier heißt es - Frage: Ein Greenkeeper ist dabei, einen umgestürzten Baum zu zersägen und das Holz aufzustapeln. Was hat der Baum für einen Status?

Antwort: Der Baum ist in seiner Gesamtheit Boden in Ausbesserung, da er „zur Beseitigung angehäuftes Material? darstellt – siehe Erklärung „Boden in Ausbesserung"

Auszug aus den Erklärungen:
„Boden in Ausbesserung“ ist jeder Teil des Platzes, der auf Anordnung der Spielleitung als solcher markiert oder durch deren befugte Vertreter dazu erklärt wurde. Jeglicher Boden und jederlei Gras, Busch und Baum oder Sonstiges, das wächst, in dem Boden in Ausbesserung, gehören zu dem Boden in Ausbesserung. Boden in Ausbesserung schließt auch zur Beseitigung angehäuftes Material und von Platzpflegern gemachte Löcher mit ein, auch wenn dies nicht entsprechend markiert ist. Schnittgut und anderes auf dem Platz liegen gelassene Material, das sich selbst überlassen und nicht zum Abtransport bestimmt wurde, ist kein Boden in Ausbesserung, es sei denn, es wäre so markiert. (tk)
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Hin und wieder findet man immer noch ein paar Hinterlassenschaften von Friederike - so auch auf unserem Platz beim Ligaspiel der AK50. Um Missverständnis zu vermeiden ist in diesem Fall dem Spieler der Sachverhalt aus Decision D25/7 Umgestürzter Baum während der Dauer seiner Beseitigung noch einmal durch eine entsprechende Kennzeichnung näher gebracht worden.

Denn hier heißt es - Frage: Ein Greenkeeper ist dabei, einen umgestürzten Baum zu zersägen und das Holz aufzustapeln. Was hat der Baum für einen Status?

Antwort: Der Baum ist in seiner Gesamtheit Boden in Ausbesserung, da er „zur Beseitigung angehäuftes Material? darstellt – siehe Erklärung „Boden in Ausbesserung

Auszug aus den Erklärungen:
„Boden in Ausbesserung“ ist jeder Teil des Platzes, der auf Anordnung der Spielleitung als solcher markiert oder durch deren befugte Vertreter dazu erklärt wurde. Jeglicher Boden und jederlei Gras, Busch und Baum oder Sonstiges, das wächst, in dem Boden in Ausbesserung, gehören zu dem Boden in Ausbesserung. Boden in Ausbesserung schließt auch zur Beseitigung angehäuftes Material und von Platzpflegern gemachte Löcher mit ein, auch wenn dies nicht entsprechend markiert ist. Schnittgut und anderes auf dem Platz liegen gelassene Material, das sich selbst überlassen und nicht zum Abtransport bestimmt wurde, ist kein Boden in Ausbesserung, es sei denn, es wäre so markiert. (tk)

 

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Eindeutig in Zeiten des Klimawandel kannst jeden Golfplatz treffen

1 Monat her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

In dieser Ausgabe von "Golf-Rules am Sonntag" geht es um die Normierung des Begriffes "Schlägerlänge" - aktuell gibt es nämlich keine feste Definition einer Schlägerlänge. Ein Spieler bei der Messung irgendeinen Schläger aus der Tasche wählen, um eine Schlägerlänge zu messen. Somit können Spieler mit langen Puttern den Ball in Bereiche fallen, die andere Spieler nicht erreichen können.

Mit dem neuen regelwerk ab 2019 wird die Definition „Schlägerlänge“ aufgenommen. Eine "Schlägerlänge" wird definiert als die Länge des längsten Schlägers in der Tasche des Spielers, außer dem Putter.

Muss der nach einer Regel innerhalb der festen Größe von einer oder zwei Schlägerlängen fallen gelassen werden, so gilt die Länge dieses Schlägers als Referenz. Ein Spieler kann somit keine strategische Entscheidung über den Abstand des Bereichs treffen, wo der Ball fallenzulassen ist.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

In dieser Ausgabe von Golf-Rules am Sonntag geht es um die Normierung des Begriffes Schlägerlänge - aktuell gibt es nämlich keine feste Definition einer Schlägerlänge. Ein Spieler bei der Messung irgendeinen Schläger aus der Tasche wählen, um eine Schlägerlänge zu messen. Somit können Spieler mit langen Puttern den Ball in Bereiche fallen, die andere Spieler nicht erreichen können.

Mit dem neuen regelwerk ab 2019 wird die Definition „Schlägerlänge“ aufgenommen. Eine Schlägerlänge wird definiert als die Länge des längsten Schlägers in der Tasche des Spielers, außer dem Putter.

Muss der nach einer Regel innerhalb der festen Größe von einer oder zwei Schlägerlängen fallen gelassen werden, so gilt die Länge dieses Schlägers als Referenz. Ein Spieler kann somit keine strategische Entscheidung über den Abstand des Bereichs treffen, wo der Ball fallenzulassen ist.

#RulesOfGolf2019

 

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Ich habe keine Wahl, da ich keinen Länger Schlaeger im Bag habe, die Regelung entspricht dem Spirit des Spiels D

1 Monat her

Golf Rules

Gerade auf Privatrunden macht man ja manchmal Dinge, die im Turnier fatale Folgen haben können. Der kurze Putt am Loch vorbeigeschoben und während der Ball noch rollt, schnell nachgehackt, damit der Ball doch ins Loch geht. Nur, was ist das eigentlich aus Regelsicht?

Zunächst könnte man an Regel R14-4 "Ball öfter als einmal treffen" denken. Damit sind aber andere Fälle gemeint, denn die Regel sagt "trifft der Schläger eines Spielers im Verlauf EINES Schlags den Ball öfter als einmal...". Hier ist aber nicht ein Schlag, sondern es sind zwei.

Regel R14-5 "Spielen eines Balls in Bewegung" passt hier auch nur auf den ersten Blick, denn damit sind Fälle abgedeckt, bei denen sich der Ball aufgrund nicht näher nachvollziehbarer äußerer Einflüsse in Bewegung setzt, wie zB Wind, Schwerkraft, Erdbeben oder ähnliches.

"Ball in Bewegung abgelenkt oder aufgehalten - durch Spieler, Caddie oder Ausrüstung", R19-2 passt hier auch nicht, da die Ablenkung nicht versehentlich sondern mit voller Absicht erfolgte.

R14-5 hat aber die Lösung für uns parat: Im letzten Absatz steht: "Ball absichtlich von Spieler, Partner oder Caddie abgelenkt oder aufgehalten – siehe Regel 1-2."

Regel R1-2 "Beeinflussung der Bewegung des Balls oder Abänderung physischer Bedingungen" sagt uns:

"Kein Spieler darf

(I) eine Handlung mit der Absicht durchführen, die Bewegung eines Balls im Spiel zu beeinflussen, (...)"

Das wäre mit Lochverlust im Lochspiel und zwei Strafschlägen im Zählspiel sanktioniert. Außer, es handelt sich um einen schwerwiegenden Verstoß, der führt zur Disqualifikation.

Also: Obacht bei kleinen Macken, die man sich so angewöhnt...
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Ballbewegung beeinflusst

1 Monat her

Golf Rules

Der Ball liegt auf dem Grün - dieses ist aber das "falsche". Was nun?

Nach Regel R25-3 "Falsches Grün" ist Behinderung durch ein falsches Grün gegeben, wenn ein Ball auf dem falschen Grün ist. Behinderung nach dieser Regel ist nicht gegeben, wenn nur die Standposition oder der Raum des beabsichtigten Schwungs eines Spielers betroffen ist.

Der Spieler darf den Ball nicht spielen, wie er liegt. Er muss straflos folgendermaßen Erleichterung in Anspruch nehmen:

Der Spieler muss den Ball aufnehmen und ihn innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung und nicht näher zum Loch als dieser Punkt fallen lassen. Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung darf sich nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün befinden. Beim Fallenlassen innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung muss der Ball zuerst auf einem Teil des Platzes an einer Stelle auftreffen, die die Behinderung durch das falsche Grün ausschließt und sich nicht in einem Hindernis und nicht auf einem Grün befindet. Der nach dieser Regel aufgenommene Ball darf gereinigt werden.

Und merke: nur die Ballposition auf dem falschen Grün ist entscheidend - nicht die Standposition. (tk)
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Der Ball liegt auf dem Grün - dieses ist aber das falsche. Was nun?

Nach Regel R25-3 Falsches Grün ist Behinderung durch ein falsches Grün gegeben, wenn ein Ball auf dem falschen Grün ist. Behinderung nach dieser Regel ist nicht gegeben, wenn nur die Standposition oder der Raum des beabsichtigten Schwungs eines Spielers betroffen ist.

Der Spieler darf den Ball nicht spielen, wie er liegt. Er muss straflos folgendermaßen Erleichterung in Anspruch nehmen: 

Der Spieler muss den Ball aufnehmen und ihn innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung und nicht näher zum Loch als dieser Punkt fallen lassen. Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung darf sich nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün befinden. Beim Fallenlassen innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung muss der Ball zuerst auf einem Teil des Platzes an einer Stelle auftreffen, die die Behinderung durch das falsche Grün ausschließt und sich nicht in einem Hindernis und nicht auf einem Grün befindet. Der nach dieser Regel aufgenommene Ball darf gereinigt werden. 

Und merke: nur die Ballposition auf dem falschen Grün ist entscheidend - nicht die Standposition. (tk)

 

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Ist mir noch nie passiert, aber einem meiner Jugendlichen in Braunschweig, ist aber schon 25 Jahre her

Ich bin immer wieder froh, hier die Golfregeln für seltene Fälle auffrischen zu können

1 Monat her

Golf Rules

„Boden in Ausbesserung“ ist jeder Teil des Platzes, der auf Anordnung der Spielleitung als solcher markiert oder durch deren befugte Vertreter dazu erklärt wurde. Wird die Grenze von Boden in Ausbesserung durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in Boden in Ausbesserung und die Grenze wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet. Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um Boden in Ausbesserung anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle den Boden in Ausbesserung und die Linien kennzeichnen die Grenze. --> so steht es in den Erklärungen der Golfregeln.

Die Realität spiegelt sich aber manchmal wie auf den Bildern festgehaltene Situationen wieder. Der Spieler kann in diesem Fall in den Randbereichen stellenweise nur "erraten", ob der Ball denn nun im "Boden in Ausbesserung" zur Ruhe gekommen ist oder nicht. Da hilft dann auch eine Platzregel in der Form "Angelegte Heideflächen an den Fairway- und Grünbunkern sind ungewöhnlich beschaffener Boden gem. Regel 25-1. Es kann nach Regel 25-1 Erleichterung in Anspruch genommen werden." nur begrenzt, denn die Grundlage für die Anwendung der Platzregel ist die (eindeutige) Balllage.

Aber wie wie würde man es besser machen? Da der "Boden in Ausbesserung" eine Fläche ist, sollte diese durch farbliche Markierungen / Linien oder - wegen der Nachhaltigkeit bzw. besseren Sichtbarkeit im Sand an der Bunkerkante - durch mehrere blaue Pfosten gekennzeichnet werden. Dann hat der Spieler Gewissheit und kann nach der gültigen Platzregel handeln... (tk)
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„Boden in Ausbesserung“ ist jeder Teil des Platzes, der auf Anordnung der Spielleitung als solcher markiert oder durch deren befugte Vertreter dazu erklärt wurde. Wird die Grenze von Boden in Ausbesserung durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in Boden in Ausbesserung und die Grenze wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet. Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um Boden in Ausbesserung anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle den Boden in Ausbesserung und die Linien kennzeichnen die Grenze. --> so steht es in den Erklärungen der Golfregeln.

Die Realität spiegelt sich aber manchmal wie auf den Bildern festgehaltene Situationen wieder. Der Spieler kann in diesem Fall in den Randbereichen stellenweise nur erraten, ob der Ball denn nun im Boden in Ausbesserung zur Ruhe gekommen ist oder nicht. Da hilft dann auch eine Platzregel in der Form Angelegte Heideflächen an den Fairway- und Grünbunkern sind ungewöhnlich beschaffener Boden gem. Regel 25-1. Es kann nach Regel 25-1 Erleichterung in Anspruch genommen werden. nur begrenzt, denn die Grundlage für die Anwendung der Platzregel ist die (eindeutige) Balllage.

Aber wie wie würde man es besser machen? Da der Boden in Ausbesserung eine Fläche ist, sollte diese durch farbliche Markierungen / Linien oder - wegen der Nachhaltigkeit bzw. besseren Sichtbarkeit im Sand an der Bunkerkante - durch mehrere blaue Pfosten gekennzeichnet werden. Dann hat der Spieler Gewissheit und kann nach der gültigen Platzregel handeln... (tk)Image attachment

 

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Auf privaten Runden am besten irgendwo raus legen. Im Turnier hingegen, da könnte es zu Diskussionen kommen. Schwierig wenn die Spielleitung das so okay findet... Entweder an jedes Eck blaue Pfosten oder eben eine blaue Linie um den zu schonenden Boden ziehen. In diesem Sinne, Schönes Spiel 🙂

Kommt mir bekannt vor, das Bild... 😉

Wo ist die Heide geblieben?

2 Monate her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

"Golf-Rules am Feiertag" - heute geht es um die Erwartungshaltung ggü. den Spielern bzw. den Maßnahmen, wenn diese nicht eingehalten werden. Aktuell erlaubt es die Regel R33-7 bei einem schwerwiegenden Verstoß gegen die "Etiquette" den Spieler zu disqualifizieren. „Etikette“ selber ist aber kein Teil der Regeln.

Mit dem neuen Regelwerk ab 2019 bleibt es bei der Befugnis der Spielleitung einen Spieler für ein schwerwiegendes Fehlverhalten zu disqualifizieren, welches dem Geist des Spiels widerspricht. Allerdings wird nicht mehr von "Verletzung der Etikette" gesprochen, sondern in den Regeln wird direkt das "Fehlverhalten" bzw. das "schwere Fehlverhalten" angesprochen.

Insofern können damit zukünftig geringere Strafen, als die der Disqualifikation, für ein Fehlverhaltes der Spieler verhängt werden, wenn diese durch den Verhaltenscodex in Regel 1.2b, abgedeckt sind.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Golf-Rules am Feiertag - heute geht es um die Erwartungshaltung ggü. den Spielern bzw. den Maßnahmen, wenn diese nicht eingehalten werden. Aktuell erlaubt es die Regel R33-7 bei einem schwerwiegenden Verstoß gegen die Etiquette den Spieler zu disqualifizieren. „Etikette“ selber ist aber kein Teil der Regeln.

Mit dem neuen Regelwerk ab 2019 bleibt es bei der Befugnis der Spielleitung einen Spieler für ein schwerwiegendes Fehlverhalten zu disqualifizieren, welches dem Geist des Spiels widerspricht. Allerdings wird nicht mehr von Verletzung der Etikette gesprochen, sondern in den Regeln wird direkt das Fehlverhalten bzw. das schwere Fehlverhalten angesprochen.

Insofern können damit zukünftig geringere Strafen, als die der Disqualifikation, für ein Fehlverhaltes der Spieler verhängt werden, wenn diese durch den Verhaltenscodex in Regel 1.2b, abgedeckt sind.

#RulesOfGolf2019

2 Monate her

Golf Rules

Die Information der Spieler über die Fahnenpositonen auf dem Grün haben eine immer geringer werdende Bedeutung. Durch das Inkraftsetzen der Platzregel einen Entfernungsmesser nutzen zu können, haben die Spieler die Möglichkeit die Entfernung zwischen aktueller Balllage und der Fahne exakt auszumessen.

Trotzdem ist die Position für Spieler weiterhin von Bedeutung, so dass in Ligaspielen diese auf der Scorekarten angegeben wird. So kann der Spieler besser einschätzen, ob die Fahne im vorderen oder hinteren Bereich im Grün positioniert ist bzw. wie weit diese vom Grünrand entfernt ist.

Sollte bei der morgentlichen Platzkontrolle vor dem Wettspiel durch die Spielleitung festgestellt werden, dass die festgelegte und auf der Scorekarten notierte Position durch den Greenkeeper doch nicht gesteckt wurde / werden konnte, dann kann / sollte diese die Spieler über diese Änderung kurz informieren.

Statt alle Scorekarten zu ändern oder durch den Starter die Information auszugeben, hilft ein kurzer Hinweis auf dem Tee, um alle Spieler gleichermaßen zu informieren. (tk)
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Die Information der Spieler über die Fahnenpositonen auf dem Grün haben eine immer geringer werdende Bedeutung. Durch das Inkraftsetzen der Platzregel einen Entfernungsmesser nutzen zu können, haben die Spieler die Möglichkeit die Entfernung zwischen aktueller Balllage und der Fahne exakt auszumessen.

Trotzdem ist die Position für Spieler weiterhin von Bedeutung, so dass in Ligaspielen diese auf der Scorekarten angegeben wird. So kann der Spieler besser einschätzen, ob die Fahne im vorderen oder hinteren Bereich im Grün positioniert ist bzw. wie weit diese vom Grünrand entfernt ist. 

Sollte bei der morgentlichen Platzkontrolle vor dem Wettspiel durch die Spielleitung festgestellt werden, dass die festgelegte und auf der Scorekarten notierte Position durch den Greenkeeper doch nicht gesteckt wurde / werden konnte, dann kann / sollte diese die Spieler über diese Änderung kurz informieren. 

Statt alle Scorekarten zu ändern oder durch den Starter die Information auszugeben, hilft ein kurzer Hinweis auf dem Tee, um alle Spieler gleichermaßen zu informieren. (tk)

 

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Perfekt, das hilft

Jetzt noch genau 18/und 9 L anspielen können...😂

44 Grad Ost... 56 Grad West... die Segel sind gesetzt 2 Strich Steuerbord... (wie blöd ist das denn)

2 Monate her

Golf Rules

Heute mal ein für den Spieler ziemlich ärgerliches Thema und zudem ein Diskussionspunkt, welcher in älteren Beiträgen in Golf Rules schon ausgiebig diskutiert wurde.

Es ist nämlich ziemlich "gemein", wenn der Ball nach einem perfekten Abschlag Mitte Fairway in einer "Hinterlassenschaft" eines vorherigen Spielers zur Ruhe kommt. Aber das Spielzufall und einfach großes Pech - es gibt keine Regel, die dem Spieler in diesem Fall Erleichterung aus der vorgefundenen Lage ermöglicht.

Auch die Spielleitung hat in diesem Fall keine Ermächtigung eine Platzregel zu erlassen. In Decision D33-8/34 "Erleichterung von Divotlöchern (Löcher herausgeschlagener Grasnarbe)" ist dieses nämlich explizit ausgeschlossen:

Frage: Darf eine Spielleitung eine Platzregel erlassen, die straflose Erleichterung von Divotlöchern oder von ausgebesserten Divotlöchern (z. B. mit Sand und/oder Saatmischung aufgefüllten Divotlöchern) vorsieht?

Antwort: Nein. Eine solche Platzregel würde Regel 13-1 abändern und ist nicht zulässig. (tk)
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Heute mal ein für den Spieler ziemlich ärgerliches Thema und zudem ein Diskussionspunkt, welcher in älteren Beiträgen in Golf Rules schon ausgiebig diskutiert wurde.

Es ist nämlich ziemlich gemein, wenn der Ball nach einem perfekten Abschlag Mitte Fairway in einer Hinterlassenschaft eines vorherigen Spielers zur Ruhe kommt. Aber das Spielzufall und einfach großes Pech - es gibt keine Regel, die dem Spieler in diesem Fall Erleichterung aus der vorgefundenen Lage ermöglicht.

Auch die Spielleitung hat in diesem Fall keine Ermächtigung eine Platzregel zu erlassen. In Decision D33-8/34 Erleichterung von Divotlöchern (Löcher herausgeschlagener Grasnarbe) ist dieses nämlich explizit ausgeschlossen:

Frage: Darf eine Spielleitung eine Platzregel erlassen, die straflose Erleichterung von Divotlöchern oder von ausgebesserten Divotlöchern (z. B. mit Sand und/oder Saatmischung aufgefüllten Divotlöchern) vorsieht?

Antwort: Nein. Eine solche Platzregel würde Regel 13-1 abändern und ist nicht zulässig. (tk)

 

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Immer mal erlebt bei Einspielrunden AK 12, 14,16 (weniger) 18 (selten), sind immer einsichtig, je oefter sie im Wettspiel im 80 - 100 m Bereich in ein Divot vom Vortag geraten. Aus Fehlern lernen.

Golf Rules Wäre es der Spielleitung erlaubt Divots generell als Boden in Ausbesserung zu deklarieren?

2 Monate her

Golf Rules

Gleicher Abschlag: kleine Änderung - große Wirkung...

Neben den Golfregeln haben wir ja auch immer ein Auge auf eine möglichst eindeutige Platzvorbereitung. Neben der eindeutigen Kennzeichnung von bestimmten Platzbereichen ist auch der (meistens etwas vernachlässigte) Abschlag immer wieder ein Thema.

Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Ausrichtung der Abschlagmarkierungen auf dem Bauwerk. Wenn, wie In diesem Fall, das Abschlagbauwerk nicht in Spielrichtung gemäht wurde, dann sollten zumindest die Abschlagmarkierungen in diese ausgerichtet werden. Letztendlich zählt die Frage, wo die Spielerin von diesem Abschlag spielen möchte - wo ist die Landezone?

Und diese kleine Korrektur hilft auch dabei die Spielerinnen zu unterstützen und mögliche Suchzeiten zwischen den Bäumen rechts der Landezone zu vermeiden... (tk)
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Gleicher Abschlag: kleine Änderung - große Wirkung...

Neben den Golfregeln haben wir ja auch immer ein Auge auf eine möglichst eindeutige Platzvorbereitung. Neben der eindeutigen Kennzeichnung von bestimmten Platzbereichen ist auch der (meistens etwas vernachlässigte) Abschlag immer wieder ein Thema. 

Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Ausrichtung der Abschlagmarkierungen auf dem Bauwerk. Wenn, wie In diesem Fall, das Abschlagbauwerk nicht in Spielrichtung gemäht wurde, dann sollten zumindest die Abschlagmarkierungen in diese ausgerichtet werden. Letztendlich zählt die Frage, wo die Spielerin von diesem Abschlag spielen möchte - wo ist die Landezone?

Und diese kleine Korrektur hilft auch dabei die Spielerinnen zu unterstützen und mögliche Suchzeiten zwischen den Bäumen rechts der Landezone zu vermeiden... (tk)Image attachment

 

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Morris Kother

Golfclub Ravensburg

Oh je, das kenne ich! Ich verstehe diese Art der Abschlag-Anlage ja, wenn man den Spieler bewusst verleiten will, in Richtung eines Hindernisses (Bunker) zu spielen und die entsprechende Ausrichtung entgegen der gesteckten Markierung die erste „Testaufgabe“ ist. Aber oft genug ist da gar kein Hindernis, sondern einfach nur das Semi-Raff... Zumindest mir fällt es zudem schwer, mich gegen die eigentliche Mährichtung und Absteckung auszurichten - nicht von der äußeren Körperhaltung her, vielmehr im Kopf und Unterbewusstsein: Oftmals weist mein Abschlag dann eine ungewollte Flugkurve analog zu der zuvor erfolgten Drehung auf. Besonders „erfreuen“ mich diese seltsam ausgerichteten Abschläge aber, wenn ich sehe, dass die Herrenabschläge exakt auf die Landezone des Drives im Fairway ausgerichtet sind, die Damenabschläge aber nicht. Zufall oder nicht: Euer Foto zeigt einen Damen-Abschlag 🤣🤣

Bei wem wurde das System getestet? Wir Menschen lernen spätestens im 4. Lj uns nach geraden Linien auszurichten. Solange kein 100%iges Vertrauen des Spielers in den Schwung besteht - und das haben auch viele Einstellige noch nicht - wird keine Ausrichtung der Abschlagmarkierungen einen Beitrag leisten können. Die Ausrichtung der Teebox, des Abschlags schon eher. Das jedoch ist weniger im Sinne des Architekten wie Limburger & co 🤔

Ich habe die unmöglichsten Ausrichtungen gesehen, viele Kommentare zur Ausrichtung gehört, und trotzdem schlagen die meisten einen slice oder draw ins Rough (so wird das geschrieben). Ich setze Markierungen tagtäglich, und merke das es wenig Beachtung findet, solange man guten rasen zum aufteen gibt. Außerdem darf man sich innerhalb der Box zwei schlägerlängen nach hinten bewegen, dann muss der Ball einfach nur durch. Und alt genug zum korrekten ausrichten sollten die meisten sein

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2 Monate her

Golf Rules

Eine Regel, die gerade bei Kanonenstart oder Start von zwei Tees gerne ins Spiel kommt, die aber kaum ein Spieler kennt ist Regel R6-3b. Und sie kann weitreichende Folgen entwickeln:

Im Zählspielturnier wird von Tee 1 und Tee 10 gestartet, vorweg gehen jeweils zwei 2er Spielgruppen, gefolgt von 3ern. Bei den 2ern läuft es, sie kommen gut voran und laufen schließlich auf den letzten 3er vom anderen Starttee auf. Weil warten zu viert viel mehr Spaß macht und man dann auch insgesamt langsamer wird, beschließen sie, sich zu einem 4er zusammenzuschließen und die Runde gemeinsam zu beenden. Schon mal erlebt? Dann kennt Ihr die Folgen. Für alle anderen:

"R6-3b) Spielergruppen
Im Zählspiel muss der Bewerber während der gesamten Runde in der Gruppe bleiben, die von der Spielleitung eingeteilt wurde, sofern nicht die Spielleitung einen Wechsel zulässt oder nachträglich genehmigt.

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN REGEL 6-3:
Disqualifikation."

Als wir die Spielgruppe so vorfanden, war schnell klar, dass wir als Spielleitung vom DQ absehen und den Zusammenschluss genehmigen, was eine Ermessensentscheidung ist. Es kann aber auch anders kommen, deshalb: In solch einem Fall informiert unbedingt die Spielleitung und schildert den Fall - in den meisten Fällen gibt es dann das ok und gut ist. Vier führende Spieler eines Wettspiels mit DQ müssen echt nicht sein...
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Eine Regel, die gerade bei Kanonenstart oder Start von zwei Tees gerne ins Spiel kommt, die aber kaum ein Spieler kennt ist Regel R6-3b. Und sie kann weitreichende Folgen entwickeln:

Im Zählspielturnier wird von Tee 1 und Tee 10 gestartet, vorweg gehen jeweils zwei 2er Spielgruppen, gefolgt von 3ern. Bei den 2ern läuft es, sie kommen gut voran und laufen schließlich auf den letzten 3er vom anderen Starttee auf. Weil warten zu viert viel mehr Spaß macht und man dann auch insgesamt langsamer wird, beschließen sie, sich zu einem 4er zusammenzuschließen und die Runde gemeinsam zu beenden. Schon mal erlebt? Dann kennt Ihr die Folgen. Für alle anderen:

R6-3b) Spielergruppen 
Im Zählspiel muss der Bewerber während der gesamten Runde in der Gruppe bleiben, die von der Spielleitung eingeteilt wurde, sofern nicht die Spielleitung einen Wechsel zulässt oder nachträglich genehmigt. 

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN REGEL 6-3: 
Disqualifikation.

Als wir die Spielgruppe so vorfanden, war schnell klar, dass wir als Spielleitung vom DQ absehen und den Zusammenschluss genehmigen, was eine Ermessensentscheidung ist. Es kann aber auch anders kommen, deshalb: In solch einem Fall informiert unbedingt die Spielleitung und schildert den Fall - in den meisten Fällen gibt es dann das ok und gut ist. Vier führende Spieler eines Wettspiels mit DQ müssen echt nicht sein...

 

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Es gab mal einen Fall dass bei einem Dreierflight bei strömenden Regen zwei Spieler nach Loch 5 aufhörten. Alleine darf man nicht spielen. In diesem Fall ist es angemessen, sich automatisch dem nächsten Flight anzuschliessen. Noch was zum "Zerfall" des Flights. Wenn ein Spieler während der Runde aufhört dann muss er als Zähler die Scorekarte unterschreiben bevor er geht, sonst wird der Spieler disqualifiziert. Auf dieser Scorekarte müssen sich am Ende unbedingt 3 Unterschriften befinden! Sonst DQ!

2 Monate her

Golf Rules

Golf Rules sagt "Servus"...

Danke Ulf für die gemeinsame Zeit - Du warst immer ein sehr geschätzter Gesprächspartner bei Regelfragen, ein vorbildlicher Referee-Kollege und insbesondere ein guter Freund.

Wir werden Dich vermissen...
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Golf Rules sagt Servus...

Danke Ulf für die gemeinsame Zeit - Du warst immer ein sehr geschätzter Gesprächspartner bei Regelfragen, ein vorbildlicher Referee-Kollege und insbesondere ein guter Freund. 

Wir werden Dich vermissen...

2 Monate her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Spieltempo und "Ready Golf" - diese Themen hatten wir schon des öfteren in der Diskussion in unserem Forum und heute steht dieses bei "Golf-Rules am Sonntag" auch im Fokus.

Die Regeländerungen bzgl. „Ready Golf“ sollen den Spielern eine positive Orientierungshilfe, Unterstützung und Ermutigung geben, um das Spieltempo zu erhöhen. Mit der Regeländerung ab 2019 wird dieses Verfahren in den Golfregeln festgeschrieben. In Regel R6.4 wird ausdrücklich erlaubt auch außerhalb der Spielfolge zu spielen (in sicherer und verantwortungsvoller Weise)

Desweiteren gibt es in der Regel R5.6 eine Empfehlung für die Erhöhung der Spielgeschwindigkeit. Spieler sollten erkennen, dass ihr Spielrhythmus andere beeinflusst. Deswegen soll für einen Schlag in nicht mehr als 40 Sekunden (und in der Regel in kürzerer Zeit) benötigt werden.

Die Änderungen ermöglichen es der Spielleitung, auf die in den Regeln festgelegte Erwartungen hinzuweisen und ihre Autorität zu nutzen, um zügiges Spielen durchzusetzen. Jede Spielleitung sollte eine „Pace of Play“-Policy einführen, so dass alle Spieler auf dem Platz - egal welcher Art oder Spielstärke - wissen, was von ihnen erwartet wird.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Spieltempo und Ready Golf - diese Themen hatten wir schon des öfteren in der Diskussion in unserem Forum und heute steht dieses bei Golf-Rules am Sonntag auch im Fokus.

Die Regeländerungen bzgl. „Ready Golf“ sollen den Spielern eine positive Orientierungshilfe, Unterstützung und Ermutigung geben, um das Spieltempo zu erhöhen. Mit der Regeländerung ab 2019 wird dieses Verfahren in den Golfregeln festgeschrieben. In Regel R6.4 wird ausdrücklich erlaubt auch außerhalb der Spielfolge zu spielen (in sicherer und verantwortungsvoller Weise)

Desweiteren gibt es in der Regel R5.6 eine Empfehlung für die Erhöhung der Spielgeschwindigkeit. Spieler sollten erkennen, dass ihr Spielrhythmus andere beeinflusst. Deswegen soll für einen Schlag in nicht mehr als 40 Sekunden (und in der Regel in kürzerer Zeit) benötigt werden.

Die Änderungen ermöglichen es der Spielleitung, auf die in den Regeln festgelegte Erwartungen hinzuweisen und ihre Autorität zu nutzen, um zügiges Spielen durchzusetzen. Jede Spielleitung sollte eine „Pace of Play“-Policy einführen, so dass alle Spieler auf dem Platz - egal welcher Art oder Spielstärke - wissen, was von ihnen erwartet wird.

#RulesOfGolf2019

 

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Eine Frage aus der Praxis. Heute im Turnier ist uns der Anschluss zum vorderen Flight abgerissen. Die waren einfach stärker. Wir haben aber auch nicht unnötig Zeit vergeudet sondern so zügig wie möglich gespielt. Inklusive gelegentlicher Ballsuche. ABER: der Flight hinter uns hat auf uns auch abreißen lassen müssen. Trotzdem hat uns der Marschall zum zügigen Spiel ermahnt, was ich als unnötig erachtet habe. Wie gesagt, wir haben so schnell gespielt, wie es uns als Gruppe möglich war und niemand wurde durch uns aufgehalten. Die Ermahnung und das hinter uns im Cart herfahren war einfach nur dämlich in der Situation. Wie ist das denn offiziell zu sehen?

Der Text in Bild ist trotz Vergrößerung nicht lesbar -zu klein.

2 Monate her

Golf Rules

Die Ballsuche. 5 Minuten Zeit, den Ball in den Büschen oder im Rough wiederzufinden. Sehr wenig Ball, sehr viel Rough. Doch was, wenn ein Ball nach 4:58 von Mitspielern gefunden wird, der Spieler aber noch 10 Sekunden zur Identifizierung benötigt (hinlaufen, etc.)?

R27-1c sagt uns, dass ein Ball verloren ist, wenn er nicht innerhalb von 5 Minuten gefunden wurde. Wann gilt ein Ball als gefunden? Wenn irgendwer EINEN Ball findet oder wenn der Spieler diesen Ball als SEINEN Ball identifiziert? Kann ein Spieler bei 4:58 die Identifizierung verweigern, zB weil ihm die Lage nicht passt?

Nein, sagt unsere

Decision des Tages:

Decision D27/5.5

"Ursprünglichen Ball zwar innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden, aber erst nach Ablauf derselben identifiziert"

Frage:
Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag, sucht etwas über vier Minuten nach seinem Ball und geht dann auf dem Fairway zurück, um einen anderen Ball nach Regel 27-1 ins Spiel zu bringen. Noch innerhalb der fünfminütigen Suchzeit wird dann ein Ball gefunden. Weil der Spieler jetzt aber bereits eine beträchtliche Entfernung weit weg ist, ist es ihm nicht mehr möglich, den Ball noch vor Ablauf der fünfminütigen Suchzeit als den seinen zu identifizieren. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Wird ein Ball binnen fünf Minuten, nachdem die Suche nach ihm begonnen hatte, gefunden, so steht dem Spieler genügend Zeit zu, die Fundstelle zu erreichen und den Ball zu identifizieren. Identifiziert der Spieler den Ball dann als den seinen, so ist es kein „Verlorener Ball", obwohl die Identifizierung erst stattfindet, nachdem die fünfminütige Suchzeit bereits verstrichen ist.

Also, alles was vor dem Spiel aus der schlechten Lage schützt ist, den provisorischen Ball zum Ball im Spiel zu machen - im Lochspiel sieht man dazu gerne auch mal jemanden auf dem Golfplatz rennen...
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Die Ballsuche. 5 Minuten Zeit, den Ball in den Büschen oder im Rough wiederzufinden. Sehr wenig Ball, sehr viel Rough. Doch was, wenn ein Ball nach 4:58 von Mitspielern gefunden wird, der Spieler aber noch 10 Sekunden zur Identifizierung benötigt (hinlaufen, etc.)?

R27-1c sagt uns, dass ein Ball verloren ist, wenn er nicht innerhalb von 5 Minuten gefunden wurde. Wann gilt ein Ball als gefunden? Wenn irgendwer EINEN Ball findet oder wenn der Spieler diesen Ball als SEINEN Ball identifiziert? Kann ein Spieler bei 4:58 die Identifizierung verweigern, zB weil ihm die Lage nicht passt?

Nein, sagt unsere

Decision des Tages:

Decision D27/5.5

Ursprünglichen Ball zwar innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden, aber erst nach Ablauf derselben identifiziert

Frage:
Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag, sucht etwas über vier Minuten nach seinem Ball und geht dann auf dem Fairway zurück, um einen anderen Ball nach Regel 27-1 ins Spiel zu bringen. Noch innerhalb der fünfminütigen Suchzeit wird dann ein Ball gefunden. Weil der Spieler jetzt aber bereits eine beträchtliche Entfernung weit weg ist, ist es ihm nicht mehr möglich, den Ball noch vor Ablauf der fünfminütigen Suchzeit als den seinen zu identifizieren. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Wird ein Ball binnen fünf Minuten, nachdem die Suche nach ihm begonnen hatte, gefunden, so steht dem Spieler genügend Zeit zu, die Fundstelle zu erreichen und den Ball zu identifizieren. Identifiziert der Spieler den Ball dann als den seinen, so ist es kein „Verlorener Ball, obwohl die Identifizierung erst stattfindet, nachdem die fünfminütige Suchzeit bereits verstrichen ist.

Also, alles was vor dem Spiel aus der schlechten Lage schützt ist, den provisorischen Ball zum Ball im Spiel zu machen - im Lochspiel sieht man dazu gerne auch mal jemanden auf dem Golfplatz rennen...

 

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Deshalb rate ich meinen Leistungsspielern, wenn der provisorische Ball gut weiterspielbar liegt, nur kurz im bespielbaren Bereich suchen, Ball bei Nichtfund aufgeben. Auf keinen Fall in unbespielbaren Bereichen wie Hecken, dickes Rough u.a. suchen. Zur Handyüberhörung habe ich immer noch keine Antwort.

Tobias Kalscheuer

2 Monate her

Golf Rules

Weil's so gut ist mal was "ohne Regeln" - may the course be with you...

The Open
May the course be with you ⛳️
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The Open

 

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Tiger als Wookie 😂🤣😂

2 Monate her

Golf Rules

Wir hatten ja schon häufiger eines der vieldiskutierten Themen "Gewitter" im Fokus unserer Berichte. Inzwischen sollte sich hoffentlich überall herumgesprochen haben, dass eine sofortige Spielunterbrechung durch einen langen Signalton angekündigt wird. Und "sofortig" bedeutet wirklich SOFORT - jeder Schlag nach dem Signal führt zu einer bedingungslosen Disqualifikation!

Da es das Ziel der sofortigen Spielunterbrechung (idR bei Gewitter) ist, die Spieler unmittelbar in "Sicherheit" zu bringen, also dass diese Schutz im Clubhaus oder zertifizierte Blitzschutzhütten suchen. Insofern ist dieses quasi eine "Verschärfung" der Regel 6-8 "Spielunterbrechung; Wiederaufnahme des Spiels", welche inzwischen in nahezu allen Wettspielbestimmungen / Platzregeln verankert ist.

Häufig unbeachtet - und deswegen ein Fokus dieses Beitrages - ist der Aspekt, dass die Spielunterbrechung auch für die Nutzung der Übungseinrichtungen gilt. In den Wettspielbestimmungen des DGV- / der Landesverbände ist folgender Passus enthalten, der hoffentlich auch in Eure Clubs übernommen wurde:

"Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, sind im Interesse der Sicherheit der Spieler alle Übungsflächen gesperrt, bis sie von der Spielleitung wieder zum Üben freigegeben sind. Spieler, die gegen diese
Regelung verstoßen, können vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen werden."

Die Wettspielunterbrechung gilt so lange, bis die Spielleitung das Fortsetzen des Wettspiels wieder anordnet. Dieses kann durch eine zeitliche Festlegung erfolgen oder durch Information der Spieler mit dem Signal "Spielfortsetzung" (zwei kurze Signaltöne).

Unabhängig von der Unterbrechung durch die Wettspielleitung gilt selbstverständlich weiterhin, dass die Verantwortung zur Unterbrechung des eigenen Spiels auch immer im Interesse der eigenen Sicherheit beim Spieler liegt - unabhängig von der Entscheidung der Spielleitung (s. Regel 6-8a (II)). (tk)
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Wir hatten ja schon häufiger eines der vieldiskutierten Themen Gewitter im Fokus unserer Berichte. Inzwischen sollte sich hoffentlich überall herumgesprochen haben, dass eine sofortige Spielunterbrechung durch einen langen Signalton angekündigt wird. Und sofortig bedeutet wirklich SOFORT - jeder Schlag nach dem Signal führt zu einer bedingungslosen Disqualifikation!

Da es das Ziel der sofortigen Spielunterbrechung (idR bei Gewitter) ist, die Spieler unmittelbar in Sicherheit zu bringen, also dass diese Schutz im Clubhaus oder zertifizierte Blitzschutzhütten suchen. Insofern ist dieses quasi eine Verschärfung der Regel 6-8 Spielunterbrechung; Wiederaufnahme des Spiels, welche inzwischen in nahezu allen Wettspielbestimmungen / Platzregeln verankert ist.

Häufig unbeachtet - und deswegen ein Fokus dieses Beitrages - ist der Aspekt, dass die Spielunterbrechung auch für die Nutzung der Übungseinrichtungen gilt. In den Wettspielbestimmungen des DGV- / der Landesverbände ist folgender Passus enthalten, der hoffentlich auch in Eure Clubs übernommen wurde:

Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, sind im Interesse der Sicherheit der Spieler alle Übungsflächen gesperrt, bis sie von der Spielleitung wieder zum Üben freigegeben sind. Spieler, die gegen diese
Regelung verstoßen, können vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen werden.

Die Wettspielunterbrechung gilt so lange, bis die Spielleitung das Fortsetzen des Wettspiels wieder anordnet. Dieses kann durch eine zeitliche Festlegung erfolgen oder durch Information der Spieler mit dem Signal Spielfortsetzung (zwei kurze Signaltöne).

Unabhängig von der Unterbrechung durch die Wettspielleitung gilt selbstverständlich weiterhin, dass die Verantwortung zur Unterbrechung des eigenen Spiels auch immer im Interesse der eigenen Sicherheit beim Spieler liegt - unabhängig von der Entscheidung der Spielleitung (s. Regel 6-8a (II)). (tk)

 

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Schläger nicht mit in die Schutzhütten mitnehmen, falls noch Eisenstollen Schuhe schon auf dem Platz ausziehen, Blitze kommen nicht nur von oben, sondern auch durchs Erdreich, weiterhin Schirme mit Eisenspitze nicht benutzen.

2 Monate her

Golf Rules

Neulich hatten wir in den Kommentaren folgende Frage:

"Ball ist markiert, danach fällt der Ball versehentlich aus der Hand und rollt ins Wasserhindernis. Leider kann der Ball nicht im Wasser gefunden werden.
Wie ist die Regelentscheidung?
HG
George"

Golf zeichnet sich dadurch aus, dass EIN Ball vom Abschlag bis ins Loch gespielt wird, das heißt, der Ball kann nicht so einfach ausgetauscht werden, es sei denn, eine Regel (zB R5-3) erlaubt das.

Hier hilft uns unsere

Decision des Tages

weiter,

Decision D15-2/1

"Spieler setzt auf dem Grün einen anderen Ball ein, weil der ursprüngliche Ball in einen See fiel, als er ihn seinem Caddie zuwarf, damit dieser ihn reinige"

Frage:
Ein Spieler kennzeichnete die Lage seines Balls auf dem Grün, nahm ihn auf und warf ihn seinem Caddie zu, der ihn reinigen sollte. Der Caddie erwischte den Ball aber nicht, der Ball fiel in einen See und konnte nicht zurückgeholt werden. Der Spieler lochte mit einem anderen Ball ein. Sollte er nach Regel 15.2 bestraft werden?

Antwort:
Ja. Der Ball war nach Regel 16.1b aufgenommen worden; und nach dieser Regel ist der Einsatz eines anderen Balls nicht erlaubt. Somit zieht sich der Spieler die Strafe des Lochverlustes im Lochspiel oder zwei Strafschläge im Zählspiel zu.

Also, passt gut auf Eure Bälle auf! Bei der Gelegenheit: In welch blöder Situation habt Ihr Euch schon einmal Strafschläge zugezogen?
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Neulich hatten wir in den Kommentaren folgende Frage:

Ball ist markiert, danach fällt der Ball versehentlich aus der Hand und rollt ins Wasserhindernis. Leider kann der Ball nicht im Wasser gefunden werden. 
Wie ist die Regelentscheidung?
HG
George

Golf zeichnet sich dadurch aus, dass EIN Ball vom Abschlag bis ins Loch gespielt wird, das heißt, der Ball kann nicht so einfach ausgetauscht werden, es sei denn, eine Regel (zB R5-3) erlaubt das.

Hier hilft uns unsere

Decision des Tages

weiter,

Decision D15-2/1

Spieler setzt auf dem Grün einen anderen Ball ein, weil der ursprüngliche Ball in einen See fiel, als er ihn seinem Caddie zuwarf, damit dieser ihn reinige

Frage:
Ein Spieler kennzeichnete die Lage seines Balls auf dem Grün, nahm ihn auf und warf ihn seinem Caddie zu, der ihn reinigen sollte. Der Caddie erwischte den Ball aber nicht, der Ball fiel in einen See und konnte nicht zurückgeholt werden. Der Spieler lochte mit einem anderen Ball ein. Sollte er nach Regel 15.2 bestraft werden?

Antwort:
Ja. Der Ball war nach Regel 16.1b aufgenommen worden; und nach dieser Regel ist der Einsatz eines anderen Balls nicht erlaubt. Somit zieht sich der Spieler die Strafe des Lochverlustes im Lochspiel oder zwei Strafschläge im Zählspiel zu.

Also, passt gut auf Eure Bälle auf! Bei der Gelegenheit: In welch blöder Situation habt Ihr Euch schon einmal Strafschläge zugezogen?

 

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Mit einem Shank die eigene Tasche getroffen 🤦‍♂️

Im Bunker über die Harke gestolpert und den Ball in Ruhe bewegt plus Eisen in den Sand geworfen und so weiter 🙈

Falsche Spielfolge im Vierer im DGL-Ligaspiel 🙁 Erst gemerkt vor dem nächsten Abschlag - dann regelkonform korrigiert und wieder zurück zum letzten Abschlag. Haben dabei drei Spielgruppen durchspielen lassen müssen, die uns verwundert angesehen haben. Am Abschlag dann die Frage des Starters, was wir denn jetzt vorhätten. Mit dem Verweis auf Korrektur gemäß R29-3 konnte er aber nichts anfangen... 🙂

Bei meinem ersten Turnier am ersten Loch: Ich chippe aufs Grün und wie ich das Grün betrete, stehen die drei Mitspieler schon bei ihren Bällen. Ich putte. Der nächste in der Reihenfolge sagt: "Das ist nicht mein Ball." Es war ein Nachtturnier, wo alle die gleichen Leuchtbälle gespielt haben. Seitdem schaue ich sehr genau, ob es mein Ball ist. Voriges Jahr: Mein Abschlag landet rechts im Rough. Ich finde meinen Ball und spiele ihn. Von der gegenläufigen Nachbar-Bahn kommt ein Spieler und sagt, ich hätte seinen Ball gespielt. Tatsächlich, er spielte die selbe Marke und Type, ebenso mit einem roten Ausrichtestrich markiert. Den Ball mit dem Hosel des Holz 3 ans eigene Hosenbein gespielt. Kein Strafschlag, aber kurios: Ich finde meinen Ball im Wald auf Laub. Wie ich ihn schlage, fliegt ein Ball aufs Fairway aber meiner liegt immer noch an der gleichen Stelle. Da war zufällig ein anderer Ball unter dem Laub.

Ich spiele gelbe Bälle eines renomierten Herstellers. Wenn ich nach einem üblen Slice dann im dichten Gemüse einen gelben Ball an der vermuteten Stelle finde, dann freue ich mich so sehr, dass ich vergesse, den Ball zu identifizieren. Resultat: In drei Jahren zweimal den falschen Ball gespielt. Einmal Clubmeisterschaft 2016, und zuletzt vor einer Woche beim Hermi Vierer. 🙁

Im Turnier (eines meiner ersten) ein "geschenkt" angenommen 😡

Im ersten Turnier einen „Mulligan“ bekommen und angenommen. Konnte die Bahn aber trotzdem streichen.

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2 Monate her

Golf Rules

Und wo wir gestern schon bei der Kennzeichnung von Wasserhindernissen waren - anbei ein schönes Beispiel, wenn der Wuchs der Vegetation nicht im Einklang mit den durchgefühten Tätigkeiten der Greenkeeper steht...

Wie gestern schon erwähnt, wird die Grenze des Hindernisses durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet. Was aber, wenn der Ball inmitten der beiden Pfähle in dem hohen Gras zur Ruhe gekommen ist?

Eine gebräuchliche Methode ist das "Peilen" zwischen zwei Pählen, wenn ein Mitspieler dabei z.B. einen Schläger im Lot über den Ball hält. So kann zumindest eine feinere Abschätzung erfolgen - noch besser wäre das Spannen eines Seils / Faden, den man idR aber nicht immer zur Hand hat.

Das allerbeste wäre aber eine eindeutige Kennzeichnung im Vorfeld des Wettspiels vorzunehmen - entweder indem die Pfosten in den kurzgemähten Bereich hinausgenommen werden oder das eine zusätzliche Linie gezogen wird. (tk)
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Und wo wir gestern schon bei der Kennzeichnung von Wasserhindernissen waren - anbei ein schönes Beispiel, wenn der Wuchs der Vegetation nicht im Einklang mit den durchgefühten Tätigkeiten der Greenkeeper steht...

Wie gestern schon erwähnt, wird die Grenze des Hindernisses durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet. Was aber, wenn der Ball inmitten der beiden Pfähle in dem hohen Gras zur Ruhe gekommen ist?

Eine gebräuchliche Methode ist das Peilen zwischen zwei Pählen, wenn ein Mitspieler dabei z.B. einen Schläger im Lot über den Ball hält. So kann zumindest eine feinere Abschätzung erfolgen - noch besser wäre das Spannen eines Seils / Faden, den man idR aber nicht immer zur Hand hat. 

Das allerbeste wäre aber eine eindeutige Kennzeichnung im Vorfeld des Wettspiels vorzunehmen - entweder indem die Pfosten in den kurzgemähten Bereich hinausgenommen werden oder das eine zusätzliche Linie gezogen wird. (tk)

 

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Oder Platzregel? Grenze = Mähkante?

Noch besser wäre es im Grenzfall, man einen toleranten Mitspieler

2 Monate her

Golf Rules

Manchmal sehr interessant zu sehen, wenn die Mitglieder der Spielleitung bei der Wettspielvorbereitung "kreativ" werden...

Dieses und auch andere Wasserhindernisse wurde nämlich neben ein paar farbigen Pflöcken auch im Uferbereich mit roten "Punkten" markiert. Aber warum - und wie soll man darauf kommen?

Ohne Kennzeichnung gilt die natürlich Grenze des Wasserhindernis - wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem Wasserhindernis und die Grenze des Hindernisses wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet. Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen dessen Grenze. Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im Wasserhindernis.

Soweit so gut - nach den Regeln haben "rote Punkte" aber keinen besonderen Status und sind deshalb nicht relevant. Um aber die "roten Punkte" als zusätzliche Kennzeichnung des Wasserhindernisses zu definieren, hätte die Spielleitung diese einfach in die Platzregeln aufnehmen können - z.B. "Die Grenze eines Wasserhindernisses wird neben Pfählen zusätzlich durch Sprühpunkte gekennzeichnet."

Das hätte alle Irritationen beseitigt... (tk)
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Manchmal sehr interessant zu sehen, wenn die Mitglieder der Spielleitung bei der Wettspielvorbereitung kreativ werden...

Dieses und auch andere Wasserhindernisse wurde nämlich neben ein paar farbigen Pflöcken auch im Uferbereich mit roten Punkten markiert. Aber warum - und wie soll man darauf kommen?

Ohne Kennzeichnung gilt die natürlich Grenze des Wasserhindernis - wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem Wasserhindernis und die Grenze des Hindernisses wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet. Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen dessen Grenze. Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im Wasserhindernis.

Soweit so gut - nach den Regeln haben rote Punkte aber keinen besonderen Status und sind deshalb nicht relevant. Um aber die roten Punkte als zusätzliche Kennzeichnung des Wasserhindernisses zu definieren, hätte die Spielleitung diese einfach in die Platzregeln aufnehmen können - z.B. Die Grenze eines Wasserhindernisses wird neben Pfählen zusätzlich durch Sprühpunkte gekennzeichnet.

Das hätte alle Irritationen beseitigt... (tk)

 

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Denen sind die roten Pfosten ausgegangen oder es waren die Markierungen, an den rote Pfosten vom Greenkeeper hätten aufgestellt werden sollen. 😊

Sicherlich hast du Recht Michael. Wir können uns auch nicht vorstellen, dass das als Markierung für ein Wasserhindernis dienen soll. Da mangelte es wohl an roten Pfosten 🙂

2 Monate her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Heute mal wieder "Golf-Rules am Feiertag" - es geht dieses Mal um den Entfall der Ankündigung des Spieler, einen Ball aufnehmen zu wollen.

Aktuelle ist im Regelbuch das Verfahren, wenn ein Spieler beabsichtigt den Ball zu markieren und aufzunehmen, wie folgt beschrieben: 1) Absicht ankündigen und zudem 2) Lage des Balls kennzeichnen.

Mit der Anpassung der Golfregeln ab 2019 wird die Integrität des Spielers untermauert - sprich er darf /soll nach den Regeln verfahren, ohne dass eine andere Person in irgendeinen Teil des Prozesses involviert werden muss. Diese Änderung soll das Spiel beschleunigen, da ein Spieler einen anderen Spieler nicht mehr über die Absicht informieren und abzuwarten muss, bis dieser das Identifizieren des Balls zu beobachten.

Insofern darf der Spieler den Ball zukünftig markieren und aufnehmen und gemäß der Regel das Spiel fortsetzen, ohne dass er diese Absicht einer anderen Person ankündigen oder dieser Person Gelegenheit geben muss, die Handlung zu beobachten.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Heute mal wieder Golf-Rules am Feiertag - es geht dieses Mal um den Entfall der Ankündigung des Spieler, einen Ball aufnehmen zu wollen.

Aktuelle ist im Regelbuch das Verfahren, wenn ein Spieler beabsichtigt den Ball zu markieren und aufzunehmen, wie folgt beschrieben: 1) Absicht ankündigen und zudem 2) Lage des Balls kennzeichnen.

Mit der Anpassung der Golfregeln ab 2019 wird die Integrität des Spielers untermauert - sprich er darf /soll nach den Regeln verfahren, ohne dass eine andere Person in irgendeinen Teil des Prozesses involviert werden muss. Diese Änderung soll das Spiel beschleunigen, da ein Spieler einen anderen Spieler nicht mehr über die Absicht informieren und abzuwarten muss, bis dieser das Identifizieren des Balls zu beobachten.

Insofern darf der Spieler den Ball zukünftig markieren und aufnehmen und gemäß der Regel das Spiel fortsetzen, ohne dass er diese Absicht einer anderen Person ankündigen oder dieser Person Gelegenheit geben muss, die Handlung zu beobachten.

#RulesOfGolf2019

 

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Aus welchen Gründen aufnehmen und ais welchen Gründen nicht?

2 Monate her

Golf Rules

Neben den vielen Berichten / Fragen von Euch kann ich (Thomas) heute mal mein eigenes "Leid" klagen. So geschehen beim ersten Ligaeinsatz mit meinem AK50-Team. Nach eine perfekten Abschlag "dengelte" ich die Annäherung an einem kurzen Par 4 so blöd in den hinteren Bunkerbereich, dass an Spielen nicht zu denken war.

Was tun?

Ich habe den Ball dann nach R28 für "unspielbar" erklärt; war mir aber anschließend zunächst unsicher, nach welchen der möglichen Optionen ich das Spiel fortsetze.

Folgende Möglichkeiten standen mit einem zusätzlichen Strafschlag zur Disposition:

a) nach Regel 27-1 unter Schlag und Distanzverlust verfahren, indem er einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielt, von der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde (siehe Regel 20-5); oder
b) einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Punkt, an dem der Ball lag, fallen lassen, wobei dieser Punkt auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle liegen muss, an der der Ball fallen gelassen wird; oder
c) einen Ball nicht näher zum Loch innerhalb zweier Schlägerlängen von der Stelle, an der er lag, fallen lassen.

Wichtig dabei ist zu wissen, dass auch bei einem unspielbare Ball im Bunker, nach diesen Optionen verfahren werden kann - allerdings bei b) oder c) ein Ball im Bunker fallen gelassen werden muss.

Nachdem ich (im Nachhinein leider) Variante a) verworfen hatte entschied mich für Variante b) (was ein ärgerliches "Spiegelei" zur folge hatte), spielte den Ball viel zu kurz aus dem Bunker und "rettete" zum Glück noch das Double-Bogey.

Tja, dumm gelaufen - aber wenigstens regelkonform... (tk)
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Neben den vielen Berichten / Fragen von Euch kann ich (Thomas) heute mal mein eigenes Leid klagen. So geschehen beim ersten Ligaeinsatz mit meinem AK50-Team. Nach eine perfekten Abschlag dengelte ich die Annäherung an einem kurzen Par 4 so blöd in den hinteren Bunkerbereich, dass an Spielen nicht zu denken war. 

Was tun?

Ich habe den Ball dann nach R28 für unspielbar erklärt; war mir aber anschließend zunächst unsicher, nach welchen der möglichen Optionen ich das Spiel fortsetze. 

Folgende Möglichkeiten standen mit einem zusätzlichen Strafschlag zur Disposition:

a) nach Regel 27-1 unter Schlag und Distanzverlust verfahren, indem er einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielt, von der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde (siehe Regel 20-5); oder 
b) einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Punkt, an dem der Ball lag, fallen lassen, wobei dieser Punkt auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle liegen muss, an der der Ball fallen gelassen wird; oder 
c) einen Ball nicht näher zum Loch innerhalb zweier Schlägerlängen von der Stelle, an der er lag, fallen lassen. 

Wichtig dabei ist zu wissen, dass auch bei einem unspielbare Ball im Bunker, nach diesen Optionen verfahren werden kann - allerdings bei b) oder c) ein Ball im Bunker fallen gelassen werden muss.

Nachdem ich (im Nachhinein leider) Variante a) verworfen hatte entschied mich für Variante b) (was ein ärgerliches Spiegelei zur folge hatte), spielte den Ball viel zu kurz aus dem Bunker und rettete zum Glück noch das Double-Bogey. 

Tja, dumm gelaufen - aber wenigstens regelkonform... (tk)

 

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Auf solche Situation solltet ihr eure Golfschüler im.Rahmen eines Kursangebotes: Troubleshots mit Regelkunde auf dem Platz , besser noch Kurzplatz in Echt ausüben vorbereiten Sorgt auch noch für ein schnelleres und Regelkonfomes Spiel

Ich hätte wahrscheinlich als erstes geschaut, ob ich den Ball innerhalb der zwei Schlägerlängen so droppen kann, dass er in der Schräge aufkommt und ein Stück rollt, um das Spiegelei zu verhindern. Wäre dann zwar eine hohe Bunkerkante gewesen, aber ein gut einschätzbarer Kontakt.

Das Spiegelei kann in Zukunft vermieden werden, weil ja der Ball aus wenigen Zentimetern über dem Grund fallen gelassen werden kann.

Ich dachte, es muss innerhalb des Bunkers gedropt werden. Ist es nicht so?

2 Monate her

Golf Rules

Ein Ball kommt nach dem Abschlag auf dem Weg neben dem Grün zur Ruhe - welche Optionen hat der Spieler?

Klar, der Ball kann gespielt werden wie er liegt, das geht immer, solange der Ball innerhalb der Platzgrenzen liegt. Aber spielen von Wegen ist nicht jedermanns Sache und so ein Weg mit künstlich angelegter Oberfläche ist ein unbewegliches Hemmnis, daher kommt hier zunächst Regel R24-2b in Betracht. Der Ball darf, wenn Erleichterung nach R24-2 in Anspruch genommen wird, straflos innerhalb einer Schlägerlänge vom nächsten Punkt der Erleichterung nicht näher zum Loch fallen gelassen werden. Also auf den Bildern rechts vom Weg, zwischen Weg und Ausgrenze. Zwar darf der Spieler im Aus stehen, wenn er nach dem Ball schlägt - besonders viel mehr Platz und vor allem eine bessere Lage ergibt sich daraus nicht.

Der Spieler hätte noch die Option, den Ball für unspielbar zu erklären und nach R28 zu verfahren, was ihn mit einem Strafschlag zurück auf den Abschlag (R28a), auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle wo er liegt (R28b) oder nicht näher zum Loch innerhalb zweier Schlägerlängen von der Stelle, an der er lag (R28c) bringt. Schon aufgrund des Strafschlags sind diese Optionen nicht wirklich zu empfehlen.

Durch Platzregel kann - und wurde hier auch - eine Dropzone eingerichtet werden, wenn normales, regelkonformes Vorgehen nicht zum Ziel führt. Die Platzregel hier lautet:

"Kommt ein Ball beim Spielen der Bahn A4 auf dem befestigten Weg links des Grüns zur Ruhe, darf der Spieler nach Regel 24-2 verfahren oder als zusätzliche Option den Ball straffrei in einer der beiden Dropzones fallen lassen. Sofern der Ball im vorderen Bereich des Weges zur Ruhe kommt, wird die vordere Dropzone benutzt, kommt er im hinteren Wegbereich zur Ruhe, wird die hintere Dropzone benutzt.“
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R24-2: innerhalb einer Schlägerlänge vom nächsten Punkt der Erleichterung!!!

Wobei auf den Bildern schwer zu erkennen ist auf welcher Seite der nächste Punkt der Erleichterung ist. Da ja der Punkt genommen werden muss wo man ohne Behinderung stehen und schwingen kann. Da der Ball sehr Mittag auf dem Weg liegt ist das meist die linke Seite bei einem Rechtshänder. Aber das kann natürlich auch täuschen.

2 Monate her

Golf Rules

Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Eine Option, die lt. der Regeloffiziellen der R&A / USGA kaum einer kennt, könnte man dann eigentlich auch gleich ganz streichen: das Droppen des Balls auf der gegenüberliegenden Seite bei einem seitlichen Wasserhindernis. In "Golf-Rules am Sonntag" nehmen wir dieses Thema noch einmal in den Fokus...

Aktuelle bietet die Regel R26-1c(II) dem Spieler die zusätzliche Option beim seitlichen Wasserhindernis einen Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen (nicht näher zum Loch) an einem Punkt am gegenüberliegenden Rand des Hindernisses fallen zu lassen, der sich in gleicher Entfernung vom Loch befindet.

Mit den neuen Regeln entfällt diese Option - aber der Spielausschuss kann eine lokale Platzregel erlassen, die das Erleichterungsverfahren auf der gegenüberliegenden Seite weiterhin erlaubt.

Begründet wird dieses in erster Linie damit, dass diese Option der Erleichterung „kompliziert“ ist und ggf. viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber insbesondere im Zusammenspiel mit der Festlegung von „Penalty Area“ macht die Anpassung dann doch wieder Sinn, da ja sonst die „Penalty Area“ ggf. nicht mehr überspielen werden müssen.

#RulesOfGolf2019
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Rules Modernisation - Rules Of Golf 2019

Eine Option, die lt. der Regeloffiziellen der R&A / USGA kaum einer kennt, könnte man dann eigentlich auch gleich ganz streichen: das Droppen des Balls auf der gegenüberliegenden Seite bei einem seitlichen Wasserhindernis. In Golf-Rules am Sonntag nehmen wir dieses Thema noch einmal in den Fokus...

Aktuelle bietet die Regel R26-1c(II) dem Spieler die zusätzliche Option beim seitlichen Wasserhindernis einen Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen (nicht näher zum Loch) an einem Punkt am gegenüberliegenden Rand des Hindernisses fallen zu lassen, der sich in gleicher Entfernung vom Loch befindet.

Mit den neuen Regeln entfällt diese Option - aber der Spielausschuss kann eine lokale Platzregel erlassen, die das Erleichterungsverfahren auf der gegenüberliegenden Seite weiterhin erlaubt.

Begründet wird dieses in erster Linie damit, dass diese Option der Erleichterung „kompliziert“ ist und  ggf. viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber insbesondere im Zusammenspiel mit der Festlegung von „Penalty Area“ macht die Anpassung dann doch wieder Sinn, da ja sonst die „Penalty Area“ ggf. nicht mehr überspielen werden müssen.

#RulesOfGolf2019

 

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Ich habe mal eine ganz andere Frage : warum wurde bei den Regeländerungen eigentlich nicht aufgenommen , dass ein Ball , der auf dem Fairway im Divot zum Liegen kommt , straffrei aus diesen herausgenommen und neu positioniert ( wie auch immer ) werden darf ! So wird man dafür bestraft, dass ein vorheriger Spieler seiner Pflicht ( ausbessern des Divot ) nicht nachgekommen ist .

2 Monate her

Golf Rules

Daniel hat eine etwas speziellere Frage:

"Hallo ihr 2.
irgendwie hänge ich bei den Formulierungen von
DC 23-1/6.5 und 23-1/8

Irgendwie wiedersprechn sie sich aber wiederum auch nicht.
Hab ihr mal einen Beispielfall einfach erklärt?

Der Verweis in dc 23-1/8 auf Regel 20-3c weil der Ball ja lag daher ist die Stelle ja bekannt??????

Oder interpretiere ich das komplett falsch????"

Also: Der Unterschied ist hier, dass der Spieler im Fall von D23-1/8 den Ball auf zB Kiefernnadeln gebettet vorfindet, wissend, dass sich der Ball beim Entfernen bewegen wird. Dann nimmt er den Ball nach einer anderen Regel auf - zB zum identifizieren - und möchte vor dem ZURÜCKLEGEN die Kiefernnadeln entfernen. Das wird als Umgehung von R18-2 gewertet und ist daher nicht zulässig.

Im Falle der D23-1/6.5 (und auch D23-1/6) hat der Spieler den Ball aufgrund eines Erleichterungsverfahrens aufgenommen, der Ball ist nach der Erleichterung FALLEN zu lassen. Nur weil er nicht liegen bleibt ist er zu legen.

Der Unterschied beider Decisions ist der zwischen HINLEGEN und ZURÜCKLEGEN. Daniel hat also mit seiner letzten Annahme recht.
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Daniel hat eine etwas speziellere Frage:

Hallo ihr 2. 
irgendwie hänge ich bei den Formulierungen von 
DC 23-1/6.5 und 23-1/8

Irgendwie wiedersprechn sie sich aber wiederum auch nicht. 
Hab ihr mal einen Beispielfall einfach erklärt?

Der Verweis in dc 23-1/8  auf Regel 20-3c weil der Ball ja lag daher ist die Stelle ja bekannt??????

Oder interpretiere ich das komplett falsch????

Also: Der Unterschied ist hier, dass der Spieler im Fall von D23-1/8 den Ball auf zB Kiefernnadeln gebettet vorfindet, wissend, dass sich der Ball beim Entfernen bewegen wird. Dann nimmt er den Ball nach einer anderen Regel auf - zB zum identifizieren - und möchte vor dem ZURÜCKLEGEN die Kiefernnadeln entfernen. Das wird als Umgehung von R18-2 gewertet und ist daher nicht zulässig. 

Im Falle der D23-1/6.5 (und auch D23-1/6) hat der Spieler den Ball aufgrund eines Erleichterungsverfahrens aufgenommen, der Ball ist nach der Erleichterung FALLEN zu lassen. Nur weil er nicht liegen bleibt ist er zu legen. 

Der Unterschied beider Decisions ist der zwischen HINLEGEN und ZURÜCKLEGEN. Daniel hat also mit seiner letzten Annahme recht.

 

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Es handelt sich hier doch um einen Graben?! Somit ist es regelbedingt ein Wasserhindernis -egal ob gekennzeichnet oder nicht ob wasserführend oder nicht Somit spielen wie er liegt 😉 oder mit Strafschlag zurück Was anderes wäre m.E.nicht regelkonforme .Oder täusche ich mich ?🤷‍♂️🏌🏻‍♂️

2 Monate her

Golf Rules

Wir berichten an dieser Stelle ja nicht nur über Golfregeln - auch möchten wir zum Teil langjährige Mythen aus der Welt schaffen. Einer dieser "Selbstläufer" ist beispielsweise das Thema "Besserlegen" in der Zeit November bis April. Hier herrscht manchmal weitläufig die Meinung, dass dieses in dem Zeitraum "automatisch" gilt - doch weit gefehlt...

Im Handbuch "EGA-Vorgabensystem 2016-2019" gibt es hierzu einen ganzen Absatz, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Kurz zusammengefasst heißt es dort, dass in dem o.g. Zeitraum eine Spielleitung auch vorgabewirksam spielen kann, wenn mit "Besserlegen" gespielt wird - ohne dass eine Einverständniserklärung des Landesverbandes eingeholt werden muss. Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass außerhalb dieses Zeitraumes der Landesverband der Vorgabewirksamkeit des Wettspiels explizit zustimmen muss. Das ist alles - mehr hat der genannte Zeitraum nicht zu sagen.

In beiden Fällen bedeutet dieses aber trotzdem immer, dass die Spielleitung die Sonderplatzregel den Spielern VOR dem Wettspiel bekannt machen muss und zwar in folgendem Wortlaut (Auszug aus den Musterplatzregeln):

"Ein auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände liegender Ball darf straflos aufgenommen und gereinigt werden. Vor dem Aufnehmen muss der Spieler die Lage des Balls kennzeichnen. Er muss den aufgenommenen Ball an eine Stelle innerhalb einer Schlägerlänge von seiner ursprünglichen Lage und nicht näher zum Loch hinlegen, die nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün ist.

Ein Spieler darf seinen Ball nur einmal hinlegen und er ist im Spiel nachdem er hingelegt wurde (Regel 20-4). Kommt der hingelegte Ball nicht auf der Stelle zur Ruhe, auf die er hingelegt wurde, findet Regel 20-3d Anwendung. Wenn der Ball auf der Stelle zur Ruhe kommt, auf die er hingelegt wurde und sich anschließend bewegt, so ist dies straflos, und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt, es sei denn, die Vorschriften einer anderen Regel finden Anwendung.

Versäumt es der Spieler, die Lage des Balls vor dem Aufnehmen zu kennzeichnen, bewegt die Markierung bevor er den Ball zurück ins Spiel bringt oder bewegt er den Ball auf andere Art und Weise, rollt ihn z. B. mit dem Schläger, zieht er sich einen Strafschlag zu.

Anmerkung: „Kurz gemähte Fläche“ beschreibt jedes Gebiet auf dem Platz, einschließlich Wege durch das Rough, das auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht ist."

Also - lediglich die lapidare Aussage "heute spielen wir mit Besserlegen" ist KEINE gültige Platzregel. Stattdessen muss allen Spielern das Verfahren und die Gültigkeit der Regel zuvor bekannt gemacht werden. Das Datum ist dabei nicht bzw. nur nebenranging entscheidend... (tk)
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Wir berichten an dieser Stelle ja nicht nur über Golfregeln - auch möchten wir zum Teil langjährige Mythen aus der Welt schaffen. Einer dieser Selbstläufer ist beispielsweise das Thema Besserlegen in der Zeit November bis April. Hier herrscht manchmal weitläufig die Meinung, dass dieses in dem Zeitraum automatisch gilt - doch weit gefehlt...

Im Handbuch EGA-Vorgabensystem 2016-2019 gibt es hierzu einen ganzen Absatz, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Kurz zusammengefasst heißt es dort, dass in dem o.g. Zeitraum eine Spielleitung auch vorgabewirksam spielen kann, wenn mit Besserlegen gespielt wird - ohne dass eine Einverständniserklärung des Landesverbandes eingeholt werden muss. Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass außerhalb dieses Zeitraumes der Landesverband der Vorgabewirksamkeit des Wettspiels explizit zustimmen muss. Das ist alles - mehr hat der genannte Zeitraum nicht zu sagen.

In beiden Fällen bedeutet dieses aber trotzdem immer, dass die Spielleitung die Sonderplatzregel den Spielern VOR dem Wettspiel bekannt machen muss und zwar in folgendem Wortlaut (Auszug aus den Musterplatzregeln):

Ein auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände liegender Ball darf straflos aufgenommen und gereinigt werden. Vor dem Aufnehmen muss der Spieler die Lage des Balls kennzeichnen. Er muss den aufgenommenen Ball an eine Stelle innerhalb einer Schlägerlänge von seiner ursprünglichen Lage und nicht näher zum Loch hinlegen, die nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün ist.

Ein Spieler darf seinen Ball nur einmal hinlegen und er ist im Spiel nachdem er hingelegt wurde (Regel 20-4). Kommt der hingelegte Ball nicht auf der Stelle zur Ruhe, auf die er hingelegt wurde, findet Regel 20-3d Anwendung. Wenn der Ball auf der Stelle zur Ruhe kommt, auf die er hingelegt wurde und sich anschließend bewegt, so ist dies straflos, und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt, es sei denn, die Vorschriften einer anderen Regel finden Anwendung.

Versäumt es der Spieler, die Lage des Balls vor dem Aufnehmen zu kennzeichnen, bewegt die Markierung bevor er den Ball zurück ins Spiel bringt oder bewegt er den Ball auf andere Art und Weise, rollt ihn z. B. mit dem Schläger, zieht er sich einen Strafschlag zu.

Anmerkung: „Kurz gemähte Fläche“ beschreibt jedes Gebiet auf dem Platz, einschließlich Wege durch das Rough, das auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht ist.

Also - lediglich die lapidare Aussage heute spielen wir mit Besserlegen ist KEINE gültige Platzregel. Stattdessen muss allen Spielern das Verfahren und die Gültigkeit der Regel zuvor bekannt gemacht werden. Das Datum ist dabei nicht bzw. nur nebenranging entscheidend... (tk)

 

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Franz RimmeleRimmele Evi Jürgen Lotter. Bitte mal lesen 👍👍

Das Markieren des Balles wird bei uns leider als überflüssiger Luxus angesehen. Und eine so detaillierte Ausschreibung habe ich auch leider noch nie gesehen. :‘(

Das war gestern bei uns auch die Frage: Gehört das Vorgrün zur kurz gemähten Fläche bzw. zum Gelände??? Danke schon mal im Voraus!

2 Monate her

Golf Rules

Guenter wollte von uns wissen:

"Innerhalb eines wasserhindernisses wird vom greenkeeper für bauarbeiten ein sandhaufen aufgeschüttet, was nach den regeln GUR ist. Wie verfahre ich wenn der ball auf dem Sandhaufen liegt? Straflos oder lt Wasserregel? Was ist stärker? Finde dazu keine decision.

die selbe frage B: es wurde etwas blau gesteckt wobei sich ein teil der blau gesteckten fläche mit den outpfählen kreuzt, also eigentlich im out liegt? was ist stärker wenn der ball zwar in blau aber eigentlich im out liegt? out oder blau?"

Bei der Beantwortung der ersten Frage hilft uns R25-1b:

"Ausgenommen der Ball ist in einem Wasserhindernis oder seitlichem Wasserhindernis, darf ein Spieler von Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden folgendermaßen Erleichterung in Anspruch nehmen: (...)"

Boden in Ausbesserung (GuR) ist ungewöhnlich beschaffener Boden (vgl. Definition). Im Wasserhindernis erhält ein Spieler keine straflose Erleichterung von ungewöhnlich beschaffenem Boden. Liegt ein Ball also im Wasserhindernis auf ungewöhnlich beschaffenen Boden, kann der Spieler nach Regel 26-1 (Wasserhindernisse) verfahren oder den Ball spielen wie er liegt.

Hier geht die Wasserhindernisregel vor.

Ähnlich ist es mit Aus. Der Ball wird innerhalb der Grenzen des Platzes gespielt. Ist er außerhalb, ist es egal, ob dort (versehentlich) noch etwas anderes markiert ist, der Ball ist im Aus. Und dann gilt Regel R27.
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Guenter wollte von uns wissen:

Innerhalb eines wasserhindernisses wird vom greenkeeper für bauarbeiten ein sandhaufen aufgeschüttet, was nach den regeln GUR ist. Wie verfahre ich wenn der ball auf dem Sandhaufen liegt? Straflos oder lt Wasserregel? Was ist stärker? Finde dazu keine decision.

die selbe frage B: es wurde etwas blau gesteckt wobei sich ein teil der blau gesteckten fläche mit den outpfählen kreuzt, also eigentlich im out liegt? was ist stärker wenn der ball zwar in blau aber eigentlich im out liegt? out oder blau?

Bei der Beantwortung der ersten Frage hilft uns R25-1b: 

Ausgenommen der Ball ist in einem Wasserhindernis oder seitlichem Wasserhindernis, darf ein Spieler von Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden folgendermaßen Erleichterung in Anspruch nehmen: (...)

Boden in Ausbesserung (GuR) ist ungewöhnlich beschaffener Boden (vgl. Definition). Im Wasserhindernis erhält ein Spieler keine straflose Erleichterung von ungewöhnlich beschaffenem Boden. Liegt ein Ball also im Wasserhindernis auf ungewöhnlich beschaffenen Boden, kann der Spieler nach Regel 26-1 (Wasserhindernisse) verfahren oder den Ball spielen wie er liegt. 

Hier geht die Wasserhindernisregel vor.

Ähnlich ist es mit Aus. Der Ball wird innerhalb der Grenzen des Platzes gespielt. Ist er außerhalb, ist es egal, ob dort (versehentlich) noch etwas anderes markiert ist, der Ball ist im Aus. Und dann gilt Regel R27.

 

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Was genau heißt „GuR“?

2 Monate her

Golf Rules

Eine Frage erreichte uns aus Mönchengladbach:

"Heute passierte folgendes auf dem Grün. Spieler nimmt seinen Ball auf und hat diesen markiert. Nach dem er wieder aufrecht steht, fällt ihm der Ball versehentlich aus der Hand. Der Ball fällt auf den Marker welcher sich dadurch leicht bewegt. Wie ist die Regelentscheidung?"

Das hat einen Strafschlag zur Folge und der Ballmarker muss zurückgelegt werden, denn die

Decision des Tages

sagt uns:

Decision D20-1/5.5
"Ballmarker durch Spieler versehentlich bewegt"

Frage:
Ein Spieler kennzeichnet die Lage seines Balls auf dem Grün und nimmt ihn auf. Als er an der Reihe ist zu spielen, kann er seinen Ballmarker nicht mehr finden. Er bemerkt, dass der Ballmarker an seiner Schuhsohle haftet und schließt daraus, dass er versehentlich auf den Ballmarker getreten war, als er seinem Partner beim Ausrichten zu dessen Putt behilflich war. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Der Spieler hat sich einen Strafschlag für Verstoß gegen Regel 20-1 zugezogen. Nach dieser Regel muss die Lage eines Balls gekennzeichnet werden, bevor er aufgenommen wird. Und dies ist so zu verstehen, dass der Ballmarker solange an der richtigen Stelle bleiben muss, bis der Ball zurückgelegt wird. Der Spieler muss den Ball so nahe wie möglich dem Ort, an dem er ursprünglich gelegen hatte, jedoch nicht näher zum Loch, hinlegen – Regel 20-3c.

Gemäß dem letzten Absatz von Regel 20-1 ist ein Spieler nur dann von Strafe befreit, wenn der Ballmarker beim Aufnehmen des Balls oder beim Kennzeichnen seiner Lage versehentlich bewegt wird. In diesem Fall ist der Ballmarker jedoch nicht während einer solchen Handlung bewegt worden.

Anders wäre es, wenn der Ballmarker nur "gewackelt" hätte ohne sich zu bewegen. Das wäre straflos gewesen. Bewegen ist hier nach der Definition "Bewegen, bewegt" auszulegen, sprich, die Lage verlassen und anderswo - und wenn nur 1mm entfernt - zur Ruhe kommen.

Nachtrag: Durch Platzregel oder bei Spielen unter den Regeln zB der DGV- / Landesverband-Hardcard können die Regeln R18-2, 18-3 und 20-1 abgeändert werden. Das versehentliche Bewegen des Balls oder Ballmarkers ist dann straflos, Ball oder Marker sind zurückzulegen.

In der Hardcard lautet die entsprechende Platzregel wie folgt:
"Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün, ist es straflos, wenn der Ball oder der Ballmarker unbeabsichtigt durch den Spieler, seinen Partner, seinen Gegner oder einen ihrer Caddies oder ihre Ausrüstung bewegt wird.
Der bewegte Ball oder Ballmarker muss, wie in den Regeln 18-2, 18-3 und 20-1 vorgeschrieben, zurückgelegt werden. Diese Platzregel gilt ausschließlich, wenn der Ball des Spielers oder sein Ballmarker auf dem Grün liegt und jede Bewegung unabsichtlich ist.
Anmerkung: Wird festgestellt, dass der Ball des Spielers auf dem Grün durch Wind, Wasser oder irgend eine andere natürlichen Ursache, wie zum Beispiel die Schwerkraft, bewegt wurde, muss der Ball vom neuen Ort gespielt werden. Ein Ballmarker wird zurückgelegt, wenn er unter diesen Umständen bewegt wurde."
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Eine Frage erreichte uns aus Mönchengladbach:

Heute passierte folgendes auf dem Grün. Spieler nimmt seinen Ball auf und hat diesen markiert. Nach dem er wieder aufrecht steht, fällt ihm der Ball versehentlich aus der Hand. Der Ball fällt auf den Marker welcher sich dadurch leicht bewegt. Wie ist die Regelentscheidung?

Das hat einen Strafschlag zur Folge und der Ballmarker muss zurückgelegt werden, denn die

Decision des Tages 

sagt uns:

Decision D20-1/5.5
Ballmarker durch Spieler versehentlich bewegt

Frage:
Ein Spieler kennzeichnet die Lage seines Balls auf dem Grün und nimmt ihn auf. Als er an der Reihe ist zu spielen, kann er seinen Ballmarker nicht mehr finden. Er bemerkt, dass der Ballmarker an seiner Schuhsohle haftet und schließt daraus, dass er versehentlich auf den Ballmarker getreten war, als er seinem Partner beim Ausrichten zu dessen Putt behilflich war. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Der Spieler hat sich einen Strafschlag für Verstoß gegen Regel 20-1 zugezogen. Nach dieser Regel muss die Lage eines Balls gekennzeichnet werden, bevor er aufgenommen wird. Und dies ist so zu verstehen, dass der Ballmarker solange an der richtigen Stelle bleiben muss, bis der Ball zurückgelegt wird. Der Spieler muss den Ball so nahe wie möglich dem Ort, an dem er ursprünglich gelegen hatte, jedoch nicht näher zum Loch, hinlegen – Regel 20-3c. 

Gemäß dem letzten Absatz von Regel 20-1 ist ein Spieler nur dann von Strafe befreit, wenn der Ballmarker beim Aufnehmen des Balls oder beim Kennzeichnen seiner Lage versehentlich bewegt wird. In diesem Fall ist der Ballmarker jedoch nicht während einer solchen Handlung bewegt worden.

Anders wäre es, wenn der Ballmarker nur gewackelt hätte ohne sich zu bewegen. Das wäre straflos gewesen. Bewegen ist hier nach der Definition Bewegen, bewegt auszulegen, sprich, die Lage verlassen und anderswo - und wenn nur 1mm entfernt - zur Ruhe kommen.

Nachtrag: Durch Platzregel oder bei Spielen unter den Regeln zB der DGV- / Landesverband-Hardcard können die Regeln R18-2, 18-3 und 20-1 abgeändert werden. Das versehentliche Bewegen des Balls oder Ballmarkers ist dann straflos, Ball oder Marker sind zurückzulegen.

In der Hardcard lautet die entsprechende Platzregel wie folgt: 
Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün, ist es straflos, wenn der Ball oder der Ballmarker unbeabsichtigt durch den Spieler, seinen Partner, seinen Gegner oder einen ihrer Caddies oder ihre Ausrüstung bewegt wird.
Der bewegte Ball oder Ballmarker muss, wie in den Regeln 18-2, 18-3 und 20-1 vorgeschrieben, zurückgelegt werden. Diese Platzregel gilt ausschließlich, wenn der Ball des Spielers oder sein Ballmarker auf dem Grün liegt und jede Bewegung unabsichtlich ist.
Anmerkung: Wird festgestellt, dass der Ball des Spielers auf dem Grün durch Wind, Wasser oder irgend eine andere natürlichen Ursache, wie zum Beispiel die Schwerkraft, bewegt wurde, muss der Ball vom neuen Ort gespielt werden. Ein Ballmarker wird zurückgelegt, wenn er unter diesen Umständen bewegt wurde.

 

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Wie ist die Regel, wenn ein Mitspieler meinen Ballmarker unter dem Schuh oder verschoben hat?

Mein Gott, was muss man alles geraucht haben, um sich solche Regeln auszudenken. 😱

Verstehe ich die Antwort richtig, so muss ich zum Ausrichten des Ballmarkers zuerst den Ball wieder ablegen auf dem Grün, bevor ich mit dem Ausrichten des Ballmarkers beginne? (vgl Frage/Beitrag v. 12.4.)

2 Monate her

Golf Rules

Der Ball lag spielbar im Bunker aber der Spieler hat zu gut gefrühstückt - zack ist es passiert: Leicht getoppt verschwindet der Ball aus dem Bunker ins hinter dem Grün liegende Aus.

Doch was nun? Gespielt werden muss vom letzten Ort, also aus dem Bunker. Dort ist der Ball fallen zu lassen. Doch darf ich vorher harken? Bei der Beantwortung der Frage hilft unsere

Decision des Tages:

Decision D3-4/37
"Aus einem Bunker gespielter Ball ist im Aus oder verloren; Spieler prüft die Beschaffenheit des Bunkers oder ebnet Fußabdrücke im Bunker ein, bevor er einen anderen Ball in dem Bunker fallen lässt"

Frage:
Ein Spieler spielt aus einem Bunker und sein Ball kommt im Aus zur Ruhe oder ist verloren. Er ebnet seine Fußabdrücke im Bunker an der Stelle ein, an der er einen Ball nach Regel 27-1 fallen lassen muss oder aber er macht einige Übungsschwünge, bevor er einen Ball nach Regel 27-1 fallen lässt und berührt dabei Sand im Bunker. Hat der Spieler gegen Regel 13-4 verstoßen?

Antwort:
Nein. Die Verbote in Regel 13-4 kommen nur dann zur Anwendung, wenn der Ball des Spielers im Hindernis ist oder wenn er aus dem Hindernis aufgenommen wurde und im Hindernis fallen gelassen oder hingelegt werden darf. In diesem Fall wurde der Ball des Spielers nicht aus dem Hindernis aufgenommen, sondern er ist aus dem Hindernis gespielt worden.

Zudem ist ein Spieler gemäß Ausnahme 2 zu Regel 13-4 ohne Einschränkung dazu berechtigt, Sand oder Erdreich in einem Hindernis einzuebnen, nachdem er seinen Ball aus dem Hindernis gespielt hat. Dieses Recht hat Vorrang vor jeder davon abweichenden Regelung in anderen Regeln, einschließlich Regel 13-2.
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Der Ball lag spielbar im Bunker aber der Spieler hat zu gut gefrühstückt - zack ist es passiert: Leicht getoppt verschwindet der Ball aus dem Bunker ins hinter dem Grün liegende Aus. 

Doch was nun? Gespielt werden muss vom letzten Ort, also aus dem Bunker. Dort ist der Ball fallen zu lassen. Doch darf ich vorher harken? Bei der Beantwortung der Frage hilft unsere 

Decision des Tages:

Decision D3-4/37
Aus einem Bunker gespielter Ball ist im Aus oder verloren; Spieler prüft die Beschaffenheit des Bunkers oder ebnet Fußabdrücke im Bunker ein, bevor er einen anderen Ball in dem Bunker fallen lässt

Frage:
Ein Spieler spielt aus einem Bunker und sein Ball kommt im Aus zur Ruhe oder ist verloren. Er ebnet seine Fußabdrücke im Bunker an der Stelle ein, an der er einen Ball nach Regel 27-1 fallen lassen muss oder aber er macht einige Übungsschwünge, bevor er einen Ball nach Regel 27-1 fallen lässt und berührt dabei Sand im Bunker. Hat der Spieler gegen Regel 13-4 verstoßen?

Antwort:
Nein. Die Verbote in Regel 13-4 kommen nur dann zur Anwendung, wenn der Ball des Spielers im Hindernis ist oder wenn er aus dem Hindernis aufgenommen wurde und im Hindernis fallen gelassen oder hingelegt werden darf. In diesem Fall wurde der Ball des Spielers nicht aus dem Hindernis aufgenommen, sondern er ist aus dem Hindernis gespielt worden. 

Zudem ist ein Spieler gemäß Ausnahme 2 zu Regel 13-4 ohne Einschränkung dazu berechtigt, Sand oder Erdreich in einem Hindernis einzuebnen, nachdem er seinen Ball aus dem Hindernis gespielt hat. Dieses Recht hat Vorrang vor jeder davon abweichenden Regelung in anderen Regeln, einschließlich Regel 13-2.

2 Monate her

Golf Rules

Wir diskutieren in unserem Forum ja nicht nur über Golfregeln, sondern sprechen hin und wieder auch einmal über Themen der Platzvorbereitung bzw. dessen Auswirkungen auf das Spiel.

Heute haben wir ein schönes Beispiel, wie man es beim Setzen der Tees auf den Abschlägen den Spielern (in diesem Fall Spielerinnen) schwerer als nötig machen kann. Wenn man bedenkt, dass die Spielbahn im ersten Teil in einem Linksbogen verläuft, dann wird die Mehrzahl der Spielerinnen den Ball auf der rechten Seite des Abschlages aufteen und versuchen mit einem leichten Draw dem Bahnenverlauf zu folgen.

Auch hierzu sei noch einmal auf die Hinweise aus dem Spiel- und Wettspielhandbuch des DGV verwiesen (Kap. 12.4 "Platzierung der Abschlagmarkierungen):
- Abschlagmarkierungen sollten so ausgeglichen gesetzt werden, dass die effektive Spiellänge des Platzes von Tag zu Tag in etwa gleich bleibt
- Witterungsbedingt sollten die Abschlagmarkierungen vor oder hinter den Messpunkt gesetzt werden, sodass bei Nässe das fehlende oder verminderte Ausrollen des Balls durch nach vorne gesetzte Abschlagmarkierungen ausgeglichen wird (dabei ist unbedingt die Vorgabewirksamkeit zu beachten - also maximal 10 Meter vor oder hinter dem Messpunkt und maximal +/- 100 Meter Abweichung auf der gesamten Runde)
- Beim Setzen der Abschlagmarkierungen sollte beachtet werden, dass die durch sie gebildete Abschlagslinie stets rechtwinklig zur gedachten Spiellinie liegt; zur besseren orientierung sollten diese nicht mehr als 6 Schritte auseinander liegen

Soweit, so gut - aber in dem Beispiel wird durch den Messpunkt und der Platzierung der Abschlagmarkierungen im selben Bereich ein Großteil der zur Verfügung stehenden rechten Abschlagfläche nahezu unnutzbar.

Im Winterbetrieb ist dieses sicherlich vertretbar - ansonsten sollte eine solche Positionierung des Abschlags aber dringlichst vermieden werden. (tk)
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