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17 Stunden her

Golf Rules

Unser kleines Rheingolf-Gewinnspiel führte zu tollen Kommentaren.

Voll und ganz voreingenommen und parteiisch haben wir alleine nach unserem Geschmack die Sieger ausgewählt:

Babs Ha aufgrund des tollen Gedichts, DerPapa DiKir, und nicht zuletzt der der gar nicht hinwill: Thorsten Erdbrink.

Wir sehen uns da! Ihr habt eine PN.

Allen anderen Teilnehmern - danke für die tollen Kommentare, vielleicht sehen wir uns ja trotzdem da?
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Unser kleines Rheingolf-Gewinnspiel führte zu tollen Kommentaren.

Voll und ganz voreingenommen und parteiisch haben wir alleine nach unserem Geschmack die Sieger ausgewählt:

Babs Ha aufgrund des tollen Gedichts, DerPapa DiKir, und nicht zuletzt der der gar nicht hinwill: Thorsten Erdbrink.

Wir sehen uns da! Ihr habt eine PN.

Allen anderen Teilnehmern - danke für die tollen Kommentare, vielleicht sehen wir uns ja trotzdem da?

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Vielen Dank! Dann "muss" ich ja scheinbar doch wieder hin... 🤔😏🤣🤣

Hurra, die Mädels sind mega Happy, ich auch

Herzlichen Glückwunsch 🥂 Schön das die Karten würdige Abnehmer gefunden haben.

20 Stunden her

Golf Rules

Eine Frage erreichte uns:

"Hallo, mein Abschlag liegt auf dem Faiway, allerdings innerhalb einer Baumkrone eines beim Sturm umgekippten Baumes. Das Spielen des Balles ist nicht möglich, da sowohl Stand als auch Schwung vollständig behindert werden. Wie ist diese Situation zu betrachten? Einen kleinen vom Baum gefallenen Ast könnte ich ja straffrei beiseite räumen, einen kompletten Baum eher nicht. LG"

Ohne Platzregel der Spielleitung bleibt keine Möglichkeit der straflosen Erleichterung, da ein kompletter Baum kein "loser hinderlicher Naturstoff" ist (vgl. Definition "Lose hinderliche Naturstoffe"). Hier kann der Spieler den Ball für unspielbar halten und nach R19 verfahren. Die Spielleitung kann den Bereich um den Baum zu ungewöhnlichen Platzverhältnissen erklären (Boden in Ausbesserung) um so dem Spieler Möglichkeiten zu eröffnen. Ist das (noch) nicht passiert bietet sich im Zählspiel (Stableford gehört dazu) an, einen zweiten Ball wegen "Zweifel über die richtige Vorgehensweise" (Regelball) nach R20.1c(3) zu spielen und das Loch mit zwei Bällen zu beenden. Hier empfiehlt es sich, die Lage zu dokumentieren (Foto mit Smartphone) um der Spielleitung eine Entscheidung zu erleichtern.
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Eine Frage erreichte uns:

Hallo, mein Abschlag liegt auf dem Faiway, allerdings innerhalb einer Baumkrone eines beim Sturm umgekippten Baumes. Das Spielen des Balles ist nicht möglich, da sowohl Stand als auch Schwung vollständig behindert werden. Wie ist diese Situation zu betrachten? Einen kleinen vom Baum gefallenen Ast könnte ich ja straffrei beiseite räumen, einen kompletten Baum eher nicht. LG

Ohne Platzregel der Spielleitung bleibt keine Möglichkeit der straflosen Erleichterung, da ein kompletter Baum kein loser hinderlicher Naturstoff ist (vgl. Definition Lose hinderliche Naturstoffe). Hier kann der Spieler den Ball für unspielbar halten und nach R19 verfahren. Die Spielleitung kann den Bereich um den Baum zu ungewöhnlichen Platzverhältnissen erklären (Boden in Ausbesserung) um so dem Spieler Möglichkeiten zu eröffnen. Ist das (noch) nicht passiert bietet sich im Zählspiel (Stableford gehört dazu) an, einen zweiten Ball wegen Zweifel über die richtige Vorgehensweise (Regelball) nach R20.1c(3) zu spielen und das Loch mit zwei Bällen zu beenden. Hier empfiehlt es sich, die Lage zu dokumentieren (Foto mit Smartphone) um der Spielleitung eine Entscheidung zu erleichtern.

2 Tage her

Golf Rules

Wir wurden auf dieses nette Tiervideo (ohje, fangen wir damit jetzt auch schon an 🙂 ) von den Puerto Rico Open hingewiesen - verbunden mit der Frage, was denn dieses für den Spieler bedeutet.

Zunächst einmal ist es entscheidend, was die Bewegung eines in Ruhe befindlichen Balls verursachte. Denn davon hängt ab, ob der Spieler den Ball zurücklegen oder ihn spielen muss, wie er liegt und ob eine Strafe anfällt.

Die Regeln kennen lediglich vier Ursachen für einen ruhenden Ball, der sich bewegt, bevor der Spieler einen Schlag ausführt:
- Naturkräfte wie Wind oder Wasser (siehe Regel 9.3),
- den Spieler einschließlich seines Caddies (siehe Regel 9.4),
- den Gegner im Lochspiel einschließlich dessen Caddie (siehe Regel 9.5) oder
- einen äußeren Einfluss einschließlich jedes anderen Spielers im Zählspiel (siehe Regel 9.6).

In diesem Fall handelt es sich zweifelsfrei um einen "äußeren Einfluss", so dass R9.6 "Ball durch äußeren Einfluss aufgenommen oder bewegt" greift. Für den Spieler bedeutet dieses, dass die Bewegung straflos ist und der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden muss (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss) (siehe Regel 14.2). (tk)

www.facebook.com/PGATour/videos/861223597633103/
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3 Tage her

Golf Rules

Die WGC Mexico Championship findet auch dieses Jahr wieder statt. Die Höhenlage führt immer wieder zu spektakulären, langen Schlägen - aber hier und da fällt auch immer mal was für unserer Regelseite ab. So wie vor zwei Jahren, als ein "Referee" namens Phil Mickelson dem Spieler Shubhankar Sharma eine kurze Einweisung in den Umgang mit beweglichen Hemmnissen gab.

Zwei Anmerkungen hierzu:

Auch mit dem neuen Regelwerk können bewegliche Hemmnisse (mit zwei Ausnahmen: Abschlagmarkierungen beim Spielen des Ball vom Abschlag und Bewegen, um einen sich bewegenden Ball zu beeinflussen) nach R15.2 straflos entfernt werden. Bewegt sich der Ball eines Spielers, während er ein bewegliches Hemmnis entfernt, ist dies straflos und der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. (--> aus diesem Grund der Hinweis von Mickelson an seinen Spielpartner die Stelle zuvor zu markieren).

Der Hinweis auf Regeln ist keine Beratung, da dieses öffentlich verfügbare Informationen sind (s. Definition "Beratung"). Insofern ist die gegenseitige Unterstützung der Spieler einer Spielgruppe in Regelfragen nicht nur hilfreich, sondern natürlich auch zulässig.

Hattet Ihr das auch schon mal, dass Ihr die Anwendung der Regeln in der Spielgruppe diskutieren musstet? (tk)

www.facebook.com/PGATour/videos/490374355185597/
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3 Tage her

Golf Rules

Nach der Hansegolf ist vor der Rheingolf und hierfür haben wir von einem lieben Leser (DANKE Tim Schneider vom Golfclub Castrop-Rauxel!)

3x1 Platinkarte

bekommen, die wir hier gerne unter den 3 kreativsten (unsere Meinung zählt...) Kommentaren verlosen wollen, die diesen Beitrag liken und teilen.

Dieses Gewinnspiel läuft bis Freitag , 21.02.2020, 21:02 Uhr, die Teilnahme ist nur bei Facebook möglich.
Facebook unterstützt es nicht und der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Also: Ran an die Tasten, kommentieren, like und teilen. Und wenn Ihr uns auf der Rheingolf treffen wollt: Ich, Torben bin am Freitag und Samstag da, Thomas vielleicht auch. Wir freuen uns auf Euch!
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Nach der Hansegolf ist vor der Rheingolf und hierfür haben wir von einem lieben Leser (DANKE Tim Schneider vom Golfclub Castrop-Rauxel!) 

3x1 Platinkarte

bekommen, die wir hier gerne unter den 3 kreativsten (unsere Meinung zählt...) Kommentaren verlosen wollen, die diesen Beitrag liken und teilen.

Dieses Gewinnspiel läuft bis Freitag , 21.02.2020, 21:02 Uhr, die Teilnahme ist nur bei Facebook möglich.
Facebook unterstützt es nicht und der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Also: Ran an die Tasten, kommentieren, like und teilen. Und wenn Ihr uns auf der Rheingolf treffen wollt: Ich, Torben bin am Freitag und Samstag da, Thomas vielleicht auch. Wir freuen uns auf Euch!

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Ich schreibe mal im Namen meiner Tochter, Dorothy 9, welche mich schon seit einigen Tagen töchterlich bedrängt, dass Sie einmal auf eine Golf-Messe darf! Da es noch zwei weitere Geschwister im Alter von 6 und 16 Jahren gibt wäre das doch ein tolles "Golfkinder Dreigestirn" für die "Rheingolf" Da die Messe nach Aschermittwoch stattfindet werden wir auf Kostüme verzichten 🙂 Wir Eltern werden dann als Selbstzahler die Golf-Kids begleiten und so wie wir unsere Sprösslinge kennen wird es neben großer Dankbarkeit ganz bestimmt (auf Wunsch) einen Bericht - Blog- V- Blog über das Erlebnis geben. Lieben Gruß Dorothy, Dennis und Deborah Kirschner.

Ich werde mit der ganzen Familie ( zwei Erwachsene +3 Kinder, alle golfbegeistert) zur Rheingolf fahren 😍

Also ich wäre ja stark interessiert und könnte dann am Sonntag meine Rheinland - Golf - Buddies treffen 😁

Wer beim Golf nach Regeln fragt: einfach schaun was Golf Rules sagt! Torben und der Thomas haben im Regeldschungel stets das Sagen! Immer richtig und genau -und dabei alles noch für lau- Hilft es uns Golfern bei Turnieren Uns nicht völlig zu blamieren!🙈😉😊

Unsere Golffamily...Unsere Söhne 11 und 13 würden so gerne die Messe mit uns gemeinsam besuchen..der jüngste braucht einen eine Trolley .der älteste neue Schläger da er schon 1,75 m groß ist🙄 Ausserdem gewinnen wir such mal gerne etwas...

Ihr Lieben - ZWEI Golfmessen innerhalb von vierzehn Tagen ist selbst für mich zu viel des Guten! Ich musste ja pflichtbewusst zur Hansegolf, um wie von euch erbeten eure Grüße an die Hamburger Regelwächter auszurichten! Und das war auch gut so - zumindest bei dem Vertreter der hohen Kunst, den ich ansprach, war ich die Erste und Einzige, die von euch grüßte 🤗

Kreativ, kreativ, kreativ.... was ist denn das für ein Kriterium? 🤔 Man, man, man, der nächste kommt an und verlangt Golf-Kenntnisse, -interesse, vieleicht sogar Spaß an diesem besch.... Hobby oder sonstigen Schwachsinn... 🤬😱 War letztes Jahr erstmalig vor Ort, musste mir die ganzen süßen Golfdamen mit Gewalt vom Leib halten, konnte nur mit Mühe den ganzen Podiumsgesprächen der plus-100-handicapper aus dem Weg gehen und war froh, insgesamt nur 500 Flocken für sensationell überteuertes Equipment ausgegeben zu haben.. Die Tatsache, dass mir Marcel Siem den ganzen Tag hinterherlief und mir Autogrammkarten zugesteckt hat, ich mit zahlreichen Golf-Knallern (Hungarian Hulk etc. ) in Natura sprechen musste, setzt der Sache die Krone auf... Abschließend sei negativ erwähnt, dass es auf einen Sonntag Mittag bei der Veranstaltung keinerlei Parkplatzprobleme gab (Skandalös im Ruhrgebiet!) und der Shuttleservice vom (100m entfernten 🤣🤣🤣) Parkplatz mit einem Jaguar I-Pace erfolgte.. Was ein Driss! Insgesamt ist die Veranstaltung also nur minimal zu empfehlen! -Ironiemodus off- Jetzt wo wir das geklärt haben, will ja eh keiner mehr die olle Karte haben... 🤣🤣🤣 Wenn also eine übrig sein sollte.... 🤩🤩🤩🤩🤩⛳⛳🏌️‍♂️🏌️‍♀️

Weil ich sonst noch nichts vorhabe 😉

Hamburg (Erkältung) - München (zu weit) - also Düsseldorf 🏌️‍♂️⛳️😎

HanseGolf und Golftage München als Aussteller und dann als Besucher zur Rheingolfmesse. Das wärs doch... 🍀👍

Naja, wenn ich denn unbedingt da hin soll, dann her mit den Karten 😉

Will ich nicht haben.

Wäre einfach toll die Karten zu erhalten und zur Messe fahren zu dürfen.

ja, ich will.

Also ich hab frei und wäre dabei, Messe 😃 und Equipment testen, Schwätzchen mit den aller besten. Was mir jetzt zum Glück 🍀 noch fehlt? Rate ..... Stimmt die Karte 👍😃🍀🍀🍀

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4 Tage her

Golf Rules

Die Beiträge der letzten Tage zum Thema "Sturm" inspirierten unseren Leser Hans, uns ein schönes Bild von einem seiner Einsätze aus Österreich zu senden. Hier war umfangreicher Hagel das Ergebnis eines Unwetters und führte zu einer Unterbrechung des Wettspiels.

Denn Hagel ist lt. Definition der Golfregeln natürliches Eis (anders als Reif) und entweder lose hinderliche Naturstoffe oder, wenn sie sich auf dem Boden befinden, zeitweiliges Wasser - je nach Wahl des Spielers.

Die Spielleitung unterbrach das Wettspiel (R5.7b(2) "Unterbrechung des Spiels; Wiederaufnahme des Spiels / Spielunterbrechung aus sonstigen Gründen") und setzte dieses nach einer kurzen Pause wieder fort.

Im übrigen - Schäden auf dem Grün, die durch Hagel verursacht wurden, dürfen nach der Clarification von 12/2018 auch repariert werden (R13.1c(2)). (tk)
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Die Beiträge der letzten Tage zum Thema Sturm inspirierten unseren Leser Hans, uns ein schönes Bild von einem seiner Einsätze aus Österreich zu senden. Hier war umfangreicher Hagel das Ergebnis eines Unwetters und führte zu einer Unterbrechung des Wettspiels.

Denn Hagel ist lt. Definition der Golfregeln natürliches Eis (anders als Reif) und entweder lose hinderliche Naturstoffe oder, wenn sie sich auf dem Boden befinden, zeitweiliges Wasser - je nach Wahl des Spielers. 

Die Spielleitung unterbrach das Wettspiel (R5.7b(2) Unterbrechung des Spiels; Wiederaufnahme des Spiels / Spielunterbrechung aus sonstigen Gründen) und setzte dieses nach einer kurzen Pause wieder fort. 

Im übrigen - Schäden auf dem Grün, die durch Hagel verursacht wurden, dürfen nach der Clarification von 12/2018 auch repariert werden (R13.1c(2)). (tk)

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Ein klasse Bild ist das!

5 Tage her

Golf Rules

Und wenn der Sturm dann endlich weg ist, dann warten die Aufgaben für die fleißigen Greenkeeper, um uns wieder einen schönen Platz anzubieten. Und hier kommt es dann unter den Spielern immer wieder mal zur Frage, wie mit den losen, hinderlichen Naturstoffen zu verfahren ist, die rechts und links des Fairways und Grüns liegen.

Zunächst einmal dürfen diese lt. Regelwerk nach R15.1a entfernt werden. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass der Spieler sich einen Strafschlag zuzieht, wenn der Ball sich bewegt und vorher außerhalb des Grüns oder außerhalb des Abschlag lag. Der Ball ist dann zurückzulegen.

Aber - angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, können lt. Definitionen als "Boden in Ausbesserung" behandelt werden. Das bedeutet, dass der Spieler nach R16.1 straflose Erleichterung für den Ball in Anspruch nehmen kann und somit die Gefahr, dass der Ball sich bewegt, umgehen kann.

Insofern sollte die Spielleitung im Vorfeld eine klare Regelung erlassen, ob das auf dem Platz belassene Material noch zum Abtransport bestimmt ist... (tk)
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Und wenn der Sturm dann endlich weg ist, dann warten die Aufgaben für die fleißigen Greenkeeper, um uns wieder einen schönen Platz anzubieten. Und hier kommt es dann unter den Spielern immer wieder mal zur Frage, wie mit den losen, hinderlichen Naturstoffen zu verfahren ist, die rechts und links des Fairways und Grüns liegen.

Zunächst einmal dürfen diese lt. Regelwerk nach R15.1a entfernt werden. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass der Spieler sich einen Strafschlag zuzieht, wenn der Ball sich bewegt und vorher außerhalb des Grüns oder außerhalb des Abschlag lag. Der Ball ist dann zurückzulegen.

Aber - angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, können lt. Definitionen als Boden in Ausbesserung behandelt werden. Das bedeutet, dass der Spieler nach R16.1 straflose Erleichterung für den Ball in Anspruch nehmen kann und somit die Gefahr, dass der Ball sich bewegt, umgehen kann.

Insofern sollte die Spielleitung im Vorfeld eine klare Regelung erlassen, ob das auf dem Platz belassene Material noch zum Abtransport bestimmt ist... (tk)

6 Tage her

Golf Rules

"Sabine" und "Victoria" - innerhalb weniger Tage pfeift mal wieder ein Sturmtief über unser Land. Was aber ist genau zu tun, wenn der Ball durch den Wind bewegt wird?

Zunächst einmal ist Wind der Kategorie "Naturkräfte" (s. Definition in den Golfregeln) zuzuordnen. Zweitens ist für die korrekte Regelentscheidung die Lage des Balls bzw. ob ein Ball schon einmal markiert wurde entscheidend.

Generell gilt R9.3 "Ball durch Naturkräfte bewegt": Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt, ist dies straflos und der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: auf dem Grün muss der Ball zurückgelegt werden, wenn er sich bewegt, nachdem er bereits aufgenommen und zurückgelegt worden war (siehe Regel 13.1d). Das bedeutet, dass der Ball nach dem Aufnehmen und Zurücklegen auf dem Grün wieder von der ursprünglich markierten Stelle gespielt werden muss (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss).

Hintergrund dieser Ausnahme ist, dass der Schlag durch das Aufnehmen des Balls je bereits beendet ist und mit dem Zurücklegen eine neue Spielsituation relevant wird. Der Spieler hat somit das Recht den Ball von der Stelle zu spielen, an der es diesen auf dem Grün aufgenommen und zurückgelegt hat. (tk)
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Sabine und Victoria - innerhalb weniger Tage pfeift mal wieder ein Sturmtief über unser Land. Was aber ist genau zu tun, wenn der Ball durch den Wind bewegt wird?

Zunächst einmal ist Wind der Kategorie Naturkräfte (s. Definition in den Golfregeln) zuzuordnen. Zweitens ist für die korrekte Regelentscheidung die Lage des Balls bzw. ob ein Ball schon einmal markiert wurde entscheidend.

Generell gilt R9.3 Ball durch Naturkräfte bewegt: Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt, ist dies straflos und der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: auf dem Grün muss der Ball zurückgelegt werden, wenn er sich bewegt, nachdem er bereits aufgenommen und zurückgelegt worden war (siehe Regel 13.1d). Das bedeutet, dass der Ball nach dem Aufnehmen und Zurücklegen auf dem Grün wieder von der ursprünglich markierten Stelle gespielt werden muss (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss). 

Hintergrund dieser Ausnahme ist, dass der Schlag durch das Aufnehmen des Balls je bereits beendet ist und mit dem Zurücklegen eine neue Spielsituation relevant wird. Der Spieler hat somit das Recht den Ball von der Stelle zu spielen, an der es diesen auf dem Grün aufgenommen und zurückgelegt hat. (tk)

7 Tage her

Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag und den Bereichen des Platzes kommen wir heute mal wieder zu einer Interpretation des Tages...

Interpretation 17.1a/1 – Ball ist in Penalty Area, auch wenn Penalty Area unsachgemäß gekennzeichnet ist
Wenn Pfähle, die ein Gewässer als Penalty Area kennzeichnen, unsachgemäß platziert sind, darf ein Spieler aus solch einem Fehler der Spielleitung keinen Vorteil ziehen.

Beispiel: Ein Ball ist in einem Teil eines Gewässers, dass aufgrund der Bodenbeschaffenheit deutlich Teil der Penalty Area ist, aber außerhalb der Pfähle und daher eigentlich außerhalb der Penalty Area. Der Spieler darf für sich nicht beanspruchen, dass der Ball in zeitweiligem Wasser liegt, da eine Penalty Area jeden Teil eines Gewässers auf dem Platz
einschließt, egal ob durch die Spielleitung gekennzeichnet oder nicht (siehe Definition „Penalty Area“).

In diesem Fall wäre der Ball auch in der Penalty Area, wenn dieser in dem Bereich vor der Spielerin im Wasser läge. Denn in der oben erwähnten Definition heißt es:

Ist die Grenze eines Gewässers nicht durch die Spielleitung definiert worden, wird diese Penalty Area durch ihre natürliche Grenze bestimmt (das heißt dort, wo der Boden abzufallen beginnt, um die Vertiefung zu bilden, die Wasser enthalten kann). (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag und den Bereichen des Platzes kommen wir heute mal wieder zu einer Interpretation des Tages...

Interpretation 17.1a/1 – Ball ist in Penalty Area, auch wenn Penalty Area unsachgemäß gekennzeichnet ist
Wenn Pfähle, die ein Gewässer als Penalty Area kennzeichnen, unsachgemäß platziert sind, darf ein Spieler aus solch einem Fehler der Spielleitung keinen Vorteil ziehen.

Beispiel: Ein Ball ist in einem Teil eines Gewässers, dass aufgrund der Bodenbeschaffenheit deutlich Teil der Penalty Area ist, aber außerhalb der Pfähle und daher eigentlich außerhalb der Penalty Area. Der Spieler darf für sich nicht beanspruchen, dass der Ball in zeitweiligem Wasser liegt, da eine Penalty Area jeden Teil eines Gewässers auf dem Platz 
einschließt, egal ob durch die Spielleitung gekennzeichnet oder nicht (siehe Definition „Penalty Area“).

In diesem Fall wäre der Ball auch in der Penalty Area, wenn dieser in dem Bereich vor der Spielerin im Wasser läge. Denn in der oben erwähnten Definition heißt es: 

Ist die Grenze eines Gewässers nicht durch die Spielleitung definiert worden, wird diese Penalty Area durch ihre natürliche Grenze bestimmt (das heißt dort, wo der Boden abzufallen beginnt, um die Vertiefung zu bilden, die Wasser enthalten kann). (tk)

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Wer die Regel kennt hält sich dran, 95% der Golfer vermutlich dann aber nicht 😉 Dürfte vermutlich ja auch selten vorkommen.

Wo genau in den Regeln soll das stehen: Ist die Grenze eines Gewässers ...

Und wie ist es wenn dieses Hinderniss sich durch starken Regen vergrössert und dann über die Pfähle hinauskommt zb See, Teich ?

?

...aber - unabhängig davon wie die Pfähle gesteckt sind - kann ich doch immer spielen „wie der Ball liegt“ und nach den neuen Regeln, spielt es dann doch gar keine so große Rolle mehr wo der Ball liegt, da ich den Schläger aufsetzen darf🤷🏻‍♂️ nur wenn ich nicht spielen will/ kann ist die Grenze (zumindest bei rot gesteckt) wichtig für die Ermittlung der Erleichterung - richtig?

Danke, Thomas. Wieder etwas gelernt, was ich in der Vergangenheit falsch gemacht habe. Es ist nicht tröstlich zu wissen, dass man da in Zukunft regelkonformer handelt, wenn sich (fast) alle anderen im Turnierfeld unwissend und damit guten Gewissens einen Vorteil gegenüber dem verschaffen, der eure Beiträge liest (und danach handelt). - Man muss euch einfach mögen 😀 Herrlich.

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1 Woche her

Golf Rules

Dreh- und Angelpunkt der Erleichterungsverfahren ist das Finden des nächstgelegenen Punktes der vollständigen Erleichterung (immer nach dem Motto "nearest not nicest"). Dabei ist wichtig, dass dieser im selben Bereich des Platzes liegt, wie die ursprüngliche Balllage, was uns zu R2.2c bringt:

"R2.2c - Feststellen des Bereichs des Platzes, in dem der Ball liegt

Der Bereich des Platzes, in dem der Ball des Spielers liegt, beeinflusst die anwendbare Regel beim Spielen des Balls oder bei Inanspruchnahme von Erleichterung.
Ein Ball wird immer so behandelt, als läge er nur in einem Bereich des Platzes:
· Liegt ein Ball zum Teil sowohl im Gelände als auch in einem der vier besonderen Bereiche des Platzes, wird er so behandelt, als ob er in einem besonderen Bereich des Platzes liegt.
· Liegt ein Ball gleichzeitig in zwei besonderen Bereichen des Platzes, wird er so behandelt, als ob er in dem besonderen Bereich liegt, der als erster in folgender Reihenfolge aufgeführt wird: Penalty Area, Bunker, Grün."

Neben dem allgemeinen Bereich des Platzes, dem Gelände haben wir noch vier besondere Bereiche: Abschlag, Penalty Areas, Bunker und das Grün.
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Dreh- und Angelpunkt der Erleichterungsverfahren ist das Finden des nächstgelegenen Punktes der vollständigen Erleichterung (immer nach dem Motto nearest not nicest). Dabei ist wichtig, dass dieser im selben Bereich des Platzes liegt, wie die ursprüngliche Balllage, was uns zu R2.2c bringt:

R2.2c - Feststellen des Bereichs des Platzes, in dem der Ball liegt

Der Bereich des Platzes, in dem der Ball des Spielers liegt, beeinflusst die anwendbare Regel beim Spielen des Balls oder bei Inanspruchnahme von Erleichterung.
Ein Ball wird immer so behandelt, als läge er nur in einem Bereich des Platzes:
·       Liegt ein Ball zum Teil sowohl im Gelände als auch in einem der vier besonderen Bereiche des Platzes, wird er so behandelt, als ob er in einem besonderen Bereich des Platzes liegt.
·       Liegt ein Ball gleichzeitig in zwei besonderen Bereichen des Platzes, wird er so behandelt, als ob er in dem besonderen Bereich liegt, der als erster in folgender Reihenfolge aufgeführt wird: Penalty Area, Bunker, Grün.

Neben dem allgemeinen Bereich des Platzes, dem Gelände haben wir noch vier besondere Bereiche: Abschlag, Penalty Areas, Bunker und das Grün.

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Kurz gesagt: liegt der Ball zweifelhaft, liegt er laut Regelwerk eher 💩... 😂😂😂

1 Woche her

Golf Rules

Eine interessanter Kommentar von Tonjam Aus auf den Beitrag vom 12.02.2020 "schreit" nahezu nach einem eigenen Beitrag. Etwas verkürzt ist folgendes passiert...

- Abschlag geht in den Wald, provisorischer Ball geht auch ins Gebüsch, zweiter provisorischer Ball landet dann auf dem Fairway
- Spieler geht zum ersten gefundenen Ball und identifiziert ihn als den 1.provisorischen Ball
- Spieler geht anschließend zum nächsten gefundenen Ball und identifiziert diesen als den Ball, der zu erst ins Spiel gebracht wurde
- Spieler nimmt den prov. Ball auf
- Caddy nimmt ursprünglichen Ball auf, da er dachte es handele sich um den provisorischen Ball
- Spieler entscheidet sich den ersten Ball zu spielen (der vom Caddie aufgehobenen Ball) unter Hinzuziehung eines Strafschlags (Ball in Ruhe bewegt)
- Spielleitung entscheidet, dass der erste Ball der zu zählende Ball sein, aber ohne Hinzurechnen eines Strafschlags, da der Caddie nicht zum Spiel oder Spieler gehört; Scorekarten wurden unterschrieben und abgegeben
- Nach einer guten halben Stunde kam die Spielleitung auf den Spieler zu, er müsse die Scorekarte ändern; der Strafschlag für das Aufheben des Balls durch den Caddie muss dem Ergebnis hinzugerechnet werden
- Einwand, eine abgegebene und von Spieler und Zähler unterschriebene Karte dürfe nicht mehr vom Spieler geändert werden wurde zurückgewiesen

Tja, sogar in der von uns verkürzten Form finden sich sehr interessante Punkte in Sachen Golfregeln. Zunächst einmal wurde der ursprüngliche Ball innerhalb der Suchzeit gefunden - es ist somit der Ball im Spiel und alle anderen Bälle können aufgenommen werden. Nach R10.3c ist der Spieler für Handlungen und Regelverstöße des Caddies verantwortlich - insofern ist für das Aufnehmen des im Spiel befindlichen Balls nach R9.4 "Ball durch den Spieler aufgenommen oder bewegt" ein Strafschlag zu addieren; der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.

Bis zur Beendigung des Wettspiels kann die Spielleitung nach R20.2d "Unter welchen Umständen falsche Regelentscheidungen berichtigt werden" eine Regelentscheidung berichtigen, wenn dieses nach den Regeln möglich ist. Die richtige Korrektur des Ergebnisses auf der Scorekarte kann dann auch mit Genehmigung der Spielleitung erfolgen - es bedarf dann keiner zusätzlichen Abänderung durch den Spieler / Zähler. Auch führt der fehlende Strafschlag und die anschließende Korrektur nicht zu einer Disqualitfikation, da nach R3.3b(3) "Falsches Ergebnis für ein Loch" der Fehler vor dem Abschluss des Turnieres festgestellt und korrigiert wurde.

Zu guter Letzt ist also auch die Beendigung des Turnieres noch ausschlaggebend. Ist ein Turnier abgeschlossen, dass zählt das Ergebnis (egal ob richtig oder falsch) für den Spieler für das Loch (ausgenommen sind bestimmte Formen der Disqualifikation, die auch nachträglich noch ausgesprochen werden können / müssen (siehe R20.2e)). Dieses wird in der Regel in der Ausschreibung definiert, z.B. wenn die Ergebnisse offiziell verkündet werden oder die Siegerehrung erfolgt. Es gibt aber auch Ausschreibungen - so wie in diesem Fall - in denen ein andere Passus gewählt wird: "Bei Mannschaftswettspielen im Ligasystem erfolgt die offizielle Bekanntgabe durch Veröffentlichung der vom X bestätigten Ergebnisse auf der Internetseite des Verbandes". Hier ist also auch eine nachträgliche Anpassung des Ergebnisses (um ggf. noch anstehende Regelfragen zu klären) möglich. (tk)
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Eine interessanter Kommentar von Tonjam Aus auf den Beitrag vom 12.02.2020 schreit nahezu nach einem eigenen Beitrag. Etwas verkürzt ist folgendes passiert...

- Abschlag geht in den Wald, provisorischer Ball geht auch ins Gebüsch, zweiter provisorischer Ball landet dann auf dem Fairway
- Spieler geht zum ersten gefundenen Ball und identifiziert ihn als den 1.provisorischen Ball
- Spieler geht anschließend zum nächsten gefundenen Ball und identifiziert diesen als den Ball, der zu erst ins Spiel gebracht wurde
- Spieler nimmt den prov. Ball auf
- Caddy nimmt ursprünglichen Ball auf, da er dachte es handele sich um den provisorischen Ball
- Spieler entscheidet sich den ersten Ball zu spielen (der vom Caddie aufgehobenen Ball) unter Hinzuziehung eines Strafschlags (Ball in Ruhe bewegt)
- Spielleitung entscheidet, dass der erste Ball der zu zählende Ball sein, aber ohne Hinzurechnen eines Strafschlags, da der Caddie nicht zum Spiel oder Spieler gehört; Scorekarten wurden unterschrieben und abgegeben
- Nach einer guten halben Stunde kam die Spielleitung auf den Spieler zu, er müsse die Scorekarte ändern; der Strafschlag für das Aufheben des Balls durch den Caddie muss dem Ergebnis hinzugerechnet werden
- Einwand, eine abgegebene und von Spieler und Zähler unterschriebene Karte dürfe nicht mehr vom Spieler geändert werden wurde zurückgewiesen

Tja, sogar in der von uns verkürzten Form finden sich sehr interessante Punkte in Sachen Golfregeln. Zunächst einmal wurde der ursprüngliche Ball innerhalb der Suchzeit gefunden - es ist somit der Ball im Spiel und alle anderen Bälle können aufgenommen werden. Nach R10.3c ist der Spieler für Handlungen und Regelverstöße des Caddies verantwortlich - insofern ist für das Aufnehmen des im Spiel befindlichen Balls nach R9.4 Ball durch den Spieler aufgenommen oder bewegt ein Strafschlag zu addieren; der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.

Bis zur Beendigung des Wettspiels kann die Spielleitung nach R20.2d Unter welchen Umständen falsche Regelentscheidungen berichtigt werden eine Regelentscheidung berichtigen, wenn dieses nach den Regeln möglich ist. Die richtige Korrektur des Ergebnisses auf der Scorekarte kann dann auch mit Genehmigung der Spielleitung erfolgen - es bedarf dann keiner zusätzlichen Abänderung durch den Spieler / Zähler. Auch führt der fehlende Strafschlag und die anschließende Korrektur nicht zu einer Disqualitfikation, da nach R3.3b(3) Falsches Ergebnis für ein Loch der Fehler vor dem Abschluss des Turnieres festgestellt und korrigiert wurde.

Zu guter Letzt ist also auch die Beendigung des Turnieres noch ausschlaggebend. Ist ein Turnier abgeschlossen, dass zählt das Ergebnis (egal ob richtig oder falsch) für den Spieler für das Loch (ausgenommen sind bestimmte Formen der Disqualifikation, die auch nachträglich noch ausgesprochen werden können / müssen (siehe R20.2e)). Dieses wird in der Regel in der Ausschreibung definiert, z.B. wenn die Ergebnisse offiziell verkündet werden oder die Siegerehrung erfolgt. Es gibt aber auch Ausschreibungen - so wie in diesem Fall - in denen ein andere Passus gewählt wird: Bei  Mannschaftswettspielen  im Ligasystem erfolgt die offizielle Bekanntgabe durch Veröffentlichung der vom X bestätigten Ergebnisse auf der Internetseite des Verbandes. Hier ist also auch eine nachträgliche Anpassung des Ergebnisses (um ggf. noch anstehende Regelfragen zu klären) möglich. (tk)

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Danke für das aufklären dieses Regelfalls.

Sehr interessant: Dazu eine Frage. Es kommt immer wieder vor dass beim Erfassen der Scorekarten durch unleserliche Schrift oder durch Vertippen eine falsche Ziffer eingegeben wird. Der Spieler bemerkt das 2 Tage später, der Club korrigiert das nach Ansicht der Scorekarte und das neue Resultat wird zur Berichtigung der Handicapverwaltung nochmals auf den Server geladen. Ist das dann nach euren Ausführungen überhaupt zulässig?

Unangenehm, wenn die Spielleitung der "richtigen" Entscheidung des Spielers quasi widerspricht ( der Grund ist für mich nicht ersichtlich, weil die Regellage 100% eindeutig ist) und dann die Entscheidung wieder zurücknimmt. ( aber auch das hat Stil, bei Irrtum eine getroffene Entscheidung durch die Spielleitugng (!!, nicht nur der Referee) zu revidieren.

1 Woche her

Golf Rules

Tolle Sache, was die Hamburger Kollegen auf der Hanse Golf dieses Jahr wieder zum Thema Golfregeln anbieten. Im Vergleich zu den anderen Golfmessen ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Schönen Gruss von Golf-Rules an die Kollegen, wenn Ihr zufälligerweise vorbei schaut... ... MehrWeniger

Tolle Sache, was die Hamburger Kollegen auf der Hanse Golf dieses Jahr wieder zum Thema Golfregeln anbieten. Im Vergleich zu den anderen Golfmessen ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Schönen Gruss von Golf-Rules an die Kollegen, wenn Ihr zufälligerweise vorbei schaut...

2 Wochen her

Golf Rules

Ergänzend zum Video der letzten Tage erreichte uns eine Frage von unserem Leser Dirk / Dorothy:

"im letzten Herbst gab es bei uns auch einen 'noch nicht' geklärten Fall bei meiner Tochter (8Jahre) Ein Turnier in Texel. nach dem Abschlag jagte der Ball in die Bunkerwand. Sie musste mit Strafschlag raus aber es entfachte eine leichte Diskussion welche bis heute nicht geklärt wurde. Könnt Ihr helfen?"

Hier gibt es zwei Aspekte auf die wir eingehen möchten - zu nächst einmal der regeltechnische. Der Ball ist in der Bunkerwand eingebohrt - nach den Definitionen befindet sich der Ball somit im "Gelände". Insofern bekommt die Spielerin straflose Erleichterung für einen eingebohrten Ball im Gelände nach R16.3 und kann den Ball im Erleichterungsbereich (nicht näher zum Loch und im Radius einer Schlägerlänge vom Bezugspunkt direkt hinter dem Ball) weiterspielen.

Kommen wir zum zweiten, weitaus spannenderen Teil der Nachfrage - "Sie musste mit Strafschlag raus". Letztendlich ist der Spieler für sein Golfspiel verantwortlich und auch für die korrekte Anwendung der Regeln. Es zeigt sich wieder einmal, dass ein Blick in die Golfregeln dem eigenen Spiel sehr förderlich sein kann: Regeln können helfen Schläge zu "sparen".

Insofern der Tipp: im Zweifel als Spieler nicht ärgern sondern um eine Regelentscheidung bitten und nach R20.1c(3) einen zweiten Ball mit dem entsprechenden Hinweis auf das straflose Erleichterungsverfahren spielen. Mit einem Blick in die Golfregeln hätte dieser Sachverhalt im Anschluss an die Runde einfach aufgeklärt werden können. Und Zweitens: wer auch immer für das "Muss" verantwortlich war - mit unzureichendem Halbwissen einer 8-jährigen Spielerin zu Unrecht einen Strafschlag aufzuerlegen trägt sicherlich nicht dazu bei die Freude am Golfspiel zu fördern...

Habt Ihr auch schon einmal solche Erfahrungen gemacht? (tk)
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Ergänzend zum Video der letzten Tage erreichte uns eine Frage von unserem Leser Dirk / Dorothy:

im letzten Herbst gab es bei uns auch einen noch nicht geklärten Fall bei meiner Tochter (8Jahre) Ein Turnier in Texel. nach dem Abschlag jagte der Ball in die Bunkerwand. Sie musste mit Strafschlag raus aber es entfachte eine leichte Diskussion welche bis heute nicht geklärt wurde. Könnt Ihr helfen?

Hier gibt es zwei Aspekte auf die wir eingehen möchten - zu nächst einmal der regeltechnische. Der Ball ist in der Bunkerwand eingebohrt - nach den Definitionen befindet sich der Ball somit im Gelände. Insofern bekommt die Spielerin straflose Erleichterung für einen eingebohrten Ball im Gelände nach R16.3 und kann den Ball im Erleichterungsbereich (nicht näher zum Loch und im Radius einer Schlägerlänge vom Bezugspunkt direkt hinter dem Ball) weiterspielen.

Kommen wir zum zweiten, weitaus spannenderen Teil der Nachfrage - Sie musste mit Strafschlag raus. Letztendlich ist der Spieler für sein Golfspiel verantwortlich und auch für die korrekte Anwendung der Regeln. Es zeigt sich wieder einmal, dass ein Blick in die Golfregeln dem eigenen Spiel sehr förderlich sein kann: Regeln können helfen Schläge zu sparen.

Insofern der Tipp: im Zweifel als Spieler nicht ärgern sondern um eine Regelentscheidung bitten und nach R20.1c(3) einen zweiten Ball mit dem entsprechenden Hinweis auf das straflose Erleichterungsverfahren spielen. Mit einem Blick in die Golfregeln hätte dieser Sachverhalt im Anschluss an die Runde einfach aufgeklärt werden können. Und Zweitens: wer auch immer für das Muss verantwortlich war - mit unzureichendem Halbwissen einer 8-jährigen Spielerin zu Unrecht einen Strafschlag aufzuerlegen trägt sicherlich nicht dazu bei die Freude am Golfspiel zu fördern... 

Habt Ihr auch schon einmal solche Erfahrungen gemacht? (tk)Image attachment

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Younes Bahja

Sabine Kirschner

1. Spieler darf nicht immer Erleichterung für eingebetteten Ball in Anspruch nehmen: Liegt der Ball eines Spielers eingebettet im Gelände, aber weder der Bezugspunkt noch irgendein Teil des Platzes innerhalb einer Schlägerlänge vom Bezugspunktes ist im Gelände, darf der Spieler keine straflose Erleichterung nach Regel 16.3 b in Anspruch nehmen. Zum Beispiel gibt es keine straflose Erleichterung, wenn: - ein Ball direkt an der Unterkante der Bunkerlippe, der Bunkerwand oder Bunkerkante oberhalb eines Bunkers eingebettet ist, - der Punkt direkt hinter dem Ball im Bunker ist und - innerhalb einer Schlägerlänge vom und nicht näher zum Loch als dieser Bezugspunkt kein Teil des Erleichterungsbereichs im Gelände ist.

Hatte diesen Fall noch nach den „alten“ Regeln 2018. Bin damals mit Strafschlag (unspielbar) auf verlängerter Linie zurück vor den Bunker. Ein Regelball habe ich nicht gespielt, da ich mir sicher war richtig zu verfahren. Einwände meiner Flightpartner gab es auch nicht, sonst hätte ich schon einen Regelball gespielt. Nach der Runde, auf dem Heimweg bekam ich einen Anruf von der Spielleitung, um Stellung zu nehmen, und da wurde mir dann erklärt, dass ich Disqualifiziert werde, da die Bunkerwand abgestochen war und damit zum Bunker gehört. Ich weiß aktuell nicht, ob das noch so ist mit den neuen Regeln, aber ein Aspekt, den es möglicherweise zu beachten gilt. 🤷‍♂️🏌🏾‍♂️☝️

Ligaspiel (jeder mit Caddy unterwegs) Abschlag geht in den Wald, provisorischer Ball geht auch ins Gebüsch, zweiter provisorischer Ball landet dann auf dem fairway. Innerhalb der (damals 5 Minuten) Suchzeit werden mehrer Bälle gefunden. Der Spieler geht zum ersten gefundenen Ball und identifiziert ihn als den 1.provisorischen Ball. Geht anschließend zum nächsten gefundenen Ball und identifiziert diesen als den Ball der zu erst ins Spiel gebracht wurde. Auf dem Weg zu den Schlägern hebt der Spieler im Vorbeigehen den provisorischen Ball auf. Als er wieder zu seinem Ball gehen will hat sein caddy diesen aufgehoben, da er dachte es handele sich um den provisorischen Ball. Nach langem hin und her (Spielleitung war nicht zu erreichen) entscheidet der Spieler sich den ersten ins Spiel und vom caddy aufgehoben Ball unter Hinzuziehung eines Strafschlags zu spielen (Ball in Ruhe bewegt) und den zweiten provisorischen Ball auf dem fairway als Regelball zu spielen (da der erste provisorische Ball ja auch aufgenommen und die Stelle auch nicht mehr nachzuvollziehen war). Bei der Spielleitung wurde erst entschieden: der erste Ball sei der zu zählende Ball aber ohne hinzurechnen eines Strafschlags da der caddy nicht zum Spiel oder Spieler gehört. Mehrfachs nachfragen und der Hinweis das der caddy zum Spieler/ Ausrüstung gehört blieben ohne Erfolg. Letztlich wurden die Scorekarten dann unterschrieben und abgegeben. Nach einer guten halben Stunde kam die Spielleitung auf den Spieler zu, er müsse nochmals kommen und die Scorekarte ändern. Man habe doch einen Strafschlag für das aufheben des Balls durch den caddy dem Ergebnis hinzuzurechnen. Der Einwand, eine abgegebene und von Spieler und Zähler unterschriebene Karte dürfe nicht mehr vom Spieler geändert werden wurde erneut zurückgewiesen. Der Spieler bestand darauf das dies dann zumindest vom Zähler gegengezeichnet wird. Das Ergebnis ist zwar letztlich nicht in die Wertung eingeflossen (Streicher) aber sorgte noch lange für Diskussionen. Verschiedene Nachfragen bei den eigenen Clubs / Regelkundlern führte zu verschiedenen Auslegungen eine finale Erklärung gab es aber nie. Ich denke das das ändern der Scorekarte nach Abgabe nicht korrekt war (DQ) und das es für das aufheben des ersten Balles durch den eigenen caddy zu einem Strafschlag hätte kommen müssen. Bin gespannt was ihr entschieden hättet.

Wenn der Ball eines Spielers im Gelände eingebettet ist und Erleichterung nach Regel 16.3a zulässig ist, darf der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball innerhalb des nachfolgenden Erleichterungsbereichs droppt (siehe Regel 14.3): · Bezugspunkt ist die Stelle unmittelbar hinter dem eingebetteten Ball. · Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen: · Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs: Ø Der Erleichterungsbereich muss im Gelände liegen und Ø der Erleichterungsbereich darf nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt liegen. Siehe „Offizielles Handbuch“, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 8; Musterplatzregel F-2 (Die Spielleitung darf eine Platzregel erlassen, die Erleichterung für einen eingebetteten Ball nur in Bereichen gewährt, die auf Fairwayhöhe oder niedriger gemäht sind). Strafe für Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen Regel 16.3: Grundstrafe nach Regel 14.7a.

Ja, ich habe auch mal nach einer kurzen Diskussion einen Regelball gespielt. Am Ende hatten mein Mitspieler UND ich jeweils zum Teil Recht, was mir am Ende auch keinen Schlag erspart hat. Aber der Diskussionspunkt war beigelegt und es gab kein böses Blut. So, finde ich, sollte Golf funktionieren, wenn schon nicht jeder die Regeln perfekt kennt.

Den Fall gab‘s vor Kurzem erst auf der European Tour beim Turnier in Saudi Arabien, als Arnaus‘ Ball sich in die Bunkerkante hineingebohrt hatte und er einen Freedrop erhielt.

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2 Wochen her

Golf Rules

Lustiger Typ, dieser Bill Murray - aber was bedeutet denn sein Verhalten im Wettspiel?

Uns von Golf-Rules hätte mal die Entscheidung der vor Ort anwesenden Offiziellen beim AT&T in Pebble Beach am Wochenende interessiert. Denn - laut R10.1d darf der Spieler keinen sich bewegenden Ball spielen. Alle drei genannten Ausnahmen in dieser Regel können nicht angewandt werden, so dass der Schlag von Murray zwar zählt, er sich aber zusätzlich die Grundstrafe für den Regelverstoß hinzuzählen muss.

Aber wahrscheinlich war es im Wettspielmodus der Amateure nicht mehr relevant - trotzdem bitte nicht nachmachen... (tk)
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Da muss man erstmal schaffen. 😂😂😂

Mickelson hat doch sowas auch mal bei einer US Open gemacht! Da waren es 2 Strafschläge mit heißer Diskussion: www.google.com/amp/s/www.sbnation.com/platform/amp/golf/2018/6/16/17471068/phil-mickelson-putts-m...

Absolut cool. 😎 Da die Amatuere ja eh oft aufgehoben haben, denke ich auch das es nicht relevant war.

2 Wochen her

Golf Rules

24 und 8 - die Trikotnummern des vor kurzem tragisch verunglückten Kobe Bryant spielten bei der Phoenix Open eine große Rolle - hier zum Beispiel bei der Lochposition. 24 Schritte von vorn und 8 Schritte zum - in Spielrichtung linken - Grünrand. Ein Leser fragte, wie diese Nummern zu Stande kommen.

Der eine oder andere wird bei einem Turnier schon einmal Angaben wie 24 8L auf der Scorekarte oder einem "Pinsheet" gefunden haben. Im Grunde geben diese an, wieviel Platz dem Spieler zum Arbeiten mit seinem Ball bleibt. 24 8L heißt, dass von der vorderen Grünkante in Spielrichtung (die je nach Spielstärke variieren kann, da ja von einem anderen Abschlag oder aus einer anderen Landezone für den Lay-up das Grün angespielt wird) 24 Schritte Platz bis zur Lochposition sind und am Grünrand (hier links) 8 Schritte Platz verbleiben.

Im TV haben sie das nicht ganz so eingezeichnet, dass man versteht, wie die Pinposition gefunden wird, daher haben wir das im Luftbild noch einmal verdeutlicht. Viele Wege führen nach Rom, hier haben wir einen genommen, der zunächst ein senkrecht zur Spielrichtung Rechteck ums Grün zieht. Die Mittellinie wird vorn mit dem sogenannten T-Punkt und hintern mit dem Referenzpunkt (o) gekennzeichnet. Dann geht man an der Mittellinie bis zur Lochhöhe entlang und zählt die Schritte, was den Wert (hier 24) von der vorderen Grünkante angibt und läuft anschließend im rechten Winkel vom Loch zur äußeren Kante (hier 8 Schritte) und hat die Position.
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24 und 8 - die Trikotnummern des vor kurzem tragisch verunglückten Kobe Bryant spielten bei der Phoenix Open eine große Rolle - hier zum Beispiel bei der Lochposition. 24 Schritte von vorn und 8 Schritte zum - in Spielrichtung linken - Grünrand. Ein Leser fragte, wie diese Nummern zu Stande kommen.

Der eine oder andere wird bei einem Turnier schon einmal Angaben wie 24 8L auf der Scorekarte oder einem Pinsheet gefunden haben. Im Grunde geben diese an, wieviel Platz dem Spieler zum Arbeiten mit seinem Ball bleibt. 24 8L heißt, dass von der vorderen Grünkante in Spielrichtung (die je nach Spielstärke variieren kann, da ja von einem anderen Abschlag oder aus einer anderen Landezone für den Lay-up das Grün angespielt wird) 24 Schritte Platz bis zur Lochposition sind und am Grünrand (hier links) 8 Schritte Platz verbleiben.

Im TV haben sie das nicht ganz so eingezeichnet, dass man versteht, wie die Pinposition gefunden wird, daher haben wir das im Luftbild noch einmal verdeutlicht. Viele Wege führen nach Rom, hier haben wir einen genommen, der zunächst ein senkrecht zur Spielrichtung Rechteck ums Grün zieht. Die Mittellinie wird vorn mit dem sogenannten T-Punkt und hintern mit dem Referenzpunkt (o) gekennzeichnet. Dann geht man an der Mittellinie bis zur Lochhöhe entlang und zählt die Schritte, was den Wert (hier 24) von der vorderen Grünkante angibt und läuft anschließend im rechten Winkel vom Loch zur äußeren Kante (hier 8 Schritte) und hat die Position.Image attachmentImage attachment

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Bei meiner Präzision bin ich einfach froh wenn der Ball GIR auf dem Grün liegt😂

2 Wochen her

Golf Rules

Im Netz kursieren diverse Beiträge zu der von der R&A und USGA veröffentlichten Studie "Distance Insight Report". Hierin werden in über 100 Seiten (und weiteren Materialien zu Details im Anhang) diverse Faktoren zur gestiegenen Schlaglänge und deren historische und zukünftige Auswirkungen auf das Golfspiel beleuchtet (Details siehe im beigefügten Link am Ende).

Darauf basierend kam die Frage auf, nach welchen Kriterien denn eigentlich eine Spielbahn den Status eines Par 3, 4 oder 5 bekommt? Hierzu heißt es im EGA-Vorgabensystem, dass das Par jedes Lochs von dem DGV-Mitglied unter Bezug auf die vermessene Länge, die im Course Rating ermittelte „spielwirksame Länge“ sowie der Spielschwierigkeit des Lochs festgesetzt werden kann.

Die Länge muss dabei innerhalb der Bandbreiten der folgenden Auflistung (Damen / Herren) liegen:
Par 3 - bis 200m / bis 235m
Par 4 - 185 bis 385m / 220 bis 450m
Par 5 - ab 350m / ab 415m

Wenn also die Länge eines Lochs 430 Meter beträgt, dann kann in Abhängigkeit von seiner spiel-wirksamen Länge sowie seiner Schwierigkeit das Loch als ein Par 4 oder ein Par 5 ausgewiesen werden. (tk)

Link zur Studie "Distance Insight Report":
www.randa.org/theranda/distance-insights
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Im Netz kursieren diverse Beiträge zu der von der R&A und USGA veröffentlichten Studie Distance Insight Report. Hierin werden in über 100 Seiten (und weiteren Materialien zu Details im Anhang) diverse Faktoren zur gestiegenen Schlaglänge und deren historische und zukünftige Auswirkungen auf das Golfspiel beleuchtet (Details siehe im beigefügten Link am Ende).

Darauf basierend kam die Frage auf, nach welchen Kriterien denn eigentlich eine Spielbahn den Status eines Par 3, 4 oder 5 bekommt? Hierzu heißt es im EGA-Vorgabensystem, dass das Par jedes Lochs von dem DGV-Mitglied unter Bezug auf die vermessene Länge, die im Course Rating ermittelte „spielwirksame Länge“ sowie der Spielschwierigkeit des Lochs festgesetzt werden kann. 

Die Länge muss dabei innerhalb der Bandbreiten der folgenden Auflistung (Damen / Herren) liegen:
Par 3 - bis 200m / bis 235m
Par 4 - 185 bis 385m / 220 bis 450m
Par 5 - ab 350m / ab 415m

Wenn also die Länge eines Lochs 430 Meter beträgt, dann kann in Abhängigkeit von seiner spiel-wirksamen Länge sowie seiner Schwierigkeit das Loch als ein Par 4 oder ein Par 5 ausgewiesen werden. (tk)

Link zur Studie Distance Insight Report:
https://www.randa.org/theranda/distance-insights

2 Wochen her

Golf Rules

Die European Tour ist dieses Wochenende in Australien zu Gast. Der Franzose Clement Sordet brauchte nach einem Putt etwas "Geduld" - bis der Ball dann letztendlich doch gelocht war...

In R13.3a "Wartezeit, um festzustellen, ob ein über den Lochrand hinausragender Ball ins Loch fallen wird" heißt er hierzu, dass es dem Spieler gestattet, innerhalb einer angemessenen Zeit das Loch zu erreichen und weitere zehn Sekunden zu warten, um zu sehen, ob der Ball in das Loch fällt. Fällt der Ball innerhalb dieser Wartezeit ins Loch, hat der Spieler mit seinem vorherigen Schlag eingelocht.

Dabei ist zu beachten, dass die Festlegung der Grenzen einer angemessenen Zeit, das Loch zu erreichen, hängt von den Umständen des Schlags ab und beinhaltet auch die Zeit für natürliche oder spontane Reaktionen eines Spielers, wenn der Ball nicht in das Loch geht.

Insofern alles "regelkonform" beim Franzosen - die Freude über diesen besonderen Putt bleibt bestehen, denn fällt der Ball nicht innerhalb dieser Wartezeit ins Loch, gilt er als in Ruhe befindlich. Fällt der Ball ins Loch, bevor er gespielt wird, hat der Spieler mit dem vorigen Schlag eingelocht, aber er zieht sich einen Strafschlag zum Ergebnis des Lochs hinzu. (tk)

www.facebook.com/TheEuropeanTour/videos/524422991517142/
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Ready golf.😫😋

2 Wochen her

Golf Rules

Und heute Teil 4 unserer Serie zu Tierlöchern - ein Reh läuft durch den Bunker und der Ball kommt in einem Hufabdruck zu Ruhe.

Liegt der Ball in einem Tierloch? Nein, denn wir erinnern uns noch einmal an die Definition, denn jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg zählt nur zum Tierloch, wenn diese in das Loch führen. Ein einzelner Fußabdruck eines Tiers, der nicht in ein Tierloch führt, ist kein von einem Tier gemachtes Loch, sondern nur eine Bodenunebenheit, von der straflose
Erleichterung nicht zulässig ist (siehe auch Interpretation Tierloch/1). In diesem Fall ist es somit Pech für den Spieler - der Ball ist zu spielen, wie dieser liegt.

Kommen solche Besonderheiten auf dem Platz öfter vor, dann könnte die Spielleitung den Spielern helfen, indem diese Musterplatzregel F-13 "Hufspuren von Tieren" in Kraft setzen. Hiernach könnten Beschädigungen, die eindeutig von Tierhufen verursacht wurden, als Boden in Ausbesserung definiert werden, von dem straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist. (tk)
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Und heute Teil 4 unserer Serie zu Tierlöchern - ein Reh läuft durch den Bunker und der Ball kommt in einem Hufabdruck zu Ruhe. 

Liegt der Ball in einem Tierloch? Nein, denn wir erinnern uns noch einmal an die Definition, denn jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg zählt nur zum Tierloch, wenn diese in das Loch führen. Ein einzelner Fußabdruck eines Tiers, der nicht in ein Tierloch führt, ist kein von einem Tier gemachtes Loch, sondern nur eine Bodenunebenheit, von der straflose
Erleichterung nicht zulässig ist (siehe auch Interpretation Tierloch/1). In diesem Fall ist es somit Pech für den Spieler - der Ball ist zu spielen, wie dieser liegt.

Kommen solche Besonderheiten auf dem Platz öfter vor, dann könnte die Spielleitung den Spielern helfen, indem diese Musterplatzregel F-13 Hufspuren von Tieren in Kraft setzen. Hiernach könnten Beschädigungen, die eindeutig von Tierhufen verursacht wurden, als Boden in Ausbesserung definiert werden, von dem straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist. (tk)

2 Wochen her

Golf Rules

Ergänzend zu den vergangenen Beiträgen zu den ungewöhnlichen Platzverhältnissen loht sich noch einmal ein Blick speziell in die Definition "Tierloch".

Hiermit ist nämlich nicht nur das Loch selber gemeint, sondern auch das von dem Tier aus dem Loch gegrabene lose Material, jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen und jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde.

Und auch der Begriff "Tier" ist mit den neuen Golfregeln umfangreicher definiert, denn dieses schließt jedes lebende Wesen des Tierreiches (außer Menschen), einschließlich Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Wirbellose (zum Beispiel Würmer, Insekten, Spinnen und Krustentiere) ein.

Insofern ist auch der Bereich mit dem Aufgeworfenen von Krähen auf der Nahrungssuche ungewöhnliche Platzverhältnisse und der Spieler kann bei Behinderung nach R16.1 mit strafloser Erleichterung das Spiel fortsetzen... (tk)
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Ergänzend zu den vergangenen Beiträgen zu den ungewöhnlichen Platzverhältnissen loht sich noch einmal ein Blick speziell in die Definition Tierloch.

Hiermit ist nämlich nicht nur das Loch selber gemeint, sondern auch das von dem Tier aus dem Loch gegrabene lose Material, jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen und jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde.

Und auch der Begriff Tier ist mit den neuen Golfregeln umfangreicher definiert, denn dieses schließt jedes lebende Wesen des Tierreiches (außer Menschen), einschließlich Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Wirbellose (zum Beispiel Würmer, Insekten, Spinnen und Krustentiere) ein.

Insofern ist auch der Bereich mit dem Aufgeworfenen von Krähen auf der Nahrungssuche ungewöhnliche Platzverhältnisse und der Spieler kann bei Behinderung nach R16.1 mit strafloser Erleichterung das Spiel fortsetzen... (tk)

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Good to know ⛳️

3 Wochen her

Golf Rules

Tierloch - Teil 2...

Wie gestern berichtet steht dem Spieler nach R16.1 "Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" zu, wenn der Ball des Spielers ungewöhnlichen Platzverhältnissen berührt oder in oder auf diesen liegt, sowie wenn die ungewöhnlichen Platzverhältnisse den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigen.

Allerdings ist zu beachten, dass die Spielleitung eine Platzregel (siehe Musterplatzregel F-6) erlassen darf, welche Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagt, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist. Beachte: in den DGV- und Landesverbandswettspielen und einigen Golfclubs ist diese Platzregel in Kraft gesetzt... (tk)
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Tierloch - Teil 2...

Wie gestern berichtet steht dem Spieler nach R16.1 Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) zu, wenn der Ball des Spielers ungewöhnlichen Platzverhältnissen berührt oder in oder auf diesen liegt, sowie wenn die ungewöhnlichen Platzverhältnisse den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigen.

Allerdings ist zu beachten, dass die Spielleitung eine Platzregel (siehe Musterplatzregel F-6) erlassen darf, welche Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagt, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist. Beachte: in den DGV- und Landesverbandswettspielen und einigen Golfclubs ist diese Platzregel in Kraft gesetzt... (tk)

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Kann ein Club die in Kraft gesetzte Platzregel - keine Erleichterung, wenn nur der Stand betroffen ist - wiederum öffnen durch eine 2te? Bspw: f6, es sei denn der Stand ist auf Bahn X und Y durch Wildschweinschäden beeinträchtigt. Oder geht das wiederum nicht? 🧐

3 Wochen her

Golf Rules

Das Tierloch - dieses ist auch immer wieder für Diskussionen unter Spielern gut. Das Tierloch ist nämlich neben Boden in Ausbesserung, unbeweglichen Hemmnissen und zeitweiligem Wasser einer der vier Umstände, die unter ungewöhnlichen Platzverhältnissen in den Regeln zusammengefasst werden.

Berührt oder liegt der Ball in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder beeinträchtigen diese den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs im Gelände oder im Bunker, so kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1b oder R16.1c in Anspruch nehmen.

Dabei ist zu beachten, dass der Spieler allerdings keine Erleichterung bekommt, wenn es eindeutig unvernünftig wäre, den Ball zu spielen... (tk)
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Das Tierloch - dieses ist auch immer wieder für Diskussionen unter Spielern gut. Das Tierloch ist nämlich neben Boden in Ausbesserung, unbeweglichen Hemmnissen und zeitweiligem Wasser einer der vier Umstände, die unter ungewöhnlichen Platzverhältnissen in den Regeln zusammengefasst werden.

Berührt oder liegt der Ball in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder beeinträchtigen diese den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs im Gelände oder im Bunker, so kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1b oder R16.1c in Anspruch nehmen.  

Dabei ist zu beachten, dass der Spieler allerdings keine Erleichterung bekommt, wenn es eindeutig unvernünftig wäre, den Ball zu spielen... (tk)

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Oder wenn der Platz eine Musterregel in Kraft setzt, wonach es keine Erleichterung gibt, wenn lediglich der Stand beeinträchtigt ist. So wie bei uns, obwohl Teile des Platzes von Wildschweinen umgegraben wurden... 🙈

3 Wochen her

Golf Rules

Heute mal etwas "off topic" - eine Frage erreichte uns, was man denn machen muss, dass man so richtig viele Strafschläge auf der Runde bekommt.

Sicherlich gibt es da viele unterschiedliche Golfregeln, die im Laufe der Runde in den einzelnen Spielsituationen zu Strafschlägen führen können. Marcel Siem hatte z.B. 5x zwei Strafschläge wegen Verstoß gegen die Platzregel "Besserlegen" beim Turnier in Paris bekommen, Lee Ann Walker 29x zwei Strafschläge gegen Verstoß gegen R10.2b(4) "Einschränkung für den Caddie, hinter dem Spieler zu stehen".

Es gibt aber auch Regeln, bei denen die Summe der Strafschläge begrenzt ist. Regel R4.1b begrenzt z.B. die Höchstzahl der Schlägern auf eine Anzahl von 14. Nutzt der Spieler jedoch aus Unachtsamkeit mehr Schläger im Zählspiel, so zieht dieser sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) für jedes Loch zu, an dem ein Verstoß vorlag, höchstens jedoch vier Strafschläge für die Runde (durch Addition von zwei Strafschlägen an jedem der beiden ersten Löcher, an denen ein Verstoß vorkam).

Aber um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen - das gleichzeitige Nutzen von zwei Caddies ist ein Verstoß gegen R10.3a(1) "Spieler darf zeitgleich nur einen Caddie haben". Hierfür gibt es die Grundstrafe für jedes Loch, an dem der Spieler zeitgleich die Unterstützung von mehr als einem Caddie hatte. Da würden dann schnell mal 36 Schläge zum eigentlichen Spielergebnis hinzukommen...

Hattet Ihr auch schon mal so einen Fall - was ist Euer "Highscore" in Sachen Strafschläge? (tk)
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Heute mal etwas off topic - eine Frage erreichte uns, was man denn machen muss, dass man so richtig viele Strafschläge auf der Runde bekommt.

Sicherlich gibt es da viele unterschiedliche Golfregeln, die im Laufe der Runde in den einzelnen Spielsituationen zu Strafschlägen führen können. Marcel Siem hatte z.B. 5x zwei Strafschläge wegen Verstoß gegen die Platzregel Besserlegen beim Turnier in Paris bekommen, Lee Ann Walker 29x zwei Strafschläge gegen Verstoß gegen R10.2b(4) Einschränkung für den Caddie, hinter dem Spieler zu stehen.

Es gibt aber auch Regeln, bei denen die Summe der Strafschläge begrenzt ist. Regel R4.1b begrenzt z.B. die Höchstzahl der Schlägern auf eine Anzahl von 14. Nutzt der Spieler jedoch aus Unachtsamkeit mehr Schläger im Zählspiel, so zieht dieser sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) für jedes Loch zu, an dem ein Verstoß vorlag, höchstens jedoch vier Strafschläge für die Runde (durch Addition von zwei Strafschlägen an jedem der beiden ersten Löcher, an denen ein Verstoß vorkam).

Aber um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen - das gleichzeitige Nutzen von zwei Caddies ist ein Verstoß gegen R10.3a(1) Spieler darf zeitgleich nur einen Caddie haben. Hierfür gibt es die Grundstrafe für jedes Loch, an dem der Spieler zeitgleich die Unterstützung von mehr als einem Caddie hatte. Da würden dann schnell mal 36 Schläge zum eigentlichen Spielergebnis hinzukommen... 

Hattet Ihr auch schon mal so einen Fall - was ist Euer Highscore in Sachen Strafschläge? (tk)

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Am besten stellen sich dann die beiden auch noch bei jedem Put hinter Dich 🤣😂

Hi Thomas, 4 shots for me for 15 clubs. 67 gross nett 71 🙈

Gilt das nur für „mann“ oder auch Frau?? 😂

Nicht ich, aber in Deutschland gab es mal vor ca. 10 Jahren jemand, der über den Teich nicht drüber gekommen ist. Die Score-Karte konnte man in myGolf abrufen. Waren glaub ich knapp unter 70 Schläge an einem Loch. In Österreich hat ähnliches auch jemand geschafft mit glaub ich ca. 47 Schlägen an einem Loch. Der liest vielleicht mit und meldet sich. Er hat es damit in eine Golf-Zeitschrift geschafft. Ansonsten geht zweistellig an einem Loch schnell. 4 Abschläge hatte ich schon mal. Einmal einen 6-Putt, einmal einen 5-Putt (4 Putts aus 1,2 m - sowas merkt man sich), aber das sind keine Strafschläge.

3 Wochen her

Golf Rules

Und noch etwas aktuelles aus Saudi-Arabien - der eingebohrte Ball im Gelände 😉

Es ist im Video nicht genau zu erkennen, ob der Ball sich weiterhin im Bunker befindet oder nicht. Mal angenommen, der Ball wäre in die Bunkerkante eingedrungen, so erhält der Spieler nach R16.3b "Erleichterung für eingebetteten Ball" straflose Erleichterung. Hierfür ist nämlich entscheidend, dass die Bunkerkante zum Gelände und nicht zum Bunker gehört.

Insofern darf der Spieler das Erleichterungsbereich anwenden - der Bezugspunkt ist die Stelle unmittelbar hinter dem eingebetteten Ball, die Größe des Erleichterungsbereiches beträgt eine Schlägerlänge und dieser muss sich im Gelände befinden und darf zudem nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt liegen.

Je nach Balllage, Form des Bunkers und Fahnenposition kann es dabei sein, dass der Spieler keinen Bereich ermitteln kann, der sich nicht näher zum Loch befindet. In diesem Fall hat der Spieler "gelitten" - eine Clarification aus 12/2018 sagt, dass der Spieler nicht immer berechtigt ist, Erleichterung für eingebetteten Ball in Anspruch zu nehmen.

Dann besteht nur die Möglichkeit den Ball nach R19 den Ball für unspielbar zu erklären... (tk)
www.facebook.com/TheEuropeanTour/videos/548446769101479/
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3 Wochen her

Golf Rules

Konrad hatte eine Frage:

"Guten Abend, hatte heute wieder einmal eine Regeldiskussion ohne gemeinsame Lösung. Ball liegt am linken Rand eines Betonweges. Rechts vom Weg ist das Grün. Wir waren uns einig, dass es einen Freedrop geben kann. Da es links vom Weg Gebüsch gibt, meiner Meinung nach sinnlos. Mein Mitspieler meint, dann Freedrop rechts vom Weg. Dem habe ich widersprochen. Ich hoffe auf Eure Zustimmung"

Referenzpunkt für straflose Erleichterung aufgrund eines unbeweglichen Hemmnisses (der Weg hier) ist der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung. Das kann auch in einem Gebüsch sein. Das ist dann zwar nich schön aber gegebenenfalls Ausgangspunkt für ein neues Erleichterungsverfahren (Ball unspielbar). Oder man spielt den Ball wie er liegt oder entscheidet sich hierbei für ein anderes Erleichterungsverfahren, ggf. mit Strafe. Nur, einfach auf der anderen Wegseite droppen - geht nicht.
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Konrad hatte eine Frage:

Guten Abend, hatte heute wieder einmal eine Regeldiskussion ohne gemeinsame Lösung. Ball liegt am linken Rand eines Betonweges. Rechts vom Weg ist das Grün. Wir waren uns einig, dass es einen Freedrop geben kann. Da es links vom Weg Gebüsch gibt, meiner Meinung nach sinnlos. Mein Mitspieler meint, dann Freedrop rechts vom Weg. Dem habe ich widersprochen. Ich hoffe auf Eure Zustimmung

Referenzpunkt für straflose Erleichterung aufgrund eines unbeweglichen Hemmnisses (der Weg hier) ist der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung. Das kann auch in einem Gebüsch sein. Das ist dann zwar nich schön aber gegebenenfalls Ausgangspunkt für ein neues Erleichterungsverfahren (Ball unspielbar). Oder man spielt den Ball wie er liegt oder entscheidet sich hierbei für ein anderes Erleichterungsverfahren, ggf. mit Strafe. Nur, einfach auf der anderen Wegseite droppen - geht nicht.

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Alltägliches Problem bei Turnieren. In meiner ganzen Golfzeit habe ich gemerkt und mitbekommen dass gerade Spieler der tieferen HCPs sehr oft die Unsicherheit der Mitspieler ausnützen und zu ihren Gunsten dann auf der besseren Seite die Erleichterung nehmen. Die Regel definiert es ganz klar. Erleichterung kann leider manchmal die schlechtere Situation bringen. Also ,den Ball spielen wie er liegt.

Stimmt

3 Wochen her

Golf Rules

Loser hinderlicher Naturstoff - dieser darf nach der Regeländerung auch im Bunker entfernt werden. Dabei bedeutet "lose", wenn die Naturstoffe nicht beweglich sind, wenn sie befestigt sind oder wachsen, fest in den Boden eingebettet oder am Ball anhaftend sind.

Und kommen wir zur Hilfe - ein Blick in die Interpretation I15.1a/1 "Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs einschließlich der Hilfe" zeigt:

Anderer Lose hinderliche Naturstoffe kommen in vielen verschiedenen Formen und Größen vor (zum Beispiel als Eicheln und große Steine). Die Mittel und Methoden, durch die sie entfernt werden dürfen, sind nicht begrenzt, außer dass ihre Entfernung das Spiel nicht unangemessen verzögern darf (siehe Regel 5.6a).

Beispiel: Ein Spieler darf bei der Entfernung eines losen hinderlichen Naturstoffs ein Handtuch, eine Hand oder einen Hut nutzen, oder darf den losen hinderlichen Naturstoff hochheben oder wegschieben. Ein Spieler darf auch um Hilfe bitten bei der Entfernung eines losen hinderlichen Naturstoffes, zum Beispiel, indem er Zuschauer bei der Entfernung eines großen Astes um Hilfe bittet.

So geschehen gestern gestern bei Alvaro Quiros in Saudi-Arabien... (tk)

www.facebook.com/TheEuropeanTour/videos/2288858011416941/
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Karin Viet 🙂

Nigel Booker

3 Wochen her

Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag möchten wir noch einmal auf den Satz "...wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat..." eingehen.

Zunächst einmal muss ein Golfball den gültigen Regeln entsprechen. Hierfür gibt es in den Ausrüstungsregeln unter Teil 4 einen sehr umfangreichen Bereich, in dem die Richtlinien für die Ballhersteller beschrieben sind (also z.B. Gewicht ≤ 1,620 Unzen (45,93 g), Durchmesser ≤ 42,67 mm, kugelsymmetrisch geformt, Anfangsgeschwindigkeit des Balls darf den Grenzwert nicht überschreiten, der Gesamtlängenstandard (zusammengerechnete Flug- und Lauflänge) muss eingehalten werden...).

In der Regel werden aber alle "klassischen" Golfbälle diesen Normen entsprechen. Ist aber durch die Spielleitung die o.g. Platzregel in Kraft gesetzt worden, so muss der Ball in der folgenden Liste der zugelassenen Golfbälle (www.randa.org/en/rulesequipment/equipment/equipment-explorer) enthalten sein. Falls nicht, dann würde die Nutzung der Platzregel widersprechen und würde die entsprechende Bestrafung nach sich ziehen.

Wer also gerne einen Ball der Marken "Crane", "Ullrich" oder "Shamp" spielt, der sollte vor dem Wettspiel mal einen Blick in die Platzregeln und dann in die Liste werfen... (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag möchten wir noch einmal auf den Satz ...wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat... eingehen.

Zunächst einmal muss ein Golfball den gültigen Regeln entsprechen. Hierfür gibt es in den Ausrüstungsregeln unter Teil 4 einen sehr umfangreichen Bereich, in dem die Richtlinien für die Ballhersteller beschrieben sind (also z.B. Gewicht ≤ 1,620 Unzen (45,93 g), Durchmesser ≤ 42,67 mm, kugelsymmetrisch geformt, Anfangsgeschwindigkeit des Balls darf den Grenzwert nicht überschreiten, der Gesamtlängenstandard (zusammengerechnete Flug- und Lauflänge) muss eingehalten werden...).

In der Regel werden aber alle klassischen Golfbälle diesen Normen entsprechen. Ist aber durch die Spielleitung die o.g. Platzregel in Kraft gesetzt worden, so muss der Ball in der folgenden Liste der zugelassenen Golfbälle (https://www.randa.org/en/rulesequipment/equipment/equipment-explorer) enthalten sein. Falls nicht, dann würde die Nutzung der Platzregel widersprechen und würde die entsprechende Bestrafung nach sich ziehen.

Wer also gerne einen Ball der Marken Crane, Ullrich oder Shamp spielt, der sollte vor dem Wettspiel mal einen Blick in die Platzregeln und dann in die Liste werfen... (tk)

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... zusammengerechnete Flug- und Lauflänge muss eingehalten werden... sag das mal meinem Ball! 😂

Der Ball ist allerliebst 😍

Vor Allem in der Liste ist nichts von Vice oder nicht mal Titleist drin, wie alt soll die sein? Kann mir doch keiner erzählen, dass nen ProV1 dann nicht erlaubt ist zu spielen!?

Was ist denn mit in unserer Lieblingsmarke RANGE? Ist die auf der Liste?

Ooooooh - haben will 🥰

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4 Wochen her

Golf Rules

Weil es immer wieder mal Fragen an uns zum "X-Out"- oder "Practice"-Ball gibt, an dieser Stelle der Verweis auf die "Interpretation des Tages"

4.2a(1)/2 – Status eines „X-Out”-Balls, eines „wiederaufbereiteten Balls“ oder eines “Practice“-Balls
Spielt ein Spieler einen Ball, der durch den Hersteller als „X Out“ oder „Practice“ gekennzeichnet wurde, oder einen wiederaufbereiteten Ball, werden diese Bälle nach den Ausrüstungsregeln wie folgt behandelt:

- „X-Out“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen Ball, den der Hersteller als mangelhaft ansieht (oft nur aus ästhetischen Gründen, wie Farb- oder Druckfehler), und bei dem aus diesem Grund der Name durchgestrichen wurde. „Wiederaufbereitet“ bezieht sich auf einen gebrauchten Ball, der gereinigt und als “refurbished“ oder mit einer ähnlichen Bezeichnung versehen wurde.

Ohne einen deutlichen Beweis, der darauf hindeutet, dass ein „X-Out“-Ball oder ein wiederaufbereiteter Ball nicht den Ausrüstungsregeln entspricht, darf ein Spieler diesen spielen.

Wurde jedoch von der Spielleitung eine Platzregel in Kraft gesetzt, die das Spielen mit einem Ball verlangt, der in der Liste zugelassener Bälle aufgeführt ist, darf ein derartiger Ball nicht verwendet werden.

- „Practice“-Bälle sind üblicherweise gelistete und zulässige Golfbälle, die mit einem Stempel “Practice“ oder ähnlicher Bezeichnung gekennzeichnet wurden. „Practice“- Bälle werden genauso behandelt wie Golfbälle, die das Logo eines Golfplatzes, einer Firma, einer Schule oder ein anderes Logo tragen.

Derartige Bälle dürfen auch dann verwendet werden, wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat. (tk)
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Weil es immer wieder mal Fragen an uns zum X-Out- oder Practice-Ball gibt, an dieser Stelle der Verweis auf die Interpretation des Tages

4.2a(1)/2 – Status eines „X-Out”-Balls, eines „wiederaufbereiteten Balls“ oder eines “Practice“-Balls 
Spielt ein Spieler einen Ball, der durch den Hersteller als „X Out“ oder „Practice“ gekennzeichnet wurde, oder einen wiederaufbereiteten Ball, werden diese Bälle nach den Ausrüstungsregeln wie folgt behandelt:

- „X-Out“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen Ball, den der Hersteller als mangelhaft ansieht (oft nur aus ästhetischen Gründen, wie Farb- oder Druckfehler), und bei dem aus diesem Grund der Name durchgestrichen wurde. „Wiederaufbereitet“ bezieht sich auf einen gebrauchten Ball, der gereinigt und als “refurbished“ oder mit einer ähnlichen Bezeichnung versehen wurde.

Ohne einen deutlichen Beweis, der darauf hindeutet, dass ein „X-Out“-Ball oder ein wiederaufbereiteter Ball nicht den Ausrüstungsregeln entspricht, darf ein Spieler diesen spielen.

Wurde jedoch von der Spielleitung eine Platzregel in Kraft gesetzt, die das Spielen mit einem Ball verlangt, der in der Liste zugelassener Bälle aufgeführt ist, darf ein derartiger Ball nicht verwendet werden.

- „Practice“-Bälle sind üblicherweise gelistete und zulässige Golfbälle, die mit einem Stempel “Practice“ oder ähnlicher Bezeichnung gekennzeichnet wurden. „Practice“- Bälle werden genauso behandelt wie Golfbälle, die das Logo eines Golfplatzes, einer Firma, einer Schule oder ein anderes Logo tragen. 

Derartige Bälle dürfen auch dann verwendet werden, wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat. (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Die Spielfolge wird in Regel R6.4 behandelt. Die Spielfolge am Abschlag hängt davon ab, wer die Ehre hat, danach richtet sie sich nach dem Ball, der am weitesten vom Loch entfernt ist.

Im Zählspiel ist Spielen außer der Reihe straflos und Spieler haben das Recht und werden ermutigt „Ready Golf“, das heißt in sicherer und verantwortungsbewusster Weise auch außer der Reihe zu spielen.

Aber beachte - im Lochspiel ist die Spielfolge sehr wichtig. Wenn der Spieler außer der Reihe spielt, hat der Gegner das Recht, diesen Schlag für ungültig zu erklären und den Spieler
noch einmal spielen zu lassen.

Deswegen kommt es im geschlechterungleichem Lochspiel auch schon einmal dazu, dass die Dame zuerst abschlägt, um den "taktischen" Vorteil auszuspielen und den Mann gleich am Tee schon einmal "unter Druck" zu setzen... (tk)
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Die Spielfolge wird in Regel R6.4 behandelt. Die Spielfolge am Abschlag hängt davon ab, wer die Ehre hat, danach richtet sie sich nach dem Ball, der am weitesten vom Loch entfernt ist.

Im Zählspiel ist Spielen außer der Reihe straflos und Spieler haben das Recht und werden ermutigt „Ready Golf“, das heißt in sicherer und verantwortungsbewusster Weise auch außer der Reihe zu spielen. 

Aber beachte - im Lochspiel ist die Spielfolge sehr wichtig. Wenn der Spieler außer der Reihe spielt, hat der Gegner das Recht, diesen Schlag für ungültig zu erklären und den Spieler
noch einmal spielen zu lassen.

Deswegen kommt es im geschlechterungleichem Lochspiel auch schon einmal dazu, dass die Dame zuerst abschlägt, um den taktischen Vorteil auszuspielen und den Mann gleich am Tee schon einmal unter Druck zu setzen... (tk)

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Ganz im Gegenteil. Ich lasse wenn möglich und die Dame zuvor das Loch gewonnen hat Sie zuerst abschlagen um ggf. meinen Abschlag passend zu dosieren bzw. wenn Sie ihren Ball ins Aus spielt den daraus resultierenden Vorteil zu nutzen. 🤓☝️

Gute Aufklärung, denn es wird schon auch sehr viel Halbwissen auf dem Platz verbreitet, wie oft habe ich schon den Satz gehört (auch vor 2019) "die Ehre gibt es nicht mehr". Inzwischen antworte ich dann "die Ehre gibt es immer noch, man muss sich nur nicht daran halten ;-)" (natürlich abhängig von der Spielform).

Oh, war mir nicht bewusst. Ich dachte wir spielen generell ready Golf. Danke 👍

Danke euch für den Hinweise - auch mir war das nicht bewusst, weil das Lochspiel nicht zu meiner regelmäßigen Spielform zählt!

Hyndrf Rbn 🤔

Ich liebe Matchplay oder halt Lochspiel. Meinetwegen kann die Dame auch zuerst abschlagen entschieden wird es meistens sowieso auf dem Green 😉

Golf ist eben doch ein “Kampfsport“...🤔😉😴☹️😏🥴🙂🙃

nun das wuerde ich in den "Erlaeuterungen zu den Golfregeln" erst nocg einmal nachlesen wollen.

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4 Wochen her

Golf Rules

Wir berichteten ja schon darüber, dass auf dem Grün Verbesserungen erlaubt sind. In Regel R13.1c wird noch einmal explizit beschrieben, welche Verbesserungen dabei zulässig sind bzw. welche Schäden ausgebessert werden dürfen:
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee).

Dabei ist zu beachten, dass dieses durch angemessene Handlungen vorgenommen wird - und zwar nur
- mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und
- ohne das Spiel unangemessen zu verzögern (siehe Regel R5.6a).

Tabu ist und bleibt aber das Entfernen von Tau / Reif und insbesondere von zeitweiligem Wasser auf dem Grün. Und zwar auch dann, wenn man die pflegerischen Maßnahmen des Grüns nur zu dem Zweck ausübt, um zeitweiliges Wasser auf dem Grün absickern zu lassen.

Ein Bereich mit zeitweiligem Wasser sind "ungewöhnlichen Platzverhältnissen", von dem der Spieler nach R16.1d "Erleichterung für einen Ball auf dem Grün" an der nächstgelegenen Stelle der vollständigen Erleichterung straflos sein Spiel fortsetzen kann.

Das ist irgendwie besser, als sich die Grundstrafe für das Entfernen des zeitweiligen Wasser hinzuzurechnen... (tk)
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Wir berichteten ja schon darüber, dass auf dem Grün Verbesserungen erlaubt sind. In Regel R13.1c wird noch einmal explizit beschrieben, welche Verbesserungen dabei zulässig sind bzw. welche Schäden ausgebessert werden dürfen:
- Balleinschlaglöcher, durch Schuhe verursachte Schäden (zum Beispiel Spikemarken) und Kratzer oder Dellen, die durch eine Ausrüstung oder einen Flaggenstock hervorgerufen wurden
- alte Lochpfropfen, Soden, Sodenkanten und Kratzer oder Vertiefungen, die von Werkzeugen oder Maschinen der Platzpflege verursacht wurden,
- Tierspuren oder Hufabdrücke,
- eingebettete Gegenstände (zum Beispiel ein Stein, eine Eichel oder ein Tee).

Dabei ist zu beachten, dass dieses durch angemessene Handlungen vorgenommen wird - und zwar nur 
- mit der Hand, dem Fuß oder einem anderen Teil des Körpers oder einer normalen Pitchgabel, einem Tee, einem Schläger oder einem ähnlichen Gegenstand einer üblichen Ausrüstung und 
- ohne das Spiel unangemessen zu verzögern (siehe Regel R5.6a).

Tabu ist und bleibt aber das Entfernen von Tau / Reif und insbesondere von zeitweiligem Wasser auf dem Grün. Und zwar auch dann, wenn man die pflegerischen Maßnahmen des Grüns nur zu dem Zweck ausübt, um zeitweiliges Wasser auf dem Grün absickern zu lassen.

Ein Bereich mit zeitweiligem Wasser sind ungewöhnlichen Platzverhältnissen, von dem der Spieler nach R16.1d Erleichterung für einen Ball auf dem Grün an der nächstgelegenen Stelle der vollständigen Erleichterung straflos sein Spiel fortsetzen kann.

Das ist irgendwie besser, als sich die Grundstrafe für das Entfernen des zeitweiligen Wasser hinzuzurechnen... (tk)

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Eingebettete Eicheln, Steine etc. war mir nicht bewusst. Danke.

4 Wochen her

Golf Rules

Drin ist drin - naja, fast... 😉

Ein Blick in die Definition hilft hier weiter: der Ball muss im Loch zur Ruhe gekommen sein und sich vollständig unterhalb der Grünoberfläche befinden. Zudem gibt es ja auch noch den speziellen Fall, dass auch ein Ball, der am Flaggenstock (der im Loch steht) zur Ruhe kommt (s. R13.2c) als "eingelocht" gilt - aber auch das passt in diesem Fall leider nicht...
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Und nu er musste noch Putten oder?

Upps

Oh no🙄

4 Wochen her

Golf Rules

Tobias hatte eine Frage zur Clarification "Ball aufhalten - R15.3":

"Hallo Zusammen,
Bei einer der letzten Posts bez. des ruhenden Balls auf dem Grün, kam mir eine Situation in den Kopf, die sicher nicht selten vorkommt.

Ich habe meinen Ball aufs Grün gebracht und wollte diesen dann markieren, in dem Moment puttet mein Mitspieler schon und traf meinen Ball. Ich hatte also gar keine Chance den Ball zu markieren. Laut Regel bekomme ich dann einen Strafschlag.
Hab ich die Regel korrekt verstanden, oder gibt es für diesen Fall eine Ausnahme ?
Vielen lieben Dank und Grüße
Tobias"

Die Klarstellung sagt:

"Ball aufhalten:
„Ball aufhalten“ ist gebräuchliche Bezeichnung, mit der folgende Situation im Zähl- spiel beschrieben wird:
Ein Spieler lässt ohne eine Vereinbarung mit einem anderen Spieler seinen Ball auf dem Grün nahe am Loch in einer Lage liegen, bei der ein anderer Spieler, der von außerhalb des Grüns spielt, einen Vorteil davon haben könnte, wenn sein Ball den auf dem Grün liegenden Ball trifft.
Da keine Vereinbarung getroffen wurde, den Ball liegen zu lassen, um einen anderen Spieler zu unterstützen, liegt kein Regelverstoß vor – siehe Regel 15.3a.
Der R&A und die USGA sind jedoch der Ansicht, dass ein „Aufhalten“ des Balls alle anderen Spieler im Turnier außer Acht lässt und deshalb dem einen Spieler einen Vorteil gegenüber allen anderen einbringt.
Aus diesem Grund bieten der R&A und die USGA den Spielern folgende Orientierung und Erläuterung eines bewährten Verfahrens an:
• Im Zählspiel gibt es einen Wettbewerb zwischen allen Spielern, und da nicht jeder Spieler anwesend sein kann, um seine Interessen zu schützen, ist der Schutz aller Teilnehmer eine Verantwortung, die alle Spieler in dem Turnier gemeinsam haben.
• Falls im Zählspiel die Möglichkeit besteht, dass der nahe am Loch liegende Ball eines Spielers einen anderen Spieler, der von außerhalb des Grüns spielt, unterstützen könnte, sollten beide Spieler darauf achten, dass der Spieler, dessen Ball nahe am Loch liegt, diesen markiert und aufnimmt, bevor der andere Spieler spielt.
• Folgen alle Spieler diesem bewährten Verfahren, werden die Interessen jedes Teilnehmers bestmöglich geschützt.
(Hinzugefügt 1/2020)"

Hierbei ist der Fall von Tobias ein kleines bisschen anders. Er wollte den Ball ja aufheben, ist nur aufgrund der Eile seines Mitspielers nicht dazu gekommen. Von daher: Kein Strafschlag für ihn, die Regel meint hier das absichtliche Liegenlassen, wissend, der Ball könnte getroffen werden. Und das wollte er ja gerade nicht...

Ihr habt Fragen zu den Golfregeln? Immer her damit!
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Tobias hatte eine Frage zur Clarification Ball aufhalten - R15.3:

Hallo Zusammen,
Bei einer der letzten Posts bez. des ruhenden Balls auf dem Grün, kam mir eine Situation in den Kopf, die sicher nicht selten vorkommt.

Ich habe meinen Ball aufs Grün gebracht und wollte diesen dann markieren, in dem Moment puttet mein Mitspieler schon und traf meinen Ball. Ich hatte also gar keine Chance den Ball zu markieren. Laut Regel bekomme ich dann einen Strafschlag.
Hab ich die Regel korrekt verstanden, oder gibt es für diesen Fall eine Ausnahme ?
Vielen lieben Dank und Grüße
Tobias

Die Klarstellung sagt: 

Ball aufhalten:
„Ball aufhalten“ ist gebräuchliche Bezeichnung, mit der folgende Situation im Zähl- spiel beschrieben wird:
Ein Spieler lässt ohne eine Vereinbarung mit einem anderen Spieler seinen Ball auf dem Grün nahe am Loch in einer Lage liegen, bei der ein anderer Spieler, der von außerhalb des Grüns spielt, einen Vorteil davon haben könnte, wenn sein Ball den auf dem Grün liegenden Ball trifft.
Da keine Vereinbarung getroffen wurde, den Ball liegen zu lassen, um einen anderen Spieler zu unterstützen, liegt kein Regelverstoß vor – siehe Regel 15.3a.
Der R&A und die USGA sind jedoch der Ansicht, dass ein „Aufhalten“ des Balls alle anderen Spieler im Turnier außer Acht lässt und deshalb dem einen Spieler einen Vorteil gegenüber allen anderen einbringt.
Aus diesem Grund bieten der R&A und die USGA den Spielern folgende Orientierung und Erläuterung eines bewährten Verfahrens an:
• Im Zählspiel gibt es einen Wettbewerb zwischen allen Spielern, und da nicht jeder Spieler anwesend sein kann, um seine Interessen zu schützen, ist der Schutz aller Teilnehmer eine Verantwortung, die alle Spieler in dem Turnier gemeinsam haben.
• Falls im Zählspiel die Möglichkeit besteht, dass der nahe am Loch liegende Ball eines Spielers einen anderen Spieler, der von außerhalb des Grüns spielt, unterstützen könnte, sollten beide Spieler darauf achten, dass der Spieler, dessen Ball nahe am Loch liegt, diesen markiert und aufnimmt, bevor der andere Spieler spielt.
• Folgen alle Spieler diesem bewährten Verfahren, werden die Interessen jedes Teilnehmers bestmöglich geschützt.
(Hinzugefügt 1/2020)

Hierbei ist der Fall von Tobias ein kleines bisschen anders. Er wollte den Ball ja aufheben, ist nur aufgrund der Eile seines Mitspielers nicht dazu gekommen. Von daher: Kein Strafschlag für ihn, die Regel meint hier das absichtliche Liegenlassen, wissend, der Ball könnte getroffen werden. Und das wollte er ja gerade nicht...

Ihr habt Fragen zu den Golfregeln? Immer her damit!

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Das war aber nicht die Frage. Auch der andere Spieler war wohl schon auf dem Grün.

Stefan Leistritz

Moin, ich würde meinen wenn der andere auch auf dem Grün lag, zieht sich der Spieler welcher den Ball geputtet hat, aufgrund der Ausnahme der Regel 11.1a die Grundstrafe von 2 Schlägen zu. Der andere Spieler legt seinen Ball einfach zurück. Ich frage mich nur, wenn derjenige nicht den Ball sondern die Hand trifft, dann wäre das eigentlich straflos und der Ball bleibt dort liegen ? Ich gehe jetzt mal davon aus der es keine Absicht war, maximal fahrlässig ?

4 Wochen her

Golf Rules

Und noch eine Frage, die uns erreichte:

"Mein Ball liegt im Vorgrün und ich will den Putten. In meiner Puttlinie ist die Sprinkleranlage bzw der Deckel. Ich argumentiere, dass dies ein künstliches, unbewegliches Hemmnis ist und meine Spiellinie stört, weswegen ich straflose Erleichterung in Anspruch nehmen möchte. Mein Mitbewerber argumentiert hingegen, dass ich einen anderen Schlag als den Putt spielen könne und daher straflose Erleichterung nicht möglich ist. Wer hat Recht?"

Der Sprinkler ist zwar ein unbewegliches Hemmnis, Erleichterung bekommt der Spieler aber nicht, wenn nur die Spiellinie und nicht Lage, Stand oder Raum des beabsichtigten Schwungs betroffen ist, es sei denn, es gibt bei Euch eine entsprechende Platzregel (zB MPR 8F5), da der Ball im Gelände liegt (vgl. R16.1b).
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Und noch eine Frage, die uns erreichte:

Mein Ball liegt im Vorgrün und ich will den Putten. In meiner Puttlinie ist die Sprinkleranlage bzw der Deckel. Ich argumentiere, dass dies ein künstliches, unbewegliches Hemmnis ist und meine Spiellinie stört, weswegen ich straflose Erleichterung in Anspruch nehmen möchte. Mein Mitbewerber argumentiert hingegen, dass ich einen anderen Schlag als den Putt spielen könne und daher straflose Erleichterung nicht möglich ist. Wer hat Recht?

Der Sprinkler ist zwar ein unbewegliches Hemmnis, Erleichterung bekommt der Spieler aber nicht, wenn nur die Spiellinie und nicht Lage, Stand oder Raum des beabsichtigten Schwungs betroffen ist, es sei denn, es gibt bei Euch eine entsprechende Platzregel (zB MPR 8F5), da der Ball im Gelände liegt (vgl. R16.1b).

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Zu schade. Danke, dass ihr das immer so fleissig aufgreift! Mike

Ausred verlass mi net

4 Wochen her

Golf Rules

Wolfgang hatte eine Frage an uns:

"Ich spiele meinen Ball und hooke den links vor dem Grün über die rot gesteckte Penalty Area und sehe den Ball noch im Hügel verschwinden. Hinter dem Hügel verläuft der Weg, welcher die Ausgrenze der Bahn ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball weg ist, ist hoch, daher spiele ich regelkonform einen provisorischen, der das Grün findet. Ich suche meinen Ball und finde diesen auch, auf der Rückseite des kleinen Hügels. Um den Ball zu spielen, müsste ich den auf Bauchnabelhöhe spielen, da im Hang, und das ganze über einen 20 Meter hohen Baum mit 30 Metern zur Fahne.

Kann ich den Ball als unspielbar erklären und mit dem provisorischen weiterspielen, da dieser ja exakt von der Stelle gespielt wurde, von der auch der erste Ball gespielt worden ist?"

Nein, das geht nicht. Der provisorische Ball wurde gespielt um die Situation abzudecken, dass der ursprüngliche Ball verloren oder im Aus ist. Da der ursprüngliche Ball gefunden wurde steht man jetzt vor einer neuen Situation, mit neuen Möglichkeiten (spielen wie er liegt, unspielbarer Ball). Diese neue Situation kann nicht mit dem provisorischen Ball gelöst werden; hier muss dann ggf. der Weg zurück angetreten werden, wenn die anderen Erleichterung- oder Spielmöglichkeiten durch den Spieler nicht gewählt werden.
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Wolfgang hatte eine Frage an uns:

Ich spiele meinen Ball und hooke den links vor dem Grün über die rot gesteckte Penalty Area und sehe den Ball noch im Hügel verschwinden. Hinter dem Hügel verläuft der Weg, welcher die Ausgrenze der Bahn ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball weg ist, ist hoch, daher spiele ich regelkonform einen provisorischen, der das Grün findet. Ich suche meinen Ball und finde diesen auch, auf der Rückseite des kleinen Hügels. Um den Ball zu spielen, müsste ich den auf Bauchnabelhöhe spielen, da im Hang, und das ganze über einen 20 Meter hohen Baum mit 30 Metern zur Fahne.

Kann ich den Ball als unspielbar erklären und mit dem provisorischen weiterspielen, da dieser ja exakt von der Stelle gespielt wurde, von der auch der erste Ball gespielt worden ist?

Nein, das geht nicht. Der provisorische Ball wurde gespielt um die Situation abzudecken, dass der ursprüngliche Ball verloren oder im Aus ist. Da der ursprüngliche Ball gefunden wurde steht man jetzt vor einer neuen Situation, mit neuen Möglichkeiten (spielen wie er liegt, unspielbarer Ball). Diese neue Situation kann nicht mit dem provisorischen Ball gelöst werden; hier muss dann ggf. der Weg zurück angetreten werden, wenn die anderen Erleichterung- oder Spielmöglichkeiten durch den Spieler nicht gewählt werden.

1 Monat her

Golf Rules

Zu einem Beitrag der letzten Tage erreichte uns von unserem Leser Bernd folgende Rückmeldung zur Anmerkung "... in einem vorgabenwirksamen Spiel ...":

<<< Macht doch bitte mal "...bei Gelegenheit..." darauf aufmerksam, dass - theoretisch - die Hälfte aller Turniere nicht vorgabenwirksam sind: die Lochspiele und von den Zählspielen sind fast alle Partnerspiele nicht vorgabenwirksam.>>>

Dem kommen wir natürlich gerne nach. Denn Bernd hat wirklich sehr genau gelesen, indem er uns auf diese missverständliche Formulierung aufmerksam gemacht hat. Denn häufig verwenden wir diesen Ausdruck als Synonym für "regelkonform in einem Wettspiel spielen". Dieses ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit, denn Golfregeln zählen ja nicht nur in vorgabewirksamen Wettspielen sondern immer dann, wenn sich mehrere Spieler in einem Turnier im Wettstreit miteinander befinden.

Letztendlich bedeutet dieses - und diese Diskussion hatten wir ja auch schon wiederholt - das in Privatrunden beliebiger Umgang mit den Golfregeln möglich ist. Jeder soll / kann hier so spielen, wie es ihm / ihr gefällt. Im Wettspiel hingegen ist es ein Gebot der Fairness gegenüber den anderen Teilnehmern, dass die Golfregeln akzeptiert und berücksichtigt werden.

Insbesondere Im Zählspiel spielen dabei mehrere Spieler in unterschiedlichen Spielgruppen gegeneinander. Und hier ist es für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse unausweichlich, dass der erste Spieler untern den selben Bedingungen die Runde spielt und beendet wie der letzten Spieler des Teilnehmerfeldes.

Anders im Lochspiel - hier befinden sich in der Regel zwei Spieler oder zwei Parteien gegeneinander im direkten Vergleich und es werden Löcher geteilt oder gewonnen. Deswegen ist es auch in dieser Spielform für eine Spieler möglich auf einen Regelverstoß / Strafe zu reagieren oder dieses nicht zu beachten (R3.2d(4)). Verboten bleibt allerdings auch in dieser Wettspielform, dass durch absichtliche Übereinkunft Regelverstöße / Strafen außer acht gelassen werden. (tk)
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Zu einem Beitrag der letzten Tage erreichte uns von unserem Leser Bernd folgende Rückmeldung zur Anmerkung ... in einem vorgabenwirksamen Spiel ...:

>

Dem kommen wir natürlich gerne nach. Denn Bernd hat wirklich sehr genau gelesen, indem er uns auf diese missverständliche Formulierung aufmerksam gemacht hat. Denn häufig verwenden wir diesen Ausdruck als Synonym für regelkonform in einem Wettspiel spielen. Dieses ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit, denn Golfregeln zählen ja nicht nur in vorgabewirksamen Wettspielen sondern immer dann, wenn sich mehrere Spieler in einem Turnier im Wettstreit miteinander befinden. 

Letztendlich bedeutet dieses - und diese Diskussion hatten wir ja auch schon wiederholt - das in Privatrunden beliebiger Umgang mit den Golfregeln möglich ist. Jeder soll / kann hier so spielen, wie es ihm / ihr gefällt. Im Wettspiel hingegen ist es ein Gebot der Fairness gegenüber den anderen Teilnehmern, dass die Golfregeln akzeptiert und berücksichtigt werden.

Insbesondere Im Zählspiel spielen dabei mehrere Spieler in unterschiedlichen Spielgruppen gegeneinander. Und hier ist es für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse unausweichlich, dass der erste Spieler untern den selben Bedingungen die Runde spielt und beendet wie der letzten Spieler des Teilnehmerfeldes.

Anders im Lochspiel - hier befinden sich in der Regel zwei Spieler oder zwei Parteien gegeneinander im direkten Vergleich und es werden Löcher geteilt oder gewonnen. Deswegen ist es auch in dieser Spielform für eine Spieler möglich auf einen Regelverstoß / Strafe zu reagieren oder dieses nicht zu beachten (R3.2d(4)). Verboten bleibt allerdings auch in dieser Wettspielform, dass durch absichtliche Übereinkunft Regelverstöße / Strafen außer acht gelassen werden. (tk)

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Bei der Definition von "vorgabenwirksam" macht "regelkonform" nur einen Teil aus. Nach dem neuen, noch nicht gültigen WHS können auch Runden oder Spielformen zur Berechnung herangezogen werden, wo jeder Spieler einen Ball spielt. Damit könnte auch Lochspiel oder 4-Ball-Best-Ball gelten. Die lokalen Verbände können die Spielformen aber auch einschränken, was EGA und Congu machen werden, d. h. es wird vorerst bei Einzel-Zählspielen bleiben und EDS-Runden müssen angemeldet sein. Für die EGA ändert sich bis auf die Berechnungsmethode nicht viel. England muss auf USGA course rating umstellen, und z. B. die zwei Zusatzschläge für Auswärtsplätze entfallen.

Die Leute wollen einfach nur Golf spielen...🙈😁

1 Monat her

Golf Rules

Vor ein paar Tagen hatten wir den gebrochenen Schläger, Regel R4.1 und die Frage, was man damit auf der Runde noch machen darf. Daraus ergab sich die Frage, was eigentlich mit dem Ball passiert, wenn der Schläger beim Schlag bricht.

Das kommt - wie so oft - darauf an. Hier hilft uns die Definition "Schlag" weiter, genauer die Interpretation Schlag/1:

"Schlag/1 – Feststellen, ob ein Schlag gemacht wurde

Beginnt ein Spieler den Abschwung mit einem Schläger in der Absicht, den Ball zu schlagen, zählt seine Handlung als Schlag, wenn

(...)
• der Schlägerkopf sich beim Abschwung vom Schaft löst und der Spieler den Abschwung mit dem Schaft alleine fortsetzt, gleich ob der Ball mit dem Schaft getroffen wird oder nicht.

• der Schlägerkopf sich beim Abschwung vom Schaft löst und der Spieler den Abschwung mit dem Schaft alleine fortsetzt, während der Schlägerkopf herabfällt und den Ball trifft.

In den folgenden Fällen zählen die Handlungen des Spielers nicht als ein Schlag:

• Beim Abschwung löst sich der Schlägerkopf eines Spielers vom Schaft. Der Spieler hält den Abschwung kurz vor dem Ball an, aber der Schlägerkopf fällt herab, trifft den Ball und bewegt ihn.

• Beim Abschwung löst sich der Schlägerkopf eines Spielers vom Schaft. Der Spieler vervollständigt den Abschwung mit dem Schaft, trifft aber den Ball nicht.
(...)"

Abhängig davon, ob ein Schlag gemacht wurde ist dann das weitere vorgehen, denn dadurch wird entschieden, was mit dem Ball zu geschehen hat. Wurde ein Schlag gemacht, zählt dieser und der Ball ist - vorbehaltlich eines möglichen Erleichterungsverfahrens - zu spielen wie er liegt.

Wurde kein Schlag gemacht, der Ball aber bewegt, ist nach R9.4 zu verfahren.

Und, habt Ihr es schon einmal geschafft, einen Schlag nach Beginn des Schwungs abzubrechen?
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Vor ein paar Tagen hatten wir den gebrochenen Schläger, Regel R4.1 und die Frage, was man damit auf der Runde noch machen darf. Daraus ergab sich die Frage, was eigentlich mit dem Ball passiert, wenn der Schläger beim Schlag bricht.

Das kommt - wie so oft - darauf an. Hier hilft uns die Definition Schlag weiter, genauer die Interpretation Schlag/1:

Schlag/1 – Feststellen, ob ein Schlag gemacht wurde

Beginnt ein Spieler den Abschwung mit einem Schläger in der Absicht, den Ball zu schlagen, zählt seine Handlung als Schlag, wenn

(...)
• der Schlägerkopf sich beim Abschwung vom Schaft löst und der Spieler den Abschwung mit dem Schaft alleine fortsetzt, gleich ob der Ball mit dem Schaft getroffen wird oder nicht.

• der Schlägerkopf sich beim Abschwung vom Schaft löst und der Spieler den Abschwung mit dem Schaft alleine fortsetzt, während der Schlägerkopf herabfällt und den Ball trifft.

In den folgenden Fällen zählen die Handlungen des Spielers nicht als ein Schlag:

• Beim Abschwung löst sich der Schlägerkopf eines Spielers vom Schaft. Der Spieler hält den Abschwung kurz vor dem Ball an, aber der Schlägerkopf fällt herab, trifft den Ball und bewegt ihn.

• Beim Abschwung löst sich der Schlägerkopf eines Spielers vom Schaft. Der Spieler vervollständigt den Abschwung mit dem Schaft, trifft aber den Ball nicht.
 (...)

Abhängig davon, ob ein Schlag gemacht wurde ist dann das weitere vorgehen, denn dadurch wird entschieden, was mit dem Ball zu geschehen hat. Wurde ein Schlag gemacht, zählt dieser und der Ball ist - vorbehaltlich eines möglichen Erleichterungsverfahrens - zu spielen wie er liegt.

Wurde kein Schlag gemacht, der Ball aber bewegt, ist nach R9.4 zu verfahren.

Und, habt Ihr es schon einmal geschafft, einen Schlag nach Beginn des Schwungs abzubrechen?

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ich sehe irgendwie, bis auf die Satzstellung, inhaltlich keinen Unterschied zwischen dem allerersten und allerletzten Punkt... dennoch soll das eine ein Schlag sein, das andere aber nicht. Helft mir weiter, bitte.

Ja, habe lange üben müssen, kann aber inzwischen einen Schlag abbrechen, wenn ich z.B. durch ein "Fore" abgelenkt werde.

1 Monat her

Golf Rules

Zwei Fragen auf einmal hatte Michael an uns -

"Moin Torben, mal wieder zwei kurze Regelfragen: 1. Gibt es die Möglichkeit einer Platzregel, die außerhalb vorgabenwirksamer Spiele das Reinigen des Balles auch im Gelände erlaubt? 2. Regenschirm/Trolley fallen bei Sturm auf den Ball. Wie muss sich der Spieler verhalten, wenn sich der Ball bewegt hat und gibt es dafür Strafschläge? Ist auf dem Fairway passiert, es wird mit Besserlegen gespielt. LG und ein erfolgreiches und gesundes 2020, Micha"

Also: Ja, es gibt eine Möglichkeit, das Reinigen des Balls zu gestatten, Musterplatzregel MPR 8. E-2:

„Liegt der Ball des Spielers in [Bereich angeben, zum Beispiel das Gelände auf Loch 6, auf dem auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnittenen Gelände, usw .], darf der Ball aufgenommen, gereinigt und straflos zurückgelegt werden. Der Spieler muss die Stelle markieren, bevor er seinen Ball aufnimmt (siehe Regel 14 .1) und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (siehe Regel 14.2).
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Zur zweiten Frage:

Hat sich der ruhende Ball eines Spielers bewegt ist zunächst zu entscheiden, was die Bewegung verursacht hat (R9.2b). Hier hat zwar die Ausrüstung des Spielers den Ball getroffen, VERURSACHT hat das ganze aber der Sturm, sprich Naturkräfte und es ist sodann wie in R9.3 beschrieben vorzugehen:

"Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt,

· ist dies straflos und

· der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden.

Ausnahme – Auf dem Grün muss der Ball zurückgelegt werden, wenn er sich bewegt, nachdem er bereits aufgenommen und zurückgelegt worden war (siehe Regel 13.1d): Bewegt sich der Ball des Spielers auf dem Grün, nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, von der er bewegt wurde,

· muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2.

· Dies gilt unabhängig davon, wodurch die Bewegung verursacht wurde (einschließlich Naturkräfte).

Strafe für das Spielen eines fälschlich neu eingesetzten Balls oder für Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen Regel 9.3: Grundstrafe nach Regel 6.3b oder 14.7a.

Ergeben sich mehrfache Regelverstöße durch eine einzelne Handlung oder miteinander verbundene Handlungen, siehe Regel 1.3c(4)."
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Zwei Fragen auf einmal hatte Michael an uns - 

Moin Torben, mal wieder zwei kurze Regelfragen: 1. Gibt es die Möglichkeit einer Platzregel, die außerhalb vorgabenwirksamer Spiele das Reinigen des Balles auch im Gelände erlaubt? 2. Regenschirm/Trolley fallen bei Sturm auf den Ball. Wie muss sich der Spieler verhalten, wenn sich der Ball bewegt hat und gibt es dafür Strafschläge? Ist auf dem Fairway passiert, es wird mit Besserlegen gespielt. LG und ein erfolgreiches und gesundes 2020, Micha

Also: Ja, es gibt eine Möglichkeit, das Reinigen des Balls zu gestatten, Musterplatzregel MPR 8. E-2:

„Liegt der Ball des Spielers in [Bereich angeben, zum Beispiel das Gelände auf Loch 6, auf dem auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnittenen Gelände, usw .], darf der Ball aufgenommen, gereinigt und straflos zurückgelegt werden. Der Spieler muss die Stelle markieren, bevor er seinen Ball aufnimmt (siehe Regel 14 .1) und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (siehe Regel 14.2).
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Zur zweiten Frage:

Hat sich der ruhende Ball eines Spielers bewegt ist zunächst zu entscheiden, was die Bewegung verursacht hat (R9.2b). Hier hat zwar die Ausrüstung des Spielers den Ball getroffen, VERURSACHT hat das ganze aber der Sturm, sprich Naturkräfte und es ist sodann wie in R9.3 beschrieben vorzugehen:

Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt,

·       ist dies straflos und

·       der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden.

Ausnahme – Auf dem Grün muss der Ball zurückgelegt werden, wenn er sich bewegt, nachdem er bereits aufgenommen und zurückgelegt worden war (siehe Regel 13.1d): Bewegt sich der Ball des Spielers auf dem Grün, nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, von der er bewegt wurde,

·       muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2.

·       Dies gilt unabhängig davon, wodurch die Bewegung verursacht wurde (einschließlich Naturkräfte).

Strafe für das Spielen eines fälschlich neu eingesetzten Balls oder für Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen Regel 9.3: Grundstrafe nach Regel 6.3b oder 14.7a.

Ergeben sich mehrfache Regelverstöße durch eine einzelne Handlung oder miteinander verbundene Handlungen, siehe Regel 1.3c(4).

1 Monat her

Golf Rules

"Das sind dann jetzt zwei Strafschläge, Du hast meinen Ball getroffen!"

So oder so ähnlich hat es sicher jeder schon gehört, wenn er einen Ball in ein besetztes Loch spielt - viele Spieler trauen sich das nicht, nicht nur, weil dann weniger Platz für den eigenen Ball bleibt. Aber: Ist das so?

Nach R13.2 ist es ja seit dem 01.01.2019 erlaubt, den Flaggenstock beim Putt vom Grün im Loch zu belassen. Nicht erlaubt ist nach wie vor, einen anderen Ball auf dem Grün zu treffen, wenn der eigene Ball vom Grün gespielt wurde, R11.1a.

Also, darf man den Ball ins Loch putten, wenn das noch "besetzt" ist?

Ja, denn ein Ball der im Loch ist ist nicht (mehr) auf dem Grün, er ist aus dem Spiel. Von daher besteht für den Spieler zwar das Risiko, dass der eigene Ball nicht mehr ins Loch passt, wenn es belegt ist, allein, verboten ist es nicht, Strafschläge fallen keine an.

Hättet Ihr es gewusst?
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Ja

Ja! Aber das Risiko, das der Ball wieder aus dem Loch heraus springt, ist nur gegeben, wenn sich schon ein Ball im Loch befindet, und dann kostet es i.d.R. einen Schlag (Putt] mehr, da der Ball dann nicht eingelocht ist. Also ich lasse im Turnier den Ball immer herausnehmen! 😉

Müsste man Geschichtsforschung betreiben. Es war meines Wissens einmal strafbar, wurde aber mit einer Regeländerung irgendwo um 2007-2009 aufgehoben. War ein Streitfall beim Abschlussturnier eines Kindercamps. Die zwei besten Mädchen haben in einer Spielgruppe gegen die zwei besten Jungen gespielt. Am vorletzten Loch haben die Mädchen auf den bereits eingelochten Ball der Jungen draufgeputtet. Die Jungen haben reklamiert. Der Pro als Spielleiter wollte den Jungen recht geben, hatte aber die Regeländerung nicht mitbekommen.

1 Monat her

Golf Rules

Das Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen ist in R15.1a "Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs" verankert. Ein Spieler darf einen losen hinderlichen Naturstoff überall auf dem Platz oder außerhalb des Platzes straflos entfernen und er darf dies auf jede Weise tun (zum Beispiel mit der Hand, dem Fuß, einem Schläger oder anderer Ausrüstung).

Es gibt allerdings zwei Ausnahmen:
- lose hinderliche Naturstoffe dürfen nicht von der Stelle entfernt werden, an die der Ball zurückgelegt werden muss, wenn diese voraussichtlich eine Bewegung des Balls verursacht hätten, wenn sie entfernt worden wären
- es gibt Einschränkungen, lose hinderliche Naturstoffe mit der Absicht zu entfernen, einen sich bewegenden Ball zu beeinflussen

Ansonsten gilt: bewegt sich ein Ball beim Entfernen des losen hinderlichen Naturstoffes durch einen Spieler, so muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Lag der bewegte Ball dabei außerhalb des Grüns oder des Abschlags, als er bewegt wurde, zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu, außer es gilt Regel 7.4 (Ball straflos während der Suche bewegt) oder eine andere Ausnahme zu Regel 9.4b (Spieler darf Ball aufnehmen oder bewegen, Ball versehentlich bewegt, bevor der Ball gefunden wird, Ball versehentlich auf dem Grün bewegt oder Ball versehentlich bei der Anwendung einer Regel außerhalb des Grüns bewegt). (tk)
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Das Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen ist in R15.1a Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs verankert. Ein Spieler darf einen losen hinderlichen Naturstoff überall auf dem Platz oder außerhalb des Platzes straflos entfernen und er darf dies auf jede Weise tun (zum Beispiel mit der Hand, dem Fuß, einem Schläger oder anderer Ausrüstung).

Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: 
- lose hinderliche Naturstoffe dürfen nicht von der Stelle entfernt werden, an die der Ball zurückgelegt werden muss, wenn diese voraussichtlich eine Bewegung des Balls verursacht hätten, wenn sie entfernt worden wären
- es gibt Einschränkungen, lose hinderliche Naturstoffe mit der Absicht zu entfernen, einen sich bewegenden Ball zu beeinflussen

Ansonsten gilt: bewegt sich ein Ball beim Entfernen des losen hinderlichen Naturstoffes durch einen Spieler, so muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Lag der bewegte Ball dabei außerhalb des Grüns oder des Abschlags, als er bewegt wurde, zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu, außer es gilt Regel 7.4 (Ball straflos während der Suche bewegt) oder eine andere Ausnahme zu Regel 9.4b (Spieler darf Ball aufnehmen oder bewegen, Ball versehentlich bewegt, bevor der Ball gefunden wird, Ball versehentlich auf dem Grün bewegt oder Ball versehentlich bei der Anwendung einer Regel außerhalb des Grüns bewegt). (tk)

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Hoffentlich fällt diese Regel auch bald😌

Nicht erlaubt ist also wohl die folgende kreative Abwandlung: Mit den Fingern der einen Hand Ball etwas „fixieren“, so dass er sich nicht bewegen kann, und mit den Fingern der anderen Hand dann das Blatt oder den Ast unter dem Ball wegziehen 😅

Das ist doch dann das allseits bekannte „Mikado-Spiel“ Köstlich zuzuschauen (nicht!), wie dabei die Regeln gebogen oder ignoriert werden. Just my two Pence🏌️‍♂️

1 Monat her

Golf Rules

Und nun - was passiert, wenn einer der vorherigen Mitspieler, Greenkeeper oder vielleicht ein Passant einen Pfosten entfernt und diesen nicht wieder zurückgesteckt hat? Ein spannendes Thema, wie auch die interne Diskussion mit anderen Referees zeigt...

Aus Sicht des Spielers würde ich (Thomas) wie folgt vorgehen: da es so gut wie sicher ist, dass der Auspfahl durch einen "äußeren Einfluss" entfernt und nicht wieder zurückgesteckt wurde, kann ich mir nicht sicher sein, ob meine Balllage im Gelände oder im Aus ist. Aus diesem Grund würde ich einen zweiten Ball nach R20.1c(3) spielen und um Regelentscheidugng durch die Spielleitung bitten. Zuerst würde ich den ursprünglichen Ball schlagen (der im Zweifel zählen soll) und dann einen zweiten Ball vom Tee spielen, da sich der ursprüngliche Ball ja im Aus befinden könnte.

Und damit kommen wir zur Sicht der Spielleitung, die sich anschließend mit dem Fall beschäftigen muss. Zunächst einmal sollte versucht werden die ursprüngliche Stelle des Auspfahls zu lokalisieren. Ist dieses möglich, so kann die ursprüngliche Ausgrenze wiederhergestellt werden und die Lage des Balls im Gelände oder Aus exakt bestimmt werden. Andernfalls müsste die Ausgrenze wiederhergestellt werden. Man könnte hierfür die direkte Linie zwischen den verbleibenden Pfosten oder sich aber an der noch existierenden Auslinie entlang der Baumreihe auf der rechten Seiten orientieren. Dabei sollte auch Rücksprache mit den Referee-Kollegen gehalten werden und ortskundige Spieler befragt werden, um größtmögliche Sicherheit zu haben, wie denn die ursprüngliche Ausgrenze gesteckt gewesen sein könnte. Dabei sollte aus Prinzip der Fairness im Sinne des Spielers nach R20.3 "Nicht von den Regeln erfasste Fälle" entschieden werden, da dieser ja nur "Leidtragender" der existierende Situation ist.

Zum Auspfosten noch eine Anmerkung: da dieser nach der Definition "Ausmarkierung" weder ein Hemmnis ist (es gibt keine straflose Erleichterung) und zudem noch als "unbeweglich" definiert ist, darf dieser nicht durch einen Spieler bewegt oder entfernt werden. Neben der oben beschriebenen Regelentscheidung sollte die Spielleitung in diesem Fall bei den vorausspielenden Spielgruppen nachfragen, ob der Pfosten ggf. schon vor dem Wettspiel gezogen wurde oder ob ein Spieler aus dem Wettspiel dafür die Verantwortung trägt... (tk)
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Und nun - was passiert, wenn einer der vorherigen Mitspieler, Greenkeeper oder vielleicht ein Passant einen Pfosten entfernt und diesen nicht wieder zurückgesteckt hat? Ein spannendes Thema, wie auch die interne Diskussion mit anderen Referees zeigt...

Aus Sicht des Spielers würde ich (Thomas) wie folgt vorgehen: da es so gut wie sicher ist, dass der Auspfahl durch einen äußeren Einfluss entfernt und nicht wieder zurückgesteckt wurde, kann ich mir nicht sicher sein, ob meine Balllage im Gelände oder im Aus ist. Aus diesem Grund würde ich einen zweiten Ball nach R20.1c(3) spielen und um Regelentscheidugng durch die Spielleitung bitten. Zuerst würde ich den ursprünglichen Ball schlagen (der im Zweifel zählen soll) und dann einen zweiten Ball vom Tee spielen, da sich der ursprüngliche Ball ja im Aus befinden könnte.

Und damit kommen wir zur Sicht der Spielleitung, die sich anschließend mit dem Fall beschäftigen muss. Zunächst einmal sollte versucht werden die ursprüngliche Stelle des Auspfahls zu lokalisieren. Ist dieses möglich, so kann die ursprüngliche Ausgrenze wiederhergestellt werden und die Lage des Balls im Gelände oder Aus exakt bestimmt werden. Andernfalls müsste die Ausgrenze wiederhergestellt werden. Man könnte hierfür die direkte Linie zwischen den verbleibenden Pfosten oder sich aber an der noch existierenden Auslinie entlang der Baumreihe auf der rechten Seiten orientieren. Dabei sollte auch Rücksprache mit den Referee-Kollegen gehalten werden und ortskundige Spieler befragt werden, um größtmögliche Sicherheit zu haben, wie denn die ursprüngliche Ausgrenze gesteckt gewesen sein könnte. Dabei sollte aus Prinzip der Fairness im Sinne des Spielers nach R20.3 Nicht von den Regeln erfasste Fälle entschieden werden, da dieser ja nur Leidtragender der existierende Situation ist.

Zum Auspfosten noch eine Anmerkung: da dieser nach der Definition Ausmarkierung weder ein Hemmnis ist (es gibt keine straflose Erleichterung) und zudem noch als unbeweglich definiert ist, darf dieser nicht durch einen Spieler bewegt oder entfernt werden. Neben der oben beschriebenen Regelentscheidung sollte die Spielleitung in diesem Fall bei den vorausspielenden Spielgruppen nachfragen, ob der Pfosten ggf. schon vor dem Wettspiel gezogen wurde oder ob ein Spieler aus dem Wettspiel dafür die Verantwortung trägt... (tk)

1 Monat her

Golf Rules

Es gibt Tage, da ist man der Hund - und es gibt Tage, da ist man der Baum.

Für den Mitspieler im hier verlinkten Video ist wohl Waldwoche. Nicht nur der Nutshot durch seinen Begleiter, nein, er hat sich auch noch zwei Strafschläge zugezogen:

Die erteilte Beratung ("Just Chip out, you can't get through there...") führt neben der Verletzung dazu, dass die Grundstrafe wegen eines Verstoßes gegen R10.2a anfällt...
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Video image

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Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort. 😂

1 Monat her

Golf Rules

Zugegeben, dass sich ein Schlägerkopf vom Schaft löst passiert öfter im Sommer, wenn die Schläger bei hohen Temperaturen im Auto lagerten und sich der Kleber gelöst hat, aber: Was dann?

Hier hilft R4.1a weiter:

Wird ein zugelassener Schläger auf der Runde oder während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a beschädigt, darf der Spieler diesen normalerweise nicht durch einen anderen Schläger ersetzen.

Aber: Unabhängig von der Art oder Ursache seiner Beschädigung gilt der Schläger für die verbleibende Runde weiterhin als regelkonform (Aber: Dies gilt nicht während eines Stechens im Zählspiel, da dies eine neue Runde ist).

Der Spieler darf für den Rest der Runde

· weiterhin mit dem beschädigten Schläger spielen oder

· den Schläger instand setzen lassen, indem er ihn soweit wie möglich in den Zustand zurückversetzt, den der Schläger vor der Beschädigung auf der Runde oder während der Unterbrechung des Spiels hatte. Für die Instandsetzung müssen der ursprüngliche Griff, Schaft und Schlägerkopf verwendet werden. Aber: Der Spieler darf dabei nicht

- das Spiel unangemessen verzögern (siehe Regel 5.6a) oder

- eine Beschädigung beheben, die schon vor der Runde vorhanden war.

„Beschädigung während der Runde“ bedeutet, dass die Spieleigenschaft eines Schlägers aufgrund eines Vorgangs während der Runde verändert wurde (einschließlich während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a), sei es durch

· den Spieler (indem er einen Schlag oder Übungsschwung mit dem Schläger macht, den Schläger aus einem Golfbag herausnimmt oder hineinsteckt, den Schläger fallenlässt, sich auf ihn stützt, wirft oder missbräuchlich verwendet) oder

· durch eine andere Person, äußeren Einfluss oder Naturkräfte.

Aber: Ein Schläger gilt nicht als „während der Runde beschädigt“, wenn seine Spieleigenschaften vom Spieler absichtlich verändert werden (während der Runde, gemäß Regel 4.1a(3)).
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Zugegeben, dass sich ein Schlägerkopf vom Schaft löst passiert öfter im Sommer, wenn die Schläger bei hohen Temperaturen im Auto lagerten und sich der Kleber gelöst hat, aber: Was dann?

Hier hilft R4.1a weiter: 

Wird ein zugelassener Schläger auf der Runde oder während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a beschädigt, darf der Spieler diesen normalerweise nicht durch einen anderen Schläger ersetzen.

Aber: Unabhängig von der Art oder Ursache seiner Beschädigung gilt der Schläger für die verbleibende Runde weiterhin als regelkonform (Aber: Dies gilt nicht während eines Stechens im Zählspiel, da dies eine neue Runde ist).

Der Spieler darf für den Rest der Runde

· weiterhin mit dem beschädigten Schläger spielen oder

· den Schläger instand setzen lassen, indem er ihn soweit wie möglich in den Zustand zurückversetzt, den der Schläger vor der Beschädigung auf der Runde oder während der Unterbrechung des Spiels hatte. Für die Instandsetzung müssen der ursprüngliche Griff, Schaft und Schlägerkopf verwendet werden. Aber: Der Spieler darf dabei nicht

- das Spiel unangemessen verzögern (siehe Regel 5.6a) oder

- eine Beschädigung beheben, die schon vor der Runde vorhanden war.

„Beschädigung während der Runde“ bedeutet, dass die Spieleigenschaft eines Schlägers aufgrund eines Vorgangs während der Runde verändert wurde (einschließlich während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a), sei es durch

· den Spieler (indem er einen Schlag oder Übungsschwung mit dem Schläger macht, den Schläger aus einem Golfbag herausnimmt oder hineinsteckt, den Schläger fallenlässt, sich auf ihn stützt, wirft oder missbräuchlich verwendet) oder

· durch eine andere Person, äußeren Einfluss oder Naturkräfte.

Aber: Ein Schläger gilt nicht als „während der Runde beschädigt“, wenn seine Spieleigenschaften vom Spieler absichtlich verändert werden (während der Runde, gemäß Regel 4.1a(3)).

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Muss der Schlag (mal angenommen, der Kopf hat sich dabei gelöst) wiederholt werden?

1 Monat her

Golf Rules

Und da sage einer, dass die Leute nicht erfinderisch wären. Die Regeländerung von 2019, dass der Flaggenstock beim Putten im Loch bleiben darf, führt zu einem neuen Problem: wie bekommt man den Ball dann mit möglichst geringem Aufwand wieder aus dem Loch? Traditionelles Bücken und diesen eigenhändig mit den Finger aufzunehmen scheint nicht innovativ genug zu sein... 😉

Neben dem gestrigen Video gibt es noch eine weitere interessante Idee, welches in den Sozialen Medien kursiert. Und auch uns wurde ein Video von dem sogenannten "Ball-Lifter" mit der Frage zugespielt, ob dieses Konstrukt denn regelkonform wäre. Bei dem "Lifter" handelt es sich hierbei um eine Art Über-Konstruktion um den Flaggenstock, welche über diesen gestülpt wird. Mit Hilfe des "Lifter" kann der Ball dann auf einem Skistockähnlichen Teller aus dem Loch heraufgezogen werden.

Zu Regelkonformität können und möchten wir an dieser Stelle aber keine Einschätzung eingehen, da wir dieses Konstrukt nur auf Bildern oder in dem Video gesehen haben. Letztendlich bleibt es dabei, dass die in den Ausrüstungsregeln definierten Anforderungen an den Flaggenstock einzuhalten sind. U.a. muss der "Teller" sich mindestens 3 Inch unter der Grünoberfläche befinden, der konstante Durchmesser des Flaggenstocks darf nicht 0,75 Inch (19 mm) zwischen den 3 Inch unter und 3 Inch oberhalb der Grünoberfläche überschreiten und Befestigungen in diesem Bereich sind nicht zulässig sowie der Gegenstand darf bei einem Aufprall nicht stoßdämpfend wirken oder stoßdämpfende Eigenschaften haben.

Insofern möchten wir die Frage an Euch weitergeben - wer von Euch hat so eine Ballrausholhilfe schon mal gesehen und wie ist Eure Einschätzung? (tk)

(Werbung, da Produktabbildung)
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Und da sage einer, dass die Leute nicht erfinderisch wären. Die Regeländerung von 2019, dass der Flaggenstock beim Putten im Loch bleiben darf, führt zu einem neuen Problem: wie bekommt man den Ball dann mit möglichst geringem Aufwand wieder aus dem Loch? Traditionelles Bücken und diesen eigenhändig mit den Finger aufzunehmen scheint nicht innovativ genug zu sein... 😉

Neben dem gestrigen Video gibt es noch eine weitere interessante Idee, welches in den Sozialen Medien kursiert. Und auch uns wurde ein Video von dem sogenannten Ball-Lifter mit der Frage zugespielt, ob dieses Konstrukt denn regelkonform wäre. Bei dem Lifter handelt es sich hierbei um eine Art Über-Konstruktion um den Flaggenstock, welche über diesen gestülpt wird. Mit Hilfe des Lifter kann der Ball dann auf einem Skistockähnlichen Teller aus dem Loch heraufgezogen werden.

Zu Regelkonformität können und möchten wir an dieser Stelle aber keine Einschätzung eingehen, da wir dieses Konstrukt nur auf Bildern oder in dem Video gesehen haben. Letztendlich bleibt es dabei, dass die in den Ausrüstungsregeln definierten Anforderungen an den Flaggenstock einzuhalten sind. U.a. muss der Teller sich mindestens 3 Inch unter der Grünoberfläche befinden, der konstante Durchmesser des Flaggenstocks darf nicht 0,75 Inch (19 mm) zwischen den 3 Inch unter und 3 Inch oberhalb der Grünoberfläche überschreiten und Befestigungen in diesem Bereich sind nicht zulässig sowie der Gegenstand darf bei einem Aufprall nicht stoßdämpfend wirken oder stoßdämpfende Eigenschaften haben.

Insofern möchten wir die Frage an Euch weitergeben - wer von Euch hat so eine Ballrausholhilfe schon mal gesehen und wie ist Eure Einschätzung? (tk)

(Werbung, da Produktabbildung)

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Golfclub An der Pinnau verwendet diese Vorrichtung ,meine Meinung nach ist es Regel konform,es ist praktisch und spart Zeit 🙂 👍

Ihr meint sicher am Artikelanfang „dass der FLAGGENSTOCK beim Putten im Loch stecken bleiben darf“?

Sinnvolle Sache, die Lochkanten werden es danken!

Golfkontor vertreibt diese

Hab ich schon mal gesehen, an Skistöcken😉

Schon gesehen hoch im Norden,war allerdings ein Eigenbau.Eine Scheibe unten am Flaggenstock(der original bleibt)die fest am Flaggenstock ist und bei gesteckter Fahne auf dem Topfboden aufliegt.Grund: Sturm und Wind im Norden ,was die Fahnenstöcke aus den Töpfen reisst und die Löcher ausnuddelt, was durch dieses verhindert wird.Fand das klasse! Das man den Ball damit sauber aus dem Loch heben kann ,ein schöner Nebeneffekt...

Wenn der Flaggenstockdurchmesser zum Lochrand nicht kleiner wird müsste es machbar sein so etwas einzusetzen. Aber sportliche Betätigung kann nie schaden für den Körper. 😏🤔

Geht auch einfacher. Also für mich zumindest! Die Hand mit dem Handrücken nach oben und die Hand wie eine kleine Schaufel benutzen. 2 Finger links 2 Finger rechts von der Fahnenstange, dann kriegt man den Ball ganz leicht aus dem Loch! Probiert’s das mal aus! Lg vom GC Schwanhof

Gesehen im GC Schloss Vornholz. Die Fahne wird dadurch über Tage nicht mehr rausgenommen, die Hebevorrichtung wird von oben ins Loch fallen gelassen. Dadurch wird die Spitze der Fahne zusammen mit Sand/Dreck unten im Cup immer mehr zusammengepresst. Resultat: 1. will man als Golfer die Fahne herausziehen, zieht man in 7 von 9 Fällen den kompletten Cup mit heraus und/oder wird der Cup durch das fallen lassen von oben immer tiefer ins Loch versenkt und/oder hat die Vorrichtung m. E. stoßdämpfende Eigenschaften. Das deutet schon das Scheppern beim Treffer an... Aber immerhin muss man mit dieser Vorrichtung noch weniger darüber nachdenken wie man den Platz auch für die nachfolgenden Golfer in einem gut spielbaren Zustand hinterlässt👍

Für die Lochkantenschonung ist es eine deutliche Verbesserung, da das Herauswuzeln des Balles, egal mit wie vielen Fingern, zwischen Stange und Erde die Lochkante meistens beschädigt. Reisst jemand aber an der Stange an, damit der Ball herausspringt, dann ist die Beschädigung der Lochkante noch schlimmer. Eine gute Alternative zu diesem Zusatzteil wäre es aber, in Zukunft den Lochdurchmesser um 2cm grösser zu stechen. Dann hätte der Ball neben der Stange mehr Platz und der Golfer mehr Spielspaß! 😬

Keine Ahnung. Aber lasst mal dieses „Werbung, da Produktabbildungen“. Das braucht es nicht und bringt auch nix. 🤷🏻‍♂️😁😉

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1 Monat her

Golf Rules

Wir haben ja schon erwähnt, dass die Clarification 01/2020 auch eine Änderung der Definition des Flaggenstocksin den Ausrüstungsregeln mit sich gebracht haben. Hinzugekommen ist der Passus, dass Ergänzungen nur angebracht werden dürfen, wenn diese sich mehr als 3 Inches (76,2 mm) unter der Grünoberfläche befinden.

Ergänzend zu gestrig beschriebenen Definition des Flaggenstocks in den Ausrüstungsregeln bedeutet dieses nun, dass der Bereich von 3 Inch über oder unter der Grünoberfläche somit "tabu" für zusätzliche Befestigungen an der Flaggenstock sind.

Das bedeutet auch, das sogenannte "Ballteller", mit denen die Bälle aus dem Loch gehoben werden können, erlaubt sind, sofern diese die in der Klarstellung und den Ausrüstungsregeln genannten Maße (Durchmesser des Flaggenstocks und Tiefe des Tellers im Loch) eingehalten werden. (tk)
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So sieht es auf dem Platz GC an der Pinnau aus 🙂

Leider wurden alle Kommentare gelöscht und sind nicht mehr abrufbar ,warum?

1 Monat her

Golf Rules

Die Beschaffenheit und Restriktionen des Flaggenstock sind in den Ausrüstungsregeln beschrieben. Der Flaggenstock ist ein beweglicher Stab, der von der Spielleitung zur Verfügung gestellt wird, um in das Loch gesetzt den Spielern dessen Lage anzuzeigen. Der Flaggenstock schließt die Flagge und jegliches andere an ihm angebrachte Material oder Gegenstände mit ein.

Der Flaggenstock muss
- im Querschnitt kreisförmig sein, und
- im Bereich innerhalb von 3 Inches (76,2 mm) oberhalb der Grünoberfläche bis zum Boden des Lochs einen Durchmesser von maximal 0,75 Inches (19 mm) haben. Er darf an keiner Stelle einen Durchmesser von 2 Inches (50,8 mm) überschreiten. Ausnahmen können für Anzeiger der Lochposition in einer angemessenen Größe gemacht werden, die am Flaggenstock angebracht sind.

Der Flaggenstock darf nicht
- Bauteile enthalten, einschließlich Materialien, die Schläge absorbieren oder schlagabsorbierende Eigenschaften beim Auftreffen eines Balls haben, oder
- Bauteile oder Eigenschaften haben, die dazu entworfen wurden, die Bewegung des Balls unangemessen zu beeinflussen, oder
- Zubehörteile haben, die dazu entworfen worden sind, dem Spieler das Bestimmen der Windgeschwindigkeit zu ermöglichen.
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Die Beschaffenheit und Restriktionen des Flaggenstock sind in den Ausrüstungsregeln beschrieben. Der Flaggenstock ist ein beweglicher Stab, der von der Spielleitung zur Verfügung gestellt wird, um in das Loch gesetzt den Spielern dessen Lage anzuzeigen. Der Flaggenstock schließt die Flagge und jegliches andere an ihm angebrachte Material oder Gegenstände mit ein.

Der Flaggenstock muss
- im Querschnitt kreisförmig sein, und
- im Bereich innerhalb von 3 Inches (76,2 mm) oberhalb der Grünoberfläche bis zum Boden des Lochs einen Durchmesser von maximal 0,75 Inches (19 mm) haben. Er darf an keiner Stelle einen Durchmesser von 2 Inches (50,8 mm) überschreiten. Ausnahmen können für Anzeiger der Lochposition in einer angemessenen Größe gemacht werden, die am Flaggenstock angebracht sind.

Der Flaggenstock darf nicht
- Bauteile enthalten, einschließlich Materialien, die Schläge absorbieren oder schlagabsorbierende Eigenschaften beim Auftreffen eines Balls haben, oder
- Bauteile oder Eigenschaften haben, die dazu entworfen wurden, die Bewegung des Balls unangemessen zu beeinflussen, oder
- Zubehörteile haben, die dazu entworfen worden sind, dem Spieler das Bestimmen der Windgeschwindigkeit zu ermöglichen.

1 Monat her

Golf Rules

Gestern hatten wir ja schon eine Frage zur Beratung, hierzu passt die heutige

Interpretation des Tages

ziemlich gut:

Was, wenn zB ein Zuschauer einen Spieler ungebeten "belehrt"?

"Interpretation I 10.2a/2
Spieler muss versuchen, fortwährende Beratung zu beenden, die freiwillig erteilt wird

Erhält ein Spieler Beratung von jemand anderem als seinen Caddie (zum Beispiel von einem Zuschauer), ohne diese erbeten zu haben, zieht er sich keine Strafe zu. Erhält dieser Spieler jedoch fortwährend Beratung von der gleichen Person, muss der Spieler versuchen, diese Person dazu zu bringen, das Erteilen der Beratung zu beenden. Tut dies der Spieler nicht, wird er behandelt, als hätte er um Beratung gebeten und zieht sich die Strafe nach Regel 10.2a zu.

In einem Mannschaftsturnier (Regel 24) gilt dies auch für einen Spieler, der Beratung von einem Mannschaftskapitän erhält, der nicht als Berater benannt wurde."
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Gestern hatten wir ja schon eine Frage zur Beratung, hierzu passt die heutige 

Interpretation des Tages

ziemlich gut:

Was, wenn zB ein Zuschauer einen Spieler ungebeten belehrt? 

Interpretation I 10.2a/2 
Spieler muss versuchen, fortwährende Beratung zu beenden, die freiwillig erteilt wird 

Erhält ein Spieler Beratung von jemand anderem als seinen Caddie (zum Beispiel von einem Zuschauer), ohne diese erbeten zu haben, zieht er sich keine Strafe zu. Erhält dieser Spieler jedoch fortwährend Beratung von der gleichen Person, muss der Spieler versuchen, diese Person dazu zu bringen, das Erteilen der Beratung zu beenden. Tut dies der Spieler nicht, wird er behandelt, als hätte er um Beratung gebeten und zieht sich die Strafe nach Regel 10.2a zu. 

In einem Mannschaftsturnier (Regel 24) gilt dies auch für einen Spieler, der Beratung von einem Mannschaftskapitän erhält, der nicht als Berater benannt wurde.

1 Monat her

Golf Rules

4.000! Ihr seid großartig!

Heute ist es mal an uns Danke zu sagen für Eure Unterstützung. 4.000 Likes sind ein weiterer Meilenstein, der zeigt, dass neben Bildern von Golfplätzen, Schlägertests und Reiseberichten auch die Golfregeln interessant genug sind um Menschen zu begeistern. Danke!

Unser 4.000stes Like kam von Thomas Hans, dem wir hier gern ein kleines Geschenk zukommen lassen wollen, das Buch

"Golfregeln kompakt"

unseres Referee-Kollegen Yves aus der schönen Schweiz.

Und für alle anderen, die das kleine Helferlein möglicherweise auch haben möchten: Ihr könnt es hier bestellen:

expertgolf.shop/?sPartner=Golf-Rules%21 (Achtung, Werbung!)
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4.000! Ihr seid großartig! 

Heute ist es mal an uns Danke zu sagen für Eure Unterstützung. 4.000 Likes sind ein weiterer Meilenstein, der zeigt, dass neben Bildern von Golfplätzen, Schlägertests und Reiseberichten auch die Golfregeln interessant genug sind um Menschen zu begeistern. Danke!

Unser 4.000stes Like kam von Thomas Hans, dem wir hier gern ein kleines Geschenk zukommen lassen wollen, das Buch 

Golfregeln kompakt 

unseres Referee-Kollegen Yves aus der schönen Schweiz.

Und für alle anderen, die das kleine Helferlein möglicherweise auch haben möchten: Ihr könnt es hier bestellen:

https://expertgolf.shop/?sPartner=Golf-Rules%21 (Achtung, Werbung!)

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Glückwunsch! Habt ihr euch absolut verdient! Tolle Arbeit die ihr macht 👍🏻🏌🏽‍♂️🚀💪🏻

Echt Guter Job!

Drei sind wieder abgesprungen... 😆

Top danke

1 Monat her

Golf Rules

In der Diskussion zu unserem Beitrag zum provisorischen Ball vor ein paar Tagen kam von einem Kommentator der folgende Hinweis mit der Frage, ob es sich dabei schon um Beratung handelt:

"Mit nachfolgendem Verhalten komme ich am besten klar, weiß jedoch nicht ob ich dann im Bereich der Belehrung bin.
Wenn jemand seinen zweiten Ball abschlagen will und er den Begriff provisorisch nicht erwähnt aber mir sehr bewusst ist dass es ein provisorischer Ball sein soll, dann versuche ich vorher explizit nachzufragen ob der Ball provisorisch sein soll. Dann sprechen wir kurz auch über die Regel und das explizit notwendige Wort und dann klappt es eigentlich ganz gut ohne für Missstimmung gesorgt zu haben."

Also: Ist es schon Beratung, wenn man wie oben über eine Regel aufklärt?

Beratung, wie die Belehrung jetzt mit den neuen Regeln heißt ist:

"Jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei

• der Wahl eines Schlägers,
• der Ausführung eines Schlags oder
• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist.

Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel:

• die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers,
• die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder
• die Regeln."

Hier wollte der Kommentator ja nur die Klarstellung ob es ein provisorischer Ball ist oder nicht, was er als Zähler wissen sollte. Von daher ist das und das anschließende Aufklären über die Regel keine Beratung und tatsächlich ein schöner Weg.
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In der Diskussion zu unserem Beitrag zum provisorischen Ball vor ein paar Tagen kam von einem Kommentator der folgende Hinweis mit der Frage, ob es sich dabei schon um Beratung handelt:

Mit nachfolgendem Verhalten komme ich am besten klar, weiß jedoch nicht ob ich dann im Bereich der Belehrung bin. 
Wenn jemand seinen zweiten Ball abschlagen will und er den Begriff provisorisch nicht erwähnt aber mir sehr bewusst ist dass es ein provisorischer Ball sein soll, dann versuche ich vorher explizit nachzufragen ob der Ball provisorisch sein soll. Dann sprechen wir kurz auch über die Regel und das explizit notwendige Wort und dann klappt es eigentlich ganz gut ohne für Missstimmung gesorgt zu haben.

Also: Ist es schon Beratung, wenn man wie oben über eine Regel aufklärt?

Beratung, wie die Belehrung jetzt mit den neuen Regeln heißt ist: 

Jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei 

• der Wahl eines Schlägers, 
• der Ausführung eines Schlags oder 
• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist. 

Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel: 

• die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers, 
• die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder 
• die Regeln.

Hier wollte der Kommentator ja nur die Klarstellung ob es ein provisorischer Ball ist oder nicht, was er als Zähler wissen sollte. Von daher ist das und das anschließende Aufklären über die Regel keine Beratung und tatsächlich ein schöner Weg.

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Meine Proette nannte es schon vor über zwanzig Jahren „gute Etikette“. Ich nenne es fair und es zeigt den Charakter des Menschen...😉

..."und er den Begriff provisorisch nicht erwähnt". Das ist doch nicht euer ernst.

Sehr schön, dass das in den Regeln deutlich beschrieben wird. Ich hielt es auch schon immer für fair, offensichtliche Dinge, sprich Regelfehler, anzusprechen und den Mitspieler nicht wissentlich in eine Strafschlägefalle laufen zu lassen.

1 Monat her

Golf Rules

(Werbung, da Produktabbildung)

Kommen wir noch einmal auf die gestrige Diskussion in Bezug auf den Ballmarker zurück. Wie wir in unserem Beitrag am 01.09.2019 nach der Rückmeldung der R&A an unseren Leser Reinhold Staudigl berichteten, war damals der abgebildete Ballmarker "Stein des Anstoßes". Es kam die Frage auf, ob dieser speziell als Ballmarker produzierte Gegenstand, regelkonform genutzt werden darf. In dem Evaluierungsprozess der Offiziellen der R&A gab es nach der Prüfung die finale Rückmeldung, dass dieser Gegenstand nur dann zulässig ist, wenn er kürzer als 2 Inch ist.

Zunächst einmal heißt es in der Clarification 01/2020, dass ein Verstoß gegen Regel 4.3a vorliegt, wenn der Ausrichtungsgegenstand zur Anzeige der Spiellinie auf dem Grün platziert wird, und dann der Balls anhand dieser Ausrichtungsvorrichtung ausgerichtet wird.

Mit der Anpassung / Erweiterung der "Equipment Rules" um das Kapitel 6.7 wird zudem genau definiert, ab wann aus einem Ballmarker eine Ausrichtungshilfe wird und wann genau die Nutzung gegen R4.3c verstößt. Grundsätzlich gilt, dass dieses dann der Fall ist, wenn a) über spezielle, unzulässige Funktionen verfügt, b) der Gegenstand die aufgeführten Maßangaben überschreitet und Linien oder ähnlich Merkmale hat und c) dieser Gegenstand speziell dafür gefertigt und vermarktet wurde, um als Ausrichtungshilfe zu dienen.

Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass speziell produzierte und vermarktete Ballmarker mit einer Ausrichtungsvorkehrung (Linie), die sich im Rahmen der definierten Maßangaben befinden, (weiterhin) genutzt werden dürfen. Und - das war ein wesentlicher Punkt der gestrigen Diskussion hier im Forum: Tees, Pitchgabeln oder ähnliche Ausrüstungsgegenstände sind ebenfalls zulässig, wenn diese nicht nachträglich entgegen der in dem Ausrüstungsregeln defnierten Bestimmungen in Bezug auf die Nutzung als Ausrichtungshilfe verändert wurden.

Noch einmal zurück zum Ballmarker von Reinhold Staudigl - ein einfaches Kürzen des Markers auf die definierte Maximallänge reichte also aus. Und so musste der ursprünglich ca. 5,2 cm lange Ballmarker gekürzt und die Produktion der Neuware angepasst werden... (tk)
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(Werbung, da Produktabbildung)

Kommen wir noch einmal auf die gestrige Diskussion in Bezug auf den Ballmarker zurück. Wie wir in unserem Beitrag am 01.09.2019 nach der Rückmeldung der R&A an unseren Leser Reinhold Staudigl berichteten, war damals der abgebildete Ballmarker Stein des Anstoßes. Es kam die Frage auf, ob dieser speziell als Ballmarker produzierte Gegenstand, regelkonform genutzt werden darf. In dem Evaluierungsprozess der Offiziellen der R&A gab es nach der Prüfung die finale Rückmeldung, dass dieser Gegenstand nur dann zulässig ist, wenn er kürzer als 2 Inch ist.

Zunächst einmal heißt es in der Clarification 01/2020, dass ein Verstoß gegen Regel 4.3a vorliegt, wenn der Ausrichtungsgegenstand zur Anzeige der Spiellinie auf dem Grün platziert wird, und dann der Balls anhand dieser Ausrichtungsvorrichtung ausgerichtet wird.

Mit der Anpassung / Erweiterung der Equipment Rules um das Kapitel 6.7 wird zudem genau definiert, ab wann aus einem Ballmarker eine Ausrichtungshilfe wird und wann genau die Nutzung gegen R4.3c verstößt. Grundsätzlich gilt, dass dieses dann der Fall ist, wenn a) über spezielle, unzulässige Funktionen verfügt, b) der Gegenstand die aufgeführten Maßangaben überschreitet und Linien oder ähnlich Merkmale hat und c) dieser Gegenstand speziell dafür gefertigt und vermarktet wurde, um als Ausrichtungshilfe zu dienen.

Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass speziell produzierte und vermarktete Ballmarker mit einer Ausrichtungsvorkehrung (Linie), die sich im Rahmen der definierten Maßangaben befinden, (weiterhin) genutzt werden dürfen. Und - das war ein wesentlicher Punkt der gestrigen Diskussion hier im Forum: Tees, Pitchgabeln oder ähnliche Ausrüstungsgegenstände sind ebenfalls zulässig, wenn diese nicht nachträglich entgegen der in dem Ausrüstungsregeln defnierten Bestimmungen in Bezug auf die Nutzung als Ausrichtungshilfe verändert wurden. 

Noch einmal zurück zum Ballmarker von Reinhold Staudigl - ein einfaches Kürzen des Markers auf die definierte Maximallänge reichte also aus. Und so musste der ursprünglich ca. 5,2 cm lange Ballmarker gekürzt und die Produktion der Neuware angepasst werden... (tk)

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Ach ja, wer kann vergessen wie Brian Barnes mal auf der 18 seinen Ball mit 'ner Bierdose markiert hat. Die guten alten Zeiten.

Dann darf der “stehende Putter” auch nicht mehr verwendet werden? www.google.de/maps/uv?hl=de&pb=!1s0x479f5133637be8ab%3A0xcb30081f83520c67!3m1!7e115!4shttps%3A%2F...

Hab einen neuen Ballmarker zu Weihnachten bekommen...

Golf Rules, was ist dann mit dem stehenden Putter ?

1 Monat her

Golf Rules

Wir wollten Euch ja auch immer auf dem Laufenden halten, wie es mit dem Regelwerk denn weiter geht - versprochen ist versprochen...

Und da wir ja mal wieder ein neues Quartal haben, hat auch die R&A / USGA die Arbeiten der letzten Monate in einem Update der "Clarification of the 2019 Rules of Golf" am aufgenommen und diese am 06.01.2020 veröffentlicht.

Spannend ist das Thema mit dem Ballmarker als Ausrichtungshilfe: ihr erinnert Euch vielleicht an den Bericht vom 01.09.2019 und den Erfahrungen von unserem Leser Reinhold Staudigl, der seinen Ballmarker aufgrund der anstehenden Problematik zur Prüfung bei der R&A eingereicht hatte. Sein ursprünglicher Ballmarker wäre nämlich nach den Ausrüstungsregeln nicht mehr zulässig und die Nutzung hätte nach der neuen Clarification zu einem Verstoß gegen R4.3a geführt. Wie gut, dass Reinhold dem vorgebeugen konnte, den Ballmarker regelkonform angepasst hat und dieser damit weiterhin genutzt werden darf.

Doch zurück zu den Clarifications - folgende drei Dinge sind ergänzt worden (Achtung, es handelt sich dabei um keine offizielle Übersetzung sondern um eine verkürzte Interpretation der Clarification):

1) Ausrichtungshilfe / Ballmarker
Wenn ein Spieler einen unzulässigen Ballmarker nutzt, um mit diesem die Spiellinie anzuzeigen, und anschließend eine Markierung auf dem Ball mit der Markierung auf dem Ballmarker ausrichtet, so verstößt der Spieler gegen Regel 4.3a.

Exkurs: Im Rahmen dieser Clarification wurde in den "Ausrüstungsregeln" (s. Kapitel 6.7) die Definition, ab wann ein Gegenstand, welcher zum markieren des Ball auf dem Grün hergestellt und vermarktet wurde, eine Ausrichtungshilfe und kein Ballmarker mehr ist, sehr detailliert festgelegt:
- wenn dieser über Funktionen verfügt, mit denen Neigung, Grüngeschwindigkeit oder andere Bedingungen gemessen oder interpretiert werden können
- wenn dieser optische oder elektronische Komponenten enthält
- wenn dieser höher als 1 Inch (2,54 cm) ist
- wenn dieser länger als 2 Inch (5,08 cm) ist und eine Linie aufweist

2) Backstopping / Ball auf dem Grün unterstützt das Spiel
Mit "Backstopping" (im Zählspiel) ist gemeint, dass ein Spieler ohne Absprache mit einem anderen Spieler seinen Ball auf dem Grün in der Nähe des Lochs liegen lässt und dem anderen Spieler damit einen Vorteil zu verschaffen, dass ein zu lang gespielter Ball aufgehalten wird (Regel 15.3a). Die R&A / USGA empfielt deshalb den Ball, der nahe am Loch liegt, zu markieren und aufzunehmen, bevor der andere Spieler seinen Schlag ausführt.

3) Definition "Flaggenstock"
Die Definition wurde geändert - die Befestigungen am Flaggenstock tiefer oder höher als 3 Inch (7,62 cm) in Bezug zur Puttoberfläche sind konkretisiert worden. (weitere Details können den "Equipment Rules" entnommen werden).

Wir wünschen weiterhin erfolgreiches und insbesondere regelkonformes Spiel... (tk)

Weiterführende Links:
Definition in Equipment Rules / Ausrichtungshilfe --> www.randa.org/en/rules-of-equipment/2019/rules/equipment-rules/part-6-devices-and-other-equipment...

Equipment Rules / Flaggenstock --> www.randa.org/en/rules-of-equipment/2019/rules/equipment-rules/part-8-committee-equipment-require...
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Wir wollten Euch ja auch immer auf dem Laufenden halten, wie es mit dem Regelwerk denn weiter geht - versprochen ist versprochen...

Und da wir ja mal wieder ein neues Quartal haben, hat auch die R&A / USGA die Arbeiten der letzten Monate in einem Update der Clarification of the 2019 Rules of Golf am aufgenommen und diese am 06.01.2020 veröffentlicht. 

Spannend ist das Thema mit dem Ballmarker als Ausrichtungshilfe: ihr erinnert Euch vielleicht an den Bericht vom 01.09.2019 und den Erfahrungen von unserem Leser Reinhold Staudigl, der seinen Ballmarker aufgrund der anstehenden Problematik zur Prüfung bei der R&A eingereicht hatte. Sein ursprünglicher Ballmarker wäre nämlich nach den Ausrüstungsregeln nicht mehr zulässig und die Nutzung hätte nach der neuen Clarification zu einem Verstoß gegen R4.3a geführt. Wie gut, dass Reinhold dem vorgebeugen konnte, den Ballmarker regelkonform angepasst hat und dieser damit weiterhin genutzt werden darf.

Doch zurück zu den Clarifications - folgende drei Dinge sind ergänzt worden (Achtung, es handelt sich dabei um keine offizielle Übersetzung sondern um eine verkürzte Interpretation der Clarification):

1) Ausrichtungshilfe / Ballmarker
Wenn ein Spieler einen unzulässigen Ballmarker nutzt, um mit diesem die Spiellinie anzuzeigen, und anschließend eine Markierung auf dem Ball mit der Markierung auf dem Ballmarker ausrichtet, so verstößt der Spieler gegen Regel 4.3a.

Exkurs: Im Rahmen dieser Clarification wurde in den Ausrüstungsregeln (s. Kapitel 6.7) die Definition, ab wann ein Gegenstand, welcher zum markieren des Ball auf dem Grün hergestellt und vermarktet wurde, eine Ausrichtungshilfe und kein Ballmarker mehr ist, sehr detailliert festgelegt:
- wenn dieser über Funktionen verfügt, mit denen Neigung, Grüngeschwindigkeit oder andere Bedingungen gemessen oder interpretiert werden können
- wenn dieser optische oder elektronische Komponenten enthält
- wenn dieser höher als 1 Inch (2,54 cm) ist
- wenn dieser länger als 2 Inch (5,08 cm) ist und eine Linie aufweist

2) Backstopping / Ball auf dem Grün unterstützt das Spiel
Mit Backstopping (im Zählspiel) ist gemeint, dass ein Spieler ohne Absprache mit einem anderen Spieler seinen Ball auf dem Grün in der Nähe des Lochs liegen lässt und dem anderen Spieler damit einen Vorteil zu verschaffen, dass ein zu lang gespielter Ball aufgehalten wird (Regel 15.3a). Die R&A / USGA empfielt deshalb den Ball, der nahe am Loch liegt, zu markieren und aufzunehmen, bevor der andere Spieler seinen Schlag ausführt.

3) Definition Flaggenstock
Die Definition wurde geändert - die Befestigungen am Flaggenstock tiefer oder höher als 3 Inch (7,62 cm) in Bezug zur Puttoberfläche sind konkretisiert worden. (weitere Details können den Equipment Rules entnommen werden).

Wir wünschen weiterhin erfolgreiches und insbesondere regelkonformes Spiel... (tk)

Weiterführende Links:
Definition in Equipment Rules / Ausrichtungshilfe --> https://www.randa.org/en/rules-of-equipment/2019/rules/equipment-rules/part-6-devices-and-other-equipment#67-definition-of-alignment-device-and-treatment-of-ball-markers

Equipment Rules / Flaggenstock --> https://www.randa.org/en/rules-of-equipment/2019/rules/equipment-rules/part-8-committee-equipment-requirements#the-flagstick

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Das ist sehr interessant. Danke. So wie der Vorposter gesagt hat, würde ich im Matchplay offenbar ein Loch gewinnen, wenn mein Gegner ein Tee zum Markieren des Balles senkrecht ins Grün steckt.

Das Ausrichten mit dem Putter, Linie Putter/Ball darf dann wohl auch nicht mehr erfolgen..

Wenn ein Ballmarker nur 1“ hoch und 2“ lang sein darf dann kann somit ein langes Tee nicht mehr als Ballmarker verwendet werden?

Der Flaggenstock... Darf keine Merkmale enthalten,einschließlich seiner Materialzusammensetzung, die so konstruiert sind, dass sie beim Aufprall auf den Ball stoßdämpfend wirken oder stoßdämpfende Eigenschaften haben. (Google Übersetzer😉) Frage: haben diese neuen Vorrichtungen, die um den Flaggenstock gelegt werden um den Ball damit aus dem Loch zu heben nicht eben genau diese Eigenschaften?

Viele benutzen ja einfach ihre Pitchgabel oder ein Tee um den Ball zu markieren. Einige stecken sie hinter den Ball ins Grün. Andere legen sie flach hinter den Ball. Ist das zulässig?

Vielen Dank für die umfassenden Informationen. Auch wenn ich meinen Ballmarker kürzen muss und somit die Produktion wesentlich teurer ist, bin ich stolz es in die R&A „Golfregeln“ geschafft zu haben und Geschichte schreiben konnte 💪🏌️👍

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2 Monate her

Golf Rules

Und ein zweiter sehr interessanter Vorfall auf der PGA Tour bei der Sentry TOC. Max Homa spielt seinen Ball an Loch 9 auf den Cartweg und trifft die Entscheidung, den Ball aus der Lage zu spielen, wie er ihn vorfindet. Es stellt sich die Frage, warum denn das? Aber mit ein paar Hintergrundinformationen aus dem Regelwerk kann man die Entscheidung von Homa sehr schnell verstehen...

Zunächst einmal hätte Homa aufgrund der Balllage auf dem Cartweg straflose Erleichterung nach R16.1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" in Anspruch nehmen können. Allerdings ist er bei der Wahl des Erleichterungsbereiches auf die Möglichkeiten nach R16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" eingeschränkt - sprich der Bezugspunkt ist der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung. Schaut man einmal nach rechts (Brücke / Abhang) oder links (Böschung) vom Ball / Cartweg, so sind das nicht wirkliche Stellen, an denen man freiwillig einen Ball droppen möchte.

Insofern noch einmal ein kleiner Tipp für das eigene Spiel: egal wie der Ball liegt und es ggf. straflose Erleichterung gibt. Bevor Ihr den Ball aufnehmt, schaut Euch zunächst die Stelle an, wo sich der mögliche Erleichterungsbereich befindet. Es kann sein, dass es manchmal besser ist den Ball aus der ursprünglichen Lage zu spielen, als die mögliche Erleichterung in Anspruch zu nehmen.

Und ist der Ball erst einmal aufgenommen und der Spieler trifft dann die Entscheidung, dass er die Erleichterung nicht in Anspruch nehmen möchte, so kann dieser den Ball zwar wieder zurückgelegt werden, dann allerdings unter Hinzurechnung eines Strafschlages nach R9.4 "Ball durch den Spieler aufgenommen oder bewegt". (tk)

www.facebook.com/PGATour/videos/500816383881963/
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Gerade den letzten Absatz sollte man sich merken!!...was mich an dem Video aber am meisten irretiert, sind die Zuschauer... haben die gar keine Angst vor einem Fehlschlag 🤔🙈

Danke Thomas. Gerade der letzte Absatz ist mir gar nicht so bewusst gewesen. Kam bei mir - soweit ich mich erinnere - noch nicht wirklich vor, aber vorkommen tut es definitiv.

Hatte ich auch schon. Ich hab erst garnicht nachgemessen, welcher Punkt der nächste gewesen wäre. Der wahrscheinlichere hätte mir kniehohes Rough knapp an einem hohen Busch in der Linie beschert.

2 Monate her

Golf Rules

Die Tour ist wieder unterwegs - und gleich wieder mit einem interessanten Zwischenfall bei Joaquin Niemann in Maui bei der Sentry TOC. Der perfekt getroffene Ball rollt auf dem Fairway und verschwindet im Loch. In diesem Fall aber kein "Hole-in-one" sondern ein Loch inmitten auf dem Fairway. Und nun?

Egal ob Tierloch oder Boden in Ausbesserung (ein von Greenkeepern verursachtes Loch) oder einem Sprenklerdeckel (ist in dem Video nicht zu erkennen) - der Ball liegt in "ungewöhnlichen Platzverhältnissen" und Niemann kann das Spiel ohne Strafe mit Erleichterung nach Regel 16.1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" fortsetzen.

Als Bezugspunkt kann er den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Gelände bestimmen und von dort den Erleichterungsbereich in der Größe einer Schlägerlänge (nicht näher zum Loch) ausmessen. Anschließend muss der Ball in dem Erleichterungsbereich gedroppt werden und in diesem zur Ruhe kommen. (tk)

www.facebook.com/PGATour/videos/2202401600068021/
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2 Monate her

Golf Rules

Da wir vor drei Tagen eine recht interessante Diskussion um den Sinn und Zweck eines provisorischen Balls hatten hier noch einmal nachgelegt, wann er eigentlich erlaubt ist. Dabei hilft uns

Interpretation I18.3a/1
"Wann Spieler provisorischen Ball spielen darf

Bei der Entscheidung, ob ein Spieler einen provisorischen Ball spielen darf, wird nur die Information berücksichtigt, die dem Spieler zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung steht.

Beispiele, wann ein provisorischer Ball gespielt werden darf, sind unter anderem:

• Der ursprüngliche Ball kann in einer Penalty Area sein, kann aber auch außerhalb der Penalty Area verloren oder im Aus sein.

• Ein Spieler glaubt, sein ursprünglicher Ball sei im Gelände zur Ruhe gekommen und könnte verloren sein. Wird der Ball später innerhalb der dreiminütigen Suchzeit in einer Penalty Area gefunden, muss der Spieler den provisorischen Ball aufgeben."
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Da wir vor drei Tagen eine recht interessante Diskussion um den Sinn und Zweck eines provisorischen Balls hatten hier noch einmal nachgelegt, wann er eigentlich erlaubt ist. Dabei hilft uns 

Interpretation I18.3a/1 
Wann Spieler provisorischen Ball spielen darf 

Bei der Entscheidung, ob ein Spieler einen provisorischen Ball spielen darf, wird nur die Information berücksichtigt, die dem Spieler zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung steht. 

Beispiele, wann ein provisorischer Ball gespielt werden darf, sind unter anderem: 

• Der ursprüngliche Ball kann in einer Penalty Area sein, kann aber auch außerhalb der Penalty Area verloren oder im Aus sein. 

• Ein Spieler glaubt, sein ursprünglicher Ball sei im Gelände zur Ruhe gekommen und könnte verloren sein. Wird der Ball später innerhalb der dreiminütigen Suchzeit in einer Penalty Area gefunden, muss der Spieler den provisorischen Ball aufgeben.

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Kennt Ihr das? Dem Spieler gefällt die Lage des gefundenen Balls nicht und er möchte lieber den Provisorischen weiterspielen. Diskussion ohne Ende ...

2 Monate her

Golf Rules

Nachdem wir gestern ja den provisorischen Ball hatten kommen wir hier zur Alternative, wenn der Spieler gerade nicht möchte, dass er seinen Ball aus schlechter Lage spielen müsste: Schlag und Distanzverlust nach Regel R18.1:

"Ein Spieler darf jederzeit Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust in Anspruch nehmen, indem er sich einen Strafschlag hinzurechnet und den ursprünglichen oder einen anderen Ball von der Stelle spielt, von der aus er den vorherigen Schlag gemacht hat (siehe Regel 14.6).

Der Spieler hat immer diese Erleichterungsmöglichkeit mit Schlag und Distanzverlust,
· unabhängig davon, wo sich der Ball des Spielers auf dem Platz befindet und
· auch wenn eine Regel vom Spieler verlangt, Erleichterung auf eine bestimmte Weise in Anspruch zu nehmen oder den Ball von einer bestimmten Stelle zu spielen.

Sobald der Spieler einen anderen Ball mit Strafe von Schlag und Distanzverlust ins Spiel bringt (siehe Regel 14.4),
· ist der ursprüngliche Ball nicht länger im Spiel und darf nicht gespielt werden.
· Dies gilt auch, wenn der ursprüngliche Ball anschließend vor Ablauf der dreiminütigen Suchzeit auf dem Platz gefunden wird (siehe Regel 6.3b).

Aber dies gilt nicht für einen Ball, der von der Stelle des vorherigen Schlags gespielt wird, wenn der Spieler
· ankündigt, einen provisorischen Ball zu spielen (siehe Regel 18.3b),
· im Zählspiel einen zweiten Ball nach Regel 14.7b oder 20.1c(3) spielt."
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Nachdem wir gestern ja den provisorischen Ball hatten kommen wir hier zur Alternative, wenn der Spieler gerade nicht möchte, dass er seinen Ball aus schlechter Lage spielen müsste: Schlag und Distanzverlust nach Regel R18.1:

Ein Spieler darf jederzeit Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust in Anspruch nehmen, indem er sich einen Strafschlag hinzurechnet und den ursprünglichen oder einen anderen Ball von der Stelle spielt, von der aus er den vorherigen Schlag gemacht hat (siehe Regel 14.6).

Der Spieler hat immer diese Erleichterungsmöglichkeit mit Schlag und Distanzverlust,
·      unabhängig davon, wo sich der Ball des Spielers auf dem Platz befindet und
·      auch wenn eine Regel vom Spieler verlangt, Erleichterung auf eine bestimmte Weise in Anspruch zu nehmen oder den Ball von einer bestimmten Stelle zu spielen.

Sobald der Spieler einen anderen Ball mit Strafe von Schlag und Distanzverlust ins Spiel bringt (siehe Regel 14.4),
·      ist der ursprüngliche Ball nicht länger im Spiel und darf nicht gespielt werden.
·      Dies gilt auch, wenn der ursprüngliche Ball anschließend vor Ablauf der dreiminütigen Suchzeit auf dem Platz gefunden wird (siehe Regel 6.3b).

Aber dies gilt nicht für einen Ball, der von der Stelle des vorherigen Schlags gespielt wird, wenn der Spieler
·      ankündigt, einen provisorischen Ball zu spielen (siehe Regel 18.3b),
·      im Zählspiel einen zweiten Ball nach Regel 14.7b oder 20.1c(3) spielt.

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Darf ich, nachdem ich einen provisorischen Ball gespielt habe, dann aber den ursprünglichen Ball doch finde, der aber sehr schlecht legt (zB im rough und keine gute Lage in der Umgebung zum „unspielbar“ droppen) den provisorischen Ball ins Spiel bringen und mit Strafschlag und Distanzverlust weiterspielen? Oder muss ich - wenn ich die Erleichterung mit Strafschlag und Distanzverlust wählen möchte - zurücklaufen und von der ursprünglichen Stelle erneut spielen, obwohl es einen provisorischen Ball von genau dort gab. Ich fürchte zweiteres. Aber aus Zeitgesichtspunkten wäre das ja völlig sinnlos. Was sagt ihr?

Winston Links 😉👍🏼

2 Monate her

Golf Rules

Ergänzend zur gestrigen, sehr spannenden Diskussion zum Thema "provisorischen Ball" möchten wir mit dem heutigen Beitrag noch einmal die Grundlagen zu dem Thema beleuchten.

Zunächst einmal heißt es in R6.3a, dass der Spieler mit demselben Ball vom Abschlag bis ins Loch spielen muss. Der Spieler darf aber natürlich auch regelkonform mit einem Strafschlag einen anderen / neuen Ball ins Spiel einsetzen. Dann ist der ursprüngliche Ball allerdings nicht mehr im Spiel (s. R6.3b), auch wenn dieser gefunden wird.

Und genau jetzt kommt der provisorische Ball ins Spiel - dieser ist eine regeltechnisch akzeptierte Möglichkeit für das Spielen eines zweiten Balls, die letztendlich nur darauf abzielt Zeit zu sparen. Denn wenn der ursprüngliche Ball nicht innerhalb der zulässigen Suchzeit von drei Minuten gefunden würde oder sich im Aus befindet, dann müsste der Spieler zurück an den Ort, von dem er den letzten Schlag gemacht hat - im Extremfall also weit über 200 Meter. Um aber genau diese Wegstrecke und Zeit zu "sparen", darf der Spieler einen zweiten Ball "provisorisch" spielen.

Dieser (provisorische) Ball ist nach den Regeln zunächst einmal nicht der "Ball im Spiel". Das wird er erst, wenn der ursprüngliche Ball nicht oder im Aus gefunden wird oder der provisorische Ball von einer näher zum Loch liegenden Stelle gespielt wird.

Damit aber für alle Anwesenden eindeutig klar ist, welcher Ball denn nun der "Ball im Spiel" ist, muss man nach R18.3b "Ankündigung, einen provisorischen Ball zu spielen" einen provisorischen Ball auch "provisorisch" ankündigen.

Sagt man nichts - was man ja nicht zwingend muss, dann ist der neu gespielte Ball nach R18.1 "Erleichterung mit Strafe von Schlag und Distanzverlust ist jederzeit zulässig" der "Ball im Spiel" (mit entsprechendem Strafschlag) - und kein provisorischer Ball. Insofern kann es auch keinen "Automatismus" geben, wenn ein zweiter Ball gespielt wird, da in dem Moment unklar ist, nach welcher Regel der Spieler verfahren möchte. Sagt der Spieler nichts, dann ist der neue Ball mit einem Strafschlag der Ball im Spiel; kündigt er einen provisorischen Ball mit dem Wort "provisorisch" an, so fällt die Entscheidung, ob dieser Ball zum Ball im Spiel wird, erst später. Dann ist entscheidend, ob der ursprüngliche Ball innerhalb der zulässigen Suchzeit gefunden wird.

Doch noch einmal zurück zur Diskussion von gestern: die Regelhüter der R&A und der USGA ermöglichen dem Spieler durch den provisorischen Ball eine sehr hilfreiche Option bei einem Ballverlust den Gang zurück zur letzten Stelle des Schlages zu vermeiden, um von dort das Spiel fortzusetzen. Man sollte dann auch entsprechend der R18.3b "Ankündigung, einen provisorischen Ball zu spielen" handeln und nicht fahrlässig durch das Versäumnis der Ankündigung diese Möglichkeit verpassen... (tk)
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Ergänzend zur gestrigen, sehr spannenden Diskussion zum Thema provisorischen Ball möchten wir mit dem heutigen Beitrag noch einmal die Grundlagen zu dem Thema beleuchten.

Zunächst einmal heißt es in R6.3a, dass der Spieler mit demselben Ball vom Abschlag bis ins Loch spielen muss. Der Spieler darf aber natürlich auch regelkonform mit einem Strafschlag einen anderen / neuen Ball ins Spiel einsetzen. Dann ist der ursprüngliche Ball allerdings nicht mehr im Spiel (s. R6.3b), auch wenn dieser gefunden wird.

Und genau jetzt kommt der provisorische Ball ins Spiel - dieser ist eine regeltechnisch akzeptierte Möglichkeit für das Spielen eines zweiten Balls, die letztendlich nur darauf abzielt Zeit zu sparen. Denn wenn der ursprüngliche Ball nicht innerhalb der zulässigen Suchzeit von drei Minuten gefunden würde oder sich im Aus befindet, dann müsste der Spieler zurück an den Ort, von dem er den letzten Schlag gemacht hat - im Extremfall also weit über 200 Meter. Um aber genau diese Wegstrecke und Zeit zu sparen, darf der Spieler einen zweiten Ball provisorisch spielen. 

Dieser (provisorische) Ball ist nach den Regeln zunächst einmal nicht der Ball im Spiel. Das wird er erst, wenn der ursprüngliche Ball nicht oder im Aus gefunden wird oder der provisorische Ball von einer näher zum Loch liegenden Stelle gespielt wird. 

Damit aber für alle Anwesenden eindeutig klar ist, welcher Ball denn nun der Ball im Spiel ist, muss man nach R18.3b Ankündigung, einen provisorischen Ball zu spielen einen provisorischen Ball auch provisorisch ankündigen. 

Sagt man nichts - was man ja nicht zwingend muss, dann ist der neu gespielte Ball nach R18.1 Erleichterung mit Strafe von Schlag und Distanzverlust ist jederzeit zulässig der Ball im Spiel (mit entsprechendem Strafschlag) - und kein provisorischer Ball. Insofern kann es auch keinen Automatismus geben, wenn ein zweiter Ball gespielt wird, da in dem Moment unklar ist, nach welcher Regel der Spieler verfahren möchte. Sagt der Spieler nichts, dann ist der neue Ball mit einem Strafschlag der Ball im Spiel; kündigt er einen provisorischen Ball mit dem Wort provisorisch an, so fällt die Entscheidung, ob dieser Ball zum Ball im Spiel wird, erst später. Dann ist entscheidend, ob der ursprüngliche Ball innerhalb der zulässigen Suchzeit gefunden wird.

Doch noch einmal zurück zur Diskussion von gestern: die Regelhüter der R&A und der USGA ermöglichen dem Spieler durch den provisorischen Ball eine sehr hilfreiche Option bei einem Ballverlust den Gang zurück zur letzten Stelle des Schlages zu vermeiden, um von dort das Spiel fortzusetzen. Man sollte dann auch entsprechend der R18.3b Ankündigung, einen provisorischen Ball zu spielen handeln und nicht fahrlässig durch das Versäumnis der Ankündigung diese Möglichkeit verpassen... (tk)

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Danke für die tolle und eindeutige Erklärung! Dennoch eine Frage: ist es Belehrung (und damit strafbar für mich) wenn ich denjenigen der einen 2. bzw provisorischen Ball schlagen will, vorher darauf hinzuweisen „provisorisch“ anzusagen (manchmal weiß man ja von seinen Mitspielern das sie nur zu faul oder vergesslich sind es anzusagen🤷🏻‍♂️) Danke 🤗

Sehr schöne und verständliche Erklärung.

... und es gibt doch noch eine kleine Spitzfindigkeit, die ab und an ein Ruling erfordert: Der pro. Ball ist im Spiel, wenn der Spieler den Ball von einer Position näher zum Loch als den ursprünglichen spielt. Nun spielt es aber keine Rolle, wo der erste Ball wirklich liegt, sondern wo der Spieler in vermutet, was gern mal 50m weiter vorn sein kann ...

2 Monate her

Golf Rules

"Ich lad´dann mal nach..."

So oder so ähnlich hört man es immer wieder auf den Plätzen wenn sich der Spieler nicht sicher ist, ob sein Ball gefunden werden kann. Was damit oft gemeint ist, ist, dass der Spieler einen provisorischen Ball nach R18.3 spielen möchte. DAS muss er allerdings auch ganz klar sagen, sonst ist der zweite Ball einfach der neue Ball im Spiel mit Strafschlag, denn R18.3b sagt uns:

"Bevor der Spieler schlägt, muss er ankündigen, dass er einen provisorischen Ball spielen will:

· Es reicht nicht aus, wenn der Spieler nur sagt, er spiele einen anderen Ball oder spiele noch einmal.

· Der Spieler muss das Wort „provisorisch“ verwenden oder anderweitig deutlich machen, dass er den Ball provisorisch nach Regel 18.3 spielt.

Wenn der Spieler dies nicht ankündigt (selbst wenn er beabsichtigte, einen provisorischen Ball zu spielen) und einen Ball von der Stelle spielt, von der aus der vorherige Schlag gemacht wurde, ist dieser Ball mit Strafe von Schlag und Distanzverlust des Spielers Ball im Spiel (siehe Regel 18.1)."
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Ich lad´dann mal nach... 

So oder so ähnlich hört man es immer wieder auf den Plätzen wenn sich der Spieler nicht sicher ist, ob sein Ball gefunden werden kann. Was damit oft gemeint ist, ist, dass der Spieler einen provisorischen Ball nach R18.3 spielen möchte. DAS muss er allerdings auch ganz klar sagen, sonst ist der zweite Ball einfach der neue Ball im Spiel mit Strafschlag, denn R18.3b sagt uns:

Bevor der Spieler schlägt, muss er ankündigen, dass er einen provisorischen Ball spielen will:

·      Es reicht nicht aus, wenn der Spieler nur sagt, er spiele einen anderen Ball oder spiele noch einmal.

·      Der Spieler muss das Wort „provisorisch“ verwenden oder anderweitig deutlich machen, dass er den Ball provisorisch nach Regel 18.3 spielt. 

Wenn der Spieler dies nicht ankündigt (selbst wenn er beabsichtigte, einen provisorischen Ball zu spielen) und einen Ball von der Stelle spielt, von der aus der vorherige Schlag gemacht wurde, ist dieser Ball mit Strafe von Schlag und Distanzverlust des Spielers Ball im Spiel (siehe Regel 18.1).

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Vielleicht sollte man sich noch mal die Bedeutung der Regeln und hier speziell die des provisorischen Balls ansehen - wir machen da noch mal ein / zwei Followup-Beiträge zu...

Das ist mit Sicherheit der Moment, in dem auf dem Golfplatz am häufigsten "Gnade" gewährt wird (selten aus fehlender Regelkenntnis und häufig, weil man keinen Stress will). Oft sagt man nichts, weil man diese Regel des "Begriff-Nutzung-Zwanges" selbst als "unsinnig" empfindet. Ich finde das schon seit Beginn meiner Golfleidenschaft vor mehr als 10 Jahren zu gesetzlich, obwohl ich mir der Pros und Kontras sehr bewusst bin. Man könnte (meine Meinung) seitens der offiziellen Regelhüter tatsächlich mal darüber nachdenken, diesen Punkt zu entschärfen. In den meisten Fällen ist es ja klar und offensichtlich, dass ein "Ich spiele noch einen Ball nach", den provisorischen Ball ankündigt. Es ist sicher formal richtig (dafür existieren Regeln ja auch), dass man alle Unklarheiten beseitigt, indem man "provisorisch" sagt, aber für meinen Geschmack wäre das ein Thema gewesen, das man auf die Agenda der Regeländerungen für 2019 hätte setzen können, um einen entspannteren Umgang damit zu gewährleisten. - In der Praxis gehe ich persönlich (meist) dann folgendermaßen damit um: Nachdem ein Mitspieler einen Ball in eine Ecke des Platzes gehauen hat, wo man nicht sicher ist, ob man ihn findet und nachdem er gesagt hat (oder auch nicht) "Ich spiele nochmal einen nach" [Oder in Österreich: "Ich spiele einen 'Professor'"], frage ich ihn, ob er einen provisorischen Ball spielen will. Wenn er das bejaht, sage ich in der Regel "Du bist dir bewusst, dass du es sagen musst, sonst wäre dein 2. Ball im Spiel gewesen". - Es ist zwar lästig und manchmal auch nicht lustig, das zu tun, aber es hilft (vielleicht) und ist im Sinne des Spirit of the Game, um den Mitspieler vor Strafschlägen zu bewahren (ähnlich wie "Du hast vor der Abschlagmarkierung aufgeteet). Denn fordert man als Mitspieler im Anschluss keine 2 Strafschläge, macht man sich ja "mit schuldig", da im Feld möglicherweise andere Mitspieler sind, die sich Strafschläge gegeben haben, weil sie das Ankündigen des Provisorischen vergessen haben. Wäre dann ja nicht fair. (Sorry, dass das etwas länger geworden ist. Aber diesen Punkt finde ich zu relevant, um ihn nicht zu diskutieren, weil er wie gesagt einen der häufigsten Momente darstellt, in denen Regeln nicht angewandt werden). - Wie geht ihr in der Praxis (auch pädagogisch mit dem Thema um?)

Manche Regeln sind für den Arsch und sollten geändert werden, wenn ich einen 2 Ball spiele was soll das dann schon sein.

ein Golfer der das Spiel nur etwas ernst nimmt, sagt auch den provisorischen Ball an. Ich bemerke, daß es nicht nur in Spassrunden an Regel kunde mangelt sondern auch bei Turnieren. Es wollen viele NUR Spaß haben, kann man auch bei Einhaltung der Regeln haben, oder? Schönes Spiel. 👌

Ich habe häufiger das Gefühl, dass das Wort "provisorisch" bei manchen Golfspielern irgendeine dramatische innerliche Reaktion verursacht und dieses deswegen so "verpönt" ist. Ansonsten kann ich mir es nicht erklären, warum es vielen Golfern beim Spielen eines provisorischen Balls so schwer über die Lippen geht. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten des Golfern im Rahmen der Golfregeln einen weiteren / zweiten Ball zu spielen - so wie beim Spielen eines "Regelball" zur Klärung von Zweifeln nach R20.1c(3). Da es sich hierbei um ein bewusstes Verfahren vom Spieler handelt, sollte dieser dieses Verfahren auch VORHER ankündigen...

Mit nachfolgendem Verhalten komme ich am besten klar, weiß jedoch nicht ob ich dann im Bereich der Belehrung bin. Wenn jemand seinen zweiten Ball abschlagen will und er den Begriff provisorisch nicht erwähnt aber mir sehr bewusst ist dass es ein provisorischer Ball sein soll, dann versuche ich vorher explizit nachzufragen ob der Ball provisorisch sein soll. Dann sprechen wir kurz auch über die Regel und das explizit notwendige Wort und dann klappt es eigentlich ganz gut ohne für Missstimmung gesorgt zu haben. 🏌️😉

Ich hatte schon das Vergnügen, die Reaktion von einem Mitspieler kennen zu lernen, der diese längst bestehende Regelung offenbar nicht kannte. Der Spagat zwischen "ich weiß was"" und "ich sag lieber nix" ist allgegenwärtig. Denn dann folgt das eigentlich größere Problem: eskaliert die Situation, ist die Stimmung entsprechend und wie komme ich dann mental damit klar. Ich hatte dem Kollegen damals keinen Strafschlag dazugerechnet, mußte mir aber trotzdem einiges anhören. Er hatte den ursprünglichen Ball ja gefunden....

ich denke Unsicherheit und oder Mangel an Kenntnis bei den Regel/Etiketten sind weit verbreitet😕 Oft zum Unmut für jene die das Spiel Ernst nehmen. schönes Spiel 🏌️‍♂️

Wer erklärt mir den Sinn hinter dieser Regel? Welchen Vorteil könnte bei nicht sagen erlangen ?

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2 Monate her

Golf Rules

"Hit it hard" - im Extremfall wird dieses Thema in Regel R4.2c "Ball wird beim Spielen eines Lochs eingekerbt oder zerspringt" behandelt.

Der Spieler darf nur dann einen anderen Ball neu einsetzen, wenn der ursprüngliche Ball deutlich sichtbar zersprungen oder eingekerbt ist und diese Beschädigung während des zu spielenden Lochs aufgetreten ist, aber er darf nicht ersetzt werden, wenn der Ball lediglich zerkratzt, abgeschürft oder seine Farbe beschädigt oder verfärbt ist.

Wenn der ursprüngliche Ball zersprungen oder eingekerbt ist, muss der Spieler entweder einen anderen Ball oder den ursprünglichen Ball an die ursprüngliche Stelle zurücklegen (siehe Regel 14.2).

Ist der ursprüngliche Ball nicht eingekerbt oder hat keinen Sprung, muss der Spieler ihn an seine ursprüngliche Stelle zurücklegen (siehe Regel 14.2).

Diese Regel verbietet es einem Spieler nicht, einen Ball nach einer anderen Regel neu einzusetzen oder die Bälle zwischen dem Spielen von zwei Löchern auszutauschen. (tk)
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Hit it hard - im Extremfall wird dieses Thema in Regel R4.2c Ball wird beim Spielen eines Lochs eingekerbt oder zerspringt behandelt. 

Der Spieler darf nur dann einen anderen Ball neu einsetzen, wenn der ursprüngliche Ball deutlich sichtbar zersprungen oder eingekerbt ist und diese Beschädigung während des zu spielenden Lochs aufgetreten ist, aber er darf nicht ersetzt werden, wenn der Ball lediglich zerkratzt, abgeschürft oder seine Farbe beschädigt oder verfärbt ist.

Wenn der ursprüngliche Ball zersprungen oder eingekerbt ist, muss der Spieler entweder einen anderen Ball oder den ursprünglichen Ball an die ursprüngliche Stelle zurücklegen (siehe Regel 14.2).

Ist der ursprüngliche Ball nicht eingekerbt oder hat keinen Sprung, muss der Spieler ihn an seine ursprüngliche Stelle zurücklegen (siehe Regel 14.2).

Diese Regel verbietet es einem Spieler nicht, einen Ball nach einer anderen Regel neu einzusetzen oder die Bälle zwischen dem Spielen von zwei Löchern auszutauschen. (tk)

2 Monate her

Golf Rules

Starten wir das Jahr 2020 mit einem ordentlichen Drive vom Damentee und der Frage, ob die Spielerin diese sehr zuvorkommende Unterstützung von "Herrn Maulwurf" für den Abschlag in Anspruch nehmen darf... 😉

Ja, darf sie - Regel R6.2b(2) "Regeln für den Abschlag" erlaubt es, den Ball von einem zulässigen Tee oder dem Boden in das Spiel zu bringen, wobei nach dieser Regel „Boden“ Sand oder anderes natürliches Material mit einschließt, das angehäuft wurde, um entweder das Tee oder den Ball aufzusetzen.

Wir wünschen Euch einen regelkonformen geraden, langen Abschlag in die neue Golfsaison... (tk)
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Starten wir das Jahr 2020 mit einem ordentlichen Drive vom Damentee und der Frage, ob die Spielerin diese sehr zuvorkommende Unterstützung von Herrn Maulwurf für den Abschlag in Anspruch nehmen darf... ;-)

Ja, darf sie - Regel R6.2b(2) Regeln für den Abschlag erlaubt es, den Ball von einem zulässigen Tee oder dem Boden in das Spiel zu bringen, wobei nach dieser Regel „Boden“ Sand oder anderes natürliches Material mit einschließt, das angehäuft wurde, um entweder das Tee oder den Ball aufzusetzen.

Wir wünschen Euch einen regelkonformen geraden, langen Abschlag in die neue Golfsaison... (tk)